Ausgabe 
17.2.1927
 
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Wettstreit in Kirch-Göns. .Germania an bem Wettstreit in Dutenhofen.

t Gründer g. 16. Sehr. 3m Spätherbst wurde mit dem Erweiterungsbau ander Oberrealschule begonnen. Durch die außer« gewöhnlich günstige Witterung begünstigt, konnte den ganzen Winter hindurch gearbeitet werden, und jtfjt steht der Anbau bereit- im Rohbau fertig da. Sobald cS die Witterung zuläßt, wird der 3nnenbau in Angriff genommen werden. Man hofft, bis zum Sommer die neuen Räume der Schulleitung zur Verfügung stellen zu können

t Gründer g. 16. Febr. 3n der jüngsten G emeinderatsfihung wurde die Verpach­tung der Schafweide an $errn Gruber fut 1506 Mark nachträglich genehmigt. Das Fichten» stannnholz aus der Ernte 1926 wurde dem Käu­fer Schä ser - Hungen für 90 Prozent des Lau- de-grundpreise- zugefprochen unter der Bedin- gung. daß 1200 Mark fofon bezahlt werden und der Rest bis 1. August beglichen ist. In nicht­öffentlicher Sitzung wurde beschlossen, daß ge­stundete Beträge für Baugelände vom 1. Januar 1927 ab zu verzinsen lind, und zwar in der Höhe des Zinsfußes, den die Stadt an bk Sparkasse zahlen muß Die bei der Girozentrale aufge­nommene Anleihe soll nicht langfristig wcrorn. Das diesjährige Holzgeld muß von dem Käufer zur Hälfte bis 1 August, der Rest bis Martini gezahlt werden: Verzinsung ist natürlich erforder­lich. Im übrigen beschäftigte sich die Versamm­lung mit Heineren Vorlagen

# Obbornhofen. 16. Febr. Die N o 1 - »afferleitunfl für unser Oberdorf ist vollendet. Die Gemeinde hat in zwei Straßen vier Zapfstellen anlegen, einige Einwohner haben sich auf ihre stoßen da» Wasser in die Hofreite führen lassen. Es sind nun alle Brunnen bis auf zwei versiegt, und auch deren Wasserstand nimmt täglich ab. Sobald di« Pumpe aus der Fabrik eingetrossen ist. wird die Notwosserleitung in Betrieb genommen werden. Ein kleiner Wasserbehälter von 10 Kubikmeter Fassung»- raum und mit der Haube de» Obborns überdeckt, ist ebenfalls fertig Wegen Abgabe von Wasser an die staatlichen Werke in Wölfersheim werden schon feit Wochen Verhandlungen zwischen den zustän­digen Stellen gepflogen, über deren Ergebnis noch nicht» Bestimmtes gesagt werden kann.

>lrcio Friedberg

-f Friedberg. 16. Jebr. Gestern und heute fanden an der hiesigen Augustiner- schule unter Leitung von Ministerialrat Gluckert aus Darmstadt die Maturitäts­prüfungen statt, bekanntlich zum ersten Male nach den neuen Vorschriften. Alle Prüflinge. 18 an der Oberrealschule, darunter drei Schü.ermnen, und 14 an dem Gymnasium, tonnten die Prü­fung bestehen.

WSR. Friedberg. 16. Febr. Am Mitt­woch. 23. Februar, wird da- Ende deS hie- fi gen Lehrerseminars durch eine große Schlußfeier festlich begangen. Das Seminar wird nach 160jährigem Bestehen al- letztes der hessischen Lehrerseminarien geschlossen. Es war das älteste in Hessen und ist jetzt in eine Aus- bauschule umgewandelt worden Am genannten Tage werden die hessischen Schulamtskandidaten entlassen werden

WSR. Bad-Rau heim. 16. Febr Um die kürzlich öffentlich ausgeschriebene hiesige V ü r- aermeisterftelle Haden sich über 1 00Be­werb e r gemeldet Die Wahl dürfte voraus- lichtlich bis spätesten« 1. April durch die Stadt­verordnetenversammlung erfolgen.

