Einzelbild herunterladen

Händlern von Zett zu Zeit angebnfkr würden und Die nur den Zweck hätten, den GaSverbrau- chern da- Geld au« der rasche zu »iehen. Der interessant« Vortrag wurde mit g rohem Beifall aulgenonimen.

Aus der Prvvinzialhaupifiadt.

Gießen. den 15. Dezember 1927

Gießener röochc.Marktpreise.

®4 kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 200 bt« 210. Walte 30 M 35, Wirsing 15 bi« 20. Weiftkravt 10 bt« 12, Rotkraut 18 bt« 20. gäbt Rüben 10 bi« 15. rot« Buben 10 bi« 12. Spinat 30 bi« 40. Unter-Kohlrabi 8 tn« 10. Grünkohl 25. Rosenkohl 40 bt« 50. Feldsalat 80 bt« 120. Zwiebeln 20. Meerrettich 40 bt« 80, Schwarzwurzeln 40 bt« 80, Kartoffeln 4>/t bi« 5. Aepsel 10 bi» 15. Birnen 10 bi« 15. Buffe 50 bi« 70. junge Hähne 90 bt« 110, Sup­penhühner 103 bt« 120. Gänse 100 bi« 115 « da« Pfund: Käse (10 S-ück> 83 bt« 130 Bf : Gier 19 bi« 20 Blumenkohl 80 bi« 130, Salat 40. Endivien 15 bi« 25. Lauch 5 bi« 15. Rettich 10 bi« 15. Sellerie 10 bi« 50 Pf. da« Stück

Beu« 2mt-b«z«ichnuna. Da« Reich«gefetzblatt Br. 50 vom 9. De^niber 1927 enthält eine Verordnung über die Abänderung de« Wvr.laute« verschiedener Gesetze und Der- ordnungen au« An loh de« Fortfall« der Be­zeichnungen . Gericht «schreiberel" und .Gericht«- schreiber, vom 30. Bovember 1927. Danach wird auf Grund de« Artikel« 2 Absatz 2 de« Gesetze« zur Aenderung der Bezeichnungen .Gericht«- schreiberei". .Gerich «schreiber" und .Gericht«- diener" vom 9. Juli 1927 verordnet, daft an di« Stelle der Bezeichnung .Tericht«schreiberei" die Bezeichnung .Geschäftsstelle" tritt, und zwar 1. in allen Gesetzen und Verordnungen be« Reich«. sofern die Bezeichnung .Dericht«schrerber" In Verbindung mit den Worten a) .zu (zum) Protokoll", b) .unter Vermittlung" gebraucht ist. 2. ferner tn zahlreichen gesetzlichen Bestim­mungen der Zivil- und der Strafprozehordnung. der Konkur«ordmmg. der VeraleichSordnung. be8 Dericht«kostengesetze». der Gcbühiencrdn.uigen. de« Blteterschutzgesehe« usw. An die Stelle de« .Gericht»'chreiber«" tritt bk Bezeichnung .Pro- t okolls ührer". Hiernach sind künftig Sen­dungen. Ersuchen und Anträge aller Art nicht mehr an die Gericht«schreiberei de« Amt«- und Landgericht«. sondern stet« an die Geschäfts­stelle de« bet res senden Gerichte« zu richten. MU dieser Verordnung wird einer alten Forde­rung der Beamten de« mittleren Zustizdienste« Rechnung getragen, die in der bisherigen Amts­bezeichnung eine veraltete, ihrer Ausbildung und Stellung nicht Rechnung tragende, unzu­reichend« und schiefe Titulatur erblickten. Die Verordnung tritt sofort in Kraft.

