Ser Reichstag beschließt die Lohnsieuersenkung.
Berlin. 13. Dez. IDDI.) Auf ber Xag«»- ordnung steht die erst« Beratung bei Kriegs- schäbenschluhgefetzes Bus Vorschlag de» Präsidenten Löb« wird di« Dorlag« de» 22 Ausschuh für Enkichädigungsi ragen über- wiesen. Präsident Löhe erklärt da;u: Bus der schnellen Erledigung der ersten Lesung bür- sen die seit Jahren wartenden Geschädigten nicht -twa den Schluh ziehen, dah der Reichstag i»- teresselv» ihren Forderungen gegenüberständ«. 3m Gegenteil, btt Reichstag wollte vermeiden, diesem dringenden Grfetzenrwurs vor den Deitz- nacht- eriea noch Gchwier.gkelten zu bere.ten. Der 22 Ausschuh wird noch vor dem Wieberzusam- mentr tt de» Plenum» die 2rbett aufnehmen. 2lle Parteien sind einig darin, bah diese» Ge- setz unbedingt noch von dtesemReich»- tag erledigt werden muh. (Beisall.)
3» folgt die zweite Beratung de» Gesetzentwürfe» über
die ötnfung der Lohnsteuer.
Lach dem Ausschuhbeschluh soll der Lohnsteuer- betrag um 15 ürozent gekürzt werden, jedoch um nicht mehr al» 2 Mark pro Monat. 2luher- dem soll der abzugsfähtge Betrog sür Sonber- leistungen. Versicherungen, Sterbegeld ulw. sür den Steuerpflichtigen von 480 Mart auf 600 Mark und für die Ehesrau und jede» Kind von ICO Mark aus 250 Mark erhöht werden Eine weitere Senkung der Steuer soll eintreten, wenn da» jährlich« 2u kommen au» der Lohnsteuer 13C0 Mill. Mark übersteigt Von der Deutschen Volk»partet ist ein Antrag auf Herstellung der Regierungsvorlage eingegangen, wonach der Lohnsleuerfatz von 10 aus 9 bzw. 9.5 Prozent ermähig« werden soll.
Abg Keil sSoz.) nennt die Ausschuhoorfaa« «in Vecleg«7ih«it»produkt. Au» taktischen nicht au» sachlichen Erwägungen sei die Ausschub- vorlage zuslandegekommen, mit der man den solschen Eindruck machen wolle, al» wär« damit di« lex-Brüning erfüllt TDtbet di« Ausschuh- vorlag«. noch di« ursprüngliche Rcgierungsvor- läge entspricht dem Gesetz. Wir halten an unserem Antrag aus Aeraufsetzung de» steuerlrelen Sristenzmlnimums fefL Er ist die einzig mögliche Erfüllung der lex» Brünlng
Abg. Dr. Brüning (Zentr) gibt zu. dah die Formulierung der Ausschuhvorlagc nicht dem Wortlaut der lex-Brüning entsprech«. Aber der Fweck diese» Gesetze» werde durch den Aus- schuhantrag genau so erreicht, wie durch ein« Hcraujsetzung de» steuerfreien Einkommen» E» werte damit auch die Wirkung der Regierungs- vorloge vermieden, die die hohen Einkommen begünstige. Die Ausschuhoorlage komm« gerade der Mass« der quäl meierten Ar-
Au» tiefem Grund« werde die WrNscha'--Partei tU Vorlage ablehnen.
Abg. Dr Stroth mann <Dn.> bedauert, dah den kinderreich«» Familien nicht gröber« Erleichterungen gewährt werden konnten.
