Ausgabe 
18.11.1927
 
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Rr. 270 Drittes Blatt

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhrssenj

Zrettag, 18. November 1027

Das Gewerbesteuerrahmengesetz nach dem Entwurf des Steuervereinheitlichungsgesetzes.

Doti 3tegUnmg»rai Dr P loch. Schon kN.

irlbe ®tflenftanb nunnwbr nur noch entweder pur bnmbOeuer oder zur Gcwerbtiteu-r. aber nicht M teiben Steuern (xrana^ogm »erben.

Wa» nicht als Gewerke anzufehen ist. ist ein- yin angefüfrrt. As soll hier nur betret geb oben

A. Gegenstand der Vteuerpslichr

Steve rata tnttanb ist nach dem Entwurl jede» MbnanMoe stehende Gewerte für «ich, soweit im 3nlanfi 'Bftrrbtttütlcn um erhalten werben, nni Gegensad zu der sehr flltt'igenBtiitmmuiy M M M -H. ii.s .i- n -cte* ist aus­drücklich und eindeutig bte AuMchl'.ehlichkrtt der 'Sefieuerung der einzelnen Gegenstände entweder dem Gewerbe- ober nach dem ®runMteuer- «fd ftrerxi durchgefühet Es kann allo frier- ,ach Im gaiwrti Gebiet de» Reiche ein und der- - - - * -hx nur noch entweder pur

Gewerbesteuer. aber nicht

Werden: _

| Uanb-, Forstwirtschatt und Gartenbau.

b) die freien Berufe

Unter diesen beiten 'Beruf»3den hat gerade Die Älchtheraiuurhung der freien "Berufe (z. B. fluie. Zahnärzte. Tierärzte. Aechtsanwälte ufto.) gar Gewerbesteuer Hol Erörterung ten'orqc- eilen. Die Forderung nach der S nyefrung der freien Berufe in die ® etoertef tcu«uff14)t a;bt Ha. von dem Gcfichwpuntt au», eine i.iogi.chst «roh« Bali» für d.e Ofetoerteflcuer xu schaf- fen und die oft groben ö.nfonrnen der ®?uwtbe- 6^rr nubbar *u machen. Allein finanzpol irisch frt sich diese Besteuerung mcht begründen. S» wird auch nsofem unberechtigt sein, al» die freien "Berufe grundsätzlich an feste Gebühren ae- tzMpft sind und bab lomtl eine Abwäkzung der Gewerbesteuer aus der Konsumenten schwierig ist.

Dagegen soll sich die Befreiung nicht er­strecken auf die Unterhaltung besonderer An- ftalten und Erholungsheime. Schulen ulw.

3mmer gilt al» ®ctt»erf>ebe*rJxb die Tärig- feil der sogenanMen Erwerbsgefelll «haften. ohne Rücksicht darauf, ob sie der Srlangu'tg Wirt- 1 ha Micher Borteile der Mitglieder, dem Betrieb eines Gewerbe» oder dgl. dienen.

Man bat also In dem Entwurf den Bcgr.fi H Gewerbebetriebe» nicht direkt feftgefe(M. ifrn aber indirekt dadurch umschrieben, hab man auf- »Lhll. weiche XMgleiten mcht al» Gewerbe­betrieb antzusehen find.

Z. Die Befreiungen von der ©teuer- Pflicht.

Diese sind im einzelnen auf gezahlt. E» inter­essiert hier zunächst die Befrei ungsmögllchkeit für die privatttxrtlchaftlichen Univmebumnacn. Me sich im Bellst der öNentstchen -and tefenten. «eener die gemeinmitzigen und milMhaen Unter- nehMungen. die Gmollenschaftrn ul®. ®» ist nicht Xufcabe dieser QI. bau'tun». darauf näher e n- ♦ugrtcn. ob grund'ätzllch diese Befreiungen am Platze find und ob n.cht »nstesondere privat- wirtschaftl'.che Unternehmungen öffentlicher Dc- eieinwesen. Vie jedem Privat betrieb Äonfunxn» netten und zwar eine Konkurrenz g-g-n welche Ziefer meisten» au» Mangel an Mitteln und Sgl. nicht aufkommen kann nicht auch besser steuerlich den Privatbetrieben völlig gleichzu- stellen sind.

