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Der Verkehr mit Fleisch und Fleischwaren.1

2ktcnnärrat in

er

hee

Scherz getoefen, wurde rostenps!

stenpslichtig verworfen: e» bleibt bei

in

das

Zusammensetzung des Ausschusses, zunächst Belgien oder Deutschland, abgchal en werden

Regelung der Beliefe, r Preise für Wieder der ®roft- und Klein

auf den Menschen übertragbaren Anftcckangs- und Schniarotzerkranlheiten seit Einführung b>

persönliche Erscheii.cn des Privatklägers ange­ordnet, so muh dieser in der Haupt Verhandlung erscheinen, auch wenn er sich durch chwn Rechts­anwalt vertreten läßt und dieser anwesend ifL Erscheint er nicht, so gilt seine Privatklage als zurüclgenonwien, und das Beriahren toitb auf seine Kosten eingestellt DaS mußte ein Kaut-

Amtsgericht Giehen.

(Sieben. 14. 3unL Hat das Bench:

Diele beziehen sich aus die iungssrage. jeftfefiung tK rcrfaufcr und den Schuty

Die Ozeanflieqer in Frankfurt a. M. Frankfurt, 15. Juni. Einer Einladung

psychische Hygiene «Jllentai Hygiene» einerseits eine Reihe psychiatrischer Einrichtungen freierer An. vsychiatrifche Kliniken und Polikliniken, Stabtafylc, ossen? Fürsorge. Arbeitstherapie. an­dererseits eigentlich? psychiatrische Prophylaxe z. B. Borbeugung von utdioidueller und Massen- ennubung durch offemliche Schtas- und Aube- Hallen, wie sie von Pros. Sommer schon 1902 vorgeschlagen wurden ferner Borbeugung des Ausbruch«-» von QV। |n*»fran f beiten bei vorhan­dener Anlage, psychische Hygiene der Erzie­hung. YÜdorge für die Zugendlichen besonders durch Psychotherapie u. a Die Beziehungen zu oerwarirter Bestrebungen im Gebiet der Krimi­nalität und des sozialen Redens werden berück­sichtigt.

v.u dem internationalen Organlsationsikom.tee gehören u. a. die drei Dorstandsmitglieder des deutschen Berbandes für psychische Hygiene. Pros Sommer. Gießen Prof Weyganbt. Ham­burg und Obermebizinaliai Di Roemer. Karlsruhe. Luch wurde ein europäischer Vierer- Ausschuß eingesetzt. in den in der Versammlung der europäischen Dertrelei die Herren Dr iou - louse Direktor der psychiatrischen Klinik Paris. Dr. Genil-Perrin der Schnstleitei der Zeitschritt Prophylasie mentale. Prof Dr. Ley. Direktor der psychiatrischen Klinik in Brüss^. und Pro«. Sommer. Direktor der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten in Gießen ein­stimmig gewählt wurden Die nächste Versamm­lung >vsl im Mai 1922 m Paris ftattlinben, je­doch ist eine Zentralisation in Frankreich nicht gegeben, sondern die Versammlungen können auch in anderen europäischen Ländern z. B. nach der

Strafkammer Giehen.

(Sieben. 14. Juni. Die Berufung eines Kaufmanns von (Sieben, her wegen Zech- bet rugS vom Amtsgericht Laubach zu b i e i Tagen Des ängniS verunei t tvorben war. wurde verworfen, da der Angeklagte trotz ordnungsgemäßer Ladung zum Termin nicht er­schienen war

Zwei Zadrradhändlel waren vom Amls- aericht Ridda zu zwei und einer Woche (*i v i nis verurteilt worden wegen 21 l i e ft- egelbruchs Sie batten bei ihnen e Degen stände nach Entfernung der c^el veräuftert Auf ihre Berufiing wur- btc Strafen in Veld st rasen von 1 50 und 50 Mark uingewandelt. Skrasmildeind kamen in Betracht ihre Unbescholtenheit, sowie ihre bedrängte Vermögenslage