Der vvlksparteittche Antrag auf Lockerung de» vteuertarife» wird in namentlicher Abfnm- mung mit 298 gegen 51 Stimmen bei vier Enthaltungen obgelehnt. Dasür stimmten auch die Demokraten. Der vokksporl etliche Antrag auf Einführung der Veranlagung noch dem dreijährigen Durchschnitt wird gleichfall» obgelehnt mit 218 gegen 133 Stimmen bei drei Enthaltun- gen. Vach Ablehnung aller weiteren QUn.'erung*» anträgen wird in der Schluftabskinnnu! g di« Aus- schuhvorlage mit 193 gegen 16! Stimmen bei zwei Enthaltungen angenommen. Dagegen haben die Sozialdemokraten, Kommunisten (roten und die Wirtschaftspartei gestimmt. Angenommen wird auch die Ausfchustentschliehung. Die die Einsetzung eine» besonderen Ausschuste» verlangt. der die Frage der Veranlarung nach dem dreijährigen Durchschnitt prü en soll.
Aach 16 Uhr entlädt Pr^sidrnt Lobe die Abgeordneten in die Weihnacht» erfen, indem er ihnen srvhe Weihnachten und frohe» Reufahr wünscht.
Das Manifest des Iungdeuischen Ordens.
Berlin, 18. Dez. lWB.i Heute nachmittag fand hier da» Reichskapilel de» 3una- deutschen Orden» in Anwesenheit von zahlreichen jungdeutschen Führern au» allen Teilen de» Reiches statt. Der Hochmeister de» Orden». Arthur M a h r a u n. gab ba» jungdeutsche Manifest bekannt. In dem e» hrfht:
Die heutig« Herrschaft von Kaste und Geld im Staate sei di« natürliche Folge der Gliederung nach Parteien. Die wahren Herren im Parteiwesen seien die Besitzer der Geld- und Machtmittel geworden, die zur Durchführung der Wahlaktion notwendig seien. Die Rückkehr zu einer krastvollen Volks- gemeinschast. wie sie der jungdeullche Orden erstrebe, vedinge eine Aenderung der Struktur de» Staate». Rotwendig sei eine organische Gliederung de» Volke» aufderGrunbloge der Rachbarschast eine» von dem einzelnen Staatsbürger au» überblickbarrn kleinen Dahl-
treitei. Da» Manifest fordert gemeinde- oder stadlbezirksweise Zusammen, safsung der Staatsbürger zu pcliti'chen Einheiten, Zufammenlafung dieser Grund- zrllen zu einer gröherrn Gern .
den Krers oder die Stadt. .-»lammen, fo'sung Dieser Bezirke tu größere» politischen Einheiten unter Berück'ichtiquug der Ctamrr «»eigene tt Rach dem gleichen, gehe.^en. direkten und allgemeinen W^hllvstem solle di. öffentliche Rochbarscha't die besten unter gleiche» zum Führer der politische» Gemei»scha ten wählen di« Führer der Aochbarfchofte» ten» die Führer bei Bezirk», d e'e wiederum Den nächsthöheren Führer und schliehlich d.« Stamme» ührer den Reichsiührer. Der Re.chs- fübrer werde in der Klausur der Stamme»- führer aus Leben»,eit gewählt. Die ent- scheidende Instanz im Staat« sei da» au» den Stammes'ührrr» gebildete R e i ch s k a v i t e l. Den Im Volk« w.rkenden w rrscha tiichen und kulturellen Gegensätzen solle durch bi« Einrichtung von Kammern Rechnung getragen werde», di« al» Fachkammern im Aulam-
r.rken mit dem Staate Sonder'rag
lösen hätten. Der Iungdeutsche Orden arbeite im Einvernehmen mit allen politischen Krüsten di« sich der Bollsstaalbewegung ange'chlok'rt hätten. auf di« Volksabstimmung hin. Komme e» nicht dazu, dah Parteien oder Pa.tei gruppen oder gar Regierungen di« Reform de» Staate» aus parlamentarischem Wege mit unterstützten, dann sei die Dahlenrhaltung da» schärfste Kampsmittel.
Sin Programm der Heichsregierunq für die Länderkonferenz.
