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Montag, 18. Juli <927

17Z. Jahrgang

Ur. 165 Erstes Statt

Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Rc- Klamcanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20% mehr.

Chefredakteur:

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Deranttoortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein; für den An- zeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Gießen.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhesien

Vruü und Verlag: vrühl'fche Umversitäls-Vuch- und Slemdruäerei R. Lange in Siehen. Zchnstleiiung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7.

Erscheint tägliH,außer ; Sonntags und Feiertags.

Beilegen:

Gießener Familienblätter Heimat im Bild

Die Scholle.

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Wiederherstellung der Ordnung in Wien

Der Staat wider Willen

Der Schauplatz der StratzenschlachL

Das Ausland und die wiener Ereignisse

Die Wiener Straßenkämpse haben sich in einem der schönsten Viertel der Donau­stadt abgespielt; das Zentrum des Kampfes

wachsen.

Recht bemerkenswert find die Ausführungen der Deutschen Allg. Ztg.", die auf die wahren Ur­sachen in Wien hinweist. Durch die Ereignisse vom 14. und 15. Juli ist das österreichische Problem in seiner ganzen Scharfe aufgeworfen worden, und es wird jetzt nicht mehr möglich fern, wie das die Oeffentlichkeit der westlichen Staaten noch vor kurzer Zeit getan hat, mit dummen Re­densarten und der Floskel vomstatus quo" wei-

wie derVorwärts", als eine politische Sinn- losigkeit bezeichnet, kommt man nicht Wetter. Das Blut das dort geflossen ist, bleibt doch hangen an denen, die sich so weit treiben ließen, um nachher nicht mehr bremsen zu können. Es zeigt sich eben wieder einmal, daß ein Staat im Staate wie ihn die Sozialdemokratie gerne ver­körpern möchte, mit dem Bestand eines Staats unverträglich ist. Es zeigt sich aber auch, daß nur die Machttntttel in der Hand des Staates, wenn sie rücksichtslos gegen jede Partei eingesetzt werden können, stark genug sind, um die Sicherheit zu gewährleisten. Und es zeigt sich

schließlich, daß Deutschöfterreich je länger, desto mehr ein unmögliches Gebilde ist. Wien wird ein Vulkan bleiben, solange es die Haupt­stadt Deutschösterreichs ist. Deshalb sollten alle diejenigen Staaten, die ein Interesse an der friedlichen Entwicklung Europas haben, dafür sorgen, daß endlich das Unrecht von St. Germain wieder gut gemacht und den Deutschen, ebenso wie allen anderen Völkern, das Recht der Selbstbestimmung gegeben wird. Denn nur auf dieser Grundlage wird auf die Dauer Deutschösterreich wieder zu gesunden Zuständen zurückzuführen sein.

Unruhen in Wien.

Sehenswürdigkeiten der Stadt in einem engen Umkreise um das Wiener Schlachtfeld versammelt. Das Verhängnis hat es gefügt daß sich die blutigen und zerstörenden Kämpfe gerade in dem Teil Wiens abwickeln mußten, auf den der Wiener neben sei­ner Stefanskirche, dem Wiener Wald und den mehr lokalen Belustigungen von Grinzig und des Praters den auswärtigen Besucher mit berechtigtem Stolz aufmerksam machte. Was hier an künstleri- sche'n Werken vernichtet worden ist neben den Menschenopfern, die dieser entfesselten Leidenschaft zum Opfer fielen steht heute noch nicht fest. Aber es läßt sich vermuten, daß die schöne Stadt die Brandmals dieser Tage noch lange als ent­stellende Wunden wird tragen müssen.

-teilt ist.

