batten der letzten Sage ist die Trilogie ausgestellt tvorden: Warten, Hoffen, Sandeln I Wir fordern jedoch vor allem das Handeln im Interesse deS Paktes und der Menschheit.
Die Kandidaten zum Völkerbundsrat.
Genf. 14. Sept. (WTD.) Wie der Sonderberichterstatter des VDZ.-Dureaus erfährt, wird in Genfer Kreisen für die morgige Ratswahl folgende Kombination für wahrscheinlich gehalten: Belgien dürfte, wenn auch mit knapper Zweidrittelmehrheit, die Wiederwählbarkeit und anschließend die Wiederwahl erhalten. An Stelle Salvadors habe Kuba eine ziemlich sichere Aussicht auf Wahl. An Stelle der Tschechoslowakei werden zur Zeit die Aussichten Finnlands am günstigsten beurteilt, obwohl auch Kanada einige Chancen haben dürfte. Doch sind bei dieser Wahl Lleberrafchrmgen nicht ausgeschlossen bei einer Nichteinigung der Parteien, da sowohl Griechenland wie Dänemark, das seine Kandidatur allerdings bisher nicht offen vertritt, gewisse Aussichten haben.
Wieder eine polnische Grenzverletzung.
Ein polnischer Militärflieger landet 7vKlm. jenseits der Grenze.
R e p p e n bei F r a n f f u r t a. b. 0., 15. Sept. (Prio.-Tel.) Gestern nachmittag flog ein polnisches Flugzeug über Reppen, gerade zu der Zeit, als noch die Manövertruppen mit klingendem Spiel durch die Straßen marschierten. Der Flieger, der nicht sehr hoch flog, ging plötzlich nieder und landete. An der Landungsstelle traf sofort ein Oberlandjäger ein und nahm dem Flieger zunächst den von ihm mitgeführten Paß ab. Weitere Papiere gab er an, nicht bei sich zu haben. Das Flugzeug trägt die Nr. V und ist in Posen st a t i o n i e r t. Der Flieger ist p o l n i s che r Unteroffizier. Er hat einen Flug nach Krakau ausgeführt und wollte nach Posen zurückfliegen. Dabei will er sich in den Böen verirrt haben und wegen Benzin- mangels habe er landen müssen. Durch den Bürgermeister ist die politische Polizei in Berlin telephonisch benachrichtigt worden. Das ist nun innerhalb kurzer Zeit der vierte Fall einer Grenzverletzung durch polnische Militärflugzeuge.
Die spanische Nationalversammlung.
Eine Erklärung Primo de Riveras.
Paris, 14. Sept. (WB.) Wie Havas aus Madrid berichtet, hat General Primo de Rivera Journalisten gegenüber sich über die Nationalversammlung geäußert und ausgeführt, wenn die 18 vorgesehenen Ausschüsse ernannt sein werden, würden alle wirtschaftlichen, kulturellen, gesetzgeberischen und Berfassungsfragen sowie die Kragen betreffend die öffentlichen Dienststellen und die Dienststellen, die einen politischen Charakter tragen, geprüft werden. In diesen Ausschüssen Lunte ein Code? ausgearbeitet werden, der dem Lande vvrgelegt würde, das bereits in die Lage versetzt sei, sich selbst zu «gieren. Die Nationalversammlung sei ein notwendiger Liebergang. Man habe von einer Diktatur gesprochen und von Lln- gcrechtigkeit. Das sei aber übertrieben. Jede persönliche Herrschaft sei stets häßlich. Sie sei ledignch erträglich bei einem klugen und tugend- samen Manne. Er habe Seine Gewissensbisse deshalb, weil er keine Ungerechtigkeit begangen habe. Man könne nicht von einer Diktatur sprechen in der gegenwärtigen Lage, die sich mit dem Höchstmaß von Erfolgen entwickle.
Gespannte Lage in Litauen.
