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Las Spielshstem toirb am 5 Jahre fest­gesetzt. Die Dezirksliga spielt in diesen 5 Jahren in 5 Bezirken mit je 12 Vereinen. Für da« Spiel­jahr 1927/28 wird die Zahl von 12 Vereinen folgendermaßen sestgestellt: Die in der Tabelle an erster bis achter Stelle stehenden Vereine werden durch die beiden an erster und zweiten Stelle stehenden Kreismeister ergänzt. Die an neunter und zehnter Stelle stehenden Bezirks- ligaveserne haben mit den an dritter und vierter Stelle stehenden Kreismeistcrn QualifikatioNs- spiele auszutragen. Die beiden besten Vereine treten dann in die Bezirksligo ein. 3n den folgenden Jahren steigen stets die beiden letztem Vereine ab, die an erster und zweiter Stelle stehenden Kreismeister rücken aus.

Der Süddeutsche F. V. wird dann aufgesor- dert, einen außerordentlichen Derbandstag ein­zuberufen, der das Spielshstem endgültig regelt, damit berekTS im Mai die Qualifikationsspiele beginnen können

Um die westdeutsche Fußball­meisterschaft.

tz. Jn der Runde der Meister ist unser Vertreter, Kurhessen Kassel, nach der an­strengenden Partie gegen Dirisburger Spielverein (4.1) am Sonntag spielfrei und kann Atem holen für den 27. Marz. Von den anderen Paarungen interessiert vor allem Schalke gegen Arminia Bielefeld. Die Schalker, die es in einem beispiellosen Zuge fertig brachten, vom aufge- ftiegenen Liganeuling zum Truppen- und dann Bezirksmeister zv avancieren, werden den Biele­feldern ein spannendes Treffen liefern. Man ist allseits gespannt auf den zunächst völlig offenen Ausgang.

In der Runde der Zweiten greift Hessen-Hannovers zweiter, der Spielverein Kassel, nach einsonntäglicher Pause wieder in den Kampf ein. 3n Reich begegnet er dem Tabellenzweiten des Rheinbezirts. Odenkirchen 07, einer Mannschaft, die durch ihre wechselnde Form bislang auffiel. Man kann also in diesem Falle, zumal da die Kasseler Sp. V.er ebenfalls bald nach dieser oder jener Richtung angenehm oder unangenehm enttäuschten, keine auch nur ungefähre Ansicht über den voraussichtlichen Aus­gang dieses Treffens äußern.

II. Bezirksklasse Lahnkreis.

tz. In der Fortsetzung der durch die ver­spätete Zuteilung des F. E Wetzlar iwch rück­ständigen Verbandsspiele des Lahnkreises steigt zuerst am kommenden Sonntag in Marburg das Rückspiel Germania gegen g. 6.05. Gemessen an den Leistungen des Vorspiels, das der F. C., überlegener als es das 4:1-Resultat besagt, ge­wann, würden die Germanen, nachdem sie auch neulich in und gegen Riedergirmes wenig zeigten, kaum irgendwelche Chancen gegen Wetzlar haben Diesmal kommt jedoch das Moment des Sieges um jeden Preis hinzu. Die Germanen haben die Meisterschaft zu verlieren, die Wetzlarer aber nichts. Unentschieden oder knapper Sieg für Germania ist diesmal deshalb unser Tipp, erst recht, wenn Wetzlar mit Ersatz antritt, wie das voraussichtlich der Fall sein wird. Die zweite Begegnung des Sonntags ist von untergeordneter Bedeutung: Gladenbach gegen Franken- berg, unter der Leitung von Lösch, Gießen. Zwei ungefähr gleichstarke Gegner treffen hier aufeinander, was die Gesamtleistung anbetrifft. 3m einzelnen könnte jedoch der bessere Sturm der Gladenbacher, besonders in diesem Falle auf eigenem Platz, den Ausschlag zu einem knappen Sieg geben, wenn auch die Frankcnberger Ver­teidigung schwer zu schlagen ist.

