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Nr. 65 Drittes Matt

Eietzrner Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)Freitag, (8. März syzr

Kirche und Schule.

.tzejsi-che evangelische Vereinigung.

hr. Sie Be-irkSgruppe Sieben der Hessischen evangelischen Bereini­gung hatte für Mittwochnachmittag zu einer Versammlung in den Matthäussaal in Sieben eingeladen. die von Landgerichlspräsident Rcuenhagen-Dießen mit Worten der Be­grüßung eröffnet ward und bei der Pfarrer Georgi-Ermenrod einen Vortrag hielt über daS Thema ,3enf et td der Richtun - gen", ein Won, das als die alte Losung der ehemaligen .Friedberger Äonfeten)'* in neuer Form gelten kann. Ser Redner unterschied die .Partei" als ein organisiertes Äampsmittel von der.Richtung", die Gesinnungsgcmcinschaft über- zeugungStreuer Menschen ist. .Jenseits der Rich­tungen^ heißt keineswegs ohne Richtung, ohne Ziel, sondern da- bedeutet möglichst große Weit- Herzigkeit in allen Singen, die unsere Äirche an- gehen, Weilherzigkcit, die keine Schwäche in sich birgt und nicht lau ist. sondern die in brüderlicher Gemeinschaft mit jedermann zusammenzuarbeiten bereit ist. SaS ist der Geist der .Vereinigung", den bet Redner an Beispielen aus Geschichte und Gegenwart erläuterte Sie .Vereinigung" steht jenseits aller theologischen und parteipoliti'chen Richtung und Dertotrft jegliches Parteitreiben, die kirchliche Einiakeit und Gcschlossenheit stellt sie allen theologischen und kirchlichen Sonder- meir.ungen voran. Sie steht einzig und allein auf dem Boden deS Evangelittms und will sich tragen lassen von dem Geist 3efu. damit Äirche und Frömmigkeit nicht durch Einseitigkeit und Eng­herzigkeit. andererseits ober auch nicht durch Gleichgültigkeit und Lauheit entstellt werden. Sie Äirchengemeinde muß die Trägerin des evangeli­schen Glauben- und Lebens und die Pslanzstätte brüderlicher Gemeinschaft werden. Rach außen hin gesehen, erreichen die ejiremen Richtungen, die Rechte oder die Linke mehr als dieQuitte", die die gemeinsame Arbeit betont und sich bald der. bald jener .Gruppe" zulchlägt in den ver­schiedenen Fragen. Aber das. so betonte der Red­ner, darf uns nicht abhalten, um fo treuer unseren Grundsätzen nachzugehen.

3n der Aussprache ergriff zunächst der Leiter der Versammlung, Präsident Reuenhagen, daS Wort, der als Vorsitzender des Geseh- gebfngsauSschusses bei der neuen hessischen Äir- chenversassung. die 1923 verabschiedet ward, Be­lege der Arbeit der .Friedberger Äonferenz" aus dein Geist heraus, wie der Redner ihn geschildert hatte, gab und insbesondere auf das Wahlrecht zum LandeSkirchentag und die umständliche Listen­wahl einging. Rach ihm sprach der erste Vor­sitzende der .Hcsf. Evans,. Vereinigung", Professor LampaS - Friedberg und betonte besonders, daß Gegensätze immer dagewesen seien, immer da sein müßten, und daß man nicht mit faulen Äompromifsen sie überbrücken wolle: aber von gemeinsamer Arbeit wird viel, wird alles er­wartet. Gerade in der jungen Theologenschast, die durch Kriegs- und Rachkriegszeit besonders gereift ist. regt sich starker Widerwille gegen alles Parteiliche: in ihr sind die Gegensätze zwi­schen rechts und links schon bedeutend ausge­glichen. Wir dürfen niemals um einer Partei willen, sondern um der kirchlichen Gemeinschaft willen handeln und arbeiten. Und hierzu bedarf eS der Rkitwirkung nicht nur der Pfarrer, sondern vor allem der Gemeindeglieder, einer lebendigen, opferbereiten, christuSdurchdrungenen Gemeinde. Gerade wegen dieser Mitarbeit der Laien hat die ehemalige .Friedberger Konserenz", weil sie keine ausgesprochen theologische Gemeinschaft mehr sein will, ihren Rainen geändert, sie will eine Vereinigung evangelischer Christen der hessi­schen Landeskirche sein. Rektor Saab-Lollar stellte besonders die Mitarbeit junger Kräfte in Kirchenvorstand und Gemeindevertretung her­aus. es dürfe nicht so sein, daß man darin nur graue Kopfe entdecke. Darauf, daß die Kirche in politischen Singen sich nicht einseitig festzulegen habe, ging Dekan Gußmann-Kirchberg ein; wenn ein Arbeiter ganz von links zu uns kommt und wir haben solche so ist das nur sehr erfreulich.

