Oie Aufwertung der Gießener Stadtanleihen.
Das Siadiparlameni beschließt 12,5 Prozent.
• Gießen, 15. Dez^ 1917.
Do» 6tabtportameni hotte sich in Inner heutigen letzten Bihunfl In bi<|on Jahre noch mit einer Angelegenheit von ganz bejo«derer Brdeukung w beschäftigen. $• handelt, sich darum, die Huf« trtriung b< r Anleihen alten Besitze» der 6t6Öi Gießen ,u repeln. Ja mehreren Sitzungen de» ginanzou»schusse« mH den Vertretern der Stadtverwaltung war diele Oorloge in grund- lichster tüftle durchoeroten und unter ‘JRitanrfung aller örattirmsoertreter in der jetzt vorliegenden Raffung gestaltet worden W»n hatte in diesen Sitzungen je ausgezeichnete tiortrbett geleistet, daß sich heute m der Tat eine 8u»torad)e vollkommen erübrigte Die Sertooe wurde kenn auch noch der Entgegennahme de» Au»schußderuchte» ohne Erörterung «Infllmmlg angenommen Denn auch nicht all« Wünsche und Hoffnungen dabei in Erfüllung gegangen find, |o darf mm doch die Kfi'fl« '.Regelung auf der Grundlage b«r IZtprotentigen Aufwertung gutheißen. Anträge stuf höhere Aus- roertuna waren der Verwaltung »nd dem Rman^» auelchuß unterbreitet worden die Antragsteller mußten sich aber im verlaufe der Beratungen davon überzeugen, daß ihren Wünschen leider keine Rolge gegeben werden konnte So gerne ßedermann etwa» mehr getan hätte, so ließ doch die Finanzlage der Stadt die» nicht zu. Die Deckung für den Auf- wertung»be|chluß muß au» laufenden Mitteln. d h auf dem Steueraufkommen beschafft werden, so daß der Verwaltung und dem Ausschuß, wie auch beute dem 19 en um In der StetierfroH der Bürgerschaft eine gßrenze aezogen war, die man nicht uberfchreiten konnte, ohne ,tma fchwerfte Gefährdungen der finanziellen (Be- sarntwirtschaft etnzugehen Angesichte die,er Umstände wird man sich mit dem bf'diflen Beschluß de» Hause» nur elnoerfianben erklären können
Eine lange Aussprache. die nach unserer Meinung zum größten Leis auf einem ganz falschen Gleis sich betoente, entspann sich bei der Vorlage über die Winterbeihilfe an hilfsbedürftige Mitbürger Durch einen Antrag der Fraktion der Wirtschaftlichen Ttoreinfguna war die Frage der D t d u n q der Ausgabe aufgereHt worden, wobei hie Antragsteller erklärten, daß sie der Vorlage nicht zustimmen könnten, wenn nicht gleichzellig mit der Bewilligung auch die Deckuna der '26u<gabc geregelt werde. Gs ist ganz selbstverstLiidlich. daß man bei der Bewilligung von Mitteln sich auch sofort darüber klar sein muß. auf welche Weife die Ausgabe gedeckt wirb, und fo Uxtx der Antrag der Wirtschaftlichen Bereinigung cur durchaus dar echt iat. Anstatt aber mit den Antragstellern die Deckungssrage zu klären und zu entscheiden, machten mehrere Redner den Antragstellern heftige Bvrwürse wegen bet In Aussicht gestellten Ablehnung der Borlage für den Zoll, daß die Deckung nicht gleichzeitig erfolge. Wan faim diese Bvrwürse nicht verstehen, juntal der Hraktionsführer der Wirtschaftlichen Bereinigung. Ltabtv. A i c o l a u s. wiederholt ganz eindeutig erklärte, daß feine Fraktion durchaus nicht gegen die Beihilfe sei, aber gleichzeitig die Ausgabe gedeckt sehen wolle. Die ganze lange Debatte mit ihrer unerfreulichen Stimmungsnots Hütte vermieden werden können, wenn man fick) allseitig von nomberein auf den berechtigten Standpunkt der Winsch. Dgg. gestellt und die Dcckungs- frage in ordnungsmäßiger Weise sogleich mit erledigt hätte, anstatt es nun erst dem Slnang- aussc^tß au überlassen, nach der erforderlichen Deckungsmöglichkeit Umschau zu halten. Dann hätte man auch der Totlage die nach der grund- südliche Stellungnahme wohl verständliche Stimmenthaltung der Wirtsch. Bgg. erspart.