t Fuhball-Lokaltreffen in Giehen. r. ö. Mit Spannung erwartet Gießens Fuh- e ballgemeinde das Zusammentreffen der beiden größten Fußballvereine Gießens im Gesellschafts­spiel am kommenden Sonntag. Die S p i e l v e r - einigung 1900 Giehen empfängt die Liga-, I. Jugend- und 1. Schüler-Mannschaft des V er - eins für Bewegungsspiele Gießen auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe zu den Rück­spielen. Bekanntlich trafen die Ligamann­schaften beider Vereine nach jahrelanger Pause am letzten zweiten Weibnachtsfeierlag erstmalig wieder auf dem Spielfelde zusammen. 1900, zur Zeit der Kreisliga angehörend, unterlag damals dem Gegner aus der 1. BezirkskAse mit dem knappsten aller Resultate (1:0). Moralisch be­deutete das Spiel für die Blauweißen einen großen Erfolg, konnten sie doch das Tressen in der zweiten Spielhälste glänzend überlegen ge­stalten, nachdem es vor der Pause vollständig ausgeglichen war. Rur mangelnde Schießkunsl

Mallorquinische Rundfahrt.

Von Leo Matthias.

Man fährt von Marseille aus vierundzwanzig Stunden: von Barcelona zwölf. Am nächsten Morgen liegt man vor Palma, der Hauptstadt Mallorcas.

Vielleicht muß man jene Enttäuschung erlebt Haden, die ich als Fünfjähriger hatte, um spa- nische Häsen zu lieben, wie ich.

Damals machte ich meine erste Reise nach Hamburg und lebte vier Stunden lang in der Er­wartung. den Hasen zu sehen. Aber ich sah nichts anderes als Schiffe, den Hafen konnte ich nirgends entdecken ich war sehr verwundert, als mein Vater am nächsten Tage von .unserer" Fahrt durch den Hafen sprach. Alle, nur ich nicht, schienen den Hafen gesehen zu haben. Meme Begriffe verwirrten sich, als man mit sagte: auch ich sei im Hasen gewesen.

Zwanzig Jahre später begriss ich: alle spani­schen Häsen sind schön, weil sie so sind, wie man sich als Kind einen Hasen vorstellt. Man fährt nicht in einen Fluhschlauch hinein oder in eine jener kleinen Buchten, um die sich schützend zwei Molen legen sondern der Hafen ist da, plötz­lich, ein Wunder im Festland: man sieht ihn erst, wenn man die Einfahrt passiert hat.

Man fährt in den Hafen von Palma wie in einen Binnensee. Zu beiden Seiten sieht man die Höhen geschlossen und in der Mitte, dort, wo daS hügelige Gelände zurücktritt: Palma, die Stadt

Der Hasen von Palma ist schön Ein Teppich von Häusern fällt über die Hügel. AuS der Stadt ragt, wie ein breiter Kristall, die Masse einer Kathedrale. Mit ihren Segeln schneiden die Jach- ten schneeweiß in ein afrikanisches Blau.

Trotzdem: man hatte mir zuviel von Mallorca erzählt. Ich toar mißtrauisch geworben Ich ge- stand dem Chauffeur der mir <zm Quai feinen

und Ersatz in der Stürmerreihe brachte damals die Vereinigten um einen Sieg, der dem Spiel­verlauf entsprechend verdient gewesen wäre In der Zwischenzeit waren beide Vereine bemüht, die Spielstarke ihrer ersten Mannschaften zu heben. V. f. B. bewies fein konstantes Können immer wieder in einer Reihe von Gesellschaftsspielen gegen beachtenswerte Gegner, während 1900 mit w«hselndem Erfolg die Endkämpse um die Lahn­kreismeisterschaft bestreitet.

