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Mz der yrovWalhauptstadt

Juli 1927.

rühmte deutsche Flieger Paul Bäumer im Oeresuud beim Lufthafen Kastrup-Kopenhagen

Gießen, den 18.

Koffer.

boote, sowie ein Flugzeug der dänischen Martin suchten sofort die Llnglücksstelle zu ermitteln. Bei dem nebligen Wetter gelang dies erst nach zwei Stunden. Man sah an der Wasseroberfläche einen großen Fleck von Benzin und Oel. Die Bergung konnte der Dunkelheit wegen nicht mehr in An­griff genommen werden. Ern Lotsendampfer fand später verschiedene Wrackstücke des abgestürzten Flugzeuges, die beiden Bäder und ein Stück des Propellers. Am Samstag früh wurde das Flug zeug mit der Leiche des Piloten geborgen. 3m Kopenhagener Lufthafen wird am Samstagnach­mittag eine Trauerfeier abgehalten, die sterblichen Leberreste Bäumers vxrden daran anschließend nach Hamburg übergesührt.

Deutscher Studententag in Würzburg.

Würzburg, 17.3uli. (WB.) Aus An- ' laß des 10. Deutschen S t ud ent ent a g es der gestern hier eröffnet wurde und zu dem sich, über 400 Vertreter der deutschen Studentenschaft aus dem Deutschen Reiche und den angrenzenden deutschen Sprachgebieten eingefunden haben, ver­anstaltete die bayerische Staatsregierung im Kaisersaal der Residenz einen Begrühungs- abend, auf dem die bayerische Regierung außer durch Ministerpräsident H e ld durch den Kultus- und den Finanzminister vertreten war, und zu dem auch eine große Zahl Parlamentarier er­schien. 3n seiner Begrüßungsansprache gab Mini­sterpräsident Held der Freude darüber Aus- druck, daß Würzburg zum Standorte des Denk­mals für die im Weltkrieg gefallenen deutschen Studenteii gewählt wurde, und rühmte die Lei­stungen der deutschen Studentenschaft im Kriege. Ihm erwiderte namens der deutschen Studeiiten- schast der Vorsitzende Thon-Brünn, der mit dem Gelöbnis schloß, daß die deutsche Studenten­schaft stets um die Freiheit des Volkes und den: Wiederaufstieg des Vaterlandes bestrebt sein werde.

Am'Sonntag fand in der Aula ein Festakt­statt. 3n seiner Begrüßungsansprache ermahnte der Rektor der Universität Würzburg, Professor Dr Schieck, die deutsche Studentenschast, sich zur Ueberwindung der gegenwärtigen Krise als freie Männer unter dem großen Gedanken oer Einigung des deutschen Vaterlandes an den Ver­handlungstisch zu sehen.

Im Einschluß an die Festsitzung sand die feierliche Enthüllung des Gefalle nen- denlmals der Deutschen Studentenschaft statt. Chargierte von mehr als 300 Korporationen und etwa 6000 Studenten aus allen Teilen des deutschen Sprachgebietes hatten sich zu der tfcier eingefunden. Das Denkmal ein mächtiger Steinblock, von einem Adler gekrönt Ijeg. in einem Hain am Ufer des Man^. Der Vor­sitzende der Deutschen Studentenschaft, Thon, pries in seiner Weiherede den Opfermut bex gefallenen Kommilitonen und schloß mit oem Losungswort, das auch der Gedemstein tragt: Deutschland muh leben, und wenn wir sterben müssen." Unter den Klängen des Liedes ..Ich hack' einen Kameraden" und dem Ehrensalut eines Zuges der Würzburger Artillerie fiel die Hülle des Denkmals. Für die bayerische Staats­regierung sprach Kultusminister Dr. Golden­berg er und für die deutschen Hochschulen d-r Rektor der Universität Jena, Prof. Dr. Ger- lauft. .. _.. ,

2lm Abend veranstaltete die Wurzburger - Studentenschaft zu Ehren der auswärtigen Gäste einen Kommers.

Deutscher Amerikaflug?

Wie von. der Leitung der Verkehrsflieger- Schule in Staaken bei Berlin bestätigt wird, be­absichtigen die deutschen Flieger S t e f f g e n und der Fluglehrer der Ve.lehrsflieger-Schule Staa­ken, Schuster, am 5. August mit einem Jun­kers-Flugzepg zu einem Fluge Deutschland- Amerika zu starten. Schuster wurde an Stelle des Piloten Könnicke verpflichtet, der ursprünglich mit Steffgen den Flug unternehmen sollte.