^tagiftrat# der Stakst Frankfurt folgend, trafen ieute nachmittag gegen 6 Uhr die beiden Ozean- Heger Ebamberlin und Öen ine in einem eiugzeug der Deutschen Lufthansa von Friedrichs­hafen über Stuttgart kommend auf dem hiesigen Flugplatz ein Oberbürgermeister Dr Land- mann begrüßte die Gäste in herzlicher Weise, das Publikum bereitete ihnen lebhafte Huldig'in- aeu Born Flugplatz begaben sich die beiden Amerikaner mit ihrem Ehrengeleite zum .Frank­furter Hof", wo am 2tt*enb zu ihren Ehren ein «Seftmabl ftattfand Hierbei feierte Oberbür­germeister Dr. Landmann die Väste. in deren Ra­inen der amerikanische KvMul dankte Anschlic- f»enh besuchten die Flieger die Ausstellung .Musik im Leben der Voller Donnerstag früh begeben fie sich über Hannover nach Bremen, um dort ihre aus Anienka lintreffenhen Frauen zu empfangen

ten Angeklagten, wonach er damals keine Ab­sicht zum Stehlen gehabt haben will, vielmehr sei es nur ein in sinnloser Trunkenheit gemachter . keinen Glauben. Die Berufung

Bon Dr. K Stein.

Seit Oktober 1924 belebt :m Kreisele­ben e ne Polizeioerordnung welch- den kkrkchr mit Fletsch und allen übrigen von Tieren ber- ftammenben Fleischwaren regelt Die ,n der Bet­ordnung erlaftenen Vorschriften gelten in erster Linie für Metzgereien dann aber auch für alle anderen Personen de sich gelegentlich mit Schlachtungen und Flei'chverkauf befaßen, flben- lo gut die betreffende Polizetverordnung für Fleisch-. .Fseifchwaren-. 7Mb* undeilügelhand- lungen <c®,e für alle Geschälte welche im Ae- bengewerbe oder auf Märkten Fletsch und Flellch. waren irisch oder als Dauerware (Konserve i. roh oder zuberettel. feilhalten und verkaufen. Es gehören allo z B. auch hinzu Feinkost- !Handlungen. Speisew.rtschaften und (Rasthöfe. In allen genannten Betrieben unterliegen bc Zu­bereitung die Aufbewahrung, die Abgabe und Beförderung des Fsei'ches und aller übrigen von Tieren herstammenden Fleffchwaren und ebenfn alle Räumlichkeiten und Gcrte, welche der Zubereitung. Aufbewahrung. Abgabe und Beförderung al.er dieser Rahrungsmin.I dienen, der Beaufsichtigung durch die Polizei imb den zuständigen beamteten Tierarzt Kleine Geister mn fchsechtem Gcwi'fen behaupten immer wie­der die Bvrschriften leien nur da.zu da. tHc Gewerbetreibenden, insbesondere d.e Metzger, zu schikanieren In WirNichkeit schützen die wohl- berechtigten Bestimmungen die Allgemeinheit vor gefundheifl.chem und wirtschaftlichem Schaden, und lie große Mehrzahl der Gewerbetreibenden hat an der Schaffung und Erhaltung ordnungs- mästiger Zustände. an der Aufdeckung von Schmutzereien und an der Bekämpfung unreeller Pfuscherbetriebe selbst daS gröhte Interesse 3n vielen Fällen kommt es auch zur Abstellung von Mistständen, die nich' durch böse Absicht, sondern durch Aachläsfigkeil üble Gewohnheiten und Unkenntnis verursacht werden.

Obwohl die Schlachtvieh- und Fleischbeschau in Deutschland auf dem Gebiete der Fleisch- 1 Ipgicne Mustergültiges le stet und in Orga­nisation und TDirfunß von keinem anderen Land der Welt erreicht wird, genügt sie allein nicht, den Verbraucher vor Gefahren an Leib und Leben zu schützen. Zwar sind die von dem Tier

Amtsgericht Wetzlar.

V Elli Kaufmann aus Köln hatte dadurch gegen Y 286 StGB verstosten, dast er im März in Letzlar ohne behördliche Erlaubnis eine äffen!- liche Auslosung von Haushaltuiiqulgegenstunben Deranftaltete Gegen den ihm deshalb Augcgan- genen Strafbefehl über 100 Mk. Gelbstrafe, Hilfs­weise 20 Tage Gefängnis, erhob er Einspruch und erzielte Herabsetzung der Strafe auf 50 M k., evtl. 10 Tage Gefängnis.

