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Dienstag, 19. M1927
177. Jahrgang
Rr. 166 Erstes Matt
Die Krisis in Oesterreich
Das Spiel mit dem Feuer
18. Auli-
Was Wien und was auch die österreichische Regierung hinter sich hat, ist ein Ritt über den Bodensee gewesen. Es hatte nicht Diel gefehlt, dann wäre dieser ganze Staat zusammen- aebrochen unter den Hammerschlagen. die von der sozialistischen Partei gegen ihn geführt worden sind. Die Sozialdemokraten fühlen die moralische Verantwortung, die sie an dem Blutver- gießen tragen, selbst sehr wohl, sie geben sich deshalb alle Mühe, die Schuld auf die Kommunisten abzuwälzen. Das mag für d<m letzten Aniah richtig sein, aber es muh doch gesagt werden dah die Sozialdemokraten durch den inner- politischen Kampf, den sie seit ihrem Ausscheiden aus der Regierung in hnbon
die Atmosphäre schaff
kehrsbetriebe heute nacht 24 Uhr zu beenden. Der Grund zu dieser Stellungnahme dürste in den Rachrichten zu suchen sein, die im Laufe des vormittags ausderProvin; eingelaufen sind und
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PomcarSs Antwort.
gn seiner großen Reichstagsrede hatte unser Reichsauhenminister Dr. Stresemann an Poin- carä und an Frankreich die Frage gerichtet: Quo vadis Frankreichs und Hinzuge- Gefügt: „Ruhrpvlitik oder Locarnopolitik, nur eins oder das andere ist möglich, nicht eins und das andere." Diese Frage, die zugleich eine ernste Warnung bedeutete, hat Stxesemann in seiner Rede zu Oslo erweitert und vertieft, indem er von der großen Krisis sprach, ini ter lüft zur Zeit das Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland befindet. Auf diese Frage muhte früher oder später eine Antwort kommen. Poincare hat dazu eine Gelegenheit benutzt, die feiner Gewohnheit und seiner ganzen geistigen Einstellung entspricht. Wie erinnerlich, hatte den Anlah zu den Stresemannschen Aussuhrungen eine schroff deutschfeindliche Rede gegeben die Poincare unmittelbar vorher bei der Einweihung eines Kriegerdenkmals in Lun e Ville in Lothringen gehalten hatte. Run ist in Laeken bei Brüssel das Denkmal des unbekannten französischen Soldaten aus belgischem Boden enHwllt Worten, und dabei hat Poincar6 als Gast Belgiens und als Vertreter Frankreichs die Gelegenheit wahrgenommen, Stresemann zu ant-
eine diesbezügliche Rote des Auhenmimsters Dandervelde ist nun die deu tsche Antwort nach Brüssel abgegangen, in der es u. a. $ ^Bei den Verhandlungen über die Kollektiv- note vom Juni 1925 hat die deutsche Regierung von Ansang an betont, dah der festgesetzte Pro- zentsah für die vorzeitigen Entlassungen (5 v. H) streng eingehalten werde. Die Verhandlungen führten damals zur Verordnung des Reichspräsidenten vom 31. Dezember 1926, die von der Botschafterkcnfcrenz in ihrer Rote vom 31. Januar 1927 als befriedigende Regelung anerkannt wurde. Die Herrn de Broqueville zugegangenen Informationen seren völlig aus der Luft gegriffen. In den letzten Jahren sei beim deutschen Heere der zulässige Prozentsatz für die vorzeitigen Entlassungen nicht einmal errei ch t worden, sondern die Entlassenen seien um 190 bzw. 970 Mann hinter der Höchstzahl zurückgeblieben. Die Meinung de Broquevillcs, Deutschland sei gegenwärtig in der Lage, die Reichswehr von heute am morgen zu verdreifachen, ist gänzlich abwegig. Es bestehl keine Mögsichkei., entlassene Mannschaften nochmals heranzuziehen, und es gibt auch keine Waffen für sie.
