Samstag, 16. Juli
Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffens
llr. 164 viertes Blatt
ht mehr laiM archcrlten darf, Gang getommWe Baumarkt nicht
bis
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Berliner Börse.
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Berlin
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Datum:
14. 7. | 15. 7.
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Devisesmarkt Derlm—Frankfurt
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a. TL
ton sind zur Zeit Hapag und Lloyd, für den Lloyd sind annähernd 190 000 und für die Harn- burg--Amerika<-Linie rund 140 000 Registertonnen im letzten Vierteljahr in Arbeit gewesen.
wenn der gut in Gang getomnWie Baumarkt nicht wieder in seine frühere Lethargie zurücksinken soll. Die Bedingungen, zu denen auf dem Hypothekenmarkt neuerdings ausländisches Geld an- geboten wurde, waren keineswegs besonders günstig; sie gingen vielfach über das auf dem einheimischen Markte gewohnte Maß hinaus, so daß man annehmen kann, dah Abschlüsse nur in geringem Umfange zustande gekommen sind. Es ist daher zu begrüßen, dah die Rentenbank-Kreditanstalt mit ihrer Anleihe in Amerika einen großen Erfolg gehabt hat. Für den Wohnungsbau sollen noch weitere ausländische Anleihen im Betrage von etwa 100 Millionen Mark ausgenom
men werden.
* Zur Frage der Rückgabe des deut- jchenEigentums. Zur Frage der Rückgabe des beschlagnahmten deutschen Eigentums, über die der Stellvertreter des Sekretärs des Schatzamtes Mills eine Erklärung abgegeben hatte, erfährt „World" aus Washington noch, daß folgende Gründe für ein beschleunigtes Vorgehen der Regierung in dieser Angelegenheit sprechen: Erstens lasse das Herannohen der Wahlen eine Rücksichtnahme der deutsch-amerikanischen Wähler angebracht erscheinen, die über die bisherige schleppende Behandlung der Eigentumsrückgabe verstimmt seien. Zweitens habe die Eigen- tumsoerwaltung zu Skandalen geführt, die während des Wahlseidzuges gegen die Regierung ausgenutzt werden könnten, falls die Frage bis dahin nicht völlig erledigt wäre. Drittens könne der Aufschub ihrer Erledigung infolge der starken Kongreßstim- mung für Steuerminderungen eine Komplikation herbeiführen. Werde nämlich die Steuerreduktion vor der Eigentumsrückgabe vorgenommen, so werde schwerlich der für die Eigentumsrückgabe erforderliche Betrag erübrigt werden können.
* Zur Lage des Emissionsmarktes. In den letzten Tagen ist eine, wenn auch bescheidene, Belebung des Pfandbriesgeschaftes zu beobachten. Ob sich diese als von Dauer erweisen wird, läßt sich noch nicht übersehen. Tlan ist sich darüber klar, daß die Stagnation im Emissionsgeschäft nicht mehr tai
Wirtschaft.
Wochenbericht von der Frankfurter Börse
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22,93 (08,43
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anziehen.
Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt.
Am hiesigen Produktenmarkt herrschte auch in dieser Woche große G e s ch ä f t s st i 11 e, trotzdem der Börsenbesuch verhältnismäßig gut war. Bei großer Zurückhaltung der Käufer und ermäßigten Auslandsforderungen erfuhr die allgemeine Tendenz eine erneute Abschwächung, und die matte Stimmung hielt die ganze Woche über an. Deutsches Brotgetreide
blieb fast geschäftslos. Während sich Weizen noch einigermaßen im Preise halten konnte, mußten die Forderungen für Roggen um eine halbe Mark herabgesetzt werden. 2m Einklang damit war auf dem M e h l m a r k t vor allem Roggenmehl gedrückt, ohne daß sich nennenswertes Geschäft entwickelt hätte. Kleie lag unverändert flau, namentlich Roggenkleie war in größeren Mengen aus Westfalen, angeboten. Futter- und Rachmehle waren aber weiter gesucht. Erst in der zweiten Wochenhälfte konnte sich die Tendenz leicht b e- sestigen auf erhöhte Auslandsnotierungen. Für Kleie wurde die Haltung wieder etwas fester auf die Streiks bei den Mannheimer Mühlen, die auf die Mehle dagegen ohne Einfluß blieben.
