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Samstag, 19. November i92Z

177. Jahrgang

Nr. rri Erster Blatt

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Die brennend die ßöfung dieser Fr^ge für Italien ift. zeigt der franzöf, fch - j u g o . slawische B ü n d n is-D e r t ra g den Tia- rinkvwirfch in diesen Tagen von Paris mit nach Kaute genommen hat. Das zeigt aber auch das

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Echo der Diener Festtage in Belgrad. Die ser- di'.che Presse ift nicht immer so freundlich oder wenigs: ms zurückhaltend gewesen, wenn Deutsch­land und Oesterreich ihre Zusammengehörigkeit betonten. Ader heute, wo ter grohlerbi'che Staat im Innern auf Schritt und Tritt die Gegenlähe der tn ihm vereinigten Stämme fühlt, wo sich etner Konsolidierung Schwierigbeilen entgegen- stellen, die sich aus den widerstrebenden Ten­denzen tcli!i'dxT. wirtschaftlicher und konfeUio- neller Hatur der einzelnen Landeste-.le ergeben, wo schließlich die DiNschast unter gigantt'chen AüftungSautzaben nicht minder, tote unter der pcliii'chin Unsicherheit im Südoften zu Boden gedrückt wird, in diesem Südslotoien herrscht boxte her Alpdruck übermächtiger Koalitionen. Aufalmend achtet man in Bel­grad au« sede Lücke tm »eh der Gegner und b^grüft etn «reundschostliches Verhältnis zum deutschen Voll, das man vor noch r.cht langer 3dt glaubte als quantik osxlige^ble behandeln unb durch Schikanierung der deutschen Winder- herten brüskieren zu können. Mu Südslawien haben totr edt vor wenigen Wochen einen K a n- delsvertrag abaetchtofsen. der beiden Wirt- «chasten zum Vorteil gereichen wird und manche Streitfrage aus dem Dege geräumt hat. bte bislang iwi'chen beiden Machten »and. Das beute n>ch das beiderseitige Verhältnis trübt, ist die Politik die man in Belgrad gegenüber den deutschen Minderheiten beliebt^ Buch hier wte in Südtirol ringen die Deutschen um eine Kulturau'.onomie. di« ihnen das Staatsvolk beharrlich vertagt, obwohl gerade die Südflawen aus den Erfahrungen, die ihre slowenttchen Stam-

sem. Dewis, wirb e, noch in ollen Kochsolgestoattn legttimistische Kreise geben, dir den Tlun elntr Erneuerung der Donaumonarchie unter Habsburgischem Zspier immer noch nicht zu den Hftrn gelegt Haden, «der chm dürste heute nur mehr histonsch« Bedeutung zukommen Nicht viel mehr bedeutet der Gedanke eine» loseren Zu- iammemchlusses der Nachfolgestaaten auf wirt- ichostlicher vasi» durch Aollunlon und andere Hondelserleichterungen. der aus dies« Weise ohne kwotsrechtlichrn Aul^mmenschlutz die Gdahr. die ton ein«m lebensunsäh'gen und daher dem B^I'che wtsmus ossenstehenden Rumps-O?st«rreick den glück­licheren Nachfolgestaaten droht, cbwenden wollte.

6o haben bk Segner der Anschluhide« ihr tm Grunde kein« praktisch durchführbaren Degenvor- ,'chlöge mehr entgegenzustellen. Der Anschluß marschiert, do» weih tn« Pariser und Kroger Press« genau, wenn auch in Bien Hel dem ersuch der veutlchen Däst« kein Bort do ruber verloren

In den Beden, bi« der deutsche Reichs - karvzler mit dem Bundeskanzler Dr S.'4*1 au»- lauschte schwang ein Ton h<r-l <ber /jt«unb* 'chost unb engsten AusonnmngehLrigkntSge^übls nnt der bei offiziellen Detrühungsagten nicht immer üblich ift. Derrn Dr. Setpe :. von dem man nicht immer Hd>er war. doh er ein über­zeugter Bnschluhfreund ift. in seinem Tritüspruch txn ..unserem Volk tn Deutschland und in Oefterreich fr-rach. Io ift bai bfl» Be-

ferrntrrii zur deut'ch-öherretch'schen Doll-mnheit, das bisher txm einer amtlichen öfterreich i*chen Stelle ausgegangen ift. und da» an Bedeutung durch die Selbftverftänvlichkeitnur gc-

deuksche Banfnotm der deutschen Bo(T»»kl- schast Kredit und Kapitol tur Dersüguug Nellen. 6» würde da» ,» einer Jnslation sübren. die sich in einer nnerhbrku Si<igrruna non preisen unb cihnen oaedrücken müfjlr.

