Ausgabe 
18.11.1927
 
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Nr. 270 Zweite; Blatt

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für OderlMn)Zreitag, |8. Nsvember 1921

*tTD-cgcnKc 3Lbriabi Nr tJinjrffrÄwb aber volkswtrtfchafihch genujcnb »eit-

Unter Mein Xitel bat der 5<btxftl<u<i

der

goldene Hochzeit. X!X (H r ü n b e r fl

/)öhc. Sic lo|

nnte.

eines.

nicht oder nur verarbeitet oder

heilen Name alUu leicht über dem beweglichen und fluchtigen -chauspiri vergessen oder übergehen wer­den tonnte.

,Glanz und Elend der Rurtifanen'.

3m Lichtspielhaus, Bohnhosstrahe, läuft seit gestern der {yilm »Glanz und Elend der M u r t i i o n e n". Nach dem berühmten No­mon. und ol'v abermals ein literarischer Film. Dir wollen Grunb'ätzlicht- in unserer Huh'afiung vom LechielVerhältnis zwifchen Film und Literatur nicht

Preisgestaltung liegt.

Die übero egenb« ULbr.

feit unb OtlbMcitlt lind die beiten Hllfen auch bei der Erreichung gesetzgeberischem Schutze»

Der sich ober ali Freund de» ertverbs- tätigen Mittelstand« um die Pflege bi der kittet Leidster Ziehung bemüht, der Hot nicht weniger b-.e Pflicht, verallgemeinerten Vor­wurf en entgegenzutreten. wie solche aus der Verbraucherschaft so leicht gegen Handel. Hand- u-ert und bewerbe erhoben werden X.ucrbing» ist e» die bevorstehende dringend nötige Reform der Deamtenbefoldung. deren dfeiulidx Erörterung hier und da wieder dahin gduhrt hat, hast Wihtrauen zwischen Kaufmann und ver- brauchet gesät wurde, ö» ift die Befürchtung verbreitet -vorden. der Ginzelhondel wie wir den Gefarnkdegriff der von Handel. Gewerbe und Handwerk geübten Datenverteilung um- reiben wollen werde diese Gelegenheit zu einer allgemeinen Erhöhung de» P reis - Niveau» Nicht ungenützt vvrubergehen lassen. Run bot der Einzelhandel durchaus ein Interesse an icbtr Ctärlung der Äauf Iraf t der

. 17.Olov. iKute vormittag verunglückte die Frau de» Architekten tfac-

Oberheffen.

Landfrei» Gieße».

tz Beuern. 17. Hob Au' dem Gebiete der Dau tat igle it war es in, letzten Jahre hier ruhiger als in den vorhergehenden Jahren Reu in Angriff genommen wurden zwei Wohn­häuser eines in der Scheibengasse und ein» an der Straße nach Großcn-Buseck die beide jedoch cdi im nächsten Jahre feniggeftellt werden lonnei. dtoei Bauten an dem Bersröder Weg und in der Scheibengaffe die schon 1926 an ge­fangen wurden tonnten im Laufe dieses Com­mers bezogen werben

t Treis a. b. Lda . 17. Nov. Die Eheleute L ob j)amnter|d)lafl und Frau Jetlchen geb. härtst feierten im Sreife ihrer zahlreichen Angehörigen bei vollkommener lörperlicher und geistiger Frische ihre

iamntenfaifuna und Erneuerung reiben in moderner Einkleidung.

Uebcrhaupl sollte auch Balzac

Oer Neichsschulgesetzentwurs und die Lehren des Bayerischen Konkordats.

Bon Dr. August Messer o o. Professor der Philosophie und Pädagogik an der Lande»Universität Gieveu

Denn der Film an sich, wenn man davon abzu sehen vermag, wem er dos Beste verdankt, ist eine sehr hoch zu wertende Leistung, die in allen Teilen unb Einzelheit.n einer strengen Beurteilung stand- hol:. Josef T h a n schrieb das Manuskript. Man- freb N o - fubne d e Negie: beide arbeiteten mit ft.nem «fieiahl, mit Takt unb Kcfchmack, urmufbrinfl- I m unb sicher, ohne Fehlgriff unb ohne fchöbigenbi Ucberiretbunfl in der Ausnutzung ihrer künstleri­schen Mittel.