Berlin, 14. Sept. Das litauische Innenministerium teilt mit, daß der Tauroggener Kreishauptmann Grisas, gestern nacht von unbekannten Tätern erschossen worden ist. Auch einer der Führer der litauischen Sozialdemokratischen Partei, der frühere Landtagsabgeordnete N i k o l i s, einer der Urheber des Tauroggener Putsches, soll in einem Jeuergefecht mit litauischer Polizei den Tod gefunden haben. Die Lage in Litauen ist weiterhin gespannt. Das Kriegsgericht in Tauroggen wird voraussichtlich noch drei weitere Todesurteile fällen. In den letzten Tagen wurden 200 Verhaftungen vorgenommen. Die Militärzensur in Litauen ist verschärft worden. Einer der Mörder des Kreishauptmanns von Tauroggen wurde verhaftet. Die Militärkommission von Tauroggen will festgestellt haben, daß die Ausständischen unter der Leitung der sozialistischen Partei gestanden hätten. Der Kriegsminister hat bei der litauischen Regierung angeregt, über das ganze Land den Belagerungszustand zu verhängen.
Die Deamtenbesoldung in Preutzen.
Berlin, 14. Sept. (Priv.-Tel.) Die Beratunaen des Preußischen Kabinetts über die Beamtenbesoldungen sind heute nachmittag um 5 Uhr fortgesetzt worden, nachdem gestern lediglich die allgemeinen Fragen besprochen worden sind. Man hofft, daß heute nach einer eingehenden Spezialberatung, die eine längere Dauer der Sitzung erforderlich machen wird, die Vorlage verabschieden zu können. Sollte man heut« noch nicht zu einem Ergebnis kommen, so wird spätestens im Lauf« des morgigen Vormittags die Vorlage erledigt werden. Das Beratungsergebnis wird dann der Sitzung des Reichskabinetts, die um 412 Uhr beginnt, und die Entscheidung in der Frage der Besoldungsreform bringen soll, unterbreitet werden. Wie verlautet, wird es die Preußische Regierung trotz großer Schwierigkeiten möglich machen können, die neuen beträchtlichen Mehrausgaben aus vorhandenen Mitteln zu bestreiten, so daß mit Steuerheraufsetzun- gen ober gar neuen Steuern für Preußen n i ch t zu rechnen sei.
Der A. D. B.
zur Desoldungsreform.
Berlin, 14. Sept. (TA.) In der heutiger Sitzung des Bundeswng.e ses des Allgemeinen Deutschen Beamtenbundes würbe nach eingehender Aussprache zur Deamtenbesol- dungsreform eine Entschließung einstimmig angenommen, in der es u. a. heißt, daß der
Die Mlenparade der Reichrmarine.
Der Reichspräsident wohnt den Flottenmanövern bei.
S w i n « m ü n b e, 14. Sept. (TU.) Heute früh traf der Reichspräsident auf seiner Fahrt zu den. Flottenmanövern in Swine- münde ein. Reichswehrminister Dr. Gehler, der Chef der Warineleitung, Admiral Zenker, der Chef der Marinestation der Ostsee. Vize- admiral R a e d e r, und der Vertreter des Chefs der Heeresleitung, General der Arttllerie Bleidorn, erstatteten ihm bei seiner Ankunft Meldung. Darauf schritt der Reichspräsident die Ehrenkvmpagnie der dritten Marineabtsllung ab. Don Salutschüssen der Flotte begrüßt, begab sich der Reichspräsident daraus auf dem Senber „Hela" zum Flvttenflaggschiff„Schles- w ig-Holstein". Das Linienschiff ging sofort in See zur Abnahme der Parade der vor der Swinemünder Bucht versammelten vchifss- einhetten.
Dem Flaggschiff folgten verschiedene dicht besetzte Passagierdampser aus Stettin und Swi- nemünde. Den Schluß blldete der Llohd-Dampfer „R o l a n d", der von der Marineleitung gechartert war, und unter Befehl des Vizeadmirals Pseisser stand. An Bord der „Roland" sah man u. a. mehrere Mitglieder des Reichsrats, darunter den bayrischen Gesandten v. P reger, dem mecklenburgischen Staatsminister Asch, den württenbergischen Gesandten Staatsrat Dr. B o s l e, den sächsischen Ministerialrat Schulze, den preußischen Ministerialdirektor Dr. Frick, ferner verschiedene Reichstagsabgeordnete und den Kommandeur der zweiten Infanterie-Division von Arnsberg. Nachdem die Schiffe sich etwa 15 Meilen von der Küste entfernt hatten, erschien im Nordosten die in Kiellinie fahrende Flotte.