Die Möglichkeit, produktive» Kapital tm «kge bet ?l.i»l<md-.'rnchutbung noch veutichiond dereinzu- bringen, ist ein« sehr b e a r e n xt e. Bon rund Mtlltarden Nm. langfristiger Susiondanieihen.

die bisher ausaenonnnen worden sind, entfallen

Eigene oder geborgte Wähmng?

Der Veichsbankprasident über die Gefahren der deutschen Auslandverschuldunq.

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Keche der grundiölllichen österreichischen Ausarmnenschtusies dob m-chmetzen faden, io bkiben wenn nxr von Polen ato »eben, do» vorläufig immer noch grund atzlich^ 'ich ollem und febrm entgegenstemmt, was «mer Stär­kung Deutschlands bienen könnte tu nunbeft zwei unversöhnliche rinde der Ln'ck-iu'chewkgung: die Dschechosiovakei und ihr mutiger Bun- desgenosse. bw französische Republik. Der Traum einer Donaukonsöder otion. xn Ponzer Polinker vom cdjlox Toinrarts als ®e> genzug gegen bi« demiche Än cbi ftbewegung lebhort degwntigkn. icheirtt heut« ertdoüi: o ausgeträumt zu

Der Besuch, den der deutsche Reichekanzler and Reich»auftenmintster Streseinonn der osirrreichtlchm Regreruna tn Bien cbpeftüliei Hoden, hat der Pa- riftt Prell« unb ihren Trabanten in den osteuropäi­schen Bvsallenftaoten Frankreich» Beronlossung ge- geben, sich mwber einmal auf da« eingcbrndst« mit dem «nschluhprablem ZU E>esasferu Dabei haben weder die Trink,pruch«. di« die beiden Re- aterunasches» au»louschten, noch die «n'prache bi« der beutsche Puhenmlnifkr m der Geiandischafi bo Deuifchen Reiche», also.gleichsam aus eigenem Baden an die venreter der Beltprrlir richtete, l'ch in irgendwelcher ^orm mit der Frage de» Anschlusses brfchosiigt Ia. von beiden beiten wurde geradezu ängstlich oermieden. irgend etwa» auozuspre- chen wo» die Wächter de» Versailler Diklol» al« eine' etwa beabsichtigte vettevuno dc» flrt. 80 die­se» Vertrage» ouelrgen konnten Da» hat man denn | io auch widerwillig in Pari» konstatieren müssen. I mobei »edoch kaum ein Blatt sich enthalten konnte, furchtbare Drohungen gegen die auszustohen. die t» |emal» wogen würden, an eine Aenderung der im Versailler Vertrag unabänderlich irslgrlegten float »rechtlichen Beziehungen »wischen Oesterreich und dem Deutschen Reich auch nur zu denken Von | einer ..Annerion". von einem einsachrn lieber- schlucken der österreichischen Republik durch den gro­ßen deutschen Nachbarstaat wagt man nun heute selbst in Pari» unb Prag nicht mehr zu sprechen, ongestcht» bet entschicben unb einbeutig au»^ pro- djenen BiUene aller ernst zu nehmcnben politischen Kreist Oesterreichs, einmal im arohen Deutschen Reiche auszugehen Ader wie da» Kind, bat- sich im Dunkeln surchtet. |o brüllen Franzosen P o - len unb Tschechen im lauten Choru», unterstützt von römischen Faszisten. bah eine Aenbernng ber mittetenrtipai'rtten Uanbfart«. ole sie bie Weisen von VerfoMe« elnit schusen. ben Beltfr.eben debroh«. bah eine Vereinigung ber de,ben beutschen Lander aus den bewaffneten Blderstand ihrer sämtlichen I Kachdam stohen werde Selbst Ungarn hat man .rsucht. in diese Einheitsfront einzugliedern. Das Burgenland ist extra dazu geschaf'en worden, um einen Aankopsel zwischen die beiden Donau- floaten zu werfen, aber es scheint hoch, batz trotz aller Biberwart'gkeiten Ungarn unb Oesterreich hier iu einem modui vivendi kommen werben.