Titzung-bericht.
Anwesend Oberbürgermeister Dr. Keller, die Bürgermeister Dr.' Seid und Dr. Frey, die Beigeordneten Dr. Hamm, Oufthrat Dr T o f e n d e r g und Kommerzienrat Kling- 'por. sowie 38 6tabtiKtortnictr. Der Zu- hörerraum Mt sehr gut besucht
Auf der Tagesordnung stehen zunächst folgende wichtige Borlagen:
Rückkauf von ZchWldverschreibvngen von Anleihe glaubiger«.
Der Fv.^nzaus'chui beantragt: Die Stadt- Verwaltung wird iemachtigt. von Anke hegläu- bigem Anlchadlösung »stücke mit Aus.o u.ngs» rechten zu <*inem Satz von 12' , Pevzen: »u- rückzu erwerb en. Hierfür wird ein Kredit vis 120 000 221! zu Laßem der Bermbgensrechnung zur Verfügung gestellt.
Aufwerfung der Aule Heu altem Besitze» der Stadt Gießen.
Der Frnanzau^lchuh beantragt
1 Der Tell der Ablö'ungsanleihe. der im Um- tauch gegen Warkanlechen alten Besitzes auigegeben wird, ist im brei'jtg gleiten Jahresraten mittels Auslosung zu tilgen.
2. Die ausgelosten Stücke der Abiöfungsanleihe mit Auslosungsrechten sind mit dem fünffachen Betrag des Nennwertes zurückzu- sahlen.
3. Die Stadt Gießen beteiligt sich an der Sam- rnelanleihe des Dcutlchrn» Svarkasien- und Giroverbandes.
4. Den im Inland wohnenden reichsa»gehörigen 2ltbe,itzem. deren Anleihescheine ins- gelamt einen Goldwert von weniger als 5C0 <?M darstclsin Jt auf Antrag eine Bar- abfindunq in Höhe von 12'/, Prozent des GolOwertrs chrer Anleihe zu gewahren, ohne uxiierc Prüfung der Tcöürt;glcit.
5. Zur infolge Abrundung nach unten auf volle 500 ausfallende Beträge ist die gleiche Abfindung wie zu 4. zu bewilligen.
6. Den bedürftigen Altaef.tzem. deren Anle.he- fcheine der Stadt Gießen insgesamt einen Goldwert von nicht mehr als 1000 VW. dar- stellen und deren Jahreseinkommen 1500 MI nicht übersteigt, ist auf Antrag eine Bar- abUiung von 12'/z Prozent des Goldwertes ihrer 2uileihen au gewahren.
7. Die Stadtverwaltung wird ermächt.gt. Anträgen von Altbelsizern auf Ablöiung von Anleihen noch nach Ablauf der Anlragssrist (1. Oktober 1927) zu entiprechen.
Der Ausfchußderichlerstattcr Slabto. (Boers betont, daß die Materie in drei langen Sitzungen de» Finanzausschusses sehr eingehend geprüft worden ist. Anträge auf höhere Auswertung haben dabei Vorgelegen, sie konnten aber trotz allseitigen besten Willens nicht angenommen werden, weil sich bei der Prüfung der Sachlage beraueftedte. daß die Finanzlage der Stadt eine weltergehende Auswertung ab die beantragte 12j Prozent,ge nicht .zulass«, zumal der erforderliche Betraa au» laufenden Tütteln, d. h. durch Steuereinnahmen gedeckt werden muß. Der Finanzausschuß bedauert sildst, nicht melier entgegenkommen zu können. Er faßte daher einstimmig den Beschluß. die obengenannte Regelung zur Annahme zu empfehlen.
Ebenso einstimmig wie der Finanzausschuß erbebt da» Plenum devatteio» die Anträge zum Beschluß.
Gemeinde- B terff n«.
Auf Antrag de» Finanzausschüsse» beschließt do» Hau» bei Stimmenthaltung der Sozialdemokratie und gegen die Stimme de» Kommunisten Stabte. K ä st n e r folgende» 3m § 1 der vrissayung über die Erhebung einer vierfteuer In der Stadt Gießen wird folgender Satz 2 hinzugefügt: „Der Ober- bürpermedier ist ermächtigt, die Bieckteuer innerhalb des Höchstsatzes von 7 v. H de» Herstellerprei- let in Reichsmarkbeträgen je Hektoliter sistzusitzen."
