Ausgabe 
16.3.1927
 
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n unterhaltenden Momenten fehlt es mcf)t; ^inderszenen und gut gelungene Landlchaftsbilder beleben den Film wirkungsvoll.

Der zweite Film nennt sich: »Die ungleichen Brüder". Dieser Film ist vom brandenburgischen Provinzialmilchausschuh unter Leitung der bran­denburgischen Landwirtichaf^slammcr und un er Mitarbei« des Reichsmilchausschu'ses durch die Werbeabteilung der Ufa hergestellt. Ms Sach­bearbeiter zeichnen Tierzuchtinspektor Schmieder und Molkereiverbandsdirektor Lce sig. In diesem Film sind die Rachteike eines unsauberen. Der» nachlässig'en Gatsbetriebes mit vorherrschender Milchviehhaltung und die Vorteile der einwand­freien Milchgewinnung mit ihrem Einfluß auf das Gedeihen der Gelamtwirtschaft klar heraus­gearbeitet. Daneben erfolgen Hinweise auf die Bedeutung der Steigerung der Milcher?.ugung und Verbesserung der Qualität von Milch und Molkereiprodukten im allgemeinen. Vermittels einer wohlgelungenen, durchgehenden Spielhand­lung wußte der Regisseur QI. Troy diesem Lehr- und Propagandasilm ein besonders wirksames Gepräge zu geben.

Wirtschaft.

Weiterer gufluh

von Auslandsgeldern?

-Vachbem durch die starke Beanspruchung des Kapitalmarktes in den letzten Monalen die Dor­ratskapitalien zum größten Teil aufgebraucht worden sind, erhebt sich die gewichtige Frage, ob der inländische Kapitalmarkt genügend Mittel zur Verfügung stellen kann, um die Emissionen, die die allernächste Zeit bringen muh, aufzu­nehmen. Die Emission der Re.chsanleihe hat, wie man sie auch sonst beurteilen mag, entschieden zu einer Klärung am Geldmarkt geführt insofern, als die Rotwendigkeit, mit dem vorhandenen Kapital sparsam und produktiv zu arbeiten, nicht mehr durch die am Geldmarkt herrschende über­große Flüssigkeit verdeckt wird. 3n den Kreisen der Großbanken ist man der Olnsicht, daß nur durch weiteren Zufluß von Ausland- g e l d e r n der inländische Kapitalmarkt keine stark reduzierte Olufnahmesähigkeit erhalten kann. Be­merkenswert sind für diese Erfordernis die Oleußerunge» des Präsidenten des Kuratoriums der Preußischen Hypotheken-Aktien-Bank. der so­gar für einen Zinsschuhzoll eintritt. Wie weit neue Wege in der Geldpolitik beschritten werden müssen, auch nicht nur struktueller Art, hängt von der Gestaltung des Quartalsultimo ab. Dann wird auch entschieden werden können, wie weit und in welchem Umfange die Heranziehung ausländischer Gelder notwendig bzw. zweckmäßig ist. Die Zweckmäßigkeit geht allerdings nur zum geringeren Teil aus der Tatsache des Bedarfs hervor. Ausländische Kredite müssen inflatorisch wirken, wenn nicht eine Steigerung der Produk­tion. des Olbsahes vorhanden ist. Mit anderen Worten, ein Plus des Geldumlaufs durch den Zustrom von Auslandgeldern muß mit einem Plus auf der Urnsatzscite der Wirtschaft ver­bunden sein, damit diese Gelder auch wirklich produktiven Zwecken zugeführt werden. Jeden­falls scheint uns die Zeit, in der die ausländische Kapitalhilfe auch über das unmittelbare Be­dürfnis hinaus in Anspruch genommen wurde, vorüber zu sein. Das beweist eben die Klärung der Verhältnisse am Geldmarkt.

Devisenmarkt Derl'mFrankfurt a. M, Telegraphische Auszahlung.

