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Mittwoch, 20. April 1921

177. Jahrgang

Nr. 91 Erster Blatt

1 Trost

am.

Die Räumung der Rheinlands

g 1913 310.4.

Der albanische Brandherd

gehabt. Gebilde

Antrag Dr. ferner.

eine zu

für be* adrig," I« SluniUbei*. fär t |e«geeHil Huri R sämUtch m Gt

Lei den Hochschulen axll, und gewisse «usttellungen ukcr flu^oben ufib. verlangt, wurde einstimmig angenommen. Lme Eingabe der Landesunioersnär. der Rektor- und des Sesanmenats. in der eine Tteifyc von Vunschen geäußert wird, wurde der 'Äegierung zur Erwägung empfohlen (Eine Vor- fHüung dr- Lunftwr^rnschastlichen Instituts wegen Raumno: wurde durch die yifhrrmenbc ifrflärung der jtep.rrjnqür erlcd s: erflärt. Ene (Eingabe bcs «?räpsroiors Schmid: und eine (Fmgabe des Pr-'esio's »liwpfrf brtr Äehalt-oerhälrmsie wur- Öen ö; r erung al, Material überwiesen. Lin

dast die Räumung unter Umständen zu nnem lauschgescha't gemacht werden kann. Eindeutig be­stimm, der flrhfd 431. hast die Besatzung»truppen zurückgezogen werden müssen, sobald Deutschland vor Ablaus von fünfzehn Jahren allen ihm aus dem Ver'ailler Vertrag erwach'enen Verpfilchtun. gen Genüge leistet. Diese Verpflichtungen bezogen " * * ~ - Deutschlands.

für erledigt erklärt ein Antrag 3 Lportshaus für die Landes! Mark nntuftrllm. Da» gleiche Lchrckial hatte eine Eingabe de» -ponaurschufse». Em Antrag Dr. L'eud-tceni und (tzenof'en, der Einsparungen

sich aus die E n t w a s s n u n g

:.id)l aber die wirl'chastlichen und 'inanziellen Ver- psUchwngen. Das, diese aus eine Reibe von fahren erteil, werden mußten, da» ist auch den Serfafkrn de» venailler Vertrages bekannt gewesen. Der

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Rach»in«4 vorher peei§ Ur l wm he ft« S* Jemen wn 27 mn Srriie örtlich 8. avtwLds 10 SetMrfciimg; tte R< k^wranuige« vsn <On.m fmli Jb Reichtpjenmg. ptetzvorschnll 30' . «ehr

Chefrehateeur Dr {tnebr. WEH. CenQc Verantwörtlich tyr DolNit» Dr. Je. Will» V.mae; ftr Feuilleton l 1MN;

Teil adgelehnt. ebenso ein Antrag Birnbaum, die ün vergangenen Jahre beschlossene Absetzung der Stelle emr; Sibliokhekars an der l'-nbewn versttöl und ihre Ueberlraaung aus den Etat der Technischen Hochschule rückgängig zu machen, wurde abgelehn:. Em Antrag Simbaum über die Lado rannnmn wurde durch die Annahme de» Antrags Dr. Lerner für erledigt erklärt, gleich'alls wurd, fur erledig, erflärt ein Antrag Birnbaum für em * ~ Universität 47 OOu

Der Haushalt der Landesuniversität. Aus dem ^inanzauoschuß des Hessischen Landtagco.

Bon unserer Darmstädter Redaktion

D a r m st a b t. 19. April. Der Sinanyiuefibuh bet He^fckchen Landtage nahm tmec bie 'Be­ratungen des Staatsvoranschlags bei Kapitel 62a (Gewerbliche und kaufmännische U n- terrichtsanftalten» wieder auf. Glcichlau- tenbe Antruge Balser und Delp, die Beihilfen für Schüler von 1500 Mark auf 5002 Mark zu erhöhen, wurden angenommen. Mn AntragHaurv- Birnbaum. die Leiter von Mafchinenbautchulen von Gruppe 11 aus Gruppe 12 zu überfuhren, wurde der Reaierung alö Material überwiesen. Sin Antrag Haun», den Dewerbefchulen. Ma- schinenbaulchulen und anderen Anstalten durch einen einmaligen Zuschuh eine Unterstützung zu gewähren, wurde angenommen. Gin Antrag (?aun für die Modellwerkstatt für feine Lederarbeiten in Offenbach einen Beitrag zu bewilligen, wurde

ratter feiner Einwohner ift e* der gegebene Cpidbull für die Ontriguen der Aachbarn. wobei sch'.iestlich der gewinnt, der den höchsten Einsatz zahlt.