Der Sprecher der Sozialdemokratie, Stadtv. Mann, begründet die Haltung feiner Fraktion mit ihrer seinerzeitigen Ablehnung dieser Steuer, daher enthalte sich die Fraktion heute bei dieser rein formalen Angelegenheit der Stimme. Stadt. Schwab (Fr. Bgg.) fordert, die Steuer nicht bei den Gast- wirten, sondern bei den Steuerpflichtigen, den Bierbrauern und Bier Verlegern Dir*ft zu erheben. Warum solle denn wieder der Gastwirt all bte Scherereien mit bielcr Steuer auf sich nehmen'
Winterbeifcllfe für 1927 28.
Der Finanzausschuß beantragt folgende Beschlußfassung Für Zwecke der Winterv rlorgung der Kriegsbeschädigten und Krieg erhintetol«-
denen. Äapi:alrenie*r. S^zialr «tw.r Erwerbslosen und Änfrtumt<Tftü8„ng8 mp'ängcr sowie für solche Bedarf tge die nicht in laufender 5-.it- torge des Wohllahrisamtes stehen, etrfr ei« Äreöi von 33OCO TBL zur Beriugung des Wohl- fahr'sam.res eröffnet.
Der Bericht,-rstatter Stadtv Fischer teilt mit. daß die Hälfte der zu betnULgcnb m Beträge ut'-'hm Hz) g^ den
werden toll. 3n der allg m inen Zur ovg- werben tot Beihilfe« 20. 25. & Hl. ufw je nach t*m Smsiienstand, in der Ärilrnfürfoeg- 3D 35 40 arf ufto. ebenfalls nach den, F tmili.-nstond betragen Wohne her Uni rfiügte lat Haushalt der Gl ern, so werd? die B.-ihMe um * } gekürzt Für die Bethilie kämen 1423 Ginz Ip-rion.n und Samilie« tn Betracht. Die Kosten Mieten sich auf 60 000 Ml wovon aber die Hälfte oem S oat übernommen »erben dürft. allerdings fei die Leistung des S aales noch nicht ganz sicher, da die Regienma brnt lufHmnmbm. all- gemein für ganz Hessen gefaßten Landtags- befchluß (vgl. den gestrigen Land .igS bericht. D. Red.) gegenüber gellend mache, baß der S aat für diese Ausgabe keine Deckung be<L-,e. Boraus- fichtlich kämen bei bet Beteil gung d's Staates auf die Stadt 30 003 Mk als Ausgabe la st Der Finanz usfchuß sei der Ansicht, daß es sich bei dieser Sache um eine sehr notwendige Hilfsmaßnahme handele.
Stadtv. Hann (Soz.) berichtet kurz über die Land! agsverhandlungen. Gr teilt di Befürchtungen des Berihterstatt ts hinfich l ch > s Zustandekommens eins S aatszu schuss es und bittet die Stadtverwaltung, den Hilfsbedürftigen bei der Auszahlung der Bechils.m vor W ihnachten vorsorglich einen etwas höheren B trag, etwa durch Zusammenfassung von zwei Ra en. zu gewähren. Diesem Wunsch? schließt »ich Stadtv. Fischer (Sem.) an. Dberbürg r ■ ifter Dr. Keller teilt mit, daß dl. Stadtv 11 i c o l a u 4. Kurz und Launsbach iWirt'ch. Bgg ) namens ihrer Frak ion beantragen, dir Bütt-I für diese Beihilfe aus dem Otat b.< Wohlfahrts- amte« zu decken S adtv. AicvlauS (W.rrich Bgg.) fordert bei der B gründung dieses Antrages. brß bet dieser auDcrciatmd- igen Aufwendung auch die Deckungsfrage gl ih gertgclt werde Wenn das Wohlsahrisamt d-n B?trag auf leinen #tat übernehme, werde feine jral- tton der Borlage zuftimmen, andernfalls könne sie nicht dafür eintreten. Die B-r. twlkligkeit seiner Fraktion zur Bewilligung der Be.Alfe. wenn die Deckungsfrage sofort ntüg r?g It werde, betont der Redner wiederholt im D rlaufe der weiter folgenden Aussprache geg nüber Bor- Würfen. die von Rednern der Linken erhoben werden mit der Behauptung, die Wirtfch Bgg. stehe der Beihilfe an sich ablehnend gegenüber. Stadtv Schmahl | Fr Bgg) tritt nachdrücklich für die Vorlage ein.