Auch inItalien sind bi« Stimmen, bie früher besonder» laut unb einträchtig gegen tue Anschlutz- broefimg sich geilend maditm. ruhiger geworben. Musiolmi» outzenpvlilische Aspirationen laufen si» In ganz onberrr Richtung. Der Balkon bie Lew nie .ilorbofrito. bo» sind vornehmliche Ziele itolienislhen 0 rpansion»slreben» unb überall hier finbrl e» bic Fronzo, en ol» die beati *?*

tödlicher Legnerschait e» an ollen flu ten de» Mn I telmerre» rechnen muft Unb bo Italien sich tron allem auhedi<tr.:i üraftmrlettum nicht gut noch ollen Seiten bin die Aussicht auf ein erträgliche- Verhältnis zu seinen Rachdarn verbauen kann wird es wohl ober übel dort auf einen Ausgleich ber Gegensätze du,arbeiten müssen wo bie gering­sten wiberüände ovrhanben sinb. Das »f* V®*,,cl10^ .in seiner Norbgrenze der ttaH Do» traditionell gute verhälini- zu Ungarn, durch ben Krieg unb den Vertut! Fiumes '.eitwc'lig oetrudl ist durch den Besuch de» ungarischen Minislerprofidenien. brs Grasen B« thl en in Rom. ber zum flb <Huh eine» ungarisch-italienischen Bungni.oertrage» sühne, wie- der dergeftelll worden. Da» Entgegenkommen ber römiichen Regierung unb der nach auhen hin de- sonder» herzliche Smpsana. ben ber vngarüche Ko- binrttedKf bei Musiolinl fanb. waren fiiherl dj von bem ftlntergcbanren getragen. Uroam einmal gegen Iugoslowien hen französischen V nbe»ge- nosstn aus dem Balkan, gebrauchen tu tonnen.

Sin älteres Gl e) im franzk-'ifchen Birndnis- fbtan ift die X d» e 4> o f (o to a Je i. Sie matt fetzen, könnte THuffofini mar dann gelingen, toemi er feinen D ^erftanb or-a-n dne B-r^m- tftma Ckftcrrridw m t aeben würbe. Denn die öfterrr>L.fch< R publik tote sk beute ift. bie'et dem Durchenarfch gegii^- keinerlei Diderftand Das zw-nzig- laufend^$lann Hdtfe öfterreich Ich- b-toaffnei un> durch fa«a ÄwjJJJ!»«*«1 einer entnerven-en 2*022

dürfte kaum mflande «en. O oft erreich» wirksam zu Idx^cit Luch Ne latente Ärh« b« öfterreich schen Wirlschifi mody feiner beul gen F-rm zum Sr*cfba.l gelüfte seiner Itikbbar.: Aur cm m't fchen Reich vere-nigtes Oesterreich, di« ^oml b«ü des b«u-fchen V-Nes. ift auch heute noch, trotz der auf» Lufterftr be'ckmtttenen peer?»- ftärk« ein Schun der Alpenketre. Das '»ernt man auch in Bom längft erkannt zu haben und wenn man e» vor der OeffeMlichkeit auch noch nicht wahr haben tvill. fo fvelt dabei neben über­alterten Gefühlsmsmenlen. auf die man immer nod) Rücksicht nehmen zu müssen glaubt wohl die Brennerjrtn*e und di« Bnner on SüdlirvlS errtt yctrnffe Tdeiin Blustol ni sich endlich «tl-

fchlieften könnte, den ertrem-nal-cmaliftitcheT- Be- strebungen innerhalb ber fa'.iftttchen Partei kne auf eine qewaltfame Bertoel'chung ub- tirol» h-mauslaufen. einen ^.cqcI vorzufch e- ben. unb bie se ersichen Versprechungen röm* If>ten bk bk ilafknifche Regierung unb ber Monarch persönlich der. Lüde rvlern gemach! haben, würde das fchc?erfte SSinbem e. da» beute einem guten Berhältn's zwischen dem deutschen Delk und Italien enlge^mfteh«. befe ttgl toerbm.