Diebstahl bzw. Hehlerei wurde zwei Wetz­larer Einwohnern zur Last gel« ;i Der eine Angeklagte hatte in Wetzlar ein Pferdclummet gestohlen und eS bei dem zweiten Angeklagten versilbert Erstere' war geständig, dagegen gab der zweite Angeklagte wohl den Kauf zu. behaup­tete aber, nichts von dem unrechtmässigen Erwerb des Kummets gemuht zu haben Diese Angabe war diesem Angeklagten nicht zu widerlegen. Da« Gericht sprach letzteren daher kostenlos frei, ersterer erhielt dagegen wegen einfachen Dieb­stahl» 60 M k Geldstrafe, an Stell, einer verwirkten Freiheitsstrafe von 6 Tagen Gefängnis.

ilrae Biedenkopf.

-x. Aus dem Biebertal. 15. Juni Die r u b e Morgenstern", die zuletzt durch ni im .Boten Strauch" erbauten Schacht bo i rieben nur de. niht feit ungefähr drei Jahren.

n Teil her Schacht anlagen, sowie die Draht- eilbabn nach Wetzlar sind damals schon entfernt morden. Runmehr ist in dielen Tagen auch der i 6 r her t u v m abmontiert worden. Der rüber* Stollen der Grube, durch den eftebem Nie Fdrderuiig geschah, ist vollständig eingestützt.

Kundgebung der Iigarrenladeninhaber. ^PD. Der Verband deutscher Z i - garrenladeninhaber nahm auf seiner Ta- aung in Wiesbaden am Sonntag eine Enlschlie- nmg an, in der es u. a. heifti

Der Derbandstag des Verbandes deutscher Zigarrenladeninhaber nimmt mit Befremden und Entrüstung Kenntnis von dem Vorgehen deS v.ei4whnan«minifterxum6 ber der Festfetzuiig der ^erkaussbebiugungen der deutschen liqarctteninbuftrie an den Handel ?er Verbandstag stellt fest, daß die Zigaretten- nhuftdt offenbar bei den Verhandlungen im ?ieichsf>nanzministerium den Eindruck erweckt hat. m ft auch der T abakwarenhandel eine Reform der .inleidltch gewordenen Derhältnisfe un Zigaretten- rewerde erstrebt und gegen ein Eingreifen des UeichsfrnanzministeriumS nichts cintoenhen wird äs ist der Industrie brfannt. dah der Handel die garantierte Durchführung beftimmtcr Anträge zur Grundlage feines Einverstärrdnifses macht.

ber erkannten Strafe von drei Monaten Gefängnis

Ein Arbeiter aus Wetzlar erzielte das gleiche Aefultat mit seiner Berufung gegen daS Urteil erster Instanz. Er war wegen schweren Diebstahls zu fünf Monaten Gefängnis Derart eilt worden. Der Angeklagte, der immer in ber Küche seines Vermieters Wasser holte, würbe beschuldigt, bei dieser Gelegenheit Fleisch und Würste gestohlen zu haben, die bei einer Haussuchung auch teilweise bei dem Angeüagten vor gefunden wurden. Trotzdem ber Angeklagte auch jetzt hartnäckig jegliche Schulb bestritt, ge­langte das Gericht angdichls des erdrückenden Deweismaterials zur Verwerfung der Berufung des Angeklagten.

ixrkaufspreise. Die Industrie hat bestimmte Zu­lagen in der Richtung der Erfüllung vorgenannter Anträge gemacht. Der Handel muhte erwarten dah eine Vereinfachung der Verordnung des ReichssinanzmtnifierimrJ unb die Bekanntgabe neuer Preise solange unterbleibt, bis absolute Sicherungen für bte Durchführung

mann aus Groften-Buseck erfahren, der euren dortigen Vanhtrirt wegen Be.e .ugung ivr- liagi haue Er edeyen nicht, vvwvhl da» ®e- r,ch'. £tunbe au» ihn wartete, unb lieft fein Ausbleiben au<d nicht e-rfchulkigen. Seine Klage mußre daher für zurückgenommen erflärt unb er mit den Kosten belastet werden.

