Einzelbild herunterladen

läftifl empfundene Dorfgraber verschwinden Ter T oran schlag Der Kanalisation sarbeiten ist auf 21 000 Tbirf sstge setzt, dazu kommen aHerbings noch d.e "osten für die Hausanschlüsse, die seitens der Ge­winde bis zu einem Meter weit In die Keller der Häul r angelegt werden. Den Auslauf nimmt die Sanofifalion in di« Lumda.

i Lich. 19. Oft. 3n einer gememfamen Sitzung beschlossen die Vorstände de« Verein« s ür Handel und Gewerbe und des Ver- kehrs- und Verschönerungsvereins, 'm Monat Dezember d. 3 einen großen Zchaufenfter-Wettbewerb in unserer Stadt hercnftolten. Da« Urteil über die besten Ausstellungen 'oll nicht durch ein Preisgericht, sondern durch die Bevölkerung gesprochen wer- bcn, the ihre S: nnnzettel in Äfentlich aufau- stelleTrde Stirmnfäften legt; eine neue Art des Volksentscheid«. Es sind bereit« namhafte Be­träge <ür Ehrenpreise gezeichnet, nicht nur für öie besten Leistungen im Wettbewerb selbst, sondern auch für da« Publikum, denn von den Abstirmnenden sollen diejen^-en Preise erhallen, die mit ihrer Ansicht da« Richtige getroffen haben. Sin au« Mitgliedern beider Vereinst)or- stände zusammengesetzter Ausschuß wird für eine gute Durchführung de« Vorhabens Sorge tragen.

D Lich 19. Oft. Die Pflasterung der Ortsdurchfahrt Lich ift in diesen Tagen beendet imZ) die Ortsdurchfahrt dem Derf.hr heute übergeben worden. Den Auftakt zu den Winterveranstaltungen de« hiesigen Volks- bildungSveretn« bildete der am Montag» abend in Stein« Saalbau veranftaltete Licht- bildervortrag .Vorwegen und Schweden". Al« Abschluß de« Abends wurde noch eine Anzahl gut gelungener neuerer photographischer Auf nah uren auS der Stadt und dem Stadtwald durch Den Bildwerfer auf die Leinwand gebracht. Vetcher Beifall lohnte die wohlgelungene Ver­anstaltung deS Verein«.

Dorf-Dill, 19. Oft. Am Sonntagabend hielt '^Hreftcr Dr. Leh r vom Landwirtlchasts- amt Lich im hiesigen Schulsaal vor den zahlreich erschienenen Landwirten unsere« Orte« einen Lichtbilbervortrag über .Denossen- scha s tliche Saa t gut Herri chtun g". An Hand von 30 Lichtbildern wurde die voll«- wirtschaftliche und privat wirtschaftliche Bedeutung der öfettnnmmg eittwandfreien Saatgutes mit Hilfe von neuzeitlichen SaalgutreinigungSanlagen, deren Aufbau und Wirkungsweise erläutert. Rentabiliiätsberechnungen, die den Vorteil der neuzeitlichen Saatgutgewinnung. auch in Der- bindung mit der Trrxfenbeizuttg. für den einzelnen Landwirt, sowie für den Besitzer einer solchen Anlage, die wohl in der Regel bei den hier vorherrschenden bäuerlichen Verhältnissen nur auf genossenschaftlichem Wege angeschasst werden kann, zahlenmäßig vor Augen führten, beschlossen den interessanten Vortrag.

KrciS Friedberg.

WLN. Butzbach, 19. Oft. Die Deutsche Volks- Partei, die Demokratische Partei, der Gewerbeverein und der Bürgeroerein haben gemeinsam unter dem Kennwort(II n h e 118 U ft ex 18 Kandidaten für di« Stadtverordnetenwahl aufgestellt, an deren Spitze Kaufmann Louis I o u g, Kaufmann Wfkh. Habermann, Hausfrau Frieda Wiest- l s r, Kaufmann Karl Seiooel, Dachdeckermeifter Ludwig Heyd nnd Iuftizinfpektor Jakob Vier- heller stehen.

