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Samstag, 17. September 1927
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien)
Nr. 218 Viertes Blatt
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Gemeindeverband Wieseck-Alten-Buieck
Rätsel-Ecke
Auflösungen.
5.
Rorbert.
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Line Tuaillon-Anekdote.
gan — go i — kom
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Des Menschen Engel ist die Zeit.
Pyramidenrätsel.
Anagramm.
1. Almosen: 2. Ernestine; 3. Gardine; 4. Kan mesin; 5. Omnibus; 6. Regatta.
Bruchstückrätsel.
Hügel — Sahne — Perle — Ianus — Grand.
Hühnerjagd.
Vexierbild.
Bild rechts drehen, dann ist der Trapper in der Mitte zwischen Blattpflanze im Vordergrund und Baumstumpf links zu sehen.
Kreuzworträtsel.
FaTmT” * ™"
Iuwelendiebstahl in Frankfurt.
WSR. Frankfurt a. M., 16. Sept. Auf bis jetzt noch unaufgeklärte Weise wurden in der Rächt zum 14. September aus der Villa des Kaufmanns Wilhelm Hornberger in der Friedrichstraße 61, Schmuck- und andere Wertgegenstände im Betrage von rund 80 000 Mk. mittels Einbruchs gestohlen. Unter den Sachen befindet sich eine wertvolle Perlenkette zum Auseinandernehmen mit zwei Schlössern, die sich aus 228 Perlen zu- sammensehte. Der Wert der Kette wird auf etwa 60 000 Mk. geschäht. Ferner wurden gestohlen ein mit W. H. 14.11.1908 gezeichneter Trauring, vier goldene, mit Brillanten besetzte Ringe, eine goldene Vorstecknadel mit zwei Brillanten besetzt, vier goldene Broschen, durchweg mit Brillanten beseht, verschiedene Anhänger, Krawattennadeln und zwei Platinmanschettenknöpfe, ebenfalls mit Brillanten beseht, eine goldene Knopflochuhr, ein Schmuckkasten, verschiedene alte goldene Münzen und Bargeld. Die Rachforschungen nach dem Täter sind im Gange.
Silbenrätsel.
a — a — al — au — bat — be — bec — bert —
a i m a mal mar m a r i mein
Silbenrätsel.
1. Dialog; 2. Elfriede; 3. Sichel; 4. Alaleachi, „. Epos; 6. Nogat; 7. Siegfried; 8. Lilli; 9. hid- densöe; 10. Elsas,; 11. Novelle; 12. Elli; 13.
Io — Ir — 2s — 4u.
Vorstehende 24 Buchstaben stelle man in die freien Felder obiger Quadrate ein. Erfolgte dies richtig, müssen: 1. die je vier wagerechten Reihen beider Quadrate bekannte Hauptwörter mit den angeführten Anfangsbuchstaben ergeben und 2. die vier wagerechten Reihen beider Quadrate, zusammengezogen, Doppelwörter. Die Wörter bedeuten: 1. Zinnbehälter; 2. Börsenpreis; 3. Abteilung; 4. Tiermund; 5. Blume; 6. gedrucktes Werk; 7. charakterfester Mensch; 8. Säugetier.
Die Skat-Karte.
äuge — bäum — der — erdeck — ien — kaffee — lehn — lin — te — tum — tweil — well.
Vorstehende Bruchstücke sind entstanden durch Abtrennen der Karten eines Skatspiels, und zwar
ml — mör — ne — ne — ni — or —
bürg — chi — de droh — e — e -
der Farben Eichel, Grün, Rot, Schellen und der Werte As bis Sieben. Wie hat die Zusammenstellung zu Wörtern zu geschehen?
