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e Austrieb auf dem heutigen Frankfurter S ch la ch t v ieh m a r k t: Kälber, 648 Schafe, 849 Schweine.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Eine Bitte an den Evangelischen KIrcherworsland.

Wenn der Landmann einen Morgen sauerer Arbeit hinter sich hat, wie erfreut ihn dann der Ton der Mittagsglocke, der Arbeiter, das Schulkind, die Hausfrau, wie gerne hören sie das Mittaglauten, das die erste und meist schwerer« Tageshälfte beendet.

Wenn man des Abends über Land geht.

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wie schön und stimmungsvoll ist das Abend­läuten, wie gerne hört jedermann die Feier­abendglocke nach des Tages Arbeit.

Wir haben hier in unserer Stadt zwei schöne Gotteshäuser mit wundervollem Geläut, aber wir dürfen die Glocken nur Samstags und Sonn­tags hören. Run kommen noch zwei neue Glocken. Ehe sie eintreffen, möchste ich an dieser Stelle im Ramen mancher Gleichgesinnten dem Kirchen­vorstand eine Bitte unterbreiten: Lasset diese neue Glocke auch an Werktagen Mit­tags- und Abendglocke sein zur Freude und Erbauung I Der Dank und die freudige An­erkennung aller Christen unserer Stadt wird

ÄttfeSe* -Binder gedeihen pvälhtig, sind gesund, widerstandsfähig und machen ihren Eltern Zreude. Oie vorgefaßte Mei­nung, daßKufeke" teuer sei, ist falsch! .Kuseke" ist billig f Oie für eine Mahlzeit be- nötigte Menge Kuseke für ein Kind bis JTfc Mf zu 6 Monaten kostet tUr9***

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Am Sonntag fand in Frankfurt a. M. unter ... Leitung des Oberwachtmeisters Veith- Darmstadt die diesjährige Hauptversamm­lung des Vereins hessischer Straf- vollzugsbeamten unter starker Beteiligung sämtlicher Strafanstalten Hessens statt. Zunächst wurden die internen Fragen, sowie sachtechnische Fragen behandelt. Hieraus sand die offizielle Ver­sammlung statt. Erschienen waren hierzu vom Hess. Deamtenbund Rektor und Landtagsabg. Winter- Main- und Hausverwalter W o l f« Gernsheim, sowie die Landtagsabgeordneten Leuschner und S 1 or? - Darmstadt. Die Re­gierung und andere Parteien konnten wegen anderweitiger Bindungen nicht erscheinen. Der Vorsitzende leitete die Verhandlungen über Wünsche und Forderungen für die kommende Zeit der Strafvvllzugsbeamten ein, er wie- besonders darauf hin, daß man den Cicherheitsbeamten hinter den hohen Mauern nicht das Interest« entgegenbringt, wie den Sicherheitsbeamten auf der Straße usw., trotz des sehr gefahrvollen Dienstes. Abg. Winter gab Aufllärungen über allgemeine Deamtenfragen und ging dann näher auf die Forderungen der Strafvvllzugsbeamten zur Besoldungsneuregelung ein. Herr W o l f - Gernsheim verbreitete sich in nahezu »/« Stunden in sehr geschickter Weise über Organisations­fragen. Abg. Leuschner sprach über Besol- dungsprobleme und Wirkungen, er versicherte, daß seine Partei die Forderungen^ der Straf­vollzugsbeamten mit unterstützen würde. Ebenso ging Abg. S t o r k auf die interessierenden großen Beamtenfragen ein. Sämtliche Redner ernteten für ihre von großem Interesse getragenen Aus­führungen lebhaften Beifall. Der Anschluß an den Hessischen Beamtenbund wurde vollzogen.

Uns der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 15. September 1927.