Ärei# Büdingen.

Nidda, W. Oft. Don einem wütenden Hunde wurde, wie schon furx gemeldet, der Ar­beiter Heinrich Lotz, dahier, schwer verletzt.

hall einem Landwirt beim Kartoffelausmachen. Der große Huöd des Arbeitgebers folgte mit auf ben Acker und verhielt sich dem fremden Manne gegen- über anfangs aanz ruhig und treu. Als aber Lotz einen Sack aushob, wobei der Hund lag, wurde er von dem Tiere wütend anaefallen. Der Hund suchte den Mann am Hal» zu fallen. Belm Abwehren mit den Händen wurden dem Arbeiter beide Hand- flächen völlig bu r (bgebi f f en, die Finger schwer verletzt und die Muskel des einen Oberarms bi» auf den Knochen zerfleischt. Der

Aach Aiaß und von der Stange.

wasman" diesen Winter trägt.

Von Okgbert Lindhorst.

Endlich steht es auch für die Männer fett, was in diesem Winter modern ist. Wer in diesen Tagen zu seinem Schneider geht, um die Wlntergardervbe zu bestellen, erhält unauffällige Stoffe vorgelegt, di« dezent gemustert sind: wenn er sich über den Schnitt deS neuen Anzug«, an dem sich kaum etwas im Vergleich zum 3ahr vorher geändert hat. mit dem Schneider ver­ständigt haben wird, fühlt er sich wieder vor die ach so schwierig zu entscheidende Frage ge­stellt: einreihig oder zweireihig? .Einreihig macht schlank', sagen die einen, .aber nicht beim Saucking". sagen die anderen. Denn e« gibt in diesem Wmter zweireihige Smoking«, di« fedvch vorläufig noch als etwa« exzentrisch gelten. Der wohlbeleibte Herr, der nun fett zehn Jahren zwischen ein und zwei Aeihen avgewechfelr hat. um fein Smbonpoint zu verbacken, und der zweifellos sogar bereit wäre, auch dne dritte Reihe von Knöpfen ge- düldia zu ertragen, wenn es die Mode zulieste. hat tnzwitchTn allerdntgs die Erfahrung ge­macht. daß höchstens der Sport, nicht aber irgend­ein Schnei derkunstsn'i ck die gewünscht« schlanke Linie hervor^nlbei-n kann. Vach Ans-.ch- matz- gdfenki Schnc.der We den übrigens die deutschen Dünner in den letzten (fahren wieder d l der. Auch in der Kvnfekvou. hfe di« sog. . Stangen- uxirc" berstellt. dürfe« man ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Woher «rhalden mm die Maßschneider die Vorlagen für ihre neuen Modelle? Woher wissen sie. bah man in diesem (fahre wieder glän­zende R«v«rs auf Smoking und Frack trägt, woher wissen die Däschchabrikonten. daß der St«hkrag«n zum Frackhemb etwa« Häher, mit breiten. langen Klappen, ist? iXrf Frackhemb selbst. daS wie stet«, ste-.f und vor­nehm auS der well ausgeschnittenen w ißen Wefte leuchtet, ift häufig durch ein leicht«-- Waffel- mutter freundlicher, gefälliger gefhrUct. als wollte es der kühlen, abweisenden Wendtoilettc- etwa« von ihrem konservativen i$mft nehmen

a^et unauffällig ist überhaupt öjefe« Mal da« Schlagwort der Herrengarberobe. Ne leuchtende Farben, gewagte Muster eigentlich nur noch bei der Kiavatte und vielleicht bei den ^trumpfen zulästt. Woher weih man. wie «ich i'n Hsrr. und wenige Wochen 'Pär«

fast lebermami, im Theater, auf dem Sportplatz ob« auf der Aelle kleiden wirb? Ein Zukall kann

eine Arm und die Hand werden aller Doraussicht rach steif bleiben.