Bilderrätsel.
fisch hüst
mi ■
Das bekannteste Werk des berühmten Bildhauers Tuaillon ist wohl seine Amazone im Berliner Tiergarten, welche 1898 vor der Rationalgalerie erworben wurde. Hieran knüpft sich folgende Anekdote: Der An- kauf mutzte vom Kaiser genehmigt werden, welcher an dem hohen Preise Anstotz nahm. Man erklärte ihm, wie schwierig die Gestaltung des Pferdes gewesen fei; der Künstler habe sich jahrelang ein eigenes Reitpferd halten müssen, um danach zu arbeiten. Der Kaiser genehmigte daraufhin den Ankauf, fügte aber hinzu: „Ein Glück, daß er sich nicht auch noch eine Amazone halten mußte!"
1. Don links nach rechts:
1. Türkischer Rechtsgelehrter; 5. britisch indische Provinz; 9. französischer Marschall: 10. Schicksal; 12. Papageienart; 13. afrikanischer Strom; 14. Klostervorsteher; 15. Teil des Auges; 16. weiblicher Personenname; 17. Gcnußmittel; 18. Stadt in Württemberg; 20. weiblicher Personenname; 21. Vorgebirge des Harzes; 22. Berg in der Schweiz; 25. ehemaliges Staatsoberhaupt in Venedig; 29. griechischer Gott; 30. Stadt in Holland; 31. französischer Fluß; 32. Stadt im Rheinland.
2. Von oben nach unten:
1. Stadt in Westfalen; 2. andere Bezeichnung für Betrübnis; 3. Schlachtort in Ostpreußen; 4. Stadt in Südtirol; 5. Teil des Baumes; 6. Brettspiel; 7. Gesangsstück; 8. Insektenlarve; 11. sibirischer Strom; 19. Singvogel; 20. Stadt in Hannover; 22. abessinischer Fürstentitel; 23. Volksstamm; 24. Wurfspieß: 26. schwungvolles Gedicht; 27. Landbezirk; 28. Bad in Hessen-Nassau.
Magische Quadrate.
— 1b — 2c — 3e — 2t — 2h — 11 — 2n —
Einklang mit Weizen ebenfalls nachgeben. Roggenmehl und Roggenkleie konnten den Preis erhöhen, als Grund dafür ist wohl anzuführen. daß die Mühlen nur wenig Ware an den Markt brachten. Hauptsächlich Kleie kam wenig an den Markt, da die Produzenten ihre nasse Ware selbst verfüttern unS trockene Qualitäten kaum besitzen. Zum Wochenfchluh wurde das Geschäft noch ruhiger, die Händler und Mühlen üben größte Zurückhaltung, da sich die Lage an den überseeischen Märkten noch nicht gebessert hat. Die Preise muhten weiter nachgeben. Rur Roggen ist weiter gesucht. Etwas mehr Interesse machte sich fürFutterartikel „nur hochwertige Ware" bemerkbar. Im übrigen stagnierte das Geschäft fast vollkommen.
Verglichen mit den Rotierungen der vergangenen Woche gaben die Preise für Weizen und Roggen je 0,50 Mark nach. (Roggen tonnte seinen Preis infolge des kleiner gewordenen Geschäftes nicht halten und fand ebenfalls nur zu niedrigerem Preise Aufnahme.) Hafer, inländischer und ausländischer, blieben behauptet. Weizenmehl minuS 0,50 Mark. Roggenmehl, Weizenkleie und Roggenkleie zogen dagegen 0,25 Mark an. Der Markt schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen 26,75 bis 27, Roggen 24,50 bis 24,75, Sommergerste 26 bis 28, inländ. Hafer 23 bis 24, ausländ. Hafer 24 bis 25, Mais, gelb 18,75 bis 19, Weizenmehl 39.25 bis 39,50, Roggenmehl 35,25 bis 35,75, Weizenkleie 13 bis 13,25, Roggenkleie 13,50 Mk.
Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Am Frankfurter Schlachtviehmarkt war das Geschäft in dieser Woche ruhig: nur in Kä l-
für Del usw., 5374,71 Mk. für Bereifung, 3441,31 ML für Ersatzteile und Reparaturen, 5489,40 ML für Versicherungen (für das ganze Jahr), 2678,76 ML für Steuern. Für den Druck von Fahrkarten, Telephon, Porto usw. wurden 1598,64 ML verausgabt. Dabei ist zu bemerken, daß der Vorrat an Fahrkarten für lange Zeit ausreicht. Die Geschäftsunkosten betragen 645,36 Mark. An diversen Zahlungen wurden 30 647,06 Mark verausgabt. Dies alles zusammen ergibt eine Ausgabe von 74 127,79 Mk., die Einnahmen betragen 84 622,80 All., so daß ein barer Kas senvorrat von 10 495,01 Tlart verbleibt. 3n der Ausgabensumme von 74 127 79 Mk. ist ein Betrag von 37 631,22 Mk.
ür einmalige, nicht wiederiehrende Ausgaben enthalten, der sich aus den Zahlungen für den dritten Wagen, den Erweiterungsbau der Auto- Halle und der Miete für den Hamborn er Wagen usw. zusammensehten. Die reinen Betriebsausgaben betragen also 36 496,57 Mk.
An den Bericht schloß sich eine ausgiebige Aussprache an, über deren Ergebnis und die übrigen Deratungsgegenstände noch berichtet wird.
(+ 20 Prvz.), Rheinstahl (+ 22 Proz.) und Mannesmann (+ 16 Prozent). PH. Hvlzmann auf das große Berliner Wohnungsbauprojekt 11 Proz. hoher. Außerordentlich scharfe Formen nahm der Kampf um Voigt & Haeffner an. Rach entern Höchstkurs von 230 setzte dann der Abbau- prozeh ein bis auf 192. Der Rentenmarkt hatte nach langer Zeit wieder etwas lebhafteres Geschäft. Ablösung waren merklich erholt, von Ausländern hatten Türken und besonders Anatolier größere Umsätze. Am Devisenmarkt erfuhr die Mark eine Steigerung auf das Herein- strömen der verschiedenen Dollaranleihen.
Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt.
Der Besuch am Frankfurter Produktenmarkt war in dieser Woche sehr stark, trotzdem erfuhr das Geschäft keine besondere Belebung, da hauptsächlich die Mühlen mit ihren Käufen stark zurückhielten. Als Hauptgrund hierfür sind die schlechten Dualitäten, die in der vergangenen Woche an den Markt kamen, anzuführen. Auch die flaue Haltung der Auslandmärkte übte einen nachteiligen Eindruck auf den hiesigen Markt aus, so daß alle ®e treibetorten der Abwärtsbewegung der überseeischen Rotierungen folgten. Am Weizenmarkt war das Geschäft sehr eingeschränkt da Umsätze in nur sehr geringem Umfange getätigt wurden. Roggen war dagegen stärker gesucht. Die an den Markt kommende Ware wurde glatt ausgenommen, der Preis dafür konnte sich gut behaupten, teilweise wurde sogar über Rotiz gehandelt. In Gerste, Hafer und Mais war daS Geschäft sehr klein, die Preise bewegten sich auf dem Riveau der vergangenen Woche. Weizenmehl muhte im
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedattionStisch
Die Begleitung.
In einer musikalischen Gesellschaft erzählte Marl Twain, daß es ihm unvergeßlich sei, wie er einst seinen Vater auf dem Klavier begleitet habe.
„Bitte, bitte, erzählen Sie."
„Wie Sie wissen, bin ich an den Ufern dec Mississippi groß geworden. Unser Haus stand nicht weit vom Strome entfernt. Da kam Hochwasser Wir mußten auf )en Heuboden flüchten. Das Haudrohte einzustürzen. Mein Vater setzte sich schnell entschlosien auf eine Bettstelle und schwamm so der Strom hinunter. Ich als treuer Sohn begleitet« ihn auf einem alten Klavier, das ich auf dem Boden
rich — fto — ßen — tel — oro — wal — weh — wei.
