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zu SO und mehr Prozent Wertsteigerung mit Hälfte als Steuer in Anspruch genommen wird: der Wehrertrag gegenüber der Vorlage der Stadtverwaltung in irgendeiner Form den

Der Ausschuß-Berichterstatter Stadtv. Leop. Mäher weist daraus hin, daß die meisten hessi­schen Städte die Einführung dieser Steuer be­schlossen haben. Der Mindeststeuerlatz soll 10 n. Sy betrogen, die Höchstgrenze sollen 30 v. H. sein bei Wertsteigerungen von 200 v. H. und mehr. Diese Steuer sei gerechtfertigt, deshalb sei ihre An­nahme zu empfehlen.

Die sozialdemokratische Fraktion legt folgenden Antrag zur Beschlußfassung Dor: Wir beantragen, den Steuertarif der Wertzuwachs- steuerordnung dahin zu ändern, daß der Wertzu­wachs bis zu 10 Prozent mit 10 Prozent der Steuer,

Gietzener Stadtparlament.

Wertzuwachssteuer in Gießen. - Noch keine Verkehrsregelung im Seltersweg

Der Butzbacher

Fasel- und Pserdemarkt.

pb Butzbach, 18. März. Der gestrige Fa­sel- und Pferdemarkt war ein voller Er­folg. Seit dein Trachtenfest ist eine derartig große Menschenmenge hier nicht wieder zusammen., gewesen. Schätzungsweise dürften es etwa 7000 bis 8000 Menschen gewesen sein. Die aufgetrie­benen, zur Prämiierung gemeldeten Tier« waren durchweg von guter Qualität. Es waren gemeldet rund 200 Pferde, rund 200 Rinder und 65 Eber und Schweine. Zur Bullen- Auktion waren 115 Bullen angcineldet Fer­ner war an Händlervieh etwa 60 bis 70 Stück und an Händlerpserden ebenfalls 70 Stück auf­getrieben. Der Schweine markt war über­besetzt.

Die Prämiierung, bei der sich acht Kommissio­nen beteiligten, begann 8,30 Uhr vormitlags und war kurz nach 12 Uhr beendet Bei der darauf folgenden Dullen-Auktion wurden 22 Bullen von verschiedenen Gemeinden ange- kauft. Den Höchstbetrag erzielte Landwirt Julius Weiß aus Riedergemünden mit 1500 Mark. Heinr. Müller II - Birklar setzte einen Dullen für 1260 Mk., Landwirt Jak. K r a u s g r i l l VIII, von Riederweisel einen solchen für 1200 Mk. ab. Bon den Ebern (veredel es Lanüschwein) wur- den zehn Stück verkauft. Vach der Prämiierung

Sitzungsbericht.

Anwesend. Oberbürgermeister Keller, die Beigeordneten Dr. Seid, Dr. Frey, Dr. Hamm. Zustizrat Dr. Rosenberg, Kom­merzienrat Kling sp o r und 38 Stadtverord­nete. 2m Zuhörerraum haben nur einige Per­sonen Platz genommen.

Erhebung einer Wertzumachssleuer.

Der Finanzausschuß beamragt: 1. Es wird der Erlaß einer Ortssatzung über die Erhebung einer Wertzuwachsfteuer in der Stadt Gießen nach der von dem Herrn Minister des Innern entworfenen Mustersahung beschlossen. Die Orts­satzung soll am 1. April 1927 in Kraft treten. 2. Gs wirb beschlossen, mit der Verwaltung der Wertzuwachssteuer die Reichsfinanzbehörden zu betrauen.

Spierplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag. 20. März, 6.30 bis 10.15 Uhr:Dec Rosenkavalier". Montag, 21.. 6.30 bis nach 10: .Tannhäuser". Dienstag. 22.. 7 biS nach 10:Manon". Mittwoch, 23., 7 bis nach 10.Margarethe". Donnerstag, 24., 7.30 bis nach 9.45:Ariadne auf Raxos". Freitag. 25.. 8^>is 10:Don 2uan". Samstag, 26., 7 bis 9.45: Fidelio". Sonntag. 27.. vorm. 10: Beethoven­feier: abds. 7.30 bis 10.15:Der Troubadour".