Aidba. IS. Oft Der h tt gen Schüt- zengefellfchaft Hal sich eine 2 a m e n a b - teilung angegliedert. Zhe gleichfalls Z>em Kleinkaliber-Schießsport huldigt- Bei einem Preis^ch eßen konnten Frau 21 i del - Ober-W ^dersh^.m. Frl. Häuser und Frau Pfeifer zu Bidda de brd ersten Preise em- h-mfen. Die Aachf rage nach Kelter­obst ist auch in dies« Woche noch groß, so daß der Prt"S pro Zentner um 20 bi« 30 P-. anzog. Die großen Apselweinkellere en der StälMc ziehen e« vor. ' ch über Jahresverbrauch hinaus elrtzu- heden. Zki anzunehmen ist. daß da« kommende Obstjahr weniger ergiebig wird und Z>ie Obst- preife um so höher sein werden. Die frei­gewordene zweite Psarrftelle muh bi« zu ihrer Wfederbeseyung von den benachbarten 'Pfarreien mitvettehen werden, da to'gcn Man­ge! an Pfarrverwallern keine andere Vertretung möglich ist.

Arcis Schotten.

± Gedern, 19. Oft Zu Zwr hier veran­stalteten WiedersehenSfeier warn die hier geborenen Fünfzigjährigen von nah und fern herbeigeeilt und vereinigten sich mit den hier wohnenden Schulkameraden zu erheben- den Feierstunden. Den Höhepunkt der V ranftal- tungen bildete der in der festlich geschmückten Kirche und durch Ehorgescmg des Kirchengesang­verein« bereicherte Festgottesdienft. in welchem Pfarrer Weber (Dietzenbach) pr-.digie: er gedachte der gemeinfain verlebten 3ug ndzeit. der alten Heimat, der in gutem An!>enl n steh en­den einstigen Lehrer Fenchel, fetzt T. for in Bieder-Florstadt, und Bei nheimer. jetzt in Arheilgen, sowie deS ehrwürdigen, hier fast vier Jahrzehnte tätig gewesenen SecksorgnS. Hos- predigers Heinrichs. Bach der Predigt wurde in einer besonderen Gedächtnisfeier her im Kriege gefallenen Kamerad.n gedacht und ihnen zu Ehren ein wundervoller Kranz am Altar nieöergctlgf. Am Bachmillag erfolgte ein gc- meinsamer Spaziergang der Fünfzigjal-ri-'en mit ihren Familien zum Großen See. wobei viele alte 3ugenderinnerungen ausgefrifchl tourben. AbendS fand dann noch im Gasthaus .Zum Löwen" ein Familienabend statt, bei wel­chem Frau Pfarrer Weber die Begrüßungs­worte sprach, während der Ortsgeistliche die Glückwünsche und Grüße der Heimatkirche über­brachte. Pfarrer Weber hicckt darauf die Fest- re!^, Me von tiefer Heimatliebe und echt kame­radschaftlichem Geist durchdrungm war und dem Wunsche Ausdruck gab, man möchte in 10 (fahren wieder eine Zusammeniunft der Alt tsgenofsen veranstalten. Zwischendurch erfolgten musikalische Darbietungen tnird) Lehrer Biedel (Klavier) und den jungen Violinisten HanS Wagner. Große Freude erweckte das von Pfarrer Weber zusammengestellte Familienblatt, in welchem sämtliche Fünszigjährigen imfer Mitteilung ihrer Lebensschicksale aufgesührl waren. Die Feier hat daS Zusammengehörigkeitsgefühl trtr ehemaligen Schulkameraden aufs neue gestärkt und ließ in unvergeßlicher Weise in den Herzen der Teil­nehmer die Kraft der Heimatliebe fühlbar werden.

Kreis AlSscld.

