Stabt ttlsfefb.
SoglalDeinrfraten 345, Qrwtn— SV. ®tmr* traten 273, ßanbbunb 55. Deut<<tmat.onalt 216. Aommuniften 134. D. T. 287. VolkSrechipa.tei 233
Stabt DarmftabL
SoeialbemofraLcn 13 8)9 Zentrum 2588, D«- mofratrr. 3440. ßanbfrjnb 184. Deuttonal ional« 3124, ftonnnunificn 1533. Deutsche Bolkspartei 11 904, Bolksrechtpartei 4702. Wahlberechtigt 65 851.
Stabt Offenbach.
Wahlberecht gl 55 428. abgegebene Stimmen 37 229. izngüUtg 323. Soz. 10 843 (15 476). Zentr. 4537 (5665). Dem 2199 (3566), Landb 93 ( 53). Dn. 1865 (3806). Aonl 11 719 (6447). DVP. 3841 (4638). BottSrechlPurtri 2135.
Stabt Bensheim.
6o)ialbemotrolen 895. Zentrum 1543. Demokraten 243, ßanbbunb 15. Deutlchnationak 211, Aommuniften 147. D B. 306. Bolk-rechtpartri 166. Da dlbe recht:qi 6200.
Stabt TNain;.
Smi albemof raten 15482. Zentrum 11401, Demokraten 5646. ßanbbunb 361, Deutschem)Zonale 1765. Aommuniften 2877. D. B 3278, Bvlksrechtpartri 2557. Wahlberechtigt 78 317.
Stabt Warm».
Sogtalbemokruten 6076, Zentrum 2355, Demokraten 1234. ßanbbunb 50, Deutschnobonale 1105, Aommuniften 1326, D. B 52'6, Bolksrechtparlei 1580. Wahlbeteiligung 58,78 Prozent.
Stabt Bingen.
Svz 721 (797), Zentr. 2210 (2307). Dem. 542 (561), ßanbb. 5 (5)^Dn. 118 (88). Aom. 70 (94). DBP 461 (636). Volker-P 94
Stabt Oppenheim.
Co3. 884. Zentr 433. Dem. 221, ßanbb. 1. Dn. 39. Aom. 13. DBP 283, BolkSr-P 64. Wahlbevechtigt 2651.
Stabt rilzey.
Sozialbemokraten 1219. Zentrum 568. Demokraten 628. ßanbbunb 44. Deutschnational« 135. Aommuniften 85, D. B. 515, DolkSrechtPartei 138. Wahlberechtigt 5741.
Bremer Bürgerschastswahlen
Bremen, 13 Hop. (WB.) Bei ben heutigen BürgerfchaftSwahlen ist es nirgends zu Zwi- schenfbllen gekommen. Die Wahlhanblungen Verliesen ruhig. Bei ben in ber Stabt veranstalteten Umzügen wurde ein kommunistischer Trupp beim Betreten ber Bannmeile aufgelöst. Mit bem Teilergebnis für die Bezirve B cmcn-ßanb, Bege- fad und Bremerhaven verteilen sich bte Mandate für die gesamten Bremischen Staatsgebiete nach den vorläufigen amtlichen Ergebnissen fvl- gent-ermafjen auf bie Parteien' Sozialdemokraten 50 (46). Bürgerliche SinheitSlift-e 36 (40), De- mokrolen 12 (14), Aoinmun'.sten 10 (9), HauS- unt Grundbesitzer 9 (8). Zentrum 2 (2). Keim und Scholle 1 (1), Dolttrechtpartei 0 (0).
Vie Wahlen zum Danziger Volksstaat.
