Ausgabe 
16.4.1927
 
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rvct1ervora»4sage.

9u mu 3<Ü fifcnfll ostwärts v.z^cti6cn atlan* k.kchei Jldbrod-^biirv lüfrr<r. immer Ertebtr Der. neu. rjeant^r 2Mrml«ft nach tkm Äxw tirntL Sm letzt Aber TSkleurctM Qe^enM -och wird urj bei nordwestlichen 3>tn>ci nur t>or- ütvt jfixnb Teuerung bringen. während tüi 'Väter an: »ufrreftl! ten £u|tfcr5cmng«n erneute Trübung anb 'ÜDturt-T-erftfr erfrier tu erwarten lt-

»rhr.gc Tcgnltcir.r1rc:-7<rl 2Harwune 11.4 ®rab Se.fius, Minimum 2.4 Grad «Levius. Itu- derfchläg« 1.1 TTfiUimrter Heutige Morgentempe» ruiur 6.0 Grad Mfiui

: e r d o r 6 e r f a g e f ü r Sonntag Teilb Oetlrr teil# cc*(hg. raches kälter, ohne nennenswerte RiederfchHge.

Wettervorhersage für Montag: Zunehmende Brw-Iung. etwas milder and er­neute 'Regeirfälh

Mus der Provinsialhauptstadt.

® leben, den 16. April 192*.

Ostern.

3n diesen Tagen sind zweihundert Jahre verflossen, daß der Siebener Pfarrer Heine ch Theobald Schenck gestorben Ist. Wir wissen nicht mehr viel von ihm: er war 1656 zu Heidel- bach im Vogelsberg als Sohn des Pfarrers Srmon Schenck geboten, bat In G.eße» fluMett. war dann Lehrer am bic'tyn Pädagogium, einer Schule, die ungefähr dem heutigen human!sulche» Gtzrnnafturn entspricht. von 1690 an Pfarrer an der Stadtkirche. 3m Kirchen buche finden Wir über feinen Tod und feine Gestaltung folgen­den Eintrag' .Herr Magister Henricus Xpeo- bald Schenck über die 37 Jahr bey hief ges Statt-Kirche gewesener älterer StaUprediser. welcher den Jbadrcttag Abend In feinem Er ldfer seelig entschlafen und den dritten ültmogi begraben worden, feines Alters 71 Iah« weniger zehn Tag." Diele Tatfachen würden natürlich nicht um dem Manne ein dauerndes

Andenken zu sichern, er hat aber ein geistliches ßieb aedichtet das «4>on lebt früh in die deut­schen Gesangbücher aber gegangen ist und von den Fachgelehrten wie von den Srbauung Suchenden geb riefen wird Die'«- Lied beschreibt das Leben des Seligen im Himmel. Der Dichter fragt: .Der find bte vor Gottes Throne, was das für eine Schar? Jeder träget eine Krone, glän­zet gleich den Sternen klar: Hallelutah fingen all. Toben Doti mit hohem Schall." Dann schil- bert er daS Leben der jenseitigen Dell als e:n Leben ohne Trübsal. Angst und Avt als ein Geben in ungeteilter Demein'chaft mit Gott, und bittet 3efus. auch ihn selbst aus dem Kamps bet Welt in die ewige Herrlichkeit zu sühren.