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Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhefsen
vn<s und Verlag: »kühl',che Unwerfität5-»llch, Md Ltelndruäerel «. Lang- in Sichen. Schristleitung und Seschästrstelle: Schulstk-He r.
Daß die ernste Warnung, die in den Ausführungen Sttesemanns in Berlin und Oslo enthalten war. an Poincarö nicht ganz spurlos vorübergegangen ist. läßt sich aus der sehr viel vorsichtiger gehaltenen Form der Rede in Laeken entnehmen. Man darf aber auch nicht übersehen, daß der französische Ministerpräsident bei dieser Gelegenheit seiner Abneigung gegen Deutschland nicht so die Zügel schieß<m lasien konnte, wie man es sonst von ihm gewohnt toar. ra tnrnrrtt noch hinzu, daß er unmittelbar vor . wiucyuuy w«, .«,».•».«, ———- -
ter säer eingetende politische Unterhaltungen nung an die Gerichte herauslesen, daß Jie den
mit §n belgischeii Ministerpräsidenten Gaspar Dogen nicht Überspannen dürfen. Er sprüht rwn
und mit dein belgischen Außenminister Vander- einem „Menetekel für die Justiz, und nicht allem
und mrt dem oeigl,a/e \> Tr für Justiz in Oesterreich". Auch er W
Deutsch- also die Analogie der Fälle, die sich er* cvelde | geben kann. Sie liegt ja auch zu nahe, da die
selbst am meisten beklagte Folge des durch den Vertrag von Versailles vorgeschriebeneii Berufsheeres bezeichnet, das seine Waffen zudem von einer ganz kleinen Anzahl konkurrenzloser Fabriken beziehen muh. Im übrigen ist Herrn de Broqueville auch dabei ein recht erheblicher Irrtum unterlaufen. Das Budget der Reichswehr für 1927 beträgt nicht 6/10 der Heeres- ausgaben von 1913, sondern nicht ganz 1/3.
Schließlich wird in der Antwortnote noch erwähnt, daß die wesentliche Erhöhung des Marinebudgets von 1927 gegenüber dem von 1924 sich aus dem Charakter des letzteren als Rote tat erklärt, der am Schluß der Inflationszeit mit einer auf die Dauer nicht möglichen Knappheit ausgestellt worden war. Vor allem sind aber die Ausgaben im neuen Etat tesweg n besonders hoch, weil die Deutschland belassenen Schiffe s ch on im I ah r e 1 9 1 8 r ö l_I i g u berat tert waren, so daß nunmehr für megiere Kreuzer Bauraten angefordert werden mußten. Diese Schiffsbauten blieben aber vollständig 1 m Rahmen des Versailler Vertrages.
gestiegen.
Die Einberufung des Nationairats.
Wien, 19. Juli. (WTB. Funkspruch.) Amtlich wird mitgeteilt: Lieber den Zeitpunkt der Einberufung des Rationalrates ist noch feine Entscheidung getroffen. Der Bundeskanzler hat mit dem Präsidenten des Rationalrates, der gestern nachmittag bei ihm' erschienen war, verembart, daß nach der tatsächlichen Wiederaufnahme des Verk^hrsdienstes mit den Parteien Fühlung genommen werden soll, um den Tag für den Zusammentritt des Ra- ttonalrates festzusetzen.
Zahlreiche Verhaftungen in Wien.
Wien, 19. Juli. (WTB. Funkspruch.) Die „Reichspost" meldet: Gestern wurden von der Wiener Polizei zahlreiche Leute verhaftet bei denen festgestellt wurde, dah sie mit den Aufreizungen am Freitag und Samstag in mittelbarem oder unmittelbarem Zusammenhang stehen. Darunter befinden sich auch b u l g a r i s ch e S t u- ö ent en, die sich offen als Anhänger der kommunistischen Partei bekennen. Lieber ihren Aufenthalt während der Demonstrationen machten sie widersprechende Angaben. Unter den Verhafteten soll sich auch ein preußischer kommunistischer Landtagsabgeord- neter befinden, weiter angeblich ein Vertreter der Berliner Sowjet-Handelsagentur, der zur Zeit der ungarischen Räteregierung eine Rolle spielte.