2L Milliarden Rm. auf bk » s s e n 111 ch t Dono, LS Milliarden aus bk P r i o a l w i r t, cha s I unb eine halbe Milliarde auf sonftig» Anleihen, von der» LL M'Uwrden Rm. Aukondanlelhen her oftrrk- luhen ttoiid entfallen reichlich 900 Millionen Rm. auf da» Reich, knapp 300 Millionen auf ft a o t l i Cb ober kommunal garantiert« an­leiben. wahrend der Rest von rund 1L Milliar­den Rm. annähernd zur chälste auf die Länder und zur chäist« au, bw Kommunen- unb Äommunoloerbänbe entfällt. Von kommu- nalpotihfdxr Seite ift immer nwber betont worden, doh bi# Kommunen nur für wirklich notwen­dige wiNschasftich«. ,oft« nannte produktive Zwecke ihre Auslandonleihen aufnehmen. Ader

Ich stelle hier fest. dasz. wenn bk Städte Ihre » Curu»au»gabrn bzw nicht brlnßllchen Av»gaben unterlassen hätten, man wahr- schrlnllch nicht eine einzige kommvavate Ifu^lanbunkihc hätte ans zunehmen brauche«. Vie seilen» der beulfdycn Kommune« veraus­gabten Summen für Ausgaben nicht rolrtfdyaff- sicher Art ergeben einen tbefamtdelrag. der nicht weit hinter dem ®<famtb«traq pirurfbleiM fflr bk Au»landonleihen. bie bie SMbtr ausge­nommen hoben Sevor wie rodtee kommunale «»♦lanbankiben aufnehmen, mutz dn klare» Gdamlbllb geschaffen werde« Über bie kommu­nalen Finanzen Im Reich Bd einer Jorl- sttzang der bi»hert,en Politik ber «u»ianbver- fchuibuog werben wir. wenn überhaupt, «ichi ohne bie fchwersie Krise irnstanbe sdn. bk be- nSttgten Veolst« anfzubdvgcn.

Durch Sporsamkdr und Haushalten Ift ein übermählges Änwoch'en der Au»lond»v«dchuk düngen zu vermelden. Dee Ddährdung btt Ekld- undDährungspolittk bH 3fnrTa(notmmftitutr< kann btg<unrt werden, wenn alle mafgtblickkn vktllen In Deuk'chiand sich ihrer 'Betont* worlung dewuhl find und zwar nicht nur fie öffentlichen, sondern auch die privolen Stellen war feine Betonnoortung in der .Finanzpolitik privater TvirdchoslSkreise. wZhrend Reichsregierung und Beichsbank ben Strom von Iuslonbsonltih-m abzubremsen wünschten, '.h auf bem Rücken der deutschen Währung lurzsr.hig an das Ausland zu verschulden, »s war keine veraniwonliche ^rnunipol.nk einer Stadtverwaltung, fürviele Millionen un­nötige Dinge zu befchaflen. um im selben Atemzuge zu erklären, man Ibnne kein« Woh­nungen bauen, weil di« R-ichsbanf f'.ch einer Ausland »anleihe widedetz« GJ war 6dne verantworrlich« Finanzpolittk. jurdjübet* fteiflerte 6 ftutrn grobe Fond» lut die öffentliche Hand anzulamtneln. um sie bann in bet Kteditwirttchosl zu verwenden oder in privanoirlschafllichen Ur.l?rnchm«n anzul gvn. E-» war kerne v<tannoor:lich« Finanzpoft-'ir. wenn eine Stadlbonk ihren Anteil an fcLentlvU'n Dekd- ttrn mit der Begründung btanfpruchk. diese chelder der lokalen Wirttchosl ihres T^z-rte» 4ufübten zu müssen, und dann diese Gelder nwiattlang dem Berliner Bbrlenplatz zur Bet- fügung stellte.

