। Europäisches Krankenzimmer.
Berlin, Id 3uni 2Lu> bet vorletzt« Rats- ir>unfl in Dens berichtete ReichAautzemninist« Dr Slresemann über Sie TBelttolrt- -astskvnserenz und betonte dabei, datz die stonseremz sich dafür ausgesprochen habe, den '•rernotionalen Handel osn allen künstlich« Schranken srerzwnachen. besonders was die Bin» ugruit» allzu hoher <jdlle betrifft Bezeichnender- dfe tmrbe die von Dr Ötrefemann zum Schlich eines Berichte« eingebrachte Resolution. in der alle Sünder und Regierungen aus gefordert wer- en, die von der WeltLirtschoftSkonferenz cmp- 'Lhlenen Grundsätze durch»uführen, dahin- zehend aui 2intrag Ehanwerlakül abgeätideri. das) die Länder und Weiterungen die Dens er Beschlüsse einer wohlwollenden Prüfung unterziehen tollten. In Paris ist der Zolltaris-Gesetzmtwurf in den Kammeraus- 'chüssen begraben worden und Harri nun der Dinge, die da kommen sollen Man weih, datz nan ihn abändern m u h . um ihn in der Kammer burchzubring«. schreck! aber noch vor den 2C5- Änderungen zurück 3n 2 erlin fand tm Aahn en tiner in.ersraktivnellen Besprechung der Koali- ionspaneien ün Reichstage u. a. auch eine mehrstündige Beratung. an der der Reichs«rnührungs- ninifter Schiele und der Rcnchsllnan->-ninlst« Dr. Köhler te.lnahmen. statt, in der di« Frage resprvchen wurde, ob das Zollprvvise- rtum lediglich verlängert oder ent- sprechend dem Wunsche der Deut'chnativnalen und ihre« ReichsmimfterS gleichzeitig eine Ertzv- hung der landwirtschaftlichen 3dl le. namentlich für Rartoffe(n, vorgesehen werden toll Der Bericht über diele Beratung weih mit mitzuteilen. datz es sich lediglich um eine allgemeine Aussprache gehandelt hab«, ein Ergebnis dabei aber nicht seftgeftellt werden konnte
Stellt man dies« drei Tatsachen In Zusammenhang, so kann man nicht umhin, seftzustellen. bah zumindest eine ß ß f u n fl der internationalen Zollsragen in da- Reich dunkler Träume verscheucht worden ist. Die Siebe zum Protektionismus ist anscheinend allgemein noch so grob, datz sich bis geute wohl kaum von einer Aussicht aus eine endgültige internationale Regelung sprechen läftt. Der an und für sich klein« .Formfehler, den Lhamberlain an der Stiesemannschen Resolution sand, ist symptomatisch. insofern wenigstens, als dadurch wiederum gezeigt wurde, welche Furcht noch draussen in der Welt vor der Aufgabe der orotektionislifchen Lieblingsidee herrscht. Man icbt. dass dies nicht nur blohe technische Wirt- schasissragen sind, die hier mitspielen, dast es sich vielmehr gleichsam um eine kopernikanische Wendung In der Wirtschaftsweltanschauung überhaupt zu handeln hat. 3n Paris veranschaulicht man d'ese Ansicht in einer Form, wie sie augenscheinlicher überhaupt nicht sein kann. 3n Deutschland will man zumindest nicht nachstehen. Datz man mit bloßen geringfügigen Abänderungen der Zolltarif Position In aller Welt nicht <um diele kommen kann, dürfte einem jeden, der nur einigermaßen befähigt ist, weltwirtschaftlich zu denken, klar sein Ss fragt sich nut. wer den Anfang machen soll. Und in diesem Sinne wäre es freilich höchst erfreulich gewesen, schon in Anbetracht der Tatsache des vollständigen Zusammenbruchs der Loucheutlchen Zollidee, wenn bl« Genfer W lrt s<ya s tsk on se- cenz eine derartige Initiative gefunden hätte, di« für alle Länder und Regierungen matz» aebend sein mühte. So aber wird es trotz der Sehnsüchte der gesamten Welttvirtschast nach einer Lösung. die einen Wiederaufbau garantiert, immer weiter zu jenen Kleinkriegen in der Wirtschaft kommen, die alles andere als vorteilhaft sind.
Die Gewerkschaften zur gollsrage.
