Wirtschaft.
Wochenbericht ocn der Frankfurter Börse.
An der Frankfurter Börse konnte in dieser Woche die Besserung der Stimmung zunächst weitere Fortschritte machen. Sowohl oie Börsenlage selbst als auch die Nachrichten i.u8 Industrie und Politik schienen für eine weitere Aufwärtsbewegung der Kurse günstig zu ein. Zury erstenmal seit längerer Zeit kam das ublikum wieder an den Markt. Aus Süd- . eutschland sollen Orders vorgelegen haben, aber euch das Ausland schien sich zu beteiligen. 2m ,-egensatz zur Berliner Börse nahm jedoch der Ordereingang aus privaten' Kreisen in Frankfurt niemals größeres Ausmaß an, um die Tendenz entscheidend beeinflussen zu können. Vielmehr hatten vielfach größere Käufe den Zweck, die Stimmung für kommende Veuemtssionen zu bereiten. 2m wesentlichen beschränkte sich das zeitweise recht lebhafte Geschäft auf die Tätigkeit der Spekulation, die größere Deckungen vornahm. Es zeigte sich jedoch deutlich das Bestreben, von der jetzt schon einige Zeit beobachteten Beschränkung auf einige wenige Spezialwerte abzugehen, denn der Kreis der lebhafter gehandelten Papiere hat sich beträchtlich erweitert. An anregenden Momenten sind die lange erwartete Llnterzeichnung des deutschfranzösischen Handelsvertrages, die weitere erhebliche Besserung derArbeits- Marktlage, der Bericht über die g ü n st i g e Lage der deutschen Maschinenindu- st r i e und verschiedene größere Aufträge des Auslandes für die deutsche 2nustrie anzu- sühren. Namentlich der Auftrag der französischen Post- und Telegraphenverwaltung an die Siemens & Halske A.-G. über die Legung des Fernkabels Paris—Bordeaux auf Reparations- i'oiÜd wirkte günstig. Die gesamte Elektroindustrie soll gut beschäftigt sein, und die erwarteten Kapitalerhöhungcn bei A. E. G. und Gesellschaft für elektrische Lieferungen wurden beschlossen. Elektrowerte standen daher im Mittelpunkt des 2nteresses und konnten teilweise neue Aekordkurse erreichen. Auf die Montan- r. c r t e übte die englische Kohlenkrise und die ' rterzeichnung des Vertrages über die Wieder ufnahme der Veparationskohlenlieserungen nach 'elgien durch das Kohlensyndikat eine stimu- -ierende Wirkung aus: günstige Lage und Aus- ichten der Kaliindustrie verursachten Käufe in en K a l i a k t i e n, und erneute Meldungen von .'.er beschleunig:«/! Regelung der Freigabengelegenheit in Amerika hatten lek>- '.afte.es Geschä't in den Schiffahrtsaktien ur Folge. Stärler verlangt waren außerdem ie Z e l l st o f f w e r t e, die Banken, Auto- > k i i c n und Deutsche Erdöl. 2. G. Far- • c n blieben stets stark vernachlässigt. An ver- ie'.enen Tagen ergab sich jedoch die Tatsache, aß nach sehr festem und lebhaftem Beginn die Spekulation sich als kurzatmig erwies und auf stärkere Realisationen die Kursgewinne Widder verloren gingen. Die zuversichtliche Stimmung machte dann auch schließlich einer gewissen iln- licherheit Platz, die die Spekulation benutzte, um größere Blankoabgaben vorzunehmen. Zur Zurückhaltung genötigt sah sich die Börse angesichts der am Mittwoch abgehaltenen Besprechung der Reichsbank mit den Großbanken, hinter der man wieder RestriktionsmQhnahmen vermutete. Als sich diese Befürchtungen als grundlos erwiesen, da nur eine Erleichterung der Lombardierung der Reichsanleihen beschlossen wurde, blieb doch die unsichere Stimmung erhalten, da man die Absicht, die Zweimonatsbilanzen der Banken weiter auszugestalten, ungünstig kommentierte. Verstimmend wirkte daneben die Erwartung einer stark passiven Außenhandelsbilanz für den Monat 2uli. Die teilweise erheblichen Kursbesserungen gingen daher Ende der Woche fast allgemein 'wieder verloren und stellenweise traten bar» übet hinaus neue Abschwächungen ein. Für Daimler, Deutsche Erdöl, die Bauunternehmungen, Zellstoffaktien, Harpener, Siemens, Felten & Guillaume und einige Banken blieben Kursgewinne bis 6 Prozent erhalten. 2. G. F a r b e n verloren dagegen 6 Prozent, auch Scheidean- st a l t lagen etwas schwächer.