" ö i n reizende« WeihnachtS-Kin- derfest erlebte man gestern nachmittag auf der yiebifl»bobc bei der Weihnachtsfeier de« ft ä b t i - leben Volkski nbergartcn« i Walltor- strafte) unter der Leitung von Frl. Rhumbler. Wie alljährlich, so hatte die Leiterin diese« Kinderaarten« auch gestern wieder die grofte Schar ihrer kleinen Pflegebefohlenen, deren An- gehörige und eine Anzahl Gäste zur Weihnachts­feier DcteiniaL Und wiederum konnte man im Kreise der Mädelchen und Bübchen einige Stun­den so voll köstlichen Festzauber« verbringen, daft man die Deteiligung an dieser Feier al« eine Erquickung im barten Alltagsleben empfand. Fräulein Rhumbler und ihr« Helferinnen in der Kindergartenfürlorge hatten sich mit grvher Hingebung der schönen Sache gewidmet und den kleinen Trabanten allerlei Spiele, Liedchen usw. beigebracht, die nun gestern zu aller Freude eine reizvolle Wiedergabe erfuhren. Ganz allerliebst waren besonder« bk Tänze in Viedermeiertracht, die von vier Pärchen der kleinen Gesellschaft (alle« Kinder von ca. vier Jahren) zur Aufführung gebracht wurden und natürlich ganz besonderen Beifall fanden. Der hohe Wert der Kindergarten­einrichtung für die Erziehungsarbeit an unserem kleinen Bachwuch« trat dabei erneut überzeugend

400 Kilowatt über derEampagna

Von Gustav W. E b e r l e i n, Rom.

34) fitze in der Sala Stampa. dem Saal der ausländischen Presse in Rom. und schreibe ein Telegramm in Ermangelung eine« omeri- kanischeu Erbonkel« - an eine Zeitung in XL. S. A Da« bauert, sagen wir einmal. 8 Minuten ugb */n Sekunbe. Fünf Minuten meine Hand­arbeit. drei Minuten die amtliche Maschinen­arbeit und eine FnnsAtgftelsekunde die Reise über den Atlantik. Blau kann schon neugierig werden, wem» man da« hort.

Allo hefte ich mich einmal dem jungen Mann .m die Ferien, der mein Papier nimmt und e« raten Stock höher trägt, zu einem anderen jungen Mann, der an einer Schreibmaschine sitzt. Blick auf bi« Ufor 8 Minuten vorbei. Die Schreibmaschine mall kein« Buchstaben, ihre Thpen hauen Löcher in ein enblole« Banb. Fatto da« Telegramm ist an seinem Be­stimmungsort angetangl. Wort für Wort, bevor nur ba« Band Zeil aefunben Hal. au« der Maschine herau«zuschtüpftrn. 3n einer Fünfzigstel- sekunde.

Wie ist da« möglich? Wer stellt bk Verbin­dung zwilchen der römischen Schreibmaschine imb dein amerikanischen Telegraphenamt bei? Wie­viel Menschen stehen al« IHiukr dazwischen?

Keiner. Bur in b«r Eampogna braufkn. in der Gebe, da stehl ein Herenhau«. und da« singen die Sach«.

3nlen'iew«n wir also bte Heze Vteiletchi Ist sie tnlcreflankr al« so manaxr grohe Staats­mann. den man auSgefragt haben must

Seit die Viga nicht mehr über txc Via Appia donnert und die Wälder In der Eam- baana von den Päpsten niedergeschlagen wurden, inet! da« Volk mit besonderer 3ab.g!ett an fetnen Waldgötteni ding, feit ba« granbiok Gräber­feld ur Steppe verödete, feil «Jahrhunderten und Abenahrhunderten hat kein Pflug mehr den Boden herüber Verfalle« Xünnt. zeiiver- krampfte, ragen tot« geballte Hände au« dem Eamp^ignagrab. Die Romantik träumte t«on euwin tveiieren Jährt aulendschtäfchen da - da kam plönlich die poeltelofe moderne Technck. bub bei tt geheiinnkvoll in dem Schutt, in der Lava tn dem zunderburr gebrannten Weideland. a.id eine« Tage« stachen Heren«uiger tn« Blau, zwi­schen denen Svinnweben hingen Durch d-e

Vom Wilden zum Studenten.