Ulan wird sich nicht darüber täuschen, daß nicht wenige in unteren Tagen in fr nur den llleberlcb'ag eines frommen Gemütes oder gar einer frommen Phantasie erblicken, aber keinen zwingenden Beweis für die Un­sterblichkeit der Seele und für ein Weiterleben in einer besseren Welt. Indessen, wer für die Tatsachen des religiösen Lebens ein Organ hat. findet darin doch mehr. Schenck knüpft seinen Unsterßllchkeitsalauben an fre Perlon und das Werk Jesu. Aus diesem Wege allein ist das. was man Ofterglauben nennt, zu gewinnen Am Osterfeste redet man von dem Wiedeoerwachen der Hatur. redet und freut sich dieses Aeu- werdens. Die Stimmen der Bbgtl. d e sich wenn bet Lenz nabt, früh vor Tag auf den Bäume« regen, bet April, der mit Sturm, Regenger'.efek und lachendem Scnnenschein wechselt, die grünen Knospen an Baum und Strauch, die ersten Veilchen, das alles macht auf das Gemüt einen Eindruck, bet sich gerade, wenn man älter w.rd, von Jahr zu Jahr verstärkt. Aber man kann mit dem Aufleben der Vegetation nach dem Moder des Herbstes und bet Starrheit des Winter» nicht beweisen, daß der Mensch, wenn fein leibliches Geben zerfällt, in einer anderen Welt eine neue Kreatur wird Man kann mit Kant fagen, daß die Unsterblichkeit der Seele ein Postulat der praktischen Vernunft ist. aber auch dicfe Gcdankenv.'rfrndung kann keinen Men­schen angefichts der Rotwend« gleit. daß er ver­gehen muß. hoffnungsvoll und getroh machen. Wer der Unsterblichkeit der Seele gew ß werden will, muh den Spuren des Gießener Pfarrers folgen und llch an Jesus halten Aus allen uns erhaltenen Veden 3eku leuchtet hervor, nicht nur. daß et von der Wirklichkeit einer unver­gänglichen Welt überzeugt ist, lonberw auch, daß er in dieser W rkftchkeit lebt und daß diele Wirklichkett in ihm selbst in die Srfcheinung tritt. Hierüber hat er Worte geredet, die jeher Kritik standhalten Das Wort an den einen UefrtC» tätet am Kreuze .Heute wirst du mit mir be Paradiese fein? . die Aussprüche' .Mein Aeich ist nicht von b der Welt, ich bin Mr Autsr- stehung und das Leben, in meines Vaters Haufe sind viele Wohnungen", gehören In diele Reihe. Diese Worte getrinnen Gewicht und Bedeutung durch die Tatsache, daß 3du» mit le nen Aus­sprüchen über die aulun'te.-r.ttriifiung feines Werke» Recht betaüen hat. daß zwei Jahr- tau'enhe feiner Wurde und seiner T.nsirkung au' die Menfchheit (rnen Abbruch tun konnten u".b .ast feine Geivla'<iast von Jahrhundert < Jahrhundert größer wird Bon diesen 8rWägun­gen aus bekömmt brr Glaube an seine Auf­erstehung Stütze und Fundament.

Der W-Niemberger Man in Lang hat m fesselnder Fonn^iein« Kn^gserlebnille bdchne- den Ot hat deN^,Vormarfch an bte Maas und bte Kämpfe um t bte Maasbesest gungen mit- gemacht An einem «säuerlichen Abend, als bn» feindliche Feuer sch..' eg. ging et langt mit einem Kameraden auf und ab. beide sprachen über bas. was bet Shrist die .letzten Dingt" nennt, über Tob und Auferstehung Der Kame­rad wurde später von ihm getrennt, eines Tages la» er in bet Zeitung feine Todesanzeige, et war vor dem 5dnbe gefallen Unter der An­zeige war daß Wort aus dem Briese des Apostels Paulus an die Admer oermettl: .Aon w r beim l.nb gerecht geworden durch den Glauben, fo toben wir Jr rben bft 9ott durch unteren Herrn Id um Tßristirut. Durch welchen

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Urberall sehen w r neben dem nie ganj auegt- lila i sich heute mir früher rührenden oinn des PruH.ten für H leist und Ordnung, für Tüchtigkeit und Pflichterfüllung in steigendem Maste die Gr- tenn'n'» da st. wie für den einzelnen so für die (Hflamthrit nicht nur Sdjnttbalten im alten Tempo. Ioniern btl i.leunigte» Dorwärtskommen nötig ist, lind d.tst uni die» nur von der Auswertung unserer qeiftl.-'rn stralle gewonnen werden rann. Al» ein er- Neulicher Zeichen hierfür darf da» Bildung»- bestreben der Deutschen Beamten- idjafi gebucht werden- Verwaltungsakabemlen, ^ortbllbungeturte. Lehrgänge allgemeiner ober be- fonbercr Art werden von b»n Beamten aller Kate­gorien al» eine notwendige Ugänzung der im Be­ruf selbst möglichen und notwendigen Weiterbildung anertannt Also auch hier wie überall eine Befruch­tung der Traft» durch die Wissenschaft.

