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»tfrntn jährlich aus den brr Sprudeln 3 210 230 Kubikm^er d. h. 5 445 700 Kilogramm Kohlen- säure, mit der man 500 000 Slahttlaschen füllen tonnte. Denn man das spezifische Gewicht des Kochsalzes mit 2.17 annimmt, so wiegt em Kubik- Meter Salz 2.17 Tonnen. Tie jährliche Schüttung beträgt 23 870 Tonnen die einen Salzwurfel von 11000 Kubikmeter Inhalt darstellen.
Kreis Alsfeld.
t Mücke. 13.91od. Ein grohes Kulturwerk ha: bw Provinzlalstrahenoerwaltimg mit ber Teerung der Ohm st raste vollbracht, bw sich nun ihrem Ende nähert. Di« ffirmo Th. Ohl (Vimburg) hrbrte die Ärbeiten zwischen Unter-Seibertenrod und Krün- berg aus, wahrend gleichzeitig von der Sttahenbau- firma Scheidt (Limburg) an der Strecke oberhalb von Unter-Seibertenrod gearbeitet wurde. Infolge der günstigen f)erbft®itierung machten die Arbeiten recht gute Fortschritte, so dast sie in den nächsten Tagen beendet sein werden. Die «tröste ist bann von Ober-Seibertenrod bi» kurz vor Grimberg geteert. Die Firma Scheidt ist augenblicklich damit beschäftigt, da» in diesem Jahre neu gewalzte Stück der Pro« vinzial st raste 'S uppertenrod — Ermenrod zu teeren. Im kommenden Jahr soll ein weitere» Stück dieser Straste gewalzt werden.
Preußen.
Großfeuer auf dem Westerwald.
WSR. Hörbach (Dillkre S). 12. Rov. Heute nacht gegen 12 Uhr brach auf noch unaufgeklärte Weise hier ein Scho denfeuer aus, bei dem lb in einer Reihe stehende Scheunen vollständig eingeäschert wurden, obwohl nach kurzer Zeit sechs Feuerwehren am Brandplatz erschienen waren Mit Ausnahme der allerdings sehr groben Srntevorräte ist der Schaden durch Versicherung gedeckt. Die abgebrannten Scheunen (teilten den letzten R e st de» alten DorseS Hörbach bar. das vor 20 Jahren vollständig eingeäschert und wieder neu aufgebaut wurde.
Kreis Westerburg.
ao Westerburg. 13. '.Rod. Am 21. November beginnt in einer Reihe von Orten unsere» Kreises der Unterricht der Mädchenfortbil- dungsschulen. Zunächst sollen die Mädchen, die Ostern 1927 aus der Volksschule entlassen worden sind, zum Unterricht an der Fortbildungsschule verpflichtet werden. Der Unterricht wird erteilt in den Orten: Nentershausen. Hundsangen. Pütschbach. Girod, Meudt. Wallmerod. Hahn. Kolbingen. Salz. Seck, Oberrod, Rennerod, Hellenhahn-Schellenberg, Emmerichenhain und Willmenrod. Lehrkräfte sind Lehrerinnen. Schwestern, Pfarrer, auch Frauen ohne sonstigen Beruf. — Auf einer bei Zehnhausen abgehaltenen Treibjagd wurden acht Hasen, ein Fuchs und ein Reh erlegt. Weiter voraekotnmene Rehe wurden wegen des oerhältnismästig kleinen Bestandes geschont
Kunst und Wissenschaft.
Die Tlobelprelelrägerin Grazia veledda.
Die italienische Dichterin Grazio Deledda, die in bk,cm Jahre mit dem Nobelpreis für Lite- r n t ii r ausgezeichnet wurde, ist, obwohl auch ihre Romane zum groben Teil in Deutschland erschienen . sind, bei un» doch nicht fo bekannt wie die italienische Novellistln Aba N e g r t. Da» liegt wohl zum großen Teil baran, bah Grazio Delebba, deren Nome setzt in den Vordergrund tritt — sie wurde am 9. Oktober 1878 auf Sardinien geboren — sich stofflich und gefühlsmäßig ganz auf ihre heimatliche Insel be schränkt hat, die auch heute noch eine ursprüngliche, üvilisationssremde, in sich abgeschlossene Welt bildet, die von Menschen bewohnt wird, welche noch von elementaren Leidenschaften erregt werden Dieser kleine, entlegene und dem nachbarlichen Italien gar nicht verwandte Bezirk ist auch literarisch immer die Heimotsguelle Grazia Delebba» geblieben. Ihr Le lenswerk liegt in nahezu 30 Romanen vor uns, von denen ..Epheu", „Die Mutter", ,.In der Wüste" und „Elias Portulu" auch in Deutschland bekannt geworden sind.