unb beurteilt

Wir wissen un» mit bem verantwortlichen Hüter ber brutschen Valuta darin einig, bah man eine Währung nicht künstlich sthasftn kann, fonbem bah jeb« Volkswirtschosl sie sich erarbeiten mutz, ctunbc nicht hinter ber nrugeschafsenen btuljdjen Mart der zäh« Atbdlswlll« eine» 60 Millionen- volke». dann hätten wir wohl heul« schon nicht mehr, trotz aller Kautelen de» Dawesplane», so tabil« Gelbverhältnisse, wir wir sie etstruNchttweilc leit bem Ausgang bes Iahte* 1V23 besitzen. Auch bann stirnn'en wir mit bem Reich*donkprasibenten überrin. datz sich auf laa,e Sicht unsere Wah­rung nur halten lätzt. wenn bie Glelchge- wlchtslag« ber Reich»hau»halt» aus- recht erhalten unb bie deutsche Zahl u n g » - dilanz au»gegllchen wird. Unb endlich ist zuzugeden, bah sowohl hinsichtlich be» hau »hall» im Rcich mit auch in den Landern unb Gtrneinben. mit schiietzlich auch hinsichtlich unstrer Zahlung»- bilanz gewisse Gesahtenrnomenle vorhanben <lnb OStr stehen insoktn etwas in dnet Stats- frik der össentliche« Tkrtodltungcn. als das Be- wuhlfein von der Aotwendigkit alkräustetst«' Sparsamkeit jetzt vielleicht vorhanden ist. aber noch nicht überall zu den notwendige« praktischen Konsequenzen geführt bat. Die Ausgaben der bstenilichen Verwaltungen sind fdt 1*>2I vrn Iaht zu Iahr fl * ft t * fl *" und man kann schon jetzt erkennen, day das Iatzr 1028 in Rdich Ländern unb Gemeinden aller Voraussicht nach tint neue Ausgaben- | Erhöhung von insgesamt mindesten« einer Mil­liarde Mark bringen wirb, toobd die ^ftthrve- laftung von der Aeparalionskit« her noch nicht initqerechnei ist Und dah unsere Zahlungs­bilanz keineswegs ersreulich aussieht. liegt auf ber Hand wenn man bedenkt, dah alldn an langfristigen Anleihen von der dffent- (it-n Hand und der Privaltoirtfchasl zu'ammen 'chätiungsweife 5.5 Milliarden Mark aus dem Ausland heteingenommcn toorden find, die zu­sammen mit der kurzfriftigen Au»landsvertchul- bung schon jevt eine» jährlich« Zins- und Amor- ntotion-rerpflich-ung von 7 bis 900 Millionen Mark für uns bedeuten.

p«r generellen Forderung des Reichsvankprasi- henkn bih die öffentliche chand sich b#i ber Ellina hm« von Aurkandanlefkstn äuhersterZu- ruck Haltung beskihigen soll« können wir in- iolgcbefkn auch biesmal nur uiftinmen. E» fragt ii<b allerbing) ob e» dahin kommen dort, wohin Dr ecbüdrt bk bfkmlidjcn «örperfchaften gern haben möchte: nömüch, datz sie tunlichst über­haupt keine «uslandgeidcr mehr heremneh- men. Datz für nicht unmittelbar produktive Zwecke Devisen \n keiner Form onqdech werden durten. darüber ist ja ,*on bei der Diskussion über bk Reu- odlolning der Beratungsstelle für Auslandanleihen das Rotwendige gesagt worben, unb nur haben bem

Auch ber R e i ch s b o n k o s l de n l D r. Schacht bat sich jetzt in der öffentlichen Diskussion über den Reparation»-Schriftwechsel zu Borte ge- meldet, und da» sogar gleich an zwei verschiedenen Stellen. Seinem Artikel In einer volkewirtschastllchen Zeitschrist ist am Freitag dn Vortrag In Bochum gcsolgl. wobei der Vortrag gewisicrmahen bie notroenbige Ergänzung zu sdnen Dorberpebenben schristlichen Ausführungen barfteDL Die ganze Fragestellung brängt sich bei Herrn Dr Schacht im Grunde dahin zusammen: Besitzen wir eine eigene ober eine geborgte ® ä I) r u na? Dtest Problemstellung ift für ben Reichsbankpräsi- benkn ja auch bas Gegebene, unb e» wirb nur zu prüfen sdn, ob fxrr schacht bie Dinge nickt au» einer elwas ,u einseitigen Perspektive beobachtet

rnesbrüder in dem zu Italien geschlagenen Küstenland Istrien. Görz unb ^radisca gemach: haben, hätten lernen können, wie völki-che Blin- der heilen nicht behandelt werden wollen. Bei den letzten Wahlen zur Belgrader Skuplchtma bat man von dem Terror aeqen die deutsche Be- völleruvg. der frühere Wahlakt« auszcichnde. »war r.idk mehr viel gdpürt. aber von tinen Rech! auf die deutlche Schule und dnrr wirt- schaltlichen Gleichstellung des deutschen Bauern merkt man auch heute noch wenig genug. Bevor SüdNawien sich hier nicht zu dner gründ!eg en- drnAenderung fdner Politik gegenüber Ieinem deutlchen Volk«teil enttchlieftl. wird em freundschaftliches Verhältnis mit dem Deutschen Reich undenkbar Idn. Bei ber durchaus lvvalen Einstellung hfr Deutschen »um serhi'chen Staat unb der hervorragenden Bolle, die gerat-« ihnen im lerbi'chen Wirtlchait« leben zulommt. läge dider Kurswechsel auch durchaus im Dvrtdl

heul« nichts mehr binzuuifügen. Ander«rsdt» be­dingt bl« tiprnortiftc Form btr gemischt- wirtschasllichen Betrieb» i^'rlschast, die wir st, Deutschland nicht erst unter dem flroana be» Kriege» unb ber Instation gezüchSet hoben, bod) unter Umstanden auch eine hinreichend« Versorauna mit fludanDmittrin. bie nidx nur voll»wlrtscho,,lick unb sozinlpoliNsch gerechtfertigt, erscheint, sondern auch vom Slondpunkt der WahrungsslabilUal au» burdytu» tragbar ist.