15. März.

16 März.

Amtliche Meld

Noti rung Briei

Amtliche

Geld

Dotierung

Brief

168,41

168,83

168,45

168,87

Buen. Aires

1,778

58,61

1,782

1,781

1,785

Brss.-Antw

58,65

58,61

58,65

(Eönftiania

11)9.91

110,19

109,75

110,07

Äopenbaflcn

112,13

112,41

112,20

112,4X

Stockholm

112,60

112,88

112.61

H2,9a

Hellingsors.

10,593

10,633

10,69$

10,633

«fallen . . .

19.19

19.23

19,11

19,15

London. . .

20,424

20,476

20,429

20,481

'Jtemror! . .

1,208

4,218

4,208

4,218

Paris....

16,47

16,51

16,465

16,50..

Schweiz . .

80.985

61.185

80,99

61,19

Spanien .

72,96

73,12

72,61

72,79

Japan . .. Wo de yan

s.oti

3,075

2,074

2,078

.497

>.499

.197

1.499

Wien in D Ceft. obaeft

69,24

19,38

59,22

69,56

Prag ....

2.461

12,506

<2,461

12,501

Belgrad .

7.392

7.412

..396

7,416

Budapest. . Bulgarien

73,49

73,51

73,4*

73,92

3,045

.,055

..045

3,055

VlfTabon

0,665

21,605

21,60

21,65

Danzig. . .

81,18

81,68

81,48

81,68

Konstantin

-,104

,114

2,11

2,12

Silben. . .

5,41

5,43

5.41

6.43

Tanada

4,199

4,209

4.199

4.209

llrn.iuat) .

4.235

4.245

4,235

4,215

Cairo

-0.954

I 006

20.954

-1,006

Banknoten.

Berlin. 16 März

(Seid

Briei

Amerikanilche 'Jloten . » .., nelgische Noten........

Dänilche Noten ....... Englische Noten........

Französische Noten ...... Holländische Noten ...... italienische Noten......

Norwegische Noten......

Deuilch-Oesterr.-ioo Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten . . . . Schweiler Noten ..... Spanische Noten......

Uchecha'wwalische Noten llnoarndjc Diolen

Reichsbanldiskv Lombardzinsfuf

4,192

58,13

111,83 .'0,401

16,475

168.03

19,35

109,58

69.15

2,56

112.3" "0.89

72,91

42.438

73.27

it 5 Prozen 7 Prozen

4,212 68,73 112,39 20,501 16,555 168,87 19,45

110,12 59,46

2.6a HZ. 86 81,29 73.27 12.498

73.63 t.

.

' Frankfurter Bank-Verein Ql.G. Die Generalversammlung genehmigte in An­wesenheit von 7C des Aktienkapitals den mit» geteilten Abschluß für 1926 mit 10 Prozent Di­vidende. sodann die Erhöhung des Qlttienkapitals um 0,4 auf 1 Mill. AM. mit Bezugs recht für die alten Aktionäre von 3:2 zu 110 Prozent. Die 90 000 AM. Aarnensaktien wurden in In­haberaktien umgewandelt. Wie wir erfahren, ist der Antrag auf offizielle Börseneinführung der Qlltien nach Durchführung der Kapitalerhöhung zu erwarten.

Lehren -er Leipziger Frühjahrsmesse.