Berlin, 18. Dez. Der preusstsch« Ttinifterprä» ttbent, Dr. Braun, hat gestern in einer Landtaqs- rette die Berliner Januarkonserenz der Ministervrä- Httenten «rwühnl. Er hat gemeint die vorgesehene Berliner v)ufomnwnfunft werde lediglich i n - formatorischen Charakter trogen. Wie die Blätter dazu erfahren, wird von der fReidyeregie* rung damit gerechnet, dah e$ nicht nur bei einem allgemeinen (Kfantenauetaufd) bleiben wird, sondern dah die Konferenz wenigsten» in den Fragen der Be r rnn l tu n g • re , o r m und der eruxmL-fr ten notwendigen Zusammenardett zwischen Reich und Ländern zu festen positiven ikr- ge b n i s s « n gelangen wird. Bon der Reicheregierung sei ein Programm ansaearbeitci. da' die Gkunttlaae der Debatte bilden und praktische Ergebnisse Doroereiten soll.
Oer Schiedsspruch in der Großeisenindusirie abgelehni.
beiter zugute.
Die Erhöhung der Maximalarenze de« Steuer- auffommene aus 1J00 Millionen Reichsmark ist zwar eine Benderung de« Gesetze«. Aber auf die fcraberung haben gerade diejenigen Cänber- rtglrrungen hlngewlrkl, In denen Soilalbemo- fralen und Demokraten die Mehrheit haben. Hamburg hat sich überhaupt gegen die Senkung der Lohnsteuer ausgesprochen.
Order wühle, dah zur Deckung de« Beamtenbesoldungsreform der Ertrag der Lohnsteuer verwendet werden muh. Wer also unter allen Umständen di« weitere Senkung der Lohnsteuer wollte, tote di« Sozialdemokraten, der durste nicht für die Besoldung»vorlag« stimmen. Die vesoldungserhöbung wird auch ein höhere» Lohnsteueraufkommen zur Folge haben. Die 100 Mill., um die also jetzt di« Rlari mal grenze erhöht werben soll, wird also nicht allein von den Arbeitern aufgebracht werden. Durch die AuSlchust wringe wirb da» Lohnfteuer- aufkommen um mehr al» 180 Mill, gesenkt
Abg Keinath <D. B.i erklärt, der Volk»- botlcl sei die ursprüngliche Regierungsvorlage sviiipathlfcher al» der Ausschuybefchlust. Die Volkspartei wiederhole den Im Ausschuf) abgelebten Antrag, der eine Auflockerung de » etcucrtarlfe» verlangt. Da» liege istcht nut im Onieresse der Steuerzahler, sonde rn auch Im sl»kalischen Interesse Die Dolk»partel beantrage weiter die Erhebung der Lohnsteuer nach den dreijährigen Durchschnitt. Weiter beantragt die Frakilon die Aushebung der Kapitalertragssteuer nicht nur für die Ausland», sondern auch sür die Inlandanleihen.
Aba. S chn e i d e r - Berlin (Dem.) meint, der Widerstand der Länder hätte die Reichsregierung nicht daran hindern dürfen, das Gesetz von 1925 dennoch durchzusetzen. Die stnan- Alelle Auseinandersetzung mit den Ländern müsse tm Finanzausgleich erledigt werden. Sie dürfe nicht del jedem einzelnen Steuer- Iesetz Im Reichsrat vorgenommen werden. Die emokraten beantragten, bei der Lohnsteuer einen Betrag von 1440 Mark jährlich vom Steuerabzug frtUulaHen. Der ste te freie B.trag für Frauen und Kinder soll'e erhöht und der Steuersatz von 10 auf 9 Prozent ermäßigt werden.