Wenn wir auf jede Inhaltsangabe vera chten, fo geschieht da» aus mehreren Gründen, einmal um niemanden vom Buch adzulenlen. und ferner, um niemandem der nach uns den Film sicht und es lohnt sich, ihn zu sehen-, die Anteil­nahme zu schmälern und die Spannung durch Borwegnahme der Pointen und der Endlösung preis zugeben. Das Der! erweist nämlich u. a.. daß eir. ungemein spoimender Film gleichwohl mit künstleri'ch ganz einwandsreien Mitteln ar­beiten kann kWas selbstverständlich Hingt, aber durchaus nicht immer der Fall ift )

Denn wir sagten, ei lohne sich, dreien Film zu sehen, so dachten wir al gesehen von der Inszenierung (unb der vorbildlich klaren und d^rtn Photographie», vor allem an die Schau- fprclcr. Unb unter ben Schaufp «kern wiederum zunächst jo Wegenc r: er entfaltet seine ab- grundige Darftellungskunst recftcrl-d) in einer Toppe trolle: er spielt ben entslrhenen Ctröfling Lvll.n. der sich in den Marquis Herera ver- L-andelt: eine bewundernswerte, bi» in bie lei* feste Mu4kelregung und gering ft« Handgeste hin­ein beherrschte Gestaltung

Gut sind auch al!« andern. Die La Fahrt te iEsther, nrit schlan-en Bewegun­gen. traurigen Augen und einem rassigen, zart- hr.i. en Cro'ü. Fue11erer l Lucien), der Afirue 3 ö'r Ling Iaccard) ® e tr on. ein feister Bankirr von Alten ein ei ersüchttgerStaats­anwalt. Alle gut, jeder an feinem Platz -r-

mit vorsichtigster Auswahl filmisch bearbeite: werden. Es wäre ein vergeblicher stampf

ler ift nun aber voikSwirlfchaflllch genujenb wert- blickend, um eine Steigerung der Kaufkras: unb der Jtonjunhur nicht mit <.ner Grhohu.ig >er Preilc zu beantworten Do» Gegenteil Wirde verständlicher tein. Dieser Udxiyugung hat auch der Aeichswirtfchostsmrnifter Dr Gurt iu» auf der Tagung der Hauptgemeinfchaft de» deufchen Einzelhandel» Ausdruck gegeber al» er als Aul- gäbe diese» Stande», .die Erzielung eine» mög­lichst bobe-a Umlage» durch grötztmbgliche Senkung der Betriebskosten und einen möglichst billigen Berkau«sprei» bezeichnete G» darf auflb nicht hergef c.i werben, dast der Boriwende der Haupt - gemc>n!chast bc* deutschen Einzelhandel*elbft erklär., .dah in keinem Einzelhai.bel»v.rbanb oder fönst in einem Jusammeiifchluh von Detail- geschälten jemaU der Gedanke hab. Platz greisen können, bah höhere» Einkommen weiter Beamten- schichte» em 2ttilasi zur Preissteigerung se.n

mit dem Dopt: wohk aber könnte brr Film hier eine dl de lende Misston erfüllen unb mieber zum Sud) hinführen unb zwar nicht ausschließlich zu eben dem Buch, um das es sich handelt, viclmkhr zu dem imponierenden Gesamtbilde des genialen Fronzofen,

zeichne

11 ur dcrjeinge kann zur Vogt der Dinge m Dcuifchiand 1id> einiger matzen richtig einftcUen. ber die Jetztzeit mit den furcht barm Jagen bei Julammenbruch» de» Bürgerkrieg» und der Währuiigszerrüttung vergleicht. Der nur au» her wirtschaftlichen Unzulängl chleit der Ge­genwart «eine Ä lagen schöpft, ja. teer jroeiy so lut oder g< auf wand zeit

Derbraucher, und er begrützt gewif« auch ben Umstand daß der deutschen Beamtenschaft ar ihrer Bedeutung aogtinrffene Leben» intgnchke.: gekichert werden toll, in der Preisbildung ledvch iri er von dem eigenen Dollen vei: we­nig» r abhängig al» von der Gntw.ck.ung der Mar!:.-g» auf b»n R oh st vs f m ä r 11 en. vom Beschäftig ungögrod und von den Äol- kulatlvn»prinzipien fener Bvrlieferonken, m beten Händen der maßgebende Ginflutz auf bie

Gießener Sängerkranz.

Lchumann:lae Paradies und die Peri-.