Zu der Begegnung am Sonntag auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe ist ein besonders befähigter Herr aus Kassel als Schiedsrichter gewonnen worden Das Spiel wird wohl, wie immer, seine Anziehungskraft auf das sport­liebende Publikum von Gießen und Umgebung auSßben Wer Sieger wird, ist schwer voraus­zusagen. Vielleicht wieder D. f. B.. auf Grund seiner Zugehörigkeit zur 1. Klasse und seiner weit größeren Wettspielersahrung. Aber auch die ^Vereinigten" werden alles daransetzen, den Sieg an ihre Farben heften zu können, denn es geht um das Prestige im Fußballsport in Gie­ßen und bai wirkt oft Wunder. Bei einem näheren Vergleich muß man die Mannschaften in spielerischer Hinsicht für gleichstark halten. V. s. B hat den besseren Torwart. 1900 die besseren Verteidiger. Wenn die Läufer des Plah- vereins richtig Stellung halten und mit Eifer bei der Sache sind, werden sie ihre Gegenüber übertreffen und vielleicht auch für den Spiel­ausgang ausschlaggebend fein. Bei den Stürmer­reihen muß man schon den routinierten Gästen vom Waldsportplah ein Plus zusprechen: dies bedingt schon allein das Alter, und auch die größere Durchschlagskraft dürste auf deren Seite fein.

Vor dem Ligaspiel treten jeweils die 1. Ju­gend- und 1. Schülermannschaften zum Wettstreit zusammen. Unter umsichtiger Leitung wird man faire und technisch schöne Spiele zu sehen be­kommen.

Bezirk Hessen-Hannover L Bezirksklasse.

tz In einem rückständigen Spiel der ersten Bezirksklasse treffen sich am kommenden Sonntag: Hessen Kassel und Borussia Fulda. Der Kampf geht darum, den zur Zeit noch an zweiter Stelle der Südgruppentabelle stehenden V. s. B. Gießen, der seine Spiele bereits be­endet hat. von diesem Platze zu verdrängen. Dazu gehören für beide zwei Punkte mehr, als sie di« jetzt besitzen. Also mir im Falle eines Sieges ändert sich die Placierung. Diese Situa­tion wird den Verlaus des Spieles entsprechend beeinflussen, wenn auch die Aendernng im Ta­bellenstand keine besondere Bedeutung mehr hat.

Aus dem Arbeiter-Turn- und Sportbund.

Beginn der Derbandsspiele.

x Am kommenden Sonntag nehmen die Spiele um die Bezirksmeisterschaften im 3. Bezirk wieder ihren Anfang. Die Zahl der teilnehmen­den Mannschaften hat eine weitere Steigerung erfahren: insgesamt nehmen 41 Mannschaften an den Wettspielen teil. Als Reueruna erscheint diesmal die Einführung einer Schülerklasse, deren Spielzeit auf zweimal 20 Minuten festgesetzt wurde. Bei den übrigen Klassen vollziehen sich die Wettspiele in der seither üblichen Weise. Von den ersten Mannschaften der 1. Klasse sind dieses Jahr Gießen I und Heuchelheim I aus- geschieden. die ihre Spiele in der neu eingeführ- ten Kreisklasse durchführen, welche acht Tage später mit ihrem Spielbetrieb beginnt und damit besonders befähigte Mannschaften in unseren heimatlichen Bezirk bringt. Als Auftakt der Bezirksspiele sind für nächsten Sonntag folgende Spiele vorgesehen, die insofern Bedeutung haben, als man dann die einzelnen Mannschaften nach ihrer tatsächlichen Spielstärke beurteilen kann:

1. Klasse, 1. Mannschaften.

Gieße nid und Wehlarl treten in Gie­ßen aus demHessen"-Platz an. Gießen ist in der 1. Klasse Reuling. Wetzlar war im Vorjahre Tabellenzweiter. Trotzdem bestehen für beide Mannschaften gleiche Aussichten auf den Sieg, da Gießen in letzter Zeit recht gute Spiele gezeigt hat und Wetzlar den Eindruck erweckte, als ob es von seiner Spielstarke etwas ein­gebüßt hat.

Wieseckf und Lollarl nehmen auf dem Wiesecker Sportplatz den Kampf um die Punkte auf. Dieses Spiel verspricht ein zäher Kampf zu werden. Lollar verfügt über einen äußerst schnellen und gefährlichen Sturm und eine sichere Hintermannschaft, gegenüber welcher der junge, Wagen anbot, daß ich die Absicht hätte, nur zwei Tage zu bleiben: er solle mir die West- hälfte der Insel am ersten Tage zeigen, die Oft- hälfte am zweiten.