Gin lunger Indianer au« bet wildesten Gegend bei Ama zonen-Gediev«. der jetzt an der UmDetfl» lät von Snraouk in den Vereinigten Staaten studiert. im Beuyorter Herold von den

HrtoalbcrlebnJ'en seiner Jugend und oon seiner .Entdeckung der Zivilisarton". Gr wuchs aU Wilder in der noch unerforschten Dildnt« aus. .Den Gebrauch von Bogen und Pfellen. von Bla«rohr und Speeren lernte ich in frühstem Alter'', schreibt er. .und he waren meine ständi­gen Begleiter Mein erste« auieegende« Aben­teuer hatte ich mit sieben Fahren. Als '.ch an einem Morgen ba« Lager vergeh und mit den Vögeln um die Wett« pfiff, keine Gefahr ahnend, sah »ch plötzlich einen Jaguar, der auf mich springen wollte. Ich bückte mich und sprang zur Seite, nicht einen Augenblick zu früh, und schleu­derte zugleich meinen Speer mit aller Kraft. Er traf ba« Tier gerade zwischen den Schultern, e« stürzte rückwärts und ft leb ein dumpfe« Ge­brüll auO. während fein Leben entschwand. Ich hatte ganz instinktiv gehanbeit unb braucht« «dl c: niae Augenblicke, um zu begre.fen. was ge­schehen war. Dann erst befiel mich die Angst und ich begann heftig zu zittern So muhte ich f4xm al« Knabe Gefahren in« Auge sehen auf die bet Weifte au« Mangel an Erfahrung nicht vorbe­reitet ist. Bei unferen Fischfängen lchofsen wir im schmalen Kanu die reisenden Wasserfälle herunter, geleitet von sicheren Händen, die jeden hervorstehenden Felsen kannten. Wir waren in unserm Boot, da« au« der Rinde M .Pur­pur Herz-Baum cs gefertigt war, tagelang unter- weg«. mit Vorräten ausgerüstet und mit Gift, um dadurch die Fische zu betäuben. Bei einer solchen Fahrt fiel unser Führer über Bord, als er das Kanu gerabe durch einen Wirbel steuerte: wtr wurden nach allen Richtungen her- auögeschleudert und muhten In dem strudelnden Wasser um« Leben kämpfen. Ich war noch ein Kind, und al« ich nach dem Sturz wieder zur Besinnung kam, befand ich mich in dem festen Griff eine« Arme«, während mein Retter mit dem andern Arm sich an einen Fel'en fest» klammerte. Ich erinnere mich noch an den gel­lenden Schrei, mit dem er um Hilfe rief, al« seine Kräfte erlahmten. Indianer vom Ufer riefen ihm zu, er sollte festhalten. aber seine Krast war dahin, er schrie unb lieft mich Io«. Sin anderer Indianer rettete mich. aU ich unter­gegangen war. Sine« Tage« spielten wir Kinder am Fluh Verstecken, unb zwar tummelten wir un« habet im Wasser, ba« von Krokodilen unb Schlangen verpestet war. Ich schwamm zu einem dicken Pfahl, etwa 50 Fuh vom Ufer, um mich dahinter zu verbergen. 3um Späh ahmte ich ben Ruf be« KrokobilS nach Kaum hatte ich daS getan, fo sah ich au« einem dichten Gebüsch von