Koch längerer Aussprache wirst dem odenstehen- den Antrag de» Finanzausschüße» zug,stimmt: die Fraktion der Dtrifch. vgg. enthält sich der Stimme. Der Ergänzungsantrag Nicolau» und (Brn. (Wirtsch. vgg) wird dem Flnanzau»schuß zur Beratung überwiesen.
Ortebaulafcanfl für Bauten «« Oemalbogart« bjtv. stlrchsiraße
Einer vrisdausatzung über die zwifchen D»- waldsgarien und der Straße Am Pfarrgarten gelegenen Grundstücke stimmt man zu. Darin wirst u. a. bestimmt: Auf den zwischen JXtvjIbagarte«'" dzw. der „Kirchstraße" und der Straße ..Am Pfarr- narien" bzw. „Sandqasie' elnerfeit» und der Kirch- ftraße' und „ReuftadtE anbererfelts gelegenen Grundstücken dürfen nur Gebäude errichtet werben, die nach dem ,D»wald»garten' bzw. rach der „Kirchstraße" die geschlosiene Bauweise erhalten und deren Vorderseiten ein einheitliche» monumentale» Gepräge tragen.
Skraßenauoba« westlich be» Unl«erfifät»|portpla%H.
Der Ausbau der Straße westlich de» Unioerst- tätu-Svoriplatze» auf volle Gänge wird beschlossen Die Ausbaukosten gibt Belg. Dr. Hamm auf 35 000 Str an.
Die .R3elgraftr<%ee.
Unter Aufhebung be» Veschtuste» vorn S W»> »<mber 1927 «hi| beichs»tzen bte Straße „In b«t Warte“ tn Fukunft ^.»kgrrstraße“ z benenne».
Em varichlap be» Stadtv Kästner (Hemm L tiefe Straße Brbelstrohr' oder „Lhebfee^ftnefc»1 i benennen, findet nur b e Stimme be» Urbrtee» al» Defünnorter, ift aifo abgefetnL
Rechnoag de» fiädttschen La»eoerö» fir If2*.
Auf Antrag de» betrieb»«u»f*ifk» eü* et» stimmig beschlossen
1. The nach Abzug be» Berriedsüderfchuße» ooe 150 (WM) Dkk verbleibende Vestremnabme tu Höhe •en 76 324 41 Mk werd dem ®c»wrf-42nwuerung». stock zugefühN.
2. Festsetzung der üqulbierie« Ausstände mit 1*0.44 «k
1 Festsetzung der uneinbringliche* Auastände «wf 1380 17 Mk
4 Genehmigung der Kredit Überschreitungen t« Höhe oon »968 97 Mk tu Loste« der ne<*pre«e- fenen Mehrein«ahmetu
Die Rechnung wirst nicht : »anstandet
Xrdmang bei städtischen öa.frnwrf» für 1925.
Ebenfalls auf An rag >es Berriedsaus» sch«"es wird einstimmig beichlo'sen
1. Die nach Abzug des Bririebsüderichosies von 50 000 Mk. verbleibende Mehrrinnahme tw Höhe von 25 021 37 Mk. wirk» dem Waster» Werks-Gmruerunf.sstock zuqeführi.
2. Fesi'etzung der sia-id'-rien A.sstänbe anf 399.26 Mari.
3 Genehmigung der Krestitübe Icherrrungen in Höhe von 39 084.53 Mk zn Lasten der na*- gewiesenen Mehre!nnahmen
Die Rechnung wird nich: beanstandet
Erhaltung oller 3ad)»erfbeuten.
Für die Orbaltung de- Facher shäuser des Bäckermeisters U l l i s ch. Reuendäue 9. und dcs Gastwirts Rusch. Kanzleiberg 5. wird ei« städtischer Zu'chuß von je 100 Mk bewilligt.
Ärcbllbcminiß««gra.