Wirtschaft.
Die finanzielle Lage bei Heichspost.
3n bet vorgestrigen Sitzung des Arbeitsausschusses deS Verwaltung -rot» derD rutschen Reichspost gab der Reichs- lwsttninlster einen lieber bild über die gegen toäriiqe Last« der Postfinanzen. Demnach hoben die Srhödunqen d-er Poftgebüdren in den Monaten August, September und Oktober genau bic Mehreinnahmen gebracht, die von der Reichspostverwaltung berechnet waren. Ein
ungünhiger Einfiust der Tarif«höstuna aus die allgemein' Preisbildung hab« fich erfreulicher, weife nicht ergeben. Die 0H«6 rein nahmen für das laufende Rechnungs:ahr werden auf ettoa 186 Millionen veranschlagt. Diesen Mehreinnahmen steht im Verhältnis zu den örtlichen Voranschlägen ein Mehraufwand von 302 Millionen gegenüber, der veranlaht ist durch die bevorstehende Vesoldungserhöhung. durch die seil btm 1 April bereits laufenden Grhöhanaen der Wohnungsgelder der Veamlen und der Arbeiter- tarislöhne. durch die vorgesehenen Vetrieb«ver- befferunge.i und durch laufende Ausgaben, die ihrer Ratur nach nicht auf Anleihen genommen werden ..nnen. Zur Herstellung des Gleich- gcw.chte zwischen Einnahmen und Ausgaben werden Einrichtungen. die für bas laufende Iahr vorgesehen waren, fo weit wie möglich zurück- c c ft e l It und die Vetrieb»kosten auf das ge- ringstmöglichste Mast beschränkt. Di« im Dange befindlich- Reform, vor allem im Zustell-. Schalter- und Fernsprechdicnst wird hierdurch nicht beeinträchtigt 174 Millionen sollen au- neu en Anleihen bestritten werden. Die Frage. w:e die Aufnahme der Anleihen be- wirtt werden wird, ist bei der gegenwärtigen Lage des Anleihemarkt«- noch nicht entschieden.
Die Aussperrung in der Zigarrenindustrie.
Rachbem auch die letzten SinigungSoersuchc im Reichsarbeitsministerium am Samstag gescheitert sind, liegen ab heute, Montag, sämtliche Z i g a r r en s a b r i ke n in Deutschland still. Rach einer Schätzung der ‘Berliner Blätter werden rund 1 30000 Arbeiter feiern. Rach dem Ausiperrungsbeschluh der Zigarrenfabrikanten wird es zu einem schweren und langwierigen Kamps kommen. Zn diesem am 3. Rovember gefastten Deschlust heiht ce: „Ab Montag, den 14. Rovember. bür en sich keine Arbeiter mehr in i>en Betrieben befinderr Rach Abfchluft der Aussperrung darf auf eine Zeit von acht Wochen keine MitgliedSsirma einen Arbeiter einstellen der zur Zeit des Aussper- rungsbeginns bei einer anderen Mitgliedsfirma beschäftigt mar. es fei denn, dah ein Einvernehmen zwifchcn den beiden Firmen herbeigeführt wird. Sollt« feiten- einzelner Arbeitsämter an ausgriperrie Arbeiter Srwerbslosenunterstützung gezahlt werden, so ersuchen wir unsere Mitglieder. uns hiervon unverzüglich Mitteilung zu machen, damit wir ein derartiges gesetzwidriges Versahren abstellen können."
* D i e amtliche Großhandelsindex' Ziffer. Die auf den Stichtag des 9.Rovember berechnete Grosihandelsindexzisfer deS Statistt- scheu Reichsamtes ist gegenüber der Vorwoche um 0,5 v. H. von 139,3 aut 140,0 gestiegen.
A. G. sür Kohleverwertung und R. W. E. Die seit längerer Zeit von der QL G. für Kohleverwertung mit der R. W. S. geführten Verhandlungen, tie die Erwerbung des Fern- gasgeschästeS der R. W. E. zum Ziele hatten, haben dahin geführt, bah die R. W. E. sich bereit crflart bat. ihr Gasgeschäft an die A. G. für Kohleverwertung zu verkaufen, und zwar soll der Kaufpreis teils in bar. teil- in Aktien der Käusergefellfchaft erfolgen. 3n den nächsten Aufsichtsratssitzungen der beiden Gesellschaften wird die Entscheidung über diesen Plan fallen.