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142 J)
171,5
c 38 bis 44, d 30 bis 37. Färsen a
b 58 bis 61, c 50 bis 57. Kälber b-----
c 68 bis 73, d 58 bis 67. Schafe al 48 bis 50 a2 40 bis 47. b 32 bis 38. Schwnne a 62 bis
63, b 62 bis 64, c 62 bis 64, d 63 bis 65,
Sauen 55 bis 59. 3m Vergleich zu den Rotierungen der Vorwoche gaben die Rinder 1 bis 2 Mar! und die Schafe 2 bis 4 Mark Preise nach, während Kälber gut behauptet blieben. Schweine dagegen konnten um 2 bis 3 Mark
* Deutschland und der Weltschiff- b a u. Die soeben erschienene Liebersicht über den Weltschiffban im zweiten Quartal 1927 gibt von der Lage der Schiffbauindustrie ein erfreuliches Bild über die gesteigerte Schiffbautätigkeit Deutschlands. Rach dieser Schiffbauübersicht rangiert Deutschland an zweiter Stelle neben allen Schiffbauländern und zeigt eine erhebliche Steigerung des Baubestandes gegenüber dem vergangenen Jahre. Der deutsche Zuwachs an Dau- tonnage steht erheblich über dem Durchschnitt, und zwar kommt er direkt hinter England. Die bedeutendsten Auftraggeber der deutschen Werf-
Frcmkfurt a.M.j Berlin
Im Vergleich zu den Rotierungen der Vorwoche gaben Weizen und Weizenmehl je 25 Pf. und Roggen und Roggenmeh'l je 50 Pf. nach, ebenso war Roggenkleie 50 Pf. billiger. Alle anderen Preise blieben behauptet. Es notierten: Weizen 31 nom., Roggen 27.50 nom., Hafer (inl.) ” Hafer (ausl.) 23.50 bis 26, Mais 18.75 bis Weizenmehl 40.50 bis 41, Roggenmehl 37.75 38, Weizenkleie 13, Roggenkleie 14 bis 14.25.
Im Mittelpunkt der spekulativen Geschäftstätigkeit stand wieder einmal I. G. Farbenindustrie, die gegen die vergangene Woche um ganze 26 Prozent anziehen konnten. Stimulierend wirkten dabei Gerüchte von neuen Verhandlungen der I. G. mit den Standard Oil Co. Stark verlangt waren dann noch die Zellstoff aktien auf ein neues Patent von Zellstoff Waldhvf zur »Herstellung einer woll- ähnlichen Faser aus der Kunstseidefaser. Waldhof gewannen daraufhin unter Schwankungen 14 Prozent und Aschaffenburg 10 Prozent. Für
* E r n t e a u s s i ch t e n. Die Ernteaussichten für dieses Jahr werden bisher allgemein recht günstig beurteilt; insbesondere erwartet man für Weizen, Gerste und Roggen eine' übergute Mittelernte, (o daß aller Voraussicht nach von diesen Getreidesorten in diesem Jahr größere Mengen für den Export bereit aestellt werden können. Bekanntlich bewegte sich die" Getreideausfuhr im vergangenen Jahr in ganz bescheidenen Grenzen. Mit dem Schnitt des Getreides wurde in einigen Teilen des Landes unter günstigen Verhältnissen bereits begonnen. Der Mais ist in seiner Entwicklung infolge andauernder Trockenheit etwas zurückgeblieben, so daß Voraussagen für die Maisernte heute noch nicht gemacht werden können. Im allgemeinen hofft man jedoch auch auf ein günstiges Ergebnis der Maisernte.
* Keine Steigern n,g der Baukosten mehr. Die Steigerung der Baukosten scheint den Höhepunkt überwunden zu haben. Während im Vorjahr dauernd eine Senkung der Baukosten eintrat, hat sich seit Jahresbeginn eine ununterbrochene Er- Höhung der Baukosten eingestellt, die so hoch wurde, daß man Befürchtungen für eine ruhige Entwicklung, besonders des Wohnungsbaues, haben konnte. Nach den neuesten Feststellungen ist im Juni eine leichte Senkung der Baukosten eingetreten. Dieser Rückgang erstreckt sich nicht nur auf die Richtzahleü für Baustoffe, sondern auch auf den Bauindex. Die Gründe für den Rückgang dürften wohl in erster Linie in Finanzierungsschwierigkeiten in Anbetracht der ungünstigen Lage des Emissionsmarktes zu suchen sein.