Aeichsfinanzminister Dr. Köhler
erllärl. e» sei nicht axibr, dast er den Ländern versprochen Hude, die Le»-B üning würde nicht durchaeführl we den. Richtig ist, erflärt der 711111111 er. dah ich deki Ländern getagt habe, sic würden auch im neuen Steuer|ahre erhöhte OteuerübertoeUungen erhallen. Das bezog sich aber auf das Gesamt- aufkommen aus den Steuern. Mit Rücksicht auf die Besoldungserhöduna war ich be .echt »gl, die Höchstgrenze der Lohnsteuer um 100 Millionen zu erhöhen. Mik den 78 Prozent Anteil von den 1SS Millionen könnten die Länder und Gemeinden doch nicht di« Kosten der Besoldungs- re’onn decken. Bon einer unsozialen Gestaltung kann bei dem Auslchustantrag keine Rede sein. Der demokratische Antrag würde einen Steuer- aussall von einer halben Milliarde bewirken. Die Einführung de« dreijährigen Durch'chnltts für die Einkommensteuer ist erwägenswert Aber wir können tm gegenwärtigen Augenblick ein solche» Srpetiment nicht machen. Di« Reichsregierung stimmt aber der Ausfchuh- entfchiiestung zu. die zur Prüfung dieser Frage die Einsetzung eine» Ausfch sie» wünscht
Abg. Drewitz , Wtrtlch. 7?g führt aus. die Länder und Gemeinden würden die aröhten Schwierlakelten haben, um die Mehrkosten zu decken die ihnen aus der Defoldunasrr'orm er- wachsen. Denn in diesem Augenblick noch di« Einnahmen au» der Lohnsteuer vermindert wer- den. dann seien weitere Erhöhungen der jetzt 'chon unerträglich hohen Realsteuern unverrneidnch
Kein einheitlicher Beschluß der Arbeitnehmer.
Mülheim Ruhr), 18. Dez. (WB.) Hier sand ein« von 100 Delegierten aus dem rheinisch- weftsälischen Industriegebiet besuchte Konferenz des christlichen Metallarbelter- verbande» statt, um »um Schiedsspruch für die Grvheiseninduftrie Stellung zu nehmen. Rach Eniaegennahme der Berichte der Veroandsunier- bändler beschloh man di« Ablehnuna des Lohnschi«dsspruch«s. dagegen wurde der Schiedsspruch über die Arbeitszeit angenommen. Welter beschloh die Bezirkskonserenz. die M 11 w I r k u n a der Gewerkscho'len bei Prü- fung der Anträge Der Industrie zu beantragen. Es handelt sich dabei um die Mitwirkung bei Prüsung von Anträgen auf Hinausschiebung des Inkrafttretens der Verordnung vom 10. Juli 1927 und zur Neberwachung der Inangrlfsnahme und de» Fortgang» der von diesen Werken an- gezetaten Umbauten.
Ein anderer Beschluh der Bezirkskonserrnz sordert die Mitwirkung der Dcw rkfchasten bei Unlerfuchungen über bi: Rentabilität der Werke, wobei sich die Konferenz aus da» v rbildliche Abkommen der Groheifenindustri' England» stützt, wo Gewerklchaslen und Ar >«itg?berv rband, jede für sich und unabhängig, vereidigte Buchprüfer unterhalten, die gern.infam Unt r uchung n über die Werke vornehmen.
Die Delegl-r en b*r frei organisierten Hütten- und Metallarbeiter versammelten sich im städi lchen Siatbau in Elfen, um ebenfall» zu den Schi dsfprüch n St llung zu nehmen. Rach Entgeg nnahm« b*r B richt ' und äuherst lebhafter AuStprache wurd? beschlossen, den Arbeilszeitschi cd sspruch alö v l tg unbefriedigend a dz u lehn en. Sb ns 11» könw der Lohnschi«d»spruch die Arbeiter bei weitem nicht befriedig n.
Die Stellungnahme der Arbeitgeber.