Die Singvogelzucht in O berhessen

Vielen durch ihren Berus ans Haus ge­fesselten Bewohnern des Dogelsberges, besonders den Handwerkern, bietet die Zucht von Ka­narienvögeln ein« angenehme Unterhaltung, und trotz der heutzutage nicht niedrigen Futter­preise eine willkommen« Reben einnahrne. Jetzt bei beginnendem Herbste seht der Züchter die Iungvögel teilweise schon ab, während er den größeren Teil der jungen Kanarrenhähne. die sog.Zukunftshäbne", weiter durch erstklassige alte Edelrvller, durch die .Vorsänger", tm ®efang vervollkommnen läßt, um sie vor Weihnachten zu beträchtlichen Preisen zu verkaufen. Auch die einst allenthalben sehr beliebte Aufzucht von Gimpeln oder Dompfaffen, im BogelS- bergBlutfinken" genannt, well sie mit einer schön karminrot gefärbten Brust geziert fmd, ist noch hierzulande allgemein verbreitet. Stet Vogelsberger Dauer entnimmt die jungen Gim- pcl nach der ersten Woche dem Rest, päppelt sie zu Hause auf und pfeift ihnen unermüdlich mit dem Munde odrr der Vogelorgel einfache Melo­dien iror, die sie dann leicht nach einiger Zeit beherrschen und nachahmen. Allerdings wird meist der größte Tell dieser abgerichteten Blutsinken sog.Stümper" bleiben und nur wenige werden zu wirklichguten Hähnen werden: solchege­lernten" Gindel finden aber stets Liebhaber, werden meist nach England oder Amerika in Sammeltransporten ausgeführt und gut bezahlt. Wie groß immerhin in manchen Jahren die Deute der Züchter war, beweist Karl Rudolf Fischer in seinemVogelbuch von Vogelsberg, Wetterau und Rhön", worin er mitteiU, daß im Jahre 1872 allein im Vogelsberg für 24 000 Mark abgerichtete Blutsinken zusammen gebracht und mich England oder Amerika ausgefuhrt wurden. Das größte Züchterdvrs ist Angers- b a ch, wo der Haupthändler seit 1896 einen Waggon mit 5000 bis 6000 Käsigen und etwa 8000 Vögeln zum Versand gebracht hat. 600 bis 900 von diesen waren gelernte Gimpel, der übrige Teil Kanarienvögel. Der Versand der anderen Vogelsberger Züchter und Händler, von denen jeder einzelne ost bis zu 30 Dlutfinken grvh- zieht, ist reichlich noch einmal so groß wie der Angersbacher Export. Für einen guten Qitfter- sänger, der zwei oder mehrere Lieder singt, werden 30 bis 40 Mark, für .einfache" Sänger 20 bis 30 Mark, für einen .Dummen" oder Stümper" dagegen nur 2 Mark und für ein Weibchen, das man nicht abrichten kann, nur 50 Pfennig« bezahlt. Der große Krieg hat natür­lich auch ktem Vogelfang und der althergebrachten Vogelzucht vollkommen Einhalt geboten, doch blühen sie jetzt wieder von neuem empor. Jetzt im Herbst beginnt auch wieder di« Arbeit des nach dem Reichsvogelschutzgesetz noch erlaubten Handels und Fangs einzelner Singvögel zu Käfigzwecken. So werden in den Dörfern Ober­hessens von Vogelliebhabern mit Vorliebe die bunten Stieglitze oder Distelfinken, die sangeseifrigen Blut- oder Grünhänflinge und besonders gern von den Weichfressern das Rotkehlchen und das Schwarzköpfchen (Mönchsgrasmücke) als liebe Stubengenossen ge­pflegt.

Einheitliche Verkehrszeichen in ganz Deutschland.

Rachdem durch ReichSvervrdnung vom 8. Juli 1927 neue Des ährenreichen für den Kraftfahr­zeugverkehr mit Wirkung vom 1. September an festgelegt worden sind, haben die preußischen Minister für Landwirtschaft, des Innern und für Handel und Gewerbe jetzt einen Runderlaß her­ausgegeben (Ministerialblatt vom 13.9.1927), der eine einheitliche Regelung der Verkehrszeichen für Preußen anordnet. Da dieser Runderlaß einem Beschluß sämtlicher Länder entspricht, so toirb man von nun an in ganz Deutschland einheitliche Verkehrszeichen antreffen.

Außer den bereits durch Reichsverordnung festgelegten Gefahrenschildem kommen bei der ein­heitlichen Regelung noch in Betracht:

Schilder, die zur Bekanntgabe von Wege- Zerrungen oder von Geschwindigkeits- oder son­stigen Derkehrsbeschrankungen dienen (Verbots­und Verkehrsbeschränkungsschilder).

