Dienstag, 2tz. Dezember 1927
177. Jahrgang
tlr. 297 Erste; Blatt
Ich, IN«» dejderrlhimeicn m|ely ^Mtrr ®*a>aU.
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Die Wirffchastsverbände fordern zentrale Finanzkontrolle
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Llm die Revision des Oawesplans
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Vereinfachung unserer eine Frage der prak-
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nicht besser tl vergibt und il entzieht.
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______irung rw.er OrlilrUnviloocn mit Rücksicht aus die Angleichung der L'bbne der Reichsbahn- arbeiter an Mr Löhne vergleichbarer 3n7u men.
Reichs.ag noch nicht. w.e eigentlich prvgr mm- gemäl'. die erste Leiung bc» neuen Etat» vor Weihnachien vorzenomm n. All: bicL' Arbeite ' sind al» olbo aus das neue Jahr überschrieben vor den. ein Sal-o. das ii seine 3rt schm r?d)t
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Derwal.ung neben nicht tragen kann.
Die Verbilligung
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Frankreich, von un» durch den Versailler Vertrag bekommen bat. Allein der Lien unserer Roloi irn ist Io i.ngcheuer, da st er die 130 Milliarden, mit denen Berenper operlen, weit in den Schatten stellt.
Zrantreich und der Gllberlbencht.
Poincarö will bei der Revision deoTawetz« pinn» mitredcn.
Pari». 19. De; i'IST'K) 3um Bericht Parker «ilberts vercs'entlicht die H a v a » a g e n- tur eine ri e.'bar Kalbamtliche ö r f l ä - runa, die w.e folgt laute::
Man hat sich in den letz en Lagen in her aus- länbif^n Press« viel m.t der Eventualität der Ved'tion des Dawesplane» brs ä’tigt. Man ha: bemerken formen, daß die in den r-g- liscken Zei:ung«n erschienenen Rachnchten anzu- kündi^en Ichie ea, ta > b ese Rcv tm z u einem ;kemlich nahen eitpan »l erfolgen würde, v-ährent. die in noch präziserer Form abgelast- ic- Vachrichten au» deutscher Quelle behaupteten, daß der Dawesplan im Verlauf de» Jahres 192: 'chlechthin adgefchafst werden würde, und die tnieresfierten Regierungen sich darüber einigen mürben, denVetrag der deutschen Schulden insgesamt feftzufeyen. wobei ber deuticnen Regierung de Sorge uberlai'en bleiben würde, die Mittel zur Bezahlung ferner Gläubiger zu wählen.
Se th on-ebracht. tiefe Rachrich:en nur mit äußer ft er Reserve ar b,une' men. In Frank- reiri beobachtet man in den Kreisen, d.e am meisten qualifizier: lind, sich über diese wichtige ■ rage auszusprechen, völlige Diskretion. Cs ist jebech anzunehmen, daß ter Mini rerpräsi- tent demnächst veranlaßt «ein wird, die Stellung der Regierung zur Frage der Vepa.arionSzahlun- gen bc.annlzugeben. Jedenfalls ist es gut, nicht aus dem Auge zu verlieren, dah die Frage vor allem zur ausschließlichen Zuftändig- keitderRegierungen gehört. Man braucht
tnfiid I
Verwaltung ist nicht _ _
tischen finanziellen Cm.aftu g sondern geradezu eine Schicksals rage- des deutschen Volkes und damit der deutschen Wirtschaft. Die aus dem
Reich»fmanzm:nifter »der den von ihm bezeichneten St,Öen auf Anforderung Auskunft
UniottftMiiiiinil lenzarzi, bei sich Hoge wegen fc. bntien Perfoneo b.houpsti hadni h irog entqefien« 1 zu der hmirref roUierl die flirt/ bc auch tntyMff i feine Sraw w er hauplorchm!!. i Döner ferblt ager langeri j*t ifuchl, aber wcht r zu einem Bort- n war. 81s der tni» erhiell, stellte n den Lachoechc!' die Slaubmüttlfl- •en, ertlörte brr rtfolt mit (riwr >efen und hefty m er durch die vvisl W zedaupiunyen de- D uni« seinem et stidger mit sei- herelnaelommen n sei. Linm-I Id und Wäger habe U die beiden ibn. n sie die lün zu- i der LMd heran sich genommen -enen Sussaqe zog or die «ebouptun- «rioolfiflpe luruj <i*ni-r -osten belast«.
nungsaustausch entstanden war.