Die Besatzung der Flotte hott« Paradeaufstellung genommen und brachte ein dreifaches Hurra aus. Zunächst defilierten die Linienschiffe „Reffen" und „Elsaß". Es folgten die Kreuzer „Berlin", „Amazone" und „Nymphe". Hieran schlossen sich zwei Torpedobootflottillen mit den drei erst nach dem Kriege erbauten Torpedobooten „Seeadler", „Möoe" und „Falke" an, deren Beschluß eine Minensucherhalbflottille bildete. Während die Minensucherhalbflottille nach Swinemünde zurückkehrte, formierte sich der übrige Flottenverband zu Gefechtübungen. Die Hebungen, die sich auf der Höhe zwischen Dievenow und Eolberg abspiel- ten, bestanden aus einer Il-Bvvt - Sicherung des
Flottenoerbandes durch Torpedoboote, einet Nebelfahrt mit Kursänderungen nach akustischen Signalen, Vorpostenstellung der Torpedoboote und aus- gedehnten Evolutionen des ganzen Verbandes. Den Abschluß der Hebungen bildete eine Dorbeifahrt des Flaggschiffs an dem in Kiellinie aufgestellten Flottenverband. Während das Begleitschiff „Roland" nach einer Huldigung seiner Besatzung an den Reichspräsidenten nach Swinemünde zurückfuhr, blieb die Flotte auf hoher See, um mit den eigentlichen Flottenmanövern zu beginnen. Am Donnerstagfrüh trifft der Reichspräsident wieder in Swinemünde ein, um sich an Bord des Kreuzers „Berlin" zu begeben, der ihn nach Königsberg in Preußen bringen soll.
Des Reichspräsidenten Geburtstag.
Berlin, 14. Sept. (WB.) Wie den zuständigen Stellen bekanntgeworden ist, sind vielfach Zweifel darüber aufgetaucht, in t «r her Weife der 80. Geburtstag des Herrn Reichspräsidenten würdig gefeiert werden soll. Heber diese Frage hat daS Reichsministerium des Innern bereits vor einiger Zeit ein Rundschreiben an die Länderregierungen gerichtet, das dem Wunsche des Herrn Reichspräsidenten ensspricht, von besonderen Feiern aus diesem Anlasse abzusehen. Die Reichsregierung werde daher weder in Berlin noch in sonsttgen Orten Deusschlands amtllche Feiern veranstalten und bittet die Landesregierungen gleichfalls, auf solche Feiern zu verzichten. Dem Ersah der Feiern soll die Hinden- burgspende dienen.
Im übrigen hat die Reichsregierung in dem Rundschreiben den Landesregierungen vorgeschla- gen, folgendes zu veranlassen:
1. Beflaggung sämtlicher Dienstgebäude des Landes und der Stadtgemeinden:
2. Veranstaltung schlichter Schulfeiernam Samstag, 1. oder am Montag, 3. Oktober, Ausfallen des Schulunterrichts im Anschluß an diese Feiern:
3. Fühlungnahme mit den Kirchenbehörden, damit am 2. Oktober 1927 des Geburtstags in den Kirchengebeten gedacht wird.
Kongreß die bekarmtgewordenen Gesichtsvunkte der Neuregelung der Deamtenbesoldung als den Forderungen der im Allgemeinen Deutschen De- amlenbund organisierten Beamtenschaft größtenteils nicht entsprechend bezeichnet. Anderersetts wird jedoch feftgeftettt, daß die Neuregelung einen mindestens teilweisen Erfolg der vom AD.B. jahrelang erhobenen Forderungen bringe. Die gesamte Tendenz des beabsichtigten neuen Besoldungsstzstems wird in der Entschließung als ein großer Mißgriff bezeichnet, der auf das entschiedenste abgelehnt werden müsse.
Aus dem Finar^zausschuh des Hessischen Landtags.