Eine ähnliche Stellung w.e Mendelssohn» .Walpurgisnacht" -u Debet» .Freischütz" nimmt Robert Schumann» Paradies und Port" zu Debet» .übertön" ein. Tort not- h?che Geisterromanttk h er die phantastische Zauberwelt de» Orient» ö nen stofil.chen Hin- Wei» hat Schumann sicherlich durch Marichncr» .Klänge au» dem Osten" erhalten «Ouvertüre. Lieder und Thörc waten dort ohne Unter­brechung aneuiandergereiht). in ferner Bespre­chung de» Werte» bebt et besonder» hte neu­artige Bearbeitung hervor Den Tert nach Tho­ma» Moore batte er von fernem Jugendfreund ö Flech'rg erhalten. Schumann unterzog ihn einet durchgreifenden Neugestaltung und damit wesent- lichen Verbesserung Im «Gegensatz zu Men- dels'vhn» ..Walpurgisnacht" tritt hier da» cho- ri'che Element nicht so stark in den Vorder­grund. Der Form nach könnte man da» Derk alJ ein weltliche» Oratorium beze.chnen. aber Lchmnann t^rm.d auf der Original-Ausgabe jede klaf ist zierende Bezeichnung. Aeufterungen Schumanns bestä.izen den eigenartigen Ehatakter be» Deries: ..Ich glaube beinahe an ein neue» Genre für den Äonyr^aaL* An anderer Stelle äuhert er sich Ein Oratorium, aber nicht für den ÖS-raal sondern für bettete Menfchen - und eine Stimme flüsterte mir manchmal zu. al» ich schrieb: Die» ift nicht ganz umfonh. was du tust." Richard Dagnet patte auch schon einmal an denselben Stofs gedacht. ..Ich fand aber keine Form, in welcher da» Gedicht wiederzugeben sei und wünsche Ihnen daher nur Glück, die richtige gefunden zu haben", fo schreibt er an Robert Schumann.

Gerade diese» Derk hat seinerzett wohl dazu

Delk bekannt zu machen, denn berät» 1843 kam da» Derk In Tieuvori zur Aufführung Der starke Crfolg ha'te für Schumann noch die persöi.liche Folge, daß dadurch die Drrsöhnung mit Friedrich □Steif, dem Vater von Klara Schumann, be-

gettnllt ift. im Sunde mt: ehrlichen G.eich­st redenden auch alle Kräfte der Selbsthilfe wirken zu la Heu, der braucht nicht ynu zu ver- «am.

3m Hndl^ auf die zun.-hcnende bena- gvgi'che Bearbeitung bc» Mittel stände» tonn ein» nicht scharf genug beton werden Gefctze»- hikfe ift mmer nur Beiwerf. niemals Hilfe an 'ich. Di« Reich»-. Lande»- und Geme.ndepoiitck verständnisvoll und zielsicher Im Sinne Mittelständilchen Schutze» zu ber.n<luffcn. ist eine n.mmerruhende Aufgabe unserer Botts- verirrter, aber ihre Arbe.: wäre umsonst, wollte man die HoEfnungen hier Überspannen. Der denen glaubt, die agiiatorJd) die Aufmerksamkeit nur auf Ge'evesh.lfe hinlen.en. wird eiend be­trogen werden Allo Kamps der Phrase und

lingen. Auau skhon des äste....

kranzes seine Fähigkeiten erwiesen. Such diesmal fübne et den Tenorpart mit stets gezeigtem Geschick durch und gestaltete die hm zusaUende Ausgabe mit guter Musikalität. Hermann Diersch, Frankfurt (Safe) zeigte beachtliche Stimmittel, nur mutzte er sich bei feinem sonst recht voll strömenden Organ vor einem absichtlichen Dunfdfärbrn hüten, da sonst die Freiheit des Tones dadurch Einbuhe er- leidet. Auch er bereif», wie sein Tenorpartner, datz

Boverif chen Lchoerzeituug Dr. Fr. A ü ch t c r jüngfl emc Schrisl berauogegeben (Dürnberg. Lehrerheim 1927*. die m 5>inbNck aus bevor- stehe.'de Konkordate und auch da» Aeicheichul- gesetz von allcrgröbter Dichtigkeit ist. Alle mit- geteilten Falle von gröberer Bedeutung sind in her Broschüre an Hand der Akten eingehend bar- gebellt und kommen so erst nach ihrer ganzen Tragweite zur Dirkung. In dieler Stelle kön­nen wir nur kurz anbeuten, um weiche Art von

