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in jenen Kreisen die wichtige Erkenntnis noch nicht Boden gefaßt hat. daß die Wirtschaft aus ihrem eigenen Dorteil heraus an einer aus­reichenden Beamtendesoldung lebhaft intereffiert ist. Die Wirtschaft follte bei der Beurteilung der Frage an die große Bedeutung des Beamten als Konsumenten denken. Eine der Wirtschafts­lage angepatzte Entlohnung der Beamtenschaft erhöht ihre Kaufkraft und ihren Kaufwillen. während der mit Unterbezahlung entlohnte Be­amte seine Bedürfnisse auf das -um täglichen Leben unbedingt Notwendige beschränken muh. Die lleber-eugung von dem engen Zusammenhang -wischen der Besoldung dec Beamten und dem Warenumsatz der Wirtschaft muh sich endlich Bahn brechen.

Oberheffen.

Som Gemeindeverband Wieseck - Alten-Buseck.

£ 3n den letzten Tagen erfuhr der Wagenpark des Gemeindeoerbandes Wieseck-Alten-Buseck eine Bereicherung, die es möglich macht, den vielfach an die Leitung herangetreienen Wünschen nachzukom­men. Durch die Neuanschaffung eines sechssitzigen geschlossenen Personen­autos t'önnen auch Gesellschaftsfahrten kleinerer und kleinster Personenkreise ausgeführt werden. Die bereits lebhafte Inanspruchnahme des Wagens zeigt, wie stark die Notwendigkeit der Anschaffung vorlag. Die Lieferung des neuen Omnibuswagens ist ebenfalls in greifbare Nähe gerückt: gegenwärtig wird im Karosseriewerk in Mainz der Aufbau der Karosserie, die nach eigenen Plänen zu diesem Wagen ausgeführt wird, vorgenommen. Mit diesen Neuanschaffungen bedingt ist eine Ä e r g r ö ß e - r u n g der bestehenden Autohalle in Wieseck, in der sämtliche Wagen stationiert werden. Von dem Plane, einen Wagen in Altcn-Buseck unterzubrin­gen, ging man ab, da man sich eine zweckmäßigere Pfleae und Behandlung der Wagen von der Zen­tralisation versprach. Die Ausschachtungsarbeiten zum Erweiterungsbau sind bereits ausgeführt, gegenwärtig werden die Betonierungsarbeiten be­gonnen. Die gesamte fialle wird sodann innen mit einer Holzverschalung versehen und für den Winter eine Dampfheizungsanlage eingebaut. Durch die Einrichtung einer Reparaturwerkstatt mit den not­wendigsten Apparaten hofft man, dem größten Teile der unvermeidlichen und unliebsamen Zwischenfälle im Autowesen zu begegnen. Wie in der letzten Sitzung des Verbandsvorstaudes festgestellt wurde, ist die Benutzung der Wagen von beiden Gemeinden eine durchaus zufriedenstellende, ein Schmerzenskind ist nur die Art und Weise, in der die Flickarbeit an den Kreisstraßen ausgeführt wird. f)ier wäre etwas mehr Rücksichtnahme auf ein im öffentlichen Interesse liegendes Verlehrsmittel sehr vonnöten. Mit etwas Geduld hofft man auch dieser Schwierigkeit Herr zu werden. Im Fahrplan wurden einige unwesentliche Aenderungen vorge­nommen. So fährt der Wagen, der in Alten Bujeck abends 7.37 Uhr anfommt, nicht mehr wie seit­her um 8.20 Uhr, sondern bereits um 7.38 Uhr in Älten-Duseck ab. Um einen besseren Anschluß an den Frankfurter Früh-v°Zug zu erreichen, fährt der im Sonntagsfahrplan verkehrende Wagen, der seither in Alten-Duseck morgens 7.20 Uhr absuhr, 5 Mi­nuten früher, also bereits um 7.15 Uhr Dadurch trifft der Wagen am Bahnhof bereits 7.49 ein, wo durch genügend Zeit zur Erreich!',ng des uielbfr nutzten V-Zuges nach Frankfurt bleibt. Diese Aende­rungen treten vom Montag ab in Kraft.