Ium Todessturz Bäumers.

!ker in Schlesien, r, die im gesamten Gebiet niedergegangen sind, tra- itter. Namentlich 6er Ort mgesucht. 3n Reichen- x die drei bis vier Mein tg. Ganze Strafen sind r Gegend von Peters- beute Wasiemasien heran, wirtschaft ist unübersehbar i Giatzer Bergland den angerichtet. Am schwer- e Braunauer Land »wakei heimgesucht worden.

fter an her Nahe.

I ging ein fötottti Un ab Münster a. 6t ge der Hochwasser/luten Der SttaViWttW ist übet 200 Dagen Schutt ibahnbrüäe ist beschädigt, iig befahren tverden kann, den stellen Detgesabhän. n Lagen wurde übck mtt-

Wie aus Kopenhagen gemeldet wird, ist die Ursache des tödlichen Absturzes, dem der be-

DolkSwohlfahrt gibt den Behörden seiner Der- waltung einen Erlaß des Reichswehrministe­riums über Urlaubsverbote wegen gemeingefähr­licher oder übertragbarer Krankheiten in der Zivilbevölkerung oder im Heer bekannt, demzu­folge für derartige Verbote die Wehrkreiskom­mandos zuständig sind. Rach den Bestimmungen über die wechselseitige Benachrichtigung i>er Militär- und Polizeibehörden über das Auf­treten übertragbarer Krankheiten erhalten dis Wehrkreis-Kommandos Kenntnis vom Auftreten derartiger Krankheiten in der Bevölkerung. Wo die Besorgnis von Verzögerungen besteht, sind die Kommandos berechtigt, von den Standort­ältesten unmittelbar Meldung über das Auf­treten ansteckender Krankheiten zu fordern.

** Auftrieb a u f dem heutigen Frank­furter Schlachtviehmarkt: 185 OchsM, 85 Dullen, 475 Kühe, 272 Färsen, 450 Kälber, 54 Schafe und 5011 Schweine.

" Briefe an die Redaktion. Um unliebsame Verzögerungen zu vermeiden, bitten wir. alle für die Redattion bestimmten Briefe nicht mit namentlicher Anschrift eines der Re­dakteure zu versehen, sondern allgemeinan die Redaktion" zu richten. Rur dann kann eine schnelle Erledigung gewährleistet werden.

A. H. Geheimrat Otto erhob sich, nachdem das Darmstädter Lied verklungen war, zu einer Ansprache, in dec er einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Landsmannschaft gab, ihr Werden und Wesen beschrieb und der im großen Kriege Gefallenen gedachte: es folgte ein Sala­mander auf das Wachsen. Blühen und Gedeihen des Geburtstagskindes.

A. H. Prof. Dr. K n e l l sprach sodann über die deutsche Lai miannschaft, erinnerte insbe­sondere an die Begründer des Bundes, schilderte die mancherlei Wandlungen des großen Verban­des. der heute mehr als 100 Korporationen in ganz Deutschland umfaßt, und wies auf die ideelle Bedeutung des L. C.-WahlspruchsEhre. Freundschaft, Vaterland!' mit eindringlichen Worten hin. Der Vorsitzende des A. H.-Ver­bandes, Dr. Reinewald, gedachte ferner mit anerkennenden Worten des Architekten E. Schmidt, unter dessen Leitung das Darm­städter-Haus umgebaut und erweitert worden ist.

In Vertretung Sr. Magnifizenz des Herrn Rektors war Prof. Dr. Mei gen erschienen, der in seiner Ansprache der feiernden Korpora­tion Glückwunsch und Grüße der Universität und der Dozentenschaft überbrachte*

Im Ramen auswärtiger befreundeter Ver­bände und Korporationen sprachen weiterhin die Herren Prof. Schaumann. Wurzburg, und Schwarz, Marburg. Stuft W.e ger­be r überbrachte den Dank des aktiven Bundes an seine alten Herren. - Mit einem feierlichen Landesvater wurde der offizielle Teil des Fest- kommerses beschlossen.

Hornotizcn.

Vermischtes.

kann das Wetter künstlich beeinflußt werden?