Der Kommunist Pieck in Wien verhaftet.
Berlin, 19. Juli. (Priv.-Tel. des G. A.) Der kommunistische Reichstagsabgeordnete P t e ck ist gemeinsam mit drei Parteigenossen m i t einem Flugzeug der Lufthansa nach Wien geflogen, wo er aber bald verhaf - t e t wurde, so dah er nicht in Tätigkeit treten konnte. In der Presse wird diese Vorsorge, der Wiener Polizeibehörden begrüßt, andererseits wird aber gefragt, wie die Lufthansa, ein vom Staate subventioniertes Privatunternehmen, Kommunistenführem ein Flugzeug zur Verfügung stellen konnte, damit diese auf dem schnellsten Wege nach Wien zur Anfachung des Aufruhrs eilen tonn len. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lufthansa gegen diesen sehr berechtigt scheinenden Vorwurf verteidigen wird.
Die Schäden im Iustizpakast.
W i e n, 18. Juli. (WB.) Die durch den Brand des Justizpalastes obdachlos gewordenen Gerichte und Behörden haben sich im Gebäude der früheren Oesterreichisch - Ungan-
sügt wurde, daß die Gemeindeschutzwache be etwaigen Vorkommnissen nicht etwa selbständig vorgehen kann, sondern sich an die Polizei wende«' soll. Heber die Verfassungsmäßigkeit dieser Einrichtung wird später zu sprechen sein. Allerdings sei es eine Tatsache, daß nach der Verfassung tei Gemeinden die Haltung einer Gemeindepollzci zusteht. Weiter wird aus dieser Quelle erklärt, dah in der nichts ozi a l dem0 kr atischeu Bevölkerung durch die Bildung der Ge meindepolizei Beunruhigung hervorge- rufen worden sei, weil man darin einen Versuch zu sehen glaubt, um auf Umwegen zur Bewaffnung desrepublikanrschenSch uh- bundes zu gelangen. Die Beunruhigung habe auch auf die Polizei übergegriffen. Deshalb habe die Polizei ihren Organen zur Kenntnis gebracht, daß der gesetzmäßige Aufgabenkreis der Bundes- polizei in keiner Weise beeinträchtigt ist. -Maa.) einer Meldung des .Vorwärts" aus Wien ist die Gesamtzahl der Todesopfer in Wien auf 87
Oesterreich geführt haben.
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eine solche Explosion möglich war. Sie haben mit dem Feuer gespielt, solange bis die stammen schließlich über Wien und den Justtzpalast zu- sammenschlugen. Änd das ist die Warnung, die sich nicht nur die österreichische Sozialdemokratie, sondern auch ihre deutsche Schwester aus diesen unheilvollen Tagen ziehen sollen, dah es nicht geht, dauernd die Massen aufzuhehen um politischer Ziele willen, in der Erwartung, daß man nachher stark genug sein würde, die, Bewegung in der Hand zu halten. Eine Kugel, dw den Lauf verlassen hat, vermag auch der uartj.e Mann nicht mehr auszuhalteii, und Die Voltsleid enschaften, die durch die systematische Verhetzung einmal zum äleberfließen gebracht sind, reißen alle Dämme der Vernunft hinweg.
Der .Vorwärts" dagegen will aus der Erregung der Wiener Arbeiterschaft eme Mah- 0 0 . . zr> • r. 1 t___am Xah Vir> iwyrr
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tenj des erweiterten Parteivorstandes und der ®e- werkichaftskommission ist dem Vorschläge des Partci- vorstandes auf die Einstellung des Verkehrsstreiks beigetreten. Der Abbruch des Verkehrsstreiks ist, den Weisungen der Sozialdemokratischen Parte, und der Gewerkschaftskommission entsprechend, um Mitternacht in vollem llmfangedurch- geführt worden. Die Arbeitsaufnahme vollzog sich überall glatt. Rach den bisherigen Meldungen ergaben sich nur in Tirol Schwierigkeiten, wo die Eisenbahner auf einigen Bahnhöfen den Dienstantritt verweigerten, weil die Landesregierung diese Stationen von Militär und Gendarmerie hatte besehen lassen. Ls ist aber anzunehmen, daß diese Verzögerung nicht von langer Dauer ist. In einer Mitteilung der Generaldirektion der Bundesbahnen wird ausgeführt, daß von Dienstag r ü h a n alle fahrplanmäßigen Schnell- und Per- onenzüge wieder verkehren. Natürlich ist der Ansturm, namentlich auf Telephon und Telegraph, zuerst außerordentlich stark. Trotzdem wickelt hdjf der Verkehr den Verhältnissen entsprechend recht gut ab.