Wegweiser, die an Wegekreuzungen die Ziel­punkte kter Wege angeben und

Ortstafeln, die dem Wegebenuher den Ramen d«S Ortes, den er berührt, anzeigen sollen.

Zu den Verbots- und Derkehrsbeschränkungs- schildern gehören alle diejenigen Tafeln, die dem Publikum ein« polizeiliche Anordnung über e.ne Wegesperrung (Sperrschilder) oder über lang­sames Fahren (Geschwindigkeitsschilder) oder eine Anordnung, wonach eine Straße nur in bestimm­ter Richtung oder nur unter gewissen Einschrän­kungen oder zu bestimmten Zwecken benutzt wer­den darf, bekanntgeben sollen. Für die Verbots­und Verkehrsbeschränkungsschilder ist dieselbe Farben-usammenstellung rot-weiß gewähl worden (Weitzer Grund, signalrote Umrandung) In der Form sollen sich die Sperr- und Ge schwindigkeitsschilder un'ereinander und von dei Gefahrentafeln in der Weise unterscheiden, das die Sperrschilder Pfeilform erhalten, währeni die Geschwiirdigkeitsschilder Viereck g auszuaestal ten sind. Bei den Sperrschildern ist es im Übrigei Lei der bisher üblichen Kennzeichnung der Ver Bote durch Punkte belassen worden. Auch de Unterschied in der Kenntlichmachung solche Sperren, die für die Dauer, und solcher, die nu für Sonn- und Feiertage gelten, ist festgehaltei worden.

Da es sich als notwendig erwiesen Hal mitunter bei Krankenhäusern, Schulen und ähn ht ?n Anstalten besondere Tafeln aufzusteller ii_> die Kraftwagenführer zum vorsichtigen un

«schaffen werden. Iritodfe sind die Häuser schon soweit Dorangefommen, daß man mit dem Bezug der Wohnungen in nicht zu ferner Zeit rechnen kann.

Der Bau deS neuen Kulisfen­hauses beim Stadttheater ist in den letzten Wochen rüstig vorangeschritten. Gegen­wärtig ist man mit den Maurerarbeiten bereits im Parterre nahezu fertig. Wenn die Erbauung in dem bisherigen Tempo weiter fortschreitet, so dürfte das Gebäude sicher noch im Laufe dieses Herbstes unter Dach kommen.

Eisenbahnunf a ll in Lollar. Gestern abend gegen 6 Uhr ereignete sich auf dem Rangierbahnhof in Lollar ein Betriebs­unfall. Dort entgleifte die Maschine eines Wetz­larer Zuges beim Umsetzen, als sie mit dem Tender rückwärts zum Prellbock fuhr. Tender und Maschine überrannten den Prellbock, worauf die Entgleisung erfolgte. Dabei kam der Tender so weit vom Dahngclände ab, daß er in der Lust schwebend abwärts hing, während die Ma­schine auf dem Bahnkörper verblieb. Di« Aus- gleifungsarbeiten wurden alsbald in Angriff genommen; Personen find nicht zu Schaden ge­kommen, der Materialschaden ist gering.

** Der Landesparteitag der Hessi­schen Zentrumspar tei findet am 16.Okto­ber in Frankfurt a. M. statt. Auf ihm wird die Wahlparole für die hessischen Landtaaswahlen aus­gegeben werden. Der Landesausschuß tritt am 28. September in Mainz zusammen.

--- Der Stenvgraphenbezirk (Gabelsberger) Gießen hält seinen dies­jährigen Derbandstag am 24. und 25. Sept, in Schotten ab. Arn Samstag findet eine Be­sprechung der älnterrichtsleiter statt, an die sich abends die Vertreterversammlung anschlieht. Das Wettschreiben ist für den Sonntagvormittag vor­gesehen. iL a. wird auch ein Stafetten^Wett- schreiben abgehalten. Bis jetzt sind schon 200 Wettschreiber angemeldet. Sine Anzahl Ehren­preise stehen zur Verfügung.