Das ist vorläufig Italien. Mussolini hat nicht geknausert und hat sich deshalb den al­banischen Diktator gekauft, der sich wohl ober übel unter italienische» Protektorat hellen muhte, um so dem italienischen Imperialismus bas Auf­marschgelände für seinen Ikrrilob auf den Balkan xu schaffen: em Dorstvst dessen Spitze sich un­mittelbar gegen Jugoslawien richtet Denn die Belgrader Regierung dieser Entwicklung nicht ruhig zusah. sondern von sich aus Abwehrmoh- nahmen auch nur innerhalb ihrer eigenen Gren­zen vornahm fo wäre das aew.h fein Wunder gewesen Ob das geschehen ift wissen wir nicht, und die Internationale Kommission, die eigens ringetept wurde, um das zu prüfen, wird ver­mutlich niemals S^le^rolxit haben, sich davon Au überzeugen, was Wahrheit und was Mär­chen ilt Denn inzwischen find die Tmgt schon sehr viel weiter gegangen.

Die Grohmächle hatten sich das so hübsch

für erledigt erklärt. 3u Kapitel 66 (För­derung der Jtunfti lag eine Eingabe des Ständigen Rates vor. ihm 2003 Mark zu über- weifen: dies wurde angenommen mit der Mah- gabe, das, die Hälfte des Betrages der Hefsi«chrn Arbeitsgemeinschaft für $urft überwre'en w.rd. Kapitel 67 tLandesuniversität- wurde in Einnahme und Ausgabe gegen zwei Stimmen angenommen. Gin Antrag Dr. Werner. wonach eine Ordnung über AusbiBurn Anstellung und Besoldung der ßu* orantinnen erlassen werden soll, wurde angenommen. Ein weiterer

Das alles bezieh« sich nut auf die Zentral- warenanstalten, aus denen der Landwirt seinen Bedarf bedt. Andere Zahlen sind noch viel sprechender Die Zahl der eingetragenen Ge­nossenschaften überhaupt hat sich von 34 303 aus 52 440 gehoben, wobei der Anteil der Landtvirt- schast sich fast gleich blieb, nämlich 77 gegenüber 79 Prozent. Auch das genossenfchastliche Ärc - di «Wesen ist erheblich gewachsen 1913 gab di 17 25', Spar- und Darlehnskallen. 1926 20 776: die Umlage der genossenschaftlichen 3cntrallaUcn haben fich von 7.06 aus 27.43 Milliarden, die» jenlgen der Aaisseisenbank und ihrer Filialen von 1.4 auf 6.99 Milliarden gehoben, das Be­triebskapital der vfcnlralfaHen betrug 1925 587.8 Millionen da» der ^ailleifenbank 118.9 gegen 251 7 Millionen. Entsprechend find die Geschästsguthaben und Reserven von 25.1 auf 70.8 bzH 12.8 auf 26.15 Millionen an- gewachsen.

Das genossenschaftliche Einkauf»- und Der- kaufsgefchäsl. Kreditwesen ufw. erschöpft aber die Ausgaben der landwirtschaftlichen Genof'enfchaf- ten noch keineswegs Die genossenfchastliche Be- nuQung von Maschinen, die Einführung der Elek­trizität auf dem Lande. Weide- und Viehzüchter-. Winzer- und Brennergcnossenschaften. zeigen einen Weg. aus dem sich genollenfcbcftlid) das gemcinnüBige Ziel der Produktionssteigerung bei gleichzeitiger Sicherstellung einer hrosten Rerüu- Hlität erreichen läßt Schon ist die Ausnutzung

MtfbtpWteii: 2 Ke,ch«»srli> 30 Reichspfennig fix Träger, lohn, such bei Richter, sch» neneinzelnerRurn-nerM infolge Hs derer Gemalt. Aernspiechanschlssse: 51, 54 bm» 112.