Der arme Bursche war entsetzt. Mein Ton war ihm sicherlich zu sachlich. Gr fragte mich schüchtern, ob er die Route selbst wählen dürfe.

Er nannte mir einige Orte. Wir verständigten uns. Dann ging es los.

Anfangs war alles so. wie ich es erwartet hatte.

Eine Ebene, die sich vom Meer aus bis in die Mitte der Insel erstreckte, lag gelb, mit Weizen bepflanzt, fast baumlos nach allen Seiten. Rur hin und wieder sah man Pfirsich- und Mandelbäume: Gebüsche selten: einmal, wie ein Stück Himmel im Klee: Lavendel. Kleinere Güter schien es hier nicht zu geben; Häuser und Stal­lungen waren manchmal kilometerweit nicht zu entdecken: nur Ziehbrunnen kehrten mit einet gewissen Regelmäßigkeit wieder

In der Rühe der Gebäude sah man seltsame hochbeinige Hunde, größer und kräftiger als Windspiele, aber ihnen In Öen Proportionen ähnlich. Sie standen wie Gazellen bei den Bauern oder liefen wie Rehe über den Weg ihre Bewegungen waren von seltsamer Scheuheit. Man sagte mir. es seien Hunde von der Insel Ibiza und wahrscheinlich die Rachkommen jener Tiere, die die ersten Besiedlet Spaniens, die Phönizier. auS Asien mitgebradbt hatten.

Der Wagen fuhr mit ziemlicher Geschwindig­keit. Aber Die Landschaft veränderte sich nur langsam. Olivenbäume wurden häufiger. Die Chaussee fing an zu steigen. Schluchten öffneten sich Man kam schließlich in einen Olivenwald.

Oder vielmehr: in einen Wald, der auS nichts anderem bestand, als Stämmen. Bis zu den Gipfeln waren die Abhänge mit Bäumen be­deckt. die auf einem mächtigen Hvlzfockel kleine schmale Zweige trugen.

Ich bin nie auf den Gedanken gekommen, daß Holz wahnsinnig werden könnte. Man erlebt

aber talentierte Sturm Wieiecks einen schweren Stand haben wird.

Das interesfanreste Spiel der ersten Be­gegnungen findet in Raunheim statt. Hier treffen zwei Mannschaften aufeinander, die nach den bisherigen Erfahrungen die meisten Aus­sichten auf führende Plätze hoben: R a u n h e i m I und Marburg I Die Marburger Männer - tumer haben in letzter Zeit ganz ausgezeichnete Spiele gezeigt (gegen Wieseck 6 2 gegen Wetz­lar 4:1 gewonnen). Raunheim hat von jeher einen sehr guten Auf. der nächste Sonntag wird zeigen, ob er noch zu Recht besteht.

1. Klasse. 2. Mannschaften

In dieser Klasse spielen am Sonntag: Giehenll gegen WeylarN in Gießen in einem voraussichtlich ausgeglichenen Spiel. Raunheimll und MarburgN in Raun­heim und Ceunll und 211 «fei ÖH in Leun.

2. Klasse. 1. Mannschaften.

Rodheim 1 hat aus eigenem Platz den Reuling Weilmünsters als Gegner, der Sie­ger ist sehr fraglich. Ein gleichwertiges Spiel, bei dem Leun als Plahbefitzer etwas mehr Aus­sichten hat. werden sich Leunl und 3 a u - bringens liefern. Ein sicherer Sieg ist für Fronha uf enl im Spiel gegen Burkhards- f e 1 ö e n I zu erwarten

Jugendklasse. Gruppe West.

Diese Spiele beanspruchen deshalb ftärteree Interesse, da die Jugendmannschasten durchweg recht gute Spiele zeigen Im Spiel Gießen gegen Wetzlar müßte Gießen eigentlich Sieger bleiben, ebenso Raunheim im Spiel gegen Klein-Linden. Wieseck und Heuchel­heim sind zwei Mannschaften, die sich seither fast die Wage hielten. Die Frage nach dem Sieger muß offen bleiben.

Jugendklasse. Gruppe Ost.