Landkreis Gießen

. <£. Wieseck, 19. März. Schon seit geraumer

Zeit sand der Dneftaubensport in hiesiger Ge- l meinde eine Anzahl Anhänger, die sich nunmehr unter dem Namen r i e s t a u ben - K l u b V Wieseck" zusammenschlosfe,.. Zum Borsitzenden wählte man den Bäckermeister Karl Staut» ' manu. Durch den organisierten Zusammenschlutz und die damit verbundenen besseren Zuchtziele verspricht man sich eine bedeutende Förderung des Brieftaubenwesens. die durch den zu voll­ziehenden Anschluß an die über ganz Deutschland verbreitete Organisation der Brieftaubenzüchler eine weitere wirksame Unterstützung erfahren Wird.

s. Droh e, 18. Marz. Dor einigen Wochen richtete die Bezirkssparkasfe Gießen ein Rundschreiben an die Schüler des Kreises, in dem sie zur Hebung des Sparsinnes der Jugend aufmunterte und Heim sPa rbiichsen anbot. Sn unserer 45 Kinder zählenden Schulklasse baten 15 Schuler um Tleberlassung einer Sparbüchse. Ein schönes Zeichen erwachenden Sparsinnes! Die im letzten Herbst von Der Kasse kostenfrei abgegebenen Lesehefte über Sparsamkeit und Berschwendung haben auch ihr Teil dazu beigetragen, daß sogar Kinder Erwerbsloser kleine Einlagen bringen.

bz. Rödge n. 18. März. Sn der Dacht auf Montag wurden an der Straße von hier nach Gießen eine Reihe gemeinster Roheiten tycrübt: F u n f j u n g e O b st b ä um e w u r i> e n a b g e - b r o ch e n. die beiden Keadelrohre an dem elektri­schen Transformatorhäuschen des Flugplatzes ab­gerissen und an den Gärten am Trieb etwa 15 bis 20 Meter Lattenzaun niedergelegt. Der Wegweiser an der Straßengabelung nach Annerod widerstand anscheinend dem Heldenmute der Täter, denen man auf der Spur ist.

± A ü s dem mittleren L u m d a t a l, 18. März. Der Stand der Saaten kann dies­mal in unseren Gemarkungen durchweg als gut be­zeichnet werden. Im Gegensatz zum Vorwinter konnte diesmal die Aussaat infolge der außer­ordentlich milden Witterung vollständig zur Kei­mung kommen, auch hat sich das junge Korn reich- lich bestockt. Auswinterungsschäden, wie sie im Vor- lafjre besonders bei tiefgelegenen Aeckern in größe­rem Umfange zu beobachten waren, sind bis jetzt nur !?anz selten festzustellen. Besonders gut über, winter hat der Wintersamen oder Raps, der zwar nicht mehr in dem Umfange wie in der Kriegs- und Nachkriegszeit angebaut wird. Vereinzelt haben die Ackerschnecken geringen Schaden angerichtet: jedoch Meint der Mausefraß, der besonders auf den Klee- ackern zu beobachten ist, größer zu fein, als man anfänglich vermutete.

Kreis Friedberg

ö Friedberg. 18.März. Don der In­dustrie- und Handelskammer für die Kreise Friedberg und Büdingen ist beabsichtigt, versuchsweise zunächst für den Kreis Fried­berg eine Handelsschule ins Leben zu rufen, und zwar mit zweijährigem Lehrgang. Diese Schule soll eine theoretische Bor- und Aus­bildung für den Beruf deS Kaufmanns. deS Dureauangestellten bei Behörden und Privaten ufto. vermitteln und von dem Besuch der Stauf- männischen Fortbildungsschule befreien Der

Die Erweiterung der

Den steigenden Erfordernissen der wissen­schaftlichen Forschung und der klinischen Heil­behandlung Rechnung tragend, hat die Haut- klinik unserer L a n de s - L n i v e r s i t ä 1 seit dem Herbst 1925 eine neue Erweiterung, die -weite im Laufe der letzten Sabre, erfahren. Rechts der Gaffky-Straße, gegenüber der Lupus- Heilstätte. die ja bekanntlich sowohl in der Heil­behandlung. wie auch in der ärztlichen Ober­leitung in enger Beziehung zur Hautklinik steht, erhebt sich der neue Klinikbau in imponierender Gestaltung. Das Bauwerk, vom Hessischen Hoch­bauamt als obere Baubehörde und von Regie­rungsbaurat Deibel als örtlichem Bauleiter aufgeführt, zeigt nicht nur im Reicheren, sondern auch in der inneren Ausgestaltung, daß hier der Baumeister im engen Einvernehmen mit der Kli- nikSleitung ein Werk geschaffen Hal. das der Wissenschaft und den Patienten zum Segen, dem Klinilviertel aber zur Verschönerung gerochen wird. Die Verbesserung gegenüber den frühren Verhältnissen tritt in eindrucksvoller Deutlichkeit zutage, wenn man sich den früheren Umfang der Hautklinik und bart Zustand der vorüber­gehend dazu gehörigen Patientenbaracken ver- gegentoäriigt und auf der anderen Seite den Blick über und durch das jetzt gefchaffene Werk streifen läßt.