Aus vorstehenden 52 Silben sind 20 Wörter mit folgender Bedeutung zu bilden: 1. Seesäugetier; 2. amerikanische Republik; 3. Krankheit; 4. gleichlaufende Fläche; 5. Stadt in Indien; 6. Verordnung; 7. nordamerikanischer Staat; 8. weiblicher Personenname; 9. Stadt und Fluß in Frankreich; 10. Rätselart; 11. studentischer Brauch; 12. männlicher Personenname; 13. Insekt; 14. Name eines Sonntags; 15. Baumaterial; 16. Meeresbucht und Hafen in Südafrika; 17. Kreisstadt in Hannover; 18. Name eines Sonntags; 19. Stadt in der Provinz Sachsen; 20. männlicher Personenname. — Nach richtiger Bildung der Wörter ergeben die Anfangs- und Endbuchstaben, beidemal von vorn nach hinten gelesen, ein Zitat von Friedrich Christoph Schlosser.
Kreuzworträtsel.
bei — di — bitt — bor — — e — e — ex — fels — go — griph — hi — hi — tu — la — Io — ment —
JEIBIEIN |T|E|g;~|E
Auf Einladung des Derbandsvorstandes des Demeindeverbandes Wieseck—AUen- Bu s e ck fand gestern abend im Sihungssaale der Bürgermeisterei Wieseck eine gemeinsame Sitzung der Gemeinderäte von Wieseck und OUten» (Bufed und des Derbandsvorstandes statt. Diese gemeinsame Sitzung machte sich notwendig, um zunächst einmal den Bericht über das ve r- flossene er sie halbe Jahr des gern einsamen Betriebs entgegenzunehmen, und zum andern, um eine Reihe weiterer Fragen, deren baldige Regelung sich als notwendig herausstellte, zu beraten und zu beschließen. Das stärkste In- teresse beanspruchte naturgemäß der
Bericht über bas erste Halbjahr.
Zwecks einwandfreier Orientierung war allen Anwesenden eine gedruckte Abrechnung vorgelegt, die von dem Verba ndsvorsteyer Benner. Wieseck, wie folgt erläutert wurde:
Der Bericht erstreckt sich auf die Zeit vom 9. Dezember 1926 bis 6. Juni 1927. Das Betriebsvermögen ist mit 116 000 Mark festgelegt. Die sich hierauf aufbauende Jahresbilanz ist auf der Ausgabeseite in zwei Teile gegliedert, einmal in diese unveränderlichen, am Jahresanfang feststehenden Ausgaben, und in die veränderlichen, von der Kilometerleistung abhängigen Ausgaben.
Die unveränderlichen Ausgaben setzen sich zusammen aus der Amortisation (15 Prozent des Betriebsvermögens) = 17 400 Mark, die Verzinsung beansprucht 5220 Mark, die Versicherung gegen Haftpflicht, Unfall, Feuer und Bruch kostet jährlich 5500 Mark, für Instandhaltung und Reparaturen müssen nach den allgemein gelten!)en Erfahrungen 6 Prozent des Betriebsvermögens angeseht werden, in diesem Falle also 6960 Mark. Gehalt des Fahrmeisters unö die Löhne des übrigen Personals betragen im Jahr 21000 Mark, die Unterhaltung und Amorttsation der Garage erfordert 1000 Mark, die Steuern für die Fahrzeuge und den Umsatz 4000 Mari. Insgesamt betragen die unveränderlichen Ausgaben 63 080 Mari pro Jahr.