Lollar wird sich auf eigenem Platz gegen Hachborn wohl kaum die Punkte nehmen lassen Im Spiel Marburg gegen Fronhausen' neigen ebenfalls die meisten Aussichten nach dem Plahinhaber Marburg. Oppenrod und Alten-Buseck sind Anfängermannschaften, ein Urteil ist daher noch nicht möglich.

Schülergruppe.

Gießen wird gegen die talentierte Schüler­mannschaft Wetzlars einen schweren Stand haben Wies eck und Lollar sollen sich in Wieseck treffen, falls sich nicht bewahrheitet, daß Wieseck seine Schülermannschaft zurückgezogen hat. 3n Heuchelheim wird Heuchelheim gegen Saubringen wohl Sieger bleiben

Die erste Mannschaft Heuchelheims benutzt ihren letzten spielfreien Sonntag zu einer Fahrt nach Seulberg i. T. Bei der rationellen Spielweise der Hiesigen und ihrem reifen Können ist an einem Sieg nicht zu zweifeln

Dom Turnbetrieb.

Am Sonntag vormittag findet in Heuchelheim eine Hebung« ft unbe für die Schülerin­nen statt, der sich am Rachmittag eine solche für die Schüler anschließt. Bei beiden Deranstal- tungen stehen die Hebungen für das Kreisturu­fest in Frankfurt a. M. im Vordergrund des Turnplanes, da der Festmontag der Tag der Kinder mit großen Veranstaltungen fein wirb. Ebenfalls in Heuchelheim findet einKampf - r i ch t e r k u r s u s für die leichtathletischen He­bungen statt, während in Wißmar die Kampf­richter im Geräteturnen einen praktischen und theoretischen Kursus veranstalten

Waldlaus

im Gau Gieheu-Wetzlar.

y. Rach den Veröffentlichungen der Gau­behörde für Athletik werden die Wald­läufe in drei Gruppen am 27. März au«- fietragen. Für Giehen-Butzbach wird in G ießen, ür Wetzlar-Weilburg in Weilburg und für Dillenburg in Dillenburg gestartet. Da­durch, daß erstmalig außer in den Wettkampf- klassen für Senioren und Jugend auch in einer Propaganda klasse gelaufen wird, werden größere Läufermengen unterwegs sein. Das bereits jetzt schon allenthalben rege Interesse für den 27. März zeigt, daß dieser Veranstaltung mehr al« In früheren Jahren Bedeutung beigemeffen wird

Jur Festnahme des Schuleinbrechers Kedzierski.

WSR Frankfurt a. M-, 17. März. Zu der bereits gemeldeten Festnahme des aus Polen stammenden Schuleinbrechers K c d -

zi e r s ki erfahren wir noch folgend« Einzelheiten In Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei in Bad-Raubeim. Friedberg. Osscnbach und Mainz ist cs der hiesigen Polizei jetzt gelungen, den 34jährigen Arbeiter Stanislaus Ked- zierski fest zunehmen. Kedzierlli ist ein aller Einbrecher, der feine Spezialtätigkeit al« Einbrecher in Schulräume in die Um- gegend von Frankfurt verlegt hatte, da ihm hier der Boden allmählich zu heiß geworden war. Im Laufe der letzten vier Monate hat er in den verschiedensten Orten der Umgebung von Frank­furt, u. a. in Höchst. Offenbach. Gießen. Ha­nau, Mainz. Ufingen D a d - R a u b e i m. Friedberg usw nachgewie'enermaßen nicht weniger als 26 Einbrüche in Schulen be­gangen. In seinem Besitz wurden verschiedene Landkarten gefunden, in denen er hereii« die Lage von Schulen befonöer« kenntlich gemacht hatte, um bei beabsichtigten Dx.tcren Einbrüchen die neuen Tatorte leichter aufzufinden.

Oberhessen.

Landkreis Giehen.

