Vertretung Deutschlands in der Mandatskommission beS Völkerbundes >ur Sprache, jedoch sei man in dieser Frag« auf nicht unerhebliche Widerstände von «eiten Briands. insbesondere aber dob feiten Lhamberlains. gestoßen, der daran« hin- gewiesen hab«, daß die englischen Dominions einer D«1reiung Deutschlands in der Mandatskommission ablehnend gegen überständen Sine Bestätigung dafür konnte bisher noch nicht erlangt Weichen, da von den betrügt™ Delegationen Auskünfte hierüber abgeleynt wurden.
Veamtendemonstrationen in Berlin.
Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger»-.
Verl in. 15. 3uni. Xie durch bie Der- fchleppuna der Regelung der Leamtenbef oldung in der Beamtenschaft entstandene große Erregung macht sich nunmehr in Demonstrationen Lust. Xie Solyenoraonisativnen der Beamten haben anläßlich deS Wiederzusammen- trittS deS AeichStagrS große Kundgebungen veranstaltet. Der Allgemeine Deutsche Beamten- bund hat eme Versammlung unter freiem Himmel abgeholten, während der Deutsche Beamtenbund Flugblätter in Riesenmengen verteilen laßt, in denen der RechS- lao auf den Ernst der Lag.- und die starke Unruhe in der Beamtenschaft hingewielen tmrb. Bet der vom Ortsausschuß Berlin des Allgemeinen Deutschen BeamtenbundeS veranstalteten Kundgebung auf dem Dendarmenmorkt. (Daren olle t .en vertreten. 3n den
Fügen wurden Schilder mttgeführt, auf denen gegen den Abbau und für den Achtstundentag demonstriert wurde. Zahlreiche Redner hielten kurze Ansprachen. SS wurde eine Entschließung angenommen, in der sofortige Besoldungserhöhung der unteren und mittleren Beamten noch vor der Sommerpause deS Reichstages gefordert wird. Die Kundgebung wurde mit einem .Hoch" auf die geeinte Front der Arbeiter Angestellten und Beamten geschloffen. Rach Beendigung der Kundgebung kam es in der 3dfletftraßc zu größeren Fufommenrottun- 8 en, als zwei uniformierte Schupvbeomte. die außerdienstlich an der Demonstration teilgenommen hatten, von einem Polizeimajor feftgenommen worden waren. Die Menge nahm gegen den Major eine drohende Haltung ein. Rur durch ein Zufälliges Da,wischentreten deS ReichStagS- präfiöenten L ö b e wurde die Menge an Tat- I«bleiten gehindert Rach Freigabe der Beamten zerstreute s.ch die Menge, so daß keine Polizei einzuschreitcn brauchte.
Das ArbeiLsprogramm des Reichstags.
Eigener Drahtbericht des „(Siebener Anzeigers'.
Berlin, 15. 3uni. Rachdem mit dem gestrigen Lage, dem Wiederbeginn der Plenar- fit',ungen deS Reichstages, die Pur laut ent arische Arbeit wieder In den Mittelpunkt deS öfsentlichen 3irterefseS rückt, dürfte eS nicht unangebracht fein, noch einmal im einzelnen auf die bevorstehende Arbeit deS Reichstage- und seine ge- sebgeberischen Aufgaben einzugehen. Wie wir 1 8 an di- tcn. steht die
ledige Tagung zunächst im Zeichen der Aufräum ung-arb eiten verschobener und vertagter Gesetzentwürfe. DieS ist allerdings keine Besonderheit. Parlamente pflegen fo etwa- vielmehr immer zu tun, nämlich besonder- fchwierige Aufgaben bis auf die letzten Wochen vor den sogenannten Sommerserien zu verschieben. Allerdings kvnunt diesmal manche- hinzu. waS den Reichstag erst neuerding- zu beschäftigen hat. dem steht aber nicht entgegen, zu behaupten, daß eS der Reichstag bisher vortrefflich verstairden bot. alle heiklen Themen zunächst abzufchie- 6 c n. Diese Taktik fonn zuweilen von Vorteil sein. Man hat eS ober auch soundlo oft erlebt, daß die sommerliche Hitze keineswegs befruchtend aus die Herren Abgeordneten cintvirfte.