Fällen e» sich dabei handelt

Da ist ein Schulanu»>bewerl»er X. der bei feiner Auötritlsprüsung au» dem Seminar sei­nem Aeiig'ion»1ehr.r persönliche GewiNensbeden- ken offenbart hatte Bei der Zweiten Prüfung 1926 erklärt er sich bereit, ben katholischen Aeli- glon»imtcrri<pi m Sinne der Kirch« zu ertiilm, wobei er hinzusügi. er sei katholischer Christ. Da» genügt aber dem prüfenden Dompropsl nicht, er will in erncr staatlichen Prüsungt ge­naue Auskunft über die einzelnen Gew.ssensbe- benfe.L Da» Grgebnr» Ift. datz dem T bie missiu canonica, da» Recht, Religion»unterricht zu er­teilen «da» der Bischof verleihti. verweigert unb er voraussichtlich von der Anwärterlifte ge- sttich<n wird. Dabei besagt Arttkel 136 der Reich»Verfassung .Die Zulassung zu ösfentlichen Aerntern ist unabhängig von Dem rd.gtöfen Be­kenntnis Hiemanb ift verpflichtet, feine religiöse

könnte.

Bietbe sich bet laulmannisch« und »icumv- lichc Mittelstand auch weiterhin fe.ner ehrenvollen Trobitivn bewusil er w-rd gegen unsachliche Feinde stets Schutz finden, unb bewahre bie Be­amtenschaft als bürgerlich« B«rbraucherfchichr ihm ihre Treue! Kein Stand kann für stch leben b c r eine mutz b«n anbern verstehen unb tragen.

gedacht.

Die Vertreterin der Peri. H.'dwrg Siebe. Frankfurt a TEL. war nid): völlig imftanbe. ihre Partie deren Schwieriger.: nicht verkannt fein 'oll. restlos zu erschöpfen. UnTidbcrbcil in Eia- lätzen wie auch eine nicht immer auätr.djenbe Alem'eckmik störten ben guten Siabruck. bc.i bie an sich erfreul:.^er Strinmi tel hätten h nterlaflcn (ormen: wenn'chsn auch diese Stimme noch nicht als völlig durck>gcbi!det und enwickett angesehen werden kann Bis jetzt sehit dem S: mmNang durchaus der strahleTibe Si-vrancharakter. die Höhe erflang fteflentDei'e forciert. Hella Ma - ternu«. Gietzen. könnte ihrer fnmpalhifch ge­färbten Stimme noch gröbere Intensität abge- Wirmc" in den (frn'entMefänen kam sie nicht voll zum DurchlNngen.

Die Altpartie lag In den Händen von Nofy Hahn. Frankfurt. Ihr Organ erklang voll, ob- wohl nidjt immer gleichmäßig strahlend in der

iftf ihre Aufgabe sonst mit gutem (Bf ist Jordan. Franksurt (Ifnon, hat ertn in dfa Ausführungfn dfS Eängtr

Der Gntwurs beftiinnit in 8 4 Abs. 5: .An der Bekenntnisschule dürfen... nur solche Lehr­kräfte hauptamtlich angestellt werben, die dem Bekennt.ii» bvr Kinder, für welche die Schule bestimmt ist. ober einem verwandten Bekemrtni» angehören." Es ist nun von katholi'cher Sette die Forderung erhoben worden, daß die äußere, rechtliche JugehSrigkeit zur Kirch« nicht genüge sondern haft eine Innere Zugehörigkeit nötig sei lieber ein« solche ab<r würbe bann die Kirche die Kontrolle unb bie Entscheidung für sich in Anspruch nehmen Zu weich kleinlicher unb brüdenber Beaufsichtigung durch ben Orts- gciftlicbcn unb ..irommc Seelen" bie» führen kann, davon wird man sich leicht eine Torftellung machen. Selbst in Kreisen katholischer Lehrer Ist man deswegen in lebhafter Besorgnis, das beweist z. B. ein Artikel in hem .Derernsdoten . der Dochenschrift de» Katholischen Lehrervereins in Dürttemlxrg Rr 42 vom 21. Oktober 1927. In ihm heißt e» .Die Desensgestalt her neuen Bekenntnisschule zeigt ein andere» Gepräge al» die bisherige Dem staatlichen Gharakter her Bekenntnisschule wird starker Abbruch getan. Die Bekenntnioschul« wird mehr unb mehr in die Machtsphäre her Kirche geruch. wa» sich im Lause her Jahre zu ben schlimmsten Folgen t holländische Schule« auSwirken wird. Das bc- tautet aber gleichzeing eine starke Minderung der staatsbürgerlichen Rechte unb Freiheiten her Mehrer: beim der Staat tritt letzten Endes die Entscheidung über de Verwendung de» Lehrer» an der Befenntni»fd>ule an dl« Kirche a b