Wr hätten es für angebracht unb anjomdkm g<hallcn. wenn der ^e.chsdankpräl ident bei seiner ösfenlllchcn Slellungnabme »u dem Aepa- ralions-Schristwechsel sich nicht nur auf eine UntrrffüOung der Darlegung Parker Gilbert» beschränkt Halle. Gerade Herr Schacht wär- der richtige Mann gewesen um bie unzuläng­lichen Auflassungen des ReparaNonsagenKm von ber deutschen Volkwirtschaft, di« «ben tn westlichen Tollen nicht reine Privat- w i r l s ch a s t ift, richiigzuftellen und somit auch den Schiusisvlgerungen Parker Gilberts bte ae- sährfichc Spitze, bk sie gegen die gdamte A- ncrnHgebahrung Deutschland» enthalten, zu neh­men Uno vielleicht hätte Dr. Schacht auch gut daran getan, öffentlich einmal die Frage zu prüfen, ob nicht die Unausgeglichenheit unterer Zohtung»bUanz ein« gan» natürlich« Folge unseres wirlfchostlichen TDle» derauf baus ift. die von selbst verschwinden wird sobald dlder Wiederaufbau cimgermaben abgeschlossen ift und uns dann eine aus­reichende Konkurrenz auf den Weltmärkten ge­staltet. Wenn der Reich»bankprälident zugeben muh, bah der Kapitalbedarf der deutschen De- samlw.nlchast noch keineswegs befdeMot ist unb dah die Sigenersparnisfe des deutschen Beckes ernst weilen noch nicht ausreichen, um ein« hin- lärmliche KapitalVersorgung für unsere Wirt- Ichast sicherzustdken, dann hätte er «s auch ruhig aussprechen fallen, dah BÄr uns gegen­wärtig noch in dner Ue be ra a na » p e ri o de befinden, in der enre wirklich« Prufun-t der ,irag«: ob e.gene oder geborgt« Währung, noch gor nicht möglich ist ÖU wird sich vollgültig überhaupt erst beantworten lassen, wenn der Gesamtumsang unf ertr tionsverpflichtungen endgültig feststeht.

Dr. (Schachts (Sorgen.

tzinc neue Mahnung zur Lparsamfeik an die «ommunalvcrwaltungen.

Bochum. 18. Aov. IWTB) Auf 8m- ladung der rhdn.sih-westsälischen DeNvaituag»' akademie und der vol.'-w rrichastlichen Vereini­gung des rhkin sch-westfätischen Industriegebietes hielt Ae.chsbankpräsidenl Dr. Schacht einen Bor- trag über _8igcne oder geborgte WährungDa­bei führte er u. a. aus:

Eine stable Währung ift auf die Dauer nicht möal.ch ohne eine ausgeglichene VolkSwi rlschas t. D e Bedrohung unserer Zahlungsbilanz ha! der Dawespian nicht au»- räumen können. Die gdamte Ausland ver - schul du ng langfristiger unb kurziristiger Kre­dite kann mit annähernd 10 Milliarden Mark beziffert werden. Unsere gegenüb?rstehenden Auslandsorberungen dursten sich aus einig« Milliarden belaufen. 8s kann nur wenig« Iahr« dauern, dah wir da» Des z»t unserer Zahlungsbilanz jedes Iahr durch Aufnahme von ein paar Milliarden neuer Auslondkrebil« decken.

Vie Reichsbank kann nicht le unbeschränktem Umfange durch Umtausch von Dollar» st.

let isenfleisch IU*-g

ÄM") ollbr»!«11.

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GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gberhefsen

t>m< nb Derlei: Vrühl'sche UetoerfMtpBid)' eeb Steiebriderd & tenge le »ietze». 5chrfft1ett»k- nab GeschLftrUele: ^cht>^atze ».

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