I Es ist anzunehmen, daß die rückgängige Bewegung auch im laufenden Monate anhält. Auf jeden Fall wird eine Steigerung nicht mehr zu verzeichnen sein, da vor allem das Bauholz, welches bisher die Baukosten besonders verteuerte, billiger zu werden beginnt. W
* Gruppe für Aufwertungsrecht. Anläßlich des 23. Deutschen Anwaltstages in Stuttgart ist aus den Reihen der Rechtsanwälta heraus die Gründung einer besonderen „Grupps für Aufwertungsrecht" erfolgt. Ihr sind in^ zwischen die meisten der schon bisher für die De-) strebungen zur Verbesserung bar geltenden Aufwertungsgesetze tätigen Rechtsanwälte beigetreten. Die „Gruppe für Aufwertungsrecht" soll einerseits der gegenseitigen Anregung und dem Austausch der Erfahrungen, andererseits der planmäßigen und verstärkten Fortführung des Kampfes für eine dem Recht entsprechende Regelung der.Aufwertungsfrage dienen. Rach Ansicht der in ihr vereinigten Rechtsanwälte genügen die
die ®lettr otoerte betrugen die Kursbesserungen 6 bis 13 Prozent, für die M o ntan- papiere bis 13 Prozent und für die Banken auf neue Kapitalerhöhungshoffnungen bis 12 Prozent. Alle übrigen ©ffefteixmärfte hatten merttiche Kursbesserungen zu verzeichnen. Rur Autowerte waren kaum behauptet.Die Anleihemärkte lagen wieder fast vollständig geschäftslos. Ablösungsschuld ohne Opttonsschein waren etwas fester, aber Ablösung mit Auslosungsschein erfuhren eine Abschwächung, ebenso wieder die neue 5--Prozent-Reichsanleihe. Der Geldmarkt hat, wie schon berichtet, infolge der Medioliquidation wieder eine Versteifung erfahren. Namentlich Tagesgeld ist gesucht, während Monatsgeld etwas leichter wurde. Am Devisenmarkt war ein beträchtliches Devisen- angehot bemerkbar, da das Geld aus den Anleihen hereinsttömt. Die Mark erfuhr infolgedessen eine Steigerung.
W-vchenberiÄt vom Frankfurter Lchlachtviehmarkt.
Gegenüber der außerordentlichen G^chästs- ftilte der vergangenen Woche war das Börsengeschäft in der Berichts Woche in Anbttracht der Ferienzeit sehr lebhaft und »ieTe n- den- fest. Das schon einige Zeit zu beobachtende Bestreben der Spekulatton, die Ku^e zu steigern, hatte Erfolg, da das private Publi- kum, wenn auch nur sehr langsam und zögernd frer Geschäftstätigkeit der Kulisse folgte_ Die lange vermißten Kaufauftrag e a uli ö u te Deutschland sollen wieder, allerdings in noch beschränktem Maße, vorgelegen haben, und auch das Ausland hat sich wieder lebhafter am Geschäft beteiligt. Ramentlich aus Holland waren größere Käufe zu beobachten. Im Verlaufe der 2Doche schien aber von dieser Seite wieder größere Zurückhaltung geübt zu werd-n. Dem Willen, eine allgemeine Festigkeit der Tendenz herbeizuführen, kam die Entwicklung des Geldmarktes einigermaßen entgegen, mif dem endlich eine gewisse Entspa n nun g eingetreten ist; wenn auch infolge des Medio, ter im übrigen keine Schwierigkeiten bereitete, Geld noch ziemlich stark gesucht war. Die Erfolge der verschiedenen deutschen Anleiheemii- sivnen im Auslande hat aber in Börsenkreisen allgemein die . Hoffnung hervorgerufen., daß durch das infolge dieser Anleihen hereinfließende ausländische Geld der erschöpfte deutsche Kapitalmarkt wesentlich gestärkt wird und ter Geldmarkt merkliche Entspannung erfahrt. War in ter Vorwoche die Berliner Stadtanleiye em großer Erfolg, so stand ihr das Ergebnis ter 30-Milli onen-Dollar -Anleihe der Rentenbank-Kreditanstalt kaum nach. Deren amerikanische Tranche zweifach überzeichnet wurde. Die Auflegung der holländischen Tranche dieser Anleihe ist nun erfolgt, ferner hat die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank eine Englandanleihe abgeschlossen, die