Q Besteuerungsgrundlagen.

Die jedem Gewerb.treibenden in Hellen be­bt er die Gewerte-

«esetze» welche» vor einigen Monaten k^erkrient Km dekanmgegelxn rr-orten

»weiten Te l tei le^nrte ®^r>rfbdln«vrab- menar'eb Die der Barne schon zum Aus.«ruck ».mgt. soll durch diese» Gesetz eine, gemeinsame 'iroeHuna der B< f ri j r ru ngtr-.ertrnak und Be- ieuenm^arunblaflcn für Ne Gewerbesteuer hn «inwn Beich durch ein Aabmenge'etz erfolgen, vcmit wurde die Bantscheckigteit ht den einzelnen Ländern wenigsten» in gewisser Beziehung be-

Idri.ftt werden

Der Entwurf bringt un» vor allem

1 GU Ichheit be» Gegenstandes der Besteuerung. 2 Gleichheit be» Kreises der Steuerpflichtigen. L. Gleichheit der Bef re, ung».'07 Triften.

4. Festlegung des BechälflNe». nr.t dem der Gewerbeertrag und das Gewerbekapit al ge­troffen werden können

steuer teil» nach dem Anlage- und "Betr.eb*- kapital, teil» nach dem Ertrag erhoben, und zwar aegenwärti; al» Vorauszahlung auf die rn vorhergef-endcn 3afrc* fällig gTweiene Steuer- schuld Jmvieweit Ipäter rnmal eine endgültige "Veranlagung kommen, oder ob die Steu rfchuld durch dre -* Dr.iu»^biungm al» abjegolten an­gesehen werden wird, ist jebenfall» noch unbe­stimmt

Die Merkmale der Gewerbesteuerveranlagung waren In den meisten Bundesstaaten verschieden. Cie gründete sich zum Teil auf den Ertrag aus­schließlich zum Teil afiein auf da» Gewerbe- kapital, «um Teil auf Ertrag und L'Dfrnfuimnc, »um Teil auf Ertrag und Kapital, oder auf alle diese Merkmale zusammen. Sowohl die Besteue­rung nach dem Ortrag all auch die nach dem Tlnlaac- und Bdriebstapital hoi ihre Borzüge und Schattenseiten. Beide Steuerarten tonnen un- wiitschaitl.ch und unsozial fein au» verschiedenen Gründen. Während im ursprünglichen Gitwurf *um Dewertesteuerrahmengcletz vorgesehen war. das, alle brti Besteuerungsmcrkmale nebenein­ander turmilatk herangezogen werden sollten, bat die Aeg"erung»oorlagc bestimmt, dah der Be­steuerung unterliegen

a > ®viixrt*.rtTO0 und Lohnlumme oder

b) G.wcrlxertrag und Gewerbekapital oder

ci Gewerbeertrag Gewerbekapital undLohn- Ixmnne.

Die ü'cwerbeeNragssteuer soll also In jedem Fall erhoben werden. Man verfolgt bet dieser Befiel ung den Gedanken, den jeweiligen örtlichen Bedürf nisten Rechnung zu tragen. gibt aber da­durch andrerseits da» Ziel bet Sinhcitk-chkeit der Besteuerung durch das ganze Gleich preis.