Darmstadt, 14. Sept. Der Finanzausschuß des Hess. Landtags beriet in der Mittwochsitzung eine Regierungsvorlage über Bodenoer be s s e- rungsdarlehen. Es handelt sich hier um Zins- Verbilligung u.rd Feldbereinigungsdarlehen. Es sollen Darlehen bis zum Gesamtbeträge von 8 000 000 Mk. gewährt und im Weg« des Staatskredits flüssig gemacht werden. Di« Vorlage wurde angenommen mit dem Zusatz, daß die Regierung die Gemeinden usw., di« als Darlehnsnehmer In Bettacht kommen, vorher benachrichtigt, daß nur eine beschränkte Summe des Darlehens zu verbilligtem Zinssatz abgegeben werden kann. Ebenfalls wurde einer Regierungsvorlage über die Beteiligung des Staates an der neu gegründeten Firma „O b e r h «f f i f ch e Ob st werke e. G.m. b. H., Büdingen" zuge- ttmmL (Der hessische Staat wird sich mit 5 Ge- cbäftsanteilen zu je 100 Mk. und mit einer Haft- unrrne von 2000 Mk. beteiligen.) Eine Vorlage zur Durchführung des Wohnungsbau-Programms wurde angenommen, ferner wurde die Regierung zur Aufnahme von Staatsanleihen ermächtigt. Zu einem Antrag der Abgeordneten Frh. v 5)61)1 zu Herrnsheim und Nuß, daß alle B e - russischer von der Zahlung des Fischereipachtluxusstempels befreit werden, erklärt die Regierung, daß, wo große Härten sind, ein Nachlaß gewährt werden soll, einer allgemeinen Befrei ung könne nicht stattgegeben werden. Der Antrag wurde durch die Regierungsantwort für erledigt erklärt. Ein« Vorlage zur Befreiung von Unternehmungen zur Errichtung von Wohnungen für Minderbemittelte von Stempel und Gerichtsgebühren wurde genehmigt. Einem Antrag Eberle wegen Errichtung einer Amtsrichterwohnung in Wörrstadt wurde gugeftimmt mit der Maßgabe, daß die Regierung im Voranschlag für 1928 Mittel für den Bau einer Amtsrichterwohnung bereitstellt. Zu einer Eingabe der Kanzleigehilfen des Amtsgerichts 1 und II in Darmstadt bett. Abbau der zur '.Bearbeitung der Aufwertungsarbeiten eingestellten Kanzleigehilfen erflärt die Regierung, daß die Frag« geprüft werde, ob Gehilfen nach Erledigung der Arbeiten beibehatten werden können. Die Eingabe wurde für erledigt erklärt. Abg. Reiber hat einen Antrag «ingedracht, alsbald das Gesetz über die Gewerbe st euer zu beraten und zu verabschieden. Heber dieses Gesetz liegt bereits ein Plenarbeschluß vor, die Vorlage nicht zu beraten und nicht zu verabschieden. Die Mehrheit des Ausschusses aber stellt« sich auf den Standpunkt des Ar- tikels 35 der Geschäftsordnung des Landtags, wonach eine Vorlage, die vom Landtag abgelehnt wor- den ist, nicht mehr in derselben Landtagsperiode eingebracht werden kann. Auch nach Artikel 35, Abs. 2 wäre eine nochmalige Beratung nicht möglich, denn dieser Absatz besti-mmt, daß Anträge, di« abgelehnt sind, nur dann wieder beraten werde können, wenn ein Beschluß des Landtags dies zuläßt.
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Abg. Dr. Werner (Du.) hat im Hessischen Landtag folgende Anfrage an die Regierung eingebracht. Die kommende Desoldungsord- nung im Reich und in den Ländern soll offenbar von einem maßgeblichen Te l der Wirtschaft dazu benutzt werden, um für sich ganz unbegründete und unberechtigte Preissteigerungen einzuheimsrn. Auf der Magdeburger Beamtentagung wies Herr Reichsfinanzminister Köhler bereits auf diese drohende Gefahr hin
und erklärte, daß er mit der Reichsregierung willens sei, diesem unheilbringenden Vorgehen entschlossen zu begegnen. Ob es ihm gelingen wird, steht dahin, doch muh alles Mögliche versucht werden, um zu verhindern, daß eine das gefamte Geschäftsleben mit sich ziehende, letzten Endes sich an Verbraucher an Staat und Voll auswirkende Preiswucherei eintritt. Betrug an der seit Jahren ins w-irsschaftllche Hinter- treffen geratenen Beamtenschaft, restloses Auf- faugen der Gehaltsaufbesserungen durch Damphre der Volkswirtschaft, neue Inflationserscheinungen würden die unabwendbaren Folgen sein. Ich frage an: 1. Gedenkt die hessische Regierung das Vorhaben der Reichsregierung gegen jede unberechtigte Preiserhöhung zu unterstützen? 2. Was beabsichtigt die hessische Regierung in dieser Frage auf hessischem Gebiet demnächst zu tun? 3. Ist die hessische Regierung irrSbe- sondere bereit, auf eine Überwachung der Machenschaften der sogen. Conventionsbureaus und Syndikate hinzuwirken?