Anschrrst für Drahrnach- richten Aszeiger 4'ehe». pOstschecklsnt»: ftenffirt « 1 i<K.

auf träge in fachliche umzuwandeln, wurde der Regierung zur Erwägung empfohlen. Ern Antrag Dr. Werner, organisatorische und tochn-.tche Mah- nahmen zu treffen, um die Kosten der Uni­versitätskliniken zu Penninbern, wurde einstimmig angenommen Ein Antrag Dr Werner. in dem die Regierung ersucht wird, innerhalb Jahresfrist bie Stelle des außer ordentlichen Agrikulturchemikers in eine außerordentliche Professur umzuwandeln, wurde angenommen, ferner em Antrag, den Betrag tut ba§ Physiologische Institut im Vedats fall auf 30000 Mark zu erhöben Eine Vorstellung der octerinvmedizin'ichen Fakultät auf Urridjtung einer Dozentur für pathologische p d y - fiel ogie d e r Haustiere zu errichten, uurde angenommen. Ein Antrag Dr. Werner, die Reichs- reäierung zu erfuchen. Mittel für ein et üben- :en beim beretl$ui:tUen. wurde g^ich'^lls onge- nommen. Ein Antrag Birnbaum, auf Erhöhung be» Beitrags für das Pbostologifche Institut wurde fur erlebici erklärt. Ein Antrag Birnbaum auf_U m a auheretat-mästiger o t e I - Landesunioerstlät in etatsmäiuS< lvurbe

Es ist merkwürdig, wie wemg eigentlich das Verschwinden O e fi c r r c i d) 11 n g a r n < von der europäischen Landkarte lich auf tem uw- kan au-gcwirlt Hal; lediglich b i e 3 n t e r e f len- träger haben gewechselt, die G-gen'ätze sind die alten geblieben. Denn schließlich war das doch die grobe Hoffnung Italiens, als es in den Krieg zog. dast Ocsterreich darübrr kaputt gehen würde und Italien dann zunächst mal an der Adria als einziger Ciegertaat übrig bheb Es ut aber anders gekommen das Erb» vefterretdi' Ungarn« auf dem Balkan hat Jugoslawien angetreten, das nun genau fo eifersüchtig über die Aasbalancicrung der Kräfteverhältnisse wacht, wie früher unser verbüiiketes Kaiserreich Oester­reich Italien hat Triest bekommen, aber an der BaUanküste hat es keinen festen Sur) fassen können Die Verlegenheitsgrundung Albanien, die eigentlich nur künstlich in die Welt gesetzt wurde, weil Italien und Oesterreich-Ungarn sich dieles Stück Land nicht gönnten, hat auch über den Krieg hinaus Bestand lebensfähig ift tiefes dünn bevölkerte L--- nutzt, nach seiner ganzen Art und nach dem CHa-

Antrag Birnbaum wegen Erweiterung be r Universitär» - «inberklinik nach den Planen von 1918 würbe durch die Regierungsant« wort für erledigt erklärt.- Äapitel 68 (Tech n f) o d) i d) u 1 e) wurde angenommen, dazu eine von der Regierung rorgefchagene Erhöhung der Kosten ut den Bedarf der Institute um 3000 Mark Kapitel 70 (Landesmuseum) wurde angenom­men zugleich mit einem Anträge über bie Gleich- Heilung de» Restaurator» mit dem Präparator in den GehalisoerhäUnlssen. (Ein Antrag Birnbaum zu biefem Sap-iel wurde der Regierung al» Mate- :t3l überwiegen Zu Äapitel u6 lReichboer­st che r u n g) wurde ein Antrag Roth, bos Ober- cerfitherungsamt zu beschleunigten Heilverfahren zu veranlassen, einsti.mmig anaenommen Ein An­trag Roch zu Äapitel 88 (Erwerdslosenfür- sorge ufw). den hierfür eingelegten Betrag orn 3 439 'm i Mark aus 4 500 000 Mark zu erhöhen, wurde 'um Teil durch einen ähnlichen Antrag der Sozialdemokratie für erledigt erklärt und im übri- gen adgelehnt. 3u Äapitel 73 (Hochbauwe - i e n) 'ordert die Regierungür InnenauLirattunq Inventar usw. der Techn. Hochschule statt 6 Mk. 1 <000 Mark: der Betrag mürbe bewilligt