S cha u s p i e l h a u s. Sonntag. 20. März, nachm. 3.30 bis 5.30 Uhr:Weihnochtseinkäufe", hierausOllapotrida": abds. 7.30 bis 11: .Bona- Parte". Montag. 21., 8 bis 10Ein 'besserer Herr'. Dienstag, 22., 8 bi- 10:Der Diktator" Mittwoch. 23., 8 bis 10.30:Hamlet im Kräh­winkel". Donnerstag, 24.. 8 bis 10:Din besserer Herr" Freitag. 25.. 8 bis 10:Der Diktator". Samstag. 26.. 7 bis nach 10: ..Florian Geyer". Sonntag. 27.. nachm». 3 bis 6:Kabale und Siebe"; abö. 7.30 bis nach 10.30:Florian Geyer".

Vergebung des Diez-Preises.

Zur Vergebung des Diez^pr^.ses wird ein jährlicher Kredit von 180 Mk. zur Verfügung gestellt. Findet in einem 2ahve eine Vergebung nicht statt, so wird eine ^Übertragung des nicht verwendeten Kredit- nicht vorgenommen.

Sfrafoen-Benennung.

Es wird beschlossen, die Straße zwischen Georg-Philipp-Gailstraße und Lanomannstraße nach dem hessischen Vertreter in der Vational- versammlung in Frankfurt a. M., dem bekannten Professor der VaturwissenschaftenKarl Vogt", zu benennen.

Bildung eines Farslbetriebsstocks.

Für diesen Zweck sollen die Reinerlöse aus außerordentlichen Holzfällungen und fünf Pro­zent der Brutto-Einnahme aus den übrigen Holzverkäufen beiseite gelegt und sichergestellt werden. Der Fonds fängt mit einer Rücklage von 42 000 Mark an, er soll bis zu 300 000 Mark anwachsen, wobei Zins und Zinseszins dem Kapital zuzuschreiben find. Wenn der Fonds, der nicht unter 50 000 Mark sinken soll, bis auf 300 000 Mark gekommen ist, kann die Stadt­verwaltung über die Zinsen anderweitig ver- fügen. Bestimmung des Fonds ist, eine Rück­lage für Zwecke des Waldes zu schaffen und der Stadt in den Erträgen aus der Waldwirt­schaft eine größere Gleichmäßigkeit zu geben. Der vorgelegten Ortssatzung wird einhellig zu- gestimmt.

Zwei Polizeioerordnungen.

Dem vom Polizeiamt vorge.egten Entwurf einer Polizeiverordnung über die Verkehrs­regelung in der inneren Stadt kann heute noch nicht zugestimmt werden. 2m Bauaus- schuh hat man mit vier gegen drei Stimmen be­schlossen, den 8 3 der Polizeiverordnung. den Kernparagraphen, der das Radfahren und den Verkehr mit Krafträdern und Autos im Sei­te r et to e g von ' rl2 bis ' ,2 Uhr mittags und 6 bis 7 Uhr abends verbietet, zu streichen und im übrigen der Verordnung zuzustimmen. Die Stadtverwaltung ist damit nicht einverstan­den, sie beantragt Annahme der Verordnung in der vom Polizeiamt vorgelegten Fassung. 2m Hause neigt die Ansicht sehr stark zu Gunsten des Standpunktes der Stadtverwaltung, da je­doch heute erneut Abäuderungsanträge einge* bracht werden und eine Einigung nicht zu erzie­len ist, wird die Sache noch einmal an den Bau­ausschuß zurückverwiesen.

rungSanlagen im Großkraftwerk Berlin-Rum- melsburg zu verwerten.