Die vorgeschlagenen Steuerfähe selbst sind fol­gende

a) 2dragobcfleuerung

bi# 15«) Am 2 vH .

weitere 1500 "Jm 3.5 v. H..

der darüber hinausgehende Ertrag mit 5 v H

b) da» Kapital mit 5 v. H.

c) die Lohnsumme m t 0.33 v. H

Die Freigrenzen sind

) vom Ertrag' Falls der Gewerbeertrag nicht den Betrag hon 10 000 Am im Hahr übersteigt. 1200 Ttm.

b) vom Gewerbekapital Falls der "Betrag von 23 300 Am nicht überfhegen wird. 3000 Am

c) von der Lohnsumme. Falls die Gesamt­summe 50 000 TUn. nicht übersteigt, 10 000 Am

Die Höhe der Freigrenzen läht sich in ihren letzten Auswirkungen noch nicht übersehen, so­viel steht jedoch freute wohl schon fest, dah eine erhebliche Zahl von Gewerbebetrieben hierbei von der Gewertesteuerplllcht überhaupt mchk ge­trosten wird. Jebenfall» würde hierdurch ein ganz erheblicher Ausfall an Gewerbesteuer für die Steuergläubiger eintreten, der auf andere 'Tbelfe wieder he reingeholt werden must Eine Oontertelaftung der wenigen grvhen "Betriebe unb auf der anderen Seite eine völlige Frei­stellung der riet irren B.ckrfete von der Ge­werbeneuer ist finanzpolitisch und ttirtschastllch unhaltbar.

Don Interesse ist natürlich noch die Frage, wie sich der steuerpflichtige Ertraa. das Kapital und die Lohnsumme errechnen sollen.

1. 31» gewerbesteuerpl 1 icht-ger Ertrag soll der nach den Vorschriften be» Aeichsemkommen- ftcitcrgelen« oder be» Körperschaftsteuergefetzes für den Gewerbebetrieb festgestellte Gew.nn gel­len. Di ei ein Gewinn sind zedoch zuzusetzen die Zinsen für die nicht au» laufenden Berbindd.ch- fciicn bestehenden Schul.en. Aenten unb bauern- den Lasten, sowie die Beträge, die an stille Gesell - ichafter oder andere nicht al» MiluMernrhmer Betül fite entrichtet werden. Dicht hnzugerech- ne» werden Miet- und Pachtzinsen. sowett sie den ortsüblichen Miet- und Pach.wert der ge­werblichen Aöume nicht ubedtciaen und soweit es Ich nicht um Miet- oder Pachtzinsen für die Überlassung von Gegenständen handelt, tle zum Dewervelapital de» SteuerpfIchligen gehören.

Bismarck

als Schabernack in Biarritz.

Dem Dr Stephan Kelule von Strabonih.

3n den Brieten te» berühmren jranzöffchen Schriftsteller» Drvsper Dlörimee an Pa- »izzi befindet stch eine lehr merkwürdige Stdle Brief vom 13.0.'tober 1365). an der erzählt wird M^rtmec habe in B.arritz. int S -wer- »ändni» de» Kaier» Äipoleon III. und der Kaiserin E u g e n i e . c.mr Drm bee Kaiser­lichen Hose» den schlechten Str ih g.-sp.kll. ihr heimlich eine Puppe (mannequin-) mit den ou- *n Bismarcks In ihr Bett AU iJD.miagdn. Den Hamen biefet Dame deute» M nmöe» Br'.e. wenigsten» in der Deröffenllichung seiner Bne*e an Panizzi (2 Bande Par.» 18dl) nur durch drei Sterne an, und er t'l bilder der O Henri.chker» auch unbetann» geblieben neuerdings ist er in einet französtschen Ze.tchnit an» Tage»!cht gezogen worden. (Jntermcdia re usw rem 10. April 1927) E» war die Gräfin Glotilde H u - chet be la Bedohere. g*borme be la Aochelambed. zu jener Zeit Pa'.o^rdame der Rai<ma Ougtnie. Ihr Gemahl, bet Graf G.orge» Huche» de la Be.ohere war damals Äam:n-rh-r des Kaiser» Bapoieon III und Senator und starb 1867. Seine Duwe verhe ratde sch 1369 in ihrer zweiten Este mit dem Grafen gar Reh. Prinzen de la Maikow t unb j-r lelbl 1884 ge­storben. 3frr zweiter Gemahl war General-rd'.u- tanl unb Obedt-x3ägrtnieift :r de» Kaier» 21a- volevn III. handelt üch be frt also um c.nc Dame be» höchsten Hofa e be» zw- ren Kai er­reich»! 1864 65 standen ihre »we Äin.X-r betv t» an Alter von vierzehn unb dre zedn Ze.bren! Die Gräfin hatte offenbar für den xrm^li^e i Preu­ßischen Staatsminifter Clio von B^marck eine 5wisse petfönliche Borl.ebe gehabt, was eieen ernnöe den Anlast gab. an ihr m bet vorbe­zeichneten Weile sein Mulchen zu tuglen.