Für tue Aufstellung von drei Gasheizöse» in der Kapelle auf dem Al en Friedstoi wirst ein Betrag von 9>0 Bll. bewilligt. Die Ä ftm einer elektrischen Heizung wü.den ftch auf über 250) Bll. belaufen, deshalb hat man der Gas- beuuna den Vorzug gegeben. Die etcktri'ch» Bel euch'ung der Kapelle wird genehmigt und der erioriterliche Kredit vo« 1500 Mk bereit- gestellt.
Für die Abtragung des öteigertunn^ unst die Beseitigung des Laufstegs im Hose des Turmbau les am Brand wirst et« Kredi: va» 1200 Bll eröffnet.
Die Beschaffuna von 40 neuen Feuerivest^ Helmen wird genehmigt und ein Kredit von 500 Bll hierfür bewilligt
Für die Grrlchtung eines weisere« D.enst- raumes für das ^iechnungsamt irn StadkHaus 'Dergstrahe wird ein Kredit von 1000 Mars tx-cc
Für bte Beleuchtung der tu rt-Hegriteafri Wird rin Kredit von st» Bll. bewilligt.
Vergebung oon Arbeiten anb Clrimmgm.
Di« Erd- und IRourrrarbeiten zur Erweiterung brr StraftmagraboOe in Krosbori werben dem Unter- nrhmer 6. t&agntr in Krofdorf zum Ingrbjteprei» von 3122.20 3xt. übertragen.
Die Graben- und rixrl«gung»arbeite« für die ®a»x fubrung nach den Neubauten In der Onia- bcrqer Straße werden der Firma M Übermann yu Gießen zum Angebotspreis von 4665 ®f übertragen.
Die Keubefeftiguug der Aatzrbast« der Uanb- grafenftraße, Dftanlage und Hammstratze wirst an Gebrüder Gerinch in Krofdorf zum Angebot-preis oon 7496 Sl. übergeben.
Die Lirsirung oon 2UX) Quadratmeter Lernen» platte« (Burgeriieigphttem *um Angebotspreis oon 9920 IRL wird der Firma Hern st Ce. übertregmu
Die ttrbelten für bi/ Kabrioerieauna i« der oberen Bahn hofft raße, in der Scho nzenN roße jnb iiw selleremrg werden der minbeftfortembe« Rin«a H
Oer Erpresser.
Bon Walter Bissen.
Bei der letzten Derwaltungsratssltzung des Hcuborier .World-Bank-Lompand. Limited" passierte eine Sache, an die sich alle Anwesenden bis an ihr seliges Gnde erinnern werden. Sine tolle Sache, bei der rin ausgespielter Gcfchasis- munn wie Jack Wonnevmaker feinen erste« Schlaganfall erlitt, und deren dramatische Peri- peiien auf die jüngeren Kräfte belebend wirkten wie kalte und heiße Dufchen. abwechselnd genossen.
lieber die .World-Bank-Gompanh. Limited" kein Wort Riesenunternehmen. Solide Firma, lieber allen Zweifel erhaben. Für jeden Betrag gut Unbesorgt brachte Ibr der kleine Mann seine ersparten Gents. Für bte Gwigkeit funbiert
Kein Wort. Die Herren laßen alle gemütlich zusammen In den Rechnungsberichi der Direktion i^ertldt. und freuten sich über den unheimlichen Krebitfaldv. den die Bllanz aufwies
Plonlich siopst es 3ur £ur Herrin trat der Kassierer. Mr. Honev. in der Hand einige Schecks
.Ich möchte Ihiten mlltedm. meine Herren, daß soeben drei ausgezeichnete Papiere, auf den Griamlbeirug von 45 000 Dollar lautend, bei uns prüfenden werden"
Alle waren der Meinung, daß das Interessante nun erst kommen werde Ader Mr Honnev war anfcheiitend su Gnde. denn er schwieg
,3a. nun und .fr sagte der Boriivenbe. Mr. Robinlon. .Denn die <Zesiei in Ordnung sind, so zahlen Sie die Sappasie aus
.Das ist es ja eben", bemerkte Mr Honnev .Gs ist kein Geld da."
Alle blickten einander an war allo
i^errüdt geworden. Man mußte ibn abtranspor- uertn lallen. Aber Vorsicht! Zunächst gut zu- reden — lächeln ...