Die neuerdings viel erörterten Verfahren zur Behandlung von Kohlen mit Wasserstoffgas unter Druck, die sich an den Rainen Friedrich Bergius knüpfen lBerginverfahren), haben ihre wirtschaft­liche Brauchbarkeit in dauerndem Großbetriebe erst noch zu erweisen. Möglicherweise gelingt es aber bereits in absehbarer Zeit den vereinigten Bemühungen der bisherigen 2nteressenten der Bergius-Patente mit der 2.-G.-Farbenindustrie, der neueren Besitzerin dieser Patente, die wirt­schaftliche Rentabilität dieses Verfahrens auch tatsächlich zu erzielen. Das gleiche gilt natur­gemäß von den ebenfalls sehr viel versprechen­den älteren eigenen Arbeiten der 2.°G.°Farben- industrie, die bereits zu dem Ergebnis geführt haben, daß man aus Kohlenoxyd und Wasserstoff tWasfergas), d. h. praktisch aus Koks und Wasser­dampf synthetischen Methylalkohol (Methanol) im größten Maßstabe herzustellen vermag. Endlich erscheint auch das neuerdings großes Aufsehen erregende Verfahren von Professor Franz Fi­scher, Mülheim (Ruhr) und Dr. T r o p s ch einen gangbaren Weg zur Lösung der gleichen Frage zu bedeuten. Auch diese beiden Chemiker gehen vom Wassergas aus. Sie hoffen jedoch im Gegensatz zu den Patenten der Farbenindustrie ohne die Anwendung extrem höherer Drucke mit Hilfe geeigneter Katalysatoren die synthetische Herstellung von Benzin und anderen flüssigen Kohlenwasserstoffen im großen mit wirtschaft­lichem Erfolge durchführen zu können. Wenn man bedenkt, daß die deutsche Mineralölbilanz eine recht ungünstige ist, da bei einem Gesamtverbrauch von 1,67 Millionen Tonnen im Werte von 250 Millionen Mark nicht weniger als 1,06 Mill. Tonnen im Werte von etwa 180 Millionen Mark durch Einfuhr aus dem Auslande gedeckt werden müssen, wobei auf Benzin und Treiböl 100 Mill, und auf Schmieröl 57 Mill. Mark entfallen, so versteht man ohne weiteres das große allge­meine 2nteresse an der Kohleveredlung. Reben den bereits erwähnten Unternehmungen arbeiten auch noch verschiedene andere große Werke der deutschen Kohlenindustrie z. T. in Verbindung mit den Forschungsinstituten in Dortmund-Swing, Mülheim fRuhr), Freiberg i. Sa. und Breslau an der Lösung des gewaltigen Problems der Kohleveredlung, die man nicht allein mit dem Schlagwort der Kohleverflüssigung bezeichnen, darf. Auch die bisher erzielten Resultate, die ja erst einen Anfang darftellen, stellen der un- geschwächten deutschen Forscher- und Erfinder­tätigkeit ein glänzendes Zeugnis aus, und es ist zu hoffen, daß man auf den verschiedenen Wegen, die jetzt in Wissenschaft und Technik beschritten werden sollen, schließlich doch zur Lösung dieses bedeutungsvollen Weltproblems gelangen wird. Aber die,e Arbeiten müssen und werden stets im Zeichen der technischen Dreieinigkeit: Zeit, Ge­duld und viel Arbeit stehen. Man schädigt die deutsche 2ndustrie und damit die deutsche Wirt­schaft, wenn man, wie es leider vielfach geschehen ist, technische Erfolge, die hoffentlich auch aus diesem Gebiete ähnltch wie seinerzeit beim Stick­stoff im Laufe der nächsten 2ahre heranreifen werden, allzufrüh als bereits völlig gesichert vorwegnimmt, denn man ruft dadurch unter Umftänben große Enttäuschungen hervor, die im 2nlereffe einer ruhigen Weiterentwicklung unbe­dingt vermieden werden müßten. 3n dieser An­schauung befinde ich mich auch in voller lieber» einftimmung mit einem der besten Sachverstän­digen auf dem Gebiete der Kohleveredlung, Dipl.» 3ng. F. zur Redden, Berlin, der in einer längeren Äufsahreihe ebenfalls das Problem der Kohleveredlung behandelt hat und nachdrücklichst htarauf aufmerksam macht, daß sich die Entwick­lung erst ganz im Anfang und zum größten Teil 1 erft im Stadium des Versuchs befindet, daß ha­lf 6 er noch manche Verzögerungen eintreten werden, bis wir laufend im rentablen Großbetrieb Kohle »in solchen Mengen in Oel umwandeln können, daß eine fühlbare Entlastung unserer Außenhandels­bilanz eintritt.