BiSmarck ist ja belanirtlch während feiner .Wanderjahre' wieberhoil in Par s un? Brarny gewesen, auch auherhalb seiner Geiandschaftszeit

m Pari», tr.e nur vom 24. Mai bi» 8um 24 Dep- UnnbA 1362 gewahr, hat. viel mit dem Kaifer- paare von Ftanlreich in Ber.'ihrung gekommen unb war sowohl bei Napoleon III.. tote besonder» bet der Kaiserin Eugenie damals sehr wohl ge­litten. Sieht e» doch fest, dast bisse den glän­zenden Planerer Bismarck gerne zu ihrem D:sch- n ach bar befrimmte unb von ihm geäußert hat. er feiplu* Causeur qu'un Pinsien** (.mehr Plauderet, al» ein Padfer^j. Unb B smarck bat offenbar seinerseits :n;i der Kaiserin seht gut gcTtanben. kenn er schrieb während feiner Pa­nter Vesandtfchafiszti! mmal an seine Frau: .Die Kaiserin Eugenie ist schöner we je und immer sehr liebenswürdig und luftig

B-Smarck war am Äofe dc» zweiten Kaiser­reichs xum ersten Male schon in Aahre 1855 träfreerj) der grosten Panier Industrie-Ausftel- luna getoeen. 3m Frühjahr 1A7 war er noch­mals kort. Während feiner oben bereit» zeit­lich bezeichneten kurzen Par ser Vcsandtschafl»- zeit brachte er den Sommer (1862) in B arntz zu. Damals tat et eine "Borfiebe für biet es herrlich gelegene durch den ri*ftgcn Wellenschlag in den Fellenu'eni ben.frmte Seebad, da» er später sein .gtlictee» "Bi-rr.y nannte, gcfastt, denn er war vom 7 bi» 24 Oktober 1864 und um die gleiche Zeit des 3ahre» 1865 triebet dort nunmehr schon .Grat geworden (15. September 1565).

Das Kaiierpaat von Foockrcich war in jenen Ichren regeimahig leben $>.'Tb,t auch in Biarritz unk h t. wie aus z.st!genös'i!chen B.r.chren fest- steht, dod uTvner. mit Oer engsten ilrr.g bung des Ho»es ctr. seht ungejtoungent». heiteres an- tnu!i<ier Ge'elllchast Gewidmetes Leben geführt.

War die» c!ft> ie Umtoelt, in bet B smarck unwifsent.ich Gea nst.nd des von M ratet der Palastdamt der Kawerin Gigerne gespielten Scha­bernacks werden konnte, so ist eS zum besseren DcrftÜndnissc de» ganzen Spi bdchens noch not- wend.g. ein paar Worte über die Persönlichkeit Dort Pro«per Mcrimse zu sagen. Dreier frucht­bare hervotruaende. feins>nn-.g. und auch be­rühmte Schti rsteiler (geb. 1K3 . von dem man aber in Deutschland hum mehr weist, als dah er diejenige Lovelle geschrieben hat, aus der bas

