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Opernhaus. Erste Vorstellung nach den Ferien: Donnerstag, 11. August, abends 7 il^r: Die Zauberflöte.

Schauspielhaus. Sonntag, 17. 3un, 8 bis 10*/» Uhr: Der Patriot. Montag, 18., 8 bis 93/4 Uhr: Der Gesandte Sr. Majestät. Dienstag, 19., 8 bis 10 Uhr: Leonce und Lena.

Die Gemeinde Daubringen verkauft auf dem Submissionswege einen fetten Vogelsberger Bullen. Schrift­liche Angebote find bis zum Mittwoch, dem 20. d. M.. nachmittags 4 Uhr, an die unterzeichnete Bürgermeisterei einzu­reichen, woselbst die Oeffnung derselben in Gegenwart der erschienenen Bieter statt- findet. Bedingungen liegen offen.

Wegen Ankauf eines jungen, sprung­fähigen Vogelsberger Bullen wird um Angabe von Adressen von Verkäufern er­sucht. 6651V

Daubringen, den 15. Juli 1927. Hess. Bürgermeisterei.

______* Preis.

Bekanutmachnug.

Betr.: Die Umlagen der Landjudenschaft der Provinz Oberhessen: hier: die Erhebung eines fünften Zieles für das Rechnungsjahr 1926.

Durch Entschließung des hessischen Herrn Ministers des Innern vom 27. Juni 1927 zu Rr. M. d. I. 22 421 ist die Erhebung eines fünften Zieles der Um­lagen der Landjudenschaft Oberhessen für 1926 genehmigt worden.

Alle Israestten der Provinz Oberhessen haben den ' auf ihrem Kirchensteuerbe- scheid für 1926 geforderten Zielbetrag an Landjudenschaftsumlagen alsbald zu zah­len, da die Finanzkassen die beschleunigte

Gorkis Doppelgänger.

Einen hübschen Zug von Maxim Gorki er­zählt ein französisches Blatt. Es war in der Zeit, als der große russische Dichter sich in Amerika befand. Eines Abends wurde er in Georgetown auf ein Plakat aufmerksam, auf dem in riesigen Buchstaben die Aufführung desNachtasyls" an- gekündigt wurde. Am Ende der Ankündigung war zu lesen:Aach Schluß der Vorstellung wird der Verfasser selbst auf der Bühne er­scheinen, um das Publikum zu begrüßen." Höch­lichst erstaunt und begierig, seinen Doppelgänger kennen zu lernen, ging der Dichter abends ins Theater und erblickte hier tatsächlich, als sich der Vorhang am Ende wieder hob, eine Person, die mit tiefer Verbeugung an die Rampe trat und von dem Publikum mit donnerndem Beifall begrüßt wurde. Das merkwürdigste war, daß der falsche Gorki dem echten ähnlich war wie sein Zwillinasbruder. Gorki stellte dann den Mairn zur Rede, der furchtbar erschrocken war und den Dichter flehentlich bat, ihn nicht zu verraten: Stürzen Sie mich um Gottes.Willen nicht ins Unglücks Ich bin Familienvater, seit langem ohne Arbeit und fand das einzige Mittel, mein Brot zu verdienen, als mich der Direktor der Truppe engagierte, um die verschiedenen Autoren dar­zustellen. So erscheine ich denn nacheinander an den einzelnen Abenden als Sudermann. Rostand, Donnay und als Ihr wertes Ebenbild, und ich bin bisher noch immer mit dem größten Bei­fall empfangen worden. Machen Sie mich nicht brotlos!" Gorki brachte es nicht über das Herz, den Mann zu entlarven, und lieh ihn seinen Beruf weiter ausüben.

Steinbach, den 14. Juli 1927. Bürgermeisterei Steinbach.

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zu., 8 ors 10 Uhr: Leonce und Lena. Donnerstag, 21., 8 bis 10 Uhr: Operettengast, spiel: Der Rastelbinder. Freitag. 22., 8 b^ 10 Uhr: Der Rastelbinder. Samstag, 23., 8 10 Uhr: Der Rastelbinder. Sonntag, 24., 8 10 Uhr: Der Rastelbinder. Montag, 25., 8 10 Uhr: Der Rastelbinder.

Vermischtes.

Der Reichstag vergrößert sich.

Das Reichstagsgebäude wird, solange die Abgeordneten in den Ferien sind, verschiedenen inner en Umbauten unterzogen werden. Es hieß sogar vor einiger Zeit, daß die kurze Herbsttagung des Parlaments der Umbauten wegen im preußischen Landtage stattfinden sollte. Besonders die Küchenanlage des Reichs­tags soll einer großzügigen Erweiterung unter­zogen werden, da die bisherigen Küchenverhalt­nisse den Ansprüchen durchaus nicht genügten. Es ist aber auch noch an eine großzügige Aus­dehnung des Reichstags gedacht, da die gegen­wärtigen Räumlichkeiten für den inneren Be­trieb der Reichstagsverwaltung nicht mehr aus- reichen. Aus diesem Grunde ist eine Vergröße­rung der Bibliotheksräume und eine Uebernahme des Gebäudes der japanischen Bot­schaft am Platz der Republik vorgesehen. Das Botschaftsgebäude soll eine Reihe von Verwal­tungsgebäuden und Bibliotheken aufnehmen, nach­dem es einem großzügigen Umbau unterzogen worden ist. Das kommt allerdings erst nach dem 1. Oktober 1928 in Frage, da das Gebäude bis dahin an die japanische Botschaft verpachtet ist.