Aus aller Welt.
Die Springflutkatasirophc in Japan.
Die während der letzten Tage über Süd- Japan niedergegangenL Sturm- und Lleber- schwemmungskataftrophe stellt sich nach den letzten aus Tollo vorliegenden Meldungen noch wesentlich schwerer heraus, als die ersten Bericht« vermuten ließen. Die Zahl der Toten wird offiziell mit 3000 angegeben: weitere 1000 Personen werden noch vermißt. Die südöstlichste der vier Hauptinseln Japans, Kyushu, hat in ihrer ganzen Ausdehnung schwer gelitten. Infolge der Uni erbte i)ung der Verbindungen mit Tokio sind dort Einzelheiten über die Katastrophe nur sehr schwer zu erhalten und vielfach ungenau. Fest steht jedoch, daß es sich um den schwersten Taifun hmrdelt, von dem Japan in den letzten vierzig Jahren betroffen worden ist. In dem Bezirk Kumamoto wurden 70 000 Acres kultivierten Landes überschwemmt. Flugzeuge, die die verwüsteten Gebiete überflogen haben, haben Luftaufnahmen mitzebracht, die ein anschauliches Bild der schweren Verwüstungen geben. In Tokio, das heute früh von dem Taifun erreicht wurde, wurden dreißig Kinder durch Teile eines weg- getragenen Daches verwundet. Besonders schwer wurde auch die Stadt F u k i o t a betroffen. Am stärksten wurde die Stadt Kohimachis betroffen. Don den dort zerstörten 700 Häuf ent wurde einige zwei Meilen weit landeinwärts geschleudert. Zwei benachbarte, stark bevöllette Dörfer wurden dem Erdboden gleichgcmacht. Im Bezirke von Kumamoto find 719 Personen uns Leben gekommen oder verwundet worden. 1850 Häuser zerstört, 700 000 Acres Reis und andere Pflanzungen überschwimmt und 37 Fischerboote verloreir.
Schweres Sttaßenbahnunglück bei Renyork.
In dem Vorort Weehawken (New- Versetz) wurde ein vollbesetzter Straßenbahnwagen beim Passieren eines Bahnübergangs von der Lokomotive eines Güterzugs erfaßt und zertrümmert. Die 40 Insassen wurden durch die Gewalt des Zusammenstoßes weit weggeschlcu- dert. 32 von ihnen wurden verletzt, darunter drei schwer. Der Zusammenstoß ist offenbar eine Folge mißverstandener Signale. 8 Eisenbahnangeheltte wurden verhaftet. Geg.n vier weitere, Die auf freiem Fuß gÄassen wurden, ist ebenfalls eine Unteriudyung eingeleitet.
hundert rheinische Jungens in Berlin.
Hundert rheinische Jungens aus dem besetzten Gebiet und zwar aus der Pfalz, Hessen und der preußischen Rheinprovinz sind auf ihrer sechswöchigen Reise durch Deutsch- land, nachdem sie die Nordsee, Ostsee und Ostpreußen besucht hatten, in Berlin eingetrvfsen und haben unter Leitung des Studienrates Hösbach (Koblenz) am Mittwoch im Berliner Rathaus einen Besuch gemacht. Sie wurden dvtt tnxn
Oberbürgermeister Böß empfangen und werden nun acht Tage hier bleiben, um Berliner Sehenswürdigkeiten, Reichstag, Schloß, Potsdam. Sunt- turm usw. in Augenschein zu nehmen. Der Ma- giftrat Berlin hat ihnen 50 Dillets für die städtische Oper, die Alfa Freikarten für Kinos zur Verfügung gestellt. Die Jungens sind zum größten _ Teil Gymnasiasten. Mittelschüler und Vollsschüler. Sie machten einen ganz vorzüglichen Eindruck und wurden von Oberbürgermeister Böß auf das freundlichste im Rathause durch eine Ansprache begrüßt. Ihr Leiter antwortete mit Worten des Dankes und der Anettennung für die Ausnahme in der Reichshauptstadt, die allen unvergeßlich fein werde.