In ter gestern abend erschienenen Extraausgabe der „Arbeiterzeitung", die von dem Parteivorstand ter Deutschösterreichischen Sozialdemokratie und ter Gewerkschaftskommis- ion unterzeichnet ist, wird ausgeführt, daß ter Beschluß der Arbeitsaufnahme in den Verkehrsbetrieben. ohne dah irgendwelche Vereinbarungen mit ter Regierung abgeschlossen waren, gefaßt worden sei. Der Verlehrsstreik sei nicht nur zum Zeichen tes Protestes, sondern vor allem auch deswegen proklamiert Worten, um ter Reaktion zu zeigen, daß die Arbeiterschaft kampffähig sei. Seither habe sich die Lage geändert: .Der eintägige Proteststreik ter übrigen Arbeiterschaft ist beendet. In den Straßen Wiens ist seit Sonntag wieder Ruhe eingekehrt. Die Schießereien haben aufgehört. Die Wiener Gemeinteschuhwache ist formiert. Wir erachten daher die Fortführung des Verkehrsstreiks nicht mehr für notwendig."
Als Grund der Einstellung des Derkehrs- streiks wird noch weiter angegeben, daß bei längerer Dauer des Streiks infolge des Stockens der Rohstoffzufuhr viele Betriebe eingestellt werden müßten. Ferner erfordere Die Sicherung gegen weitere Pläne der Reaktion ten Zus ammentritt des Parlaments, ter erst nach der Beendigung tes Verkehrsstreiks möglich ist. Der Aufruf spricht schließlich noch die Erwartung aus, daß der Beschluß der Ar- teitsaufncchme ebenso diszipliniert d rhgeführt werte wie der Beschluß zum Streik, und dankt ten Eisenbahnern, Donauschiffern, Post-, Telegraphen- und Telephonangestellten für die Beweise von Solidarität und Disziplin.
Die Lage in Wien.
Regierung und Gemcindeschutzwache.
B e r l i n , 18. Juli. Heute vormittag herrschte in den Straßen Wiens ziemlich normales Leben. Die Geschäfte sind wieder geöffnet. .Die städtischen Gebäude sind von der neugebildeten republikanischen Schuhwache beseht. Streikleitung, So- zialdemokratte und die Gewerkschaften haben iede Demonstration abgeblasen. Von den 252 während der Unruhen Verhafteten sind die meisten der Widersählichkeit angeklagt, ein Teil wegen Plünderung oder schwerer Kör- perverlehung; vier Brandstifter wurden auf frischer Tat festgenommen und zwei Aufrührer, als sie auf Bahnpolizisten schossen. Unter den Verhafteten befinden sich viele Kommunisten, darunter auch eine große Anzahl russischer und ungarischer Emigranten. Die Verteiler kommunistischer Flugblätter wurden verhaftet. Die Polizei beanspruchte bisher keine Unterstützung durch Truppen.