Ansätze zur Unzufriedenheit, wenn man dazu noch die mehr als unbefriedigenden wirtschaftlichen Verhältnisse nimmt, waren also hinreichend vor­handen. 3n Wien freilich politisch am wenigsten, veil die Sozialdemokraten dort die Macht voll- lommen in der Hand haben. Sie waren auch so stolz darauf, daß sie ihrer Disziplin sicher waren und haben wiederholt mit ihren Demonstrationen der Stadt ein Schauspiel gegeben. Run ist aber die österreichische Sozialdemokratie ein besonderes Ge­bilde. Sie umfaßt alle Strömungen bis zur äußersten Linken, und gerade die Linke ift besonders stark entwickelt. Man geht auch viel­leicht nicht fehl in der Annahme, daß Moskau seine Hand im Spiele hat und die Unzufriedenheit der Wiener Bevölkerung als einen geeigneten Nährboden für neue Putsche ansah. Jedenfalls ist !ie offizielle Parteiführung von den letzten Er- cigniffen vollkommen überrascht worden. Alle Berichte aus Wien erzählen davon, daß der Auf­marsch der Massen, der diesmal hinter dem Rücken ier Parteileitung orientiert war, glänzend klappte ainb daß die Parteileitung stundenlang noch ängst­lich beriet, während die Ereignisse längst über sic linroeggegangen waren. Sie hatte nur die Wahl, sch an die Spitze zu stellen, um entweder, wenn 1 ie Bewegung abflaute, sie in ruhige Bahnen zu- lückleiten zu können, oder, falls sie noch stärker murde, die Führung an sich zu reifen. Eine im­ponierende Rolle hat sie dabei nicht gespielt, vor ctlem hat sie den Beweis erbracht, daß sie die Verbindung mit den Massen vollkommen verlor imb daß, wenn es hart auf hart geht, ihre viel ge­rühmte Disziplin einfach nicht vorhanden ist.

2Tber gerade deswegen sind die Vorgänge in QBiert eine Warnung. Damit, daß man sie,

Italien.

Rom, 17. Lull. (WB.) Die meisten Blätter bringen längere Kommentare zu den Wiener Vor­gängen.Lavore d' Italia" sagt, auch dies­mal, wie immer bei politischen Krisen in Oester­reich wird die ^Notwendigkeit des Anschlusses an Deutschland nachgewiesen werden. Gegen diese Propaganda müsse eingeschritten werden. Oester­reich könne ganz gut allein leben, wenn die Rechts- und Linkskreise sich den Welwerhält- niffen anzupassen verständen. Im Guten oder Bösen der Anschluß werde nicht zustande- kommen. AuchTevere" spricht sich gegen den Anschluhgedanken aus. Ebenso schreibt dieTri­tz u n a" : Die Revolution und Reaktton könnten in keiner Weise als Anlaß benutzt werden, Aende- rungen in der politischen Stellung Oesterreichs herbeizuführen, die mit den Vertragen in Wider­spruch ständen. _ _

Giornale d ' Italia" sagt, die zügellose Freiheit, die durch das sozialisttsche Regime pro- Flamiert worden sei, sei die Ursache dafür, daß-ftch die kommunistische Revolution vorbe­reiten und beim ersten besten Anlaß zum Aus­bruch kommen konnte. DieTribuna" sagt, die kleine österreichische Republik, der die Großmächte ihre Hilfe hätten angedeihen lassen, dürfe im Zentrum Europas kern Versuchsfeld für kommunistische Experimente werden. Es könne sich nicht den Sport solcher Revolutionen leisten. Andererseits durften sie k e i ne n Vor­wand für eine politische Verände­rung abgeben. Als Rachbarstaat sei Italien tze- rechttgt und verpflichtet, den Dt 'ängen in Wien die größte Aufmerksamkeit zu widmen.

Der Völkerbund und Oesterreich.

Gens 17. Juli. (TU.) Sn Völkerbunds­kreisen legt man sich in der Beurteilung der Vorgänge in Wien größte Zurückhaltung auf, da man in ihnen zunächst lediglich Vorgänge inner- politischen Charakters sieht, die außerhalb des Gebietes des Völkerbundes liegen. Rur das Journal de Genöve befaßt sich eingehend mit den Ereignissen in Wien, die sie als ein charakteristisches Zeichen für die völlig un­gesunde moralische Situation hinstellt. Man habe tn Oesterreich das Gefühl, daß die Revolution dort noch nicht zum Abschkstß gelangt sei. Würde man der Entwicklung in Oesterreich freien Lauf lassen, so würde ohne Zweifel sofort der Anschluß Oesterreichs an Deutsch­land gefordert werden. Die blutigen Dorgänge in Oesterreich zeigten, wie unsinnig die Poli­tik der Abrüstung der Entente gegenüber Oesterreich sei. Die Entente habe die militarrschen Kräfte des Landes auf ein derartiges Minimum reduziert, daß die Regierung nicht einmal

blieben ist.