,Ba, aifo tagen Sie mal. lieber Mr. Hernnr: lagte der Direktor Mr Struggl«. .Ss must doch eigentlich noch etwas Geld in der Kalle Irin so rin klein klrin bißchen — nicht f
.Kein Cknt“. versicherte Hormev
.0. v fllmm. stimm erwidene ganz ernst der Direktor .Und hibi wo mögen dte drei
Millionen Dollar sein, Mr. Honney, die heute vormittag noch drin waren, die llebenswürdige Sendung von Ba!er & de.? Die haben 5te g inz vergellen, fehe» Sie. nicht wahr da fcabc ich recht?"
.Keineswegs. Die lind von mir beiseite geschafft »erben.1
Die Borstellung war erschütternd komtfch. Gin Kassierer fch.isi. drei Millionen Dollar beiseite. klopft an die Xür, tritt rin und erzählt das dem Berwaltungsrat. .
.Sic werden gut tun. meine Angaben ernst zu nehmen, meine H rren". äuß rte Honnev leicht nervös. handelt sich einfach um einen Akt der Selbsthilfe. Seit Jahren bemühe ich mich unausgesetzt, kn« Stellung innerhalb der Bank zu erlangen, die meinen Fädigkeiten, meiner 3u- verlasiigkeit. meiner unbrihngte« Bert rau ens- würdigkeit entlpricht Umsonst. Abgetakelte Herren iBlick in die Runde) dte auf ihren langst vertrockneten Lorbeeren siden und h?ute nicht mehr imstande wären, einen 51sponrn.enposten in einem mittleren Sets engv schäft auszufüllen — denen fließen die ungeheuren Tantiemen zu —, ich aber
TKir h ch nt*l
andere» ubng «ein 3»-
kunsl selbst in die Haird zu nehmen.*
Alle hatten den Gindruck, daß dicker Mensch eigen sich ganz normal und vernünftig sprach
.Ader Menschf. versuchte es der Direktor noch einmal, .kommen Sie doch zu sich Sie wollen doch nicht im Gen st ,r
.Ich will tn vollem Grnst . f
Run veränderte sich un Au dte Serne. Dtrie nüchternen Geschäftsleute sprangen auf. brüllten schüttelten die Fäuste g.gcn den Kassierer und riefen Worte wie .Gl ndte B.trüger'". .Zym- scher Schult l" und le werter
.Die Herren habe« mir vorhin, als Re laßen keinen S uhl ang.'boten — nun. wo sie alle stehe«, w rden He vielleicht wünschen daß ich sine — danke lehr '
.Sie sind ja rin unfaßbarer Lump der nie*» rigte Gharak er, 6m man jt.. .*
.Wollen Die Herren, bitte, so sr undluh sein, '.ch nicht um Io private unb peri» -I ch,- J» nge ,u t'riun-rr.-m, wie es mein Charakter t|f D^c Größe meines Gdrlwuts wnb nmnrr Aiedertroch« ist
etwas, das ich ganz allein mit meenem Gott au*- zumachen habe Ich bin eben jcht - vielleicht etwas später als feder einzelne von Ihnen — bei der Riedertracht angdangt"
.Dazu muß man kluger sein, al» Sie es sind mein Freund!" stieß Mr Picht.' hervor .Die Tatsache, baß Sie hier vor uns steb it. statt über alle Berge zu sein, spricht ja Bande..
.Was sollte Ich wähl über alle Serge sein, mein Lieder k" fragte, merklich zutraulich werdend Mr. Honney .Cs ist freilich eine alte irab t.on, daß ungetreue B-nlkasiierer in Autos. Flag- Heugen und ähnlichen Klnoe chutsiten s.ch aus dem Staube machen. Man muß jedoch nut solchen aufgeregte« Gewvhnhckten aufräum-n. Ich btn Irin Verbrecher ..."
.Sondern?!!!" sch ien sechs anpön Stimmen.
..Verbrecher sind arme, feige Schwachsinnige, die meist glauben, den folgen ihrer lei entrinnen zu können. Ich memerfeit» würde nie etwa» tun, oon bem ich nicht bereit märe, bte Konsequenzen zu trogen Unter dieser Voraussetzung aber scheint mir alle» erlaubt zu sein. Alles Was soll Ihr melo dromatische» Wehklagen, tooe Ihre unbeherrschten Heben? Gerade Sie wisie« am besten, baß tebe» Dina feinen Preis Hai Cs ist bo rin Tarif oon ber Gesetz schuft ausgestellt eorben: Hin T?orb |i.m Beifpiel kostet bat Lesen be» Mürber», viedstabi ober Unterschlagung. |e nach ben Umftänbm. für irre aber lä« aert Areiheit»ftrosen
„On Ihrem Falle eine längere!"