3n erster Linie ftebt Wohl, wie wir bereitmeldeten. die Behandlung der Zolltarif- Rovelle (gerade diese dürfte besonders dazu nnnetaiv t*ln. d-> parlamentarischen Gemüter über das Muß 4u erhitzen, zumal diele aesetzgeberische Aufgabe besonders dringlich ist, da sonst -unsere Handelsvertragsverhandlungen ins Stocken geraten könnten. DeS loeltcren hat sich das Hohe HaiO über daS KriegSgerätegesetz zu entscheiden, wat aber voraussichtlich ohne weitere AnLe.nandersetzungen vonstatten gehen wird. Ferner geht in den nächsten Tagen die erste Lesung deS Gesetzentwurfes über d i c Strasgesetzbuch-Reform In Szene, eine Arbeit, die allerdings den Reichstag Wohl noch ein ganze- 3ahr beschäft-gen wird, man darf jedoch hoffen, daß diese für da- gesamte Wohl des DaterlandeS fo drinaliche Ausgabe noch vor dem Ende der Reich-tagsperiode durch- gefuhrt werden kann, damit nicht äieuwahlcn und neuer Reichstag neue Schwierigkeiten in der Behandlung diese- Gesetze- bringen. Zur Diskussion lieben ferner die Gesetzentwürfe über die Arbeitslosenversicherung, über die Arbeitsvermittlung, über den Reichs- wi r t l cha s t-ra t. über die RechtSanto a l t s o r d n u n g und dgl Bi- jetzt noch nicht im Arbeiteprograuun vorgesehen ist das Reichs- lchulgefeb LS wird voraussichtlich die beste Gelegenheit bieten, die parlamentarischen 'Debatten^ und Kämpfe aus- lebhafteste au erregen. Die Frage de- SperrgefetzeS über bie Regelung der Fürstenabfindungen scheint, wie wir zu wissen glauben, hinfällig zu werden, da voraussichtlich auch die letzten Länder, die noch keine Regelung mit den ehemaligen Fursleichäufern treffen konnten. Mefdben ternun- Sprecht durchsetzen Uvrben Eine wichtige Auf- Sabe besteht jur den Reichstag noch in der Frage ee WeitcrbestehenS deS Mieterschutzes die bekanntlich noch in diesem Monat au regeln ist Alan nimmt allgemein an. dah biete* Gesetz verlängert werden wird Ob die groben S t e u e r v e r e l n f a ch u n g S - G e s e tz e. wie he der Herr ReichSiinanzminlster eingebracht hat, noch vor her Sommerpause erledigt werden können, steht abzuwanen Aul alle Stille wird der Aeltestenrui sich in seiner nächsten Sitzung damit zu beschäftigen haben.
Dieses sind zunächst die bekannten Arbeiten und Ausgaben deS Reichstage- Dazu werden sell»stivrstandlich noch plötzlich auftretende in der altacmelncn Politik begründete Ausgaben treten, so oa6 der Rrichstag recht reichlich mit Arbeit
Der Reichspräsident besucht Anhalt.
Des f tu 14. Äun- iWoifi , Rer chSp r ä - sident v Hi ndenburg ist bcuN vormirrag zum Desuche der Anhaltifchen Regierung und de- Landes Anhalt h.er eirgetr^cr Der Reichspräsik-ent. der dvn seinem Ldiutan.en. Major v. Hindenburg, fofcre von Staate- frtonät Dr Meißner und dem anbakttfchen Gesandten in Berlar. Erzellenz Baden, beul eitet ift. wurde bei feinem Eintreffen im Bahn- Hof Dessau von Miniftervrtisident Deist namen- der Lande-r-egterung und von Bürgermeister Hess« namen- der Stadtverwaltung sowie den Ehefs der ReichSb^örden dem Befehlshaber de- Wehrkreis«- IV und dem Lande-- finanzamt-prä^ identen begrüht. Rach Tkrldfen de- Bahnhof - schritt der Reichspräsident Die Snurt der ttxn 1 (Anhal tischen» Dafl. ReichS- wehr-3nfaMerieregrmerrt- 12 grftetlteri Ehren- kompagme ab und nahm deren Vorbeimarsch entgegen. Hieraus begab sich der Rc chSpräsident im Auto durch die festlich geschmückten 2traben »um RogferungS-tebäutzc. Aus dem Dege hatten die Schulen Spalrer gebildet. Sin Flugzeuggeschwader kreiste über der Stadt Dom Bahnhof kn- zum Rrgferung-gebäude wurde der Reichspräsident überall mit nicht endenwollendem 3übel begrubt Rach einem Besuch Im Ratbau- begab sich der Reich-Präsident zum Shrensried- h v s. wo er am Ehrenmal der im Weltkrieg ®e- sakleven einen prächtigen Kranz mit Weiher Schleife und der Aufschrift 3n treuer Kameradschaft- niederkegte Da- Ehrenmal ist zugleich Grabmal de- deutschen Fliegerhelden au- dem Weltkriege Hauptmann Bvelke Lange verweilte der Reich-Präsident im stillen CMct mit den Vertretern von Bereinigungen der Kriegsteilnehmer an her weihevollen Stätte Degen 12 Uhr erfolgte die Ankunft im Palai- Raina. wo eine Besichtigung der Gemäldegalerie. der staatlichen Sammlungen, sowie ein Rundgang durch die ®alerte unter Führung de- LanveSkonlervatorS Dr. Grote ftattfanb. Daran schloß sich ein Frühstück im großen Saal deS Palai- Raina.