Da» war die Arbeit des Parlamente >em Angedeut.tn erk.'nnt ma.i. dast nicht ledigt sind: da» Reichsschulgesetz. striegSschädenschlustgefetz und Hleuerrahmengesey. Sb,nfo hat
zulagen haben heute zu einer vollen <3 i n l • gung geführt, <3» handelte fich um die Stbö - b u n g der Ort»lohn»u lagen oder die ainfübt auf bl«
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16 die Dormsl-^ teress.ngeme,nch°N zusammenE erbande, llen gemeinsanr v
Eigener Drahtbericht de» XBtefcenei Hnyiger»-
BerliM 20. Dez. Die Spitzen v.rdan,-t der deutschen Dirtschast haben heute eine Kundgebung zur deutschen Wirtschaft und Ftnanz» Politik v.röffentllcht. die an sich betrachtet, nichts 2kuc» brinat. sondern nur Selbstverständlichkeiten und Probleme behandelt, über die schon Piel Gutes geschrieben worden ist. Für die Lage ter deutschen Mirtschalt ist ein neun Ausdruck geprägt worden, nämlich da» Wort .Selbst- ko stentr i s i»'. und die Wtnschastsverbände glauben, mit diesem Wort die gegenwärtige wirtschaftliche Lage der deutschen Industrie und de» Handel» wiederzuaeben. Wan sollte jedoch nicht übersehen, dah hinter oll diesen «röNerungen immer wieder da» Problem der Reparationen steht, und dast Deutschland bereit» im nächsten Jahre die Summe von 2.5 Milliarden Mark auszubringen hat. Bereits ixi» nächste Jahr wird das deutsche Ftnanzproblem — tenn mit nicht» anderem beschäftigt sich die Kundgebung der Wirtschast»verlände — in ein akute» StaMum treten. Die Diskussion über die iLinzel-
Oer abgelehnte Panzerkreuzer
Treichsrat gegen ^eichsregierung.
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gliche
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D.e arhöhung der Löhne betrügt im Durchschnitt 2 Reichspsennig für die Stunde. Beteilig, sind an ter drhbbung die Arb.i er In 2J D rektions- beiden, so beispielswetse die der Dienstorte im (yebict von Drosti»erlin und Drosthamburg. ferner in Lachsen und im west- und süddeutschen In- bustrie-ebiet.
®er®e®trtvereln bentto'rJnetanart’eltfr le», t ebenso bclde e»leb5|prü(f)? ab.
allen. 19 Dez. Wol s ) Zu den beiten Schiedssvrüchen für die Schwerindustrie nahm gestern ter Sewerkvere.n Deu.scher Met l. r e er (S>idd)'$under) in einer Äon etetu der »or- stände und Vertrauensmänner Stellung Rach eingehender Aussprache wurde einstim.: i.1 ter Beichluh ge atzt, beide Schiedssprüche abzulehnen.
Reiches verlebe, ein Einspruchsrecht zu gewahren Bis zur örlebiüung der mit größter Beschleunigung durchzu ühr.-nden B e r w a l - tungsreforrn mül'e aus allen Gebieten der Reich»-. Länder- und Äommunalverwaltungen die Einstellung neuer Anwärter gehemmt werden. Die Desugn.sse de» Reich.sparkomn iffar» seien so »u erweitern, dast tatsächlich eine De- q>ähr für die Durchführung der von ihm notwendig erachteten Sparmaf-nahmen gegei^en sei.
Einigung in den Lohnvei-handlungen bei der J^eichekbahn.
Berlin. 19 Dez. (XU ) Die Verhandln«- gen der Deutschen R.ie'isbabnge'e'.llchast mit den am Lohntarifvertrag be.ellig en Xarisgewerkschaf- ten in der Frage der Erhöhung der Ortslohn-
Oie Selbstkostenkrisis.