Mit Worten des Dankes an den Vortragen­den, die Redner und die Versammlung schloß Präsident Reuenhagen die recht angeregte und anregende Sitzung

Wirtschaft.

* Exportbelebung in der Farben- i n d u strie. Gegenüber dem Jahre 1925 macht sich in der deutschen Zarbenindustrie eine Export- belebung bemerkbar. Diese Tatsache ist in An- betracht des scharfen Konkurrenzkampfes besonders mit den Vereinigten Staaten und England, die vor dem Kriege Deutschlands beste Kunden waren und in den letzten Jahren bedeutende Faktoren in bet Farbenproduktion geworden sind, erfreu- sich. wenn auch die deutsche Ausfuhr von Anilin- und Alizarinfarben im 3ahre 1926 noch weniger als tin Drittel der Vorkriegsmenge ausmacht. Die ausländische Industrie tritt heute auch in qualitativer Hinsicht auf den Auslandsmärkten in erfolgreichen Wettbewerb. Die starke Stel­lung der deutschen Farbenindustrie vor dem Kriege, wo sie etwa 75 Prozent des Weltbedarss an Teer-, Anilin- und Alizarinfarben deckte, irirb wohl niemals mehr erreicht werden können, da die früheren. Einsuhrstaaten ihren Eigenbedarf zum erheblichen Teil heute selbst produzieren.

A. - G. für Zellstoff - und Papier­fabrikation in Aschaffenburg. Das Ge­schäftsjahr 1926 ist günstig verlausen, so daß eine Dividende in Höhe von 8 bis 10 Proz. (i. D. 3 Proz.) erwartet werben bürste. Auch im laufen­den Jahre habe sich das Geschäft sehr gut an- gelassen.

' A. Riebecksche Montanwerke 21. G. Die Aufsichtsratssitzung der 21. Riebeckschan Mon- tanwerke 21. G. hat deren geschäftliche Lage als befriedigend bezeichnet.

berliner Börse.

Berlin. 18. März. Sie Börse setzte un­einheitlich ein, hatte aber im Gegensatz zu den letzten Tagen einen freundlicheren Unterton. Maßgebend war hierfür die gün­stige Beurteilung des Deutschen Reichsbankaus- veifes, der auf den maßgebenden Konten e ne Entlastung zeigt. Die Baissespekulation sah sich daher zu kleinen Deckungskäufen veranlaßt, die späterhin zu leichten Kursbefestigun-

Kursgewinne und Einkommensteuer.

Von Steuerihndikus Dr. jur. et rer. pol.Brenner, Berlin.

In'olge der erheblichen Kurssteigerungen der Wertpapiere an den Börsen, die im Laufe des vergangenen 3ahreS eingetreten find, ge­winnt die Frage der Besteuerung von Kurs- gewinnen für die demnächst fällige Einkommen­steuer Erklärung für 192ö besonderes 3ntcr?ffc.

Es ist zu unterscheiden, ob die Einnahmen auS dem An- und Verkauf von Wertpapieren für den Steuerpflichtigen gewerbliches Einkommen bilden oder nicht. Deräußerungs- gewinne, die bei Wertpapierverläufen erzielt werden, die innerhalb des Gewerbe­betriebes erfolgen, unterliegen auf Grund deS Bilanzergebnifses der Einlommensteuer ohne Rücklicht darauf, ob die besonderen steuerlichen Voraussetzungen für das Vorliegen von Speku- lationsgefchäiten gegeben find.

Für Einzelkaufleute wird, selbst wenn sie die Wertpapiere in ihren Büchern geführt fja- bem die Möglichkeit offenstehen, den Steuer­behörden gegenüber den Rachweis zu erbrin­gen. daß trotz der dahingehenden Vermutung des tz 344 des Handelsgesetzbuches ihre Wertpapier­geschäfte nicht zu rem Gewerbebetriebe ge­hören. Sind die Wertpapiere für gewerbliche Zwecke (z. B. zwecks Verpfändung für Geschäfts­kredite) in das Geschäft übernommen, so daß sie Betriebsvermögen geworden sind, so wird es allerdings erforderlich sein, daß sie zu privaten Zwecken wieder entnommen sind (Urteil dcs Reichssmanzhofs vom 23. 6. 1922; III A 306 22a).