Um 4 Uhr bestieg her Reichspräsident von der Bevölkerung jubelnd begrübt, seinen Wagen -u einer Fahrt nach dem 15 Klm. entfernten Wör - litz und nach Oranienbaum, bekannt durch da- in herrlicher Umgebung liegende Schloß und die Orangerie. Kurz vor der Abfahrt fprach der Reich-Präsident zahlreiche vor dem Palai- trat» tende Personen cm. unter ihnen mehrere CS t .Tonen, nach deren Befinden er sich eingehend erkundigte.
3m Schloß Oranienbaum fand eine kleine Teetafel statt. Rach Vorträgen erneS StreichquartettS vvn Künstlern deS Friedrich-Theater- nahm der Reichspräsident die Huldigungen der Kinder nu- der Heimstätte, sowie der Schulkinder au- Oranienbaum und au- der Umgebung entgegen. Aus
Um ganz« Dege bildeten die Schufen. 3bh. g« und T'eremt, sowie zahlreiche an bett OtganDa- :tonen Sballer Ucberall «rwar.e:« stürmische KiwdgebiTngen den Reich-pri1 ibenlen 5he Kind« der Heimstätte Oranienbaum sangen einige Volk-- eher und fü'.rter ein«-’ Reigen au' über den der Reichgprä'tdeM sichtlich «trr.il war Er tret au* den Altan de- Schlots«- und dank:« von dort mir herzlichen Dorten. 3n einer kurzen kernigen Ansprache richtete er endlich noch bie Mahnung an die Kinder Staarspfiichr. Treu«. Bateriarid-- liebe und E.ntroch- zu liegen. Der Reich-Präsident kehrte dann zum Palai- Raina zurück, wo eine Frst'afel ftamanb Während de- Mahke- c-rftob sich Minifterpräsident Deist und richtete eine Ansprache an der. Reich-prch identen
Der Reichspräsident
dankte für die freundliche Begrüßung. The Eindrücke de- heutigen Tag«- hätten ihm wieder lebhaft vor Augen gebührt welch bedeutsame Kulturzentren einst die kleinen deutschen Lander und ihre Residenzen gewesen seien Die Reich»regie- nmg tote er selbst leien gewillt, in Achtung vor dem geschichtlichGewachsenen und Gewordenen die Eiacuart auch der kleinen deutschen Lander zu «rhal- t e n. Freilich dürfte die- nicht zur Eigen- bröbelei und zur Absonderung führen; Erhaltung de- Etaenleben- der deutschen Stämme und Länder solle nicht Zersplitterung und damit Schwächung erzeugen sondern vielmehr der Stärkung dc- Zusammenhalte- aller Deutschen dienen. Ebenso wie in unserer alten ruhmreichen Armee die Söhne aller Stämme in ihren Kontingenten in dem geschlossenen Dillen nur dem gesamten CFatcrlanbe zu d.enen, und unter einheitlicher Führung, die nur treuen Dienst am ganzen Volke kannte, zu- sammengefavt waren, und nur so die großen Taten unserer Geschichte vollbringen konnten, fo kann auch da- Reich nur bestehen und wieder aufwärts kommen, wenn fi$ die Regierungen und Bürger aller Länder mit den besten Kräften de- Körper- und der Seele im Reich und dem Gedanken an feine Zukunst unlo-bar zusa mm entluden und zufammenschUeßea. 3n bk- fer organischen und geistigen Verbindung können die jedem Lande eigenartigen Erscheinungen seine- besonderen Leben- die beste Pflege und Entwicklung finden und in dieser Einheit und nur so. wird auch ganz Deutschland seine Kraft und seine Stellung in der Welt toiebereriancen, die ihm nach seiner Geschichte unb seiner Bedeutung gebührt.