Bei den veränderlichen, von der Kilometerleistung abhängigen Ausgaben ergibt sich folgendes Bild: Der Berechnung ist eine Leistung von 110 000 Kilometer zugrunde gelegt. Der Brennstoffverbrauch beträgt 45 Liter bei den zwei großen, und 35 Liter bei dem Heiner en Wagen. Ein Liter kostet bei der zur Zeit verwandten Mischung 32 Pf. Die voraussichtlich gefahrenen 110 000 Kilometer losten also bei einem D urchschnit t sverb rauch von 40 Liter pro 100 Kilometer 15 000 Mk. Für Oelverbrauch, Putzwolle, Fette usw. sind 1120 Mk. in Ansatz gebracht. Die Bereifung erfordert einen Durch- fchnittsverbrauch von 8 Pf. pro Kilometer, insgesamt also im Jahr 8800 Mk. Für unvorhergesehene Fälle sind 1000 Mk., und für die Verwaltungskosten 2000 Mk. vorgesehen. Die gesamten, nach genauer Berechnung ausgestellten Jahresausgaben belaufen sich also auf 91 000 Mk. Die Jahreseinnahme kann nach den sefther gemachten Feststellungen auf 100 000 Mk. angenommen werden, so daß zur Finanzierung der Anschaffung des neuen vierten Wagens 9000 Mk. freibleiben.
Der Berich t über d i e ersten sechs Monate des gemeinsamen Unternehmend zeigte folgendes Bild: Im ersten Halbjahre wurden befördert: 87 072 Personen auf Wochenkarten, 23 760 Personen auf Fahrscheinhefte, 110 095 Personen auf Einzelfahrscheine und 7800 Personen auf Monatskarten. Insgesamt wurden also in den sechs Monaten 228 727 Personen befördert. In dieser Zahl sind die bei Sonderfahrten beförderten Personen nicht enthalten. Im Monatsdurchschnitt wurden also 38121 Passagiere gefahren. An Doppelfahrten (nach Gießen und zurück) wurden 4500 geleistet, fo daß jede Fahrt im Durchschnitt mit 25 bis 26 Personen besetzt war. In der Berichtszeit wurden 53 000 bis 54 000 Kilometer gefahren. Da nun die gesamten Betriebseinnahmen 52 122 Mk. betragen, beziffert sich also die Einnahme pro Kilometer auf 96 Pf. Dem steht gegenüber eine reine Betriebsausgabe von 36 496 Mk., oder 70 Pf. pro Kilometer. Mithin verbleiben für Zinsendienst, Amorttsation usw. 26 Pf. pro Kilometer. Da nun in der Zwischenzeit der Betriebsstoffverbrauch gesenkt wurde und auch der Preis nachgegeben hat, wird das Verhältnis im zweiten Halbjahr etwas günstiger werden.
Der kassenmäßige Ausweis zeigt in Einncchme und Ausgabe folgendes Bild: An Wochenkarten wurden verbraucht 1692 zu 1,50 Mk. (2538 Mk.), 2683 zu 1,80 ML (4829,40 Mark), 2080 zu 2,50 Mk. (5200 Mk.) und 801 zu 3 ML (2403 Mk.), zusammen 14970,40 Mari. Fahr scheinh es te: 1756 zu 2 ML (3512ML), 82 zu 3.50 911t. (322 ML), 57 zu 3,30 Mk. (188,10 ML), 75 zu 5,50 Mk. (412,50 Mk.), zusammen 4 434,60 Mk. Einzelfahrscheine: 4874 Stück zu 10 Pf. (487,40 ML), 4688 zu 15 Pf. (703,20 Mk.), 56 927 zu 20 Ps. (11 385,40 Mk.), 10 929 zu 30 Pf. (3278,70 ML), 22 318 zu 35 Pf. (7811,3 ML), 34 zu 40 Pf. (13,6 ML). 7516 zu50Pf. (3758 ML), 2775 zu 60 Pf. (1665 Mk.). Insgesamt also 29 102,60 ML Für Extra- und Monatskarten wurden 964 Mk. vereinnahmt, an Sonderfahrten 1781,75 Mk., für Reklame usw. 869,45 Mk. Demnach betragen die Einnahmen aus dem Betrieb 52 122,80 Mk. Hinzu kommt eine einmalige Einnahme (Zu- fchuß der Gemeinde Alten-Duseck) in Höhe von 32 500 ML, so daß die Gesamteinnahmen 84 622,80 Mk. betragen.