Tierzüchler als Gäste des candwirtschaflsminister».
Die am 5. Internationalen Kongreß für Der- erbungsforschung teilnehmenden Tierzüchter entsprachen einer Einladung des preußischen Ministers für Landwirtschaft Dr. Steiger zu einem Frühstück. Außer den in Frage kommenden deutschen Kongreßteiln^mern und zuständigen Vertretern des Ministeriums hatten der Aufforderung eine Reihe von prominenten Dier- züchtern aus Amerika, England, Rußland, Frankreich, Holland, Oesterreich, Schweden, Norwegen und Dänemark Folge geleistet.
Die Kanalisierung der Rohr.
Die Kanalisierung der Ruhr für Schiffe bis zu 2300 Tonnen von Mülheim a. d. R. bis zur Ruhr- Mündung und die Schaffung einer großen Schleuse von 130 Metern Länge und 13 Meter Breite sind nunmehr nach einer Blättermeldung vollendet. Die Einweihung der neuen Schiffahrtsstraße ist für den 7. Oktober anläßlich der in Mülheim stattfindenden Hauptversammlung des Zentralverbandes für deutsche Binnenschiffahrt vorgesehen.
Ausspringen auf den fahrenden Zug.
In Hirschhorn wurden der ledigen 18jährigen Qlnna Diehl aus Jettenbach beim Versuch, auf den fahrenden PersonenAug Kaiserslaurern—Lautershausen aufzuspringen, beide Füße abgefahren. Außerdem erlltt sie Verletzungen am Arm.
Schwerer Schicksalsschlag einer Jamifie.
Di« Familie des Bäckermeisters Imendopf in Frammersbach (Spessart) wurde von schweren Schicksalsschlägen getroffen. Innerhalb zweier Tage raffte der Tod drei Menschenleben aus der Familie hinweg. Erst starb der Enkel, dem innerhalb 24^tun- den der Großvater folgte und. noch war das Grab nicht geschlossen, starb auch die Mutter des bereits verschiedenen Kindes.
Artistentod.
In Mügeln lleß sich ein Artist in einem zwei Meter tiefen Loch begraben. Er wollte darin 15 Minuten verweilen. Bereits nach einigen OTi nuten zog er jedoch die Notleine. Obwohl er sofort ausgegraben wurde, war er schon bewußtlos und starb kurz nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus.
Au» Leichtsinn in den Tod.
In Hofgeismar verpflichtete sich ein junger Mann, in einem Zuge ein Liter Schnaps a u 6 3 u t r i n f e n. Die Wette wurde unverständlicherweise angenommen. Unter großem Hallo begaben sich die Burschen in eine Gastwirsschaft, wo ein Liter Schnaps gekauft, und die Wette ausgetragen wurde. Der übermütige junge Mann trank aus Leibeskräften, stürzte jedoch schon nach wenigen Sekunden bewußtlos vom Stuhl. Als Wiederbelebungsversuche erfolglos blieben, wurde ein Arzt benachrichtigt, der jedoch nur noch den bereits eingetretenen Tod feststellen konnte.
Die Wetterlage.
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Wettervoraussage.
Heber Deutschland erstreckt sich heute morgen eine Hochdruckbrücke, die vom Balkan-Hoch nach dem vvrstoßenden skandinavischen Hoch sühtt- Ostluftströmung ist im Bereich der Drücke vorherrschend. Im Westen liegt em Depressionsgebiet über dem Kanäl, das beim weiteren Vordringen nach unserem Gebiet die Fortdauer des herrschenden Witterungscharakters erhält.
Wettervoraussage: Wollig, auch vorübergehendes Aufklaren. Temperaturm wenig verändert, zeitweise Niederschläge.
Witterungsaussichlen für 6a meta g: Wechselnd wolkig mit Aufheiterung imb vereinzelten Niederschlägen.
Lufttemperaturen am 14. September: mittags 13,4 Grad Celsius, abends 11,8 Grad Celsius: am 15. September: morgens 13,7 Grad Celsius. — Erd- temperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 14. September 13,4 Grad Celsius: am 15. September 12,5 Grad Celsius. Maximum 13,6 Grad Celsius, Minimum 9,5 Grad Celsius. — Niederschläge 2,8 Millimeter.