Schil' ein riesige« Krokodil rasch auf mich zu- fchwtmmen. Ich schrie um Hilfe, entfliehen konnte ich ni4)t. unb fo blieb ich bew«gung«los den lob erwartend Al« ba« Unl.ee nah« war. öff­nete e« »enm riesigen Äirodaben unb zeigt« feine klagen scharfen Zähne Ich schrie »och einmal in Verzweiflung unb heftete me.rte Augen starr auf ba« Ungeheuer Da hörte ich einen nben Ton unb ein Auffchlagen. Die 3n- bianer am Ufer hatten bk Gefahr bemerkt unb ein von sicherer Hand geschleuderter Speer traf da« Krokodil gerade bi den Rachen. Die K.nn- Laben schloffen sich über dem Speer und ich konnte hören, wie et zwilchen ben Zähnen wurde Da« Krokodil verschwend mit dem Schwanz zurrst im Wasser, und da« Schicksal ge­währte mir ein Wetterleben auf dreier selt­samen Welt." Der junge Indianer, der Regi­nald Bal dal heiftt, erzählt dann weiter, wie er mit der Zivilisation in Berührung kam: E« war ein lustiger Tag in Lafha: jeder bekam .Kaiser ", (ein Getränk au« dem Saft der Vucca-Pflanzei soviel et wollte . t ui« die Hund« auf die am Ufer ruhelos hin unb Herlie'en und bellten. Ring« um herrschte Stille aber lot ort machte man fhD bereit, um jede drohende Ge­fahr abzuwehren. Jedermann, betrunken ober nüchtern, stand mit gespanntem Bogen auf der Wacht, al« ein gtcche« Boot mit Indianern eine«, andern Stamme« den Fluh bcrurxterfam. In der Mitte der Gruppe iah ein Mann, ganz verschieden von allen, die wir bi« dahin gelehm hatten. Er trug Kleidet unb rauchte eine Pfeife: am merkwürdigsten aber schien uns. bah er wei', war. Das Vool näherte sich l > wir erkannten, dah e« 3nbianer waren, die an der Seeküste lebten. Unsere Krieger stürzten an ba« Ufer, aber ihre Aufmerksamkeit wurde von dem Weihen gefesselt, der aufrecht Im Boot stand, In der rechten Hand ein Kru.zif.r haltend. Da fle friedliche Absichten zu baoen schienen, lieh man sie landen. Der weihe Mann holte au« seinem Sack verschiedene Ding«, die allge­mein« Verwunderung erregten; wir führten ihn zum Lager und gaben ihm zu essen und zu trinken. Cr versuchte un« zu tTflärcn, warum er unser Gebiet besuche, und allm ch.ich verstanden wir. daft er von .Papai" sprach, von Gott. Er schlies die Bacht sehr unruhig und srüh am andern Morgen bereitete er sich zum Aufbruch Ich hatte bemerkt, dah et mich öfter« angesehen batte, aber nun bat er. man möge mich ihm auf feine Reise mitgeben. Man Aögerte zuerst, aber al« er versprach, dah mir kein Leide« gesehen solle, gab man mich dem merkwürdigen Manne mit. Drei Tage später kamen wtr nach einem Dorf, unb bort entberfte ich bie Zivilisation."

zu Tage, «ine sehr hübsch« Bereicherung erfuhr ble stimmungsvolle Feier burch ein DornröSchen- Märchenspiel, ba« bie Lehrerin Frl. Flick in anerkennenswerter Weise mit Schülerinnen der Goetheschul« «ingeübt hatte unb ba« von ben MäbelS in hübscher Welse zur Aussührung ge­bracht würbe. Arn Schluss« bet wohlgelungenen Feier kamen der Weihnachtsmann unb das Ehrisl- kinb. bei benen bie Stabt für bie kleinen Mäbel- chen je einen großen Gummiball, ein Taschentuch unb ein grobe« Lcbkuchenhcrz. für jebe« Bübchen einen Karton mit einem ansehnlichen Auwmobil unb ebenfalls einem Lebkuchen Herz beftelll hatte. Da gab'S natürlich strahlenbe Gelichter bet Klei­nen, ble bann hochbeglückt heimwärts zogen. Im Anschluh an bie Weihnachtsbescherung deS VolkS- klnbergarlenS versammelte Oberschwester Anita mit ihren Helserinnen bie ftäbtif4>cn MÜnbel unb Psleaeklnber im Alter bi- zu vier Jahren im Bebensaale um sich, wo gleichfalls ba« (Sbrift- kinb auf Bestellung ber Stabt für bie kleine, etwa 150 Köpfe starke Zahl allerlei hübsche Sachen brachte. Auch blese Feier sand mit Recht viel Anklang. Der Leiterin beS VolkSNnbergarten«, Frl. Rbumbler. sowie ihren Helferinnen, ebenso aoer auch ben stäbtischen Schwestern ge­bührt volle Anerkennung sür ihr warmherzige«

unb feinsinnige« Bemühen um die schon« Ge­staltung dieser Feierstunden der Kinder. Erwähnt sei schlichlich noch, daft der CBoIttlm bergan en für feine Heinen Besucher noch bi« zu ben Delh- nachtSsei er tagen geöffnet ist.