Vereinigten Stahlwerke ihre Anleihe in Amerika, schließlich noch die Hannoversche Landes-Kreditanstalt und ter Ruhrverband je eine Gultenanleihe in Holland. Verschiedene wirtschaftliche und politische Rachrichten bedeuteten für das Börsengeschäft bemerkenswerte Anregungen. So wur- ten die Fortschritte ter deutsch-französischen Handelsvertragsverhand- Jungen von der Börse täglich verfolgt, und man ist jetzt von einem baldigen Abschluß eines langfristigen Handelsprovisoriums überzeugt. Auch wurden die Meldungen von der Wiederaufnahme der deutsch-polnischen Verhandlungen mit (Genugtuung ausgenommen. Als Zeichen ter inneren Konjunkturbelebung betrachtet man den günstigen Bericht über die Lage der deutschen Maschinenindustrie und vor allem aber das weitere Sinken der Erwerbslosenziffer. Wenig Einfluß schien dagegen die Ablehnung des dritten Kvh- lenpreiserhöhungs-Anttages durch den Reichskohlenrat auszuüben. Im Verlaufe erwies sich aber die Kursentwicklung nach oben als etwas überstürzt, und gegen Wochenende trat em merklicher Rückschlag ein, da von ter Spekulation Realisationen in größerem Maße vorgenommen wurden. Der Abwärtsbewegung der Kurse kam dabei die Enttäuschung zu Hilfe, die das C o m- munique des Rerchsbankpräs identen Dr. Schacht über die Reuh or ker Besprechungen verursachte, in dem er namentlich dementiert, daß Anleiheverhandlungen geführt worden sind. Auch versttmmte es, daß bei ter viel besprochenen Umwandlung der S ie m ens-Schucker twerke in eine Aktiengesellschaft den Aftiokaren von Siemens u. Halske kein Dezugsrecht eingeraumt wird, wenn man auch glaubt, daß trotz aller Dementis ein Elektrotrust in allerdings noch nicht absehbarer Zeit gebildet werden wird. Trotz der eingetretenen Abschwächungen blieben aber im Vergleich zu der Vorwoche noch ganz beträchtliche Kursgewinne erhalten.
Berlin. 15 Juli. Mmcrttani'dje Vfoten . yctfliftiie Noten . . . Dänische Noten - • • Englische s)?otcn
Äurs6' Mi-.ag
Französische Noten ...... Holländische Noten......
Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterr-, 5100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten ...... Tschechoslowakisch- Noten . . Ungarische Noten......
gegenwärtig vorgeuommenen Verbesserungen der gröbsten Fehler des Auswertungsgcsetzes nicht; vielmehr wird eine durchgreifende Almgcftalfung, im Sinne der im sogenannten Bestschen Entwurf niedergelegten Grundgedanken, für erforderlich gehalten.
FranHurter ^.^enZbörse.
Frankfurt a. M., 15. Iuli. Das Geschäft an ter ' Abendbörfe war wieder sehr gering, die Stimmung aber weiter fest. Die Kurse bewegten sich zunächst im allgemeinen <V*zf dem erhöhten Riveau ter Rachbörse. I. G. Farben und die Schi ff ahrts werte waren gut behauptet, Rheinstghl und Daimler dagegen schwächer. Etwas anziehen konnten Rheinische Braunkohle und Deutsche Bank. Im Verlause gewannen I. G. Farben zunächst 1 Prozent bei kleinen Mm- sätzen. Renten geschäftslos, Zolltürken etwas schwächer. Gegen Schluß nahm die Spekulation, wenn auch in beschränktem Umfange, Deckungen zum Wochenschluh vor, so daß sich das Kursniveau leicht heben konnte. Etwas lebhasleres Interesse bestand jetzt für Farben und Rhein- stahl, die je 2 Prozent anziehen konnten. An ter Abendnachbörse blieb die Tendsirz weiter fest. 2lbl. Schuld 18. Schutzgebiete 10,80, Barmer Bank 158, Commerzbank 186, Dnnatbank 246,75, Deutsche Bank 170,50, Diskonto 165,2b, Dresdner Dan! 175,50, Buderus 126,50, Gelsenkirchen 176, Harpener 216, Aschersleben 184,50, Westeregeln 193, Mannesmann 200,25, Phönix 131,50, Rheinische Braunkohlen 286, Rheinstahl 224,50, Stahlverein 141, AG9. 191, Bergmann 201 Erdöl 164, Scheideanstalt 220,50, I. G. Farben 316, Goldschmidt 141,50, Holzmann 205,75, Holzverkohlung 72, Metallgesellschast 189,50, Rütqerswerke 106,50, Siemens u. Halste 292,75, Wayß u. Freytag 176. Zellstoff A^chaffeii^irg 214,87, Waldhvf 331, Hapag 150, Rordd. Lloyd