Fast noch wichtiger ist e» aber. In diesem 3u- farnmenbang auf eine Entwicklung hinzuwdsen, die sich deutlich abzeichnet tmb von der man hoffen darf, daß sie immer mehr zum (Bemeinout be» wirtschaft­lich tätigen Bolfee wird. Da» ist bte oben al» zweite Parole bezeichnete Unterordnung de» ein­zelnen mit seinen primär egoistischen Zielen un­ter da» (B e I a m t x 111. Gewiß sind wir von der ürreichung diese» Ideal» noch weit entfernt. Auch kann hier die» grostk Problem nicht methodisch an- gefaßt und beleuchtet werden. Aber, wenn man nach Ansatzpunkten für ein neue» Derben aucschaut, bahn nimmt man mit Befriedigung Renntni» von Aeuste- dingen namhafter Manner be» deutschen wirtschaft­lichen Leben», die sich zu solchem Ideale bekennen.

innert sei an fr« Gew.nmrng M «ntbehr- ItAm St'ckst-fLünger« aus dem uned^tHntyr Vorrat der Atmolphäre mittels ebener Verfahren. 6k Deurfchiand von der «ir.'uhr von

>qH unh w billigewn Pfeife amc 2kr'ua-ng Hdlen als vor dem Äreg aroäfrDt fei auch btt nunmehr technisch gangbare Weg. durch Hvdne- runa der Ml« flüssige D^u'toffe zu «wHnen als "vollwertigen Spatz für bu bisher fast au*- 'chiießllch eingdührt-n örböfc

lieber all werden die natürlichen Grünst- lagen unsere» Leben» ton engen Kaum untere« yanbei erweitert. Lei e» durch rationell« Au^ Rtttung aller un» xur «edügung fiependen straf»« arte der Wasserkraft,.

Rüstung unserer ftodsto ii. a. an bte fr der Ünlwickluna bei cxr-argnuBg z- denken ift Übens ♦ahiuDem Gebiet durch Äulfimeruniwirteiien. die auf bisher oöe.n Moorland die Ansiedlung von Landwirten und Gärtnern ermöglichen. Die er- toÄnlfn Beispiele. di« au» einer Hülle ähnlicher heraus-«griffen smd, zeigen. u»elche Möglichkeiten un» für bi# Zukunft offen flehen.

flbtr auch In einem anderen Bereich unterer wirtschaftlichen Betätigung ist da» Vordringen rano- naler Gelicht-punkte ein M«rkm<ü unserer öetL 3ft doch das «ortK a 11 o n a l i s i t r u n g geradezu ein Sammelbegriff der Gegenwart gemorben. uxluften Sinn« Darf man darunter die Beherr- ichutw eine» Sirtid>oft»betricbe» durch allgemeine Prfnupien verstehen, di« den Sirfungegrab der in dem Betrieb tätigen Faktoren bis -um äuhedten steigern. Dies« Prinzipien find aber Graebnifse theo­retischen Durchdenken», finden ihr« Sufommenfa - lung In neu entwickelten Zweigen der «issenlcha t und versprechen bei allgemeinerer Anwendung ote - gern na der Wirts chafüichkeit. Verbilligung der Selbstkosten. Senkung»mSglichkeiten der Preis«, von besonderer Bedeutung ift e». dost die Notwendigkeit immer mehr anerkannt wird, den einzelnen Betrieb non «einen besonderen, allerlei Zufälligkeiten unter- roarfenen Arbeitsbedingungen und Methoden looju- lolen; mH allgemein gültigen Begeln werden die Be- h3rrunfl»t«nbenwn. die am systemlos Gewordenen haften, brfämpft. Hier lei nur auf den 'ich immer mehr entwickelnden Arbeit Bereich be» Kurato­rium» für Dirlschastllchkeit hinaewiesen. da», von der Onbullrie auigehend, seinen Wirkung»- frei» auch aus die Landwirtschaft au-zudehnen im Begrih steht und dessen Dirken in den Arbeiten iur Reform de» Bebörbenbetrtebe» sein« Parallele findet.

durch innoolie flu» \t, wie der stahl«, wobei auch *arilfene (Beilern- so auf lanbtDirt

So sagt in einem politischen 3d)rbud) ein führender und zur Beobachtung der Gesamtentwicklung beson­der» berufener stopf unserer Wirtschaft, dost die strieg»sahr« nicht spurlo» voruberg»gangen seien in bezug auf die innere Glnftelluna der von Wirts chaft»organi»men umfastic.i Menschen. In vielen denkenden Äöpfcn sei b.i» Bewusttsein hasten cebhebfn dast auch wirtschast'.iche Organisationen für ihr Tun dem Volk moralisch haftbar seien und dost her Dienst am Baterlonde den wirtschaftlichen Bedarf adele.