* Arbeitsgemeinschaft für Grenz- unb Auftenbeutschtum. Am Montag grün­dete sich unter dem Vorsitz von Frau Provinzial- dlrektvr Graes eine .Arbeitsgemeinschaft für Grenz- und Auftendeutsch«um", der bis jetzt der Bund bet Kolonialfreunb«, Marinevettin. Deut­scher Oftbunb. Ftauenveretti vom Roten Kreuz für beulsche IIebeder unb ber Verein für baS Deutschtum nn AuSlanb angehören. Da« Ziel ber Arbeitsgemeinschaft ist. den schweren Kampf, den da« Deutschtum in den deutschen Grenz­gebieten imb im Ausland zu führen hat. durch Vorträge und sonstige Aufklärung zu unterstützen. Mit einem im Februar stat «findenden Vortrag von Ptvf. Dt König übet ba« Thema .Kampf bet Gesamtdeutschen in bet Welt" wirb die von der Arbeilsgemeinschaft beschlossene Vortrag«- serie beginnen. Die in ber Arbeit«gemelnfchaft zusammengefchlossenen Verbänbe bitte ihre Mit- gliebet und ganz besonder« die noch Fernstehen­den. die Bestrebungen, daft dem Deutschtum im In- unb 2u«Iand wieder zu Recht unb Ansehen

perWri wird. iaSrättig zu uitterstützrn. Dk BetauftaUungen werben rechtzeitig in der Pnl« bekamit gegeben.

** Reue Schlaf- und Speisewaae« der Mitropa. Die Mitropa bat dieser Tage eine Reihe neuer Schlaf- enb Speisewagen m den Dienst gestellt, bie i» technifch.r unb räum- ü4kt Beziehung die biShcr gm Tllär.gd an de, oben Schlaf- unb S reif «pogen abgrlegt Haden. Schon äufterlich bieten biete JiSigen ein eiegante«. geschmackvolle« Bild, unb auch im Innern stelle, fit e ntn bedeuteaben Fvtlschritt au' ben 2>.ge zum idealen Reisen dar. Eine f *r wicht ge Bcuerung bestech: bann, daft die Schlat-.beeile burch ein befvnbet.S S ch.rchei «fchloh gegen febt« unb<fugte tMfncn g ich.tt to.rbe-. Ä.inei. Die Speikwagen rufen im Iimer-n d-archiu« den Eindruck eine« elegantcn H.in.-n Restaurant« bewoc.

* Tie Htffifche L a a d w i r t j ch a f 111 ch e Wache wirb in der Zeil vom 9 bie 14 Oaauar 1928 in DarmfwLt obflebakm. Sie wirb au» twa non ber Vanbwinfd)afttfommrr pcronftalirlrn ttortrdgf, unb au» ben Tagungen lanbroirtldyalilkber Körper !chasten unb $min< b,sieben

Der Vunb ehemaliger Hier (3ni- Ist egt. hi, Kes Znf Kegi 81. Öanbw.-3nf.-5l<gt 81 mit Ersatz Bataillonen unb steieg»foemattoaeA) bat fein« ursprünglich für ben 2. unb 3. 3unl 1928 i, .".nesicht genommene Äieberlebenefelrt i, Rranffurt am Main endgültig auf ben 9. unb 10 3uni 1928 verschoben

Oberheffen.

Lanokrct« Wirken.

