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bic Ansicht, das; auch deutsche Reichsangehörige I auf die Aufwertung Anspruch haben, und stellt

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gemeldet werden müssen, unter Beifügung der -rforderllchcn Belege Der Hania-Dunb vertritt

kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: 150 biS 170. Matte 30 bis 35. Wirsing 20. Weistlraut 10 bis 15. Rotkraut 12

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zur ÄtU tn\t ba ßt. Dbhm totgtr. S bei Landes- d der Oper, k rSgang des @ennal- nftcrf nach ®IH-

, so bah drese einAig- ifl, die -Wei Monate geöffnet der Städtischen Festhalle sowie

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden Gottesdienst der 1fr. ReligtonSgeseUschaft Sabbatfeier.den 19. Febr. 1927. Freitag abend 5 20, Samstag vormittag 8.30. nachm. 3.30, SabbatauS- gang 6.35. WochengotteSbienst: morgen« 7 00. abends

Wer leiht einem U'/ontt vom Lande auf ti rzr Zett 400 Mk.t 4O-50iatfje Licherbeil vorhanden. Sctriftl Ängeb um 01112 an den f>He «'ner Än-

Dte rusfische Tscheka.

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i 'Beamten des fr®,* intf, Auvlte. utld !, die unter der lr- Kitel .Außenhandels* ion gegen Äezah* ►en, forderte der D- r Eigenschaft alt D- anzen Anzahl Kriegs* Sestrafung der Ange* gehen die Shrenlegirn t und besudelt hdtirr. g überlebt hatten.^' ht zwinge. NflreWl und sonstigen ßeidi Men Orten der 2fr

den am Rhein gelegenen Etablissements des Wehrdorfes abgeholten wird, als diesjähriger Hauptanziehungspunkt des RheinlandeS den Fremdenverkehr an den Mtttelrhein ziehen wird

Die Stadt Koblenz veranstaltet in den Som­mermonaten eine grohe Ausstellung von bild­lichen Darstellungen der Rheinlandschast von der Quell« biS zur Mündung und bringt hierzu aus allen rheinischen Museen Material- aber auch auS Privatbesitz werden umfangreiche seltene Stücke bargeboten werden, so dast diese einzig- artige Ausftellun,

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bis 20, gelbe Rüben 10 bis 12. rote Rüben 10. Svinat 25 bte 30. Unter-Kohlrabi 8 bis 10. Vrünkbhl 20 bis 25. Rosenkohl 40 bis 45. Feld­salat 150 bis 250. Zwiebeln 10 biS 20, Meer­rettich 35 bis SO. Schwarzwurzeln 30 bis 50, Kartoffeln 6. Aepfel 15 bis 30. Birnen 10 bis 25. Russe 70. Honig 50. junge Hohne;, 100 biß 110, Suppenhühner 100 bis 120 Pfennig das Pfund: Käse 10 Stück 60 bis 140 Pf.: Eier 15 bis 16. Blumenlohl 60 biS 140, Salat 33 bis 45. Endivien 80 bis 100. Lauch 5 bis 15. Rettich 10 biS 15 Sellerie 20 bi« 50 Pf da« Stück

L^ornotizen.

Lageskalender für DonnerS- «a g Goethe-Bund: 8 Uhr, Reue Aula, Vor­tragsabend von Rudolf Herzog. Deutschnatio- na Iet HandlungSgehUfen-Berbanb: 8,30 Uhr. Katholisches DercinshauS, Qberhefsischer Hei­matabend. Wett- und Schauturnen der ®ief>. StudentensLast, 6,15 Uhr nachm. Turnhalle des Realgymnasium- Lichtspielhaus Bahnhosstr. ..Ben Hur' . Astoria*Lichtspiele:Den Hur".

-- Au« dem Stadttheaterbureau wirb uN« geschrieben: ®ie Intendeirtur unseres StvdtlheaterS hat eS für eine Ehrenpflicht ge­halten, den 10 0. Todestag Beethovens, der in den März fällt, nicht unbeachtet vorüber­gehen zu laffen, und hat deshalb für den 8. März ein Gesamtgastspiel der Darmstädter Oper mit des Meisters unsterblichem .Fidelio" verein­bart. vorauf schon heute hingewiesen wird. Die Vorstellung findet im DienStag-Abonnement statt.