CO N i et> e r fl o r ft a d t, 16. Febr. Die S) o l z- Versteigerung brachte auch in diesem Jahre wieder hohe Preist. Für den Raummeter wurden beuihlt: Tichenreiser 2 Mark, Buchenreiser 5 bis 6 Mk., Eichcnknüppel 8 bis 10 Mk., Buchcnknüppel 15 bis 18 Mk., Eichenfcheiter 10 bis 13 Mk. Für 2 Raummeter Eichenstöcke 10 bis 15 Mk.. Buchen- stocke 18 bi» 23 Mk. Bei der Werkst olz Ver­steigerung wurden für gute Eichenstämme bis zu 120 Mk. pro Festmeler geboten.

Kreis Schotten.

ld. Schotten, 16. Febr Dk hohe Schneedecke, die der hohe Vogelsberg nun schon wochenlang trägt, ist mit der Zeit stark verkrustet und wacht dem Rehwildc schwer zu schassen. Vehr oft kann man Rehe bemerken, deren Verhalten erkennen läßt, daß sie wunde Läuse haben. Der größere Teil der Tiere ist jedoch in die schneefrei gebliebenen Vorberge abgewandert. Hier kann man Rudel bis zu 12 Stück beim Lesen beobachten. Die Iagdpächter nehmen entstehenden Wildschaden gerne in Kauf erhoffen gute Iagdergcbnisse im kommenden Mai.

- Gedern 16. Febr Gin recht erfreu­liches Ergebnis hatte hier der Vertrieb von Losen der durch den hessischen Verband für Krüppelsürsorge veranstalteten Wohlfahrts- lotterte, deren Reinertrag zur Erbauung eines Krüppelheims in Gießen Ver­wendung finden soll. Don 250 Losen konnten durch Vermittlung der Schullinder bis jetzt 180 abgefetzt werden. Außerdem wurde für 41,60 Mk. Wohlfahrtsbriesmarken durch die Schü­ler verkauft

Gichelsachsen. 16. Febr Sie zweite Holzversteigerung der Försterei Eichel­sachsen hat eine ansehnliche Preiser­höhung gebracht, obgleich es sich teilweise um auf nassem Boden gewachsenes, überalteles Holz handelte. Buchenscbeiter kosteten 14 bis 16 Mk.. Buchenknüppel 9 Mk. Buch-nstöcke 7 bis 10 Mk.. Buchenstammreilig 1,50 Ml : Eichenschei.er S Mk Eichenknüppel 4 Mk.. Eichenstockholz 4 Mark

Kreis Büvingcn.

Ober -Widdersheim, 16. Febr. Der hiesige Kirchenvorstand hat einstimmig be­schlossen. einen vollständigen 3 nne n- umbau unseres aus steiler Höhe stehenden Kirchleins aussühren zu lassen. Anfänglich hakte man den Plan gleichzeitig auch durch einen größeren Anbau den Innenraum zu ver­größern. Mit Rücksicht auf die hohen Kosten und auch weil unser aus vorreformatorischer Zeit stammendes Gotteshaus unter Denkmalschutz steht, sah man von diesem Vorhaben ab. Der Kosten­voranschlag beläuft sich auf 25 000 Mark: er wird von den beiden Gemeinden des Kirchspiels llnter- und Oberwiddersheim getragen, während sich die Kirchspielgemeinde Doisdors zu Anfang der Sieb­zigerjahre eine eigene Kirche erbaut hat.

Kreis Alsfeld.

M Alsfeld. 16. Febr. Aus der Stadt- vorstandssihung^ Erster Punkt der Tages­ordnung war die Abänderung der OrtSsat - zung über die Anstellung eine« be­soldeten Bürgermeister«. Hierzu wurden die Vorschläge deS Ministeriums des Innern, die sich aus die Gehottsfestsehung. Ruhegehalts- und Hinterbliebenenversorgung bezogen, ange­nommen. wonach diese in Mcbercinitimmung mit den für Staatsbeamten geltenden Vorschriften gebracht werden. Bezüglich der Jagd- und Fischereipachten für das Jahr 1927 wurde entsprechend dem Vorschläge der Finanzkom- miffion beschlossen, die für das Jahr 1924 fest­gesetzten Beträge auch für das Jahr 1927 gelten zu lassen. Im FeldbereinignngSverfahren wurden der Stadt auf ihren Antrag zur Erhal­tung und Verschönerung des Land­schaftsbildes verschiedene Schluchten. Wege und Triften ausgewiesen, darunter ein Pro - menadcnweg nach dem städtischen Wald Homberg. Diese sollen nunmehr an­gepflanzt und zum Teil als Vogekschuhge- Hölze ausgestaltet werden. Der dafür beantragte Kredit von 1600 Mark, darunter ein Betrag von 100 Mark zum Aufstellen von vier Bänken, wurde ohne Debatte genehmigt. Verschiedene kleinere Vorlagen wurden nach den Vorschlägen der Dau- kommission erledigt. Unter Mitteilungen gab der Vorsitzende bekannt, daß die Stadt für die in Betrieb befindlichen vier Kraftpost­