Eine Befcmderhett be'trfrt noch inlokm. als der hiernach stch ergebende Ertrag gekürzt wrrb. wrn- im 2 zentum des Lteuerschu!>«^r» in- ländi'che Betr ebsgrunk-stücke Aehen. um 4 o B de» noch den Bor chniren br» Re.chsbewertungs- oesetzt« sestgestellle 0 t-che t»wertes Diese Be- franmuag hat .frre llriache in folgendem

Der Entwurf immt die "Betncb*grunv'rü4< aus der GewerbeIteuer herau» und uitlrnridi sie der Grundsteuer Lach dem Grundsteuee- tafrmengele» betrügt aber der normale Sitz der Steuer 9 v. Laufend, während die Gewerbe­steuer vom Kapitol normalerwefe 4 v. Taufend beträgt Ein Lusgle.ch für diese Mehrbelastung soll deshalb dadurch geschaffen werben dah der steuerpflichtige Gewetbeenrag. tote oben ange­geben, gekürzt wird

Maßgebend für den Lichtabzua bet Zinsen für Schulden au» laufenden Berbindl'.chkettm 10 wohl die Gefahr von 6truerumgefrungen durch Ber- schiebunn

2 . M» Gewerbe kapital gilt der nach den Tariert her. de» Leichsdewertungsgefetze» fest-

u.stellende Etnbe.t«weN Wie berdi» an anderer Stelle ausgefüvri gefrören zum 'Betriebskapital nicht bte BetnebAgnuOftüdt. während tfrm andrerleit» die sogenannten festen Schulden zu- gerechnet werden

3 AI» Lohnsumme atlt bet Lrbe-tslvhn. der im Steuerab'chnin der Ernckommenfkeuer oder Körped chatt »steuer an die im Betrieb besei­tigten Lebe ter gezahll woeben ist.

D. Df e "Beranlagung und Erhebung bet Gewerbesteuer

Sie soll für da» Lechnungsjahe erfolgen. De Veranlagung. Steuevouf^icht. Lechsmalel und Straiveriähren werden allgcm in den Leichs- iinanzbehörden Übertrager ein Zustand, der für A elfen kein Loo um bedeut.« Dagegen toll die Entscheidung über Stundung und Sriast vorerO den Steuergläubigern «Land. Gerne nde. Kreis u«to.) überlasten bleiben 9» ist felbstverstänb» sich, dah in ckukunt« bet der Veranlagung der Ge­werbesteuer auch eine M-twirkung der Steueraus- schüste, allerdings tn andever Zusammensetzung als seither, vorgeseven wirb

Tumen, Sport und Spiel.

Fußbattkamps Holland Deutschland.

Zum elften Male treten sich am 20 Lrvember tn Köln die .M>b<il!-Üänbcnnann<<baft<n von Deul'chland unb Holland gegenüber. Bon den bis­herigen Kämpen gewann Holland vier Deutsch­land drei, während bre; urrentschieden blieben. Deutschland» Siege sind sämtlich m der Lach­krieg» zeit erzielt jedoch gaben die Holländer nuib in dielen Kämpfen stets einen ernsten Gegner ab ä

Holland» Spielloetse weicht von der Deutsch­lands in mehdacher Beziehung ab. Die Holländer pflegen nicht da» feine Kombinatton»sp ei, tote e» der TKchncfrl der anberen tontinen alcn La- ttonen eigen ist. sie sp elm vi.'lmehr ein offene» und schnellev 2lnarifs»fpiel, da» wenig Wert legt auf tochnlsche Glanzleistungen dafür aber mit aller Macht zum Sdolge strebt. Der diesmalige Kamps hat für beide Länder insofern gröhere Bedeutung, al» bet de inmitten der Vorbereitun­gen für bte Amsterdamer Olympischen Sp.ele stehen. Holland hat den bearetflidbm Ghrgrtz. in der heimi'chen Dlympialoitkurrenz eine b-sondere Volle zu spielen. Deutschland, da» nach 16 Zäh­ren erftmalig wieder an Olympischen Spielen tctlnimmi. wird al» grösste Fuhballnation Su- ropa» nicht tatenlos beiseite stehen wollen.