Hr.i 11 11 hr abend- begab sich der Reichspräsident zu feinem Salonwagen, um im Laafe der Rächt mit dem fahrplanmäßigen Zug nach Berlin abzurcisen.
belastet ist. Man wird also noch nicht abfehen Rinnen, wann er endgültig in die Ferien gehen wirb.
Politische Besprechungen beim Kanzler.
Berlin, 14. Juni. (Priv.-Tel.) 3m Laufe deS RachmittagS hat der Reichskanzler et ne Besprechung mit den Parteiführern über den Arbeitsplan dc- Reichstages abgehalten. An dieser Besprechung nahmen die Mini ster Brauns, CurtiuS, Hergt. Dell, Schiele und Köhler teil und von den Abgeordneten u. a. Gras Westarp (Dn.). Scholz lD. Dp.). v. ©utrarb und Dtegerwald (Zentr.), Leicht (Bahr. Dp.). Die Besprechung hatte einen vertraulichen Charakter. 3n parlamentarischen Kreisen meint man aber, daß da- Steuervereinheitlichungs- a e s e tz Aur Beratung stand, lieber die Dorlagen. Die der Reichstag noch zu erledigen gedenkt, wird der Oldtefkncal in seiner Sitzung am Freitag beschließen. Dei dem umsangreichen Beratungs- stofs kann damit gerechnet werden, daß die gegenwärtige Tagung sich bis Mitte 3uli. wenn nicht gar bi- Ende 3ult hinziehen wird.
Die erste Reichstagsfitzung.
Berlin, 14. Juni. (Wolff.) Der Reichstag hat heute feine Sitzungen nach den Pfingstfericn wieder ausgenommen. Auf der Tagesordnung stand als einziger Punkt die zweite Beratung des Lebens- m 11i e lg e f e tz e s. lieber die vorn Ausschuß be- fchsostene Bestimmung, daß ein Teil der Probe amtlich verschlossen oder versiegelt zurrnkzulalsen ist — es handelt sich um die Kontrolle in den Pro- duktionS- und Derkaufsstätten — entspann sich eine kurze Debatte. Die Vorlage wurde fck^ieß- lich in der AuSschußsassung in zweiter und dritter CBcvatung angenommen. Aus Antrag der Rativnalsozialisten und Kommunisten wurde mit 140 gegen 130 Stimmen beschlossen, morgen neben kleineren Vorlagen auch die Anträge gegen die Portoerhöhung zu beraten.
Die Fürstenabfindung.
Vor der Aufhebung dcö Lperrgcsetzed.
Eigener Drohtbcrichl de» ..Gießener Anzeiger»-.
Der! in. 15. 3uni Am 1. Juli ist bekanntlich d<is Spcrrgesetz über bie Fürsten- abfind ung-prozess« abgelaufen und wie eS nach zuverläsfigen Jnformahoncn heißt foll das Sperrgesetz auch nicht mehr ver- länaert werden Sin« Rotwendigkelt für die Verlängerung bestehl in der Tat auch nicht mehr, da ja bereit- von den hauptsächlichsten Ländern Vergleiche mit den Fürstenhäusern abgeschlossen worden sind SS schweben zur Zeit nur noch die Abfindungen zwi'chen dem Frei- staat Württemberg und seinem ehemaligen Herrfcheibaus und dem Lande Thüringen mit den sieben Thüringer Fürstenhäusern. Wäh- rend Württemberg kurz vor Abschluß e.ncS BergleichoS frebt. ist allo nur noch Thüringen in hie Fursienadfmdungs-Angeiegenheuen verwickelt ES ist durchaus erklärlich daß das Land Thüringcii immer noch beim Reich: verlach: eine rei chsge fehliche Regelung herbeizulüh- ren. da es iioch den .Forderungen der ehemaligen Fürsten weit über ein Drittel seines Staatsbesitzes verlieren würde frvtz- öcm aber ist es zu wünschen, dah Thüringe.i in letzter Stunde noch «tue laude- gesetzl che Regelung herbeUuhren kann dam.t eS mdy noch einmal b:e Rcich-poliick bie sich m-t der Fürsten- absindiuvaSfrage hinoeichend be'chäitigt hat unnötig belaste: Eg bot nach der grizcüwäriigen Lage übngenS den Anschein, daß in len ter
Stunde dvcb noch eine zufriedenftelfend« Regelung für alle Teile erreicht wird, so daß das ganze Sperrgesetz damit überhaupt erledigt ist.