Wie der Sonderberichterstatter tes Wolffburo von Regierungseite erfährt, ist die Gemein de-
Dah die Kosten für ten Unterhalt der Reichswehr sehr erheblich sind, wird anerkannt, aber als eine von der deutschen Regierung 'sten beklagte Folge des durch von Versailles vorgeschriebenen
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WIL. Funkspruch.) !te j ist die GninHimEnc is melier freundlich. .Di. leinen sichtbaren Einfluß rben eher eine Sieinigieil >n (ca. 320) und verwand!: 'Interesse zu bestehen. Am 1 Paris 124,02, Mailand mb 4,8550 Üs 4,8555.
ertifd)« istorisch-poUtilche 1926. (Stuttgart, tei im 19. Jahrgang fete Z ter sich mit Politik tel«
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velde gehabt hat. die zweifellos beide ihm nahe- aelegt haben, sich scharfer Ausfälle geaen Deutsch- land zu enthalten. Ramentlich Van der velde . ----- ------a. . ...
Tnat soeben erst Mühe genug gehabt, Entglmsun- Mittel, mit denen dre deutsche Sozratoemokratre aen des belgischen Kriegsministers de Bro q u e- arbeitet, ganz ähnliche srnd. Denn auch wrr smd ville in echt Voincargschem Geist mit Materral, ja heute schon so wert, daß in Deutschland kern Has seine Herkunft ans der Umgebung Porn- Richterspruch mehr möglich ist, ohne daß, Wenn er car<5s nicht verleugnen konnte, einigermaßen aas- form Willen der Sozialdemokratie, nicht gefallt, zugleichen. Und gerate während die Feier rn heftige Angriffe gegen die Klasftnzustiz und die Laeken statttand. war die zweite deutsche Rote reaktionäre Meinung der deutschen Rrch^r er Darüber unterwegs nach Brüssel. Unter diesen folgen. Mit dem Ergebnis, daß das T^rtrauen Umständen ist die Rete Poincarßs im Vergleich 8ur Rechtspflege in Deutschland zrelbewuht unter» n, feinen sonsttgen oratorischen Leistungen ziem- graben worden ist. Gewiß, auch Richter srnd ?ich zahm ausgefallen. Er hat sich sogar unter Menschen, auch Richter können sich rrren sie dem ^starken Eindruck, den die Reden Strefe- sind in ihrer Urterlsbrldung von den Einflüssen manns in ter ganzen Welt und bei ihrer geistigen Entwicklung und ihrer Umgebung vernünftigen Franzosen gemacht abhängig, aber der Wille,zur Obiektrvr- batten zu ter Erklärung veranlaßt gesehen, tat ist doch ganz sicher bei ihnen vorhanden. Frankreich und Belgien wollten ihre Politik der Sie tragen ein schweres und verantw^tungs- Annäherung der Völler fortsetzen und ihre Ern- volles Amt, uick) dieses Amt verpflichtet fte stellungzur Politik von Genf und Locarno habe Mdu, ohne Ansehen ter Person und ohne Mick- fich nicht geändert. Daran schloß er Bemerkungen^ sicht auf die Folgen tes Utteil zu frechem die er wahrscheinlich für ganz außergewöhnlich Was aber m Wien geschehen und was auch friedfertig gehalten hat. Er begrüßte es nam- ^ei uns angestrebt wird, das ist die A us lich als ein Zeichen der Entspannung, daß Deutsch- schal tun g der unabhängigen Rechtspfl^eund land durch das Schleifeii der Ostbefeftrgungen ^re Beeinflussung durch den Terror der Massen, seinen Verpflichtungen nachgekommen sei. Sie Wiener Arbeiterzeitung ist daran ge-