---Di« heimatkundlich« Ar­beitsgemeinschaft für den Kreis Gießen veranstaltet demnächst mehrere heimat­kundlich« Tagungen. Der bekannt« Geschichts­forscher Prof. Dc. Blecher-Friedberg ist als Redner gewonnen und wird über Einführung in heimatkundlich« Arbeit, Heimatgeschichte uno Volkskunde Vorträge halten. Die Tagungen fin­den statt am 17. September in G rünberg, am 21. September in Hungen und am 23. Sep-

Berliner Börse.

Berlin, 15.Sept. (WTB. Funkspruch.) Nach­dem noch gestern abend in Frankfurt bei allerdings wenig veränderten Kursen das Geschäft noch ziem­lich lebhaft zu nennen war, ist der heutige Früh­verkehr vollkommen lustlos. Nur für Farben hört man einen Kurs von 302 bis 302,5, im allgemeinen ist man aber eher schwächer gestimmt. Am Devisen­markt hört man mit 89,30, Madrid 28,72 und das Pfund mit 4,8630. ____________________

Kunst und Wissenschaft.

Isadora Duncan tödlich verunglückt.

Paris, 15. Sept. (WTB. Funkspruch.) Die be­kannte Tänzerin I s a d o r a D u n c a n ist bei einem Autounfall in Nizza tödlich ver­unglückt. Ihx Schleier verfing sich in einem Rade des in höchster Geschwindigkeit befindlichen Wagens, und sie fand, ehe man ihr Hilfe bringen konnte, durch E r st i ck e n den Tod. Der Schleier hatte ihr den Hals eingeschnürt.

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Die auf so schreckliche Art ums Leben gekommene Künstlerin wurde am 27. Mai 1878 in Sa n Fran­zisko geboren. Im Jahr« 1899 kam sie nach (Eu­ropa und erregte großes Aufsehen durch die Neu­artigkeit ihrer Tanzkunst, die eine Neubelebung des alten griechischen Chortanzes her- beiführen sollt«. Sie trat barfuß und in griechischem Gewand auf und tanzte nach klassischer Musik und in Anlehnung an antike Dorbilder. Ihre Darbietun- gen bedeuteten einen Wendepunkt in der Entwicklungsgeschichte des Tanzes, und während einiger Jahre war die Duncan eine der erfolgreichsten Tänzerinnen von ähnlich vorbild­licher Bedeutung, wie heute etwa Laban oder di« Wigman. 9bre Methoden wurden aber bald von anderen aufgenommen und überholt, so daß die Künstlerin sich von der Oefsentlichteit zurückzog und 1904 in Grünewald bei Berlin eine Tanzschule er­öffnete. Später ging sie nach Petersburg, wo sie mehr Erfolg hatte, und aus einer Berquickung ihrer Kunst mit dem alten Ballettstil ein neuer Tanzstil entstand. In Paris, wo sie sich dann hinwandte, be­geistert« sie Künstler wie Auguste Rodin, hatte aber das Ballettkorps und wegen ihrer losen griechi­schen Gewänder die Polizei gegen sich. Sie richtet« sich im Schloß Neuilly ein, wo sie glänzende Feste veranstaltete und einen Kreis von Künstlern um sich versammelte. Während des Weltkrieges tanzte sie in den Straßen Athens, um die Griechen zur Teilnahme am Krieae anzufeuern.

Später folgte die Künstlerin einer Ginladung der Sowjetrepublik und errichtete in Moskau eine kommunistische Tanzschule, angeb­lich mit der Begründung, daß sie vor der euro­päischen Kunst, die nur noch ein Geschäft fei, die Flucht ergriffen habe. Der bolschewistische Kultusminister Lunatscharski stellte ihr einen Palast zur Verfügung und gab ihr freie Hand, mit dem alten russischen Ballett gründlich auf­zuräumen und eine neue Tanzära einzuleiten.

Infolge des großen Vertrauens, das ihr die Sowjetregierung entgcgenbrachte, lag di« Ver­mutung nahe, daß die Tänzerin einer kommu­nistischen Propaganda-Organisation angehöre, und unter dieser Begründung verweigerten ihr di« amerikanischen Behörden, in Reuyork an Land zu gehen, als sie mit ihrem Gatten, dem Dichter Jessenin, 1922 dort eintraf.