Die hessische Sondergebäudesteuer
Tie zweite Lesung deo ttesetzeutwursS im Finanzausschuß
Don unserer Darmstädter Redaktion.
Der Finaiizauvschuß deS Hessischen Landtag- nahm am Dienstag die Beratungen über das Sviidergebäudefieueraesetz bei Artikel 12 wieder auf. Anträge der Abga. Dingeldeh. Hein- süidt und Kindt, die fich mit der Festfehung derHilsSbedürstigkeit befchästigen. wurden der Regierung als Material überwiesen. Der Ariilel wurde angenommen. Es wurde ein neuer Artikel 12a e ngesügt, worin der FinaiiA- mi nister evnächtigt wird, ai^uordnen, daß die nach diesem Gesetz zu entrichtende Souder- gebäudesteuer auf den Betrag herabgesetzt wird, der nach dem Steuervorauszahlurigsgefetz für das Rechnungsjahr 192? zu zahlen ist Der Ausschuß stimmte zu. Artikel 13 wurde angenommen, doch wurde der Steuersatz von Z0 Pf. der Vorlag. in 77 Pf. geändert, auch touebe ein neuer Absatz (3) eingelügt mit nachstehendem Wortlaut ,2m Falle bc* Artikel- 10, Absatz 1. Satz 2 u. 4 dürfen die Steuerfätze für die Gcmeiirden und Demeindeverbände zusammen den Betrag von 70 Pf. nicht übersteigen. Artikel 14 wurde mit einem Antrag Kindt angenommen, daß E r - müßig ungen zugunsten des Hauseigentümers nicht zu einer Kürzung der Beträge zum Tlachteil hilfSbedürstiger Mieter führen dürfe Arnkel 15 sand Zustimmung Artikel 16 wurde angenommen, unter Ablehnung anderer Anträge, mit einem Antrag Lu,, der im wesentlichen dahin geht, daß auf baldiges Ver schwachen des Souderaebäudesteuergesetze- hingearbeitet werden foll. Schließlich wurde da- Gesetz im ganzen angenommen.
Der Finanzausschuß nahm ferner einen Antrag A.igermeier an. auf Abstellung der 2!»^- stände im Bahnhof Darmstadt-Ost (Zugang. Warieraum und Sollettcn). Ein Antrag Dr Dehlinger will, daß bie bie von den Räu- niung^i>crbanc<n im Schwarzbach-Gebiet (Rier»> aufzubringenden Kosten vom Staate vor- gelegt werden, bi- der ®cneraltultxirolan fertig- gestellt ist. Die Regierung sagte zu daß noch m bleiern 3ahre der Plan vorgelegt wird Einer Eingabe der Kriminalkommissar« aus Hebung ihrer Stellung wurde »ugcfhmmt Eui Antrag Dr Werner zum Reich- geuerbeamtcn- pian. der mehr Steuerpersonal für Jtflitn verlangt, fand «benlallS duftunmuag Die Regierungsvorlage über die Kosten des Volk-entscheibs |41 500 Tlf) wurde angenommen Em Antrag Kindt wegen der Bckot- düng der Sekretäre beim Staatsarchiv wurde der Regierung als Material für die neue Besoldung-ord.iung utvrwiesen Ein Antraa der Tlbflfl Frl «Birnbaum Frau Balser Frau Hatte- mer unb Frau Heraus wegen Rückzahlung von ßterbcguortalrn wurde durch die Regte runa-antwon für erledigt erklärt Ein. Eii’^ade deS Hess Landc-lehrervcreins und de- Kotholischen Lebrerrx'reins zur 4tnftufuna und Befolbung der hauptamtlich beschäftig, tcn Fortbilbung-schullchrcr wurde der Regierung al- ^Material überwiesen Kür bie Zelle nftrasanftolt Butzbach wurde einer Vorlage zugestimmi in der Kosten in Höhe von 18M für «ine Drchftromanlag« verlangt werden. Auch wurden die Kosten für (ne V«k>.ij«rung der löohnverßältnifie tsi Lan- deszuchthou- THa r tc nf 4) l oft im Betrage von 1T4 000 Akk. geneftmigt. Tw Au-'chuß