Am Renten markt lagen deutsche Anleihen vorübergeheird etwas belebt und merklich fester, angeregt durch die Erhöhung des Zinsfußes für die neue Deichsanleihe von 1927 von 5 aus 6 Prozent. 2m Verlaufe gingen diese Kurssteigerungen jedoch wieder verloren. Ausländische Renten blieben dauernd stark vernachlässigt.
Am Geldmarkt trat infolge des Medio-
Zahltages etwas stärkere Nachfrage auf, es stand jedoch stets genügend kurzfristiges Geld zur Verfügung. Monatsgeld bleibt ziemlich knapp. Später trat wieder eine Entspannung ein.
Am Devisenmarkt bleibt das Geschäft weiter ruhig.
Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Das Geschäft am Frankfurter Schlachtviehmarkt konnte sich gegenüber der vergangenen Woche etwas reger gestalten. Aber schon im Verlaufe des Marktes flaute das Geschäft wieder ab. Es verblieb sogar etwas Aeberstand. Am Nebenmarrt waren Kälber und Schafe lebhaft gehandelt und ausverkauft. 2n Schweinen konnte sich nur schleppendes Geschäft entwickeln, da in der Berichtswvche der Auftrieb enorm größer war als in den vorausgegangenen. Der Gesamtauftrieb bestand in dieser Woche aus/ 263 Ochsen, 98 Bullen, 653 Kühen, 369 Färsen. 1480 Kälbern, 386 Schafen und 6497 Schweinen. 2m Vergleich zum Auftrieb der vergangenen Woche waren 250 Rinder, 350 Kälber, 162 Schafe und 1077 Schweine mehr dem Markte zugeführt. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht / Ochsen A. 1. 64 bis 68, 2. 59 bis 63, B. 1. 55 bis 58,
2. 50 bis 54; Bullen A. 53 bis 61, B. 50 bis 57;
Kühe A. 53 bis 56, B. 4’ bis 52, C. 39 bis 46, D. 30 bis 38; Fär'en A. . bis 67, B. 57 bis 61,
C. 50 bis 56; Kälber B. bis 91, C. 70 bis 75,
D. 60 bis 69; Schafe A. 1. 50 bis 54, B. 42 bis 48, C. 36 bis 41; Schweine A. 64 bis 66, B. 64 bis 66, C. 64 bis 68, D. 65 bis 66, E. 60 bis 63. Verglichen mit den Notierungen der vergangenen Woche erfuhren R nder eine Preiserhöhung bis zu einer Mart, mit Ausnahme von Bulle/., die bis zu 2 Jftari nachgeben konnten. 2n Kälbern und Schafen konnte sich trotz des größeren Auftriebes eine Preiserhöhung von je 1 bis 3 Mk. durchsetzen. 2n Schweinen gaben die Preise durchschnittlich, da auch größerer Lieberstand zu verzeichnen war, bis zu 2 Mark nach.
Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt.