So liegen denn die schönsten öffentlichen Ge­bäude, die von allen Fremden besuchten großen

Wer die Vorgänge, die in Wien zu blu- tiien Strahenkämpfen geführt haben, nur von der Oberfläche her betrachtet, steht vor einem Rätsel. Da sind in einem kleinen Dorf an der bürgen - indischen Grenze bei einem Zusammenstoß zwi scheu den nationalen Frontkämpfern und den republikanischen Schutzbündlern öwe. Schuh Händler erschossen worden, und das Wie° nrr Geschworenengericht, also ein -15 o 110 g.erich t, hat die angellagten Frontkämpfer freigesprochen. Otz mit Decht oder An­recht, ^ist natürlich schwer zu sagen das Gericht inuß aber unter dem Eindruck gestanden haben, Mf3 die Angeklagten in der Notwehr.gehandelt halben. Die Tat selbst siegt schon em halbes Hahr zurück, und der Prozeß hat in Wien nicht entfernt die Sensation hervvrgerufen, wie vor _o.ir -.

ireniaen Wochen der Fall Grosavescu. Trotzdem von den denkwürdigsten und bekann- sind angeblich als Protest gegen dieses Urteil teften Gebäuden der Stadt umrahmt, tre Arbeiter auf die Str atze gegangen, .....

haben den Justizpalast gestürmt und weder- gebrannt, die ganze Bewegung trug schon mehr £ Sen Charakter einer Revolution als den einer

imstande ist, die Ordnung wiederherzustellen. Es kämen im gegenwärtigen Augenblick wohl zweierlei Arten von Jnterventionsmöglichketten in Frage: entweder die Reichswehr würde eine Strafexpeditton ähnlich der von 1923 in Sachsen unternehmen. Das würde aber das Ende der österreichischen Republik und die Verwirklichung der österreichisch- deutschen Fusion sein. Oder aber das faszistische Italien würde den an seiner Grenze entstandenen Brandherd löschen, und dar­aus könnten sich -weitere Verwicklungen ergeben. Die Mächte, deren Interesse und Pflicht es ist, die Rübe in Europa aufrecht zu erhalten. Hatzen nicht eine Minute zu verlieren, um s ich 3 u verständigen und zu handeln. DerJntransigeant" meint, daß die Oester- reicher, wenn die Ereignisse sich verschlimmern so ten, zwischen Hammer und Ambos gerieten. Ein Sieg der Aufständischen würde für die Moskowiter eine Gelegenheit schaffen, die sie wohl nicht so dumm sein würden, unbe­nutzt vori'chergehen zu lassen. Die Oesterreichischev Rationalisten ihrerseits aber könnten, wenn die Regierung die Ordnung nicht wieder herslelle, sehr rasch versuchen, einen Appel anDeutsch- land zu richten. Man habe erklärt, daß man die Vertragsklausel, die den Anschluß Oester­reichs an Deutschland verbietet, nicht antasten wolle. Eine deutsche Einmischung in die Wiener Angelegenheiten würde für Frankreich eine ernste Gefahr bedeuten. In diesem Falle werde man reagieren und handeln müssen. DasJour­nal industrielle" schreibt: Fraittreich habe nicht aufgehört, die Bemühungen zur Förderung her österreichischen Republik zu unterstützen. Frankreich habe sich also ein Anrecht daraus erworben, über die Aufrechterhaltung des internationalen Rahmens, in den er seine äln- terstühung und Förderung der österreichischen Republik gestellt habe, zu wachen. Gre Rouvelle" schreibt: Jedenfalls erleben wir ein Phänomen, das in weitem Ausmaße da­zu beitragen wird, Oesterreich dem Anschluß- gedanken zuzuführen, d. h. Deutschland terri­torial und ethisch zu stärken.Paris Ma­tt n a l" schreibt, es habe eine Zeit gegeben, zu der ein amerikanischer Staatschef von Eu­ropa gefeiert wurde, als er proklamierte, daß jedes Volk das Recht habe, überfein Schick­sal zu bestimmen. Man habe das öster­reichische Doll nicht über fein Schicksal bestim­men lgssen. Diejenigen, die dafür verantwort­lich sind, daß vor dem Justizpalast in Wien Blut geflossen ist, sitzen vielleicht in ihren Bu­reaus in London ober Reuy 0 rk.