Rach dem Selbstmorde Jessenin- 1925, der sich dem Trunk ergeben hatte, und seine Frau mißhandelt haben soll, begab sich di« Duncan wieder nach Frankreich, geriet dort aber in Rot, so daß ihr Schloß in Reuilld in Gefahr kam, verkauft zu werden. Di« Hilf« von Freunden ermöglichte ihr jedoch zunächst einen Aufenthalt an der Riviera, wo sie in Begleitung des Violin­virtuosen S e r o f f erschien. 3m Januar 1927 machte sie dort, angeblich auS Eifersucht, einen aufsehenerregenden, auf theatralische Wirkung be­rechneten Selbstmordversuch, indem sie, in ein purpurnes Gewand gehüllt, von ihrer Villa aus ins Meer schritt. Sie wurde jedoch von einem alten englischen Offizier gerettet Ihre Kunstschule in Reuillh wurde inzwischen durch ein Komitee ihrer Freunde in Paris auch ge­rettet Sie nahm die Hilfe an unter der Be­dingung, daß das HauS der französischen Re­gierung geschenkt wird und ihr zeitlebens als Schulstätte überlassen bleibt. Im Jahr« 1924 äußerte sie die Absicht, 1000 an sie gerichtete Liebesbrief« zu veröffentlichen. Does fand jedoch bisher nicht statt

M< rkwürdig ist, daß ihre beiden Kinder eben­falls infolge eines Autounglücks ums Leben kamen: sie ertranken in der Seine.

langsamen Fahren veranlassen sollen, stick) für solche Fälle besonder« Schilder vorgesehen, die nach dem Muster für Geschwindigfeitslchilder aus­gestaltet stick).

Als sonstige Verkehrsbeschränkungsschilder kommen Richtungsschilder zur Kenntlichmachung des vorgeschriebenen Weges im allgemeinen und an Straßenkreuzungen im besonderen in Betracht, die jedvch feine Wegweiser sind, sondern einen bestimmten Weg zwangsweise vorschreiben: ferner Schilder für Gisenbahnstrahen nick) Straßen 1. und 2. Ordnung, Schilder für Parkplätze und für Stellen, an denen das Parken verboten ist, und endlich Schilder für Fußgängerüberwege. Bel den Wegweisern, deren Ausstellung Sach« der Wegeunterhaltungspflichtigen ist, haben die Wege­polizeibehörden im Interesse der sicheren und hemmungslosen Abwicklung des Verkehrs darauf zu achten, daß die Wegweiser überall da, wo «s notwendig ist, aufgestellt werden. Rach ge- fegentkichen Beobachtungen läßt der gegenwärtige Zustand in dieser Hinsicht noch viel zu wünschen übrig. Besonders müssen innerhalb geschlossener Ortsteile eine hinreichende Anzahl von Weg­weisern angebracht werden, so daß der Durch­gangsverkehr schnell auf kürzestem Wege durch Städte usw. hindurchgeschleust werden kann. An wichttgen Verkehrsknotenpunkten in Städten ist nach Möglichkeit für Beleuchtung Sorge zu tragen.

Die Aufstellung von Ortstafeln hat an allen Durchgangsstraßen, in jedem Falle aber an der Hauptstraße des Ortes, am Eingang und Ausaang des Ortes, zu erfolgen. In der Aufschrift sind auf der Vorderseite die Namen des Ortes, der Kreis und der Regierungsbezirk anzugeben, auf der Rückseite, also dem Ortsinnern zugekehrt, ist der nächste grö- ßere Ort und die Entfernung dahin in vollen Kilo­metern zu verzeichnen, damit der den Ort Ver­lassende die Richtung des Weges erkennen kann. Die Farbe der Schilder ist hellgelb mit schwarzem Rand. Die Schrift ist schwarz. Die Tafeln sind, soweit nicht besondere Gründe entgegenstehen, auf der rechten Seite des Weges, nach dem Eingänge des Ortes zu gesehen, aufzustellen. Die Pfosten sind weiß zu strei­chen und erhalten einen spiralförmigen Querstreifen in schwarzer Farbe. Auf allen Schildern ist die An­bringung von Reklamen verboten.