* Alsfeld, 19. Oft. 3n der gestrigen nicht­öffentlichen Sitzung des Etadtvorftandcs wurde Bür­germeister Dr. völstng, besten Dahlzeit am 1 Dezember d.3 abläuft, zum drittenmal als B ü r g e r m e t st er der Stadt Alsfeld gewählt.

--er. Gomberg a. d. Ohm, 19. Oft. Zur Zeit sind m Hombera zwei Dreschmaschi­nen tm Gange: außer der Hornberger drischt noch die von Bieder-Genrünbrn. Einigen Land­wirten Zknierte es zu lange, biS sie mit dem Dreschen an die Beihe kamen, und sie holten sich deshalb Mo Dreschmaschine von Bieder-Gemün­den, um endlich den reichen Körnersegen auf dem Speicher zu bergen. Die Hornberger Dresch­maschine hat im Laus« des Sommer« noch im benachbarten Dedenbach gedroschen Dem VerfehrSverein ist e« gelungen, den zweiten Post-Destellgang am Bach«

mittag in miferem Städtchen zu bekommen Wenn diese Beueinrichkung auch nicht direkt auf fe r.c Eingabe bei der Ooecpo »direktion in Darmstafh erfolgte, so hat er doch indirekt Ne Veranlassung zu dieser Einrichtung gegeben Wegen des Ver­kehr« eines Personen-uge« oder Stieb- wagens auf unterer Strecke am Bachmi tag wird er im Laufe des Winters nochmals bet der BeichSbahndirektion vor tellig werden, da auf ferne erste Slngabe hier bekanntlich eine Absage erfolgfe. Unser Verkehrs ver.-in ist dem Ober- hessischen Derkehrsbund mit dem Sitz in Gießen angeschlv'fen

* Merlau, 19. Oft. Zu dem Bericht über die Weihe des hiesigen iöefollenendeak- mal» ist noch nachzutragen, daß da» Modell für die Plastik von der Zntereffengemein- ichaft Gießener Kunstbildhaue.- ge- schaffen wurde

Starkenburg.

Lpd. Darmstadt, 19. Oft. Dor kurzem fand man im Woog einen Mantel, als dessen (Eigentümer nunmehr der 24 3ohre alte Mechaniker Specht ermittelt wurde. Specht hatte eine Feier mitgcmocht und war in angetrunkenem Zustande in den Woog gefallen und dort ertrunken

Lpd. B üs se l Sh e im. 19. Oft. Au« bisher noch nicht bekannter Ursache entstand gestern nach­mittag in der Lackierwerkstatt der Fohr- raöabteilung in den Opelwcr ken Feuer, das alsbaw mit Handfeuerlöschapparaten be­kämpft werden konnte. Bei dem Brand «rplo- öferten einige Lackspritzösen. wodurch eine solch« H'che entwickelt wurde. Z>ah die Dachkandeln schmolzen 3nsolge der starken Baucheniwicklung und der großen Hitze konme die Fabrikfeuer­wehr nur mit Bauchmasken arbeiten.

Preußen.

Kreis Vicdcnkopf.

4k Ä onl o« bc r q . 19. Oft. Wie vor einigen Tagen berichtet, ist die hiesige vakante e r st e S ch u l st e 11 e dem Lehrer Wenk von Bkuüen- bach (Westerwald) übertragen worden Leiber bereitet die Regelung der Wohnungsfrage dem neuemarnttCTi Lehrer noch große Schwie­rigkeiten. da sein Vorgänger die im Schul­haus befindliche Lehrerwvhnung zum größten Teil noch innehat. Da für den früheren Lehrer eine andere passende Dohngclegenheir im Orte vorhanden ist. darf wohl erwartet werben, daß im allgemeinen Interesse den jetzigen Woh- mungsschwierigkeiten für den neuen Lehrer ein baldiges Ende bereitet wird.

Maingau.