Berlin. 19. D«. (WB.) Der Zentralver- band des Deutschen Bank- und Bankiergewerbe», der Deutsche Handwerks- und Gewerbekammer, tag. der Deutsche Industrie- und Handelstag. die Houptgemeinschait des Deutschen Ern.zelhan- del» und die Reichsverdände der Deutschen Industrie. des Deutschen Droh- und Ueberseehandels und deS Deutschen Handwerk» verö entlichen eine Kundgebung in der sie auf die steigende Steuerüberlastung im Reich. Ländern und Gemeinden, auf ihre Ge'ähren für uniert wirtschaftliche Sntwicklung und auf die Unmöglichkeit einer ausreichen, den ÄapitalSbildung Hinweisen. Weder bei Regierungen noch bei Volksvertretungen habe sich bisher der Wil e zu sparsamer Wirt chaits- führung durchgesent Dte deutsche Wirtscha't befinde 'ich zur Zeit in einem Zustande der .Selbft kostenkris i»". Bei einem Ablaufen der Inlondkonjunktur bestehe die Ge ahr. dav sich der Anschlust an den Weltmarkt und dte Äonkurrenz ausländischer Waren auf d-.e inländischen Märkte verstärken, tt» komme vor allem darauf an dah 'ich unter Preisstand nicht erhöhe und demaemäh mä«en d e Wirt- icha ts- und linanzpol tilchen Z.ele auf eine eiy hcitliche Politik eingestellt fein. Sine «olche Politik erfordere eine Stärkung der Befug- nisfe der R e i ch » r e g i e r u n g. De Äor- ferenz der Ministerpräsidenten der Lände:, die die Rei bsregierung Mitte Januar abzuhalten gedenke, mühte dem Emst der Geiamtlage Rechnung tragen. Die finanzpolitische Lage er’orbert dir loiort ge Durch ührung eine» Aotvrogramms.
Der Voranschlag des Reichse t als für 1923. der in den reinen Re.ch.-uZgaben schon eine Äürzung von über 6 Prozent gegenüber 1927 vorletzt, sei nur der erste Anfang einer Ipar'amen Fin-nzwirrfcha t bei Reiche» 2uch Länder und Äommunen mühten den Stat für 1923 durchgreifend kürzen. Dem Reichstinanzm.nister müsse gegenüber dem Rf chS- tag da» Recht de» Einspruchs gegen ör- höbungen des Statsvoran'chlagt» eingeraumt werden. Da» gleiche rnüi e für Länderreg.erun- gen und Ävmmune:Verwaltungen gelten. Die Länder. Gemeinden und Demeindeveroände mühten wir tonr*i(pr W nkung nert»föd>t€i werden, dem
beiten kieses Problems in Verbindung mit der Behandlung der Derwaltungsresorm haben eigentlich intensiv erst nach dem ör- scheinen des bekannten Memoran um^ de» Re- paration-agenten einaeseht. G» 1 ganz klar, bat) Deutschland die Rosten einer za kostspieligen
(Eigener Drahtberscht bet Giehene, Anzeigers*
Berlin. 22. Dez. D».r Reicasrat bat am letzten Tage bet vorigen Woche triebet einmal bewiesen, bah er so. wie seine Stellung in der Reichsverlasfung gegenwärtig ist. eigentlich nur bazu mihbraucht wird, um Preuhen als willkommene Gelegenheit für Svitenhitbe gegen die Reichsregierung zu bienen; er hat es fertig bekommen, den Im neuen Stat v0rge- schlagenen Panzerkreuzer abzuleh» nen. Dah die Oppo.ltion aus diesem Panzerkreuzer. der ja. feit die ersten Rachrichten darüber bekannt wurden, in den Mi telpunkt Partei- pvliti'cher Agitation gestellt tmir.e. eine Haupt- unb Staatsaktion machen würde, muhte man zwar vermuten, aber die Art. wie der Sä;laa im Reichsrat geführt wurde, ist doch eigentlich erstaunlich. _
Zuzugeben, dah unsere Finanzlage auher- ordentlich gespannt ist. und dah w r un» alle über jebe Million Irenen, die gespart werden kann. Olber die 80 W liionen, dte dieses Sch;ss kosten soll, bedeuten doch, auf etwa fünf Jahre verteilt, keine unerschwingliche Belastung. Zuzugeben auch, dah ein solcher Panzerlreuzer. zumal nach den uns vor- QeI4)riebenen Dröhebc chränlungen. ein vollwertiges .^riegsschilf nicht fein w.rb. Aber die Reichsregierung hak doch recht, dah nicht cin- zuschen ist. weshalb wir UN» di: Bewegung»- sreiheit. die uns durch den Deriailler Vertrag gegeben ist. nicht zunutze machen sollen, um wenigstens den Stamm einer Mar.ne zu behalten. Die Schi fe. die wir gegenwärt g haben, zeigen ein für MarlneverhSltnl fe geradezu ehrwürdiges Alter auf. sie haben mit dem Be
tz r e Vermögenslage und ihre l i ch t u n g e n zu geben. Dem Reichsfinanzminister fei fall» der Haushaltsplan e-.nes Landes die Richtlinien der FmanzpoliNt de»
Reichsiagsbilanz.