Die Haltung am Frankfurter Produktenmarkte war in dieser Woche als fest und freundlich zu bezeichnen. Stimulierend wirkten die erhöhten Auslandsnotierungen, die sich aber nur in sehr geringem älmfange auswirken könn en, da die Zurückhaltung der Käufer weiter anhält und die Meldungen über das schlechte Wetter in allen Teilen des Reiches verstimmten. Die Verfrachtung von 2nlanbg«treibe schrumpfte im Verlaufe erheblich ein, so daß sich größerer Bedarf bemerkbar machte. Weizen und Roggen zogen im Preise daraufhin etwas an. da sich auch von feiten der Mühlen und Händler Nachfragen einstellten. Roggenmehl mußte infolge Angebotes im Preise nachgeben, während Weizenmehl unverändert blieb. Futtermittel sind weiter gesucht, in denen auch zeitweise größere älmsahe getätigt wurden. Zum Schluß der Woche konnte sich die Stimmung weiter befestigen. Beunruhigend wirkt das anhaltend schlechte Wetter, da die Ernte noch teilweise aussteht und das auf dem Felde stehende Getreide auswächst. Das Angebot in Weiten und Roggen wurde inrmet knapper. Roggen konnte per spätere Lieferung anziehen, da besonders von den rheinischen Mühlen höhere Preise genannt werden. Weizen- und Roggenkleie unverändert, nur Roggenkleie wurde etwas gesucht. Hafer (inländischer) ist in dieser Woche zum erstemnal notiert worden.
2m Vergleich zu den Notierungen der vergangenen Woche waren die Preise für Weizen, Roggen und Weizenmehl eine Viertelmark teuerer; während Mais eine viertel Mark und Roggenmehl eine halbe Mark nachgeben konnten. Die übrigen Getreidearten hatten keine Preisveränderungen aufzuweifen. Es notierten: Weizen 23 bis 28,25, Roggen 23 bis 23,25, Sommergerste 25 bis 27, Hafer (inländ.) 21,50 bis 22,25, Hafer (ausländ.) 23,50 bis 25, Mais (gelb) 19,25, Weizenmehl 39,75 bis 40,25, Roggenmehl 34,50 bis 35, Weizenkleie 13,25, Roggenkleie 13,50.
♦
* Zur Finanzierung der Ge trei de- ernte. Die Preußische Zentral-Genossenschafts- kasse hat den Interessenten folgendes mitgeteilt: „tim die drückenden Rückzahlungsverpflichtungen der Landwirtschaft, die insbesondere durch das im November ds. 2s. fällig werdende letzte Drittel der Rentenbank-Abwicklungskredite bedingt sind, möglichst zu erleichtern, hat sich die Preußische Zentral-Genofsenschaftskasse bereit erklärt, auch in diesem Jahre eine Lombardierung von Getreide durch die Genossenschaften zuzulassen und die daraus resultierenden Wechsel hereinzu- nehmen Die allgemeine Verknappung des Geld-
Kurszettel der Berliner
Marktes macht es jedoch notwendig, die Auktion im Gegensatz zum Vorjahre auf den Namen der bisher schon von der Preußenkasse eingeräumten Kredite zu begrenzen Irgendeine Erhöhung der Kredite für den erwähnten Zweck kommt nicht in Frage.
* Mäßige Medioentlastung der R e i ch s b a n k. Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. August hat die gesamte Kapitalanlage der Bank um 145,5 Millionen auf 2 332,5 Millionen NM. abgcnommen Der Bestand an Wechselst und Schecks hat sich um 163,4 Millionen DM. vermindert, wäch.estd der Lombardbestand um 16,9 Millionen auf 46,4 Millionen RM. angewachsen ist. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 195,4 Millionen RM. in die Kassen der Bank zurückge- flössen. Die in diesen Zahlen zum Ausdruck kommende Entlastung der ReichZbank ist um so Wichtiger, als der Stichtag des Ausweises in die Zeit der Erntefinanzierung fällt- Man kann annehmen, daß die Ansprüche der Landwirtschaft zur Erntefinanzierung keine größeren Schwierigkeiten mehr bereiten werden. Umfang und Tempo der Rückflüsse sind, im Ganzen betrachtet, als mäßig zu bezeichnen.
* Englischer Goldexport nach Deutschland. Die Bank von England exportierte dieser Tage 8000 Pfund Sterling Münzgold nach Deutschland.