Aeichsauhenminlster Ctrefemann hat in einer Ofterbolschast auf die unvermeidlich gewordene Räumung der besetzten deutschen Ve- biete hingewicsen tlnvermeiblich, weil der Da- wesplan. die Locarno-Derträge. endlich aber Deutschlands Eintritt in den Völkerbund eine Befriedung Europas gefchassen haben die die Aufrcchierhaltuna der Besetzung einfach nicht mehr zuläht. Richt nur deshalb, weil das Nebeneinander zweier Gewalten in einem Lande, die ihrer Natur nach gegensätzlich sein müssen, ununterbrochen Reibungsflächen schasst, sondern vor allem deshalb, weil die Besetzung das Land, das sie widerrechtlich erdulden mus; buchstäblich eriedrigt. was fich wieder mit den aus­bauenden Gedanken des Dölkerbundes nicht ver­trägt Dir können schliestlich Sieger und Be­ilegte in Europa haben. Sieger, die dem durch die Uedermacht Besiegten den Sieg immer wieder fühlen lassen. Aber wir können bann nicht von dem politischen Ucberbau des Dölkeroundes als Ausdruck des Gemeinschaftslebens der Böller reden. Ein Drittes gibt es nicht

Daß dafür auch in Jrankreich Derständnis befiehl, beweisen bie 2Intircr.cn der französischen Presse auf die Osterbotschaft 6irefernannt. Daran ändert nichts, bast die französische Pref'e gegen Stresemann zunächst heftig ausbegehrt, weil er die Räumung als Folgerung ber^Lo- carno-Derträge bezeichnet hat. Der Demps und seinesgleichen versuchen mit sehr schlechten Gründen, di« zum Teil gewaltsam herbeigezogen sind, bie Aufrechterhaltung der Besatzung zu ver­teidigen Die öffentliche Meinung Frankreichs fühlt offenbar, haft es keine gute Sache ist. bie sie vertreten indem sie die 2täumung6froge au einem Handelsgeschäft zu machen suchen Der Demps meint, es sei niemals veveinbart worden dah die Gocarno-Verträge und der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund bas Ende der Rheinlandbcsetzung au bedeuten hätten Der Demps irrt sich Vewist. aus dem Papier ist das nicht vereinbart worden Aber nicht nur die öffentliche Meinung Europas, vielmehr die der Sanken Erde haben die Locarno-Politik und den int ritt Deutschlands in den Dölkerbund als diplomatische Mittel und Dege ausgesahr. um die Befreiung der besetzten Gebiete zu erreichen

Das deutsche Volk empfindet die Besetzung des eigenen Gebietes eben anders, als die .rranzofen und vielleicht auch die Engländer. In dieser Hinsicht gibt eS in Deutschland eine Ein­heitsfront. weshalb es mehr als ein falscher Zungenschlag ift. wenn der .Temps' die Teil­nahme der Deutschnationalen an der Reichs- regierung mit erneutem Mistlrauen beantworten will. Der .Tempo" und seinesgleichen sollten doch etwas vorsichtiger lein. Die Locarno-Politik, der Eintritt Deutschlands in den Dölkerbund waren die Sicherheiten, die Deutschland in stolzer Gröste anbot. um den bösen Derfailler Geist des Misttrauens und der «Furcht zu be­ledigen. Frankreich Hal die Besatzung ja immer mit dem Hinweis aus die bedrohte Sicher­heit gefordert und begrünbet. Es war möglich, diese cor gen durch ausgiebige Bürgschaften zu verstreuen, wie das tatsächlich in den Locarno- Ben rügen mit ihren politischen «und diploma­tischen Auswirkungen geschehen ist Aber es war und ist nicht möglich, die Sicherheit durch Tausch­geschäfte zu erkaufen.

Indem die iranzösisch« Presse von Bürg schai len und Gegenleistungen für die .Hbeinlanb»räumuna redet, gibt sie zu. dast die ,3rage der Sicherheit keine Rolle mehr spielt. Deutschland ift entwaffnet, wahrend seine R^.h- barn in einer Leise ausgerüstet haben, die unmittel­bar eine Gefahr für den 5neben Europas ist und bleibt. Der Versailler Vertrag weist nicht» davon.