Eigene Drahtmeidung bet „Siebener Anzeiger» .
Berlin. 20. Dez. Der Re.ch»tag ist in tzie We.hnachi» er'.en gegangen und da» bedeutet für ihn. dah et da» alte Jahr leinet parlamentarischen Tätigkeit abge'chlosfen hat. Die Abgeordneten sind nach Haufe gereist und vet von ihnen seiner Arve.t nicht allzu überdrüssig geworden ist. dürste doch un Ruckvliä «ul da» vergangene Jahr die Bilanz seiner Arbeit und damit der Arbeit der gelernten Vvlk»vertretung ziehen. Diesmal ist es ja ohne Krise abgegangen, die Situation wat sogar in ben letzten Tagen selten günstig. Io da i ganz .rohe Optimisten fich schon mü der Proitze- .etbung berrorroagten, dah die Regierung und damit also auch das Parlament bis zum Sommer zusammenbleibcn würde.
Wit der Regierungserllarung begann also tza» Parlamentsiahr 1927 und wollte man diese Orklärung zum Mahstab nehmen, so kann man vielleicht sagen, dah ein gute» Drittel der darin gegebenen Berforechung;n erfüllt worden ist. Haß erste Viertel,ahr stand bann zunächst im Zeichen der Glal-debatlen und brachte Gnde Februar schliehlich jene Beratungen und Berhanb- langen, die f,ch kurzweg unter dem Thema; soziale Gesetzgebung zusammen,assen lassen. Da war einmal der Gesctzentwurs über die ArbeitSzcitverordnung. der Anfang April vom Reichstag verabschiede! wurde. Am v. April tonnte programmgem 16 der gelernte ® t a t verabschiedet werd:n. und zwar in der Lchluhabstimmung mit 233 gegen lfc9 Stimmen Dasselbe erste Bierteljahr brachte noch den Deschluh auf Erhöhung der Mieten, und »war für 1. April um 10 Prozent und i. Oktober wiederum 10 Prozent, damit setzte das zweit» Bierteljahr mit weniger sozialen Mah- nahmen ein. »nsosern. als die Post mit ®c' buhrenerhöhung drohte, was begrci,licher- weise allenthalben grobe Beunruhigung auslöste. Der Reichstag trat erst am 10. Mai wieder zusammen und wurde an diesem Tage zum ersten Male wieder vom Reichstag-Präsidenten Löbe präsidiert, der nach schwerer Krankheit Wieder gesundet war Einen dunklen Schatten wars auch der 13. Mai aus den Reichstag, der als der schwärzeste Börfentag des Jahrein aller Erinnerung bleiben wird Rach langen und lebhaften TluLeinandersetzungen tonnte am 17. Mai das Republikschutzgesetz mit 323 gegen 41 Stimmen angenommen werden. Schon Mitte Juni begannen die ersten vorbereitenden Beratungen über die Befoldung-resorm. blc ja bekanntlich erst in diesen Tagen vom Reich-tag endgültig nerabkbicte. werden konnte. Am 7. Juli wurde das sog KriegSgerüte- aesetz vom Reichstage angenommen, womit der letzten Forderung der Rote der Botschaster- kvnlerenz. die die Aufhebung der eUUUt. mitteilte. entsprochen wurde Am gleichen vage konnte auch da» Erwerbslose nversiche- rungsgesetz angenommen werden, womit das lo.ziale Arbeitsprogramm des Reichetag» vom ersten Dier'cl de» Jahre» abgefchlofsen wurde. Ünv schließlich nahm der Relchs'.ag nach auster- -rdentlich lebhafter Debatte am letzten Tage vor kn Sommerserien den Gesetzentwurf über die Holländer nngen. der eine Erhöhung des Zuck er zoll» und eine Herabsetzung der Zack r- teuer in einer beigegebenen Vorlage vorsah. an.