* Gute Beschäftigung der Kraftwagen-Industrie. Wie aus Kreisen der Kraftwagen-Industrie bekannt wird, sind die Werke zur Zeit im allgemeinen in sehr zufriedenstellender Weise beschäftigt. Seit einigen Monaten befändet sich di «'Entwicklung der Kraftsahrgeug- industrie in aufsteigender Linie. Die Höhe des Einfuhrüberschusses für Kraftfahrzeuge aller Arten zeigt eine, wenn auch langsame, so doch stetige Abnahme. Der Beschäftigungsgrad hat immer noch eine steigende Tendenz aufzuweisen. Die Anforderungen an einzelne Werke sind teilweise so grofj, daß führende Werke dazu übergegangen sind, Teilarbeiten ihrer Fabrikation von kleineren Unternehmungen ausführen zu lassen. Auch im Auslande finden deutsche Kraftfahrzeuge eine günstige Aufnahme und sind absolut konkurrenzfähig. Dies gilt insbesondere für die deutschen Lastkraftwagen.
* Aus der Zigarettenindustrie. Auf Einladung des Geheimen Kommerzienrates Z e n tz , München, dem bisherigen Dorfitzenden des Verbandes der Deutschen Zigarcttenindustrie, haben dieser Tage in Berlin etwa 40 Zigarettenfabrikanten, die dem Schutzverband des Deutschen Zigarettengewerbes nicht angehören, unter Beteiligung von sieben Delegierten der 80 Firmen umfassenden Reichsgemeinschaft der Deutschen Zigarettenfabriken über Maßnahmen zur Gesundung des Zigarettengewerbes beraten. Die Versammelten waren darin einig, daß die Schwierigkeiten im Zigarettengewerbe, abgesehen von den Mängeln des Steuersystems, vor allem durch die Aufnahme übermäßiger Steuerkredite seitens einzelner Betriebe und deren ungesunder Verwendung zur Expansion verursacht feien. Cs müsse daher eine neue gesetzliche Regelung gefunden werden, die solche spekulativen Mißbräuche für alle Zukunft ausschließt und dem Grundgedanken einer gerechten Steuerbelastung Rechnung trägt. Die Ausarbeitung genauer Vorschläge wurde einem von der Versammlung gewählten Ausschuß übertragen.
* Süddeutscher Eisen- und Metalltrefftag. Der vom Verband süd- und südwestdeutscher Eisen-, Metall- und Schrottt- großhändler in Heidelberg abgehaltene Trefftag war schwach besucht. Es herrschte wenig Kaufstimmung. Die Lage am Schrottmarkt ist nach wie vor weiter rückgängig, auch für spätere Termine. Preise: Stahlschrott 63, Kemschrott 61, Blech abfall 52, Eisenguß 50, Schmelzeisen 41, alles per Tostne ab Revier.
* Gebrüder Himmelsbach A. - G.. Freiburg i. Br. In einer Gläubigerbeirats- fitjung wurde ein Bericht des Konkursverwalters entgegengenommen und einige schwebende Fragen besprochen. Irgendwelche Entscheidungen sind nicht gefallen, da sie schon ihrem Charakter nach als vorbereitende Sitzung zu endgültigen Beschlüssen über die Abwicklung des Konkurses nicht in der Lage war.
* Raab- Kahenstein Flugzeugwerke G. m. b. H., Kassel-Bettenhau- s e n. Die Gesellschaft hat mit einer englischen Flugzeugsabrik einen Vertrag geschlossen, der den Bau von englischen Flugzeugen für den Passagierdienst und für Kunstflugvorfüh-rungen in Kassel vorsieht, während die nötigen Motoren in London hergestellt werden, da diese nach dem Versailler Vertrag nicht in Deutschland ange- fertigt werden dürfen. Die Nachfrage nach leichteren Flugzeugen für den Paffagierverkehr ist sehr dringlich und umfassend; in der vergangenen Woche allein sind 23 Flugzeuge nach auswärts geliefert worden. Für die nächsten Monate lie- und Frankfurter^Börse.
gen noch sehr umfangreiche Aufträge vor. Di» Belegschaft wurde in jüngster Zeit wieder verstärkt. so daß jetzt 200 Facharbeiter beschäftigt werden.