Hier also liegt die eig entliche Ant- gangen, die Geschworenen, die daS verhangnis- . wort auf die rethorische Frage Stresemanns — volle Urteil von Schattendorf gefallt haben, nach freilich eine Antwort, die so dürftig ist, wie nur ihrer sozialen Stellung zu gruppieren ^d zu irgend tentter und die in ihrer ganzen Ge- analysieren. Sre uberfteht dabei aber doch daß zwungenheit der ganze echte Poincare ist. Man es sich um ein V 01ksgerich t handelt um kann chm fast aus der Entfernung nachempftn- ein Volksgericht zudem m einer Stadt, wo die den 'arie schwer ihm dieses geringe Entgegen- Sozialdemokratie die absolute Mehchett hat. Wenn kommen geworden ist. Viel echter und aufrich- das Ergebnis solcher Vorbedingungen eine blu- tt^^>a? ter ftanzösische Ministerpräsident in tige Revolte ist, nur weil die Straße rmt einem
ter Foriietzung diese« Teils seiner Rede, wo er Urteil nicht einverstanden ist, dann wird damit
bttonte teh Frcmkreich eine geregelte Z ah- indirekt nur bewiesen, wie notwendig es ist
lung der Reparationen und Garan- daß die Beruftmg und ore Amtsfuhming tes
Ee. $£mitftoarCer ^iete? ^in ftinem^ichtigm ^gmd^elchen Einwirkungen Der' Masse. ge^met,^ als er dazu übergehen konnte. Es ist Abbruch des Verkehrsstreits, also eine Antwort auf die Stresemannsche Fra^e, 18 Juli (WTB.) Wie der Sonderbe-
keines falls -in- ^oifbuKau. erW. bat »er Bor-
irgendwie genügen k0nntL Man muß Sozialdemokratischen Partei der Sitzung
vielmehr nun erst recht von neuem und m erweiterten Parteivorstandes und der Gewerk-
größerem RachDruck fragen: „Quo vadis Fran fchnftskomrnission vorgeschlagen, den Streik dec Ver-
Die eigentliche Veranlassung hierzu gibt der u»_rJ" .........—
erste Teil der Poincar6schen Rete. Da wandte er r hör
sich mit seiner ganzen Leidenschaftlichkeit gegen zäher Arbeit bedürfen wird, um ^e Eusi cht der das Ergebnis der sttllen Arbeit, die in den letzten Menscyhett so weit zu bringen vatz1 ihr di<: U n Jahren von verschiedensten Seiten in der Er- s i n n l g t e 11 teö Vertrag«?J>on.
fnrfäuna der wahren Ursachen des all seinen unsagbaren Folgen klar vor Augen Weltkrieges geleisttt worden ist. Die Ameri- steht. Dann wird die Weltgeschichte ub?- emm Zner Barnes, Johnston, Borah u. a. haben soviel kleinen^Gerst-
Material zutage gefördert, daß unbefangene dann wird das Werk der Revision jener 4>er Leute heute nicht mehr den geringsten Zweifel träge vollendet werden.
Bllitv'ergieß ens ^heißen: Belgien und die Reichswehr.
c6aerr sichS?Tic Antwort an «roqucbUk.
Paris in der Entfesselung des Weltkrieges zu- eiflenet Drahtbericht des .Gießener Anzeigers", fanimengefunden hatte, von einer Legende zu 1Q ~uli belgische Kriegs-
sprechen die sich allmählich zu bilden begonnen! Berlin, 19. >auii. e-er oeig 1 , . °
hate um mit ihrer Hilfe die Grundlage ter Ber- Minister be Dr 0 quevi11e battevor krnze träge (Versailles. Trianon und St. Germain) zu bei der Begrundung tes belgischen Heer erschüttern. Er fühlt aanz genau, dah die Welt- reformgesehes in d^^^usseler Kammer erklär, aeschichle nicht stehen bleibt und daß dereinst der daß bei der Reichswehr ^sttmmung. Tag kommt, an d-m diese Verträge zusammen- des FriedLnsvertrages m vielfa^r Bez^ h g^. stü^en Das moralische Fundament des Vectra- namentlich durch v vrzerti g e Entlass ges^von Versailles^bildet für Leute vom Schlage gen, umgangen wurden. D^tschland sck^ffe sich ^ieincarcs noch immer die Legende von Deutsch- auf diese Weise große auSgeteltek ,
lanbä Schuld qm Kriege. Das ist die eigentliche bestände Die Re'chs^gierung hat darauf du ch
schuhwache ohne Zustimmung der Re gierung aufgestellt Worten. W^in von einem Einverständnis mit der Polizei die Rete ,5oet prooirn eingeiauitu ,...u ....u ift, fo b-dcutet die« l°Liglich datz di- AuM-llunc
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