(Erfolge der heMchengiegenzucht

In derHessischen Landwirtschaftlichen Z^t- schrift" bespricht Ringshausen - Friedbergftie Ziegenschau auf der 33. Wanderausstel- lang der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft in Dortmund. Ueber die hessi­schen Ziegen heißt es dort: Hessen hat den Vogel abgeschossen! Alle drei Provinzen haben Gleich­wertiges geleistet. Die hessische Ziegenzucht hat die Höhe behauptet, die sie seither eingenommen und für die ihr Ruf bürgt. Ausgestellt wurden im ganzen 44 Tiere, von denen je 15 auf Ober­hessen und Starkenburg und 14 auf Rheinyelfen entfallen. An Preisen erhielten Oberhessen 13, Starkenburg 14 und Rheinhessen 11, im ganzen also 38 Preise. Hierzu kommt auf iede Pro­vinz der Siegerpreis für die Sammlung, und zwar erhielt in Klasse 8 der Ziegenzuchtverein Wöllstein (101200 eingetragene Tiere) den 1 Preis mit 50 Mark und den Ehrenpreis des (vreuhischen) Ministeriums für Landwirtschaft. Domänen und Forsten, die (preußische) bronzene Staatspreismünze, in Klasse 9 (über 200 eingetra­gene Tiere) das Provinzialherdbuch für Star­kenburg als Zuchtgenossenschaft - ta 1. Preis mit 70 Mark und die "Silberne Plakette «ls Ehrenpreis des Reichsverbandes der Deut­schen Ziegenzuchtvereinigungen, der Verband der Oberhessischen Ziegenzuchtvereine endlich erhielt in derselben Klasse als Bes­tand unter vier Konkurrenten den 1. Preis mit 170 Mark und den Ehrenpreis des Ministe- -riums für Landwirtschaft, Domänen und Forsten denStaatsehrenschild".

45. Stiftungsfest der Lands­mannschaft Darmftadtia,

Tageskalender für Montag. Oberhessischer Kunstverein: 6 Uhr, Stadthaus Derg- straße, Saal Nr. 6, ordentliche Mitgliederversamm­lung. Palast-Lichtspiele:Das war in Heide - berg in blauer Sommernacht". Astoria-Llcht- spiele:Die Erbin des Holzkönigs".

L. Ll. Von der La nd e suniv erf i t^ä tz Lic. Peter Brunner, der sich für das «ftach der systematischen Theologie zu habilitieren wünscht, wird am Mittwoch, 20. Juli, 3 Uftr pünktlich, in der kleinen Aula eine Probevor­lesung über:Der Begriff der Religion bei William James und bei Rudolf Otto' halten.

n über Kansas.

sturm, der über den nord- , as uiid über die subachen aaing, wurden bisher ach> 4 unb etwa hundert »er- > bedeutender Schaden an-

er Weir.

Mud) in Rigg.

Zahlendem 69nn(». je Boote hatten gegen- festgemacht und wurden beucht. Außer Korps veranstal- öt? w Dvrd des 6tet= ^pfang f<h Kolonie, zu dem .waren. Eine Abordnung tzieren und Mannschaften bern bei Segewvld Kränze choften der Uotille fand im Freilichttheater statt, ettländische Marinemann'

I^ixiT-ttge Zumutung übel.

Und dann, nachdem der Mensch dies alles durcygemacht und glücklich abgedampft ist, Iaht ihn der Koffer im Stich. .

Beseelt von geradezu wahnsinnigem Frei - beitsdrang. ist es der Traum jedes Halbwegs abständigen Koffers, allein zu reisen, auf eigrnie Faust. Ihr Motto lautet:Da. wo du nicht bist ist es am schönsten!"

Gegen diesen FreiheitsdrangLlft weder Ge­päckversicherung noch intensive Markierung. <>r» aendwie wischt er doch dutz>, um nach Persön­lichem Gutdünken seine Reise fortzusehen. Ratur- lich immer in entgegengesetzter Richtung.

Meist sind Koffer Saisongegenstande. wie z. B Oefen. Wie die meisten nicht an Reparatur ihres Ofens bei Heller Sommersonne denken, vergessen sie auch ihren Koffer nach leder Reise im überprüfen. Das geschieht erst im letzten Rko- ment, wenn man mit Einpacken beginnt. Dann aber ist es zu spät, oft die Läden geschlossen und ter Schlosser unerreichbar. Koffer aber sind rachsüchtig, sie vergelten jede Vernachlässigung mit Zins und Zinseszinsen!

Man muß seine Koffer behandeln, wie etwa, ftine Frau. Die würde sich auch schön bedanken, höchstens zweimal im Jahr mit heraus genom­men zu werden!