' Gebrüder Stollwerck Aktiengesellschaft in Köln. Die Ergebnisse des am 30. Juni abgelaufenen Geschäftsjahres 1926/27 der Gebrüder Stollü>erck Aktiengesellschaft in Köln, haben sich im Rahmen des Vorjahres gehalten. Heber die voraussichtliche Dividende (im Vorjahre 9 Prozent auf d'.e Stamm- und 6 Prozent auf die Vorzugsaktien) läßt sich zur Zeit noch nichts sagen, da die Abschlußarbeiten noch im Gange sind. Ein besttmmter Termin für bte Bilanzsitzung ist noch nicht in Aussicht genommen.
Frankfurter Abcndbörse.
Frankfurt a. M., 19. Aug. Die Abendbörse hatte nur minimale Umsätze, die Kurse blieben im allgemeinen aber behauptet, da zum Wochenschluß noch vereinzelt Deckungen vvrge- nommen wurden. I. G.-Farben und-.Siemens & Halske waren bis 1 Prvz erholt. Scheideanstalt lagen 1’ 2 Proz. schwächer, ebenso Nordd. Lloyd abgeschwächt. Renten still und abbröckelnd. Abl.- Schuld 16, Schutzgebiete 9,60, Barmer Dank 152, Commerzbank 180, Danatbcmk 238,50, Deutsche Bank 164, Diskonto 160, Dresdner Bank 169,50, Buderus 115,50, Gelsenkirchen 162,50, Harpener 208, Ilse Berg 270, Aschersleben 182. Westeregeln 192, Mannesmann 186,50, Phönix 119,75, Rheinische Braunkohlen 263,50, Rheinstahl 211, Stahlverein 133, Adlerwerke 117,50, AEG. 189, Daimler 126. Scheideanstalt 219, Licht und Kraft 208, 2. G.-Farben 309, Felten 144,50, Goldschmidt 135,50, Holzmann 203, Lahmeyer 180, NSäl. 117, Rütgerswerke 100, Siemens k Halske 296,50, Wahß &' Frehtag 170,25, Zellstoff Aschas- fenburg 210, Waldhof 346, Hapag 154, Nordd. Lloyd 155.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 19. Aug. Die heutigen Auslandmeldungen zeigten keine einheitlici-e Tendenz. Auch bei den Cifosferten waren die Forderungen für Weizen etwas ermäßigt, während sie bei Roggen unverändert und eher fester lauteten. Liverpool brachte schwächere Notierungen. Hier fehlt infolge des reg- nerischen Wetters in Brotgetreide das Angebot fast vollkommen. Die Verkäufer haben Schwierigkeiten, ihre Schlüffe zu erfüllen. Die Preise für ganz nahe Ware waren etwa um 2 Mark erhöht. Auch am Lieferungsmarkt waren die Preise um 1 bis 1,75 Mark höher. Das Mehlgeschäft aber bleibt bei gestrigen Preisen unverändert, wobei Roggenmehl wieder leichter zu verkaufen ist, Per Herbst beginnt sich Interesse zu zeigen. In Hafer ist das Angebot kleiner geworden. Die Forderungen lauten entsprechend höher. In Mais hat sich heute in Erwartung der Erhöhung der Spritpreise ziemlich lebhaftes Geschäft entwickelt. Es notierten (1000 Kilogramm): Weizen, märkischer, Sept. 276,50 bis 277, Oft. 275, Dez. 275; Roggen, mariischer, 222 bis 226, Sept. 236,50 bis 235,75, Ott. 23^,50 bis 225, Dez. 235 bis 234,25; Sommergerste 220 bis 265; Winter- und Futtergerste 202 bis 208; Hafer, märkischer, 210; Mais, La Plato, 192 bis 194; Raps 280 bis 285, (100 Kilogramm): Weizenmehl 35,25 bis 37; Roggenmehl 31,10 bis 32,85; Weizenkleie 15,25 bis 15,50; Roggenkleie 15; Viktoriaerbsen 40 bis 46; kleine Erbsen 24 bis 27; Futtererbsen 21 bis 22; Peluschken 21 bis 22; Ackerbohnen 22 bis 23; Wicken 22 bis 24; Lupinen, blau, 14,75 bis 15,75; Rapskuchen 15 bis 15,20; Leinkuchen 21,10 bis 21,30.