Berlin, 18 3uni. lPriv -Tel.) Laut Berliner Tageblatt finden augenblicklich al- Borberet- timg für die Zollberatung im Reichstage zwischen den drei S p i st en ge Werks ch a s t en Verhandlungen über die Zollfrage statt. Die So» tzialdemoktaten wollen einer Verlängerung des bestehenden Zollgesehes zustlmmen, wenn (3r- bßhungen nicht burdygefubrt werden. Ss wird versucht. ans dieser Grundlage eine Einigung mit den christlichen Gewerkschaften herbeizusühren. 3n der Gesrier'lcischsraae wollen sich die Gewerkschaften mit einer Aushebung des cmlubr'rckn Konttgents von l2S OVODoppelzentner jährlich einverstanden erklären, wenn der jetzige Hollsah von 45 Mark auf 15 Mark herabgesetzt wird.
Aus dem Reichstag.
Berlin, 17. Juni. (Wolff.) Der Reichstag nahm ohne weitere Debatte die Rovell« tut RechtsanwaltSordnuna in allen drei Lesungen an. Dine längere Debatte entwickelte 'ich Über den von den Regierungsparteien ein- gebrachten Ge'-tzentwurf zur Lockerung der BÜckereiverodnung vom 23. Roo. 1918 Rach diesem Ge'etzentwurs soll es bei Aufrechterhaltung des Achtstundentages möglich sein, den an einzelnen Werktagen eintretenden Ausfall- an Arbeitsstunden durch Mehrarbeit an den übrigen Werktagen auszugleich« An Sonn- uni> Feiertagen soll während zwei Stunden die Herstellung leicht verderblicher Konditorwaren gestattet 1cm Der Antrag wurde schliestllch dem llalpOti.t'ibvu Ausschusi ubctwlelen. Ohne De
•alte geht das Knegsgerätegesetz an en Auel ärtlgen Ausschutz Am Samstag sol- en das Schank st ättengesetz der Ra- ionalseiertag und die Pachtschutz- d t b n u n g beraten werden.
Sariföebattc im Verwaltungsrat der Neichspost.
Berlin 17. Juni (Wolff.) fkitte vormittag egann die Sitzuna bet t'criuattungtrotft der ielchspost. die uner die geplante Detzüdrenertzahung ;it|d)ctbrn soll. Sine neu« Bortage des Ministerium« ■hingt eine Erhöhung der Rundfunk- gebühren von monatlich zwei Tiart uif )rei Mark vor Davon roirb eine Mehrelnnahrne an 15 di» 21 Millionen Mart jährlich erwartet. Bor intritt In die Tagesordnung erklärte Relchspost Minister Schätzt, dost er de politischer Minister per- i'stichtet sei. bmn Befchluf, de» Reichstages 'llchnuna,Vt tragen jedoch Hobe er Über da» Schick il otr Poilaae nich^ allein zu bestimmen, weil nach em Relchspoltfinanzgefetz der B ermatt ung». r a t 3 u |t 1 n b i fl sei. Der Minister weist darauf •»in. d»itz der Post bet Ablehnung der Vorlage die Selber fedirn. um ausgegebene Best eil üngen .i«rechtzuerhcitten. was zu Tlrbeiterentlal-
n g c n Kihren mstste. (Fe müstt-n zur Vermeidung
Don unferrm - 3 o «bericht erstatt er
A-chdruck, auch mit QueUtmmgabc verbotent
Dieter *Zn<f un'eres Sonderberichterstatters Gnrrt-e unmittelbar ncA Abbruch t*r «üLllawifch-albamtchen Bez. Hungen ab- geatzt. Die nztollch« ei-geiretenen Jtelg- nssse unterstreichen bte R.chllgkeit und Bedeutung der nachstehend au'gestellten Perspektiven.