Düsseldorf. 18. Dez. lWolfs) Die Arbeit gebe r haben die beiden Sch edSsprüche über Lohn- und Arb«lt»zeitsraaen In der Groh- eifeninbuftrie a b g e l « h n t. In der umfang- reichen Begründung wird unter anderem da auf hingewiesen, dah in dem Teil des Sch «d»lvruch.-. Der bl« Arb«it»zeit regelt, die RöhrengiehTreien und HochSsen-Gtehereien nicht berückficht gt feien Es f«l unmöglich, in dielen Betrieben in der dreimal Achtstundenfchicht zu acheiten. da fönst ein erheblicher Prvduktiousaua all au befürchten fei Slnngemäh müsse für dle'e Betriebe die S' ich« R«geiuna eingeführt werden wie für die mmer- und Prrstwerke und bi« entsprechende» 2 lz werfe
Als besonder» schwerwiegend liebt die Be» endung den Dell de» Schteds vruches an. in i den zur Zei' noch in zweigeteilter Schrcht arbeitenden Hochoienarbe'.kern und den Arbeitern der angelchtottenen Reparat». Werkstätten ab 1. Juni 1928 eine Verkürzung der Arbeitszeit von 00 auf 57 Stunden «.igebilligt wirb. Bon dieser Regelung würden 12 CW A.bei.er erfahr sie lei nur durchküh.bar. wenn eine entsprechende Zahl von Stellvertreter zur Einstellung gelange Weiterhin geht die B grändung auf Die durch den Schiedsspruch vo genommene Gr- Höhung der Vohnzufchläge sür Mehrarbeit von 12' . auf 25 Prozent «in. Die Arbeitgeber eit« habe, um etn Entgegenkommer. |u zeigen f re willig eine ErhShu auf 15 Prozent an geboten sie mülle darum nach dem ganzen Gang der Verhandlungen Über stürzt 'ein Die Begründung lehnt vor allein bi« allgemeine Lohnerhöhung grunbtätzllch ab.
E» sei in ausführlichen Darlegungen bewiesen worden, dah bet Durchschnittsverdienst der Hüt- tenarbettet durchaus angemeffen und gut sei. Der Durchschnittsverdienst liege oetspielsweife für die Hüttenarbeiter der Bereinigten Stahlwerke Im Oktober auf 90,8 Pfennig di« Stund«. Die Arbeitgeber feien der begründeten Auffassung, dah ein solcher Verdienst den Ieitumstanden angemessen ist und der Arbeiterschaft eine gute Lebenshaltuna ermöglicht. Die dauernden Oobnerhöhungen. Me von den Schlichkungsaus- f (hülfen obnt Rücksicht auf di« wirtschaftlich« Lag« bewilligt werden, brächten grob« Gefahren für di« Grfamtwirtschaft mit sich und seien mir dazu angetan, eine Teuerung heraulzube- fchwören. Auch In den arohen Stapelartikeln der Eisenerzeugung könne heute von angemeslenem Ver? lenst keine Rede fein. Die E » portsählg- ke11 sowohl der elfen schaffen den wie her eisenverarbeitenden Industrie, deren mihllch« Lage auch von den Gewerkschaften anerkannt worden sei. werde bei Bestehenblnben de» Spruches weiter verringert Auch In der Frage be» Lohnausgleiche» gehe der Schlichter weit über da» hinaus, wa» von Arbeitgeber- feite al» annehmbar bezetchnet werden könne. Die Arbeitgeber seien der Meinung gewesen, dah sie etwa ein Drittel tiefe» Lohnausgleiches zu ihren Lasten nehmen Bnnten. während Die beiden letzten Deittel die Arhe.tnehmer tragen sollten, die. wie der Sch edsspruch leibst feststellt, einen ze tweifen Ausfall an Verdienst für bi« verkürzte Arbe.t^elt auf sich nehmen müsse». Statt Men billige aber der Schiedsspruch den Arbeitern «Inen Lohnausgleich au, der di« Werke erheblich über d.e nur bedingten w rtfcho tl.chen Vort.Ue h neu» belastet, di« die Werke durch Sonntag »arbeit erzielen können. Au» allen die en Gründen fö.imen bl« beiden Schiedssprüche nur abg « lehnt werden.
Aus aller Welt.