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 19. Aug. Die Stimmung an der heutigen Börse war äußerst zurückhaltend. Trotz des geringen Angebots in Inland- weizen erhöhten sich die Preise nicht. Das schlechte Wetter rief eine gedrückte Stimmung hervor. Das Auslandweizengeschäft ist äußerst still. Mehl von der zweiten Hand wird etwas lebhafter gehandelt. Es wurden notiert: Weizen, 'Wetterauer 28 bis 28,25, Roggen, inländ. 23 bis 23,50, Sommergerste für Brauzwecke 25 bis 27, Hafer, inländ. 21,50 bis 22,25, Hafer, ausländ. 23,50 bis 25, Mais, gelb 19,25, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 39-75 bis 40,25, Roggenmehl 34,50 bis 35, Weizenkleie 13,25, Roggen kleie 13,50. Tendenz fest.
(Hessen)
7593D
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6 Prozent, Lombardzinsfuß 7 Prozent.
Frankfurt a.M.
Berlin
strankfurta M
Berlin
strankfurta.M
Berlin
Berlin.
19 Ana ust.
Äeld
Brief
Schluh. NUr»
ScrduH Qlbtnö-
Schlich. Nur»
Schluß» Wittag b^rl«
schlutz- Kurs
Schlußk Abend- bSrse
Schluß- Kurs
Schllltzkl Mittag dürfe
Schlich sturs
Schlicht, i Abend- börle
Schluß Kur,
Schluhk । Mittag tiörlc
ti-raiijoinaic »loten . - .
Holländische Noten . . Italienische Noten . . . OlnrhK'rtifrfi» OlnfPTt . . .
IO,»3 167,81 22,95 108,68 59.11
2.68 112,37
ib.aa
168,49
23,05
109,17
59,35 2,60
112,83
Datum:
18 8.
19. 8.
18.8.
19 8.
Datum:
18. 8.
1 - 8.
18. 8.
19. 8.
Datum:
18. 8.
; io. 8.
18. 8.
; 19. 8.
Tcutsch-Oestcrr.,äioo Kronen iininntfrfip 'Ylnfrn ......
5% Dk. ReichSanlclhe v. 192?
87
—
87.5
87,5
A. E G..........7
188
180
188,5
188.9
Btulipp Hol;munu -
202
203
2<J4
201,75
Noten . . .
Dt. Aul Stblös. Schuld mit Auslos -Rechten . .. .
DcSal. ohne Ausles -Rechten T’/oftrantf. Hyp.-Sk. Go.dps unkündbar bis 1932 .... iVi°/o Rheinische Hyp -Bant L'tqu -Äoldps. ....
AEG abg Vorkriegs-Ob. liganoncn, rückzahlbar 1932
Bergmann ........8
199
200
199,9
195,25
200.4
195.5
Heidelberger dement Gement Karlstadt . . .
150
188.25
148,25
186
Schweizer Noten ....
Svaniswe Noten ....
81,0
79.76
81 38
70,99
£7.5
£8.13
58.2
57,5
Elcür. Lieferungen . . . . lo
195,25
8
16.25
16
16,13
16
Nicht und .firnft......in
204
142
208
144,5
204
143,13
262,75
207
143
260
Wahß A streitag
Schultheis Patzenhofer.
Ostwerke..........
93er. Glanzstoff......
11
15
171,25
170.25
Tschechoslowakische Noten . .
Ungarische Noten . . .