Tirana. Mn« 3um 1927
3m Sass International, auf bet breiten tonnei- durchgkühten Dibranrrstrahe. stecken st« die Köpfe zusammen, all: das ganze "temotnmafc be'm- bd das dort Tag und Arp: an den Tischen Im Lokal und auf der Terrall« sitzt von der aus man alle „Sehenswstrviakeiter" der Bauerndrrs-Residenz Tirana überSli4en kann Ramentl'.ch zwei Spaniolen, die vor mir mit frum-nen Rü-k« ein merkwürdiaes Kauderwelsch radccTrechen. scheinen aufs höchste beunruhigt za fein. Kein Wunder das Weist man doch feit gestern, dast von Mitternacht ab die Grenze nach Sübfliirim hermetisch abgeschlossen ist und ein SchmuggeltranSvor: daher noch kostspieliger wird als bisher Auch der wildeste Balkan hat seine Rllikopr'-rnien
Am vergangenen Abend liefert: das Gerücht durch — irgend jemand harte es aus dem .Termis-Glub . dem gesellschaftlichen Mittelpunkt Tiranas gebracht - dah dem albanischen Bertreter in Belgrad nunmehr endgültig die Pässe zuaestellk worden wären Bor dem Sontinental-Hotel. wo die 3ta» llener ihren Sitz aufgeschlagen haben, wird das Ereignis heute schon in aller OrientliäA t besprochen. und selbst auf dem Marklplan redet man davon. Rur »wischen Parlament und Mosch«. wo sich auf frisch gestreutem Kies das Symbol 6. ®. Achmed Zoau. der Galgen, gegen den tiefblauen Hi nmcl reckt, herrscht nach wie vor die varadieslfche Ruhe albcmllh-bal- kanitch-vrientalischer Arbeitsscheu.
Wahrlich, es ist schwer, sich von hier aus ein Urteil über das zu bilden, was man Im vkzidentalen Europa unter Politik versteht. Richt, dah man den Wald vor Bäumen nicht sähe, ab« hi«, wo die Zeitungen auS den zivilisierten Ländern mit mehrtägiger Verspätung eintreffen und die itallenifche Fmanzmission auf römische Ord«s hin ihre Transaktionen vorn'.mmt. gesch eht nichtS Dnscheidendes. Und die äußeren Anlässe. mögen sie noch so bedeutend sein, finden am Sh-.uvlah ihres Geschehens das aeringste Ecdo De: Weltkrieg wurde auch nicht In Serojewo erklärt.
Hi«, in diesem gottverlassenen Karstdors, befindet sich der Operettenhosstaat ein« eingebildeten. drelhigjährigcn Puppe, einer Tt ar tonet» tenfigur, deren dynamische Fäden in italienischen Händen liegen Hier sieht man die Konsuln verschiedener Länder mit „diplomatischen" Dollmachten, die zu nichts, aber auch zu rein garnichtS nütze sind. Hi« stehen einige Häuser, die man mit offiziellem Mörtel bestrich und dabei erllärte. man würde nun von hier auS regieren. WaS man ab« regieren wollt« oder will, das ist ein großes Geheimnis. Albanien sicherlich nicht. Dieses wilde Dergland, das dicht hinter den letzten Hütten Tiranas beginnt, hat mit dem Vaudeville-Herrscher Achmed Zogu nur so viel zu tun. dah dieser, würde « es einmal wagen, seinen Futz aus dem Gen- darmeriebezlrk feiner Haupt- und Residenzstadt zu setzen, wie ein toller Hund üb« den Hausen geschossen würde.
Man kann hier auch Verträge gegen europäische Staaten abschllesten, dabei aoer nicht über Albanien bestimmen. Dieses Land ist herrenlos, Schauplatz täglicher Tragödien mit Schändung. Raub und Moro, von denen die zivilisierte Welt selten oder nie erfährt. Und Tirana Ist ein künstlich geebneter Tanzboden fü« italienisch.' RippeS, aus deren Beschädigung durch
brutale südslawische ,jd«h«~ man in Rvm s«hn- tüchtig wart« — um «ln<4t«iteu zu können Aber beileibe nicht in Tirana
So muh mar. auch Der Fall Oura ' chko - witsch betracht« d«. nach den Meldung« aus Europa — B«z-Hur^ man vsrg.ht hi« wirklich zu d»e g«pvl»tifch sinnlr e De'rniiwn d« Grdteil« — ke Kabinett« be'chäftigt. Unwillkürlich mutz man lächeln, hör: men z 2 von bar Streit Üb« die Staaisangehöngkei: di?i«s Morteneariner- mit albanischem Pah und dem Ausweis d« hiesigen Belgrad« Geiandt- 'chast. Iuraschkowit'ch st Balkanbewohn«. aus einem bekannten Geschlecht {«br-mentmeanni» 'Am Bolkstums. gr>»ch"ch-orientalltch« Religion. Gr stand in südslawischen Diensten, war «in &rinb d« Italien« und bekam sein Gebal: In Belgrad« Banknot« ausgezohlr 3rti« B«Haftung war ein« Provokation der südslawischen Regierung und auch als solche gedacht. Die Staatsangetzörigkeit. die da jurist.tch «tm so grob« Rolle spiel« soll, ist lächerliche Bagat«<le.