(Von unserem Leipziger Wesseberichterstatter.-

Die vergangene Woche stand völlig unter dem Zeichen der Leipziger Frühjahrs­messe, die diesmal in ganz besonderem Maße die Aufmerksamkeit auf «ich zog, sollte sie doch den Beweis erbringen, daß wir tatsächlich in einem Konjunkturaufschwung stehen, daß die deutsche Industrie in ihren Aationali ierungs- rnaßnahmen bereits so weit fortgeschritten ist, um einen sichtbaren Erfolg einzuhrirnsen. Man kann jetzt sagen, daß die Leipziger Messe diese Erwartungen erfüllt hat. Keine einzige der Branchen, die auf der Leipziger Messe vertreten waren und es gibt nahezu kaum noch eine, die dort nicht vertreten war. namentlich auf der Frühjahrsmesse, auf der die technische Messe eine wesentlich größere Volle spielt als aus der Herbstmesse klagte über unzureichendes Geschäft. Recht viele dagegen sind mit dem Er­gebnis, das ihnen Beschäftigung auf Monate hinaus verschafft, zufrieden. Das bekannte Lied von der Konkurrenzunfähigkeit Deutschlands ge­genüber dem Ausland hörte man kaum noch. Dank der umfassenden Propaganda des Leipziger Messeamtes und wohl auch aus dem Gedanken heraus, daß Deutschland wieder so weit sei. um der Geschäftswelt der ganzen Welt etwas zu bieten, war diesmal der Ausländer-Andrang ganz besonders groß, und man dars mit Be­friedigung feststellen, daß viele nach der In­flationszeit abgerissene Fäden mit dem Aus­land wieder angeknüpft worden und neue Ver­bindungen juftanbe gekommen sind. Daneben hat sich die Vermutung auch als richtig erwiesen, daß infolge Hebung der Umfaße und zum Teil auch wohl infolge der durch die geldliche Lage bedingten Zurückhaltung mancher Käufer im 3n- lande. sich ein großer 3nlandbedarf zur Auf­füllung der Läger bemerkbar gemacht hat. Dies gilt insbesondere von der Textil-3ndustrie, die diesmal erneut ihre Messefähigkeit bewiesen hat. War doch der Verkehr auf der Textil-Messe in diesem 3ahre so rege, daß sich die Aotwendig- keit herausstellte, die Textil-Messe. für die ur­sprünglich nur vier Tage vorgesehen waren, um einen fünften Tag zu verlängern. Aehnlich liegen die Verhältnisse bei der Schuh- und Leder- 3ndustrie. die auf den letzten Messen besonders schlecht abgeschnitten hatte.

Die diesjährige Leipziger Frühjahrsmesse hat das 3hrige dazu beigetragen, um die Verhält­nisse im deutschen Messewesen zu klären. Der Streit, ob in Deutschland nur eine oder mehrere allgemeine Mustermessen gerechtfertigt und zweck­mäßig sind, kann jetzt Wohl endgültig als zu­gunsten Leipzigs entschieden betrachtet wer­den. Von der Rotwendigkeit einer Arbeitsteilung zwischen den einzelnen Messen hort man nichts mehr. Die Wirtschaft, die einzig und allein diese Frage entscheiden durfte und konnte, hat sich so offensichtlich für Leipzig entschieden, daß dem­gegenüber die Lokalinteressen, die vielfach mit mehr Worten als Überzeugungskraft geltend zu machen versucht wurden, völlig in den Hinter­grund treten. Hörte man noch im vorigen Jahre einzelne Stimmen aus 3ndustriekreisen, die eine Dezentralisation befürworteten, so hat sich jetzt doch das Ausstellungs- und Messeamt der deut­schen 3ndustrie unzweideutig für eine-Zentrali­sation in Leipzig eingesetzt. Es konnte wohl auch gar nicht anders, nachdem fast alle 3ndustrien, die überhaupt ein 3ntereffc an der Messe haben, sich nur für die Beschickung der Leipziger Messe ausgesprochen und sogar teilweise ihren Mit­gliedern Zwang auferlegt hatten, nur auf der Leipziger Mesfe auszustellen. Damit ist vielen Ausstellern ihr Entschluß, sich künftig auf Leipzig zu beschränken, leichter gemacht worden, waren es doch vielfach nur Prestigefragen und Kon­kurrenzangst, die die Aussteller gegen ihren Willen zwangen, mehrere Messen zu besuchen. Der Rückgang, der bereits im vorigen 3ahre in den Ausstellerzahlen auf den anderen Messe- plähen eingetreten ist. und der sich wohl auch