Die Verbots- und Verkehrsbeschränkungsschilder alter Art sind alsbald zu beseittgen und durch neue nach Maßgabe des Runderlasses zu ersetzen. Die Auf­stellung der Ortstafeln soll ebenfalls alsbald erfolgen.

Gietzencr Wochenmaritpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter Pfd. 2.00 bis 2.10, Matte 30 bis 35. Käse 10 Stück 0.60 bis 1.30, Wirsing Pfd. 12 bis 20, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 15 bis 20, gelbe Rüben 10 bis 15. rote Rüben 10 bis 12, Spinat 25 bis 40, Römischkohl 10 bis 15, Bohnen (grüne) 15 bis 20, Bohnen (gelbe) 20 bis 25, Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Erbsen 30, Tomaten 25 bis 40, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 0.50 bis 1.00, Kürbis 8 bis 10, Pilze 25 bis 30, Kar­toffeln 5, Frühäpfel 10 bis 20, Falläpfel 5 bis 8, Birnen 8 bis 15, Zwetfchen 15 bis 20, Mirabellen 25 bis 30, junge Hähne 1.00 bis 1.10, Suppen­hühner 1.00 bis 1.20, Eier Stück 15 bis 16, Blumenkohl 0.20 bis 1.30, Salat 10, Salat­gurten 10 bis 40, Einmachgurken 3 bis 6. En­divien 10 bis 25. Ober-Kohlrabi 5 bis 15, Lauch 10 bis 15, Rettich 10 bis 20, Sellerie 20 bis 40, Radieschen Bd. 10, Preihelbeeven Pfd. 60, Brom­beeren 50.

Bornotizen.

Tageskalender für Donnerstag. Gießener Schachklub: 8.15 Uhr, Cafe Leib, Ver­sammlung. Palast-Lichtspiele:Die Tragödie einer Ehe". AstoriaLichtspiele:Betrogene Frauen".

Rechts gehen! In den engeren Stra­ßen unserer Stadt, aber auch in den breiten und viel begangenen Straßenzügen, wie in der Dahn- hofstreße, Frankfurter Stratze usw. kann man immer noch tagtäglich ein Durcheinanderlaufen der Passanten bemerken. Es scheint so, als ob unsere Mitbürger sich gar nicht an die in vieten anderen Städten gcmz selbstverständliche Ver­kehrsdisziplin des Rechtsgehens gewöhnen tonnten. Daß durch dieses Durcheinanderwimmeln eine starke Behinderung der Flüssigkeit des Ver- * ' * stattfindet, liegt ohne weiteres auf der Man denke nur daran, welche Schwierig- dem Fußgänger begegnen, sobald er eilig _____, die Bahnhofstraße nach dem Bahnhof strebt in einem Augenblick, wo Züge von aus­wärts angekommen sind, Um alle dies« Widrig­keiten, die doch jeden angehen, ein für allemal zu beteiligen, bedarf es nur des einfachen Ent­schlusses aller Stratzenpassanten, stets nur auf der rechten Seite zu wandeln. Wenn dieser Entschluß konsequent in die Tat umgeseht wird, ist jedermann wirksam geholfen.

Sehr rege $ a u t ä 11 gl eit kann man gegenwärtig beim Ausbau des WohnviertelsAm Kugelberg" entlang der Oberhessischen Bahnstrecke beobachten. Dort ist schon wieder ein neuer Straßen­zug von Wohngebäuden entstanden, in denen zahl­reiche Wohnungen mit zugehörigen Gartenstücken

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Straßensperrungen

° mitgeteilt vom Oberhef tschen Automobil-Club E. D., Gießen.___________

& Welche Strecke wird

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Straßenzug liegt die Strecke?

Für welche Fahrz. erfolgt die Sperrung?

Voraussicht, liche Dauer der Sperre

Umleitung

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r km 22,5 - 22,8

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Weilburg- Schmitten (Weilsttaße)

Für alle Fahrzeuge

bis 17. Sept.

Grävenwiesbach - Usingen

| Lauterbach - Blitzenrod

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Lauterbach- Herbstein- Stockheim

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14. September bis auf weiteres

Rudlos - Angersbach ober Frifchborn