linken auch für da- Vierteljahr vom 1. Oktober dis 31. Dezember 1926 wiederum einen Betrag von über 300? Mark auf Grund der eingeaan- gen en Garantieverpflichtung al- Zufchuß leisten müfse. Die Stadt habe bis jetzt für ' . Jahre t ns gesamt 7 300 Mark als Zuschuß be­zahlen müssen. Der Dorfiyende erklärte, daß unter diesen Umständen die Krastposten voraus­sichtlich am 1. April L 3. eingeben müßten, wenn nicht ein anderer Verlei » lungsmod us für die Garantiesummen ange­wandt würde, da tue Stadt derartig hohe Beträge nicht leisten könne Der Stadtvorstand erklärte kich mit dieser Absicht einverstanden

Starkenburg.

WSR. Darmstadt. 16. Febr Das Stadt­parlament beschloß in seiner gestrigen Sitzung einstimmig, die Gewerbesteuer vom Er­trage für 1925 um 4 also aus 11 der bis­herigen Steuer Herabzusehen, und für den Rest auf Antrag Ratenzahlungen zu gewähren bis zum 1. 3ult

Rheinhessen.

WSR. Mainz, 16. Febr 3in rheinhefsischen Orte Ober-Saulheim wurde gestern abend der 24iäßrige Landwirtssohn Philipp Diehl, als er au- einem Laden auf die Straße trat, ohne jeden Anlaß von drei betrunkenen Burschen aus dem Rachbarort Udenheim erstochen. Die drei Burschen hatten sich schon den ganzen Rach- mlttag hindurch in unangenehmster Weise durch Schreien. Johlen und Schimpfen bemerkbar ge­macht. Als sie gegen 10 Uhr noch vor einer Wirtschaft randalierten, begab sich Diehl dorthin, um au sehen, was eigentlich los sei. Ohne daß überhaupt ein Wortwechsel stattgefunden hätte, stürzten die Raufbolde über ihn her, schlugen ihn und brachten ihm zahlreiche Messerstiche bei, an deren Folgen er kurz darauf verstarb. Die drei Täter konnten fofert festgenommen werden.

Preußen.

Alvcto Marvurg.

II Marburg. 16. Febr. In einer im Land­grafenhaus abgehaltenen, außerordentlich zahlreich besuchten Laienverjammlung fand die Frage des Zusammenschlusses der beiden hie­sigen evangelischen Gemeinden ein* gehende Erörterung. Fast alle Redner waren sich darin einig, daß dieser im Interesse der zu erstreben- den großen Volksgemeinschaft liege und zur Hebung des evangelischen Bewußtseins beitragen würde. Folgende Entschließung fand einstim­mige Annahme:Wir Mitglieder der lutherischen oder reformierten Gemeinde begehren auf Grund des 8 28 der Äirchenoerfasfung die Einberufung einer Gemeindeversammlung der folgende Antrag zur Beschlußfassung ooriulogen ift: Wir wollen von jetzt an auf Grund der § 2 und 3 der Kirchenverfassung mit der reformierten dzw. lutherischen Gemeinde eine einheitliche Gemeinde bilden und uns nur noch evangelisch nennen."

Tillkrcis.

WSR Dillenburg, 16 <Febr Gestern abend gegen 7 älhr fiel bei der Einfahrt in den Bahnhof Wolzhausen (Strecke Dillenburg Wallau) ein Reisender auö Schwelm aus dem Zuge und brach dabei den linken Ober­schenkel. Der Unfall ist dadurch entstanden, daß der Reisende, bevor der Zugzum Halten gekommen war. die Plattform und dann auch daS Trittbrett betrat, dort ouSglitt und hinunterfiel.

Obcrwrftrrwaldkrris.