> Lollar. 14 Dez Der hiesige evange­lische Mädchenvertln hatte un tr C.ltuwg ter Schwestern zu einet 2bvent«fel<r t, ten Saal der K ein-K ndecschulr «Inge aben. An zwei Abenden hatten sich 'ehr zahlreiche Be­sucher eingcfuntei. die mit innerer Teilnahme ben prächtigen, stlmm.ingSpsllen Darbietungen , unkte «and e n Ado

.Die Llchtsucherin", e« folgten lebende Bilder au« der WeihnahtSo« ch chtc. alle« umrahmt mit Gedlchtvorirägen und rem -.efungenen mehrstim­migen Chören Den mu'lkaslfchen Teil hatte danlenswerter Wei'e ble hiesig« Lehrerin Frl Heberet am Harmonium übernommen, di« hon Herrn Schneider, Collar, auf der Geige be­gleitet tour'«

y Mainzlar. 14 Dez Die ber«.14 früher berichteten uinsanglel chen Äanollfatinn«- arbeiten nehmen einen guten Fortgang trur- i'f.t aber in bei leziei lagen t ' r - -

' ch ecf jjirer. Trotz der -

Sicherung waren an einer Stell« di« von bet itabtn, starken Quelle am Süka iSgang« te« Orte« ausgeweichten unteren Etdina'len tn Bewegung geraten. Bur dem Umstande taft e« bei Rächt geschah, ist es zu danken, daft leine Arbeiter tn dem übet zwei Mel«« Hefen Graben zu Schaden kamen. Da nun ba« reichlich« Q u «11 to a f f e t in bie Lumda abgefüh11 wird, ist ein« Beffetung der Lumbawiesen zu erhoffen, bie auf weite Strecken in den letzten Jahren r-ersumpft und minderwertig geworben find

Lana-Gon», 11 ?<*i Gestern obenb fand fine stark besuch!« Versammlung der hiestgen Lantz- wirtschaftlichen Bezug»- unb Abfatz - genosfenschaft statt Den Vorsitz sittztte Alfred !st o ni p f Dberreolfor Hartmann (Gleften) hielt einen intereffanten Vortrag über Genosienschafi» wefen. Gelboerkehr unb Bufwertun« Anschlteftenb foroch Herr Inng von ber Lonbwittschaftttchen 3entrolgcnoffen|d)aft über da» Waeengefchä't

F Watzenborn-Steinberg, 14 Oez. 3m Laufe der letzten Woche fand hier eine Evangelisation «Woche statt, in weichet Prediget Stöhr. Gieften. der jetzt die 5 de« verstorbenen Stadtmiss onar« Hertmann versiebt, EvangcUsationSvorträ-,e hielt. Die fammhiiigen. die im hiesigen Shnstltchen Tkretn«- bau« stattsanben. erfreuten sich eine« guten Be­tuche« au« hiesigen und auswärtigen Gemein- schaftSkretfen.

i Lauter, 14. D««. Bei der Vurchsubrun« ber Feldbereinigung wurden auch tn d e em Jahr wieder umtangrelch« Gntwöss«-

Spinnwcbenney hindurch sieht man, wie mit Bleistisl durchiritzelt. die toclng-^neten Hänge von Frascati, die Zypressen berliia Appia inü> ganz fern am Hori,zont bie PetecSkuppel. 210 Meter lang find bie Heyenfinger, baumcnbick die Spinnfäben. Man hat eine Rabiogroftftattvn errichtet

Und damit «ine neue Romantik in« Beben gerufen. Gin» Romanlik, bk nicht nur zu mc- lanchollscheu Gemütern spricht, sondern daneben auch etwa« leistet. 400 Kilowatt zum Beispiel. .Funkt nach Bueno« Aire« In einer Vierzehntel- sekunde. Bach Beuyork in einer Fünfzigstel. Reife um die Erbe in einer Sicbentelfekunbe. Dabei steht fie nruiterkelenalleln in ber Eampagna, arbeitet selbständig, kaum, daft Ik zwei ober brei Türsteher um sich bulbtt.