Ein Schiosser hatte einen hidigen Wirt ur.b des'e » Ehefrau wegen Beleidigung oerflagL Der Wir: hatte ihn unter vier Augen zur Rede ge­stellt. we,l er ihm angeblich 20 Mark auS der Kalle entwend,: habe DrittenPedoncn gegen­über hatte <r dies mchl behaupte:, oidmehi hatte der Schlvtscr s- '.bli weiter erzählt, bet Win bube ihn br» Diebstahls bezichtigt, unb den Diebstahl iwkürlich entschieden in Abrede gestellt Da der Wirt sich mit Recht daraus beriet dah er nt W.hrung berechtigter Inicrdscn gehandelt und beleidigen, nahm bider die Klage gegen khn zurück. Die Wirtin dagegen, die zugab.em 6dxr1kr gdagt zu haben er »lebe wutzdcheinlich unter dem Schutz des § 51 StGB d h er könne wracn Geistesstörung für 'eine Tat strafrechtlich nicht ver.rntwkNlich gemacht tverden. nahm hide beleidigende Aeusterung mit bebau cm zurück und zahlte sofort die ihr gegenüber eu'standenen Kosten deS Verfahrens.

Schöffengericht Giehen.

Giehen. 15. 3uni. Zwei Viehhändler auv Rochbarvrten hatten sich Ende A-Äc t'cr 1925 von einer jetzt S?|dbngen Frau zwecir. ?-uf- ttxrtung von Vorttiego» vrder uirgtti je einen Schuldschein ausftellen lassen, obwohl eine .lui- werluna nicht in Frage kam. Das t^ericht b.clt den obicftu'e.i Tatbdtanb des 'Betrugs für er­wiesen . cs sprach jedoch beide Angeklagten frei. 6k;i es nichi für euxuxinNr.f feftgehellt erachtete, dast fie ftch der Rechtstmdngkeii ihres Handelns betmiftt gewesen waren.

Ein Reifender aus der Friedberger < egcnb hatte im April b. I. in Friedberg auf ber Strafte von der .Iudenrepubiik' gdchrien uub die Re.chsfarbcn bdchimptt. In ts r ersten Aeuste- rung erblickte das Gericht aus rechtlichen Grün­den keinen Verstost gegen d^is Republikschutz- gesetz da die Redcuvnbu^g sich nicht au» die Republik als Stantssorm bezögen habe. Wegen der Beschimpfung der Reichssarben wurde aus eine Gesängnisstrafe von zwei Wochen, umge- wandelt in 1 00 Mark Geldstrafe, erkannt: Trunkenheit und begründete Erregung wurden dem Angdlagtcn zugute gehalten.

Sin Schneider au# einem Orte im Bogels- berg hatte sich im Winter 1926 mehrfach au feiner ISjäbrigen Tochter vergangen. Strafe. Zwei Jahre Zuchthaus.

Kunst unb Wisfenfchaft.

iLin internationaler Kongreß für pfychifche Hygieue.

6in juemahciuiler Kongretz für psychische Hygiene soll 2lnfang 2lprü 1929 in Washington stattfinden Sie entschcdenden Beschlüsse sind am 2 Juni 192Z in Paris in einer Versammlung des internationalen Organisationslomitees ge»a(U wor­den. zu der Herr ©eneralfefteläc Elifsord W Beers aus 3ieuhor(. der selbst anwesend war. eingetaden hatte Die Reisekosten wurden von dem Genannien mit Hilfe von Stiftungen ge­tragen Es waren habet 16 nationale Komi­tee» aus Europa mit ca. 22 Delegierten etnge­loben und zwar aus Frankreich Dr. Tou­louse. Dr. Genil-Perrin und Di Roubtnovrtfch. Belgien Prof A Lev Bulgarien Dr. Stephan Danadjtef». Tschechoslowakei Dr. Ladislaus Haseovec Dänemark Pro'. Viggo Edttstianfen. Deutschland Pros. Robert Som­mer und Pros. W Weyganbl. Vertreter Dr. Hans Roe ^er Griechenland Dr. H. Michala- copoulos. Lu rem bürg Dr. Wenger Hol­land Pro» Dr. Bvuman. Ungarn Dr Gustav Olüh. Italien Dr Ferrari. AorwegenDr. Hans Evensen. Pros. Ragnar Vogl Prof. Si­gurd Dahlström. Spanien Dr. Belarmino Rod- rrguez Arias Dr G. E. Lasora. Schweden Dr. Emst Goranson. Sc Alfred Perren. Dr Jos. Lundahl. Schweiz Dr. Refcmd. Ruß­land Dr Xoknftein. Fast alle Smgeladenen waren erschienen. Als Sprachen des internaluma» len Kongresses wurden Englisch, Deutsch. Fran­zösisch. italienisch und Spanifch. letzteres beson­ders auch im Hinblick auf Südamerika, bestimmt. Das Programm um'aftt unter hem 'S amen