Durch Zusammenwirken der Rohstoff- und chemischen Industrie wird es sicherlich in Zukunft möglich sein, das große Ziel zu erreichen, aber nicht, um noch einmal mit Herrn zur Redden zu sprechen, mitSensationsnachrichten und Vor­schußlorbeeren", sondern in stiller, ernster Arbeit

durch die Aufwertungsgesetzgebung geschädigten Kleinkapitalrentnern zugewendet wird, indbefon- auch den Altbesih der städtischen Anleihegläubiger.

Von dem sozialdemokratischen Sprecher wird zur Begründung seines An­trages ausgeführt, daß die in dem Antrag ge­forderten Steuersätze getragen werden könnten. 2m übrigen richte sich der Antrag nur gegen die Spekulation. Die Steuersätze würden sich ja auch ermäßigen, je länger ein Grundstücksbesitzer sein Grundstück behalte. Der Außschuß bericht» erstatt er und verschiedene Redner der Deut­schen Volkspartei, der Wirtschaftlichen Vereini­gung und der freien Vereinigung wenden sich gegen den sozialdemokratischen Antrag. Sie er­klären, bei solchen Steuersätzen werde der Grund­stücksmarkt völlig lahmgelegt und manchem jungen Geschäftsmann die Möglichkeit zur Schaffung einer selbständigen Existenz von vornherein ge­nommen; von einer Grundstücksspekulation könne in Gießen gar nicht gesprochen werden; auch Hauskäufe zu reinen Wohnzwecken' kämen bei den sozialdemokratischen Steuersätzen künftig wohl kaum noch in Betracht. Die Redner sprechen sich übercinstimmend f ü r den Antrag der Verwal» tung aus, der das Aeußerste sei was der Grund- stücksmarkt tragen könne. Selbst Offenbach habe nur Wertzuwachssteuersätze beschlossen, die den von der Verwaltung vorgeschlagenen entsprechen.

2n der QI b ft i m m u n g treten für den s o - zialdemokratischen Antrag nur die Sozialdemokraten ein; der Antrag ist damit ab-

Emer Polizeiverordnung über die Rein­haltung und Wegsamkeit her Straßen und Plätze wird zugeftimmt. 11. a. soll nach dieser Verordnung verboten sein, daß Frauen mi' Kinderwagen sich auf dem Bürgersteig zu- fammcnfteltcn zu ihrem Schwätzchen und dadurch den Verkehr behindern.

Das Schulgeld am Lyzeum und an der Studienanstalt.

wird entsprechend der vor einigen Tagen be­reits gemeldeten Reuregelung an den staatlichen höheren Schulen mit Wirkung vom 1. April ab neu festgesetzt, d. h. erhöht.

Elektrizitätswerk und Straßenbahn.

Der in Titel 17 des Voranschlags des Elek­trizitätswerks für das Rechnungsjahr 1926 vor­gesehene Kredit wird um 100 000 Mark auf 150 000 Mark zu Lasten deS Erneuerungsstockes erweitert.

Für die Erneuerung von Teilen der Gleis­anlage der Straßenbahn wird ein Betrag von 8500 Rm. zur Verfügung gestellt. Die Lieferung der erforderlichen Ersatzteile wird den Vereinig­ten Stahlwerken übertragen.

Zum Einbau einer öchleifenanllrgc an dem Endpunkt der Straßenbahnhaltestelle VolkShalle wird ein Betrag von 23 000 Mk. bewilligt. Die Lieserung des Gleismaterials wird den Ver­einigten Stahlwerken in Duisburg-Ruhrort über­tragen. Die Schleife soll in das Waldstück beim Sportplatz des Vereins für Bewegungsspiele ge­legt werden.