Vertrag Iaht ausdrücklich die Regelung dieser Ver- piltdy.ungen offen, was wildere bedeutet dast die tatsächliche Regelung auch die Erfüllungen der Lei­stungen. d. h. der wirtid>attlidxn und finanziellen pflichtungen offen, was wieder bedeutet dast die Vertragsbestimmungen nich: gesastt. dost sie heute so und morgen so ou»geiMt werden können

Deutschland b a t abgerufid, obschon die Gegenleistung hierfür ausgeblieben ist. Deutsch­land b a t dem Sicherheitsbedürfnis Frankreich« weit Über den Berfailler Vertrag hinaus durch die Loearnopolitik mit den feierliche Bindungen und Berpflichtungen Rechnung getragen. Was will Frankreich also für neue .Bürgschaften'. h. h. CetHungen, damit cs seine Truppen aus Koblenz und Rlainz zurückzieht? Deutschland ist schon aus Grund des Berfailler Bert rag es gar nicht in der Lage irgendwelche neue Gegen­leistungen und Bürgschaften für Frankreich an- jubictcn Bor allem tzicht solche sinanzieUer Art. da der Gesamlumsang dieser Derpfl'.chiungen durch den Dawesplan geregelt ist Deutschland steht Zvankreich nicht allein gegenüber Als TVt» tragsgegner gelten für Deutschland die Mächte, die gewlsfermahen den Boll.zugsau-schub der Staaten bilden, deren Vertreter den Vertrag in Versailles unterzeichnet haben. Deutschland kann die Räumung nicht von Frankreich allein sordern, sondern muh diese Forderung unter Hinweis aus den Artikel 431 des Versailler Vertrages an diesen VollzugSausschust richten. Entscheidet sich dieser dafür, dast Deutschland die irn Vertrag vorgesehenen Verpflichtungen er­füllt hat. so kann Frankreich nach den geschicht­lichen Ereignissen von Locarno und Genf nicht mit der .bedrohten Sicherheit" kommen. Um so weniger, als Frankreich enlschloslen ist. seine Oft grenze mit einem unüberfteigban n Panzer­gürtel zu umgeben, hinter dem das fraiurMdje Voll gewappnet und gerüstet steht Die deut- sche Grenze aber ist offen. Die Räumung»- frage wird nicht von der Tagesordnung ver- schwinden, bis die Franzosen, bk Belgier und Engländer aus der zweiten und dritten Zone abgezogen sind.

Vreilscheid undBlum fordern die Räumung.

Pari». 19. April. <WB) Auf dem Bankett de» Kongresse» der Sozialislifchen Parte, in Lyon er­klärte bi utc u. a. der deutsche Reichstagsabgeordnele Breit scheid, die Räumung der Rheinlande- und des Eoargebiels lei unbedingt nolwendig für die endgültige Wiederherstellung des Frieden». Die Besetzung sei eine Anomalie und eine (fk fahr für den Frieden. Die deutsche coxiolbemo- kratie unterstütze die Austenpolitik der deutschen Re­gierung. weil sie wisse, dast Ltresemann den drieben wolle und dast er bie Politik betreibe, fur die die Sozialdemokraten eingetreten sind

Das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen.

Die Landwirtschaft steht neuerdings im Zu- fammenbanq mit den deutsch-polnischen Handels- vertragsverhandl ungen mit den MmbUbungen innerhalb ihrer eigenen berussständifchen Organi­sationen und .hr< r politischen Tertre.ungen wieder einmal Ini Vordergrund des Interesses Besonders in der Krage der Kon^e's onen an die pvlnische Ausfuhr nach Dcutthland bedarf es sachkundiger Prüfung der wirtschastlichen Ver» bdltniUc und der Tragkraft unserer Landwirt­schaft. die schon bei den AanMeocrtragen mit Spanien. Italien und Frankreich In mancher Hin­sicht Klage au führen hatt«^

Im Mittelpunkt der landwirtschaftlichen Or- ganilatümen auf c*ren Erfahrung und Er gebn"e bei allen solchen Zeststellungen iuruck- gegriffen werden muh. stehen die Genoss« n» schaf ten Gerade über fte ist verhältnismast g wenig bekannt, zum Teil deshalb, weil die In» flativnsfahre ihre Betriebe Noch mehr als dte Eaukmännttchen zerrüttet haben. Deshalb mag die Feststellung interessieren, dah die landwiNschaft- lichen GenoOeufchaflen nicht nur der Zahl nach, sondern auch nach ihren llmfätzen durchweg die Borkriegsziffern weit überschritten haben. Einem Dungemittelumsatz im Jahre 1913 von ♦3 345 000 Zentnern steht 1925 ein solcher von 45 445 COO Zentnern gegenüber Einem solchen von 3180CO Zentnern Saatgut etne Zisser von 3370)0 im Jahre 1925. Gegen 25 311 COO Zentnern Brenn­stoffe (Kohlen. Briketts ufw ' sind 1925 31 712 000 bu r er zeichnen. Landwirtschaftliche Maschinen im Werte von 10.7 Mill, von damals stehen heule 24.4 Mill. Getreideumfätzen von 14,6 Mill. Zent­nern solche von 23.3 Mill, gegenüber Die Ge- sammmsätze haben sich von 407 auf 778 Mill.