Do laich« Gedanken bei un» ihren Ausdruck fin­den. ha knüpfen sie vielfach an einen Vortrag be» bekannten Engländer» flenne» an. den er im Bommer 1926 in Berlin gehilten hat Denn von ihm. bem ..I .lissez-liirc**, da» Todesurteil gesprochen wurde Io sehen wir In den stüpfen auch unserer Dirtschasislührer den Reim zu 3Ven und Gedanken- gänpen. die sich sür da» Derhälmi» von Wirtfchaft und Stanl b h. der organisierten Dolksgef imcheil. noch autzerochentlich sruchtstar erroeikn kSnnen. ilübrlt doch ein anderer deutscher Wirtschaftler erst in einem vor wenigen Wochen gehaltenen Vo trag auf Einlastung der Bereinigung für ftaatswlsfen- Ichaftliche Hortbllbuna in Bertil den Gedanken au», baß bte Verantwortlichkeit für den einzelnen Be­trieb ni,*'t mehr wie Im trüberen Sinne pdootmlrt- schaltlich mifgesaßt werden kvnne. daß vielmehr der Betrieb lebten (Tnbe» nach der Tendenz geleitet werden müsse Staat und Boll über das privat- wietschi'tlich, Ontereff«!

.Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch 'oll zugleich Dienst sein für ba» Gemein« Belte' 3o fehl «» geschrieben im letzten Absatz be» 153. Ar- IM» der Verkostung be» Deutschen Ae.che» vom U. August 1919 Und weiter un 161 Artikel: Jeder Deutsch« hat undefchobet feiner per- Snlfchen Freiheit di sittlich« Bsticht. seine geistigen und körperlichen ströfte Io zu betätigen wie e« da» Sobl der Kefamthelt fordert' Tiefe cäße nid alten rechtlich nur ein Trogamm «Icht bur* cte- brxben« Gesetz«, nur burd) den sich frei entwickeln- **rn Willen de» tielfe» kann dieses Brog ramm zur Wirklichkeit werden (Jin Volk ober, do» sich wie Mr faden, immer mehr zu bleiern Beogran,m durch ein Handeln bekennt, kann nicht untergehen, wird elmebr aus seiner Onilebrigung au» eigene - straft Heber auserftehen Da» darf unser, Oftfrbnll .mg fein.

Btiltguna des scdwetzerisch- rusflschen fionflihts.

Ak os ka u. 15 April iWTBi Telegravsto agentur der ffcfc>ktunioa Das Doll»' mm^'aria: für Auswärtiges veröNentltcht ein c-on dem' ietbotfchafter in Berkin. ÄtellB* H wb br^-

Mw, nmiiAtn Gesandten w Texfi* Dr » fen ach ( unterzeichnetes PTrrtokcll üfrrr fre Beilegung des Koaflikt es zw chen der Sosfetunton und der Schweig.

Die Abrüstungskomödie in Gens.

Berit». 14 April (Dollf.) Die .Deutsche drpiomatifche-pel'.tifch« storrefpoadene" wtdmet dem bisherigen Srgedm» der Genfer Ver­handlungen ein Sazit in einem .Dre 3b- rüstungskonferenz" betitelten An.k I bet au fol­gendem Schlüsse kommt Die malen eilen ckrg-b- nÜfe der ersten Lefung des Abrüstungsprogramms sind recht wenig ermutigend. Ss 'st außerdem orunfraMtd) festzusteNen daß -nan von dem eigentlichen TTterra. wir es durch die Boi- kerbunds'atzung und den Berialllei Lertrog ge­stellt tft. immer veiler abkam Aus der Abrüstung ist eine Aüftungsverm>vderong: aus der Aüstung-^ermiÄderung eine Rüstungs­begrenzung und aus der Ruftungsb«gren«ing schließlich eine einfache Bekanntgabe des Aüftungsprogramms geworben. Dom deutschen Standpunkte aus ist feftzustellen. daß wir unter Angleichung der Rüstungen die Herad- feyung des Rüstunasftandes der eyemol gen Sie- aerftaaten in dsm Derhäftnis verstehen, daß sich diese Herabsetzung der durch die Präambel zu Teil 5 des Versailler Vertrages als beispiel­gebend durchgeführten deutschen Abrüstung an­nähert. Die deutschen Interessen decken sich zwei- fellcs am engsten mit dem wohlverstandenen In­teresse der Gesamtheit der Rationen. So skeptisch im Augenblick auch die Aussichten beurteilt wer­den. cd muh doch festgehalten werden, daß ein Problem gestellt ist und nicht mehr von der Tagesordnung verschwinden farm.