Diese Besürchtuna ist in keurer Deisc aber- trieben. Dir sind mnnlich in t».eser Fra^' nicht blvh auf Vermutungen angewiesen, wir können mit Tatfachen aufwarten. In dem berüchtigten Bayerischen Konkordat, ha» schon leit Anfang 1925 in Kraft ist. enthält närnl.ch 8 5 eine ähnliche Bestimmung. Fragen re.r also einmal nach den Auswirkungen des Konkor­dats in Bayerw

Idblcunigt wurde, lieber das □Bert selbst haben die Dorbelprechungen ld>on das Wesentlichste ge­bracht.

Tie Ausführung von .Paradies unb Peri" stellt besondere Anforderungen sowohl an den Ehor als auch an den Vertreter der Peripartie und des Tenorpartes. So litt die erste Berliner Auksührung darunter, datz der Thor der Sing­akademie stch nicht ganz auf den Geist des wrt:lichen Oratorium» einzuftellen vermochte, und batz die Solisten nicht besriedigend besetzt waren. Tie Aufführung des Sängerkranze»- Gießen war nicht in allen Teilen gleichmäßig aber trotzdem kam das Wert zu einer nachhal­tenden Wirkung Vermißte man auch eine letzte □Ibrunbung im Gesamtklange wie auch in ben Tempvübergängen der Orchesterbegleitung. fo mag die saubere Durchführung der Tellosigur im Thor der Genien des Rils. wie auch das Horn« Icio zu Beginn des vorletzten Thore» besondere Erwähnung Haben. Die Thore selbst waren saub.r und fachgemäh etnftubtert und erhoben sich zu ausbrucksstarter Älangfrah. Von besonderer Frisd>e ettoiefen sich die Frauenstimmen In dem ^hec her Houri» zu Beginn des brüten Teile» Auch der Einzelstimmen des Mt sei anerkenn end

Vertrauen gegen Vertrauen!

Bon Senator a. D. Bevthien. M. d R.

Die Sora« um bte Leben»Möglichkeit de» lauf männischen unb gewerblichen Mittefftanbes ift eine der wichttgtzen Ruf- Daten unterer 3eU. benn feilen un Auf unb Ad der deutschen Wirtfcha te-ge'chichtf war bi. er alte rottb»1tanb wohl «o bedroht, wir In unterer ««rtobe bet dcutfchen Dieberaufdaucs: fchetnt e» doch als tollten wir immer mtbr den amen- laailkt ce" Prcbukt.on»- unb Bertaufsmsthoden unb der schrtna'.liierenden konfumgenofsenschaft- llchen Ware ixitc-rgung. die derb« unterer über- kowmfnen Eigenar: nicht entfprechen oerlallen.

Groß find untere» Bottes unb Staate» Röte eu| allen Gebieten Wem e» obliegt, al» Der- antworilicher sich zu bemühen b«n wichtigsten ¥ rech! en Wuntchen der einzelnen Bott»- und erutskreite Erfüllung zu bringen unb batüber hinan» dem Dlutlchen Reiche Leben unb Freiheit in bet Jukvnft zu fichern. teilen Arbeit wirb von teelifchem Druck leiten mehr frei. Hier ad? t». in großen Linien zu benfen unb den aut da» Wefeiitstche gerichteten Willen nicht durch Kleinlichleit be» Erwerbsstreite» burch pertön- lichen oder Beruf»egvismu» auf dtt falfche Bahn drängen unb endlich zerfplittetn zu lallen wt» kann uxiber dcutfche Politik nie S t and es - und Berufspolikik fein. Diefe Politik führt Ium Kampf aller gegen alle, denn ihr fehlt te au» bem llinlaflenben kommende Kruft de» Au»aleichs. Ad.r wenn irgendeine Aufgabe, ein» georonrt in bicfcn 3ug zum Ganzen, befondete Pflöge vcrbiciit. dann ist e» die Arbeit für den möglichsten Schutz de» f e l d ständig fchat- senden deutfchen Mittelstände». Seme Preisgabe tnärc her Riedergang de» Selbst Ver­antwortlichkeit »artuhl» de» kampsfrohen Ringens au» eigener Kraft de» sozialen Ausgleich» der Klafsoigegentätz unb guter lewährter bcut'dxr Eigenart