Der sog. Alkbau

wurde im Jahre 1914 in einem Umfang von 36 Patienten-Betten in Betrieb genommen. Reben der Heilbehandlung wurde damals schon mit Recht das größte Gewicht gelegt auf die Schaf­fung von Einrichtungen für Sturnenzwecke zur Bekämpfung der Haut- und Geschlechtskrankheiten. 3m Jahre 1918 und folgende Jahre suchte man den allerdringendsten Erfordernissen durch die Errichtung einiger Baracken gerecht zu werden, die natürlich vom Standpunkte der Wissenschaft, wie auch unter dem Gesichtswinkel der Patienten­versorgung außerordentlich viel zu wünschen übrig ließen. Der Staat wurde daher einer dringenden Rotwendigkeit gerecht, als er im Jahre 1923 die vom Hessischen Hochbauamt ausgearbeiteten Pläne zur ersten Erweiterung des Klinik-Alt- baucs trotz der damaligen wirtschaftlichen Be- drängnis durchfuhren ließ.

Die erste Erweiterung

schuf öen von der Gaffly-Str^ße aus sichtbaren westlichen Querbau mit 40 weiteren Betten, wo­durch sich die Gesamtbettenzahl auf 76 erhöhte. Außerdem.wurden hier die dringend notwendigen Räume für die Zwecke der wissenschaftlichen For­schung geschaffen.' u. a. Laboratorium, Röntgen- raum, Belichtungssaal, Behandlungszimmer, Ent- lausur.gsannstalt ufto. Die Benutzung der Rot­baracken fand nunmehr ihr Ende, die dort unter- gebrachten Patienten . wurden in das Kliniks­gebäude selbst verlegt. Die Ausnutzung der durch öie erste Erweiterung geschaffenen Raummöglich- keiten stellt sich nach dem gegenwärtigen Stand der Dinge, wie wir vor einigen Tagen bei einer Besichtigung bemerkten, wie folgt dar: Im Sockelgeschoß sind an der nördlichen Stirnseite des Baues die Daderäume und die Entlausungseinrichtung untergebracht. Daran an­schließend sind einige Zimmer mit männlichen Patienten belegt. 3m Erdgeschoß befindet sich trat allem die Poliklinik, deren raumtechnische Unterbringung zu wünschen übrig läßt, da die auf Behandlung wartenden Patienten entweder im Flur herumfitzen oder in dem Dorraum zu den ärztlichen Anterfuchungsräumen aus Abfer­tigung warten müssen: dieser Zustand wurde von der Klinikleitung schon seit langer Zeit sehr un­angenehm empfunden. Ferner befinden sich im Erdgeschoß einige Laboratorien und der Belich­tungssaal. 3m ersten Obergeschoß haben die männlichen Patienten Unterkunft gefunden, das zweite Obergeschoß dient zur Auf­nahme weiblicher Kranken. Im Dachgeschoß sind die weiblichen Angestellten der Klinik unter­gebracht. Wenn man die Räume heute durch­schreitet, so drängt sich dem aufmerksamen Be­schauer die Erkenntnis auf, daß auch durch den ersten Erweiterungsbau eine Lösung der Raum­not nur für einige Jahre geschaffen wurde.