stimmte einer Regfernng-voelage su. wonach bfe Satzungen der Hess Landesbank geändert tretbrn. Der Paragraph 9 lautet: .Die Regelung der Besoldung iNbarf her Zu st ..mang des '5*.- nanzausichusfE-.' Zum Schluß wurde noch ein GrieitenNrmri zur UebeTnahn'.e non Bürgschaften zur Forderung des Dvb7iungSda«s ange- raWBül
Der GesetzDebung-au-schnß «ahm eiW» Antrag Dr Werner an. daß die Land- kag-perioden künftig statt drei c ter 3 a b re dauern feilen; ein Antrag Dr Werner» Listenperbrnbung wurde ebgeiebnL Er« Antrag der Abg. Schreiber und Gan aut Ernfühmng von ö:meln>oblfml«i trnrrbe abgekbm, dagegen die Forderung aus Herabfennng der Zahl deeLandtagsmanbate anarnoennen. ebenso stimmte man der in diefem Anrrag netfengttn Ik-dängmmg her Wahlperioden vor bvrx a*f vier 3obre zu Der Ge«ev«ntsuri über die Gewährung htm Beihilfen bet brr ansteckenden ‘Blutarmut brr Einhufer wurde angenommen, doch hot er bezüglich der Entschädigung ruckwiriende Kraft bis 1. Avril 1E4 «Chatten. Eine Ginaobe des Verein- -efi 3eftfeontimänner m Ta ne tob', aut Einführung be*<Mcr Gericht-kaffen fand Zustimmung, ebenso ein Antrag brr Aba Dr Werner und Gen. auf Wlederverleihnng der Äetteng#- rrcbaiCk m Hellen. Die noch nicht erledigten Punkte der Taae-ordnung werden in einer am Montag ftattfinbenben Sitzung erfebigt.
Aus aller Welt.
Eckeners Pläne.
Die Blätter verdfienellchrn «uw Unterredung mit Dr Ecken er »n der btefec nach e.ner Würdigung der Flugleiftung< n der <.merilanfichen Ozeans.eger auf kne Pläne zu sprechen kam. der er mit dem zur Zeit uon Bau befindvchen 8ll»tzfchlll L. Z. 127 hat De Tot arbeite« für die Montage des neuen Flußschiffe- werden bem- i-ch't Bm » M •- 11 wfed In 5 r ■. !• - iaftr 19 28 fertig fein und soll dann ouck- gedehnte Dersuch-fohrten unternedmem. Wir werden den Atlantischen Ozean wiederholt in beiden Richtungen überll-egen. Für die Landungen in Am.ertka ist bereits eine grobe tiuftfdjiffbcllc von Lale Hurst rur T^tfügung gestellt worden L. 3 127 soll bann betaiuirtUo von einer spanischen Gesellschaft für den Verkehr zwischen Sevilla und Buenvck Aires geschariert werden. Wir hoben den Vertrag aber so obgeschlollen. dosi in jedem Iapre das Schtfs drei Monate zu unserer Verfügung kleben wird damit wir besondere Fohrien. vtellricht wissenschaftliche Efvrditionen. durchführen können An einen Rordpolflug denken wir nicht, wir haben Didmebr die Avllchl. einen Flug .Rund um die Welf zu unterr.-bmen. der felbft unter Berücksichtigung ungünstiger Witterung»' verdtiltnjssc noch mcixwr Anfich in 300 Stunden, also in 12 Taaen. tzurchgefi werden kann. Voraussetzung hierfür tratet di« Schossung von Stützpunkten, jedoch glaube ich. daß wir mit «inan Ankermast au* russischem Gebiet tn der Räh« des Stillen Ozeons unb einem zweiten auf der anderen Seite des Paztfic auf fanabtkbrui ober nordon,erikantfchmn Gebiet auskommen. L. Z. 127 wird «inen Aktionsradius von 14000 Km. erhalten, kdnnte also den Flug um bie Weit, der nach meiner Ansicht in östlicher Richtung ar.a.-tr :«m werden mut*.. ohne Weitem« in drei bis vier Etappen volkführen.