Man kann gegen Koffer nicht auf merk, am genug sein. Man darf nicht vergessen, daß sie im Kampf mit uns eine Waffe besitzen, durch ftie sie stets Sieger bleiben werden. Ramlich ftie Schlüssel. da-

In diesem regenreichen Sommer scheint d. in dem Thema gestellte Frage besonders wichtig und interessant. Zu chrer Beantwortung Habei wir einen Beamten des Berliner Metereologische' Institutes befragt, und er äußert sich darüber folgendermaßen: Die Frage, ob das Wetter künst lich zu beeinflussen ist, ist schon wiederholt gesterl worden, und die Metereologen haben sich mi ihr schon des öfteren sehr eingehend befaßt. E. ist bekannt, daß in den Gebirgen die sogenannte: Hagelkanonen auf gestellt werden, die fte 11 Zweck haben, ftie zwischen den Bergen liegen ften Wolken zu zerreißen und somit das Wetter an bestimmten Stellen zu beeinflussen DiesesWett terschießen" ist jedoch heute nicht mehr m Brauch, da es nur ganz wenig gegen die Witte­rung und ftie Regenwolken ausrichten kann Ver­suche. das Wetter künstlich zu beeinflussen, sind besonders aber auf dem Gebiete der Rächt- frostbekämpfung ausgestellt worden und sie haben zu sehr ermutigenden Erfolgen gefuftrt. Diese Versuche werden in großem Umfange z.B- in Kalifornien geübt. Hier sind es die Weinbauern, ftie sich gegen die Rachttrostt im Frühling schützen Zeigt ihnen nämlich ar. klaren Rachmittagen das Psychrometer an ftaß fter Taupunkt der Lust unterhalb des Rullgrad striches ihres Thermometers zu liegen kommen, wird, so wissen sie, daß sie nachts vor Eintritt eines Rachtsrostes Mit schützender Rebelbrlduna richt zu rechnen haben werden An solchen Abern den muh dann die s chützende Decke kunsi - lich erzeugt werden, durch Entfachen start qualmender Feuer, deren Rauchschwaden släi in leichter Decke über das Weingelände legen um verhindern, daß die Temperatur in den unterster. Luftschichten unter den Gefrierpunkt sinkt. Heb.- das Problem der künstlichen Re gen er- z e u g u n g gehen ftie wissenschaftlichen Ansichten ziemlich weit auseinander, ohne daß es dabc bisher gelungen sei, prakcksch zu einem befnedi genften Ergebnis zu gelangen Alle in dieser Brn ziehunq angestellten Experimente haben lediglich einen theoretischen Wert. Die Metereologen We­gener und Schneider haben sich auf dem Gebiet Der künstlichen Regenerzeugung einen tarnen ge­macht. Sie haben mit Flugzeugen eine künstliche Abkühlung in höheren Luftschichten herbeigefuhn und dadurch den V^sserftcmwf zur Verflüssigung, also zu Regen f :mach^5hr Erfolg aber hat (elfter . a ar f.-ine praktische Bedeutung, da zur Durchsührung ihrer Pläne so ungeheuer große Merger von flüssigem Sauerstoff gehören d>e nicht in die höheren Luftschichten gebracht werden können Aus dem Gesagten geht hervor daß^ eine künstliche Beeinflussung nur in ganzbesa,ei­benem Umfange möglich ist.

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zmn Opfer siel, nicht zu ermitteln. Räumer war mit feinem SportslugzeugSausewind" in Kopen­hagen eingetroffen, um für die Rohrbachwerre Flugproben mit dem für die Türkei gebauten Jagdflugzeug Rosix auszufüh«n Rachdein er am Donnerstag und Freitag eine Reihe von hervor­ragend gelungenen Kunstflügen gemacht hatte, war er am Freitagabend gegen halb 8 Uhr noch­mals zu einem Probeflug aufgestiegen. Er erreichte eine Höhe von etwa 4000 bis 5000 Meter. Wah­rend des Trudelns gelang es ihm dann nicht mehr, wie vom Lufthafen aus beobachtet wurde die normale Lage des Flugzeuges zurückzugewin- HCTL Der Lufthafen wurde alarmiert, aber d.e Katastrophe war nicht mehr abzuwenden. Das Flugzeug stürzte zuerst langsam, dann die letzten 200 Meter mit rasender Geschwindigkeit ab und versank in die Tiefe. Motorboote und Fischer-

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Am Samstagabend beging die Gießener Landsmannschaft im Coburger L. C. Darmistadtia mit einem offiziellen Festkommers im Klubsaal die Feier ihres 45. Geburtstages. ®er große Raum war gut beseht und bot, mit den Damen im schönen Kranz auf der Galerie und un Fest- schmuck der Bundesfarben violett-weiß-rot, ein freundliches und bewegtes Bild.