Paul Boncour bei Briand.

Paris. 16. April <WT2. Zunkspruchs .Heut)ort Herold" glaubt berichten zu kSnnen. daß Minister Briand gestern den sranzdsischen Delegierten beim vorbereitenden Ausschuß für die Abrüstungskonferenz. Paul B o n c o u r. auf« gefordert habe, er möge beim Wiederzusammen­tritt des vorbereitenden Abrüstungs-Ausschusses in Gens am Donnerstag nicht aus der inter­nationalen Rüstungskontrolle be­stehen. weil diese Frage in direkten Be­sprechungen zwilchen den Regierungen noch nicht genügend erörtert worden sei.

Italien und Jugoslawien

Angebliche militärische Vorbereitungen Belgrads.

ft o m . 16. April. (WB Agenzia Etesani.®ior- nale d'Itolia hat au» Belgrad neue Informatio­nen über mtlitä r i | d)e Vorbereitungen Jugoslawien» erhalten. Die der Korrespondent de» Blatte» berichtet, lasten diese Vorbereitungen vermuten, daß Jugoslawien dcadsichtigt, sich inner­halb eine» bestimmten Zeitraumes auf einen mili­tärischen Aktionsplan großen 6Hl» oorjubereiten. Au» den Nachrichten, die der Korrespondent in maß- aebenben militärischen Kreisen gesammelt hat, geht hervor, daß

der jugostawisch« firiegwmlalfler einen nicht Im

Budget vorgesehenen Kredit In Höhe von 800 Millionen Dinar zum Ankaus mililärischer Aus­rüstungen und Fußbekleidung eröffnet hak.

Außerdem sind tn den letzten Tagen weitere Waffen- und Munittonskäuse getätigt worden. In Gravvfa in Dalmatien sind beträchtlich« Wengen Kriegsmaterial, die aus einer staat­lichen Fabrik In Lüttich stammen und in Holland verladen wurden, eingetroifen. 2s handelt sich um 156 Kisten mit 27 832 Mauser- gewehren. 27 Kisten mit Maschinengewehren und andere Kisten mit sonstigem Material. Die iugo- slawischen Kricgsmaterialkäuse erfolgen größten­teils durch ein Konsortium, von dem eine füh­rende Persönlichkeit sich in Paris aushält. Wie der Korrespondent erfahren hat. steht dieses Konsortium in Derhandlungen mit französi­schen Firmen wegen des Ankaufs weiterer

X) Gewehre mit 120 Millionen Patronen. Wie der Korrespondent weiter mitteilt, .st die jugoslawische Regierung im Begriff, mit einer spanischen Schissbaugeselllchaft einen Dertrag über den Ankens von Torpedo­boot s V* r ft b r c r n mit großer Wasserverdrän­gung abzuschließen. Auch dauern die mili­tärischen Borbereitungen an, und zwar nicht nur an der albanischen Grenze. Im allgemeinen, fo bemerkt der Korrespondent, kann man behaupten daß auch längs der jugollatortschen Südgrenze Vorberei­tungen im CPanac find

2s scheint, so fährt .Giomale d'Italla" fort, daß die von den jugoslawischen Militärbehörden angttoorbcr.cn russischen und albanischen Emigranten ausreichen, um bewa srete Ab­teilungen in einer Stärke von 2500 bis 3.00 Munn au bilden. Hine regelrecht ausgerüstete Abtei­lung von 1003 Mann war an bte albanische Drenze entsandt worden, um eine Aktion einzu- leiten. wurde jedvch nach den italienischen 2nt- büllungen aus FurHt vor einer Untersuchung In das innere Serbien zurückgezogen unb auf verschieden« lAmlgranten-Konzentr it onsla^er per- teilt Der Korrespondent berichtet, daß ein alba- nischer Führer, ein gewisser S a n t o i a. nach . usgedehnten Besprechungen mit den politischen und militärilchen Behörden in Belgrad an die albanisch« Grenze entsandt wurde, um die Lage studieren und bewaffnete Banden zu organi- iirren, sowie deren etwaige Verbindung mit dem Innern Albaniens herdetzuführen.