Die Ausgaben sehen sich zusammen aus 1190,69 Mk. sachlichen und persönlichen Verwalt un g skost en. Die Löhne des gesamten Personals betragen 11 418,20 ML, die Ausgaben für soziale Fürsorge 715,87 Mk. Der De trieb erforderte 9954,14 Mk. für Benzin, 973,74 Mk.
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Wirtschaft.
Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt.
In dieser Woche war die Tendenz an der Börse außerorden tlich schwankend, doch konnten sich schließlich gegen die vergangene Woche teilweise recht beträchtliche Kursbesserungen durchsetzen. Das private Publikum verharrte weiter tn vollkommener Passivität, dis Abgaben aus der Provinz und die großen Deriäufe der Industrie,' die in der Vorwoche einer Besserung der Dörsenlags im Wege standen, haben allerdings aufgehört. Die Spekulation, gang auf sich gestellt, versuchte nun, ihre Daissepositionen, die einen großen Umfang angenommen hatten, durck- zuhalten, und lieh sich auch durch den Medio nicht beeinflussen. Zur Prämienerllärung ergab sich die Tatsache, daß die Differenz zwischen Medio» und Ultimo FurS fast verschwand, da die Spekulatton zum Medio deckte und gleich wieder per Ultimo fixte. Verschiedene anregende Momente veranlaßten jedoch bald Deckungen, und alle Versuche, durch neue Blankoabgaben die Kurse niederzuhalten, blieben schließlich ohne dauernden Erfolg. Als dann auch die zum Zahltag vielfach erwarteten Schwierigkeiten vollständig ausblieben, verstärkten sich die Rückkäufe, so daß sich zwischen Medio-Liquidationskurs und Kassakurs am Zahltag für I. G.- Farben z. B. ein Kursunterschied von 17 Proz. ergab. Außerordentlich stimulierend wirkte zunächst die Bestätigung der schon einige Zeit umlaufenden Gerüchte von der 25-Millio- nen-Dollar-Anleihe der Deutschen Bank, deren Erlös für die kleine und mittlere Industrie zur Verstärkung der Betriebsmittel dienen soll, so daß die gefährliche kurzfristige Auslandverschuldung dieser mittleren Firmen also abgelöst werden kann. Dabei wurde die Tatsache mit großer Befriedigung ausgenommen, daß den amerikanischen Bankhäusern keine andere Garantie als der Raine der Deutschen Bank gegeben wurde, ein Beweis für das amerikanische Vertrauen. Die Auflegung der Anleihe gestaltete sich auch zu einem vollen Erfolg. Im Mittelpunkt des Interesses standen dann die verschiedenen Meldungen, daß die I. G.-F arbenindustrie in Kürze ihr synthetisches Benzin an den Markt bringen werde, wobei der Preis durch ein Tarifabkommen mit der Reichsbahn dem Raturbenzin konkurrenzfähig gemacht werden soll. Auch sollen die deutsch-englischen Chemieverhandlungen weitere Fortschritte gemacht haben. Daneben wurden verschiedene Konjunkturmeldungen günstig beurteilt, wie die weitere Besserung der Arbeitsmarktlage, die gesteigerte Güterwagengeftri- lung bei der Reichsbahn und die unverändert befriedigende Lage der deutschen Maschinenindu- ftrie. Einen günstigen Einfluß übten ferner die Meldung von der guten Beschäftigung der Man- nesmcmn-Röhrenwerie und der große ruffische Röhrenauftrag aus, an dem Mannesmann, Otto Wolff und die Vereinigten Stahlwerke beteiligt sind. Dann war der Geldmarkt die ganze Woche über leicht, auch Termingeld etwas erleichtert. Erst zum Zahllag trat eine mäßige Anspannung ein. Gegen die Vorwoche ergaben sich durchschnittlich Kursbesserungen von 3 bis 15 Prvz. Stärker gesteigert waren bei zettweise recht lebhaften Umsätzen I. G.-Farben (-f- 27 Prozent), Zellstoff Waldhof (-)- 23 Prozent). Siemens (+ 20 Proz.), Rheinische Braunkohle |
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