Der 1. Chargierte Katz richtete nach dem ersten offiziellen Liede eine kurze Begrüßung^ ansprache an die festliche Korona, woran sich ein zu l Ehren der Gäste geriebener donnernder Salamander anschloh. Hiernach hielt A. H. Prof. Dr. Kraemer, mit den klassischen Versen einer Horazode beginnend, eine von vaterländischem Geiste getragene Festrede, ftie die Hörer von der frühen Geschichte unseres Volkes bis in die nahe und nächste Gegenwart führte, und die in dem warmherzigen Bekenntnis zu einer Ver­gangenheit, auf ftie wir. stolz sein dürfen, und zu einem großen einheitlichen deutschen Ge­danken, der unsere Zukunft bestimmen muh, aus- klang. Hieraus sang die Versammlung stehend das Deutschlandlied.

** Besitzwechsel. Wie aus dem Bericht der jüngsten Sladtverordnetensitzung heroorgeht. hat die Stadt Gießen das Anwesen der Lackfabrik Wilh. Zur buch G. m. b.H Gießen, In den Eichgärten Nr. 25, käuflich erworben. Die Firma Zurbuch hat allerdings das Recht, noch eine Reihe.von Jahren die Fabrikation in den Eichgärten aufrechtzuer­halten, verhandelt aber schon nach anderer Seite hin wegen des Erwerbs eines bereits bestehenden Fabrikgebäudes am hiesigen^ Platze.

Renovierung des Geburts­hauses von Friedrich Diez. In der Reuen Bäue wird augenblicklich das Haus, in dem 1794 Friedr. Diez geboren wurde, renoviert. Das Gebäude ist ein gut erhaltener, über 400 Jahre alter Fachwerkbau, an dem zu Eyren des berühmten Sprachwissenschaftlers und Freun­des Goethes 1887 eine Gedenktafel von Cer Diezgesellschaft angebracht wurde. Der schöne Fachwerkbau wird in dem neuen Gewände eine Zierde des Stadtbildes werden.

---Eine Schüler-Rheinfahrt des Kreises Gießen findet nächsten Donnerstag statt. Die Eisenbahn wird von Gießen bis Kastell uni? von Koblenz durchs Lahntal benutzt. Von Mainz bis Koblenz erfolgt die Dampferfahrt, mehrere wichtige Punkte werden unterwegs besichtigt. Die Teilnehmerzahl beträgt etwa 600 Personen.

---Der Hessische Geflügelzucht- verband, der im Rovernber in Gießen seine Landes-Geflügelschau abhält, tagt am 23. und 24 Juli in Worms unter Leitung seines neuen Vorsitzenden K. Veith - Reichelsheim.

Urlaubsverbote wegen gemein­gefährlicher öfter übertragbarer Krankheiten. Der preußische Minister für

Saures Aufstossen, Sodbrennen haben tast immer mre Ursache In dem UbermaB an Magensäure. Durch Kaleer- Natron wird das ObeI schnell behoben. Sie werden er­staunt sein Ober die gute Wirkung. Verlangen Sie ausdrücklich Kaiser-Natron in grüner Original-Packung, höchste Reinheit garantiert, niemals lose. In den meisten Geschäften. Rezepte gratis.

. Arnold Holste Wwe.. Bielefeld. (O-6O)

" Ernennungen. Ernannt wurden: der Schulamtsanwärter Philipp Speckhardt aus Darmstadt zum Lehrer an der Volksschule zu Zotzenbach (Kreis Heppenheim), der Kanzlei­gehilfe Kari Rau zu Gießen mit Wirrung vom 1. Juli 1927 an zum Kanzlisten bei der Verwaltung der Chirurgischen Klinik der Landesuniversität Gießen.