der durch den .Hriedensvertrag stark verringerten landwirtschaftlichen Zläche Deutfchlands sichtlich erfolg- und ertragSr-ichere: es ist hoffen, dast die .Hindernisse, die unterer voll- ständigen Emanzipierung noch im Wege stehen, mit Hilfe der engen Arbeiisgemcinfcha't der Ge- noffenfchaften überwunden tiKtbcn. Dann ergeben sich von leibst die Möglrch'eiten und Zwangs- läufigfeitcn. die eine handelsvertragliche Siche- rung der landwirtschaftlichen Pro­duktion in weitestem Umfang ermöglichen

C4on Blum erflorte in seiner <! rmiberun. 3n der tlrage der Räumung be= Saorgebiet» und de» Rheinlande» haben wir vollkommen b i r gleichen Ansichten wie die beutsrhen zialdemokraien. denn wir wissen, dast der i1rie>< nicht bergefkUt werden kann, ebne hast hielt beiben schwerwiegenden Fragen geregelt find

Die Ostfestungen.

Mein tlcdft

auf -onstyung brr WilitärlüntroUr»

Eigener Drahibericht be» .(stiestener Anzrfgers*.

Berlin. 20. April D.e Rachrrchten aus Paria über neue alliierte Kontrvllsvid. r unaen in der .jröge der Schleifung gew Ner deutscher Befestigungsanlagen an der deutichen Ostgrenze haben auch in der englischen OesfeniNchkeit be­sondere Ikacbtung gesunden, lieber die Haltung der englischen Regierung in biefft Angelcgenhe t verlautet bisher nichts, und die Breffeäus.crungen sind wohl lediglich als private Rie.nung5w,eder- gäbe anzufehen. So auch der Vortchlag des .Daily Telegraph", der dahin geht, tast nach vollent-eier Schleifung eilt endgültige I n- s p e k t i o n durch die alliierten M.litärsachvei - ständigen in Berlin vorgenommen werden soll Auch dieser Bor'chlag ist. toie schon setzt beton! werden must, für Deutschland völlig unan nehmbar da er ebenso wie bU von fron Aöfifdxr Seite propagierte laufende Kontrolle den Genfer Abmachungen über die Aufhebung der Militärkontrolle widerspricht. Im übrigen ist zu erwähnen, hast es sich bei der Angelegen- beit keineswegs um einen neuen Kon­flikt handelt Es liest lediglich eine Mei nungsverschiedenveit ztoifchen Deutsch land und den Weltmächten vor. die leicht im öiplomatifdxn Verkehr beseitigt werden kamt Rach dem deutschen Standpunkt steh! den Mill- tärfachverständigen der Alliierten, die m Berlin den diplomatischen Vertretungen zugetellt worden sind, keinerlei Inspektionsrecht in irgendwelcher Form au. da ein solches weiter nichts als eine Fortsetzung der Mill- tärtontrollc in Deutschland in anderer Jorm be­deuten würbe und auch besonders hätte statuiert werden müllen

Ein französisches Krieqsqerichis» urteil.

Berlin. 20. April (privattelegramm f va» französische Kriegsgericht in Mainz verurteilte den ftaulmann Schmiedel ju 150 TNark (ftrlbflmfe ober 30 lagen Sesängni». weil er In Höchst a. 711 zur (Delbfammlung für einen Denkmai»sonb» zur Errichtung eine» (ftefallenenbenf- mal» be» Mainzer Infanterie-Regiment» 87 auf- gefordert hotte

GietzeimAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

ünttf ewb Pcrlcg Vrihi'sche UeixxrftläH Bedf- i«d Steutbntdtrei H. £anqe tu 6iefceü. Schnfkieirmig stst- ^eschäftritelle: Zchulftta^e 7

anaenommen. Sin weiterer i len an der 1-----------

die perfönNchen Lehr- I im erften jeil rur erledigt erklärt und un »wenen