WSR. Hachenburg, 16. Febr. An einem Bahnübergang zwischen Hachenburg und Hattert wurde gestern abend 7 Llhr ein unbesetztes Personenauto, das den Gleisen zu nahe stand, von der Lokomotive eines Güter­

zuges erfaßt, zur Seite geschleudert und zertrümmert. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. Der Unfall ist anscheinend auf die Unachtsamkeit des Wagenführers der fein Fahrzeug zu nahe den Schienen abstellte, »urück- zuführen.

KrriS Limburg.

WSR. Diez. 16. Febr Bei Vergebung von W e g e a r b c 11 c n für die Strecke Rückershausen Dörsdorf ergab die Submission bei einer Höchstforderung von 80000 M k. und einer Mindestforderung von 35000 Mk. einen Un t erschied von 4 5000 Mk., also noch 10 000 Mk. mehr al« die RNndestforderung. Heber 100 Erwerbslofe tollen dort beschäftigt werden

Mainflau.

WSN. Frankfurt a. 16. Febr. In der Nacht zum 15. b. M. wurde in der (Braupengaffe ein unbekannter Mann aufgefunöcn, der noch schwache Lebenszeichen von sich gab. Er wurde von der Nettungswack-e nach dem Heiliggcist Hospital gebracht, ist aber auf dem Wege dorthin gestorben. Der verstorbene trug keine Aus weispapiere bei sich. Es ist daher noch nicht iestgcstestt. um wen es sich handelt. Er ist ungefähr 65 bis 70 Jahre alt, 1,70 Meter groß, stark abgc magert, hat breite Nase, tiefliegende Augen und ist bartlos. Arn linken Fuß am inneren Knöchel be findet fid) eine Schußnarbe. Bekleidet war er mit einem dunkelblauen Hut mit Hellem Band, schwor zen Cutaway, angefertigt von dem Schneider meister Leuko, Frankfurt a. M., schwar;wciß ge ftreißer Hose, braune Halbschuhe. Gestern nach mittag gegen 4 Uhr fuhr ein Homburger Per­sonenauto, von Homburg kommend, in ge ringer Geschwindigkeit über die schmale Urselbrücke beim Borort Niederursel. Aus einer aus dem Bür ßcrjttig ruhig stehenden ©nippe löste sich ein 7 jähriger Sinabe namens Willy Franz und sprang auf den Fahrdamm, wobei er direkt i n d a s Auto geriet. Trotz Bremsens und Ausbiegens wurde das Kind von dem Kotflügel zur Seite und so unalücklich auf das Pflaster gestoßen, daß ein 5 d) ä o e l bj- u d) eintrat, der nach kurzer Zeit den Tod zur Folge hatte. Auf der Sprendlinger Landstraße geriet gestern abend mitten im Walde do» Lastauto einer Offenbacher Firma in Brand, wobei der möbel wagenentige Aufbau und die darin lagernden Waren dem Feuxr gute Nahrung boten. Da die von der herbeigeeilten Offenbarer Polizei mitgeführten Löschmittel für das Feuer nicht genügten und Wasser in der Nähe nicht vorhanden war, mußte das brennende Auto mit Erde überdeckt werden. Durch das gewaltige Feuer war der Wald einige Zeit gefährdet, die Landstraße mußte abgesperrt werden. Gegen 9 Uhr war die Gefahr bedingt.

Erweitertes Schöffengericht Gießen.

* Gießen. 16. Febr. Hinter verschloßenen Türen verhandelte das Gericht gegen den wegen Diebstahls und Bettelns vorbestraften Walter Wedel aus Dresden wegen RotzuchtSver- suchs, Betteln- und Landstreicherei Aus dem öffentlich verkündeten Urteil ping her­vor. daß der Angeklagte, der feiner unwiderlegten Angabe noch nicht ziel- und zwecklos umher- gezogen, vielmehr nach Arbeit gesucht haben will, mehrfach versucht hat, ein Mädchen, dem er sich angelchlossen hatte, unter Drohungen sich gefügig zu machen. Sein Einwurf, er habe die Drohungen nicht ernst gemeint, war nicht zu beachten, da er mit der Möglichkeit gerechnet hat, daß sie ernst genommen würden und er sie gerade deshalb ausgestoßen hak. Die Strafe lau­tete unter Annahme mildernder Umstände aus drei Monate Gefängnis, tilgen Bettelns aus einen Monat Haft, die durch die lln- tersuchungshast für verbüßt erklärt wurde. Bon der Anklage wegen Landstreicherei wurde er sreigefprochen.

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