noch weiterhin bemerkbar machen wird, falls die betreffenden Plätze nicht von sich aus ihren Messe­gedanken aufgeben, spricht eine deutliche Sprache. So ist in Frankfurt in der Frühjahrsmesse 1923 die Ausstellerzahl gegenüber der Frühjahrs­messe 1925 um weit mehr als die Hälfte zu- sammengeschmolzen, desg eichen in B.eslau. Köln und Kiel hatten es belann lich vorgezogen über­haupt keine Früh ahrsmesfe abzuhal en. Es er­scheint ja auch als ein Unding, wenn man jetzt, soeben nach Olbschluh der Leipziger Messe, die Ankündigungen für die Breslauer Messe und die Kölner Messe liest. Köln hat allerdings be­reits insofern Konzessionen gemacht, als es den allgemeinen Messegedanken in den Hintergrund stellt und die diesjährige Frühjahrsmesse mehr als eine Ausstellung in einem Spezialfach, dem der Elektrobranche, aufzieht. Zur Leipziger tech­nischen Messe muß man wieder sagen, daß biet Leipzig selbst sich Zwang auferlegen und die Pforten der technischen Messe nur einmal im Jahre, dem Frühjahr, öffnen sollte. Der Apparat, dec mit der technischen Messe verbunden ist. ist viel zu kostspielig, um ihn zweimal im 3ahre der deutschen Volkswirtschaft aufzuerlegen. Die technische Messe bildet sich ja auch immer mehr zu einer Heeresschau aus. auf der die deutsche 3ndustrie ihre Fortschritte der Welt zeigen will. Hierzu sollte ein Zeitpunkt im 3ahre völlig ge­nügen. Es müßte ein Weg gefunden werden, um denjenigen Industriezweigen, vor allem den­jenigen, die sich unmittelbar an den Konsum wenden, in einer anderen Form Gelegenheit zu geben, sich außerhalb der technischen Messe an der Leipziger Herbstme'se zu beteiligen. Cs wird aber immer einen schlechten Eindruck machen, wenn man zur Zeit der Herbstmesse das riesige Gelände nur zu einem geringen Teil ausgenuht sieht unb an riesigen Hallen, die verödet da­liegen. vorbeigeht, oder sogar, wie es bei dem Haus der Elektrotechnik im Vorjahr der Fall war. nur ganz vereinzelte Messestände geöffnet sieht.

Nachdem nun einmal die Dinge so weit ge­diehen sind, dürfte es auch dem Reiche leichter fallen, dem Leipziger Messewesen eine erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen, ohne in den Ver­dacht zu kommen, parteiisch zu handeln. Die Zentralstelle für Interessenten der Leipziger Wesse hat sich vor kurzem an das Reich ge­wandt. um von ihm einen Zuschuß für Prvpa- gandazwecke im Ausland zu erhalten. Es bedarf keines Zweifels, daß die Leipziger Messe durch ihre enorme Propagandatätigkeit im Auslande allgemeine volkswirtschaftliche QIrbcit leistet, denn die Ergebnisse dieser Propagandatätigkeit sind erhöhte Exporttätigkeit. die uns bekanntlich so dringend notwendig ist. Sie kommen also der gesamten deutschen Volkswirtschaft zugute. Bis­her wurden die Kosten dieser Propagandatätig­keit aus den sogenannten Werbebeiträgen der Aussteller gedeckt, ein Betrag, der bekanntlich bei den Ausstellern außerordentlich böses Blut gemacht und manchen Aussteller von Leipzig ver­trieben hat. Das Gros der Leipziger Aussteller seht sich aus Klein- und Mittelbetrieben zusam­men. Der Werbebeitrag, der von ihnen erhoben wird, richtet sich nach dem Ausmaß ihres Messe­standes. der durchaus nicht immer im Verhältnis zu ihrer Bedeutung und Kapitalkraft zu stehen braucht, sondern in erster Linie durch die Art und Form des von ihnen vertriebenen Artikels bedingt ist. Das Messeamt kann also nach dieser Richtung hin den Bogen nicht Überspannen, und zu einer Zeit, wo monatlich Millionen für Ar­beitslosenfürsorge ausgegeben werden, sollte der Entschluß, einen kleinen Teil dieser Summen für Propaganda im Ausland abzuzweigen, nicht schwer fein. Wenn durch richtige Ausgabe dieser Summen das 3nteresse des Auslandes an der Leipziger Messe noch erhöht wird, so liegt ja auch hier nichts anderes vor als eine besondere Art der produktiven Erwerbslosenfürsorge.