2.421
73,23
12,483
73,58
stellen & Guilleaume ... .6
Ges. f. Elcktr Untern. . . 10
455
457.4
Hamb- Elektr- Werke ... 10
170
172
166 172,25
182 210,13
166.4
12
15
—
_
436
*18
435,5
714
Dcvisemncrtt Berlin
—Frankfurt
<L M.
Lchles. Elcktr. ......io
183 209.25
Bernberg..........
Zellston Waldhof. . Zellstoff Aschaffenburg .
Charlottenburger Wasser.
effauer Gas.....
Tainiler Motoren.....
Demag ........
Adlerwerke Äleher. . . .
8
—
—
568
571
Telegraphische
Auszahlung.
—
_
—
Schustert ..........7
209,5
208 5
12
341
210,25
-46
346
3 44.9
\°/> Schwei;. Bundcsb.-Anl. 4% Lestcrelchischc (Solbric i,20°/o Ecftcrr. ich. Silberne < 70 Oesterreich, einticitl. Rtc
26,5
26.75
5,5
26,6
5,3
26,6
5,3
Siemens & Halske ... 16
Transradio..........8
295
296,5
296,25
137,25
295,65
135
178
116,5
162.5
10 <
210
212
153.25
153
18. August.
19. August.
Labmever L To.......9
BuderuS.........0
Deutsche Erdöl......6
115.5
180
115,5
161,5
179
115,5
8 0 (,
127
126
212.5
126,65
9.5
120,75
213
126,25
94,25
118,5
Amtliche Geld
Notr.rung Brief
Amtliche Notierung tÄeld । Brief _
4% Ungarische Goldrte
24
24.25
—-
22,6
161
162,25
0
119
117,75
Ltmst.-Rott,
168,28
168,62
>68x21
w
4% Ungarische StaatSr. v 1910
22,6
22,75
Essener Steinkohle.....8
—
175
171 5
11
490
287
Buen.-Aires
1,794
1,7
J8
1,791
1,795
4‘/i0/.. deSgl. von 1913 . . .
4% Ungarische flronenrtc . .
23,4
23,65
24,25
24.4
Gelsenkirchener - f. »/, I. 4
Harpener ... ......8
>61
162,5
161.75
161.5
Ludw. Üoeire......
-
—
Brst.-Ankw
58,44
108,92
18,56
58,41
58,55
206,5
u08
208
207,75
Rat- Automobil......
6
—
—
125,75
123.75
Ehristiania ■
109,
4
108,99
100,21
4°/ Türk. Zollanleihe v 1911 4D/0 Türk Bagdadbahn-Anl.
14,13
14,18
13,9
—
Voesch Eisen.........5
Alse Bergbau .....8
270
•270
185,75
183.5
270
Crrnftein & doppel . . . .
Linke Hofmann . . . .
4 l>
—
142,25
141
Kopenhagen Stockholm .
112,52
112,71
112,74
112,93
112,47
112,61
112,49
112,90
Serie i.....
iV/o deSgl. Serie II ...
14.9
17
14,9
17,4 15
16.13 lß.4
Älöckmrwerke........5
Köln-Neuessen ......5’,s
165,5
164,5
165.65
180
165
179.5
Leonhard Tietz. . . . .
Bmnaa°R egum......
6 0
51
49,5
154
50.5
152
48 75
HelsingforS. (italten. . .
10,588
22,905
10,608
22,945
10,579
22,89
10,599
22,93
4°/o Rumänen couvert. Rtc.
Mannesmann ■ -f. V, I 4
Mans cldcr..........7
Obcrschles- Eisenb- Bedarf 0
Oberschlel. KokSwerke . . .0 Pbönip Bergbau. f V, I 3 Rheinische Braunkohlen - io Rhelnstahl.........o
Ricbcck Montan.......6
Bereinigte Stahlw. f. % I 3 Olavi Minen......1 sh
.stali Aschersleben ... . io KaltWesteregein ... 10
Kaliwerk Salzdetfurth . . 12
185 134.25
103
120
261
210,5
173
186,5
135 5
101
119.75
263.5
211
177
186,5
135.65
102.5
104.13
119.5
265
212
176.25
187,25
136,25
100
103.65
120.6.5
263
-10.25
174
Franks. Maschinen .. . .
v
76
76.5
76,5
79.5
London. . . Reuhork . . Paris.... Lchwetz . . Svauien . . Japan . . . Rio de Ian. Wien in D.- Ceft. abgest Prag ....