---Klein-Linden, lt. März. Der SchüyenklubRoland" hielte dieser Tage im Turnerheim feine diesjährige fSTneral- ncrfammlung ab. Aus dem Jahresbericht des 1. Vorsitzenden Fr. Stein ging hervor, daß der Verein im Geschäftsjahr 1926 hervorragende Leistungen vollbracht hat. So baute er u. a. einen neuen großen Schießstand. Die Rechnungsablage zeigte einen Ueberschuß von 400 Mark. Der seit­herige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Der Verein zählt gegenwärtig 60 Mitglieder

al. Allendorf (Lahn). 17. März. Die hiesige Spar - und Darlehenskasse hielt dieser Tage ihre Generalversammlung ab. Aus der Bilanz und dem Jahresbericht war zu ersehen, daß die Kasse auch im verflossener Jahre sich zum Wohle der Gemeinde entwickelt hat. Die Aktiven betragen 36 139 Mark, die Passiven 34 983 Mark, mithin ergab sich ein Reingewinn von 1155 Mark. Durch den Verkauf von Sparmarken haben sich die Sparein­lagen um 1 00 Proz. vermehrt: sie be­tragen jetzt 10219 Mark, ein Zeichen, daß auch in unserer Gemeinde der Sparsinn festen Fuß gefaßt hat. Der seitherige Direktor Binz wurde einstimmig wiedergewahlt, ebenso das auSfchei- dende Mitglied de« Aufsichtsrats Ludw. L u h IX. Reugewählt wurden Philipp Hildebrand II. und Ludwig Kreut er I.

Burkhardsfelden. 18. März. Am heutigen Freitag, 18. März, vollendet die älteste Frau unseres Ortes. Ehristine Wagner Witwe, geborene Horn, ihr 9 0. Lebensjahr. Sie erfreut sich noch voller Rüstigkeit und Gei­stesfrische. so daß sie noch stundenlang aus ihrer Kindheit erzählen kaum Vor 55 Jahren wurde ihr Ehemann. Johannes Wagner, der kurz vor Kriegsausbruch starb, als Bahnwärter bei der Oberhessischen Werkstatt an der Gelnhäuser Strecke angestellt. Die Jubilarin dürfte wohl noch manchen Gießener Bürgern bekannt fein

t Grünberg. 17. März. Der Auftrieb zu dem heutigen V i e h m a r k t war bei Schweinen äußerst stark, dagegen bei Rindvieh sehr schwach Es waren 640 Ferkel angefahren, davon 78 von Händlern. Die Ware war durchweg vorzüglich, trotzdem wickelte sich der Handel nur langsam ab. so daß ileberftanö verblieb. Bezahlt wurden pro Stück für 6 bis 7 Wochen alte Ferkel 28 Mk., für 7 bis 8 Wochen alte 35 Mk., für 8 bis ° Wochen alte 40 Mk., für 9 bi« 10 Wochen alte 44 Mk., für 10 bis 12 Wochen alte 50 bis 55 Mk , über 12 Wochen alte 60 Mk., für Läufer von ungefähr 65 Pfund Gewicht 65 Mk. Der Riad- viehmarkt war schwach belebt. Der Krämermarkl war zufriedenstellend, zahlreiche Berkaussständc waren aufgeschlagen und der Zuspruch gut

Kreis Friedberg

LSR. Friedberg, 17. März. In cinci Zuschrift an die Presse erhebt ein Arbeitgeber Einspruch dagegen, daß die hiesige Orts­krankenkasse 150 000 Mark f ü r einen Ole u bau verwenden will Bor einem Jahre herrschte in der Kasse starke Ebbe, während da« jetzt aufgespeicherte Kapital bereits 220 000 Mk. beträgt. Es wird weiterhin al- nicht richtig be­zeichnet. daß die Beiträge aus der bisherigen Höhe gehalten werden, während die Abbeit- gebet teilweise in stärkster wirtschaftlicher Rot stecken.

4 Butzbach, 17. März. Leider werden in den benachbarten Taunusbergen die Schnep- f e n immer seltener. Dieser Tage konnte die erste von dem Besitzer des Forsthauses Hubertus, Ernst Sommerlad, geschossen werden.

seltsame Bildungen häufig in den Bergen: man sieht Felsen, die die Form von Menschen an­nehmen oder Bäume, die wie ein Tier gebildet sind aber in den meisten Fällen gehört sehr viel guter Wille dazu, in Derartigen Bildungen etwas Menschen- oder Tierhastes zu erblicken.