(Berlin, 15.3uli. <WTD) Schon im heutigen Vormittagsverkehr hatte sich ziemlich unerwartet eine festere Grundstimmung durchgesetzt. Gegenüber den sehr matten Frankfurter Rachbörsenkursen konnte man in einzelnen Papieren Kurserhöhungen von 4 bis 5 Prozent bemerten. Die ersten offiziellen Rotierungen enttäuschten dann etwas, lagen aber gegenüber den gestrigen Mittagskursen gut behauptet, teilweise auch etwas höher. In erster Linie waren es Farben und die von uns schon gestern als widerstandsfähig bezeichneten Freigabewerte, die größere^ Geschäft aufzuweisen hatten. Bestimmend hierfür waren die neuen Meldungen zur Frage ter deutschen (Sigentiiindrüdgabe und besonders die Erklärungen des stellvertretenden Schatzamtsselcetärs und die neuen Verhandlungen die voki ten I. ©. Farben mit der Royal Dutch-Gruppe und anderen ausländischen chemischen Industrien geführt wurden. Die übrigen Werte hatten nur geringen Umsatz. Bei Rebenwerten wurden viele erste Kurse ausgesetzt. Im Verlaufe setzten sich bei den Spezialwerten zunächst weiter kleinere Kurserhö- Hungen durch, während die übrigen Märkte sehr still und kaum verändert lagen. Obernberg und Glanzstoff vorübergehend 4 Prozent höher. Auch Spritwerte lebhafter und anziehend. Rachdem die Deckungen der Spekulation, die gestern zum Teil Leerabgaben vorgenommen haben soll, ihr Ende gesunden haben, wurde das Geschäfts im Zusammenhang mit dem Wochenschluh eher ruhig, so daß die Kurse langsam nachgaben. Anleihen ruhig. Ausländer bis auf Türken, die etwas fester lagen, wenig verändert. Pfandbriefe still, nur Rentenbriefe bis 0,5 Prozent höher. Der Devisenmarlt blieb unverändert. Der heutige Zahltag und der letzte Einzahlungstermin für junge Farbenaktien hatte am Geldmärkte eine ziemliche Anspannung zur Folge. Tagesgeld 7 bis 8.5 Prozent, Monatsgeld 8 bis 9 Prozent. Die anfangs befürchtete Erhöhung des Privatdiskonts ist nicht eingetreten, obwohl das Angebot ganz erheblich gewesen sein soll.
Berliner Prosnktenbörse.
Berlin, 15. Juli. (WB.) Die Marktlage hat sich gegenüber gestern kaum wesentlich verändert. Westernroggen war im Preise weiter nachgiebig und daraufhin erfuhr Juliroggen heute einen weiteren Preisrückgang. Die Weizenofferten von lieber. see zeigen keine nennenswerten Veränderungen. tyur Juli-Weizen bestand weiter Deckungsfrage. Die Herbstsichten waren sowohl für Weizen als auch für Roggen abgeschwächt, wozu auch die wieder eingetretene Aufklärung des Wetters beitrug. Aus der Provinz liegen verschiedene Nachrichten vor, daß der Schnitt von Roggen teilweise schon begonnen hat. In der nächsten Woche soll bei günstigem Wetter bereits in größeren Gebieten mit der Ernte
Frankfurt« M.
In dieser Woche war das Geschäst am hiesigen Schlachtviehmarkt ziemlich ruhig. Bei geringer Rachftage war es schwer, die nicht sehr großen Viehbestände zu verkaufen. Es traten teilweise kleinere Preisrückgänge em. Der Gesamtauftrieb bestand aus 325 Ochsen. 84 Bullen, 680 Kühen, 386 Färsen, 1144 Kälbern, 176 Schafen und 4537 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 40 Rinder mehr angettteben, dagegen standen 110 Kälter, 110 Schafe und 790 Schweine weniger zum Verkauf. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen al 62 bis 66, a2 58 bis 61, bl 55 bis 57, b2 50 bis 54. Bullen a T"a Ro b 54 bis 57, Kühe a 52 bis 56, b
15. 7.