* Beschränkung der Kleinorders im Berliner Börsenverkehr. Der Ber­liner Börsenvorstand hat einen Beschluß gefaßt, die zu kleinen Orders künftig zur Entlastung des Börsengeschäftes einzuschränken. Vom 1. April 1927 ab sind die Kursmakler angewiesen, im Handel mit Wertpapieren Limite unter 100 Mk. nicht mehr anzunehmen.

Mainkraftwerke Höchst a. M Der Reingewinn im verflossenen Geschäftsjahr be­ziffert sich auf 1,8 Millionen Mk. (1,79 Millionen Marr im Vorjahr). Die Verwaltung schlägt eine Dividendenverteilung von 8 Prozent auf die Stamm- und 6 Prozent auf die Vorzugs­aktien vor.

* Stuttgarter Lebensversiche­rungsbank QL-©. 3n dem in der vorgestrigen Ausgabe wiedergegebenen Auszug aus dem Be­richt über das Geschäftsjahr 1926 ist in der vier­zehnten Zeile ein sinnentstellender Druckfehler enthalten. Es muß dort statt ,,rechtmäßigen" richtig heißen: »recht mäßigen".

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 16. März. Tendenz:

schwächer und still. Die Effektenbörse zeigte ein vollkommen unverändertes Bild großer Zurückhaltung der Spekulation, wo­durch eine weitere Abschwächung der Kurse ver­ursacht wurde. Anregungen wirtschaftlicher Art lagen nicht vor. Auch die mit Gerüchten um­gehenden Papiere, wie Harpener und Deutsche Erdöl, traten kaum hervor, lagen vielmehr eben­falls gedrückt. Kaliaktien stärker abgeschwächt: Aschersleben minus 8,75 Prozent, Westeregeln minus 5 Prozent, Mansfelder minus 1,5 Pro­zent. Von Bankaktien verloren Commerz 4.5 Prozent. Bayerische Hypotheken 2 Prozent, Dis- conto 2 Prozent. Schiffahrtsakti en bröf- fcltcn weiter ab Aeußerst ungünstig wirkte sich der starke Rückgang der 3. - G. - Farben-

-Aktien aus, die von 299,5 Prozent auf 294, also um 5,5 Prozent zurückgingen. 3n Verbin­dung damit büßten Rheinstahl 2.5 Prozent und Riebeck-Montan 5 Prozent ein. Clektro- aktien im Gesamtrahmen ebenfalls schwächer. Siemens minus 2,5 Prozent, Bergmann minus 1,25, Lahmeyer minus 1 Proz. Bau - aktien verloren 1 bis 2 Proz. Zellstoff- aktien gleichfalls niedriger. Autoaktien da­gegen gut gehalten. Die Werte der Metall- bankgruppe verloren bis zu 3 Proz. Scheide­anstalt minus 4 Proz. Holzverkohlung konnten sich heute erholen, da sich die Sanierungswahr­scheinlichkeit doch nicht allzu ungünstig stellen dürfte. Aus dem gleichen Grunde waren auch Dingwerke befestigt. Maschinenaktien bis 2 Proz. schwächer. Heimische Anleiheü schlossen sich im Verlause der schwächeren Tendenz an. Anleiheablösung 235/8 bis 231 Von frem­den Renten lagen Türken etwas lebhafter und zogen um 0,5 an. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 4/t Proz., Monatsgeld unver­ändert 53/4 bis 71,? Proz. Warenwechsel 47', bis 5 Prozent. 3m Devifenverkehr notierten: Paris gegen London 124,02, Mailand 107, Zürich 25,2325, London-Kabel 4,8545. Die Reichsmark lag gegen Kabel weiter fest mit 4,2140, gegen das Pfund mit 20,4565. Der weitere Dörsenverlauf konnte sich nicht beleben und war noch 1 bis 2 Proz. schwächer, Da die Spekulation Blanko­abgaben vornahm.

Berliner Börse.