Erwerbsgesellschaften können nach der bisherigen Rechlfprechung deS Reichsfinanz­hofs (Dd. 15. 200) im Gegensatz zu Einzelkauf- leuten lediglich Betriebsvermögen besitzen. Ob für das neue Emkom.nensteuergeseh von dem obersten Eleuergerichtsyos ein anderer Stand­punkt eingenommen werden wird, erscheint als zweifelhaft, zumal nach dem Reichsbewertungs- gefeh (§ 26) sämtliche Erwerbsgefellschasten aber auch offenen Handelsgesellschaften und Kom­manditgesellschaften gehörige Gegenstände ge­werbliches Betriebsvermögen bilden.

3ft nach dem oben Gesagten in diesen Fällen eine Versteuerung realisierter Kurs­gewinne nicht zu vermeiden, so ist doch zu beachten, daß. sofern die Papiere noch nicht ver­kauft find, sich ein einkommensteuerpflichtiger Ge­winn nicht zu ergeben braucht. Es ist insbeson­dere die vielfach verbreitere Auffassung unrichtig, daß Wertpapiere in der Abschlußbilanz mit dem Kurswert vom Stichtage angeseht werdeir müßten. Sie Bewertung mit dem Kurswert ist lediglich für die Vermögenssteuer zwingend vorgeschrieben, wahrend der Steuerpflichtige für die Einkommen- bzw. Körperschaftssteuer grundsätzlich das Wahl­recht hat. die Waren mit dem Anschaffungspreis oder dem gemeinen Wert, also hier dem Kurs­wert. in die Bilanz einzusehen. Gr kann also auch nur mit dem Anschaffungspreis bewerten. Zu be­achten ist darüber hinaus, daß bereits in die vorige Abschlußbilanz aufgenommene Wert­papiere nunmehr lediglich mit einem niedrigeren Wert angeseht werden dürfen, ein höherer Kurswert demnach lediglich für im laufenden Geschäftsjahr angcschaffte Wertpapiere in Be­tracht kommt. Auch in diesen Fällen stehen aber der höheren Bewertung bei Aktiengesellschaften und Gesellschaften m. b. H. die handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften entgegen. Die Zulässig­keit der höheren Bewertung ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn im vergangenen Geschäfts­jahr ein Verlust erzielt V1.. der mit derartigen noch nicht rcalifierlen Geir innen ausgeglichen wer­den könnte.

Sind die Dcrtpapiergeschä^e nicht inner­halb des Gewerbes getätigt, so tritt Ein- kommenfteuerpflicht nur ein. wenn der Zeitraum zwilchen Anschaffung und Veräußerung der Pa­piere weniger als bret Monate beträgt, oder auch, wenn es sich um Fixgeschäfte handelt. Leibst wenn aber ein Verkauf vor Ablauf der drei Monate stattgefunden hat. kann der S.euerpslich- tige nachweisen, daß er die Wertpapiere nicht .zum Zwecke gewinnbringender Wiek^rv räuß. - rung erworben, ihm also eine Spekulations­absicht fern gelegen habe. Da nur Verkäufe in Frage kommen, die vor Ablauf der kurzen Srci- Monatsfrist erfolgt find, fo werden allerdings besondere Umßänbc für die schnelle Veräuße­rung bargelegt werden müssen. Solche lugen z- D. bei der Veräußerung wegen Krankheit, von durch Erbschaft erworbenen Wertpapieren und in ähnlichen Fällen vor. Auch können der Anlage halber erworbene Papiere infolge außerordent­licher Verhältnisse, die das Papier selbst be­treffen (z. B. Aktien eines in Konkurs geratenen Unternehmend) vorzeitig verkauft fein. Ein zur Anlegung des Vermögens vorgenommcner Ankauf wird übrigens nach der Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs nicht schon bei der Rebenerwä­gung zu einem Spekulationsgeschäft, es bei Kurs­steigerung auch mit Gewinn veräußern zu können; lediglich die Hauptablicht kann für die Ermitt­lung des Erwerbszwecks bestimmend fein (RFH. Dd. 12. 242). Die 'De Weislast für die fehlende Spekulationsabficht trifft jedoch stets den S.euer- pflichtigen.