Die Untertu4>ungen von Somvart - bie je- boch nicht lür alle Gegenden be» Reiche» zu­rrest en ergaben zwar, batz z. B Warenhaus

unb Konfumvereine ben lautuiännitchen unb ge­werblichen Mittclstanb weder hintichtlich der An- »ahl der Betriebe noch bet 3abl der befchättigten Arbeitnehmer erheblich zurückgebrängt haben doch lonn nicht geleugnet werden daß der Iteiben für eine aniinuttcHtdnbH4).* Entwicklung im Hnwlick aui di« neuzeitliche Rückfichts- unb Ärittflofifl- |rit da» Vordringen be» Kasten- unb Klaffen- geitte». unb nicht zuletzt bti Grotzkapiialitzmu» ein wesentlich günstigerer ift al» in der Borlriegsze,!

Wer wie der VvlkvverIrrtet gezwungen ist. die Klagen der Erwerbs- unb Berusstchichken entgegenzunebmeu unb zu prüfen, derollte glauben das, es überall nur « och eine Last, unb nirgenb» mehr .eine Lust zu leben" sei. Heber- erganltatton auf allein Oebirten eraengt aus einem vielfach übertriebenen, von findigen Leuten felbftitch au»gciiu»tcn Klassen-. Standes- unb Interettengesühl glaubt ohne eine aetoiMc Uebertrelonng iwrhandener Rot stände nicht mehr auSkvmmei, b. h unter anderem auch die Organisierten nid>i mehr an der Stange halt«, zu töunai Ich bin mm der letzte der nicht geneigt wär.', wirklicher Hol sein Ohr zu le ben unb «ich zu ihrer Abstellung durch prak- lllches Eingreifen bereit finden zu laffen. aber sch glaube ebrlidxm Dollen unb bet Begrün­dung gerechter Fork^rungeii nicht zu nah« zu treten wenn ich die wetemne ametc Art als ben gröhlen Feind n.cht zuletzt auch d^ kauf- uiunnildFn unb gewerblichen Mittelstanbe« be-

iar wie mandxr unnötige Ledens«

igt bester leben möchte als bie

Lage bet Vorkriegszeit da» ermöglichte, bet wirb bei [einem ernst blidenbcn Führer Der- üänbnis tinben. Man sehe auf die mclen. die Gn Vertrauen auf Deutfchland» Stern dem Daterlande alle ör'parnlffe babingaben und letz! ^cr Für'org« unb dem M.tleid übeianttoortet worben fino. Der gefunb ift und noch c.nen

Uebcneugung zu offenbaren.

D.eLerhvlt ist e» auch vorgekomnien, das) ein Lehrer, der rechtmäßig von seiner crfir.i Frau getcheden war, «ine zweite Ehe ringhtg. Die katholische Kirche erkennt die staatliche Sb*- sche.dung nicht an, für sie bleibt die erste Ehe gult.g. die z'.xite The ist in ihren Augen, trotz hanbe»amtl.äxr Trauung, ein sündhaftes Äon- kubmat. .Folge: solche Lehrer werden erfommuni- ziert unb ihre öntfernung von konseslionell- kathol.'chen Schulen wird getortert. Der Staat, gehorcht, denn ein solcher Lehrer ist nicht mehr .geeignet, in verlässiger Weise rn der Religion

£ unterrichten und im Geilte dos katholischen Inubsw tu erz.eh<-i'. (6o 8 5 de» Konkordats

Ein anderer Ltebcrr w.rd unter Androhung der Urtomnnmfa.ton autgesorden. aus einer Fre.mauverivge aus^uteeten. es wird .hrn nicht uni gestattet. Xnen LnierAützuitzistaNe tn die er bereit» lab.-elang Betträge bezahlt bat tot.ler ^iugehören!

