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Letzte Nachrichten.

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□Denn man auch die Zwangslage der Reichs- dank anerkennen must, so braucht man gleich­wohl nicht den weiteren Früchten unserer CQMrt- schoftSpolitik mit gröberem Optimismus als fett- her entgegenzusel-en. Senn ein Diskont von 7 Prozent, der das Doppelte von den in Hol­land, in der Schweiz und den Vereinigten Ötaa- . ken behebenden Sätzen bedeutet, wird ganz zweifellos eine erhebliche Summe kurz triftiger Auslandgelder nach Deutschland locken und so

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- Trichter der deutschen Recht­schreibkunst. Rach der Häufigkeit der Wörter

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Der Sorfj «aWeiler te brs Ausschuss« tmrikn.

20.05: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissen^ schäft und Technik. 20.15: Ueberttagung au« dem Mannheimer Belprechungoraum: Kammer- mulik-Konzert. Anschließend: Ucbertragung von Kassel: Heiterer Lieder- und Duett-Abend. Dar­auf: Ucbertragung von Kassel: SpätkonHert sUnterhaltungsmustt).

der Mädchen An kirchlichen Äafwn wurden auf» gebracht 1725. 21 584 Ml. 1926: lS53o Ml. 6r- sreultch ist da« rege kirchliche Vereins leben, worüber Psarrer öaut-Ridda * Deianats- ^rzieknmgsverein), Pfarrer Mernmert-Ober- WldderSheim firner? Mission-. Pfarrer Groh- Langd lAeustere Mission) und Pfarrer Dr. Hey­man n - Rodheim «Gustav-Adolf-Bevern- be­richteten. Pfarrer Rau- Wallernhausen wurde zum Dekanatsjugendpfleger bestellt. Rach den Rechnungsprüfungen für 1925 und 1926 hielt Pfarrer Vock von Ober-Mockstadt einen Vor­trag über ,M oder na Sekten?.

Rundfunkprogramm

bei Frankfurter Senders.

(AuS der ..Radio-Umschau"^

Arritag, 21. Oktober.

13 bis 14 llpt. SchallplattenKonzert, italie­nische Opern. - 15.30 bis 16: Die Stunde der Jugend. 16.30 bis 17.45: Hausfrauen -Rach­mittag, veranstaltet vom Frankfurter Hausfrauen- verein. Programm u. a.: ..Die Gemütsarten un­serer Kinder und ihre Vehanblung", Vortrag

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Vortragender: Garteningenieur Karl Hinze.* ---- ... Kassel:Gin,

Wirtschaft.

Diskonterhöhung und Agrarpolitik.

Von Dr. Hermann Huttel (Bielefeld).

Die Erhöhung des ReichSbankdiskonts von 6 auf 7 Prozent hat in der deutschen Oeffentlichkeil teilweise einen Sturm der ©ntniftimg ausgelöst. Aber nur einseitt^ste wirtschastspolitische Sin- fiel hing kann m dieser Maßnahme deS Reichs­bankpräsidenten, xu dem man im übrigen stehen mag wie man will, einen unbegründeten Gewalt­akt oder eine.wirtschaftsfeindliche Ueberraschaing" erblicken. Ernste und sachlich denkende Wirt- schafts^olitiker haben die Möglichkeit einer Dis­konterhöhung schon längst erwogen, und die steigenden Zinssätze am offenen Geldmarkt wäh­rend der letzten Zett liehen keinen Zweifel mehr darüber, wohin wir steuerten.