Auffüllarbeiten am Kugelberg.

Die Auffüllungs- und Planierungsarbeiten für die Straße unterhalb der StraßeAm Kugel­berg", und zwar Pos. 2 und 4 des Ausschreibens, werden der Finna Weimer in Gießen auf Grund ihres Sonderangebots freihändig über­tragen.

Kulissenhaus für das Stadttheater.

Die Zimmerarbeiten für das Kulissenhau» des Stadttheaters werden an das Sägewerk Gie­ßen zum Angebotspreis von 3875 Mk. vergeben.

Verträge mit dem Staat und der Reichsbahn.

Dem zwischen Staat und Stadt vereinbarten Vertrag über den Fluchtlinienplan in der Brand­gasse wird zugestimmt. ES handelt sich hierbei um die Auswirkung des Umbaues der Zehnt- scheuer zum Polizeiamtsgebäude.

Der Vertrag mit der Deutschen Reichsbahn­gesellschaft (Reichsbahndircktion Frankfurt a. M.) über die Eisenbahnüberführung an der Ederstrahe wird genehmigt.

Baugefudje.

Die nachstehend verzeichneten Daugesuche werden antragsgemäß erledigt: Prof. Dr. S. Günther für den Reubau am Wartweg, Bur­schenschaft Alemannia für Gutenbergstr. 29. Firma Hermann Mettenheimer für 11m- und Reubau Kreuzplah 3. Firma A. und W. Denninghofs für Umbau des Mälzereige­bäudes Rordanlage 38. Edmund Richter für Um» und Anbau Wilhelmstraße 2, L. Schmidt für Einfriedigung Kaiserallee 19, Franz Bette für Umbau in der Wettergasse.

Schankanzeffionsgefuche werden befürwortet für Otto Rahnefeld, Walltorstraße 36 38 (6afe Leib). Gustav Trinkaus jr.. Seltersweg 50, Robert R o h l, Ederstraße 6, 2ofef Paulus. Lindengasse 2 (Frankfurter Hos). Gustav Weinbrenner, Drandgasse 8 (Zum Taunus).

kleine Vorlagen.

Die Rechnung des öffentlichen Arbeitsnach­weises für Rj. 1925 wird nicht beanstandet.

Zur Verteilung des SchristchensPestalozzis Leben", für dic Fugend erzählt von Ernst Luckow an rund 11 000 Volks- und Fortbildungs­schüler wird ein Betrag von 230 Mk zur Ver­fügung gestellt.

Der öffentlichen Verhandlung folgt eine nicht­öffentliche Sitzung.

mit 40 P mit 45 P

' Gießen. 18. März 1927.

Aus der Tagesordnung Der heutigen Sitzung des Stadtparlaments standen in der Haupt ache Vorlagen, über die kurz und bündig entichieden werden konnte. Rur bei einigen gab eS eine Aus­sprache. Die Erörterung über die neue Wert- xuwachs steuer ging sehr in die Breite, es tarn aber doch nur der Erfolg heraus, der schon von vornherein außer Zweifel stand. Die Vor­lage wurde in der Fassung des Verwallungs- antrages angenommen, ein sozialdemokratischer Antrag aus Abänderung der Steuerstaffelung dagegen abgelehnt. Dieser Entscheidung der Mehr­heit des Hauses können auch wir unsere Zu­stimmung geben, denn das Ausmaß der Steuer in der von der Verwaltung vorgeschlagenen Fest­setzung ist weit genug bemessen. Die Gründe, die von der Mehrheit gegen die sozialdemokratische Forderung ins Feld geführt wurden, sind über­zeugend. Gerade im Hinblick auf die in abseh­barer Zeit zu erwartende Wiederbelebung der privaten Bautätigkeit muh alles vermieden wer­den, was geeignet ist, zu den bisherigen auch noch neue hemmende Schwierigkeiten zu schaffen.