ES Ist bie modernste Langwellenanlage ihrer Art. die mächtigste und einfachst«. Unverkennbar der 3ug der Technik. Immer weniger kompliziert vorzugeben. SochS Maste nur. die Übrigens, auch dao ein Fortschritt, ohne einen tödlichen Unfall aufgerichtet wurden, i;mgebm baS schlichte Ge­bäude, leisten aber infolge der Verwendung von Duralumin-Antennen mit neuartigen riesigen HochspannungStfolaioren nicht weniger ober mehr al« ble zehn ober zwölf Türme älterer Stationen. Der dritte Teil der von der Hoch'requenzmaschrne fielldenen Energie von 750 Pferdestärken kann n den Raum aus gestrahlt werden, eine Ver­besserung gegenüber ben bisherigen groben Ver­lusten. die erreicht wurde einmal durch d.e Er- Höhung des SendenvirkungSgrade«, der bkr 90 Prozent gegen bk bisherigen 75 Prozent beträgt, unb zweiten« durch Erhöhung des Qlntermen- wirkung«grade« mittels Vergröberung der wirk­samen Strahlhöhe.

Tie relefunfengekllkbah Hai das Wunder für bie ialo-Rabk-Gc'ibchaft gebaut, »um gröberen Teil aiH Reporationskonw

Da denkt nun vielleicht einer: Richt« einsacher al« da«, die Station auszunchten. toeiut man einmal den Apparat In der Hand hat Setzt man ihn halt irgendwohin IM irr«, bk Sam- bogna zumal bat ja Plari genug! Well gekhll Da« ist das. .ba« Freie?" 3m Quttraum geht bereits fo knapp zu. es IA ein solch»« Wett­rennen In allen Ländern um ein biftchen Funken- frethell entstanden daft sich die An^gaug eure« Lu'tarundbuche« nicht mehr länger dinaus'chteben Ui fr Ein paar Meter hin unb her imb man

kommt bereit« dem Bachbarn In« Gehege. Bur dadurch daft die römi'che Anlage die Möglich­keit hat, jede beliebige Welle zwischen 8 und 20 Kilometer mit gleichbleibenbem Wirkungsgrad unter Vei-wendung «in unb deSklben Freguenz- tranSformatorS zu erzeugen, kann Ik sich rei­bungslos in bem internationalen Gedränge rund 50 Weilen sind auf dem genannten Dellen- banb schon be'etzt! zu rechtfinden. Man hat ja nun zwar die kurzen Wellen erfonnen. aber fit haben ihre groben, ihre strategischen Bach­teile. Der böse Bachdar rann fle nämlich fofort stören. Die japanische Regierung hat sick, daher letilt, schnell noch eine langwellige Gcvbftatwn nach dem römischen Muster zu bestellen.

Torre Bova hetht bie Station in b«c Sam- pagna. ber Sender Die mit modernen Gonio- melerempfängern ausgerüstete Empfangsstation liegt in der Bähe de« Meere«, bei Ostia

Soweit klingt die Sache ja ganz piauttdel. unb wenn der bautettenbe Ingen»eur der Tel«- funkengefellfchaft führt unb erklärt, glaubt man 'ich ba« Grübeln erspare, zu können. Ader mit dem ersten Schellt in den Mafchinenraum tut sich ba« Wunder auf. genieftt man da» schöne Vorrecht de« Laien, p«i itänbnUlo« I4>ouen und staunen zu dürfen wie «in Kmb S'c grobe Raum Ist leer. Stramme Malchnenkerk hatte man erwart«. Scha^ungräderkotoffe. ftamp- sende ^Noven. rtngenb« Titanen, denn wer sonst lallte die 6kbenIrlk-funbenbrüde ring« um den Erdball bauen? Wer sonst mein Telegramm mit dem Bruchteil meine« Aiemzuge« über den Ozean blaf«,?