Evangelisch-kirchliche Rach r ich- ten. Durch die Kirchenregierung wurden über­tragen: dem Pfarrer Ernst Steiner zu Ehringshausen die evangelische Pfarrstelle zu Hausen, Dekanac Gießen: dem Pfarrafsistenten Otto Trapp zu Mümling-Grumbach die evan­gelische Pfärrstelle zu Ulrichstein, Dekanat Schot­ten. Die Kirchenregierung hat die evangelischen Pfarrer Otto Schulte zu Großen-Linden und Hermann S a ck zu Riederweisel auf ihr Rach- uchen und unter Anerkennung ihrer langjährigen reuen Dienste mit Wirkung vom 1. Oktober 1927 in den Ruhestand versetzt.

* 2lus dem Gießener Standes­amtsregister. Es vsrstarben in der Zeit vom 1. bis 15. Juli: 1. Karl Proescher, Rentner, 73 Jahre alt, Rodheimer Straße 27. 3. Magda- lene Elisabethe Heim, geb. Berges, 61 Jahre alt, Weserstraße 7. 4. Emma Stroh, geb. Rau, 56 Jahre alt, Frankfurter Straße 19. 6. Hugo Schneider, 1 Jahr alt, Walltorstvaße 41. 6. Heinrich Hans Linkmann, Kraftwagen­führer, 29 Jahre alt, Ebelstvahe 3. 10. Ernst Ludwig Seng. 1 Jahr alt, Bahnhofstraße 58 11. Elisabeth Kinzenbach, geb. Schmidt, 41 Jahre alt, Bleichstraße 36. 12. Katharine Hart­mann, geb. Ritter. 48 Jahre alt. Frankfurter Straße 95. 13. Ludwig Seth, ohne Berus, 69 Jahre alt, Roonstraße 36. 13. Marie Hack, geb. Bellinger, Witwe, 71 Jahre alt, Licher Straße 74. 14. Paul Bernhard Reumann, Eisenbahnsekretär i. R., 68 Jahre alt, Ebelstr. 23.

Cgtretenfte Koffer aber sind ein soziales Pro- leni das nur durch Klugheit und Geduld, nicht ter öurd) Zorn und Hast gelost werden kann.

! iLig^s eiithüllen streikende Koffer die ganze ^csheit ihres Charakters. Sie haben etwas >'relt Aggressives. Wenn sie aufgehen, so kann non damit rechnen, daß sie dafür sichnicht ti'iefjen lassen und umgekehrt Es gibt ui^ahlige teriationen ein und desselben Themas, alle leid) und unerfreulich.

Leer wirkt so ein Koffer wie em Abgnmd, reit unser gesamtes Hab und Gut^ sofern es ftte l äse mitmachen soll, zu verschlingen Fäng man ivr einmal mit dem Packen an, so bemerkt man nii Schrecken, daß Koffer genau so unzulänglich ni: wie menschliche Wohnungen.

Leider besitzen Koffer nicht die Geduld einer Stichen Hausfrau, die sich zu ihrer Arbeit noch inner etwas aufbütften läßt. Koffer nehmen lebe

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus der ^Radio-Umschau''.)

Dienstag, 19. Juli.

15 30 bis 16 Llhr: Die Stunde der Jugend. 16 30 bis 17.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Franz von Blon. - 17.45 bis 18.15 Lhr: Die Lefestunde. - 18.30 bis 19 Uhr: .Die Stunde der Frau":Das Auffrischen von Sommergarde­robe" Vorttag von Mathilde Meißel. 18.15 bis 18.45 Ähr:Die Kasseler Presse im Rund­funk". 19 bis 19.25 Uhr:Altdeutsche Tafel­malerei IV", Vortrag von Dr. Oswald Gotz. ,19.25 bis 19.30 Uhr: Wirtschaftsrnelftur^en. 19.30 bis 20 Ubr: Funlhochschule:Die Grippe , Vortrag von Oberarzt Dr. Spiro. 20 Uhr: Übertragung von ft er Musikausstellung: Kon­zert der Streichquartett-VereinigungPro Arte - Brüssel. Anschließend: Vortragsstunde Frttta Brod. Darauf: Reue Schallplatten.__

Sprechstunden der Redaktion.

12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen.

Aür unverlangt eingefandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.

Unzeigenaufträge sind lediglich an die Ge schafts stelle zu richten._____

Verantwortlich für Lokales, Provinz und Wirtschaft

i. D. Dr. Hans Thyriot.

Koffer sind harmlos, solange man nichts ton ihnen will. Aber stellt man nur die geringste oiimutung an so einen Koffer, gleich macht er es pE^chin wenn unerwarteter Besuch kommt

Kaiser-Natron