Die zuständigen Stellen erkannten diesen Sach­verhalt natürlich schon bei dem ersten Erweiterungs-

Unterricht wird in 30 bis 32 Wochenstunden erteilt und läßt selbstverständlich für eine Tätig­keit in irgendeinem Wirtschaftszweig wahrend der Schulzeit keinen Raum. Es sollen junge Leute beiderlei Geschlechts nach Entlassung aus der Dolksschule oder nach dem Abgang von einer höheren Schule vor Erreichung der Reifeprüfung in diese Schule aufgenommen werden. Das Schulgeld, dessen Höhe noch nicht feststeht, wäre von den Schülern zu tragen. Als Schulort kämen Butzbach. Friedberg oder Bad-Rauheim in Frage. Es verlautet, daß sich die jederzeit schulfreund­liche Stadtverwaltung Bad-Rauheim bereits zur Aufnahme der Anstalt bereit erklärt habe. Sie soll sich mit dem Gedanken tragen, im Falle der Verwirklichung des Planes einen Reu - bau f ü r d i e Schule zu errichten und darin außer den benötigten Unterrichtssälen auch zwei Dienstwohnungen zu schassen. Der Bauplatz, von dem man spricht, liegt am Ernst-Ludwig-Ring, in unmittelbarer Rähe der Stadtschule.

WSN. Friedberg, 18. März. Ein f r ü h e = r e r D b e r ft e u e r f e r r e t ä r 2)., her trotz Nicht ablieferung von Steuergeldern nach seiner Entlassung vom Finanzamt für das Kreisamt Hilfspfandmeisterdienste verrichtete, ist erneut in seine früheren Fehler verfallen. Es sollen bereits erhebliche Beträge feftgefteUt fein, die nicht zur Ablieferung gekommen sind.

.^'Bad-Rauheim, 18. März. Das Gau­som m e r s e ft des Bundes Deutscher Radfahrer Lahngau 7 3 findet in diesem Jahre in unserer Stadt stall. Als Festtage wur­den die Tage vom 6. bis 8. August bestimmt. Man rechnet damit, daß sich der Lahngau mit über 2000 Radfahrern am Preiskorso beteiligt. Die hiesige Radfahrer-Dereinigung 189296 Kt mit den Vorbereitungen begonnen. Die Festaus­schüsse sind bereits gebildet. In allen Kreisen der Bevölkerung zeigt man schon jetzt lebhaftes Inter­esse für die große sportliche Beranstaltung. Zu dem Bericht über die jüngste Stadtverordneten­sitzung ist noch nachzutragen, daß die A n j ch a f - fung von zwei Elektrokarren für die Müllabfuhr zum Preise von je 4369 Mk. be­schlossen worden ist.

Kreis Büdingen.

nb A1 dd a, 18 März. Gestern nachmittag »and hier eine Konferenz der Reli - gionSlehrer des Dekanats Nidda

Eichener lMttlinik.

bau, sie mußten sich aber im Hinblick auf die finan­zielle Lage des Staates damit abfinden und einen zweiten Erweiterungsbau auf günstigere Zeiten ver­schieben. Dieser Zeitpunkt mar im Herbst 1925 ge­kommen. Nachdem Negierung und Landtag im Sommer 1925 die Erweiterunaspläne genehmigt und die erforderlichen Geldmittel bewilligt hatten, wurde im Herbst 1925