3m 3afrrc 1910 stieg der erste Kampf beider Länder Er sah in Arnheim bte Holländer mit 4:2 als Sieger, unb auch die zweite Begegnung in Kleve brachte den .Orangefarbenen" mit 2 1 den Sieg Zwei Jahre später gab e» einen dra­matischen Spiel verlaus Lange Zeit füfrdc Deutsch­land, dann holten die Holländer auf. und mit 5:5 blieb der Kamps mvntfchieden. 3m gleichen Jahre errangen die Holländer mit 3 2 den dritten Sieg tn vier Spielen. Wenige Monate vor dem Kriegsausbruch endete der letzte Kamps vor der mm eintretenben grvhen Vause abermals 4:4 unen'schieden 3n der Aachkriegszd! kam es erst im 3uht# 1/23 zur Wiederaufnahme der sport­lichen Beziehungen Herder Nationen, da d.e Hol­länder im internationalen Sportverkehr sehr zurückhaltend sind Da» in Hamburg abgetragene Spiel endete auf beiden Seiten Lorlo». a so toi der unentschieden Ein 3ahr barruf konnte Deutsch­land in Amsterdam mit 1:0 seinen ersten Sieg erringen. 3m 3ahre 1025 stellte Holland wieder den Sieger. 2: 1 lautete da» Erg-bni» Die letzten beiden Spiele wurden von drn deutschen Länder- mannlchasten gewonnen: In Düsseldorf mit 4.2 unb in Amsterdam mit 3:2.

Dom Turngau Reffen (D. T ).

= Der nächste Sonntag steh! wieder im Zeichen vorbereitender Arbeit Bor.nistaa» findet m der Turmhalle des To. 1S46 eine Zusannnen- fünft der geübteren Turner de» Gaue» statt. Unter Ce.timg des Oauobertumtoarl» Will (Diefstm) und des Männedurnwart» T e ff t o r (Harburg) werden die F«.Übungen für da» Deutsche Turnfest tn Köln geturnt An

den Cbcräern werden Sinnwe11 (Bab-Tlau- freim), Brüter (Oieften) und Ales (Aidda) al» Bortumer tät.g sein. Aach dem lunvn f ndet eine Besprechung statt Bahri wirb u a. auch über Stellung emer Gauriege beim Deutschen Turnsest beraten.

Am Aachinittag findet in der Jumfrille des 'iruinncrtuntocTr-.il» eine G a u vo r t u r ne r- stunde für S chü l er t u r nwa r t e und Boe- tum er statt Leiter an den einzelnen Gerävar sind aufuT dem Gauoberturnwad die Turner Paul lGefffen». Thierolf (Friedberg),Te,- to r «Marburg'. Schüler «Wetzlar». D-.e Ber- anftalhmg ist r.ne Aeueinrichtung und fürdet erftmalig hn Gau statt

1. Bezirksklaffe Hessen Hannover.

3n der Südgruppe hat es Borussia. Fulda, verstanden, seinen Punktvodprunt mit einem überzeugend hrhnt Ergebnis gegm Iura. Kassel, zu halten. Fuldo ist ein» Mannschrsk. die sich durch Acuffferltchkeiten (eigener Platz, eigenes Pubillum» stark beemfluffen lästt und auf eigenem Boden stets ein grrRr Könner und gc<üddich.r «Deaner ist. Koumnendcn Sonn­tag absolvieren sie ihr letzte» und entscheidendes Spiel gegen© b o r V. Kassel. 3tn Falle eines Sieges sind fw Meister, bei urxmt«ch^t<nem Ausgang werden sie. In der Annahme, da st 03 Kassel alle noch ausstehenden Punkte einzieht. nr.t diesen punktgleich unb mühten sich bann tn einem neuerlichen Drostkampf um die Südgrup- penmeisderschast streiten. Der S E. M Kassel setzt, seinen Li>>geszug gegen Gle den B. s B. fod und stärkt am Sonntag sein Können tn einem Pdvaripiel gegen den mehrfachen westdeutschen Meister Arnrinia, Bielefeld.