* Motorenfabrik D e u tj - O b« r u r f«l- Hombu rg. W:e die ^Kölnische Zeitung" hort, hat die Motorenfabrik Oberursel im abaelau- fenen Geschäftsjahr gut gearbeitet, fo dah mit einer Ausnahme der Dividendenzahlung zu rechnen ist. Während die Motorenfabrik Deutz ebenfalls günstig gearbeitet hat, ist bei Homburg ein neuer Verlust entstanden, der hauptsächlich auf ungenügenden Umsatz im Vorjahre zurück- zuführen ist. Der Umsatz hat sich in den letzten Monaten doch auch hier gehoben.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a M.,14. Nov. Tendenz: fester. — Zu Beginn der neuen Woche war das Geschäft zwar nicht wesentlich lebhafter, die Tendenz jedoch allgemein feste r. Zum morgigen Zahltag erwartet man keine besonderen Schwierigkeiten. Der Geldmarkt war flüssig, da die gegen Ende der vergangenen Woche eingetretene lokale Verknappung für Tagesgeld sich nur als vorübergehend erwies. Dor allem wurde die Spekulation angeregt durch die anläßlich des 50jährigen Jubiläums des Chemischen Industrievereins gehaltene Rede Geheimrats Dr. Weinberg. Austerdein befriedigte die D e r b i n b* lichkeitserklärung des -Schiedsspruchs im rheinischen T e rt i I ft r e i f, der dadurch beendet wurde. Die Sp.kulation schritt wnt-r zu bedungen b«S in der Vorwoche vorgegebenen Materials. Daneben würben wieder einige Kaufordres von Auslandsselte be
odachtei. Trotzdem nahm das Ge»chätt kein größeres Au-mast an. 3m Vordergrunte des Znteveffest anden 3. ®. - 5 a r b e n, die bet lebhaft n Um- säyen 6 Prvz. gewinnen konnten. «.was lebhafter gefragt blieben außerdem Elektro- werte, hier regte die morgig« Auflichtsrats- fuiung bei Siemens 4 Halske an. Veröffentlichungen über das Geschäft-ergebens dürsten jedoch noch nicht gemacht werden. De-fürel zogen 4 Prvz an, Schuckert Siemens und Fel en je plus 3.75 Proz. Stärker beachtet waren ferner noch Zellftofs-Walbhos. bi« 4.25 Pro», atuogen. Ruch Scheideanftalt plus 4 Proz. 3m übrigen ergaben sich durchschnittliche Kursgewinne von 2 bis 3 Proz. Laurahütle bunten ihre Kurssteigerung fort fetzen, plus 7' , Prvz Am heimischen Anleihemarkt konnten sich Ablösung-schuld erholen. Ausländer lagen till. 3m weiteren Verlause wurde bas Geschäft ttll, die Kurse zogen weiter leicht an. Am Geldmarkt stellte sich TageSgelb auf 61 , Prozent. 3m Devisenverlehr lag der Dollar etwa- schwächer. Das Pfund log in:«.-- national weiter fest. Di« Reichsmark notiert: gegen Kabel 4,1883. gegen London 20,418. ßon- don gegen Kabel 4,8740. Pans gegen London 124.05, Mailand 89.75. Madrid 23. 0
Berliner Börse.
Berlin, 14. Rov. Schon heute vormittag hat sich ein starkes Interesse für Farbe n a l t i e n bemerkbar gemacht, für die die Aussühru. x,en des Geheimrats Weinberg am Samstag eine Anregung boten. Diese Spezial- betoegung veranlahle die Spekulation allgemein zu Deckungen, so dah sich zum heutigen Börsenbeginn ein- bis vierprozentige KurS- befferungen einstellten. Das Publikum verhielt fich weiter reserviert. Reue Kauforbers traten nur in beschränktem Mähe hervor, in erster Linie in Kassaware. fo bah bas Geschäft im variablen und Terminverkehr weiter Hein blieb. Stärker befestigt waren Demberg pluS 13 Prozent. Glanzstolf plus 6 Prozent. Löwe plus 9 Prozent. Schade plus 6 Prozent. Aschaffenburger plus 6 Prozent usw. Heimische Anleihen etwas sester. Ausländer ge- schästSloS und im allgemeinen behauptet. Der Geldm a rkt war kaum verändert, die Sätz. blieben unverändert TagcSg.'ld 5 bis 7 Prozent. Monat-gelb 8 bis 9.5 Prozent. Warenwechsel 7.25 Prozent. Rach den ersten Kursen wurde bic Tendenz noch etwa- fester, und bic Dotierungen zogen 1 bis 2 Prozent an. Siemens gewannen 4 Prozent über den Anfang. Dann brodelten die Kurse wieder ab. Teilweise traten auch kleine Verluste ein. Im allgemeinen blieb aber die Tendenz behauptet.