der jweite Erweiterungsbau

in Angriff genommen, der im Dezember 1925 unter Dach war, dessen innerer Ausbau in den Jahren 1926 und 1927 erfolgte, während die innere Einrich­tung in den nächsten Monaten vorgenommen werden wird. Durch diesen zweiten Erweiterungsbau werden die für die wissenschaftliche Forschung dringend be- nättgten weiteren '.Räume geschaffen, außerdem wird die Gesamtbettenzahl auf rund 160 erhöht. Hiernach stellt sich die Steigerung der Delegungs- Möglichkeit wie folgt bar: 36 Betten im Altbau, insgesamt 76 Betten nach der Vollendung des ersten Erweiterungsbaues, schließlich rund 160 Bet­ten vorn Zeitpunkte der Inbetriebnahme des zweiten Erweiterungsbaues ab. Das ist im Lause weniger Jahre eine Leistung des Staates, auf die er mit Recht stolz fein kann. Im Sockelgeschoß des zweiten Erweiterungsbaues werden Zimmer herge- richtet, in denen 21 Patienten Unterkunft finden können, anschließend die erforderlichen Bäder, der Behandlungsraum unb die notwendigen Neben raume. Ferner befindet sich hier ein Raum, in dem die technischen Einrichtungen für die Versorgung des Neubaues mit Warmivasserheizung Ausstellung ge­funden haben. Gleichfalls im Sockelgeschoß ist die Dauerbabeanlage mit Beobachtungsraum vorgese hen. Das Erdgeschoß enthält mehrere Behand­lungsräume, den Hörjaal, das Sprechzimmer und die Behandlungsräume des Direktors, die Garde- roden, zwei Vorbereitungsräume für solche Patien­ten, die bei den ärztlichen Demonstrationen im Hör­saal vorgestellt werden, ein Bibliothekzimmer, nach neuzeitlichen Gesichtspunkten in einwandfreier Raumtechnik ungeordnete Wartezimmer, das Zim­mer des Oberarztes unb andere Diensträume. Im ersten Obergeschoß besinden sich weitere Krankenzimmer, von denen ein Teil als Privat- klinik gilt, ferner die Bäderanlage und eine Tee kiiche. Insgesamt kann das erste Obergeschoß mit 24 Patienten belegt werden. Im zweiten Ober­geschoß ist Raum vorgesehen für 28 Patienten. Weiter ist hier ein Arztzinnner geschossen, ebenso eine Bäderanlage und eine Teeküche. Das Dach­geschoß enthält die Wohnungen der Schwestern, ferner ein Sonnenbad, das zwei Brausebäder zur unmittelbaren Nachbarschaft hat. Weiter wird im Dachgeschoß des neuen Baues eine kleine Kapelle für die katholischen Schwestern geschaffen, eine solche für evangelische Schwestern wird im Dachgeschoß des ersten Erweiterungsbaues im Rahmen der jetzi­gen Bauarbeit mit hergerichtet. Die Raumgestal­tung und -Anordnung im zweiten Erweiterungsbau ist unter Zugrundelegung aller Erfahrungen bet Neuzeit oorgenommen worden. Die Räume machen schon heute im noch unfertigen Zustand einen sehr guten Eindruck und stellen der Baukunst des leiten­den Baumeisters das beste Zeuanis aus. Auch auf dem Gebiete des Transportwesens innerhalb der Klinik weift der neue Bau eine wesentliche Verbesse­rung gegenüber dem ersten Erweiterungsbau auf; während in letzterem Patienten und Gegenstände über die Treppe getragen werden müsfen, bient Im neuen Bau ein Aufzug dem gesamten Transport­dienst. Ebenso hat in der technischen Gestaltung des Fußbodens eine wesentliche Verbesserung stattgefun­den: man hat im neuen Bau für den Fußboden Torfisothermplatten als Bestandteil des Bodens mit« verwendet, wodurch ein leichteres, angenehmeres Gehen als auf dem harten Fußboden des Altbaues erreicht wurde.

Mit der liebergabe des zweiten Erweiterungs­baues an die Klinikleitung ist im Herbst dieses Jahres zu rechnen. Bis dahin wird die Bau­leitung noch ein reiches Maß von Arbeit zu bewäl­tigen haben, aber sie ist doch der zuversichtlichen Ge­wißheit, daß der ins Auge gefaßte Termin für die Inbetriebnahme pünktlich eingehalten wird. Man kann jetzt schon sehen, daß der Staat unb bas Hessi­sche Hochbauamt Gießen mit biesem Erweiterungs­bau unseren Universitätskliniken ein neues, höchst wertvolles Werk anfügen werden.

statt, die von Dekan S c r i b a - Eichelsdorf ein­berufen und von über 60 Religionslehrern, Pfarrern und Lehrerinnen besucht war. Als Gäste waren Oberkirchenrat W ag n e r-Gießen und Kreisschulrat Kinkel- Schotten erschie­nen. Die Kreisschulräte Gockel- Büdingen und Fischer- Gießen waren dienstlich an der Teil­nahme verhindert. Die Berhandlungen wurden durch Schriftlesung. l.Kor. Kap. 13, und Gebet von Pfarrer Köhler hier eröffnet, worauf Professor Dr. Koch- Gießen einen tiefgründi­gen Vortrag hielt über: .Pestalozzi, die Bil­dung und das Volk'. Einleitend erläuterte der Redner die literarische, ästhetische und idea­listische Bildung, die Einfachheit. Menschlich­keit und den Wirklichkeitssinn des Volkes als die drei Elementargesehe der Bildung, die sich in ganz hervorragender Weife bei Pestalozzi in Einfalt, Menschenliebe und Demut bewiesen hätten, und die jeden wahrhaft Gebildeten dazu führen, es ernst zu nehmen mit der Stimme des Herzens, der Seele der Mitmenschen und der Wirklichkeit des Lebens. Der mit großem Beifall aufgenommene Vortrag führte zu einer längeren Aussprache, an der sich Pfarrer Wolfs- Ran­stadt, Lehrer Strößinger - Ober-L -is, Lehrer Ganz- Ober-Widdcrsheim und Ooerkirchenrat Wagner besonders beteiligten. Dekan Scriba dankte zum Schlüsse dem vortrefflichen Redner und tiefgründigen Forscher.