Briribiflungeprejcfj bei, Relchetenkpesstdenten.
Dor dem Amt^ierich' Jicufftlln wurde der Führer der sogenannten Retchubankgläublger der Leipziger Detriebsanwolt Winter, wegen fort- flffenfer öffentlicher Beleidigung zu fechs W ochen G ef ä ng nt s ve r u r te l l t. Wtn.er hotte in einem Vortrag in Reukölln über b.c Aus wert uiigsmvg! i chkEiten der > ok gestempeiren Tausendmarkscheine den Reichsbonkpräfidenten des Falscheides bezichtigt. Dr Schacht, der fich dem Bersabren al» RebenNager anae- lchlofsen hatte, betonte, daß do» Reichsv,inkge'etz juristisch durchaus haltbar und die Aufwertung der alten Tausenbmarkfcheine u nm öglfch fd.
Der W.-ltflug Horde
Der Amerikaner Bord hci't Donncrfeag früh leinen Fluo um die Welt anuitcrtm. Außer M c oft n wich ibn hierbei der Wieget Georg, No ville de gleiten Während des Fl^a,.i uMtö Acofto dos Flugzeug wahrfcheinlich bei Start und l?cnbimfl steuern und brn mchchinetten leit 6t» :• besorgen. Byrd wird di, Steuerung über den vzean üd.rnehmen während Rooille al» Ravi- gationsofitzier tätig fein wich. Byrd drabsichtigt. nach Pari' zu fliegen, bort sich ein pgot Stunden aufzuhalten und dann über brn Kontinent noch England zu ffiegen und von dort nach Amr- rlka zurück. Da» Flugzeug, da» den Namen „Amerika- tragt, ist ein nut drei Wright-Motoren ausgerüsteter Einbecker Der kfdfiug foll sofort erfolgen, wenn bie Wetterberichte et gestatten.
Erfindung einer Sridjuhlmoschin/
Gin Studierender des T.chmkums tn Rurn- berg. Ludwig E 11 f 1 ä n d e r . au- Kenig-ixrg älnters ranken) foll je ein« Geld^hlmaschinr- ’ür Hari- unb Papiergeld trtunbrn höben th« Reichsdank har ihm für das Patent 1H Millionen Mark geboten, eiw Reuyorker Firma 6 Millionen Dollar
Star) wm Eiiiefiurm
Dienstagnachmittag bat sch «In älntxtaajv ter non einer Plattform dsS Eiffelturmes h.iab- aeftünl. Er stieb beim Fallen auf das Gerüst des Xunn«* und Hieb in einer Hohe von du 50 Meter, über der Grd« zwischen zwei Trägern eingeklemmt hängen. Zu I einer Befreiung mutzte die Feuerwchr auf geboten werben
<Uu Ivahnstnnstal.
3n vmcennes spielte sich ein emfrtzfiche» Fa- milimbcama ab. En, c panier, öer in einem lUt- iwn Hotel mit leinen vier Lindern im Alter von acht bi» siebzehn Zähren abgeftiegen mar, er ( chlug in der Nacht olle vier Linder mit eu«n Hanuner und stürzte fich dann <w» dem genfter. nachdem er fich etnt Nrooloerkugel in den Kopf ge- ichofien haue
LvcUcrvsrauviEge.
Wollig mit 3ufb<rtrruug. warm unb meist trocken
Oeitrige Lagretemperaturen ÜBanmum: 23äl 'Hraö Lefiiu» Minimum 14.2 (ürjß Le4fi -» Nieder- schtogc. 7.3 Millimeter Heutige ®orpe itemperatur:
Srad Letfius.
Witterungsaoestchten für Freitag- Arme wesentliche Äenötrung der Wetrerlogr.