Krankfurtcr (Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 14. Rov. Die erhöhten Preise der awerikani'chen Märkte wirkten sich auch auf das Inlandgeschäst aus Weizen ist im Preise unverändert notiert, dagegen Roggen erhöht. Das Wrizerunehlgefchäft ist ruhig, die Tendenz jedoch etwas fester. Roggenmehl ist gesucht. Das Geschäft toäre lebhafter, wenn nicht eine wesentliche Preiserhöhung eingetreten wäre. Alle Fult ermittel, ausgenommen Futtermehle, zeigen lebhafteres Geschäft bei erhöhten Preisen. Rkais und Treber besser gesucht als bisher. Rvggenklrie ist trotz der wesentlichen Preiserhöhung gesucht. Auch Weizenkleie. di« bisher verhälttnSmäbig ruhig lag. zeigt« lebhafteres Geschäft. Kartoffeln siegen u-'.Dcvänbert. Ss tourben notiert: Weizen I. Qualität 25,75, Weizen II. Qualität 24,50, Weizen. Wetterauer, geringere Beschaffenheit 22,50 bis 23,50, Roggen, inländischer 25,50, Sommergerste sür Brauzwecke 26 bis 28. Hafer, inländischer 23 bi« 24,25. Mais, gelb 19.25 bis 19.50, Weizenmehl, inländi'ches. Spezial 0 37.50 bis 38 25. Roggenmehl 34.50 bi- 35,50. Weizen kleie 13.50, Roggenkleie 14.25 bis 14.50, Erbsen 35 bi- 66. Linsen 40 bis 80. Heu, süddeutsches, gut. trocken 8 bi- 9. Weizen» und Rvggenstroh. dr-ahtgepreht 5,50. gebündelt 3,2:> bi- 3,50, Treber, getrocknet 17L5 biS 18 Mk.
Aranksurtcr Lchlachtvtchmarkt.
Frankfurt a. M.. 14 Rov. Austrieb: 1370 Rinder. 337 Och'en. 80 Bullen. 641 Kühe. 312 Färsen. 499 Kälber. 290 Schafe 6362 Schweine. — Rinder (Ochsen): vollfleischige, au-g «mästete. höchsten Schlachtwcrts: 1. jüngere 61 bis 64. 2. ältere 57 bis 63. sonstige voll- sleischige: 1. jüngere 54 bis 56. 2. ältere 50 bi« 53; (Bullen) jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 55 l i« 58 onsttge vollfleischige oder auSgemäftete 52 bi- 54: IKühe) jüngere, voll- flei'chige, höchsten SchlachtwertS 43 bis 52. son stige vollflei'chig> oder ausgemästete 42 bis 47. slei'chige 35 bis 41. gering genährte 27 bis A4 iFärsen) vollfleischige ausgemästet«, höchsten Schlachtwerts 60 biS 64 vollfleischige 54 biS 59.
fk. 46 bis 53. Kälber beste 28j und Saugkälber 77 bis 82. mittlere Mast- und Saugkälber 70 bU 76. gering« Kälber 60 bis SV — Schafe Mastlämmer und jüngere Mastbän m«l: Weidemast 46 bis 50 mittlere Mast- iärnmet. Masthämmel und gut genährte Schote 40 bis 45 flei'ches Schofvteh 30 diS 37, - Schwein«: Fe Nichtsein« über »2 Pfund Lebendgewicht 63 bt» 66 vvllsietsttzig« Schwein« von ca. 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 62 bU 65 vollfleischig« Schwein« von ca. 200 bis 24? Pfund Lebendgewicht 62 biS 65 voll'leischin« Schweine von ca. 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 60 biS 64 fleischig« Schweine von ca. 120 vis 160 Ptund Lebendgewicht 56 bis 53. Sauen 52 tr* 56. Markwerlaus: Rinder mittlere ö Ge'chä^t und ausverkauft. Kälber und Mak mäfr.g rege geräumt. Schweine ruhig und Uc6er- stand
Büchertisch.