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Die Gemeinde Steinbach beabsichtigt, einen fetten Bullen au verkaufen. Schrift!. Angebote, pro Ztr. Lebendgewicht, sind bis zum Dienstag, dem 19. Juli, nachm. 3 Uhr, auf der Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Oeffnung der eingereichten Offerten stattfindet.

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Aufruf!

Um den Rest der für das Gefallenendenkmal des Z«f.- Leibgarde-Aegiments 115 in Darmstadt, des ältesten stolzen Regiments der früheren Armee, erforderlichen Mittel aufzu- bringen, hat das Hessische Ministerium des Innern am 4.2.27 zu einer Haussammlung im Volksstaate Hessen die Genehmigung erteilt. Es ergeht hiermit an alle, welche sich den Sinn an unsere große Vergangenheit, besonders das ehrende Gedenken an die nahezu 3000 Gefallenen des Regiments, bewahrt haben, die herzliche Bitte, die Sammler nicht abzuweisen. Gebe jeder nach seinen Kräften. Auch die kleinste Gabe wird dankbar entgegengenommen. Diejenigen Spender, welche 50 RM. zeichnen, erhalten eine von dem früheren Chef des Regiments, Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog Ernst Ludwig, unterzeichnete künstlerische Llrlunde, wer 100 RM. zeichnet, eine Urkunde in feinerer Ausführung auf Pergament. Wer nicht angetroffen werden kann, dem ist Gelegenheit geboten, sich in einer bei Herrn Prell zurStadt Mainz" hier ausliegenden Liste

begonnen werden. Da- ziuyeuui uon luoggen und Weizen ist weiter verhältnismäßig klein. Mehl behielt stilles Geschäft. Hafer und Gerste hatten weiter stetigen Absatz. Es Notierten (1000 Kilo­gramm): Weizen, Juli, 293; Roggen, märkischer, 253 bis 255; Wintergerste 192 bis 196; Futtergerste 192 bis 196; Hafer, märkischer, 255 bis 258; Mais, La Plata, 198; (100 Kilogramm): Weizenmehl 35,75 bis 37,75; Roggenmehl 34 bis 35,50; Weizenkleie 13,25; Roggenkleie 15 bis 15,25; Raps 31,50 bis 32,50; Viktoriaerbfen 44 bis 58; kleine Erbsen 28 bis 36; Futtererbsen 22 bis 23; Peluschken 21 bis 22,25; Ackerbohnen 22 bis 23; Wicken 22 bis 24,50; Lupinen, blau, 14,75 bis 15,75; Lupinen, gelb, 15,75 bis 17,75; Rapskuchen 15,40 bis 15,80; Leinkuchen 20,20 bis 20,50; Trockenschnitzel 12,50 bis 13; Soya- schrot 19 bis 19,90; Kartoffäflocken 34,50 bis 34,75 Mark.

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Frankfurt a. M, 15. Juli. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 31; Roggen (inl.) 27.50 nom.. Hafer (inl.) 26. Hafex (ausl.) 23.50 bis 26; Mais (gelb) 18.75 bis 19; Weizenmehl (inl., Spezial 0) 40.50 bis 41; Roggenmehl $7.75 bis 38; Weizenkleie 13; Roggenkleie 14 brs 14.25; Tendenz: Duhig.

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Gießen, den 15. Juli 1927

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Durch Beschluß des unterzeichneten Ge­richts vom 9. Juli 1927 i t die Entmündi­gung des Verwaltungs ekretärs a. D. Gustav Frank in Gießen, Krofdorser Straße 12, wegen Trunksucht, aufgehoben.

Gießen, den 9. Juli 1927. ' 6634C __________hessisches Amtsgericht.__

Sn unser Handelsregister wurde heute bei der Firma Gebr. Goldschmidt. Lich. folgendes eingetragen:

1. Hermann Goldschmidt in Lich ist aus der Gesellschaft ausgeschieden,

2. der Kaufmann Herbert Goldschmidt in Lich ist als persönlich haftender Ge­sellschafter eingetreten.

3. dem Kaufmann Hermann Gold­schmidt in Lich ist Prokura erteilt.

Lich. den 13. Suli 1927. 66680

Hessisches Amtsgericht.

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(Für Form und Znhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Kirschenbersteigeruug" zu Bettenhaus««.

Am letzten Mittwoch ließ die Gemeinde Dettenhausen etwa 40 Kirschbaume versteigern. Run steht es ja bekanntlich dem Gemeinderat frei, den Verkauf zu genehmigen oder nicht. Daß aber bei den erzielten hohen Preisen sämt­liche Bäume nochmals ausgeboten wurden, und zwar mit dem ersten Steigpreis als Angebot, und daß, da natürlich kaum jemand nachbot, der Preis durch den Ortsvorstand heraufgesetzt unb dem ersten Käufer so diktiert wurde, war doch wohl noch selten da. Wenn der Käuser durch sein Gebot die Kirschen am Baum schon mit etwa' 30 Pf. fürs Pfund bezahlt hat, sollte doch wenigstens in diesen Fällen der Gemeindevvrskand auf ein Rachfordern verzichtet haben. Z)ie dies­jährigen Käufer werden aus dem Verhallen ihre Lehren für nächstes Lkahr zu ziehen wissen.

Mehrere Steigerer. ________-----------------------------------

Sprechstunden der Redaktion.

12 bis 1 Ahr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloßen.

Jür unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.

Anzeigenauftrage sind lediglich an die Geschäfts st eile zu richten.

Derantworllich für Lokales, Provinz und Wirtschaft i. V. Dr. Hans Thyriot.