Schlachtvieh- unb Fleischvefchau erheblich zurück- tcgangen, es ist aber nicht gelungen bic ge- ährllchen Fleischvergiftungsepibemien zu unter- brücken von benen man immer toiebcc in ber Zeitung lieft. Die sogen. Fleischvergiftungen tre­ten baburdb auf. bah krankes Fleifch ber Beschau Ünterzogcn ober haft flefunh besundenes aus hem langen Weg von ber Schlachtstättc bis zum Verbraucher durch Krankhcitsleime verunreinigt wird. Fleisch ist aufterbem eine leicht verberb­liche Ware, die inancherlei Zersetzungen durch­machen kann, welche Verdorbenheit und Gesund- »eifsschädlichkeit bedingen. Diese leichte Verderb­lichkeit von Fleisch- und Zleischwaren ist allge­mein bekannt. Ihre Llrsache sind die überall verbreiteten Fäulniskeime. deren wichtigste und wirksamste Bekämpfung einzig und allein durch gründliche Sauberkeit erfolg».

Peinliche Sauberkeit ist die erste Pflicht aller her Gewerbetreibenden, die mit Fleisch unb Fleischwaren zu tun haben. Sie allein verhütet hie Uebcrtragung von gefährlichen Keimen uuf gesunbes Fleifch. Leiber herrscht in dieser Hin­sicht nach den bisher gemachten Eriahrung-m noch in manchen Betrieben unb am manchen Gebieten eine verwerfliche Gleichgültigkeit (ge- linbe ausgebrückt/, welche Veranlassung gib!, ein­mal hie Aufmerksamkeit ber Oesfentlichkeit auf bic erlassenen gesetzlichen Vorschriften zu rich­ten, damit nicht die Behörden für Miststände verantwortlich gemacht werden, gegen die sie schon seit Jahr und Tag ankämpsen. Die ge­machten üblen Erfahrungen sollen zunächst nicht näher betrieben weiden, in der Hoffnung, dah dort wo es nötig ist, baldige unb grü.iblichc Besserung eintritt Ganz allgemein fei betont, haft ee weder in bet Stadt noch auf dem Lande genügt, wenn nur die dem Verbraucher zu­gängliche Verkaufsstelle ober bie Gaststube sein sauber gehalten und mit Marmor, Spiegelglas und sonstigen Schikanen ausgestattet ist. Auch hinter den Kulif fen, in den Zuberei-

tungs- unb Xufbetpabrungeräuincn rauft alles einwand'rei sein Dabei »mb (lerne Berbält- niNe dutchau» kerne Entfchulbiaung für Mn» »auberfru Sauber tollen bic Räume hte O.*- fätze und Geräte bic Pertonen und ihre KlcibKt fein

Bei bider Gelegenheit ki neben ber »u fovbmtU lahetlokn Getundsteti bc» -fubern- lnngs- unb Berka ul spertonals auch kmci Finger­nagel gedackx D»e»e finh bet Grah»ndkr *üt d e C-^iuberS-it emoe Jir.'dxn unb tollten fich einer bdonbcrci' Reinlichkeit unb Pflege er­freuen. Dast bc; ber Subc.rtuna unb dem Ber­kau» von .Fiersch und e,e-.'chwaven nich» geraucht gdchnup'i o^vr gar T^vak gekaut werden Der», ist eigentlich klbstverktändlich Dem Käufer ist das Betafte' b<M .Irisches utw verboten aber auch der Verkäufer tollte es nach Möglichkeit umeriafkn So nehme er v B zum Aufheben von Aufschintt unb derglttch.-n ein breite# Tiefkt oder eine Gabel unö nicht bk Finger Hack- fleitch darf kincr leichten Verderbtichtrii wegen jäftrmb ber warmen Jahreszeit von den unter tnc Polizriverorbnung fallenden Betrieben nicht vorrätig gehalten werden tondern ist bei Bedarf stets frifch herzustellen Das gleiche empfiehlt ich für das im Haushalt selbst hei gestellte Hack- sleisch Gtostte Borticht ift am Piave Shc meiften Fleifchvergittunaen treten nach hem Genust ber- borberwn Hackfleisches auf; Verwendung minber- wertigen Materials und Wasterzufatz finh be­sonder» gefährlich. Das Aufbewahren von Fleitch bat freibänaenb zu geschehen. Fledchwaren. welcks- nicht ausgebängt werden können. s,nd auf Mar­mor- G^vlatten unb betgleichen oder aut sauberen Ge'chitten möglichst auegebrdtet aas- zustellen Fliegen und Llngczieser müsse,i mit allen geeigneten Mitteln femgebalten werben. Das MiNicInnen von Hunben und Katzen in Zubereilungs- AusbcwabrungS- unb lkrkauss- räume ist verboten Es liegt Veranlassung vor. euch das faulcnN Publllurn auf diese Dors-christ bdenbet# vinzimeisen