Dost der Spielv. Kassel die S Bg. Göttingen mit 4 .2 schlug, ist an sich bedeu­tungslos. wenn nicht die Gött ngcr dadurch nun* n.ehr aussichtslos am Tabellen ende st. den and dem Abstieg rettungslos verfallen Unb M.t einer gründlichen Äiederlag, von 1 .7 mu'itm di« Hessen 00 Kassel ifret Meisterschafts- Holl nungen gegen den Mets»« Kurfressen, K a l s e l. b«gvat>en. Kurheslen Ist brr lor b - gruppentitel kaum noch zu neh-nen. Kur- 1x1 len tdfft am Sonntag auf Herrnannla und dürfte in lirsem Gang genau so leicht g.-txr.nnen tote am Bodonntage ebenfo wir Spt »1 vg. Göttingen sich selbst in Göttingen nicht g.-gen Hessen CA wird durchsetzen formen.

3n ungefähr 4 Wcchen (an den beiden Weih- nachtsleienager.) erreichen di« 6pt~U- ihr En e Alsdann werden die Gruppenm. i ter um die Bezirksmelsterschaft m tr.nanber kämpfen. M. W.

2. Be-irkSklaffe Lahn.

15:0! Ein !Rr(orb<rgebnl» wird au» Marburg gemeldet. D. f. L. st u r h e s j e n schlug so den 6. D. i) e r b o r n und hat bannt jetzt da» beste loroerfrält- ni» mit 39:10. In Wetzlar wurde da» Spiel W e tz» I a r gegen Ocker ehausen der schlechten Wet­ter» halber abgebrochen, und da 100 0 Qiefren ebenfatt» gegen grankenberg gewann. Hai sich

Test buch zu Dizet» Oper .Lärmen- gezogm i.t. tour schon mit der Mutter der Äailenn Sugeme. der Gräfin Montijo. nahe bdreunbet und infolgede'fen während des jtodten Kaiserreichs Hausfreund Kai'erpaare» CJt 1331 in ver­schiedenen aHin.ftenalflclicn und seit 1344 M t- glred ter Madern!.-, tourte er 1353 Senator. 1858 Präriderck ter K^i erlichen Bibliothetskonnmss on und 1566 Gro^os izi.-r der Ehrenleg-.on. Den Sturz feine» katleri chen Herrn nahm er sich fo zu Her^ei'^ dast er am 23 September 1870 zu Henne» ffarb? - Der 3taliener AMonio Pan »n (geb 1797. geft 1879). zulrtzt .Sir Anthony Panitz ' in ©njunb. an ten Werim^e fe ne bei Sdchnnen grobe» Au^frhen erreg nben mer.tour 4je Blicke auf die 3ettere,.gnil!c non 18531870 gxtoäfrren- den Briefe geridfrtri hat. lebte frit Anfang der utoCKiiger Jahre al» ptenronte'tfdbcr Aerolutip- när-Flüchtling in ttnglanb un'. toir fr.t 1823 Dc^ent an ter Londoner Hvch'chule, seit 1831 HUfsbibliochekar. 1837 Bodtaib der Druck- ,chi tcn-Tübidlunq. 1858 vVerb bl o:hekar an der Sta.tSbiblio'.hek de» Br.v.fchen Mufeum».

Ob wohl Bismarck von dem Schabernack, bei tem fein ^manneauin 1865 in "B am» al» Ge­genstand gedient hat jemals erfahren hat? Man follte glauben, dost 'hm die Br^ e von !E6nm6e an Panizzi nach Edchemen nicht unbekannt ge­blieben sind!