Berlin, 16. März. Das Börsengeschäft kommt langsam wieder in ein Stadium der Stagnation, die durch die Olbhängigleit der Spekulation von börsentechnischen Gesichtspunkten noch verstärkt wird. Wirtschaftliche Erörterungen treten demgegenüber neuerdings mehr und mehr in den Hintergrund, zumal der erwartete Äon- junlturaufschwung schon reichlich diskutiert wor­

den ist, dafür aber d:e Erscheinungen der Kon­junkturbesserung ihre Einwirkung auf den Börsen­geldmarkt hemmend ausstrahlen. Der Medio dürfte zwar kaum noch 41 eberraschungen bringen, wenngleich der Difserenzzahltag erst am 18. März statt findet und zur Geldbeschaffung heute noch Qlbgabcn der Kleinspekulation erfolgt sind. Einige Tage darauf beginnen dann schon wieder die nächsten Liquidationen, und die Geldverhältnifse werden dann erneut nachgebend aus die KurS- geftaltung einwirkem Außerdem leidet die Ten­denz sehr unter dem ungünstigen Eingang von Kundenorders, wie auch die Discvntogesell'chaft in ihrem Bericht bestätigt, daß die Lust am Börsengeschäft infolge der häuf gen Schwankungen stark vermindert wird. Die erste Börsenstunde verlief daher lustlos und schwächer bei Rück­gängen von 1 bis 2.5 Prozent, vereinzelt auch von 4 bis 8 Prozent. Schars gedrückt waren vor allem Kaliwerte. Mitteldeutsche Credit. einzelne Elektroaktien und Kohlenwerle, letztere auf un­günstige Schilderungen des Kohlenmarktes, ferner eine Anzahl Einzelwerte verschiedener Markt­gebiete. Qlm Geldmarkt war die Lage un­verändert. Monatsgeld stellte sich auf 7 bi8 8 Prozent. Tagesgeld angeboten zu 3,5 bis 5,5 Prozent. Warenwechsel ca. "T.88 Prozent. 3m Devisenverkehr konnten Madrid. Oslo und Mailand die gestrigen hohen Kurse nicht ganz behaupten. lagen aber relativ weiter fest. Die Reichsmark lag gegen Kabel weiter fest mit 4,2135. London-Kabel 4 8545.

Börsenkurse

"rrtmffim a.M.

Berit-

Schlu f.UT«

I.Uhe. flirt»

S<t>ln6. flnr»

Anfang -

15. 3.

16 3.

15 3.

16. 3

Anleihe-Ablösung Nr 1-3000U

318.5

341

32V 5

do- Nr- 30 001-60000

320

121 15

321

do- ohne AuSlosungLrecht

-4 13

23.5

23.9

23.3

Deutsche Eparprämicnanleiöe

Deutsche sperrt). Tollar-Anl-

-

99 5

100 1

*

4°/« Zolltürken.........

15,3

15,75

15,6

5% Goldmcrikauer .....

43.13

Berliner Handelsgesellschaft - Commerz, und Privat-Bank.

-

260

251

213

-'07 5

213

207

Darmst. und Naiionalvank -

270

278

271 5

Temschk Bank.........

187

185,1

187

184 75

TiSkonio Commaudit . . -

180

178

180.62

178.5

Dresdner Bank......

182.5

180.75

182.5

180.5

Metalldank...........

156 75

155

158

1,4

Muieldeuikche Creditdank. .

226

229,5

220.5

Lesteireichische Crcditanstalt

U 2

9.1

9.13

9.1

ReichSbank. - ....

184

186 75

182.25

Bochumer (Suh........

186

186

186

Buder»S............

122 5

12tl

119.5

Deutsch-Luremburg......

Gelsenkirchener Bergwerke. -

185 186.75

185 184,62

188,5

186 5

185

185

Harpener Bergbau......

.Kaliwerke Aschersleben. .

225.6

202 75

220,25

194

224.9

201.5

220.5

193

Kaliwerke Westeregeln.....

201,5

196.5

203

>39

l'nurnbuttc...........

ManneSuiann.........

94.5

*

95

211

05.75

210

.115

MauS'eldcr...........

148.75

146.7u

147,75

117 25

Lberbedarf...... . » .

116

-

12.1

117

Phönir Bergbau.......

134,1

132,12

134.6?

132.5

Rheinische Braunkohlen . . .

291,5

292

282.75

Rheinsiahl...........