Und nun nicht« Richt mehr, al« man auf einem modernen Schlachtfeld vom Ärkge Ufb* Es Ist fchier eine Erlo'ung. wenn der Blick gleich beim Eingang au« eine tiefige D»eki- maschinf fällt. Sechs Zvllndet, aus i«bem ber Rame Krupp Aber svalftch heibt e«. boft bkk« Ungetüm mir eine Au«h.l'«kraft kl. unlättg da stehe, nur Im Bottalle etngreikn bürk Stärker Unb di« Ma'chinentiere. die 'chwächer scheinen, di« mit dem Zeichen AEG unb bem SkmenS- balsbmtd

Mensche»? Arbeller? Bi«mand. scheint «S Du« unbefangene Raturkind würde kaftrhen wk Siegfried Im Walde. Waldweben ringsum, la, ei, ftllfdm bochgcsteigerk«. «inbrn^licht« Zwit­schern. Wer bte Moekzeichen kennt, versteht diefe Sprache un'ichtbarer Vögel. Mellt Tele­

gramm' denke ich wieder unb weift, irgendwie geht e« durch diesen Raum, biek metallenen Zungen geben e« weiter. Wort für Won. To« Pfeifen unb Zwitfchem. höre ich erläutern, wird hervvraerufen durch da« Bibr.eren ber Eisen­bleche Tn ben Freauenatransfvrmatomn. der Ton bat zehntausend Schwingungen i.i der Sekunbe Gut, aber schöner Ist t«. zu staunen unb nicht w begreifen

Ta sind zwei Reiben von blanke» Runb- gefichtern. deren Barnen ständig hin- nnb her­wippen wie Perpendikel Ich gehe «inen Ä«n» muTtbobanb hinauf, gerate auf etne Äcmmanbo» drücke da find wieder andere Plattgesicht«, wieder ganze Reihen, bte Baten gehen aber auf unb ab? Manometer? Mag fein. MeHapparaw. KontrollgerLte. Stromuhren wa« find 1Dc<M was Bezeichnungen?

Ich suche Mengen. Wenigsten« d» Maschinenmeister muft doch da sei», Herr Iw- aenicur? Gewift. bitt« sehr, hkr ist sei» Airea». bitte nur einzutreten! Ein Türchen öffnet sich au« einem Schränkchen betau« lickt etwa« - ba« ist er. Eine denk.-nde Malchtne Sieht alle«, kontrolliert alle«, richt« allrt turedbl Keine Abweichung geh« Ihm durch Kerne Slreikdrvhung scheeckt ihn.

Gefahr' veben«gefabrs Ueberall Warnungs­tafeln mit dem roten Blitz Btcht« andere« al« ein riettger e'.ekttl'cher Stuhl da« ganpt Hau« Auaen blinken auf. rote, arune. glühen unb ver­löschen In seltsamem XbOlbmu» Unheimlich Wenn jetzt nicht ein paar Arbeiter eine Kiste Minen wurden rat Kompliziertere« gibt es o"endar hier nicht zu tun - könnte man "ch sürchten. Es lind unzählige Druckknöpfe da m allen Darren, an allen Treppen unb Türen und Wänden und Gängen Bretter find damit bespick« tote ein BadeMtten. wer aber würde auH mrr einen zu belasten wagen?

In einem Bebengemach endlich ein junger Mensch Tollkühn, beraueorbemb «ah c« an«, toie er in btekm Herenzimmer tn fein Tbudk boot bifc Und habet tn die scharlachovien Glas­kugeln und ®la«iolinber starrte, die in einer An BllNne standen. Bur Signallampen? Mögliche aber ich sah Alabin« Zauberlamp, funfein .Tie Station läuft fast ganz automanfch

Warum ist uns dann .automatisch" der 3a* begnft de« Soelenlok,? Wer vor di «fern Auto­maten in der Samjxjgna steht, den umhusche, nicht di« Schotte, oerorbemr Geschlechter, de, um rauschen die Wellen von Pot zu Pot. ber stecht in Ströme, des Leben«