ter zu operieren. Das Blatt weist darauf hin, daß jetzt in der englischen und sogar auch einem Teil der französischen Presse dieser Einsicht Ausdruck verliehen, wird. Wenn in der deutschen Oeffentlichkeit in den letzten Jahren mit Engelszungen gepredigt worden ist, daß die politischen und wirtschaftlichen Vergewaltigungen derFriedensdiktate den Boden für die Anarchie und das Chaos be­reiten, so hat man uns in England und Frank­reich verlacht und des bösen Willens angeklagt. Die Saat von Versailles und St. Germain geht heute auf. Und in erschütternder Weise bestätigt sich die Richtig k ei t alles dessen, was an Kritik und Widerstand gegen das Friedensvertragspfuschwerk von 1919 von deutscher Seite vorgebracht worden ist.

Die Pariser Presse.

Paris, 17. Juli. (WTB.) Zu den Ereig­nissen in Wien schreibt derTemps": Die Tat­sache, daß ein gerichtliches Urteil, selbst wenn es ungerecht sein sollte, geeignet ist, eine derartige; Explosion der Dollswut hervorzurufen, beweist, bis zu welchem Grade die politischen Lei­denschaften in Oesterreich entfesselt sind. Diese Tatsache beweist das Vorhandensein eines ge­fährlichen Geisteszustandes in einem Lande, das schwere Prüfungen durchgemacht hat und das noch mit ernsten Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Die sozialistische Propaganda hat in Oesterreich eine Mentalität geschaffen, die bereit ist, aus freien Stücken die gegebenen; Eventualitäten ins Auge zu f aff en. Wenn ein Zwischenfall wie der vorliegende genügt, eine Manifestation spontan in einen Aufstand umzu- wandeln und diesen Aufstand in einen revolutio­nären Versuch, bann kann man in die Geschicks eines Lanbes keinVertrauen mehr haben. DieLiberte" wundert sich über die Plötz­lichkeit der Erplosion, die man nach ihrer Ansicht nicht allein auf den Freispruch von Mördern zurückführen könne. Das Blatt, stellt die Frage, welches die Folgen der E^ignisse fein formten, wenn, wie die ersten Rachrichten zu behaupten schienen, die Regierung Seipel nicht

Wien werden nach ihren Ursachen und Wirkungen von den Berliner Blättern eingehenden Bettach­tungen unterzogen. Die Schuldfrage wird von den Zeitungen je nach ihrer Parteistellung verschieden beantwortet. Die Rechtspresse mißt die alleinige Schuld an dem Blutvergießen den Sozialdemokraten bei. In skrupellosester Weise hätten sie die Schatten­dorfer Vorfälle und das freisprechende Urteil der Volksrichter zu Agitationszwecken benutzt und die Erregung unter den Arbeitermassen künstlich her­vorgerufen. DieGermania" erklärt, daß von einer Schuld der Sozialdemokratie im Sinne von Dolus- vorsatz nicht gesprochen werden könne. Dagegen könne man sagen, daß die Sozialdemokratie seiner­zeit, als sie das Bundesheer politisierte, als sie die Gewerkschaftsidee auf das Militärwesen überpflanzte, als sie durch die Bildung sozialistischer Compagnien die Christlich-Sozialen zu gleichen Maßnahmen zwang und damit die unbedingte Zu­verlässigkeit des Heeres unterhöhlte, einen Fehler beging, dessen Vermeidung die Möglichkeit von Revolten zwar nicht absolut ausschloß, wohl ober die Möglichkeit derartiger Ausdehnung und Schärfe. Das Zentrumsblatt sieht die Unruhestifter in den Agenten der Moskauer Regierung und sagt: den Herren von Moskau könnte es in^ ihrer außen- und innenpolitischen Bedrängnis nicht übel paffen, wenn das bolschewistische System plötzlich eine Ausdehnung nach Oesterreich erlebte. Aber die Sowjetblume werde schwerlich in den Himmel

Das Wiener Schlachtfeld liegt an der südwestlichen Grenze des sog.E r ften Iezirk 5", der den Mittelpunkt der Stadt bildet und von den breiten schat- Nevolte I tigen Baumalleen derRinge" umschlossen