3n einem 3ahre erzielte Gewinne unter 1000 Mk. bleiben stets steuerfrei Spekulations- Verluste können bis zur Höhe des im gleichen 3ahre erzielten Gewinns abgezogen werden. Das Finanzamt kann, wenn bei diesen Verlustgeschäften der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräuße­rung weniger als drei Monate beträgt, die Aus­rechnung des Verlustes nicht etwa aus dem Grunde ablehnen, weil ein Spekulationsgeschäft nicht vorgelegen habe.

3n diesem Zusammenhänge ist auch von 3nteteffc, inwieweit die Banken dem Finanz­amt gegenüber verpflichtet sind. Auskunft über die Wert Papiergeschäfte ihrer Kunden zu geben, bis zu welchem Grade m. a. W. das .Bank­geheimnis" noch geschützt ist.

Aufgehoben ist die frühere Vorschrift der Reichsabgabenordnung, nach der die Banken regelmäßig Kundenverzeichnisse einzureichen hatten. Eilte Verpflichtung hierzu besteht nicht mehr. Die Danken sind jedoch nach wie vor zur Aus- luufterteilung wie jeder Dritte verpflichtet, d. h. sofern »die Verhairdlungen mit dem Steuer­pflichtigen nicht zum Ziele führen oder keinen Erfolg versprechen". Soweit es erforderlich ist. die Wahrheit zu ermitteln, oder wenn Gefahr im Verfuge vorliegt. kann ferner verlangt wer­den, daß die Dank den Inhalt z. D. eines ver­schlossenen Depots nachweist; das Finanzamt kann dann vorschreiben, daß dem Steuerpflichtigen nur während einer angemessenen kurzen Frist oder unter Hinzuziehung eines vom Finanzamt zu bezeichnenden Deamten Zutritt zum Schließfach gewährt oder das Depot ausgehändigt wird. Dringt also der Steuerpflichtige eine Bescheini­gung der Dank über sein Wertpapierdepot. Gut­haben usw. auf Verlangen des Finanzamts nicht bei, so kann sich das Finanzamt unmittelbar an die Bank wenden. Früher konnte es sich darüber hinaus durch Stichproben bei der Bank über­zeugen. ob die Angaben des Steuerpflichtigen zutreffend waren.

gen führten. Das Geschäft hatte aber noch einen lehr geringen Umfang un2) war nur in 3. G. Far­ben. Elektro-, Montan- und Bankaktien etwas lebhafter. Stimulierend wirkte der zuversichtliche Marktbericht des Stahlverbandes und für Bank­aktien die gute Bilanz des Barmer Bankvereins, dess n Dprozenliger Dividendenvorschlag den Er­wartungen entsprach. Am Geldmarkt ist die Lage unverändert. Tagesgeld war zu 3.5 bis 5.5 Prozent angeboten, Monatsgeld dagegen zu 7.5 biS 8.5 Prozent gesucht. Warenwechsel 4,88 Prozent 3m Devisen verkehr lag der Dollar gegen die Reichsmark relativ fest mit 4,2164. 3m Verlause konnte sich aber die Reichs­mark mäßig auf 4,2158 befestigen. London-Kabel 4,8548. Mailand gegen London 105,85, Madrid 27,81. Oslo 18.60.

Devisenmarkt Berlin -Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

Banknoten.

17. März.

18^ März.

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TschcchoNowakischc Noten - . llugarische Noten . . ...

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Frankfurter Börse.