Chn amerikanisches ll Boot mit 45 Mann Dcsahung gesm fen. Droelnceloron, II. vez. (Wolff.) Da« amr- rikonische Unterseeboot WS 4 wurde heute aus der Nahe oon Ivoodend oonetnemIerjtorerae rammt und ging unter von der au« vier Offiziere» und 35 Wann bestchende» vesatzuna konnte niemand gerettet werden. Der Zerstörer reai gerade im Begriff, in den baten einzufahre», al« da« Untersee boot i»l. ijl.di vor Ihm emportau*!; Da er seine Fahrtrichtung nicht m.hr ändern konnte, stlehen die Schisse ,uiomrnen Der Zerstör er er rc chte den Hasen mit Wasser im anderen Schiss»- raum. Da« Schiff weist schwere vtschädlgunaen auf Sein Vorderteil ist eingedrückt. Wie di« Beladung erklärt, fuhr der 3erf13ret mit Volldampf durch schwere See, al« plötzlich um 3J7 Uhr ein Unterseeboot io kurzer 6nlfrtnong vor seinem Bag auftauchte Die rasende Jährt der „DauINna* zu lammen mit dem hohen Sreaang machte elnle«- welchen unmöglich Bevor noch ei» enlfpre- chender Befehl «»«geführt werden konnte, erfolgte bereit« die ÄoUifion. und da« Unlerfeeboet fünf augenblicklich, ohne dah der Zerstörer legendn-c'che Kettnnqvaktlov nntervehmen konnte
Auf die JTlrlbung von der Katastrophe liefe» sämtliche verfüqk^ren täftro’ahrieea ,i- zweier vlarinefnchboote sowie die Kutter der Küstenwachen aus. um dl« Suche »ach dem qdynfmen Unt-rktboot auszunehene». heute bei I gewrbrud} gelang e« «lärm stüstenwachkuNer mit einem Arttu- anf^r In einer De*t von 30 IHrter» rin Ottfefl test znstellen. br* astem Anschein nach da» Gesuchte Boot IH )vr Irft find bereite «ff Taucher ae der Erbest Jüan tzostt. das Boot In oertzältnismstzig kurzer Fest heben -,u können. Die Blarwebehöed«. der das gt ‘•eboot u ‘
Bldrt»eW»ar1rmmL dach die etWmte Brfadnna W*
Bootes al» verloren j» betrachten tIL Die _S C hatte eine elat-mächlge Vewannvna von »5 O4Ijtew» und Manuicha le». Fne Zeit der lata trowbe waren jedoch, wie lestgx.lestt werde» foexte, nur 4 5 Kana an B o r tt. 71*4) einem fputemi Innkspench wurde das IRarinettewrtemmi denacheichitgt. dach Toncher lest stell len. sich i» dem lorp-doennm des Unter
'.••cootf - _S 4 sech« Bla»» am Cette» tt«- fielt«. In da« letedeettoot wurde C ■ 11 gepumpt n»d jwischen den Taucher» »nh den eie- r'chiostenen Lenten durch Klopfzeichen v e r ß s « - igvng HergestestI. Liv zur Untersuchung her- unterge'astener Taucher er,»btt. da« In da« Unter- fee boot grftoch-ne koch sei «nschn. al« do« vor ,wtl Jahren oon der .Clio o| Born' gerammten Unter fee boot S 51. Da» Cnf befinde stch rnlNschl's« an de« Steuerbord feite Unterhalb de» Ko mmado türme».
vberprästdent nengsteuberg t.
3n Tieobaden ist Otterpriflbent a D Dr. tt. a. Tilhrfm ftenghenberg im Älter von 74 Jahren gestorben. ftenaftenberfl wurde 18L3 in Brandenburg geboren. 1878 fern er alt Referendar rod) vsteo- daden. oon wo er an bat Lummergtnch« mrsegß wurde. 1881 trat Hengstenberg In den Berrvaltung»- t her und wurde 1901. nachdem er k tr Coulbab" tzurchgeinacht hatte, Regierung Präsiden? von Wiesbaden. 1905 Unterftootilefretdr und 1907 Dbrrprölideni der Provinz Helsen-Kostan mit 64» in Kassel. Kocks seinem lleberttltt in den Ku bestand nehm er mit feiner Gattin den Ruhesitz in S«erhoben.