Mo.-, '.eh: wie bte kirchliche Kontrolle >üp durchaus ncht etwa nur auf bi« amtliche Tätig- fei: der Lehrer beschränkt, sondern ttel In Ihr Privatleben e ngreift Wie auch Mischehen katho- i.'cher Lehre: oder von Töchtern kathol^cher Lehrer Anla/i tnrten zu Deiunziationen unb Plack, re.en aller '2k: da» mag man toi der vro'chüre eldft nctblrten.

D?n gr?*tter pr nzipieller Bedeutung ift auch der Fall des Haupilehrers Engleri *.n thllingen Er hat ein Buch über den Bauernkrieg von 1525 r«röff«nti:4X und darin auch bte damaligen .'.rächen Miß stände geschildert. D.r» IBüfa- bürget Crb.naridt 4>craheriil.*rt da» Buch al» Schmähfchr.f: g.gm bie katholi'cho Kirche Gs hilft Olsten nicht», da' er ausführliche histotifchr Rachwerte für die wichtig keil feinet Da.ite'.lung be.bringt Der Datzbutger Vifchos Dr Ehren- i r. c b erflärt ihm in einer Unterredung Im Apr.l 1927 die Geschichte, bte öte tn 3frvtm Buch< ineNtgriegt. kommt nicht in Frage btei bani-rit «ich lediglich darum Ist da» Buch noch kathol.'ch oder nkb(? Und das bestimme ch (der Bi'chos ' 2N'o die 3nbertonunil(iem genüg! nicht mehr, für die Lehrer deftellt bei Bischof och e;ite brivndere Hen«ur! Und wer sich dieser n.cht fugt, der wird von temer Lrhrer- ftclk" entfernt

Der Staat aber gehorcht und zahlt' In c.nem Falle bringt 21 ü«toter den atten- mäh.gen Rachwei». bah ein Lehret geyen brtln; Xel.g.vn»unterricht nicht bte geringste Brai,- ftanbung vorlag wegen «inet <von bet Kitckte mißbilligten) zweiten Ehe<chl>eßuiig auf hischöf- 1 ch«s Verlangen seiner Stelle enthoben tourtk «nter ausdrücklichem Hinweis auf den oben an- geführten Artikel 5 dro Konkordats Fast dre.- viertel Jahre lang hat man keine Verwendung für ihn. er bezieht aber den Pollen Geholt Später wird er verletzt Er findet .bin« Doh ituthv Der Staat vergütet ihm bte Kosten einer doppelten Heutshaltungssührung

In einem analogen Fall wird «in Sebotv wegen seiner Wledervecheiratung zwonosmädig pensioniert Der Lehrer ist au her ordentlich tüchtig imb in seiner Ge.neinde sehr behebt. Die beiden Bürgerme ster unb Dreiviertel aller Eltern reichen bei der Regierung von Rtedeibatzern ein Gesuch ein, man i'wge ihn tn seinem Amt belassen Alle» vergeben»' Die Kwche mißbilligt seine Ehe. verlangt seine (frnftennmg. d« Staat gehörchi unb zahlt.

Unb wie steht e» mit dem Gltertirocht / Bon dem ift in der Reart nur dann bte Rede weirn die Kirche ober die Partei es sür ihre (Zwecke brauchen tarn

Jedenfalls haben auch die katholtsthen Vshrei allen Grund durch Ne Erfahrungen, bte man inzwischen mit dem Konkordat tn Bohern go- macht hat. sich warnen zu lassen. Immer totebei muß daran cr.nnevt werden, e» handelt sich hier nicht um eigentlich religiös« b*tt>. Glaubens- tragen, lonbern um pädagogilche Probleme unh kirchtiehe Machtsragen.

er musikalisch zu singen versteht. Die coloquartett- fätze hätten on einzelnen Stellen noch mehr Aue gleich erhalten können. Der Leiter der Ausführung. Albert Ä a ft e n. bewährte auch hier wieder fein Direktionsgeschick, und die reichen Beisostskund gedungen des leider nicht voll beiepten Hauses ver mochten ihm den (Erfolg, ben er mit der Aufführung errungen hatte, zu beftänqcn. Auch dieses Honten legte wieder Feugnis ab für das Bestreben des Ser- edler Kunst ju dienen. -in-

zum Ueberdrutz wiederholen. Natürlich kann (unb fcC) biek Bilderreihe Balzac» Luch nickt er« fetzen. ist auch keine Verfilmung im engften und eigentlich." Ginne, sondern eine Bearbeitung. Zu­gereister Motiv-