Frankfurt, 18. März. Tendenz: Mäßig, erholt. Die Effektenbörse hat den heuti­gen Zahltag relativ leicht überwunden, wodurch sich die Gesamthaltung in mäßigem Umfange er­holte. Der Geldmarkt zeigte eine etwas leichtere Verfassung. Tagesgeld ermäßigte sich auf 4 Prozent. Auch Monatsgeld scheint seinen höchsten Stand erreicht zu haben, da sich bereits Angebot bemerkbar machte. Monatsgeld 5,88 bis 7,75 Prozent. Warenwechsel 5 Prozent. Privat­diskonten 4,5 bis 4,62 Prozent. Die Umsätze am Effektenmarkt blieben allerdings noch gering. Auffallend war die Besserung von Stahlverein um 2,75 Prozent, die sich auch auf die übrigen Montanwerte auswirkte. Harpener plus 2 Pro­zent. Gelsenkirchen plus 1,75 Prozent, Mannes­mann plus 1,5 Prozent. Rheinische Braunkohlen pluS 1 Prozent. Kaliaktien befestigt. Westeregeln plus 2.5 Prozent. Bank­aktien ruhig und durchweg 1 Prozent hoher. Mitteldeutsche Credit auf anhaltende Käufe bluä 2 Prozent. 3. G Farben verzeich­neten einen Anfangsgewinn von 3.25 Proz. Riebeck-Montan plus 0,65, Rheinstahl plus 1,75 Prozent. Elektrowerte freundlicher. Siemens plus 3. AEG. plus 0,25, Lahmeyer plus 0,5 Proz. Metallbankaktien gut behauptet. Bau- aftien still und kaum verändert, ebenso Zell­stoffaktien. Holzdestlllationswerte lehr freundlich. Holzverkohlung plus 0,5 Proz. Vereinigte Che­mische anfangs minus 2. dann sofort plus 1,5 Proz. Scheibeanstalt plus 2,75 Proz. Von Autoaktien zogen 21611. auf die 8proz. Dividende 4 Proz. an. Daimler plus 0.5 Proz., nur Kleyer minus 1,25 Proz. Dingwerke auf Sllitzungsläufe plus 1,25 Proz. Der weitere Dörfenverlauf blieb bei allerdings ruhigem Geschäft freundlich gestimmt. Die Delferungen hielten sich in mäßigem Umfang, nur einzelne Spezialwerte noch 1 bis 2 Proz. gebelfert. Heimische Anleihen blieben ver- nachlässig!. Anleihe-Ablösung 23,13, Schutzgebiet 11,5 Proz. Don f rem Öen Renten Türken 0.5 schwächer, dagegen Anatolier 0.5 erholt. 3m Devisenverkehr stellte sich Paris argen London auf 124. Mailand 105,75 Zürich 25«237\

Frankfurter (sctrc.vcliörjx.

Frankfurt a. M., 17. März. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 29, Roggen (inl.) 27. Sommergerste für Drauzwecke 25.50 bis 2fc -Hafer (tnL) 22 bis 22.75. Ma s fgelb) 13 bis 18,15. Weizenmehl (inl.. SpHiolO) 40 bis 40.50 Roggemnehl 37 bis 37.25, Weizenkleie 14.25 bis 1450. Roggenkleie 14.50 bis 14.75. Tendew Ruhig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin. 17. März. 3n ilebereinftimmung mit den festeren überseeischen Dotierungen waren allgemein auch die Cif-Forderungen erhöht. Trotz­

dem erfährt die ruhige Umsahtäsigkeil der letzten Tage keine Aenderung. Don dem fehr spärlichen Znlandsangeboi in Weizen, das nur vereinzelt aus Mitteldeutschland an den hiesigen Markt kommt, geht das meiste zum tXtbort nach Polen. Lieferung wurde für März behauptet. Mai 1.50 Mark tzöher. Für Roggen erfolgten Abgaben, für das die bestehende Frage bis 1.50 Mark mehr anleg en mußte. Das Mehlgefchäft bleibt unverändert still Gerste wie auch Hafer find wenig angeboten und werden in den Forderungen eher als beffer gehalten. Es notierten für 1000 Kilo. Roggen 247 bis 249. Sommergerste 214 bi» 242; Wintergerste 195 bis 205; Hafer, märk., 197 bis 205; MaiS (loko Berlin) 177 bis 180; für 100 Kilo: Weizenmehl 34.25 bis 36,50; Rog­genmehl 33,50 bis 35,50; Weizenkleie 15,75; Rog­genkleie 15 biS 15.25; Viktoriaerbsen 48 biS 63; kleine Speiseerbsen 32 bis 34; Futtererbfen 22 bis 23; Wicken 22 bis 24, Lupinen (blau) 13.50 bis 14.50; Lupinen (gelb) 15 bis 16; Serradelle (neu) 21,50 bis 24; Rapskuchen 15.50 biS 15,70; Leinkuchen 20.40 bis 20,60; Trockenschniyel 11,80 bis 12; Soyaschrot 19,20 biS 19,60; Kartoffel­stöcken 29 20 biS 29,40 Mark.

Börsenkurs?.