)( Ortenberg. 18. März. Dieser Sage ver­anstaltete der Evangelische kirchliche Frauenverein einen Vortragsabend. Der Saal war bis zum letzten Platz besetzt. Rach einem gemeinsam gesungenen Lied und einem Degrüßungswort deS Ortsgeistlichen hielt Mis- finav Lauck« Frankfurt einen cinftünbigcn Vor­trag über das Frauenleben in China, der hoch­interessante Einblicke in Charakter und Leben der chinesischen Frau, sowie in die Missionsarbeit an den Frauen gab. Eine für die Mission erhobene Sammlung ergab 21.25 Mk. Mit Choral und Ge­bet wurde der schöne Abend beschlossen. Ge­legentlich der Generalversammlung des V e t e - ranen-undMilitärvereins wurden fol­gend Auszeichnungen verliehen. Gerichtsvoll­zieher a. D. Mever und Lehrxr i. R. Kraft erhielten das Hassia-Ehrenkreuz, die Kameraden August Fahrenbruch, Karl Walther und August E i ß n e r das Hassia-Abzeichen für 25- jährigeMitgliedschaft und eine Ehrenurkunde. Letz­

terer hat 25 Jahre dem Verein als Fahnenträger gedient. Im nächsten Jahr soll das Bezirks- I r i-e g e r f c ft verbunden mit der Fahnenweihe des Vereins hier stattfinden.

zrreis Schotten.

WSR. Schotten. 18. März. Wie jetzt fest­stehl, hat auch der vergangene Winter den Wäl­dern des Vogelsberges große Schnee- s ch ä d c n gebrach: Unter der Wucht der ge- toaUigcn Schneemassen sind mitunter ganze Be­stände zuiammengebrochen. Die Bäume liegen stellenweise kreuz und quet durcheinander. Zahl­reiche Holzarbeiter sind mit den AusräumungS- arbeiten beschäftigt. Besonders schwer ist wieder die Gegend bei Herchenhain betroffen, na­mentlich in der Gegend des Jugendheims des Vogelsverger Höhenklubs.

§ Ulrichstein. 18. März. Die hiesige Spar - und Leihkasse hat in anerkennens­werter Weise begonnen, den übet 65jährigen, durch die Inflation geschädigten Sparern, soweit sie nicht in auskömmlichen Verhältnissen leben, auf den ihnen zustehenden Aufwertungs­betrag eine Abschlagszahlung zu leisten, die sich nach der Höhe der Spareinlage richtet. Gar mancher Hochbetagte erhält <uLJ)iefc Art einmal 30 bis 50 Mark, was bei den jetzigen Geldverhältnissen und zumal auf dem Lande etwas ganz Wesentliches bedeutet. Die Ini­tiative für diese soziale Tat der Kasse, die etwa. 120 alte Sparer betrifft, geht, wie wir erfahren, auf den Vorstand unter Leitung des der­zeitigen Direktors, Pfarrer Kornmann, zu­rück. Alebrigenß beginnen andere Kassen bereits diesem guten Beispiel zu folgen, das hoffentlich recht viele Rachahmer findet.

Streik Alsfeld.

* Alsfeld. 18. März. Hier ft a r b im Alter von 82 Jahren der in weiten Kreisen bekannte und wegen seines lauteren Charakters geachtete Ober­bahnmeister i. R. Dickel.

Rheinhessen.

WSN. Weisenau, 18. März. In der hiesigen Portland-Zementfabik ereignete sich eine schwere Explosion. Man vermutet, daß es sich um eine Kohlenstaubexplosion bandelt. Zwei Arbeiter aus Mainz mußten mit schwe­ren Verletzungen im Krankenhaus cingeliefert werden. An ihrem Auskommen wird gezweifelt. Untersuchung ist eingeleitet.

Preußen.

Arcis Biedenkopf.