WSB. Frankfurt a. M. 19. Oft Der Magistrat hat beschlossen, für Wohnungen von fünf und mehr Zimmern ttie Ver­gebung durch MietberechtigungSsch-eine einzusühren Wohnungen von fünf und mehr Zimmern werden danach künftig nicht mehr im Wege der Einweisung durch das Wohnungsamt vergeben, sondern eS werden für diese Woh­nungen Mietberechtigungsscheine ausgestellt. - - Zu der gestern gebrachten Meldung über daS finanzielle Ergebnis der Frankfurter Mu- sikauSstellnng wird von zustänk^ger Seite mitgeteilt, daß dies« Meldung nicht zutrfeft, schon deshalb nicht weil da« Ergebnis der Ab­rechnung erst in ca. vier Wochen zu erwarten ist. Auch feum die Verhandlungen mit Preuhen und dem Beich noch nicht beendet. ZHe bisher gintüig verlaufen. Jedenfalls würde sich der Fehl­betrag niemals auf zwei Millionen Mark belaufen. Bachdem der Magistrat sich schon zu Anfang de« (fachreS grundsätzlich für den Abbau des Systems der Gewährrrng von Prämien für die Freimachung von Wohnungen auSgesprcxhen hatte, ist in der gestrigen Sitzung beschlossen worden. Prämlen für di« Frei­machung von Wohnungen künftig nicht mehr zu gewähren. Heute morgen gegen//> Uhr ist im Erlenbruch am llcchergang nach dem Batsweg der 96 Jahre alte Fuhrmann Heinrich Beun auS der Rittergasfe von Z>er

Stra tzenbahn überfahr«» »nb ge« tötet worden Beun. der Epileptiker war. hatte fle r *rn 1-nne Wohnung verlassen und war abcrdX nicht nach Haufe zurückgekehrt Der Mann hott, im Laufe des Tage« einen Litt all gehabt, und man nimmt an. daß sich der Anfall an des ilnglüdfltdle wiederholte, wobei er auf btt Schienen zu liegen kam. Der Trambahnschäffnee bemerkte den Mann zu spät so daß der Ber» ungli d:e trotz energ ^xn Bremsen« noch etwa 50 Bieter weit mit geschleift wurde

3m Freiballon von Darmstadt nach Vußland.

ÄclorbflMfi über 2000 km

Lpd Darmstadt 19. Oft. Don den am, Sonntag bei dem Darmstädter Hatto* na len Ballon Wettbewerb gestarteten acht Ballon« lagen bisher von ffeben Ballons Bachrichien über die Landung tr»r. Lediglkh der Ballon .Leipziger Mess«- ftmü> noch au«, über desfen Verbleib man tn Darmstadt ,<reitS stark beunruhigt war Bustmehr traf hier die Bachruht ein. daß dieser Ballon em Dien«tagnachmitkag bei 3llnow tn unmittel­barer Bähe von Mo« kau gelandet ist Führer war Herr Honnerlage au« Münster, Mit­fahrer Schriftleiter Eckert <nrt Darmstadt Die Entfernung beträgt etwa KXX) Kilometer. Sie ist da« Doppelte der von dem Sieger Im Gor- dvn-Dennett- Rennen m Amerika erreichten Strecke, trotzdem tn Amerika die Ballon« mit Wasserstoff aas gefüllt und die Gondeln mm halb so grerf) waren. Leider ist e« nicht möalich^ diese phänomenale Leistung be« Ballon« .Leip­ziger Mcsfe- innerhalb deS Wettbewerbs *u berücksichtigen, da nach den Satzungen de« Luft* fahrerverbande« da« Ueb«tf Hegen Po­len« streng verboten ift imb mit vierM> jähriger Disqualifikation geahndet wird. Desfe^- ungeachtet bleibt aber die Leistung bei Ballon» dne der größten tn der Geschichte der deullch« Ireiba llonf ahrerei.