Tefirw:

flnictbc-abtöfunn Wr 1-30000 do- Rr 3u001-60ooo do ohne fluSlosun«'recht Deutsche tiparvrümicnankiüi Deutsche Lend. Dollar-NM.

o Sonturkn y/e Aoldmcnkaner ..... Berliner Haudcl-arsellschaft. Sommer,- und Privat L'ank. "ariu<l. und Nalionatvank . Deutsche Bant.........

D'Skonlo tfommanbit .... Dresdner Bank.......

Metallbant Mitteldeutsche Lreditbonk. . ^esie. reichliche Kreditanstalt NeichSbant..........

Bochumer Guß Buderus............

Deuilch Luxemburg ..... Wflictnirdjiiicr Berg werte . . Harpener Berabau......

Kaliwerke Aschersleben.... -ilaMverkc Westeregeln Lnurabnttc...........

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ManSielder C berbedars Pbonir Berabau Nlieiuischc Braunkohlen. . . 9ilKtnfial;(..........

iHiebtd Montan Tellu» Bcrai.au Bereinigte Stoblwrrt« .... Hambura-Ämerika Paket. . . Norddeutscher Llovd,.....

Zementwerk Heidelberg .. . Philipp Holimann......

Anglo Tont. Suano Goldschmidt.........

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Kcheidcanstalt »llg- TlektrtjitätL-Seseülchast Bergmann...........

El.ktr. Lieferungen Licht und «rast........

Mainkraftwerke........

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Siemen» Jt HalSkr ..... fldlerwerke Kleyer ...... Daimler Motoren Heyliaenftardt Meguin.............

Mannheimer Motoren .... Frankfurter Armaturen . . . Konscrvrnsabnk Braun . . Metallgescll'chost Frankfurt. Pet- Union A -G.......

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Zellstoff Aschaffenburg.... Zellfton Walbhof.....

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Schöffengericht Gießen.

Gießen, 16. März. Unter Ausschluß der Öffentlichkeit wurde gegen einen hiesigen Hand­werker wegen Verbrechens gegen § 176 Ziss. 3 StGB, verhandelt. DaS öffentlich verkündete Ur­teil ergab, daß das Gericht den 2lngenagten für überführt hielt, in drei Fällen mit einem noch nicht 14 3ahre alten Mädchen strafbare Handlungen vorgenommen zu haben. Die Strafe lautete auf zwei 3ahre Zuchthaus.

Ein hiesiger Geschäftsmann hatte mit der Eisenbahndirektion Frankfurt wegen eines Un­falls seiner Ehefrau verhandelt und soll dabei gefäschte Quittungen eingesandt haben. Da fein Sohn behauptete, er habe diese ohne Wissen seines Vaters versehentlich abgesandt, sprach das Gericht den Angeklagten mangels Beweises frei.

Aus dem gleichen Grunde wurden zwei Frauen auS Ober-Mörlen von der Anllage der Abtreibung freigesprochen. Auch für diese Verhandlung war die Oeffentlichkeit aus­geschlossen.

Wettervoraussage.

Wechselnd bewölkt, Temperaturen nachts et­was ansteigend, vorwiegend trocken.

Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 10.4, Minimum minuS 1,4 Grad Eelsius. Heutige Morgentemperatur: minus 2,6 Grad EelsiuS

Rundfunk-Programm.

Samstag, 19. IHärj:

330 biS 4 Uhr: Sic Stunde oct Jugend. 4.30 biS 5.45 Uhr Konzert des HausorchestecS: Reue Schlagermusik. 5.45 biS 6 05 Uhr: Die Lesestunde. 6.15 bis 6.45 Uhr Der Briefkasten. 6.45 bis 7.15 Uhr: Stenographischer Fortbildungskursus für Anfänger und Fortgeschrittene (Diktat von 80 Silben aufwärts-. 7.15 bis 7.45 Uhr: .Fort­schritt der Technik und Erfinderschutz". Vortrag Don 3ng. R,ch. Horn 7 45 bis 8 15 Uhr .DaS ^uch als D'ldungsmittet". Vortrag von Direktor H. -afrenz. 8.15 biS 9.15 Uhr: Übertragung von Dassel Max-Reger-Gedächtnisstundc. 9.15 biS 10.15 Uhr: Kammermusik-Äonzert. Anschließend bi# 12.30 Uhr Uebertrogung von Bersin: Saru- musik

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