Run. ganz gleich ob sich b«2ölftrbunb im fernen, ach so serrnn G«t mit der 3ngc- kegcniheit besäst« Wirb oö« nicht. Iuratchkvwcitch wird Wied« srelgelassen werk«, und -u einem Krieg« wird die Sache n l ch: führ«. Diesmal jedenfalls nicht Achmed 3ogui R«tn«da'ttn ,st dabei nicht das Gn'.scheidende. wohl ab« die noch nicht weil g«ug tortgeschriit^ n« Arbeiten der Italiener ai/l dem Gebiete wirtschaftlich« p(n^tretion „picifique". Daher wird man fürs erste die bei Iuratchkmvillch beschlagnahmt« HSchstkvmprvmltllervnd« Doku- m«ie vergess«. Beiond«s da hi« üb«all nur kvi7wromitli««d» Dekum«te grfunb« werken könn«. gam gleich bei welchem Dragoman. Mi- nist«. Miftlonsmitglied oder H^n>l« Ganz Tirana ist kompromittierend, und eines Tages dürft« hi« Wied« einmal Schüsse sall«. vor d«« di« ganz« hiesige tnl«nattonak Ab«teur«geselllchaft das Halenpani« «crreist. Daß es darüb« dann zu einem «rvpäitch« Kriege komm« kann, das ist da-Traurige und für di« europäische, locarnobrünstige Dlplvmatl« am meisten Kompromittierende an der ganzen Angelegenheit.
Rur ein Symptom kann man vor hi« aus vlelleicht bell« erkenn« als von Rom, Belgrad. Pari«. London oder ®mf: Die Tatsache nämllch dah sich die Italiener hi« auf fremdem, ganz und gar fremdem Boden befinden und al - Eindringlinge gelten, während d« Serbe hi« mehr zu Hause ist und der Be» Döttcrunq seelisch unendllch viel näh-.-r steht. Daran wird auch nicht ein Iota geändert. w«n italienische Schristgelehrte d« lateinisch« Sha- reift« der Flektton In d« albanischen Grammatik beton« und Mutsollnl im islamisch« Orient um Sympathien wirbt. Zogu bei ft t Achmed und ist Bel. Das ist richtig. In Tirana steh« auch Moscheen. Aber die weih getünchte Hauptmosch« vor dem kitschig« 'Parlamentsgebäude dient heute als Kaserne, und »wel Drittel all« Albanes« sind sog«annte Ehrist«. 3m Grund« genommen slietzt ab« In diesem Bölkeraem.sch daS zum Teil von den Türk« zwangsweise zum Illam bekehrt Word« war, slawisches Blut. Das Rom d« Gäsar«. das republikanische Venedig und Genua sind g«au so v«g«ss« wie die Kalls« und Ianltfchar«. D« Balkan will auch von einem orientsreundlich« Itali« nichts will«. Hi« ist jed« der Feind des anderen Ab« ein sremder Glnbringling kann vorüb«geh«d leicht ein« Einigung dieses seltsam« Völkerkonglomerats zustande bringen, und zwar zu seinem eig«« Schaden. Siebt man am Monte Litorio nicht manchmal das Gespenst von ÄtrftliffaT
haushallsmähiaer Haftungen der beteiligten Beamten alle laufenden BestcNungcn entsprechend a b • geste 1 lt werden. TOeitvrr BeiteUungcn könnten von heule ab weder an di« beteiligte Industrie noch an dos Bcnchandwerk oder das Gewerbe erteilt w« den. ifinzuslellen feien ferner .ille Betriebs- und Berfehrvoerbesserunq«, auch der Ausbau der Der- kchrseinrichtung«. Die von den Aba. Torgier und Taubadel im Reichstag geforderte Abdrosselung der Ausgaben für den Ausonu des Dclriebs und der technischen Einrichtung« werde schon in der nächsten Zeit die Entlassung oonetwa 12 000 'Arbeitern zur Folge hab« Ohne Bewilligung der voraesthiaoenen Gebühreverhöhung fei nach der Mchtgemähen lieber,zeugung ber Deutsch« Reichspost die Bestreitung ber veamlenbelol« dungserhöhung für das Post peri onai schiech- tcrtHng» ein Ding ber Unmöglichkeit. Die Erhöhung der Postgebühren sei auch nach den Prüfungen und Beschlüssen des Ardeit-xiusschusses nicht mehr au umgeb«. Wenn sie jetzt nicht erfolgt, müsse fit In e :uflcr Zeit oorgenommen werden, nur datz in- zivilchen der Denvaltung namhafte bringend erfor* dtrilche Mührelnnahmen entzmngen feien, die für den Monat etwa 20 Million« betragen.