Hessische Vereinigung für Volkskunde. Montag abend Vortrag von Dr. B o e t t e über .Humor des Volkes". (Siehe heutige Anzeige^)

Der Oberlin-FilmSprechende Hände" wirb morgen in der IohanneSkirche vor Kindern und Erwachsenen vvrgeführt Man beachte die heutige Anzeige.

nur momentan und einteilig beobachtet. Die Feuer­wehr, ober in diesem Falle die Leitung, die fort ge­lt Bi und oon allen Seiten und Stellen den Brand beodochtet, ist ledensalls besser in der Lage zu be­urteilen, wo Hilfe nötig, als der Zuschauer, der sich durch eine verion, die glaubt sie sei in Lebensgefahr, nervös machen loht. Durch derartige Manöver wirb das Vertrauen, das zwischen Publitum und Feuer­wehr unbedingt befkben muh. erschüttert. Gewissen- lose Schwätzer und Nenommierhriden, denen leider gerade m solchen Fällen zu viel geglaubt wird, mären ja auch hier wieder genügend vorhanden, (fine müssen wir Feuerwehrleute uns aber ganz entschieden verbitten, der freiwillige sowie der Be­rufsfeuerwehrmann: die unflätigen, beleidigenden Ausdrucke seitens gewisser Elemente aue dem Pu­blikum. fxü der Feuerwehrmann auch noch nötig, wenn er schon unter Umständen Leben und (He- sundheif opfert, sich beleidigen zu lassen? Die Bür­gerschaft Gießens kann voll und ganz beruhigt sein, .'iicri allen heutigen Stadien t>on der Grob.

stcns ist _eine beranige Sicherheit geboten wie in unserer Stadt! Besitzen wir doch, wenn auch eine kleine, aber doch mit allen modernen Hilfsmitteln versehene Venitswehr, sowie jeberyit mich eine schlagfettige Freiwillige Feuerwehr. Menschen sind wir alle, auch wir Feuerwehrleute Warum lauten da keine Fehler Vorkommen? Jedenfalls wurde nach Auslagen alter erprobter Feuerwehrmänner gerade bei dem letzten Brande einwandfrei und zielbewustt gearbeitet, wo» ja schließlich nur der Fachmann beurteilen kann. ch.

Pestalozzi-Feier der Schulen.

Gestern vormittag versammelten sich die obe­ren Klassen aller ©«ebener Schulen in der Reuen Aula bet Universität, um den hundertsten Todestag Johann Hein­rich Pestalozzis feierlich zu begehen. Rach einem Orgeloorirag und einem von einer Schüle­rin der Studienanstalt gesprochenen Prolog fang ein Thor, aus Schülern aller Lehranstalten zu­sammengestellt. Beethoven- .Wenn der Träume Zauber walten". Reben Rezitationen von Schüle­rinnen bet Schillerfchule wurde noch ein eindrucks­voller Teil aus Pestalozzis .Lienhard und Ger­trud" von einem kleinen Mädel vorgelesen Rach einem EinAelgesang (Ädjuberli und einem wei­teren Ghorlied lWeber- hielt Oberstudiendirektor Dr. Roller die Festrede Gr gab eine knapp umrissene Biographie des groben Pädagogen und genialen Reformers, durchs!och«en mit Bruch­stücken aus Briesen und aus Schriften von 3elt- genossen. Die Veranstaltung wurde umrahmt von Darbietungen des Schülerorchesters der Ober­realschule, das die klassischen Stücke (QKoAart und Schubert) vorzüglich da- Orchester besteht au- meifl sehr jugendlichen Schülern - wiedergab. Mit dem manche hcruique von Schuber« wurde vom Schülerorchester die erhebende Feier ge­schlossen.