Der Anlaß und die Wirkungen stehen in auf öie ber Wiener so stolz ist. Im einem so schroffen Mißverhältnis, bah man die Sübwesten des 1. Bezirks nun, von dem ©rünbe dazu tiefer suchen muß. Unö Jie Jmb zwölften November" (früher

denn auch zu finden nur m der unglücklichen gran,en5ring") flankiert, liegt der Karl- Konstruktion des ganzen Staates« Man darf Lueger-Platz, so nach einem früheren Wie- Deutschösterreich schon einen At na t wider 1 * Bürgermeister genannt. In der un-

Willen nennen. Das Bewuhtsem derL©taat mittelbaren Nähe dieses Platzes liegen alle

Ivbfeit ist ,n dem ^lke u^rhaupt nicht vor ^tektonisch wertvollen Gebäude, um Händen gewesen, und erst Herr Seipel hat j Kämpfe gingen. In fernem

d-n hoffnungslosen Versuch ^acht f° «twas Hintergründe erlebt sich, einen wunder- wie em deutschosterreichisches ^atiD-nai tlen Abschluß bildend, die Fassade des go° g e f ü h l zu erwecken. An der unmöglichen Kon- »oum zitw gaufe5; sicher der [iruftion des Laudes ^tzer konnte auch er n chts ^e^ w? ^eter hohe Turm aufspringt, bem^aif«reTcb fi<? ift fto der von dem berühmten eisernenRat- ?^ttE- D^ttEerreich viel zu groß ist ein Hausmann", einer Bannerträgerfigur ge- Da NerkWB I wird. Diesem ©ebäubege^nüber

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fe aw« m/s«« daß der Gekxrnke eines Anschlusses an aber liegt die Uni versr tat die erst vor Deutschland seit 1918 an Lebendigkeit Nichts einigen Wochen der Schauvwtz swdenti- verloren hat; man darf Wohl sagen, dah außer- scher Tumulte war, eine Zeit geschloßen halb Wiens, wie ja auch die Probeabstimmungen mürbe, und die letzt wieder angegriffen mr einigen Jahren zelten, mehr als neun ist; etwas weiter m der gleichen Front die mo- Sebntel aller Einwohner Sehnsucht nach berne in gotischem Stil gehaltene cit1m 11 r dje, Deutschland haben, weil sie klar sehen, dah sie auf ber Sübseite des Platzes aber steht das Ge- nur im Rahmen eines gröberen Staates wieder bäube bes Nationattats, unb in feiner unmittel- hen inneren Frieden und die Ordnung zurück- baren Nachbarschaft wieder befindet sich ber Ju- vewinE köEM daß aber auch Wien nur stiz palaft, ber fürchterlich demoliert sein muß vis Pfeiler eines großen Wirtschaftsgebildes unb in Flammen gestanden hat. Und von hier ist überhaupt lebensfähig bleibt. Die Sieger- es nicht weit zur berühmten H°sburg, Mem Hauten haben diese allein mögliche Entwicklung Komplex, ber sich aus verschiedenen Kräften oer= verboten, das Volk muhte sich wohl oder schiedener Zeiten zu einer impo anten Palaststadt Übel mit seinem Schicksal abfinden. Aber die entwickelt hat; es steht zu furdjteh, daß auch sie flaatsbildende Kraft des Deutschost er reicher s ist | von den Spuren des Kampfes nicht unberührt ge- an sich nicht groß und seine Reigung zu einem gewissen Schlendrian haben das ihrige dazu ge- 1cm, um aus Deutschösterreich das Zerrbild Lines Staates zu machen, zumal oder gerade «ielleicht weil die politischen Gegensätze immer ßchärser geworden sind. Durch den Zusammen­schluß der Christlich - Sozialen inti) der Groh-

Regi^ung ldes Landä^herausgedrängt worden. HuffG^UHQ IO I

KÄÄ i^9nanÄ Emene Drahtmeldung desGießener Anzeigers'.

«Sefahr, vor allem in dem Spottbild eines Heeres, 'Berlin, 18. Juli. Die blutigen Vorfälle m »as sie unter dem Ramen Miliz halten, die rem | Wien werden nach ihren Ursachen und Mittungen parteipolitisch aufgezogen und in sozialdemokra- -llsche nebst christlich-soziale Kompagnien aufge-