Die Sommerferien standen bereit» un Zeichen des Reichsschulgesetze», da» «m 14. Juli neben dem Kriegsfchäden- schluhgesetz und dem Steuerrahmen- zesetz vom Reichskabinett verabschiedet wurde »nd schiiehllch Gegenstand der auherordentlichen Tagung te» Reichstage» war. die am IS. Oktober begann, tm Zeichen der Rede de» Reich»innen- ntnlker» v Keude'.l zum Reichsfchulgesetz stand «nd nach einer an und für sich wenig Inhalts- Teichen Debatte mit der ersten Lesung dieses G<- etze» fchloh. Die Auseinandersetzungen mit dem Reparationsagenten veranlagten ten Reichsfinanzminister. in einer Rede d.e gesamte Finanzlage te» Reiche» Narzulegen, ohne dah e» dadurch zunächst zu einer vollkommenen Klärung ter Lage der deutschen .Zinanzpolitik (am. Erst der Jahresbericht de» Reparations- Agenten. der dem Reichstag einen relativ genügen Ausgang aus tem alten Jahre brachte, bat etwas Ruhe gebracht. Am 22.Rovember trat ier Reichstag bann zu seiner letzten Tagung de» Jahre» zusammen, in der er. wie be.'annt. J".» Dichtigste Leistung die Erledigung der Besol- öungsresorm brachte. Schließlich das )eutsch-sranzösische Handel sabkom- n e n an nahm und in letzter Minute die Vorlage Iber die Lohnsteuersenkuna erledigte, nachdem gerade darüber noch ein lebhafter Mei-
Mehrfachen der Verwaltung entstehenden unnützen Rosten führen eine finanzielle Kraftvergeudung herbei, die gröber ist al» das Minus, welche» au» der groben Zahl der Beamten herrührt. Wir glauben, bab für die Vereiniachung der Verwaltung die He r a b - feöung der Beamtenzahl keineswegs die erste Rolle spielt, sondern bab die Aushebung der groben Zahl von Verwaltung»- und Steuergrenzen da» Ziel einer Verwaltung»- bzw. Finanzre orm sein mub. Die Wirtschaitsverbände fordern damit, bab dem Reichsfinanzminister ein Einspruchsrecht gegen Erhöhungen der Ansätze der Etatvoranschläge sür daS Reich, die Länderregierung und Kommunalverwaltung eingeräumt werden soll, praktif,') nicht» anderes al< die Finanzkontrolle. zu deren Durch ührung jedoch die Schaffung einer neuen Rechtsgrundlage notuxa- dig ist, denn mit der den Ländern und Gemeinden au'zulegenden Verpflichtung regelmübiger Verö' enillchungen ihrer Voranfchläge. Einnahmen und Ausgaben wurde ein tiefer Eingriff, besonders in tat Selbstverwaltung;recht der Gemeinden. vorgenommen werden. Man kann darüber im Zweifel fein, ob man den Gemeinden hre finanzielle Selbständigkeit wie- ihnen gleichze.t gbicDotalionen
Eigene Drahtmeldung be» . Siebener Anzeigers" Berlin, 20. Dezember. Die Anregung be» Re varationsagenten. Deutschland» Gesamtschulb seftz.!» fetzen, hat den s.anzöfischen Senator Bet enger in Hämisch gebracht, ber in Frankreich Den Rus eines Dachoer st anbigen für Dchulben- fragen besitzt und ber auch In Washington toieber holt mit ber amerikanischen Regierung über bie iranzofi'chen Kriegsschulden verhandelt hat. Dieser Mann, der um Grunde nicht verlegen mar, um die Amerikaner zu veranlassen, die französischen Zchul- den aut ein M mmum zusammenzu ft reichen unb deren Httragung über einen möglichst groben 3e.tr 'um zu niedrigsten Zinssätzen zu finden, entpuppt sich hier ah em recht harter Gläubiger, der aus Deutschland ganz unmcgliche Beträge ycrausfchinden und von einer Revision drr