WSN. Darmstadt, 19 Okt Der beim Bal- lonwettbewerb am Sonntag gestattete Bal» lonÄ ö l n" (Führer (ElieQ ist in der Tscheche»» slowafel bei Hermannstadl gclandtt. Der Balle« ^Osnabrück- (Führer 3esinghau») landete glatt bei Görlitz.

Mord auf dem Westerwald.

WSR. Hadamar, 19. Oft Heute mittag um 12 Uhr wurde die in der Reu gaste wohnhafte Frau v. Borstel, geschieden« (Bunte, in ihrem Bett mit mehreren Messerstichen tot aufgefunden.

lieber die Tat werden folgende Einzelheiten ge­meldet: Die ermordete Frau v. Borstel, die seit 3ult vergangenen 3ahrcs geschieden ist und be­reite zweimal Witwe war, lebte seit einigen Mo­naten mit dem kraktwagensiihrer Harth, geb. z» Deißkirchen im Taunus, zusammen. Zwilche« beiden ist es tn letzter Zeit wiederholt, meist auf finanziellen Gründen, zu Streitigkeiten ge­kommen. Der Mann muh die Frau des öfteren drangsaliert haben, fe daß vor einigen Wochen di« P o l i z e l v e r ro a 11 n n g ihn schot» einmal verwarnte. Auch heute morgen kam e» zu einer erregte« Aoselnandersetzung zwischen dem Paare, Ne sich In dem unteren Telle de» Hauses abspielte. Der Monn und die Frau begaben sich daraus tn da» Im ersten Stock h-* Haufe» gelegene Seblafzimmer Da» sich hier im etrydnen abgespielt hat, stedt noch nicht fest. 3eben- soll» bat Hatth schließlich die Frau durch einen Stich in die Brust getötet. Die Entdeckung der Tat erfolgte bald daraus durch den 1 7 j ä h rig c n Sohn der Ermordeten. Al» dieser gegen mittag nach House kam, traf er in dem unteren Stockwerk nur Hatth und nicht feint Mutter an. Al» der Junge fragte, wo die Mutter sei. erhiell er zur Anttvott, er solle tn der Küche Raffer trin- ken. Der Junge tat die» auch. Hatth begab sich darauf wieder tn das Schlafzimmer Aks schsieh- sich der Zunge eine Zeitlang vergeblich gewartet

e« dgenklich nicht sein, daß der Zylinder wieder beim Premiovenpublikum und in her Dftrfomatfe auftaucht: sonst wärt es nicht zu er­klären. warum diese Kops bedeck ung. die viele MoZ>ckenncr vor wenigen (fahren als überlebt und nie wicderkehrend bezeichnet haben, nicht nur in Deutschland, sondern glcnchzcitig tn Lon­don, Berlin, Rom, Pari« und Bmchork zu sehen ist.