Auch in den Volksschulen des Land­kreises (Dießen wurde gestern allenthalben des hundertsten Tode-tage- Pestalozzi- gedacht. Die Feiern fanden aus Veranlassung de- Landes­amts für das Bildungswesen statt und brachten in Ihrem Mittelpunkte Vorträge. Bilder und Szenen aus dem Leben Pestalozzis. In einzelnen Gemeinden, in denen qrbstere Feiern geplant waren, werben diese an anbeten Da gen ab* gehalten

VocksstaateS Hessen unter Versendung von Auf­rufen und Werve scheinen zu veranstalten.

Rundf unkgeräte für Blinde. Der beflildx Minister deS Innern hat der Oberpost- birektion Darmstadt die Erlaubnis erteilt, eint Sammlung von Geldspenden zur Versorgung Blinder mit Rundfunkempsangsgerät bei den Rundsunkteilnehmem zu veranstalten durch di< l'Oftanftalten, unter Zuziehung der öttlichen Blin* denorganisationen. im Gebiete deS Volksstaates Hessen in den Monaten März und April 1927

RDV. Aufbewahrung von Hand­gepäck. Hand» und Reisegepäck kann aus säst allen Eisenbahnstationen zur vorübergehenden Aufbewahrung hinterlegt werden. Als Ausweis erhält der Auslreserer von der Aufbewahrungs­stelle einen HinterlegungSfchein. der bei '26,- holung deS Gepäcks zurückzugeben ist. Für Aus- oewahrungsgepück übernimmt die Sttenbahn die Hastung dis zum Hbchstbetrage von 100 Mk. füt ein Stück. Für Sachen, die sich in unverschlosse­nen Gegenständen, wie Röcken. Mänteln. Reise­decken xl dal. befinben, lehnt sie b.e Haftung ab Leicht verderbliche, seuergesährllche und übel- tiedbenbe Gegenstände, sowie (Selber. Wertpapiere und Kostbarkeiten, die weder zum Re-.sebedars noch -um zugelassenen Reisegepäck gehören, wer­den tut Aufbewahrung überhaupt nicht angenom­men. Unverpackte oder mangelhast verpackte Gegenstände können, wenn sie sich zur Auf­bewahrung eignen, angenommen werden, bei Hinterlegungentbein wird bann mit einem ent- sprechenben Vermerk über die fehlende oder mangelhafte Verpackung versehen. Für die Auf­bewahrung sind Gebühren zu entrichten, die füt kleinere Gegenstände für die beiden ersten Tage zusammen 20 Ps. für jedes Stück und für jeden folgenden Tag ebenfalls 20 Ps. betragen Für größere, nicht unter den Begriff .Handgepäck fallende Geaenstände beträgt die Gebühr für die gleiche Zeit 40 Pf.. Krastfahrräder bis zu 3 Pferdestärken losten 60 Pf., stärkere Maschinen 1 Marl

DSR. Eine Zweigstelle der Ameri­kanischen Handelskammer in Frank­furt. In Anbetracht der sich immer intensiver gestaltenden Geschäs t sveziehungen zwischen Deutsch­land thtb den Vereinigten Staaten bestand schon längere Zett die Absicht, zur besonderen Pflege dieser Beziehungen in Süd-Westdeutschland eine Zweigstelle der Amerikanischen Handelskammer Berlin in Frankfurt a. M. zu erttchten. Diese Absicht steht setzt vor ihrer unmittelbaren Ver­wirklichung. Wie wir zuverlässig erfahren, kann mit der Eröffnung der neuen Frankfurter Zweig­stelle zum 1. Marz gerechnet werden. Die Ge­schäftsräume werden im Weihsrauenhos unter- gebracht.

Vom Rundfunk. Die Welle des Deutschlandsenders in KonigSwusterhausen ist seit einigen Tagen aus Grund Internationaler Ver­einbarungen auf 1250 m herabgesetzt worden.

' Austrieb aus dem heutigen Franksurter Schlachtviehmarkt: 924 Kälber, 504 Schafe, 559 Schweine. 19 Lchaf» lämmer, 112 Stück Rotvieh (seit dem letzten Markts.

ggssltHt- (öfC i TcE-L 'N. Ilm«"ÜHirf: *

.ilAfCit-

Barablösung von Anleihekleinbelrägen.