General «on Baffem f.
In Wiesbaden ent'chllrf Im 89. Leber»,ahr ein bekannter bewähntr General der alle» Arme«, Gcn-ral btt Kavallerie a. D. Robert von ww. i te » utc test ehemaligen 1. Branben- buegischen Dragon er-Regiments Rr. 2. Rstter bet Schwarzen Abtrrvrdens eil der K tte Der Verstorben«, bet am 26. März 1839 tu Gumbinnen geboren war, lebte feit etwa 18 Jahren im Ruhestände unb hat sich in drei Kriegen ausgezeichnet.
Scheutzlicht» Verbreche» i» sali!ar»ten
Die elfjährig« Tochter «Ines Bank- kafslerers war von einem unbekannten Man» geraubt worden, der telephonlfch et» L 8 f «- gelb von 1500 Dollar verfangt« Als der Bäte« sich mit dem Geld« an dem bezeichnete» Ort« elnfanb. erschien ein Automobil mit einem maskierten Mann, der das Geld In Gmptang nah«, den Körper des ermordete» Mädchens hinauswarl und bavonluhr.
vier Automobilisten «erbten■£
Ein schweres Automodllung ück ete gnete stch in der Räbe von Paris, wo «in Pr vatwage» mit einem Skrastenbahnwagen zusammenstlest. Durch eine G rplof ion d-s Benz nbehälters geriet der Wagen sofort tn Brand Die beide» Unfällen konnten nur als völlig verkohlte Leichen geborgen werden. — Ein ähnlicher Unglücks all ereignete sich vor Reims Hier st'eh rin ins Schleudern geratener Dag:n geg.-n einen Baurn Auch In diesem Falle «iplodierte der Benzin- hehältcr. Ein Hot.ldesitzer unb feine Begleiterin verbrannten bis zur Unlenntlkbfrt
herzlicher Empfang der „Imbm* I» Sao Paule.
Eine 100 Mann ftarfe Abordnung be» gegenwärtig in Santos liegen den Schulkreuze.s .Emden" stattete der Stadt Sao Paulo «inen »wriiägiaen Betuch ab. wo fl« Gegenstand lebhafter Kundgebungen war Der Kommandant De» Kreuzers wurde von den Behörden herzlich willkommen ge hei den Auch der Empfang bei dem deutschen Generalkonsul stand unter dem Zeichen deutsch-brasilianischer Herzllchseri.
Vie Wetterlage.
in o ' o 7 o
«Mviagc.
Die käU« hot i »er ganz Teut'ch and etwa» ob- genommen. 8ud) Im Laus« de» g«|:; .g<n läge» und (Kuh Dornnttog kam e» lu oerbr#i!.ir? Schneefälle» ?;♦ nordeuropsiich« Hoch, tteflen darometrische» Masimum über Stonö.naoirn hegt, hat sei»« Log« nur oenig verändert, zeigt ober allgemein vddau Im Südweste» jedoch Mherl stch dem Monti»«»i eine neue» Truckkallgebiet, da» eine weitere Vd- schwäcktung te» grosle» bringen dürfte Setter« Zchneesolle trete» Zunächst nur stellenweise auf.
Setter «orau»|oge für Dienstag: 1Ä« st woltttz. Frost, vereinzelt Kchneesäll«.
Sille rung»au»stchten für Mittwoch 2m wefeatlichen keine lenberueg.
Lufttemperaturen am 18. Dezember mittag« miitu» 74 Grad Eelstu«» abend» minu« M Grad deir«u«; am 19 Degrinber: morrrn» miau« 74 Grad Lelstu» Zstarfmum mmu« 1j) Grad llelfiu«, Minte -num minu» 11.9 Grab drlfhj» — drUemperohere« i» 10 Zentimeter I de am 18 Dezember abend« minu« Ojt Grad Lelstu«, am 19 Dezember morgen« minu» 07 Grad Letstu» — Schneedecke: s 3tnti»w.
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