Ein sehr bedauerlicher Beschluß wurde hin­sichtlich der Verkehrsregelung im Sel­ter sw eg gefaßt. Es wurde zwar keine Ab­lehnung ausgesprochen, jedoch verwies man die Angelegenheit noch einmal an den Bauausschuß zurück. Seit über einew 2ahre ist diese Sache nun in der Schwebe, ohne vom Fleck zu kommen. Liegt hier Mangel an Zivilkurage vor, eine Entscheidung zu fällen, die in der guten Absicht der Stadtverwaltung liegt? Anscheinend müssen erst Menschen im Seltersweg zu Krüppeln gefahren oder gar durch Uebcrfapren getötet werden, bis man sich dazu entschließt, in dieser engen und am meisten benutzten Straße unseres Geschäftsvic-rtels wenigstens in den Hauptver­kehrsstunden den Radfahrer-, Kraftrad- und Autoverkehr zu verbieten! Wir müssen sagen, der großen Mehrheit der Bürger­schaft ist dieses ängstliche Zaudern des Stadt- parlainents in einer Angelegenheit, die außer­ordentlich dringend ist, einfach unverstäud- l t ch. Die Kraftfahrer, die doch meist nut glatt durch den Seltersweg hindurchfahren, können den kleinen Umweg über die Südanlage, durch die Bahnhofstraße oder über die Westanlage mit Leichtigkeit fahren, und die poussierenden oder im Kunst- und Schnellfahren sich übenden Radler haben in den belebtesten Stunden auf dem Sel­tersweg ebenfalls nichts zu suchen. Der Vorschlag des sog. Einbahnfahrens, d. h. des Fah­rens nur in einer Richtung, bedeutet auch keine Ausschaltung der Gefahren, da die Korso- fahtet dann eben doch wieder ganz n liegende Auswege finden werden (die wir hiev absichtlich nicht nennen), um auf den Seltersweg immer wie­der zurückzukommen. 2etzt ist es schon oft so, daß der Fußgänger in dem Gedränge zur Haupt­verkehrszeit auf dem Seltersweg seiner Gesund­heit und seines Lebens nicht mehr sicher ist und, wenn er angefahren wird, schließlich von dem Fahrer auch noch allerleiLiebenswürdigkeiten" zu hören bekommt. Wenn die Stadtverord­neten sich von der Mit Verantwortung bei Unglücksfällen der hier in Rede stehen­den Art freimachen wollen, dann mögen sie nun endlich, allen Quertreibereien zum Troy, sich auftaffen und d i e Entscheidung treffen, die von der Stadtverwaltung und der Polizei in der vorliegenden Derkehrsordnung gefordert wird! Hoffentlich sehen wir diese Tat schon in der nächsten Sitzung!

Wenig glücklich ist ferner der Beschluß, die neue Straßenbahn-Schleifenanlage bei der Bolkshalle in das Waldstück beim B. f. B.-Platz zu legen. Warum führt man das Gleis nicht gleich die kurze Strecke bis zum sog. P r o f e s s o r e n - E ck an der Straßengabelung Rödgen Reiskirchen? Es handelt sich hier nur um ein paar hundert Meter Wegstrecke, die man doch in das Straßenbahnnetz gleich mit ein» beziehen sollte, wenn man dort schon einmal ändert. Spaziergänger und Sonntagsausflügler würden zweifellos gerne bis dort hinaus fahren, und außerdem würde man auch dcr weiteren De- ländeaufschließung förderlich sein. Man mache doch dort oben wieder fein Stückwcrk, sondern gleich ganze Arbeit! Auch diese Entschei­dung ist dringend revisionsbedürstig!

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für den Kilometer darf der Fahrradreifen kosten so dauerhaft soll er sein. Zugleich muß der Reifen leichtlaufend und geschmeidig sein. Wollen Sie vollen Genuß des Radelns bei niedrigstem Kilometerpreis, so fahren Sie nur solche Reifen, d. h. die unverwüstlichen

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Fahrrad-{Reifen.