Die LiOrichtungen und Gerate bedürfen elxnt- salls einer guten Pflege unb finh stets tauber uub rostfrei yi halten. Unfaubcrc unb Dorroftete Gegen st anbe fonnen beschlagnabmt und auf Kosten des Besitzers in ordnungsmäßigen Zustand ver- »etzi nerbeit Selbstredend nfulten auch tue zur Vesörderuna des Fleisches und der Fleitchwaren dienenden Geräte, wie Wagen, Handkarren, Mul­den. Schüsseln usw. stets rem gehalten werden. Die Beförderung von Fleifch und Fleischwaren in Säcken ist verboten

Grundsätzlich sollte der Verbrau­cher nie Fleisch zweiselhaster Her­kunft erwerben. Roch heute wandert in bic Stähle manches Stück Fleisch, das her Be­schauer nie zu Gesicht bekommen hat. Unb ein so.verschwicgeneS"Aahrungsmittel, wie Wurst mutz erst recht von gutem Herkommen seinl An reellen Metzgereien-, die gute unb ciniDanbfreic Ware liefern, ist m Stabt unb Land fein Mangel. Genuytaagliches Fleisch ist mit blauem ober violettem, kreis­rundem Stempel versehen. Minderwertiges ober l>chingt taugliches Fleisch bars nur auf bei Frei­bank verkauft werden und trägt viereckige Stem­pel. Untaugliches Fleisch ist mit dreieckigem Stcnipcl gckennzeichnei GenustlauglichesPseri», sleisch trägt einen rechteckigen Stempel von und 2 Zentimeter Seitenlange mit der Ausschi"

Pferd' Gast- und Spcisewirten ist übrigens nach dem Reichssletschbeschaugefeh du- Verwen­dung von Pferdefleisch nur mit Genehmigung bei Polizeibehörde gestattet Auch must in den ®e- schästsräurnen dieser Personen an ei iw in bie Augen sallenden Stelle durch deutlich-^ Anschlag bdonders erkennbar gemacht sein, dast Pferde- sleisch zur Verwendung kommt. Ob dies immer geschieht?

Rachdem seit kern Erlast der Polizciveroid- nung bet ressend beit Verkehr nm Fleisch usw nunmehr fast Drei Jahre verflossen stnb. so haft das Bekanntsein aller Vorschriften wirklich vor­ausgesetzt werden darf, wird kiinstighin bei Vor­gefundenen Mißständen rücksichtslos durchge- griffen werden. Die Allgcmcinl-eit Hal ein An- rechl daraus, für gutes Geld mb nach jeder Rich­tung Hin einwandfreier Ware beliefert zu werden.

der Zusagen oorgetcgl sind. Der Verbands­tag erwarte: von der Industrie, daß sie mit größter Bc'chkcunigung alle ausgesührten Punkte im engen Einvernehmen mit dem Handel durch­setzt Sollte sich der Handel in dieser Erwartung getäuscht sehen, »o ist der Kamps gegen die neuen Preise und besonders auch gegen die Verordnung des RiichSfinan.zminifteriums in schärsster Weise auszunchmen "

Radel aus Gold beftebt Vicllcichr wirr zu er- wägen daß maa an dtekr Stelle einmal um­fassendere Ausgrabungen pormmml.

Mrcte Lauterbach.

la. Lauterbach. 15. Juni. In den letzten Jahren w,rd unsere Iungviehweide nur noch rat Rindern beschickt Al» eine Folge

Kr<»gos zeigten sich kurz nach dem Krieg unter Oem Fohlenheftand Anämie- ersche: n ungen. Dii Sohlen konnten im Herbst ihren Bef'tzern nichi zurückgegeben wer- veri, sondern mutzten av< ler Weide verbleiben 3m vergangen en Jahr wurden nun die letzten Fohlen, bie xum Teil schon Sjäftrig geworden waten, nerftrigrrt Um nicht erneut eine Ör- kranku -g unter dem Foh'.enbestand herbeizufuhien bleibt bte Weide in diesem Jahr für dir Aus­nahme von Fohlen geschlossen.