Von dem Präsideitten des Landesfinanzamt^s Dannstadt Wird unS geschrieben:

Rach § 47 deS AnleiheabldsungSgefetzes vom 16. Juli 1925 und der III. Durchsührungsverord* nung zu diesem Gesetz vom 4. Dezember 1926 können im Inland wohnende Reichsangehörige. die bedürftig oder minderbemittelt find, für ihre Altbesitz-Anleihen Im Gesamtnenn­betrag von weniger als 1000 Mark Barablösung beanspruchen. Die Barablö­sungssumme beträgt 8 Rm füt je 100 Mark Rennbetrag, wenn ber Anleihegläubiger min* berbemlttelt ist, 15 R m. für den gleichen Rennbetrag, wenn er bedürftig ist.

Z u st ä n d i g zur Gntscheidung über den Barablösung-antrng ist die A n l e i h e a 11 bc - fit) ft eile, die bei dem Finanzamt errichttt ist, bei dem der Anleihegläubiger zur Ginkommen- fteuer veranlagt wird. Der Antrag ist bei dieser Stelle in der 3elt vorn 1. Februar b i S 31 März 1 927 au stellen Die Antragstellung hat aus amtlichen Vordruck zu geschehen Der Vordruck ist bei den juftänbigen Anleihealtbesitz- stellen erhältlich Rähere Auskunft wird von diesen Stellen erteilt.

Anmeldung des Altbesitzes polnischer Staatsanleihe zur Auswertung.

Die der Abteilung für au-ländifches Recht des Hansa-BundeS für Gewerbe, Handel und Industrie durch ihre Tätigkeit bekannt gewor­den ist, haben viele Deutsche, die im ehemals preusiischen Gebiet deS polnischen Staate- ansässig waren und dieses nach ber Abtretung verlassen haben, den Erlös aus dem Verlaus ihrer Habe nicht nach Deutscl'land mit­nehmen kbnnen, sondern find genbtigt gewesen, dafür polnische Staatsanleihen zu zeichnen. Anfragen wegen Auswertung solcher Anleihen find der genannten Abtellung des Hansa-Bundes wiederholt unterbreitet worben. CS ist nun an ber Zeit, daraus Hinzuweisen, dast der Altbesitz von polnischen Staatsanleihen aus ben Jahren 1918 und 1920, d. h diejenigen Stücke, die vor dem 1. Dezember 1920 bei einer mit der Emission befaßten Stelle gezeichnet ober erworben sind, und sich noch im Besitz des ersten Erwerbers oder seiner Erben befinden, zwecks Erlangung einer verhältnismäßig hohen Auswertung biS zum 2 5. März 1 9 27 beim . Urzad Pvzyczel Panstwowtzch" in Warschau an-

Vermischtes.

Vrrlustwirtschaft der staatlichen raunntzbäder.

Ser preußische LanbwirtschaftSminister legt so­eben eine Uedersicht über die finanziellen Ergeb­nisse der in staatlicher Selbftbewirtschastur.g ste­henden Bäder EmS, Langenschwalbach, Schlan­genbad im RegierungSl-ezirk Wiesbaden. Renn- dors im Regierungsbezirk Kassel und Rehburg im Regierungsbezirk Hannover für daS Wirt­schaftsjahr vom 1. April 1925 bis zum 31. März 1926 vor. Daraus ergibt sich, daß mit Aus­nahme von Renndors alle übrigen Bäder mit VerIust gearbeitet haben. Dad Sms schliestt mit einem Verlust von 74 773,76 Mark ab; Bad Langenschwalbach mit einem solchen von 68986,94 Mark: Schlangen bad mit Mark 90 744.76 und Bad Rehburg mit 6115 Mark nttnuS; Bad Renndorf hat einen Brutto- Minister führt hierzu aus, dah die Verluste in gec Inn von 231 929,68 Mark aufzuweisen. Der Minister führt hierzu auS. dast die Verluste in den Vädern Ems, Langenschwalbach und Schlan­genbad, abgesehen davon, dast diese ^Betriebe im besetzten Gebiete liegen, im wesentlichen zurückzuführen find aus die allgemeine u n g ü n - stigewirtschastliche Lage. aus die hohen Steuerlasten, das Steigen der Gehälter und Lohne und die unvermeidlich gewesenen ho­hen Aufwendungen füt bauliche Instand- sehung-arbeiten. Der Besuch des Bade- Rehburg habe sich in gewissem Umfange gehoben, so dast nur ein Zuschuß von 6119 Marl erforder­lich war. Der Gewinn bei Bad Renndors sei auf den regeren Besuch de- Bades und die verhältniSmästig geringen Auswendunqen für bau­liche Zwecke zurückzuführen.