Wir müflen unS klar darüber sein, dah die

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usw. gerecht werden zu können. Anstatt sich mög- ' lichst nach dieser kurzen Decke wu strecken und nur zwecks unbedcnat erforderlicher produktiver ^leuanlagen zu Ä u s lan da n lei den zu schreiten, pumpte man in den letzten Zghren lustig Darauf los und lud der deutschen Gesamtwirt­schaft aufjer 3>,'z Milliarden furjhnftige noch rund 5 Milliarden langt riftige Aus land schulden auf, die, besonders seitens zahlreicher öffentlicher Körperschaften, in hohem Maste alles andere als produktiv verwendet wurden. Kein Wunder, dah seit einiger Zeit das Ausland den deutschen Kreditwünschen gegenüber etwas vorsichtiger ge­worden ist. was auf den Grad der Inanspruch­nahme der Reichsbank natürlich nicht ohne Fol­gen bleiben konnte. So ist bekanntlich tn einer einzigen Woche (letzte Septemberwoche) allein der Wechselbestand der Reichsbank um 510 Mil­lionen auf über 2 7 Milliarden Reichsmark hin­aufgeschnellt und der Vanknotenumlaus der glei­chen Woche um 635 Millionen auf knapp 4,2 Milliarden gestiegen, so dah unser gesamter v-jahlungsmittelumlauf die bisher noch nicht er­reichte Summe von 6,15 Milliarden Reichsmark aufwies. Das war In währungspoli tifcher Hin­sicht Alarm im höchsten Grade. Run war aller­dings dem Reichsbankpräsidenten auher der Diskonterhöhung noch das Mittel der Kredit­einschränkung in die Hand gegeben; aber nach den Erfahrungen, die man im Zahne 1925 damit gemacht hatte, enlschloh man sich zur Erhöhung des Diskontsatzes.

natcn Gefängnis verurteilt worden war, be­leuchtete die Verhältnisse. in Denen sich der An­geklagte in d:r letzten Zeit feiner Anwalts- und RotaritätStätigkeit befunden hatte. Müller ver­trat im Jahre 1925 vor dem ReickBentschäkn» gungsamt eine Putzfrau, und er behielt die an ihn auSgrzahlte Entschädigungssumme von 1200 Mark, dir zur Hälfte der Putzfrau, zur andern deren Manne zustand, für sich zurück. Seine Klientin vertröstete er über ein Äahr lang. End­lich erkundigte sich die Putzfrau beim Vormund­schaft spricht nach dem Stand ihrer Sache. Hier erfuhr sie dann, dah das Geld längst ausbe»ahlt war. Müller gab ihr später in kleineren Beträgen 330 Mk. zurück. Bei der (Erörterung des Be­trugssalles fanden auch Die Beziehungen de« Angeklagten zu dem , Finanzier' Sippach. der kürzlich zu einem Jahre Gefängnis ver­urteilt worden war. Erwähnung. Müller hatte sich von Sippach eine Reihe Gesättigte.tsak-cp:« auSstellen lassen. Einen solchen Wechsel lieh sich Mütter von seinem Schneider diskontieren, wobei er den Aussteller als »prima, prima" bezeichnete und die Bedenken des HandwerkSmTisters mit der Bemerkung zerstreut dast er. Müller, ja schliestlich für die Wechseliummr hafte. 3n Wirk­lichkeit aber waren die BrrmögenSv.-rhältnittr des Angeklagten zur Zeit der Ausstellung dcs Wechfels die denkbar ungünstigsten. Ser Ange- llagte war in dem Falle der Unterschlaguna geständig. Wegen des Betrugs verteidigte sich Der Angeklagte damit, dah er über die wahren Vermögens Verhältnisse des Sippach nicht unter­richtet gewesen sei. DaS Gericht u:rurt.HItc den Angeklagten unter Einbeziehung d.-r neunmona­tigen Gefängnisstrafe wegen alntreuc und Be­trugs $u einer Gesamt aefängnisstrase von einem 3 o 6 r. Die Fähigkeit, ein öffent­liches Amt zu belleiden, wurde dem AngeVagtcn auf fünf Jahre aberkannt.

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fübrung in die Geflügelzucht l". Vortrag von Direktor Herberg. 19.15 bis 19.45: Stunde des Sudwestdeutschen Radio-Elub«. 19 45 bi«

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auf 2013,3 Millionen Mark zugenommen: die Zunahme entfällt auf die Bestände an dcckungs- sähigen Devisen, welche um 5.6 Millionen auf 161,7 Millionen Mark angewachsen sind, wahrend die Goldbestände sich um 242 000 Mark auf 1851,6 Millionen Mark verringert haben. Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 46,2 Prozent in der Vorwocl>e auf 48,8 Pro- Kent, diejenige durch Gold ' ' '

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gcrace_ den Teil unserer Auslmidverschuldung, der währungspolitisch am allergefährlichsten ist, noch weiter ausblähen und die deutsche Kredit- luslativn wachsend verschärfen. Somit also wird einesteils das gerade Gegenteil von dem erreicht, toa« Dr. Schacht erreichen wollte. Aber wie gesagt, sein Weg nxtr ihm gewiesen. Zu kupze Kapitaldecke, v.-rschwenderische Schulden­politik, steigende Zinssätze, Verteuerung der Pro- durtion, steigeirde Preise, sinkende 5<auflraft olle« Dinge, die sich zwangsläufig eins aus dem anwren ergeben.