Die Mod« wird fast diktatorisch festgesetzt. Ebenso wenig freilich, wie einige Pariser Mode­salon« die Länge de« Rockes ober die Modefarbe der Frau bestimmen, ebenso­wenig haben einige Londoner Schneider die Macht, die Abweichungen von der traditionellen Hcrrerttracht. die man dann als modern bezeich­net. festzusehen. Die besten Herrenschneider Deutschland«, Frankreichs und ber Vereinigten Staaten begeben sich alljährlich nach London, um xu sehen, wa« bi« neue Mode bringt. Sie besuchen aber in ber Hauptsache rächt die groben Schneideratelier« der britischen Hauptstadt, son­dern gehen zu den Rennen, den vornehmen Fünf- llhr-TetS in den großen Hotels, den Theater­premieren und. so weit es ihnen möglich ist. zu den Gesellschaften, in denen man Diplomaten trifft Wem, sie eS aus irgenbeine Weife erreichen formen, versuchen sie auch, «inen Blick auf btc Garderobe des Prinzen von Wales und ferner Begleiter <u wetten, denn cva« ber «malische Thronfolger trägt, ist stet« richttin§- gebeno für EnglaiwS Herrenmobe und damit für Die Herrenmode der Welk. SS ift allo ein v«r- l)äItnUmä6ig kleiner Kreis eleganter Männer, die bei den wichtigsten gelelllchaftlichen Ereig­nissen Londons immer wieder anzutreffen sind, und die von den tonangeberrben Schneidern der ganzen Welt schatt beobachtet werden. Zede Ge- schmackSänderung in den Kreisen der englischen Hochariftokratie. die fick) bann zu einer B«ände- rung be« GttchmackS der Schauspielcttchaft der Bbrsenbefuchex und anderer Lvnbcmer Gesell- schoftSkreife erweitert, zwing! dro «Joitöcirer Schneider, einen neuen Herrenschnit! zu erfinden, der der jeweillgen äschetischen iSmftelhmg der Londoner Hocharistolratte entspricht Wichtiger al« der Schnitt ist für die Herren mode freilich ber Anzuastofi Es ist die Aufgabe der englischen Texrilinruftrie. sich der DefchmacksenttoiLung die- fer führenden Londoner Kreise aiuupalen und 'Dufter zu «finden, dfe den Beifall ber Diplo- at« der Lord« und Earl« der Dandies vom Schlage bei berühmten .Beau Brummes oder be« verstorbenen Dichter« Oskar Wilde und vlelleichl gar die Zustimmung des Prinzen von Wale« «halten.

Wie sklavisch txe Welt den Launen der eng­lischen Modeschöpfer folgt, beweist die Einbürge­rung der sog. .S a ck h o s e, die vor zwei Jahren von Cambridge, ttchttger gesagt: von Cambridge- Studenten in Amerika, ntobrox gemacht wurde. 3m Frühjahr 1925 unlcmabm neulich eine An­zahl Studenten der berühmten Universität eine Studienreise rrach den Bereinigten Staaten. Sie hatten habet den exzentrischen, in Deutschland wahrfch-tinlich lächerlich wirkenden Einfall, sich bttonders weit« Hosen anfertigen zri lassen, die einem gewöhnlichen Sterblichen, ber sich ja seine Beink>ekleibung nicht täglich bügeln lassen tonn, entsetzlich um bfe Knie schlenkern muffen Den Studenten von Cambridge fern ei ab« nur darauf an, durch ihre Extravaganz aufzüsallen, und sie hatten richtig gerechnet Man bewunderte allgemein dies« Hosen, die weit wie Kanallfakirms» röhren waren, man photographiert« bi« Stu­denten für die Modejournofe und schrieb üb« ihre Sackhosen langt Artikel in den amerika­nischen 3cttungen. Es bauerte nicht lange, bis man auch auf dem Broadway bieEambribge- bofen. bi« in DeutsiÄand sälschluh .Orford- fyefen benarott werden, bennmbem konnte. Wur­den die ersten Träg« der entsetzlich weiten W kleider noch al« Märtyrer ange staunt, so galten wenige Monat« darauf die letzten Amerikaner, di« ihre Vernunft behalten hatten und normale Hofen trugen, al« rückständige Menschen. Schließ­lich tauchten bi« Bernröhren auch kn Europa auf, unb sogar In Deutschland soll e« Mänivr ge- »cben haben, die sich in dieser Modetorheit be­sonders schön vorkamen.