Rheinlandausstellung in Koblenz.

Liga zum Schutze der deutschen Äul* t u r gestern abend einen Einblick in die rustischen Polizei- und Justizm«Hoden, wie sie in Wirk­lichkeit sind. Die Liga hatte zu diesem 3uxxN Herrn Dr. Kindermann als Vottraaenden gewonnen, der in der Reuen Aula der Univer­sität über die Erfahrungen sprach die er selbst mit der Tscheka gemacht hat und die. wie be­gannt. zu einer Anklage gegen ihn wegen Spio­nage mit dem Todesurteil am Ende führ:en. Es 'st unmdglich. im Rahmen eines Bettchte- die gewaltige Fülle der Kindermannschen Er­lebnisse und Eindrücke hier wiederzuaeben. wir müssen un- darauf beschränken, den Gesamtein­druck dieses Vonrages in wenigen Sätzen feffr zuhalten 'Der Vortragende hielt nicht etwa eine politisch gefärbte Anllagerede, sondern er be­richtete in schlichter, erzählender Form über die Erlebnisse, zu denen sein nur zu Studienzwecken unternommener Besuw in Rustland führte. Mit sehr starkem Idealismus und vielleicht auch ge» trieben von einem gewissen Hang zu Abenteuern, aber jedenfalls als völlig harmlose Reifende gingen Äinbermann und sein Freund Woischt nach Rustland. wo sie aber bald in Moskau von den berüchtigten Agenten der Lfcheka verdächtigt und bann unter Spivnage- anflagc ins Tscheka-Gefängni- geworfen wurden. Mit Abscheu und Grauen vernahm man. welche mittelalterlichen Methoden die Tscheka anwandte, um die beiden harmlosen Deutschen hineinzulegen und einen politischen Fall zti konstruieren, der gegen Deutschland ausgemünzt werden sollte. Dast die- trotz der unglaublichsten Quälereien durch die Tsche'a nicht gelungen ist. wird den beiden langen Deutschen mit Rech, al- Verdienst angerechnet Schmählich gekennzeichntt wird die .Justiz" der kommunistischen Weitbeglücker durch die Art und Weife, wie sie mit Lift und bru­taler Gewalt unter völliger Mißachtung aller Menschenwürde ein ..Recht" schafft, wie sie e- auf- faßt, und dieses aller gesitteten Rechtspflege hvhnsprechende Verfahren in ein Todesurteil au6- münden lästi. lediglich well man eine politische Aktion machen und von feinen gänzlich unhalt­baren Konftruktionen nichts preiSgeben will. 3n dem Dortrage Kindermanns lernte man mit er­schreckender Deutlichkeit kennen, wa- der gefitte- ten Menschheit blüht, wenn der angeblich völ­kerbefreiende Kommunismus da- $>eff in die Hand bekommt. Mit dem Vortragenden waren auch die Zuhörer -einig in dem Wunsche, dast unserem Vaterlande da- Schicksal Ruftlands er­spart bleiben möge, und ebenso einig in der Ansicht, dast dem russjtchen Volke nur durch eine andere, bessere Regierung wieder Menschen­würde und Gerechtigkeit gebracht werden kann. Der Vortrag fesselte die Besucher In höchstem Maste und sand mit Recht starken Beifall. Man hätte dem Abend nur einen stärkeren 'Besuch gerounftbt, denn die Aula war leihet nur zur Hälfte besetzt.