* Königsberg, 17. März. Sn feierlichem Zuge, mit Blumen und Tannenzweigen ge­schmückt, wurden am Montag die beiden neuen Glocken für uns ere Kirche am Bahnhof durch die Schulkinder abgeholt. Die Glocken, die von der Firma Schilling in Apolda geliefert wurden, haben allgemeinen Beifall ge­sunden. Die größte wird als Denkmal den Ge­fallenen geweiht und enthält die Ramen der Gefallenen. Die kleinere Glocke wird dem Frie­den geweiht. Die Einweihung der Glocken soll am kommenden Sonntag erfolgen. Gleichzeitig ist Konfirmation und Pfarrer Steubing häü seine Abschiedspredigt.

Kreis Wetzlar.

AuS der Bürgermeisterei Ah- bach LaunSbach, 18. März. Auf einem Gang durch die Felder muß es allgemein auf­fallen, daß eine früher sehr begehrte Kultur­pflanze, der Raps, fast gar nicht mehr angebaut wird. Die Oelgewinnung ist für den Landmann nicht mehr rentabel, zumal auch gerade der Raps einen gutgedüngten Boden verlangt und als zweijährige Pflanze bei strenger Kälte gar leicht auswintert. Im Interesse der Bienenzucht ist der Aussall der Rapsblüte sehr zu beklagen, denn Rapshonig ist von jeher sehr begehrt gewesen.

CO Münchholzhausen, 18. März. Das elektrische Ortsnetz der hiesigen Gemeinde hat dadurch eine Erweiterung erfahren, daß die Lichtleitung nunmehr auch an der neuen Straße hinter der Kirche weitergesührt worden ist. Die Er- Weiterung erwies sich insbesondere deshalb als not­wendig, weil ein an der Straße errichteter Wohn­hausneubau noch kein Licht hatte unb im Laufe der nächsten Zeit noch weitere neue Wohnhäuser an dieser Straße erbaut werden sollen. Es sind ins­gesamt rund 1000 Meter Kupferleitung neu gelegt worden, auch eine neue Straßenlampe ist angebracht. Die Arbeiten wurden durch einen hiesigen Installa­teur ausgeführt.

I Großrechtenbach, 18. März. Die wirt­schaftliche Umlegung der Grund st ücke in der hiesigen Gemarkung ist soweit fortgeschritten, daß den Grundstücksbesitzern die Auszüge aus den Vermessungs- unb EinschäNungsregistern zugestellt werben konnten. In den Auszügen sind die jedem Besitzer gehörigen Grundstücke enthalten, auch ist dabei angegeben, wie diese eingeschätzt sind. Zur Vorlage der über die Vermessung und Einschätzung angefertigten Register und Karten und zur ErNä- rung über dieselben finden zur Zeit Ortstermine statt. Auswärts wohnende Grunbbefitzer können in den Ortsterminen auch Wünsche hinsichtlich der künf­tigen Planlage äußern.

<> Hochelheim. 18. März. Mit den Ar­beiten zur Errichtung einer Autohalle in der hiesigen Gemeinde für die K r a f t p o st l i n i e Gießen Niederkleen ist dieser Tage be­gonnen worden. Die Autohalle wird am Dorsaus- gang nach Dornholzhausen neben dem Köhlerfchen Wohnhause errichtet.

<> Niederkleen, 18. März. Die hiesige Kirchengemeinde besitzt im Distrikt ..Kasten- berg" eine mehrere Hektar große Rieder- walds lache, die sie in periodischen Zeitab­schnitten hauen läßt. Auch in diesem Jahre sand wieder eine solche Hauung statt, die durch die Mitglieder der Kirchengemeinde unentgeltlich ausgesührt wurde. Es wurden über 600 Raum­meter gemischte Reiser 2. Klasse gehauen die dieser Tage zur öffentlichen Versteigerung kamen. Bei der Versteigerung wurden für 10 Raum­meter Reiser durchschnittlich 10 bis 13 Mark be­zahlt. Der Erlös wird von der Kirchengemeinde zur Ergänzung der kirchlichen Inven­tar i e n. wie z. B. Beschaffung einer neuen Altardecke ufto.. verwandt.

Tillkrcis. ,

d Breitscheid, 18. März. Mit der Ver­besserung der hiesigen Viehweiden soll, wie im Vorjahr, in kommender Wache begonnen werden. Dabei finden die letzten Arbeitslosen der Gemeinde wieder Beschäftigung. Die hiesigen Holzoer st eigerungen sind jetzt zum Ab­schluß gekommen. Es wurden trotz geringer Be