.0,417
<-0,427
20,406
20,446
4':3°/a Rumänen Goldanl. . von 1913 • • . , .
Ällg Deutsche Eisenbahn vambura Anierila Polet. . 6 vnmb -^udat'i Tampisch. L Hansa La.ntischiss ... .6 ^'ordvcii!scher Vlcnb . . 6
Ulg- Deulschc Eredilanst.. io
Barm r Bankverein 10
Berliner HonbclSgcsellsch. 12 Lommerj- und Pnvat-Bk. li Tarmst- u. Nanonalbank. 12
Grivncr ..... , . » ,
118
119,5
117 5
117,13
1,1995 16,465 10,97 71,00 l,9b0
0.4965
59,145 <2,446
7,395 73,33 3,037
20,715
4,1975 16,445 60,925
70,97 1,987 .4965
09,14 12,442
4,2075 16,485 61,1'85
71,11
1,991 0,4985
59,26 12,462
16,5
91
154,5
155,5
15,75
154
155
90 154,25 22«, 5 228,5 155 25
89.13
163.75
229
228.6
165
Hcyliaenstaedt ...... ttungbans - ...... Lechwerke. ........ Mainkraftwerke ...... Miag ..........
Nekarlulmer ....... . Peters Union .......
0 C
8 8
10 8 s
24 9
117.5
126 130
14 J 117
118
24.5
116.5
123
128
139
117
119
118,13
138
118
119
117.5
137 Ji
118
119
16,105 61, U 71,14 1,994 0,4985
59,265 12,466
149.5
150
256 ,79 -'37,5
148,75
148.25
147,5
131.5
133
132,5
35.13
183.5
192
250.25
133
Gebr. Roeder .......
10
142
141
152
251.5 ,80
38,25
150
252
179,25
237.25
149,4
251,25
179.5
233 75
182.6
192.5
182
192
34
182.5
192
248,5
Borgt L Haefsner . . . . 6
Glldd. Zucker..... o
Boni
161.5 146
noten.
159.75
145,75
163
147.25
158 5
144
Belgrad . - Budapest. . Bulgarien. Lissabon . .
7,409
73,47
1,043
20.7 j5
7.391
73,40
3,0o7
-0,70
7,405
73,54
3,043
20,74
Deutsche Bank......10
Tkkonlo Gesellschaft Ant. 10
Dresdner Bant.....10
Mitteldeutsche (Kreditbank 9
Metallbau! .....8
164
lb4
164.5
164
I G starbcn-Industrle. 10
09.75
09
310.5
308
148.5
Danzig. . . .stonstantin.
81.37
2,098
->3
81,35
2,103
81,51
159,5 169
161)
169.5
250
147
160
160
Dynamit Nobel ..... o
150
Berlin. 19 August.
| OSeld
Bnei
2,102
2,107
169.25
254,5
147.5
169.5
250
147.5
Scheideanstalt . .......8
220
137
100.6
219
135.5
100
—
—
Amerikanische Roten.....
i 4.182
4
.202
Athen. . .
5,515
5,526
6,494
6,406
4,206
4.214
147.5
Rütgerswerke ....... .0
Mckallgelellichafl.....W
136.5
100
135,25 101
»cttitiaje vioten.....
Dänische Noten......
•
1 58,>3
112,20
58,57
112,66
Eanada . .
Uruguay. .
4.196 4,2(1
4.2 a-
94
19
4,198
4.206
Rcichsdank........ lu
175
173
175
172,25
190
—
Englische Noten......
4
| 20,385
20.465
Tatro . . .
20.945
20.985
20.93
20.97.