(Wegener ^odjcnmcmtpmk.

e* Eine Pestalozziseier der Lehrer­schaft findet heute vormittag als Hauptgedenk- feier für den groben Pädagogen in der Uni- versitätSaula statt. AuS diefem Anlast fällt heute in sämtlichen Schulen der Unterricht aus.

" Werbewoche des Vereins für da - Deutschtum un Ausland. Der hessi* sche Minister des Innern hat dem Verein: das DeutsHtum im Ausland. Landesverband Hessen, die Erlaubnis erteilt, in der Zeit vorn 1 bis 31. Mai 1927. an sieben aufeinanderfolgenden -Tagen, eine Werbewoche und an einem Tage je Gruppe eine öffentliche Straßen- und ^rus- fammlimg zu Gunsten feiner LlnterstützungSfondS für AuslcinbSbeullche im unbesetzten Teil deS

Aus der provinziaihaupistadt.

Gießen, den 17. Februar 1927.

Glückgefühl.

Von Reinhold Braun.

Wieder war sie bri mir. di« wundersame Alte. Sie fast neben mir auf ber Bank und lchaute mit Augen, in denen da- letzte, hohe Leuchten liegt, hinaus in die Landfchast die hn feierlichen Lichte bei stickenden Honne Lia.

WaS hatte diese Frau an Leid und Freud in ihrem lanaen Leben erfahren! Wieviel Stürme waren über sie hingeaangen! Und nun war sie unter der großen Schar der äußerlich Snt» ßchreiden.

Sie fast da mit gefalteten Händen Gin tiefes Glück träumte auS ihren Auaen. ja auS hem ganzen, ber Schönheit der Stunde hin- aeqebenen Menschen. Rach einem langen Schwei­gen da- fo tounberbar war tagte sie .Wie glücklich kann man doch fein, daß man seine Seele batr

34 war etwas Eiaretfendes. das von ber allen Frau au-ging SS war wie ein Strom bet* Glücke- der sich mir mitteilte mich füllte ml', einem fast unterirdischen Licht und einer Wunen Gewalt In dieser Stunde die eine einzige Andacht war, erlebte »ch bet einem Men­schen ganz tief und rein. das. waS Glücktjesühl helhi Unö wieder erlannte ich. dast wirklich nut ein Herz, da- in Leid und Freude reifte. eS empfinden kann.

Unter Glückgefühl must etwa- fein, da- wächst. DaS Glückgefuhl ber brausenden Jugend ist etwa- ganz anderes al- das des Alters. Die Hauptlache ist. daß es zur Stunde rein und grvst ist, dast e- ichbn wie ein Glanz ist auf jener .höheren *3bene", auf der wir kraft unteres Strebent unS zur Zeit befinden. WaS baruntcr liegt, kann nicht im vollen Sinne aiS Glückgefühl bezeichnet to?r- ben. ist nur ein Teil, ein schwacher Widerschein von dem. waS sein tollte. Deshalb wird auch nur die idealistische Jugend ein reine-, hohe- Glück- aefühl empfinden Mentchen der Gier in jeder Art. die der Tiefebene verhaftet bleiben, können »S niemals im Vollsinne des Wortes erfühlen. GS kann nur mit Rausch. Taumel oberflächlichem Empfinden bezeichnet werden Das ist bat Wun­dersame des reinen, groben Glückgefühls, dast es nicht mit der Stunde verloren geht, sondern In unS bleibt als etwa- Wirkendes. Bauende-, all­zeit in der Erinnerung Beglückendes und Strah­lende-. Unb immer must es so fein, dast bat Glückgesühl. daS wir heute empfinden, sich deckt mit ber unS xur Zeit höheren Ebene Diese aber steigt und soll steigen mit der zunehmenden Reife uni tret Menschentums So kommt es von selbst, stast unser Gkückgesühl sich ben Schein bei Irdi­schen unb der Schwere bei Srdhaften nach und nach entzieht. Man braucht viele Dinge nicht mehr, die man damals vielleicht brauchte, alö man jünger war. Man hebt sich ben ewigen Dingen näher, man baut sich dem Himmel entgegen.