OfabtloS ällztlühe Hilfe.

ArrzHiche Behandlung von Kranken, die llch auf hoher Lee bchnten. wird durch teahrL> - Hil»e von tem OcfTcnti^be?. G»undhr. »dienst der Bcrr.nigtvn Staaten bereit» seit einigen 3ahren te:r.cjcn. Mehr al» 300 Aufe um Hilfe kamen während r«c» ieyten Jafrre» auf drahtlotem Wege an deie Steife. Die Hi.fe.ei^ung ist aal Handels- fefrcHt' beschränkt, da auf Pa^eg.edchi fen der Sxch 'fsarzt die Behan^-luna Iciter. ' XL Ater da auch auf Pallagiedchrsten dir Arrzte nicht feiten über d.e beftc Behandlung in Strti: geraten, fo wird auch von diesen bisweuei der Bat des Ge'un^ heitsd.enstes aagcru'en. 3ti>er. der einmal d.e angstvollen ©tunten durchgemacht hat, in

denen man den Anruf te» Doktor» in der Aacht bei der Erkrankung eines nahen A.,ae- hörigen erwartet. w:rd ten Seaen dieser tifn» r.chtung ermessen fermen. Früher warm d.e Kranken auf Hoher See. wenn ke.n Arzt auf tem Schiff war. ganz such selbst und eigener Kur überlassen 3etzt sendet ter Kapitän e.ne» solchen Sch.ffe» etn< drahilofe "Botschaft an da» nächste Mc r-.nekrankenhau» ober eint Hllfsftatrvli. Me Botschaft w.rd sofvd kostenlos überall an ten Küster, ter Bere n.gten Staaten nach dem De- lundhe.tsdienst in Acuyork übermittelt. H^er be­hüten sich Tag unb "Aacht hervorragend Aerzte. bie bie nötigen Anweisungen auf schitllstem Wege üHerrn.nein. So war torzllch ein Dampfer ;n ter Aähe te» Hafen» von Baltimore durch Mafch.nentesekt geztoungen. an einer unbewohn­ten Äuftmtteik vor Xuer zu gefren. (Kfl Munn hei batet durch eint offene Luke und brach sich da» Bein Dir bcafrllole Bitte um Hilfe wurde tor ter Stahon am Kap May in Aeuierfey ausgenommen und t«m MarinekrankenhauS in 'Baltimore übermittelt Da» Krankenhaus sandte durch t:c Station lofod die Mitttilung dah ein Krankenwagen mit einem Arzt an die Stelle gtianbt toer.-en würbe, wo da» Schiff vor Anker lag. D e Entfernung betrug etwa 25 Ä.loireter; man holte ten Kranken ab und brach'e ihn in» Holpital. Wie sich gewöhnlich dt braf/iiofe ärzt­liche Behandlung abspitit tefür gibt vk Aeu- porfer Sun ein typilch^s TSet piel Das lorint« franferfrav» von Äcunorck erhalt folgenbe M.t- trJung .Dampfer Sfestro Patient an Fieber erkrankt, geben 15 Grain» (tfrmin. ^JA.. sich freut morgen besser, hatte abends S^ilttifrost, Temperatur 30 Erbitte Äat. Die 2m wort lautet: .Dampfer Efestro. Steckt bei Mann in» Bell. Leute" für Schrttelfrvst. Htihts

Getränk. 10 Grain» Thinin pt.rmal am Tag. Letzt DvlÄ auf die Hälfte fr-rab. öerm Cfrrre- I auf en Berichtet morgen.' Darauf ant hortet der Dampfer, dah es tem Marrn schon befer g-h-, und er erhält toe.tcre Anwtilungen über Fi'r'-- setzung ter 'BefranMung. über d-.e e.rqayiÜenbe Diät, wie lange der Patient noch ün Bett ge­halten werten soll uhn.