Der Relchspvstminlster «Näne. datz et die Genehmigung der Regierungsvorlage für erforderlich halte Mit feiner Minlsferveiantwortung könnt er es nicht in Etnllang bring«. Ausgaben ohne Deckung zu mach«. W«n txr Berwaltungs- rat eine and«e Haltimg einnehme, sv ttvrbe er hi«aus die Konsequenzen ziehen.
Prvseslor Öalomon • Frankfurt a M (Gruppe Wirtfchasts erklärte, datz die Wirt- lAiftsvertreter b«ell feien, die Vorlage in der Fällung des Arbeitsausschulles anzunehmcn. Sie feien sich dabei bewuhl. Im Geg«tatz zu den Grohorganisation« d« Dirtschast zu bandeln. Sämtliche Benagungsanträge wurden a b g e • lehnt.
Hieraus erklärte der Reichspostminister zur Uebe«aschung der meisten Mitalieder des Der- wallungsrats. datz « mmmebr dem Wunsch des Reichstags Rechnung trage und die GebÜh - renborlaac zurückzletz«
Abg. Xllttolle (3entr.) stellte hieraus folgend« Antrag D« Berwaltungsrai genehmigt die vom Arbeitsausschuh beschlolle- n« GebührensäNe Der ArltltsauslAuh bat folgende Sätze t'orgrfdXaqen. Ort-briete b-.- 20 Gramm 3 Pf. Zemdrieie b» 20 Gramm 15 Ps., Ortspostkanen 5 Pf.. Fernpostkan« 8 Pf.. Drucklachen bis 50 Gr.:mm 1? Pf Post- anwellungen bis 10 JHt. 10 PI, Postschecks M 25 2tt 15 PI PvstfA 'überw^ «ung« (statt bisher oebübtvnlrc'. 5 Ps. Besorderuna von * Scheckbriel« statt b Äer gebühr«sreil 5 Pf
Ortstelegramme Wortgebühr 8 Ps., Ferntelegramme Wongebühr 15 Ps. Fern« soll« Ne Paketgebilhr« geändeN werben. ev«so bie 3ei- tungsqebühren. Bestimmte Defchlülle hat d« Arbeitsausschuh darüb« nicht gesaht.
Der Reichspostminist« «klärte sich bereit, sowohl dem Antrag Allekotte wie dem Antrag Wimmer folg« zu wollm und b le Vorlage am Samstag wieder einzubrinaen Diergeg« wandt« Nch txr'A ebene Redn«. Rachdem sich d« Reichspostminist« nvchmals berelt crfiart hatte, die Vorlage in d« Fassung ber Beschlüsse des Arbeltsausichulles bereits am Samstag «neu! einzubNng«
Die rusfisch-polnische Spannung.
Warschau 17. 3unl. ft.-U) Wie aus Moskau gemeldet wird, wurde im Rate d« Volls- kvmmifsare in ein« autzervrdentlich« Sitzung beschloss«. bis auf weitere« keine Rote an bk pol» nllche Regierung zu richt«, bis Rvsengolz aus Warschau zunickgekehrt ki. Roknavlz soll «st über den Prvz eh Bericht erstatten. Autzerdem beschlotz der Rat d« Vvlkskommlllare. die polnische Regierung zu b«achNcht'ia«. datz die Sowjetregi«ung nicht imstande fei. ein« neu« Gesandt« nach Warschau zu entsend«, da das milde Urteil geg« Kow«da keine genügende Garantie für die Sicherheit des Sowjetgesandten biete Die« würbe eine verkappte Form des Abbruche« der diplomatischen Beziehungen zwllch« Rutzland und Pol« bedeut«.
Fünf Deutsche in Moskau verhaftet.