DiescS letzte graste GiPfelerlebniS der reisen Seele, dieses höchste GluckSgefühI, dessen wir fähig tinb, erlebte ich bei bet wundersamen Alten. Hier war ein Wachstum bollen bet. Was nun kam. war baS über ber Sichtbarkeit, war schon doS Jenseits der grohen Wandlung.

Auch zum Gluckgefühl ist die graste Polarität alle* Sein- notwendig, hier sich offenbarend In Schmerz unb Freude.

Wer nicht- von Schatten wetst. kann das Licht nicht beseligt preisen. Wer nie unter Wol­ken ging, weist nicht bet Sonne voll ergriffen zuzusudeln Wer nie im Rebel des Tale-schritt, weist nicht voll die Wonne ber freien Höhe zu erleben. Wo Gipfel werden soll, must liefe gewesen sein. Die Saat geht nur im bereiteten Boden aus, und Schmerx ist immer noch Gotte- bester Pflüger. Unser Glückgesühl ist auch der untrügltchste Prüfstein für unteren 2nnenwert. 3m höchsten Gefühle deS Glücke- ist der wahr­hafte Mensch am demütigsten, dankbarsten und liebreichsten. Von innen her allein wächst es, dieses grohe Gefühl.

Publikum und Feuerwehr.

Bon einem Giestener Feuerwehrmann wird uns geschrieben:

Nach jedem Brande, so auch nach dem am 14. Februar Im Gebäude Älrdtenplaft *» stctttgefun» denen Lagerraumbrand, fetzte die Anlif seitens des Publikums ein. Man unterscheidet Awei Arten von stritik, eine berechtigte und eine unberechtigte, ckine gesunde, berechtigte, vom Fachmann abgegebene Kritik kann für alle Beteiligten nur von Nutzen fein, für Führer sowie für Mannschaften, denn man wird aue ihr für die Zukunft lernen. Die zweite Art. die unberechtigte Kritik, die leider zu oft angewandt wird, ist biejenige, die auch bei dem Brande am Kirchenplatz in Erscheinung trat. Die unsinnigsten Gerüchte kursierten In der Stadt, die alle von den Schlachtenbummlern frei erfunden sind. Le ist nur zu bedauern, dast diese Leute nicht zur Verantwortung gezogen werden können. Hätte ge­rade bei diesem Brande das Publikum mehr Dis» Aipkin jmb Selbstbeherrschung geübt, so märe bas Feuer innerhalb elniaer Minuten zum Stillstand gekommen. Bei der «nkunst der Wachmannschaft wurde von allen Seiten behauptet. Menschen seien noch in ben Wohnungen, die gerettet werden miistten. Oberster Grundsatz der Feuerwehr ist: erst die Rettung von Menschenleben, in zweiter Linie bae Loschen dee Feuere. In der Zeit, wo die Feuer- tvehrleute sich in bae brennende Haus begaben, um nach gefährdeten Personen zu sehen, hatte das ver beerende (flement reichlich ltzeiegenhett zur Aus- hr.itunfl. Nun zu der .stamödie auf dem Kir .en 0er betreffende Wohniingvinhadtr hatte ad "lut lernen Grund, sich so zu gebärden, denn in i'.cr Nähe war überhaupt nichts los. Lelbstoer- ndfich glaubte das untenstehende Publikum, die

le feien in höchster Lebensgefahr. Per durch die nfle: adziehende Rauch (denn von eigentlichem chidrvt-ndem Feuer konnte zu dieser Zeit nicht i - .br die IHebe sein) bestärkte noch diesen Glauben. F st für die Zuschauer sebr leicht, r -ttk zu üben an den», was man nicht versteht, oder vielleicht auch

I die Vermittlung seiner Abteilung für au-län- | bische- Recht zur Verfügung. Zuschriften sind an die Deschäst-ftelle bes Hanfa-Bunbes. Ber- ttn NW 7, Dorvtheenstr. 36. zu richten.