205.75
160
190
176
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 6 Prozent, Lornbardzinsfuh 7 Prozent.
Ostwcrkc..........
Her. Glanzstoff Bernberg..........
Zcllslon Waldbof Zellstoff Aschaffenburg . . ubartot.1; nburoer Wasser. '•> efsauer GaS.......
Daimler Motoren Demao • ■ • Adlcrwerke Kleyer
Ludw. l'ccire Nat- Automobil Lrcnsl.-in & Kovpcl . . . . Linke Hoiviann Leonhard Tietz. . . . . yamag»',1'e,iuin . . . . .. Franks. 9)< schlncu . . . . Gritzner • ■ . . . . .
Hevligenstaedt FungbanS Lcchwerke...... . .
Mainkraftwcrke Miau . . Nckarsulmer . Peters Union ...... Gebr. Roeder . ..... Voigt & Haeffncr .... Sndd Zucker
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Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- Kurs
Schluß!: Abend- börse
Schluß. Kurs
Schlußh Mittag hörte
Datum:
14. 7.
15. 7.
14. 7.
15. 7.
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—
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—
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—
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_
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159^
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Essener Steinkohle . .. . . • 8
Gelsenkirchener . r- 3- <
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Ilse Bergbau ....... .8
182
—
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Älöcknerwerke.......-5
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Mannesman» • - -f- xh I 4
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—
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Kali Aschersleben.....10
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—
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Goldschmidt.........o
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Schluß- Kurs
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Datum:
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Dt. Anl. Ablös. Schuld mit
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—
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Dcsgl. ohne Ausles -Rechten 7°/0 Frankf. Hnp.-Bk. Eo.dpf. unkündbar dis 1932 ....
—
—
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—
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—
Allg Deutsche Eisenbahn .4*/: Hamburg-Amerika Paket. .6 Samb.-Südam Damplsch. 8
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148 5
Hansa DamvfschUi • • • • ® Norddeutscher Llovd • • 6
Allg. Deutsche Crcditanst.. 10 Bacin:r Bankverein 10
146
152
157
150.9
152.5
152
147.5
153
157.9
Berliner Handclsydellsch^ 12
Commerz- und Privat-Br. 11
Darmst. u- Nationaldank. 12
Deutsche Bank..... ■ 10
Diskonto-Gcscllschasi Ant. 10
Dresdner Bank • • ■ ■ lo
Mitteldeutsche Creditbank . 9
Metallbank..........«
186
-43
168.5
165
174
149,75
186 246,75 170.5 165.25 175 5
254 i49
186 245.5
169,25 165 75
175,4 252.5 .49.75
Rcichsbank . • ■ 1
-
14. Juli.
15. Juli.
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld Brief
Geld ।
Brief
Amft.- Rott
168,58 1
169,92
168,56
168,90
Buen-AircL
1,788
1,792
1,787
1,791
Brff.-Antw
58,53
58,65
58,54
1>8,66
Christiania
108,64
109,86
108,62
108,86
Kopenhagen
112,51
112,73
112,51
. 112,73
Stockholm .
112,64
112,86
112,64
l12,85
HclstugforS.
10,602
10,622
10,60
10.62
glatten . . .
22,86.
23,905
22,893
22,935
London. . .
40,43
20,47
40,426
20,466
Neuyork . . Paris.... Schweiz ..
4,2085
4,2165
4,2085
1,2165
16,47
16,51
16,47
16,51
80,99
Dl.15
40,97
-1,13
Spanien .
71,9h
72,10
72,03
72,17
yapan . . - Mo de Jan-
1,985
1,989
1,985
1,989
-.494
■1,496
0,496
0,498
Wien tu D-- Oest. abgcst Prag ....
59,25
12,474
59,37
12,94
59,25
12,478
-9,37
.2,593
Belgrad . -
7,408
7,424
7,108
7.422
Budapest. - Bulgarien
<3,34
1,042
73,48
3.048
<3,34
3.04»
.3.48 „045
Lissabon - -
40,78
20,82
20,78
Danzig. . .
81,55
81,71
81,52
81.68
',164
.Konstantin.
2,158
2,162
2,160
Athen. . .
5,664
5,676
5,594
(Sanaba .
1,200
1,209
4.202
Uruguay -
1.136
4.144
4,136
4*144
Cairo
P 95
0 99
| 98
.1.02