»Ss ist schade, dah der Reichsfinanzminister i!hTn begreiflichen Veto gegen weitere

< i c flC2*ngcn biefc ZwangSläusigkeit über- leben hat. E« ist ferner bedauerlich, dah er ver- faumte, den Finger an die Wurzel alles Hebels zu legen auf den verhängnisvollen Verschal- dungsprozeh tn welchem sich die deutsche VottS- wirtschast befindet und der sich nicht eher wird .aushalten lassen, al« bi« wir die Milliarden- betrage, die wir 3abr für 3ahr für ausländifche l.ebenSmtitel hinanSwerfen, einlparen und dein heimlichen Boden da« Brot abringen, da« wir

deutsche Kapitaldecke noch immer viel zu kurz um den ungeheuren KreditaTrsprüchen der Wi schäft, des Reiches, der Länder, der Gemeinden

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tlar und leicht verständlich zeigt, in weich emfacher Wei > die tebtrerige. oft un­

logische deutsche Recht »chretdung aemetNe« werden kann. 3m Gegensatz zu fast allen orthvgraph-'chcn Büchern, die sich fast aus- schüeb'.tch mit den Defonderheiten der deutsches Schrift! prachc befassen, ist hier eine Aiethode befolgt, welche die Häufigkeit der einzelnen Wör, ter untrer Scheiftt'vrache berücksichf.gt Dir er­fahren die verblüftende Lattache, dah 10 SOmer« un'eres gesamten Lprachgutes durch mrt bwi * Heine Wörter bezeichnet werden. 25 Prozent machen zwölf weitere Wöner au«, und die 66 häutigsten Wörter stellen bereit« mehr als die Hälfte der täglich angewandten Rede dar. Diele neue Methode nimmt dem Lehrenden eine bedeu­tende Bürde ab und hilft dem Lernenden, 'ich die komplizierte, oft geänderte deuttch? Ortho­graphie test und unvergehlich einzuprägen. Ohne Zweifel wird durch die Benutzung btefc« Wecke« viel Zeit. Verdruck und mancher 3rrtum erspart,

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Verhandlung vor dem Drohen SchSsfengertcht, die sich wegen Unterschlagung und Be­rn den RechlsanwaU August eie, der vor einiger Zeit schon

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hältnismähig günstigen Absatzoerhältnis'se für die Eisenerze aus dem Lahn- und Dillgebiet einschließlich Oberhcssen haben auch wahrend des Monats Sep­tember zum Teil noch angehalten. Jedoch macht sich schon bei der Förderung und dem Versand eine schwächere Nachfrage geltend. Der bevorstehende Ab­lauf der Staatshilfsaktion erfüllt die Bergbautreiben, den mit großer Sorge, da noch nicht abzufehen ist, ob und welche Sicherungen für die Erhaltung der wiedergewonnenen Absatzgebiete bis dahin erreicht werden können. Die bisherige grundsätzlich ableh- nende Haltung der Retchsbahnhauptverwaltung, dem Bergbaugebiet an Lahn, Dill und in Oberhcssen wei- tcrgehende frachtliche Erleichterungen zu gewähren, läßt in dieser Richtung nur wenig Hoffnung.

'EisenwerkeBuderus, Wetzlar. In der Auffichtsratssitzung der Buderusschen Eisenwerke be­richtete der Vorstand über das Ergebnis des ersten Halbjahres 1927, dessen Abschlußziffern befriedigten. Die (tzesellschasl ist zur Zeit in allen Abteilungen ausreichend beschäftigt. Es darf, soweit sich die Ver- hältnisse bis jetzt übersehen lassen, für das gesamte Geschäftsjahr 1927 mit einem befriedigenden Ergeb­nis gerechnet werden.

. Mitteldeutsche Ereditbank. In der Aufsichtsratssitzung der Mitteldeutschen Ereditbank wurde der Abschluß für das erste Halbjahr 1927 vorgelegt. Die Entwicklung des Geschäfts und die Ergebnisse waren befriedigend.

Berliner Börse.