- 3 o f e f Görres Ein« Auswahl au* seinen Werken und Brieten. Her - ausgegeben von Wilhelm Schellderg tun Gilde- Verlag, Köln a. Rh ). — So schwierig e* auch fein mag. eine Tolal-Persönlichteil wie bw Görres, in einer Auowvihl vor Augen zu rücken, so ist es doch hier dem Herausgeber in hervorragendster Weise gelungen, ein« Neber schau über das Gesamtwert und einen Ginblick In TBekn und Gntwicklung des grvhen Rheinländer- zu 'chassen wie he bisher tn dieser 3u1ammenfa1- ’ung, Eindringlichk.il. Weite und Titse nicht vor- Händen war. In voller Hell« und TeutlichSeit ist seine faszinierend« Gestalt berau*gearbett<f Wir schauen das ganz« bewegte Leben des seltenen Mannes und die Fülle seiner Schritten unb Auttätzo Den jungen Jakobiner, der begetfte- rungSlrunten die Ideale der sranzösischen Revolution und Republik predigt, der ernüchtert sich von diesen Idealen abwendet, um langsam zum vaierländifcheu Gedanken emporzusteigen, den Mann, der durch die Romantik schreitet, deren Herold und Wegwetier er wird der gereift unb gestählt die Grundlinien sucht für das neue Reich und um die Wiedergeburt Deutschland- fein gai'zes Leben vom revolutionären Anfang biS zum Auoklang ringt, der den Weg zur Kirche zurückstndet und sich ihrem Dienste in reiner deutscher Gesinnung widmet und für ihre Rechte eintritt, wetl sie die Rechte bet Menschen und Europa- sind. Und wieder entsteht der tiefe, ergreifend« Eindruck von dem Leben des seltenen Mannes, das vom Beginn an biS zur letzten Stunde ein Kampf war um die letzten und höchsten Güter. Alle Gebiete geistigen Seins hat er umspannt und nie aufgehört, ein wahrer Deutscher zu sein. Don asiedem kündet diese Ausgabe deren Wirkung verliest wird durch die zahlreichen kennzeichnenden Bries«, die wahrhaftig neuzeitliche Dokumente sind. Da- Werk empfängt eine besonder« Bereicherung durch die zahlreichen Bilder und Bellagen von denen rine ■uohe Zahl bisher unbekannt war. 570
— Ioseph von Laufs, Per di« Puhl. Roman vom Riederrhein. (Grotesche Sammluns von Werken zeitgenösl'scher Schriststeller Bd. 169.) Geheftet 5.50 Mk.. aebunben in Ganzleinen 7,50 Mk.. in Halbfranz 11 Mk. Berlin. G. Grote.
Unermüdlich schöpft Laufs au- der ewig jugendlichen Kratt seiner 'Phantasie und dem reichen Born seiner Lebenserfahrung. Dee ur- wüch iqe Interpret rheinischen Denkens und Füb lens schaut noch mit denselben hell rohen Augen in da- bunte Weltgetriebe wie vor 40 Iahren, 'IS er lein erstes 2pvS schrieb, und weih trrffr 'icher feine Originale auiyiltobenx. um sie unb ihre Umwelt in leinen sch^ltha ten und tragische« Romanen in dichterischen Bildern wiederzuspiegeln. In dem neuen Roman erzählt er wieder mit meisterlichem Können in reicher Au-malung eine ergrei'endc Geschichte aus einer kleinen niederrheinischen Stadt, oft humorvoll und behaglich bei seinen Gestalten verweilend, dann wieder in stärkster dramatijcher Spannung vor- wärlSeilend. .Perdje Puhl" ist zweifellos eine der besten und eigenartigsten Schöpfungen des rbei- ni,chen Dichters. 572
Da- Reichs-Ehrenmal Tert und Bilder in Kupfertiefdruck. Einleitung von &o Sternberg. Verlag: Heinrich Staadt. Wiesbaden. — Iack London Der Sohn des Wolfs 276 Seiten 8' Unitwtllto« Deutst-e Verlags-Aktienze elllchaft Berlin 565
— Bei der Besprechung de» neuen Roman» Rebellen" von fllfrrb Reumann (Deutsche Äcrlag .anstalt, Stuttgart) ist un» insofern rin Ber sehen unterlaufen, al» nicht Paul Fechter, sondern Bernhard Diebold im Jahre 1928 den Roman mit dem stlrist Brei» auszeichnete. Paul Fechter verlieh 1925 Earl Ziickmayer den Kleist-Preis für sein Lustspiel „Der fröhliche Weinberg".
Kurszettel der Berliner und Zranksurier Börse.
Die hinter den Papieren angelübrten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlostenen Dividend« an. — XeichsbankdiSkont 7 Prozent, Lombard;instt>h 8 Prozen
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