Berlin, 17. Juni. Vie „B. 3.* meidet: von einem soeben aut Moskau zurück gekehrt« Mllarbei- ter eines deutsch« (BcoMaefmann» erholt« wir die Blittrilanq, datz am Mittwoch, dem Tage seiner Adreije fünf Deutsche von der G P U (öer früher« Tfchekaj verhaftet rooeoeu find Zwei öitkr Veulich« wohnt« in dein gicich« t>otel wie oni r (tz.währsmann. 6r konnte daher ihre Kam« Rltsiell«: vr. Jörns und Ernst Thiede. Die im« der drei anderen konnte er nicht seststeüe«. Vie fünf Deutsch«, die sogleich in, Gefäugvis IN«- geführt ward«, ward« der $ pie*e«e ie- 8 o n Ren einer fremden Macht verdach- Illi Die lekgrapbmaqffihir d« Sowjehinlon be- haeplrt dagegen, datz die Meiduna von ein« Tkr- baftueg >ou fünf deutschen Slaai^naeh-ria« f al Ich jei. stach Mlllellan^n ans autst«sticher Dutte M kein einziger ansksadlicher rtaalsaaghIrlGer, I,-besondere keim Keicho- deastch«. verhaftet worden.
Die chinesischen Wirren.
Tfcha«-tfoli« erhält bi(t«lvrii*c Vollmachten
Peking. 17 Iu WB Tlchangtso- lln wirb morgen Sbt als Ge
neralissimus tut Un-.< r 7.. Jung der Kommun h« über-ck : ®r cr^J: i dlltato.llche BoU- mody<r und b s Äo :äc- über Am und T^’nne Autzerden ha: « Vvttmochl. bm Premierminister und neue Kabinett zu cm«nau bte dem G««alllsimus un?erstellt lind Pan J u ein bekannt« Industrieller wirb d« Poste« be« Premierministers übernehmen
D« Bormc rfch der chinellfchen Südtruppen geht m der Prvvin» Schantung Wetter vonoärrs Der Fall der CuK" B«k'chau steht nahe bevor Auch -TTirurnlu gilt als ge- l-hrd D . 3 ar an« i. •: nach r.e1« Stadt 1500 Mann M litär zirrn Schutze d« jap-anllche« Staatsangetzörig« unterwegs hab« Auf dem Kriegsschauplatz geg« die Hankauveg»«una babm die Banking truppen in d« Rähe von Wuhu die Osfensive Wieder ausgenommen. Grrüchte geh« um. dest fdunfat- fchek mit Dchang'-chungtsch-'n eine Berstänb q üb« ein gemeinsames Bvraehen grze« die Hankauregierung erzielt hat. letzt« Erfolge der Rantingtrupp« wurden in Schangbai durch Beflaggung b« Stadl. Umzüge und Truppenparaden gefeiert
Uus aller Wett.
Tchwere Uaserplojio» in tlrrlle.
Ja der Ehristtwtger Strotze Im Rorvoften Berlin» ereignete sich ein, 'dunere (Aaeefpioften. die bl, un 6tunbr ihre Aufklärung noch nicht gesunden hat. chaurdewotzner bemerkt« von. datz au» einem Stockwerk Go» herausdrang Sie otrftanMat« Mt Polizei, die mit Hilfe eines Schlosser, £*< Wohnung au^rad) Plötzlich gab n dabei einen lauten Knall. Wahttcheinlicy bähe ifmanö sahriöHß mtt einem Streichholz hantiert, de, die au»strömenden (laNnafWn zur ügpiofion brachte. Es «k'tand eine mächtige Stichflamme, bir den Qirrtretrnbea emgcaenschoh. Ta bei wurde ein Schlosser Im G<llcht erbebhd) verletzt. Durch die WuGt der Sxploston brach die Zimmerdecke ein und die Fenfterkreuze wurd« herausgerissen. Oilucklicherweije tarnen die Schupodeamt« mit dem Sd)reden davon, do f* sich noch recht zelt ia In Sicherhell dring« tonntet. Als man dann abermals in tw Wohnung eindtong, fand man den Fimmerlnhabsr au f dem Futzboden liegend t o t aus. Es ist mi zuneh» men. dost er in iNbfhröröertjdier Absicht «oohrenb der Rocht den Dashchn aufgedreht hat. Di, pollzel- llch« Ermittlung« sind aber noch im Gange.
Zweiter Deutsch-evangelisch« Kirchentag.