Berlin, 20. Oft. Die Haltung der Börse ist heute sehr uneinheitlich. Im Vormittagsver- kehr war sie ziemlich freundlich, die Vorbörse zeigte überwiegend jchwächere Tendenz, und der offizielle Beginn brachte eine recht geteilte Haltung, war aber eher befestigt. Die seit gestern eingetretene Ln t -

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heute von brausten borgen r-rOtten öftt Jahr irtf» ^ag wirb von der Rotwendigkeit einer durch­greifenden Agrarreform gesprochen, leit Äahr und Tag wird md aller Eindringlichkeit darauf hingewiesen, dah uns bei den herrschenden weltwirtschaftlichen Verhältnissen nur die natio­nale SmahrungSsreiheit eine aktive Handels­bilanz bescheren kann. Man sieht das ein. man bewilligt sogar Millionen und immer wieder Millionen, aber die Millionen gehen durch die Mühl? tei unersättlichen BureaukratiSmus: zu- llyr bleibt die Spreu und e« ge'ch eht nicht«.

Die Reichsbank hat als Sachwalterin der deutschen Währung mit der Diskonterhöhung ein nicht mißzuverstehende« Warnungszeiche.i ge­geben. Möge man nicht verfehlen, aus ihrem Alarm vor allem auch die agrarpolttischen Fol­gerungen zu ziehen: denn eine gesunde Agrarpolitik ist dringlicher denn je zur Voraussetzung einer endlichen Gesundung unserer Volkswirtschaft geworden.

Oie ^eichöbank Mitte Oktober.

Rach dem AuSweiS der Reichsbank vom 15. Oktober hat die gesamte Kapital­anlage der Bank in Wechseln und Schecks. Lom­bards und Effekten um 140,4 Millionen auf 2619,1 Millionen Mack abgenommen, und zwar hat sich der Bestand an Wechseln und Schecks um 171.1 Millionen auf 2432,2 Millionen Mark vermindert, währertd der Lombardbestand um 30.8 Millionen auf 94,9 Millionen Mack angewachsen ist. Dte Anlage in Effekten ist um 92,1 Millionen Mack nahezu unverändert geblieben.

An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 231,2 Millionen Mack in die Kassen der Bank zurückgeflossen: im einzelnen hat sich der Umlauf in Reichsbanknoten um 211,4 Millionen auf 3792,6 Millionen Mack und der an Rentenbankscheinen um 19,8 Millionen auf 934,3 Millionen Mark vermindert. Dement­sprechend haben sich die Bestände der Reichs­bank an Renlenbankscheinen auf 91,5 Millionen Mack erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 689,7 Millionen eine Zunahme um 78,9 Millionen Mack.

Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen insgesamt haben um 5.6 Millionen Mark