Bormai Zfenfenbe Menschen werden sich hüten. Schckferhvsen anzuzieöen 3st es doch der Vorzug ber neuen Herrenmode, unauffällig zu fein. 3n London gilt zur Zeit ber Mann al« be- fonders elegant. Zer trotz der Vornehmheit feines An-ugoschnirie» und trotz der hervorragenden Düte ferne« Stoffes bei feiner Geiegenheil auf­fällt. Denn man soll e« dem Mann nicht anfehen, daß er über feine Kleidung nachdentt. 3n Deuttch- land hat ja ber Mann von jeher verhältnis- mäßig wenig Zen für moderne Ängelegenh«-en gehabt; höchstens ttmtzte «t. ob Zn« Krawatte Streifen haben ober gemuttert fein soll. 9i fei tfrn verraten, daß Streifen dieses (fahr wenig « fegen fein werden. Auch bei der Krawatte hebt man da« .Fischgrätenmuster" ob« eine andere Zeichnungoarr, tne .Granit" ge- nanm wird. Doch soll man deshalb gestreifte Krawatten nicht fortwerfen, ertten« find sie nicht ganz unmodern, und zweiten« ist die Mode iär einen vernünftigen Mann, desfen Gedanken feinem Berus«feb«n gehören, nicht fo wichtig.

Hochschulnachnchien.

Der durch die Emeritierung be« ordentllchen Professor« der Theorie unb Geschichte ber Musik an der Wiener Universität Dr. Guido Abi« erledigt»' Lehrstuhl ist nunmehr durch die Be­rufung von zwei Professoren wied« befetr. und zwar wurden d« autzerorkientliche Proieck« der vergleicherrden Musikwissenschaft. Mustkpfvcho- Ivg'.e und Aefthetik b« Tonkunst an der Universi­tät Wien Dr. (Robert Lach zum ordentlichen Professor der QEuflhmftenfd>aft unb der außer­ordentliche Professor für Musikgeschichte an her Universität 3nn«bruck Dr. Rudolf Ficker zum auherordeniNchen Professor für Musihe- schichte ernannt. Der Historik« Professor Dr. phil. Franz Schnabel ist auf fein An­suchen von der Führung ber Dirvfttrmigelchäft« des ®encral lanbeßa r chiv« tn Karlsruhe ent­hoben und an fern« Stelle der Ob«archivrat Dr. Hermann Baier bis auf weiteres mit der Führung der Direkticmsgeschäste dez General- lanZ>e«archtv« beauftragt worden. Prvf. Schnabel gehört zugleich dem Lehrkörper ber Karlsruher Technischen Hochschule al« Ordinarius für schichte an. D« bisherige Brbliotheksrot an d« Bibliothek der Technischen Hochschule tn Aachen Dr. Karl Walther ist tum Direktor bet Bibliothek bet Technischen Hochschule tn Berlin ernannt worden. Der bisherige Bist» liothekSvot an der Univettitätsbibliothek in B o n n Dr. Ale^mdet S ch n ü t g e n ift zum Ab­teil ungSdtrektor an ber Preußischen Staatsbib­liothek ht Berlin ernannt warben. D.e für rtnm Deutschen frei gehaltene Stelle al« Pro- feffot b«s Völkerrecht» an btt nrugegrünbtiB ®«nfer Völkcrbundunivettirät (Institut Ud- versitiire de haute» etudes internationales) Ist bem Völle rrechtsgelehrten Dr. Han« Weh berg. Berlin, angeboten worben. Die Derhandlunsen zwilchen Professor ULntfout. bem Direktorssr Umv«fttät. und Dr Wehb.-rg haben jedoch Xu keinem Ergebnis geführt. Die Ernennung des al« Bachfvtg« des verstorbenen Professor» 3aksch- Vfart«7chottt al« Orbtnariu« für bmcrc Medizi» unft Leiter der zweiten medizinischen Klinik <m He Deutsche Univettttäl tu Prag berufenen rzburptr Professors Dr. Wilhelm Hon- nenbtuch ift fetzt erfolgt. Die mathematHch- tutturwisstnschaftliche Fakultä: der Universität Heidelberg Hal den ®cneraIZ>htftot Dr. Fttebrich BergiuS zum Ehrerrdoktor ernrnnt. weil er al« erst« Fsttcher entscheidend an d« Berwaridlung ber Kohle in ilüsftge Stoffe, der größten chemischen Aufgabe tmfer« Zdt. ge- arbeitet hat.