„Wem Anwalt sprach oon zehn Jahren Gelang ni» Do» kann ich eigentlich nicht übermifcig lang finden Ich coerbc bann secheuibbrrißig Jahre alt Irin unh — da ßch rin Kapitol mit Finlen und Ztnse»zinien innerhalb von zehn Jahren bekanntlich verdoppelt — sech» 5R Binnen Dollar zur Ttetfvfluna haben d» gibt schlechtere Grichäste. meint Herren glauben Sie nicht auch*"
_6o bot biete Unterhaltung keine« Sinn', lagt-' Mr Hob in ton Wenn 6te bi» beri WiOlown wiedergeben, ist bte Bank ruiniert Do» werden Sie doch nicht wollen **
„Warum 'rsl ich bo» nicht motzen» Wo» konnte mir gleichgültiger sein al» ba» SchicktoI eint» In Hi tute», be» mich ausgeheutet uah ichtech« bezahlt iwtf —
Bte wetzen ertfe
Mitglied ber Direktion werden, |o "
Man fand do» reichlich stark Aber was lofltr man machen Der Kerl war imstande, kaltlachelnd Irin» zehn Iohrt abzufitzen vielleicht wat »• auch nicht einmal schlecht, diese« gehängten Hund zum Direktor zu machen Hauptsache übrigen», daß er zunächst mal da» Grid wiedergut Dann tonn man ihm |o eventuell kurzfristig kündige« ...
JiebenriangUdx Anstellung, natürlich Bei Bruch de» vertrogr« drei Millionen Konoentionalstrate". bemerkte rrchtzeitig Honney.
6» war garu bestimmt nicht» dagegen z» mache«. Also wurde sofort ei« Anstellung »vertrag in aller Form ausgesetzt, mit ben nvttgen vier Uaterfchr ste« versehen, gestempelt und gestegell. Ur sollte I« Kraft treten in dem Augenblick, n dem die entwendete» Summen zurückerstattet waren
Al» Är. Honney da» Dokument in der Dolch» hotte, fing er moßlv» zu lachen an und sagte.
.Wo» ihr Imorte« Geschasisleut» für Phantast»», leid Wie tonnt ih Menfchea. den ihr für
einen Gauner holten müßt. Irlrr Angaben ohne weitere» auf sein ehrliche» Gesicht hin glauben? Hätte sich einer von euch bte Mäh» genommen, bte Koste iu revidiere«. Io hätte er seststetzen tonnen, daß euA nicht rin Cent fehlt Ich höbe mir lediglich ertaubt, einen für mich ganz ungetadritche« Blust in Szene s» sitze« "
Entsetzliche Blamage
Bi» Mr Kobinton gleichmüttg tagte
.Der Vertrag, wlrrr.cht t« „Da Form <*ft- ichlosten, ist recht»««gültig mein streund E» liegt ihm nomttch »i« mrienli Irrtum be» rinn Ber tragsthtteßnbe« — nsmsich bre Bank — zugrunde. Mr Hm»ptoomurietzung — daß tzi. nsmsich be» Grid geklaut hoben — besteht noch Ihren rte.r«en Umtoben nicht Unsere Abficht war. rinn Mrn'che« <um Direktor zu machen, ber rinn unerhörte« Wagemut besitzt dtrrm k loh rhesichen Mensche« toenen wir leibet kein bißchen vrrirouen sche-ke«. Im Gegenteil Stt find, da «r fich rrdrefstri hebe«, mit en« Ihr Spiel ju trriben. sristto* ml loste« Phantastische Bede« find billig »♦- Trombetrm — bte Tot, die Tot - bo» ift r*‘ Ein ehelicher und aestsnd-ger Mensch, wie Sie. darf keine OrpeestunJ». oer'-.-chr mrche Da» stete ihm nicht zu He» liegt nick»: auf seiner kl nie De» ist eine U^eriteterag Da konnte jeder kommen'"