,pannung am Geldmärkte rief eine freund che Stimmung hervor, bi'anders die Tatsache, daß Tagesgelb schv" ;u 6 bis 8 Prozent, für erste Fir­men retlweife sogar schon zu ., Prozent ungebeten »st. Monatsgllo unverändert 8 bis 9 Prozent und darüber. $erftimmcnb wirkte die Herabsetzung des Emissionskurses der 20 Millionen-Dollar Anleihe der Eommerzbank, die heute in Neuyork mit 94,5 Pro;., statt mit "5^5Proz. zur Auflegung lemmt, wobei, wie mitgeteilt wird, nicht die Commerzbank, sondern das Anleihekansoriium diese Differenz trägt. Die deutsch- polnischen Wirtschaftsverhandlungen werde mit Befriedigung aufgenommen, doch herrscht eine gewisie Unsicherheit, da man der Ansicht ist, daß in der heutigen oißung wohl keine Einigung er zielt werden wird. Zu den erften Kursen lagen einige Verkäufe vor, die aber von der Spekulation, die weiter zu Deckungen schritt, ausgenommen rour den Die Kursentwicklung blieb sehr geteilt. Neben Abschwächungen von 1 bis 2 Prozent waren über­wiegend Besserungen von 1 bis 3 Prozent zu ver­zeichnen Lebhaft gehandelt wurden Sprilwerie, von denen Schultheis über 7 Prozent gewannen. Hei- mische Anleihen, Pfandbriefe und Aus- länder sehr still und ohne erkennbare Tendenz. Im Verlause wurde das Geschäft etwas lebhafter, die Kucke lagen allgemein 1 bis 2 Prozent fester.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. TL, 20.0h. Tendenz: unsicher. Zu Beginn des heurigen Verkehrs war die Haltung unsicher und auf Glattstellungen nach den gestri­gen Zlursgewinnen abgeschmacht. Vecktimmend wirtte die Fortdauer des Streiks im mitteldeutschen Braunkohlenrevier. Man war allgemein zurückhal- tend, da man die heutigen Verhandlungen vor dem Reichsarbeitsminister abwarten will. Im Verlause konnte sich die Börse aber erholen, wenn auch die Grundstimmung zunächst noch verhüllt blieb. Den Anstoß zu der festeren Tendenz gab das Bekannt­werden der deutschen Außenhandelsbi­lanz für September. Die daran geknüpften Erwartungen haben sich vollkommen erfüllt, da die Ausfuhr eine H o ch st z i f f e r erreicht hat. Da­neben sand die Geldmarktlage wieder größere Beachtung. Tagesgeld war reichlich angeboten. Mo- natsgeld blieb dagegen knapp. Bei Festsetzung der ersten Kurse ergaben sich überwiegend Rückgänge bis zu 2'Prozent. Lebhaftere Umsätze hatten zeit­weise F.-G Farben bei gut behaupteten Kursen. Auch R^einstahl wurden wieder lebhafter gehandelt, doch blieb der Kurs zunächst ebenfalls nur behauptet. Bankaktien waren bis zu 2,5 Prozent (Darnot) ab- geschwächt. Montanwerte konnten sich überwiegend behaupten. Buderus plus 1 Prozent, da man mit einer Wiederaufnahme der Dividendenzahlungen rechnet. Von Bauwerten lagen Holzmann niedriger in Nachwirkung des Scheiterns des Berliner Woh­nungsbauprojektes. Autoaktien eröffneten 1 bis 1,5 Prozent höher. Elektrowerte schwächten sich bis zu 2 Prozent ab. Gesfürel und Licht und Kraft konnten 1 Prozent anzlehen. Scheideanstalt minus 2 Prozent. Am Rentenmarkt blieb das Geschäft minimal bei wenig veränderten Kursen. Fm weiteren Ver­laufe machte die Erholung Fortschritte. I.-G.-Farben und Elektrowerte wurden lebhafter gefragt, bei ffursbefferungen bis zu 2 Prozent. Lebhaftem In- treffe begegneten Mitteldeutsche Ereditbank, die auf den befriedigenden Geschäftsgang 10 Prozent ge­wannen. Iunghans lagen trotz der Bestätigung einer Dioidendenreduktion gut behauptet. Am Devisen- markt formte die Reichsmark ihren hohen Stand nicht behaupten und stellte sich gegen Kabel auf 4,1870, gegen London auf 20,403. Paris gegen Lon­don 124,08, Mailand 89,15, Madrid 28,35. London gegen Kabel 4,8727.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 20. Oft. Jnlandweizen gab heute nochmals 0,25 Mark nach. Gerste ist etwas ge­sucht, desgleichen Hafer in guten Qualitäten. Weizen­kleie lag sehr ruhig. Der Vorstand der Börse hat beschlossen, ab Montag, 24. Oktober, die Weizennotie­rung wie folgt vorzunehmen: 1. Qualität: aut, ge­sund, trocken, mit Auswuchs bis zu 1 Prozent: 2. Qualität: gesund, trocken, mit Auswuchs bis zu 3 Prozent: 3. Qualität: geringere Beschaffenheit mit bis zu 23 Prozent Feuchtigkeit. Es wurden notiert: Weizen, gut, gesund, trocken, auswuchsfrei, 26 Mark; Weizen, gesund, trocken, mit vereinzeltem Auswuchs, 24,75; Weizen, Wetteraucr, geringere Qualität bis zu 23 Prozent Feuchtigkeit 22,50 bis 24: Roggen, inländischer, 24,75 bis 25; Sommergerste für Brau- zwecke 26 bis 28; Hafer, inländischer, 22,50 bis 24; Hafer, ausländischer, 24,50 bis 25; Mais, gelb, 19; 'Weizenmehl, inländisches, Spezial 0, 38,25 bis 38,50; Roggenmehl 34,25 bis 34,75; Weizenkleie 12,50; Roggenkleie 13,50 Mark

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