Danzig, 13 Aov (WTB) Die am heutigen Sonntag durchge'ührten BolkStagSwahlen. denen in ben vergangenen Tagen eine ziemlich lebhafte Propagandatätigkeit fetten» ber Parteien vorauSgegangen war. find nach ben bisherigen Feststellungen ohne gröbere Zwischenfälle verlaufen. 3n ber Stabt selbst sind nirgends Störungen vorgekommen Die Wahlbeteiligung iü<r ausrerorbentlich lebhaft. Di» 0.45 Uhr lag folgendes Gesamtergebnis vor. Sozialdemokraten 61 677 (bet den Wahlen vom 18. Hot-einbcr 1923 39 628), Deutschnationale 35 816 (44 581), Zentrum 26 090 ( 20 942). Aom- muntlen 11 (95 (10940). 7t .u tonal liberale Bür- ger, artet 8329 (—). Deutsch-Danziger Bolls- par.ei 8008 (7411), Deutsch-lioerale Partei 6200 (11C06), Polnishe Partei 6545 (7189). Aach den bisherigen Feststellungen Ist ein bedeutender Büdgang in ben polnischen Stimmen zu verz.ichncn Die Wahlbeteiligung betrug 83 Prozent gegen 81 im Oahre 1923.
Oie Wahlen zur Angestelltenversicherung.
Berlin. 13. Aov. (WTB.) Unter stärkster Beteiligung wurde heute in Berlin zur ßtnge» stellienverücherung gewählt. G g naher 1922, wo nur 53 000 Summen abgegeben wurden, zählte man heute 138 985 S immen. Diese ganz unerwartet starke Wahlbeteiligung hat melsach zu grossen technischen Schw.engk.i.en geführt. U a. stellte sich vie'.fach heraus, Daß b;e bi» 3 Uhr befnstete WahlzZt nicht au»reichte oder die Wahlumschläge nicht zurei chten. so dah viele Wähler unter Pro elt die WahlstäUe verlieben. da sie unabgefertigt blieaen. W e in Berlin war auch im übrigen Reich bte Wahlbeteil gung über alle 4cuxirtung.*n stari. So würben in München 1700) Wähler gegenüber 96» bet brr legten Wahl gezahlt. 3n Hamburg, wo auch noch morgen gewählt wirb wurden heute schon 2. 6X> S Immen g gen 11 400 bet der vor gen Wahl abgegeben. In Duden wurden 1164. in Aot du» 1884 S Immen abge- aeben. Wie ein Montagblatt meldet. w:ift da» Berliner Hauptwahlamt D..raus hin. dah die B e - teilt gung an der Wahl vorher nicht zu überleben gewesen wäre. Sollten in dn einzelnen Bezirken Proteste ggn bie ®al tg- fdt der Wahl erhoben werden, die sich auf Mo Tatsache berufen, dah weg n m tng Inder Dahl- Umschläge ein Teil der Wähler nicht mehr zur Wahl zugelallen werden konnte, so seien diese Proteste berechtigt.
Die biA Mitternacht in Berfin vorlieaen- den Ergebnisse der Wahlen für die Brr- trauensmänncr der Angestellt enver icherung lassen einen Erfolg der MstenvrvinNing der im Hauptausschutz Bereinigten Verbünde erkennen Ueber da» AciaUat der Wahlen in Berlin liegen noch keine endgültigen Ziffern vor Aus dem Aeich werden die sl.gvb- nllfe von 109 Wahlbezirken gemrlN t Danach erhielten die Hauptausschustrx-rvände 237 Ber- Nauensmänner und 53d 3r agleute. der frei gewerkschaftliche AF-A-Bund 34 Bertrauensm.inner xmß 94 Erfatzleute und die trJbtn BerMnb- 6 Bertrauensmänner und 17 Ersatzleute
Oie Dersaffungs- und Verwaliungsresorm.