Dames- planes nichts misten will. In einem langatmigen «uffay versucht er dm Nachweis ,u erbringen, daß Deutschlands striegslchulb bereits 1921 in London endgültig auf 13 2 Milliarden Gold mark festpefezi trorben sei. von denen Frankreich 6S Milliarten bekomme. Herr Berengrr rn^lt hier einen gewaltigen Spr ng über mehrere Jahre unb versucht Creigniüe. wie das Londoner Jleparcttons- abkommen aus dem Jahre 1924. zu ignorieren. (Fr vergißt ganv dost bet dieser Ar'egevhe't unter die Vergangenheit, iehr pt unserem e-1 nerL ein Etridi aejopen würbe. Danach gilt da» Abkommen vom Iadre 1921 ebenfalls nicht mehr, zu dem noch zu jagen ist. dost es uns als Ultimatum vor- cekr.t wurde das wir aber a b 1 e h n I e n , fo dcst uvlere Unter-chrifl fehlt. Dir glc den auch nicht, hast Herrn Verengers Anfchauu-qen bie der fror.- zöfijchen Regierung ftnb. die genau weist, daß man mit derart übertriebenen Forden ngen n i ch t^d a s geringste erreichen wirb, stammen bie Fran- ulen allerdings ui einem späteren Termin mit einer Rechnung, bie die gleichen Tendenzen des Berenper- fchen Artikels aufweist, dann w.rd auch für uns der Augenblick gekommen fein, zusammen zurechnen, welche Bar- und Eadmwrte die Alliierten, speziell
beträchtlich ist- äleberblickt man Ck: 2lrb.it aber rLc<b einmal im gesamt en. so kann man vrn tiefem letzten ganzen Jahve be» Reichstage», denn ein ganze» Jahr kann er nid»: mehr erLb'n. da feine Mand rlstauer im Au gast näch '.cn 3 br;» de'ini- tio abläuft, sagen, hast Grhebliches gelstst« worden ist. Ob diese 2lrbeit im selben Rahm n wird frrtgefeQ' P»erd<m W'nnpx 9»bt noch Mb»n
griff eine« striegsfchi'fe» noch kaum den Ramen gemein. .^riegUchi se sind höchstens d e l. ch'.en Xreuzer. die w;r uns haben bauen bür en unb die wenigstens insoweit brauchbar sind, al» J e die deutsch, xlaggc einmal brausten In d.r t zeigen Äiieg übten ist mit ihnen auSg.stch.o- sen. ebenso wie mit dem einen Panzer, r uyt; jcben'all» strieg führen gegen irgendein« militärisch ernst zu nehmende Macht.
Run liegen aber dte Dinge an ber O ft I et so. dast bort schon ein Minimum an stamps- mi tefn genügt, um wenigsten» bas ®lekf.fl ber Ärälte herzusteilen. Die Polnische Flotte ist ein stinderiPott, blc russische bat auch nicht old au bedeuten, wenn ttur also über elm h modernen PanzerkTeuzer und einige l.-idxc -^re--- »cr verfügen, bann haben wir wenigstens bie Meglich'elt. an bet Ofiiee auch im Äric^rall bie Wege für unsere Schiffahrten frei 8 u halten unb unbequeme Lanbungs- manöver zu verbinde n. Aber auch tPtmi i..an von all diesen mehr rnariire echufchen D-.ang a abfieht. bann ift e» doch unmöglich, tast d.r Reichsrat eine For.e ung ber Regierung in bi ei er Form ablebnt. weil badu ch brausten im Au»lan> der Eindruck entstehen must, als ob die Regierung kriegswütig sei., wäh cr.b ber Reichsrat den Frieden ve.köt-pcrl. Drsb^lu ist cs nach unierer Auffassung Pflicht des Reichstages, diesen Beschlust des Rei,)^ra:es zu besel igen u:O die Gelder für den Panzerkreuzer zu bewilligen, weil dad'-.ch 6er mehr al» peinliche Beigeschmack besei igt wer en lann. den da» ganze Vorgehen des Rei^/Lra es innenpolitisch und austenpoliti'ch an f-<t) h^l-
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