Hier dagegen ist es anders. Man hat Mühe, nicht zu vergessen, daß diese Bildungen au« Holz sind. .

Die Stämme drehen sich um sich selbst, stehen gewunden oder wie Primaballerinen auf einem Sein; rollen sich wie Schlangen, stecken wie Artisten ihre Köpfe zwischen die Schenkel: wehen wie Fahnen in der Luft. Man sieht Stämme, die drei- und vierfach geteilt sind, sich wie die Grazien zu einem Reigen schließen oder wie eine Koppel Hunde ausc-inanderlaufen. Stämme, die wie Schiffe durch das Korn fahren oder wie ein Bett unter freiem Himmel stehen: es gibt aufgeschlihte Stämme, neben denen das Innere verknotet wie Eingeweide liegt: andere, die ihre Zweige wie eine Schildkröte tragen. Die Salat ißt: es gibt Leuchter unD Hexen. Tierskelette unD Erhängte man könnte glauben, in einer Marterkammer, einem Irrenhaus, bei einet Theatcrprobe oder in einem Anatomiesaal zu fein.

Wie diese Bildungen zustande gekommen sind, weih ich nicht. Wahrscheinlich bat man die Triebe jahrhundertelang stark beschnitten und dadurch die Kraft in den Stamm zurückgejagt.

Der Thauffeur konnte mir keine Auskunft geben

Diefe Insel ist schön wie Italien und un- begangen tote Robinson« Eiland

Man findet hier Küsten, die mit Felsen- fingern ins Meer greifen, Buchten und Fjorde bilden, zu Ruinen aufsteigen oder im Schaum Der Wellen versinken Aus Entfernungen von zwanzig unD Dreißig Kilometern war manchmal mir ein einziges Hau« zu sehen Meer und Küste lagen tote em ersten Tage der Scköpfung.

Der Chausseur. ein Mallorguino, kannte jeden Daum und jeden Stein. Gr fuhr die Küste entlang, dann in den OlivenwalD zurück: hielt vor dem Kloster, in dem Ghvpin und George Sand ihrer Liebe gehorchten, geigte mir "Bälde- mosa. das mallorquinische Dori und Söller, Öen kleinsten und reizvollsten Hafen der Welt. Dann ging es über das Gebirge In Serpentinen auf­wärts und abwärts, nach Raxa.

Raxa ist ein Gut. das einstmals dem König von Montenegro gehörte. ES liegt versteckt, nur auf Rebenwegen erreichbar, zwischen zwei Der- gen. Der Mallorquino hatte behauptet: eS sei von allen Flnca« der Insel die schönste.

Durch em Burgtor fuhr man in einen roten Hos. Die Krone eines einzigen Daumes ver­sperrte den Dlick in den Himmel. Wan sah nicht« anderes al« da« Grün Der BlLtter und Öen roten Stein.

Erst hinter einem zweiten Torweg bekam man den Dlick in« Gelände

Statt Olivenplantagen, die ich erwartet hatte -- ein riesiger Park. Ein Park, der sich schwer­fällig wie ein Vierfüßer erhob und fast bi« zum Gipfel eines Dernes hinaufklomm. Eine Treppe von breiten Absätzen unterbrochen, kletterte in diefem Ungeheuer wie ein weißes Geheimnis hoch.

Ich sticg bi« zum ersten Absatz hinauf: nach links und rechts führten Wege In Zitronen-, Orangen- und Waiidelpiantagen. Etwas höher waren Pfirsiche und Wein angepflanzt. Bäume und "Beete wechselten ob. Korkeichen und Pal­men waren weithin sichtbar.

Einige der Wegc endeten bei Heinen Pa­villon« oder bei irgendwelchen arabischen Resten.

Etwa in bet Witte des Abhang« halte man ein "Bassin angehängt, Da« mit seiner BetonwanÖ senkrecht nach unten fiel. Man konnte mit einem Kanoe in diesem Heinen See spazieren fahren und hatte bann den Dlick über Park und Oliven- toälber hinaus bi« zu dem Haten von Palma.

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