Eine Anfrage an Musfolini.

Rom. 14 Avril iWD) Der Abgeordnete aui Dalmatien gebürtig, richtete an den Pvasidenten der Deputiertenkammer eine An- ,n t*1 «r vom Premierminister und vom Minister des autoitilgen zu willen verlangt ob es nicht angebracht wäre gegenüber jablrri- 4xn utber I ce langen von Verträgen k' " rch Iugsflowlen »am Schaden Ita­liens und der Italiener Nrn Bert rag von ftapal.v und ander« Verträge mit Jugoslawien taltenifcherfetts u kündigen

Mussolini gebt In Oftcrurlaub.

<DB « MmssvUnl ist deute ruh nach Walin nd abgerHl un einige mit Mner $*wV.< tn ^mrr " tla m bet Umgrenng w TT - t<wb <u oe rieben

Spanischer Kadinellsral über Marokko.

Madrid. 14 April. «WTB Primv be jt i o e r a hat fre in Madrid anw^enten Mini­ster um 7>; Ubt zu einem Kabinettsrat ^ixtammengeTuftr. Weiter ball« Primo d« Rivera eine tetephonilchr Uni.rrefring au General Sanjurjo der chm mitlrdl«. daß fre Lage in Marokko sich leicht geheuert habe. Mehreren gUairugen sei es jungen auf za- steigen und fre vorgerückten spanischen S eilungm, von denen man obrx Rachricht gewesen war. zu überfliegen. Sanjurjo war der Anftch«. daß Verstärkungen aus der Hauptstadt n-.chr nötig eim Trrnfrm hat fre Regierung vorsichtshalber ihre Befehle aus Dorbereitung von 8t- peditionskräften aufrecht erhalten

Rach Meldungen aus Tanger fol. der Führer der gegen Spanier' auf ständischen Stamme. Lbamlisch > von den Spaniern ^efangrnae- nommrn und fern Bruder bei Öl Miriam um- z'ngelt worden sein

Regierungskrise in Japan?

London. 16. UprtL (VTB Funkfpruch.) Der Änr-elponbenl derTimet" In Tokio meldet vorn 15. April: Der Ausschuß oe» Geheimen Staatsrat», der den Vorschlag der Negierung prüft, der Taiwan-Bank, di« bauprtärtu'id) von den finanjieUen Schwierigkeiten der Suzuki-Gesellschaft in Mitleidenschaft gezogen ift. einen Vorschuß von 2>M> Millionen Yen zu gewahren, beendete heute cbenb leine Sitzung ohne seinen Beschluß bekannt- zugeben^Nach den Mickeilunaen eine» Lusichußmit- flliebe» hat der Ausschuß beschloflen. den Vorschlag xu verwerfen. Der Vorsitzende be» Ausschüße» luchte Den Premierminister auf und gab ihm den ftat, den Vorschlag zurück zu ziehen. Ter Äorrefponbeni fügt hinzu daß mit dem Rücktritt der Regie­rung zu rechnen sei, ba diese der schnellen An­nahme ihre» Plane» die größte Wichtigkeit beige- messen habe.

Bayerisches Verbot einer kommunistischen Kundgebung.

München, 16. April. <WTB Funkfpruch j Wie die .Kommuniftifchv. Reue Zeitung" meldet, hat die P ol Izel dl r ekt i on München die Dom Rußland-Komitee München am Freitag. 22. April, geplante Massenkund­gebung .gegen die Krieg-Provokationen gegen­über Sowjet-Rußland" verboten und den An­schlag. der die Versammlung ankündigen sollte, nicht genehmigt. 3n der Begründung wird aus­geführt, die Versammlung biene dazu, das von den Kommunisten erstrebte Ziel der gewaltsamen Beseitigung der gegenwärtigen Staatsform vor­zubereiten

Aus aller Welt.