-24,75

219 75

225.5

.20

Riebect Montan.......

173

168

171,75

167

TelluS Bergbau........

128

Bereinigte Stahlwerke ....

145,5

HS

145,62

145

Hamburg-Amerika Paket. . .

Norddeutscher Lloyd.....

144

143,25

149,25

143.25

148.25 142

Zementwerk Heidelberg . . .

163.75

-

-

Philipp Holzmanu......

187

187

185

Anglo Cont. Guano.....

112

o oldschmidi..........

J45 9

147 5

145,75

Holzverkohlung.........

75

-

(V G Farben-Z nduftrie .

301,5

296

302 75

295.5

RuigerSwerke.........

131

131,75

Ccheideanftalt........

230

225

-

«llg. Elektrizitäts-Gesellschaft

162

160,75

160.62

159.62

Bergmann...........

183

180.75

182

ibU

Elektr. Lieferungen......

195

194.75

201

193

Licht und Straft........

195

197.5

194.»

Mainkraftwerke........

135,6

_

Schütten............

Siemens 4 Halüke......

.76.5

171

176.5

170.13

268

51,75

256,62

251.75

Adlerwerke Kleher ......

132

130

132,75

Daimler Motoren. ......

115.6

114,5

116

114

Heyligenftaedt.........

Megutn.............

33

65

_

55

_

Mannheimer Motoren ....

-

-

Frankfurter Armaturen . .

Konservenfabrik Braun . .

19.5 76

Metallgesellichast Frankfurt. Pet. Union 31.«0. ....

187

123,5

185

Schuhfabrik Herz . . ....

80,75

Sichel..............

2.2

5

Zellstoff Aschaffenburg....

Zellston Ealdhok......

177 262

174 259

175

260,62

259

Frankfurter tz-ctreioeöörse.

Frankfurt a. M., 16. März. Es wurden notiert: Weizen lWetterauer) 29, Roggen link.) 27, Sommergerste für Brauzwecke 25.50 bis 26, Hafer (inl.) 22 bis 22.75, Mais (gelb) 18 bis 18.20, Weizenmehl (inl., Spezial 0) 40 bis 40.50, Roggenmehl 37 bis 37.25, Weizenkleie 14.25 bis 14.50, Roggenkleie 14.50 bis 14.75. Tendenz: Ruhig. ,

Berliner Produktenbörse.

Berlin. 15. März. Die Ruhe hält im Berliner Produktenhandel auf der ganzen Linie an. Umsätze kommen in Brotgetreide nur in kleinem Umfange zustande: für Z utter- getreiöe find sie gleich QlulL Chicago ermäßigte seine Weizenforderungen und auch Liverpool mel­dete niedrigere Anfangskurse. Trotzdem zeigten sich die inländischen Eigner in ihren Verkäufen nicht stärker am Markt und auch unnachgiebig. Andererseits aber verhält sich auch der Handel äußerst zurückhaltend. Weizen wurde zu Beginn eine halbe Mark niedriger. Roggen für vordere Sicht behauptet. Sonst etwas abgeschwächt. Mehl in beiden Sorten still. Auch Hülsenfrüchte und sonstige Artikel ohne große Veränderungen. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märt. 267 bis 270, Roggen 246 bis 248, Sommergerste 213 bis 241, Wintergerste 192 bis 205, Hafer, märt 194 bis 202, Mais, loko Berlin 178 bis 180; für je 100 Kilo: Weizenmehl 34.25 bis 36,75, Roggenmehl 33,5 bis 35,5. Weizenkleie 15,75, Rog- genkleie 15 bis 15,25, Viktoriaerbsen 48 biS 63, kleine Speiseerbsen 32 bis 34. Futtererbsen 22 biS 23, Wicken 22 bis 24, Lupinen, blau 13,5 bis 14,5.

echte Sodener

V PäsHllen gegen Heiserkeit, Verschleimung

Die tägliche Suppe ist kein Luxus, sondern für unser Wohlbefinden von größter Wichtigkeit; das bedarf keiner Begründung. Gute Suppen bereitet man bequem .schnell und billig

aus MA GGP Suppen - Würfeln

241M