In der Stadthalle zu Königsberg wurde tu feierlicher Sitzung der zweite verfallungsmähige beutfch-evangell'che Kirchentag eröffnet. Rach Er- ledtgllchdergeschättllch« 2ngelm?«beit« wandte sich der Kirchentag einem d« wichtigst« Der* handtungsgegenstnib« zu. dem Täligkeitsberlcht des Kirchcieau-schufses. dem d« Präfid«t dos Kirchenausschufse«. Dr. Kapler, einige prn- grammattfche Ausführungen mtt auf den Dog gab. Der Redner besprach kabel ausführlich bi« Bezlehuna« zu bm deullch-evangelifchen (be- melntnm be« Äuslandes 3um Schlutz feinet Ausführung gab der Präsident blo Brnficherung, datz er als Vertreter de« Klrchenausschusse« alle ihm durch die Bundesverfassung gwtwn« Qlr- beitsmögllchkell« sorgfältig aiu»': !>r«n w«bc Hierauf folgte das .-icterat des UniDetfUM- prvsessors 2lIhaus. Erlangen, üb« .Kirch« und Volkstum".
Ein geplant« deutscher Jlug nach Lau Jtai)M».
Das .Berlin« Tageblatt" bringt eine unbestätigt« Rachricht. wonach d« Pilot b« Deutsch« Luftpansa. Könnecke. Im nächst« Mcmat mit einem breimoU>rtgw Flugzeug ab Berlin einen Flug nach R e u y v r k und darüb« hinaus nach kurz« Landung nach San Fran-isko unternehm« will. Das Flug,-eug. ein Gc • Eindeck«, teert« vier Ma nn anBord hab«: d« Pilot«, ein« F..: k r und itoei Brsid« als Pallagi«e. bie da- Unternehm« finanzieren. Der Apparat (deutsches Fabrikat). t*r zunächst für die Beförderung von zwölf Perfon« bestimmt war. soll für bm b«vs.chllgten Ozeanllug umatbaut werden und drei IKotore mit etwa 650 "haben. Könnecke will anw'blich anders als Lindb«gh und Ehamberlln die südlich« Rouieüber bie Azoren wählen D« Flug soll In der Zeit vorn 15. 25 Iuli vor sich gehe».
Schwere» Gewitter üb« ttmsterdom.
Fveitagnachniittag brach über 2mftttbam ein schwere« Gewntr« aus. das hon heftigem Hegen begleitet war. Das brr Amsterdam« Dockgefell» schäft gehörige Iuliana-Trockendock ist vorn Blitz getroffen worden. ®ct Blitz schlug in den grotzen (MrctNeletxilpr ein, untwt den sich 16 Arunter not dem lDvlkrnbnsch ge- flüchtet hatten. Füns Arbeitet Waren sofort tot . Während fünf andere tm schwerverletzten Zustand ins Krantrnhuus geschafft würben. Da» Gewitt« war eines der heftigst«, bas jemals üb« Amsterdam nie>rgegang« ist. Infolge des starken Wolkenbruche« ward« zahlreiche tief- j-legem Wohnungen. ÄeO« und mehrert Ctni- "• nunterlübruncm unter Was s e r gesetzt, .och au» Rotterdam werden durch den fi irken Wolkenbruch beroorgm/lfw Dalloefchü- den gemeldet
Geheimral Andeer (IHorbwg) f.
In Marburg Ist Geh 3u#i$rat Poos Dr Andree grstvrd« Pros Dr. Andree wurde 1 »5« fn Osnabrück geboren. Jm Iahte 18»1 würbe « Pnootdozertt tn Göttingen 1891 wurde « »um orbmtl.chen Ptvfellot brt Iuristllchtn .Fakultät b« Uniredität Marburg beruf« und übernahm auch spät« da« durch Gm«itler»ng des Geh 3uftUratt» Pro» Dc •mwetem« erledigte etj m Ordinariat für Römische» und Deutsch« Bürgerllch« Recht. Im Amis- lahre !<KÄ 1W8 bcflrtbete t*r deSehrt das Amt de» Rektor«.
yJctkn>orauöiftflc.
Zeitweise Wechselnd Wolfla auch aushettetnd. hetbaltni«:ncbig Warm und noch strich weiße 7?:rderschläge
Gestrige I-igeOtemperaturer. Äoitmum 2B.7 Grad Jx-:hu», Minimum 144 Grad Dell ms ^ eberichläge 1.8 TRiuimem. Heutige Moegen» t.-mprralur 154 Grad Sollius
Witreruna-au-llch,« sstr Montag Teil» heiler. teils wolkig und norwiegrnb stellenweito Gew' tt tvrwi gtmg.