Vreufeen.

itreie B)etzlar.

t K ros dvrs. 15 Juni Rach wochenlanger Tätigkeit gehen nun die für diefes Jahr vor- adebenen Kanallsattonsarbeiten ihrem Ende entaegen. In Gleiberg ift bte ziemlich steil abfallende Hauptftrafze. bte im Winter bc« starker Vereisung fine stete Gefahr für die Passanten bildete, kanalisiert worden, unb in < ro1 borf die Schulstratzc unb der mittlere eil bet Hauptstraße Somit besitzt der grtbic keil unseres Ort« jetzt die Kanalisation D»e Arbeiten brachten den Arbeitslosen von hier und aus den umliegenden Dörfern für längere kit Beschäftigung. Auch mm Ausbau terfd) Vnrr Feldu'ege konnten Arbeitslok fingrfielU dwften Es ift begrüßenswert, daß man auf iXfk Weise der ArbeitSlvsiakil zu begegnen sucht-

H Aus dem «reife Wetzlar. 15.Juni, kste in der Uortriegnzeit treff! id) orgamfterte

d o n g r I i f d) c »1 c a u t n b it fdie auch in unkrm «rviic in den meiften Orten iftrc Ort»- gruppen befaß fall nunmehr wieder in» Le­ben treten. In den letzten Wochen find deshalb un «nfchlun und in Verbindung mit dem Jahre»- lest 6c» «rei»Dcrbanbc» Beratungen über den ro<t- uren Ausbau der Hilfe gepflogei. worden, zu denen der Lorfuzende, Pfarrer 3d)ött aus Barmen, hierher gekommen war. (ks wäre zu bcarüßen, wenn die legcnsreiche Tätigkeit der Svangelifch.n Frauen-

auf dem Land« bei dem Manu. I an Äemeindefchweftern bic heilende unb oorforgenbe Hraufenpflege ui®. au»geubt hatte, wieder neue Anhängerinnen in allen Gemeinden erhalten würde T'a» schon eingerichtete «aifekin-Augufta-Kranfen. haus m Chringshaufen ift ein Werk der grauen- ftllfe, das-tzi der Vorkriegszeit gejchaffen wurde und auch während des Krieges al» Lazarett biente.

Mreie Marburg.

fch. Marburg. 15. 3unL In ber heutigen Sitzung her Stahtverordnetenver- f a in m ( u n fl wurde eine neue Bier fteucr genebnugt. nach der eine Steuer von 7 Prozent des Hertiellungspie.ies bezahlt werden soll. So­dann wurden 15000 Mk. zur Anschaffung eurer )ll o t o r f p r i h e. deren Rotwenbiakcit bei Brai.b im Landgrafendaus deutlich erwiesen hat. bca>tlhgi Es ist vorgekiien. eine 55-Lv-Motor- spritzc von den Mag,rusiveiken zu er merken. Die Kosten belaufen sich auf 21OLO Mk Es werd ba­nnt gcrechnci daß die Hessische Brandverfiche- runasanftalt >der Anfchaffungskoston trogen

'.rb.

Kleine Straflammer Wetzlar.

12 Ein. Thefrau au» Lützellinden war in erster Instanz Amtsgericht Wetzlar wegen Hehlerei zu 35 M k Gelb st rase an Stelle von sieben Tagen Gefängnis verurteilt worden. Berufung hiergegen war fowohl seitens der An geklagt cn. als auch seitens ber Staat un- waltfchasi cingeUgt worben. Auch biesmal Iah bas Gericht bte Angeklagte der Ihr $ur Last ge­legten Ta» wonach sie etwa 200 Eier, die aus Diebstählen herrührten angetaufl und weiterver­kauft haue, als überfuhrt an unb erfannte auf die gleiche Strufe wie in erster Instanz.

Ein 2lrixn 1 er aus Qlauborn hatte ba» erstinftanzliche Urteil, ba» wegen Fahrrabbteb- stahls auf brei Monate Gefängnis lautete, an­gefochten Das Gericht fchenkic aber den Angaben bes wegen bes gleichen Deliktes schon vorbestraf-