Kommerzienrat Xlafing t

Die aus Bielefeld gemeldet wird, ist dort der bekannte Verlazisbuchhändler Kommer­zienrat Johannes Kia sing, der Seniorchef der VerlagsbuchhandlungWDelhagen 4 Älafing in Bielefeld und Leipzig In der Rächt zum Kar­freitag Im 81. Lebensjahre gestorben Der Verstorbene, der gebotene« Bielefelder ist und in seiner Vaterstadt das Ddmnaslum besuchte, erhielt seine buchhändlerische Ausbildung In Bar­men und Würzburg, wirkte späte« längere Zeit in Leipzig und wurde 1874 Teilhaber. 1867 Seniorchef des Hauses Delhagen 4 Klafing.

Denkmalsschändung in Berlin.

Zum sechstenmal wurde, wie aus Berlin gemeldet tfrrb, in der Rächt zum Karfreitag das Gesallenendenkmal in der Königgrätzer Straße vor der Kirche der Thristusgemeindt von Buoenhänden besudelt. Da bisher jedes­mal in der Rächt vor einem höheren §e ertage die Verschandelung des Denkmals vor sich »gina hatte das Kommando der Schutzpolizei ausdrück­lich angeordnet, daß die Patrou'llen besondere TUdmedfamfeit aus das Denkmal richteten Um 5 Uhr morgen» harte die letzte Streife das Denkmal unversehrt gesunden 15 Minuten später lief aber schon die Meldung ein, daß das Denkmal wieder mit dunkelbrauner Farbe über und über beschmiert war Die Grm'.ttelungen sind im Gange.

Schwerem Unwetter über Leipzig.

Am ÄarfreitaaDonnitldg entlud sich über Leipzig ein seh« schweres Gewitter, dessen Bltfr mehrfach einlchlugen und erheb­lichen Schaden annchtcten In veipzig-Thon- berg traf der Blitz den Schornstein eines Haufes, der auf die ©trabe stürzte. In Leipzig-Lindenau wurde de« Turm eines Haufes vom Blitz ge­troffen. Ferner Ichlug der Blitz in den Schorn­stein der Branbttchen Ziegelei in veipzig-Sohlls. der in einer Länge von 7 Meter zerrrümmen wurde. Personen wurden nicht verletzt.

Zwei Zische« ertrunken.

Aus Glbing u i:b gerne! et Drei Fi'cher aus T o l k e m 11, bte am Donnerstag zum Fischen ausgefahren waren, schlugen auf dem Rückweae im Sturm mit dem B. ote um. Während ein Fischer gerettet werden konnte, sind 7ie beiden anderen ertrunken. Ihr« Leichen kannten noch nicht gesunden werden.

58 Stück Vieh verbrannt.

In Abwesenheit des Besitzers und toährend fre Leute auf bem Selbe waren, brannte nach einer Meldung aus Flensburg in Auen - bült ein Hof gänzlich nieder Dabei verbrannten 58 Stück Vieh. darunter 26 Milchkühe Der große Schweinestall mit 400 Schw« nen konnte gerettet werden

Groß feuer In einer rumänischen Stobt

2us Bukarest wird a< meldet In der Qtafri Wuhufi an der Molda brach «in Vrand aus. der infolge des starten Windes rafch um sich griff, fo daß 200 Häuser In flammen standcn Der Sachschaden wird auf 40 Mill Lev geschätzt.

Lin neuer Pauerflngretorb.

Aus Washington wird gemeldet: Die Flieger A c o st a und Lbamberlaln sind nach eine« «lugbauer von 5l Stunden 12 TH i r auf einem Balam.-Eindecker Qtlanbet. Sie haben damit einen neuen Dauerfl-grekord auf- Otlffit

Crbbeben tn CNtit.

Santiago d« Thil«. N April. IWolft } Sxtur früh wurde hier ein Erdstoß ^abr- genommen Mehrer« Gebäude wurden beschädigt Aach dem pfrizeiUchen Bericht wur^n sieben ?«tf »nen getötet und 55 »erregt Das .

***" wurde auch in Buenos Arres ^edfrir: 1

Ccharlachbero toelflctbrano

J unb fein andrer.