Eigene Drahtmeldung bei ..Siebener Vnzeiger,'
Berlin, 14. Roo. 2>w Äuijprodx Hn Reichs- au» chuß Nr Deutschen Bolfipartri hn zu einer be- ad>irnsawrwn Kundgebung geführt, von ber wir bereit« Samstag Kenntnis gaben. Neben Feststellungen in bezug aut den Eharatter bet Barker (Btlbert- öemoranbumfl, wonach dieser keinen Einspruch gegen die Bssoldungivorlage und da» Entschödi- aungr-Schlußgefetz erhebe, wird habet der Ion besonders auf b<e Notwendigkeit einer durcharctsenden Sern>altung»reform gelegt. Di« Bartei er- klart, dah |te unter Umständen auch vor einer Verfassungsänderung, die da» Verhältnis be» Reiches zu den Ländern berührt, bei der Inangriffnahme dieser Lusgabe nicht Haltmachen Dürfe. Dabei werden bie verschiedenen bekannten Gesichtspunkte- Sparsamkeit. Entlastung ber Wirtschast, oenfuna der Realsteuern, Deseit-pung d«» bureaukratischen Leer- lauf» und der lieber Organisation zur Erziehung ent- sprechender ßeiftungen ohne Vermehrung ber sozialen Lasten unb ichl-etzlich Einschränkung ber hemmungslosen Bewilligung von Mehrausgaben durch bas Parlament und Einwirkung auf Länder und Gemeinden zur Sparsamkeit unb Beschränkung der Vnleiheauf- nähme, nochmals ausgezählt.
Zn den Kommentaren derjenigen Blätter, die ber Dolkspartei nahestehen, wird ber formell nicht ausgesprochene. aber in dieser Kundgebung involvierte Wille zum Einheitsstaat anerkannt, und ce wirb erhärt, die Partei sei sicherlich entschlossen, das Gesunde au» diesem Gedanken zu übernehmen, ohne bie historisch gewordene Wirklichkeit außer Acht zu lasten. Stellenweise wird dabei auch ber früher ausgesprochen« Gedanke «iner Stärkudg der Macht des ReichsprSsi- dentenundeinesAusbaues de » Retch » - rate z u einer Ersten Kammer ausgenommen.
Bet der außerordentlich wichtigen Stellung der Deutschen Volkspartei innerhalb der bestehenden und jeder denkbaren Regierungskoalition hat ein so entschiedenes Bekenntnis zur Fortentwicklung in der Richtung zum Einheitsstaat außerordentliche Bedeutung. Es kommt hinzu, daß auch die Besprechung berZentrumvfraktionen von Reichstag und Landing sich mit dem Thrma ber Reichsversaisung beschäftigt hat, allerdings grundsätzlich eher in entgegengesetzter Richtung, wenn man den Ausführungen der „Germania" authentische Bedeutung beimesscn darf. Immerhin scheint man auch dort bie Zeichen ber Zeit oerstanben und die Bewegung erkannt zu haben und bewußt eine Weiterentwicklung der Reichsoerfassung in der Richtung auf den Einheitsstaat ernsthaft nachvrüfcn zu wollen, da man diesen Bcratungsgegenstand abgesetzt und bis zu einem Zeitpunkt vertagt hat, wo die Plenarsitzungen beider Parlamente wieder aufgenommen werden, um in ber Zwischenzeit durch einen Unterausschuß das Problem nochpriiscn zu lassen.
Man kann bte Frage von federn Standpunkt anfasten: ob von dem ber Sparsamkeit, ber im Augenblick überragend schoint. oder von dem ber austenposttstcheii Stoßkraft von Begterimg*- Maßnahmen, die nur allzu häufta durch mme» schickte QleufjeniruFn einzelner ßändermtnister be- e'-nträchligt werden ober schließlich von dem ter Steuergerechtigkeit und der einheitlichen Aechtshandhabung: immer wird man nur aus ein Gebiet stoben, für das Im Ernst ein Reservat historischer Stam mes gemeln- schäften imbebtnigt gefordert werden muh, ipobet diese Stanune^nemein^chaften allerdbigs kaum mit ben Dguitftifd> geschossenen ßändec- arenzen zularnrnanfall ÜS ist da» ®«blet der Aultur, das eine söberaltsttlche Stärkung verlangt, indes alle übrigen Gebiete zur Bereinheitlichung drängen.
Oie Besoldungsdebaiie im Haushalisausschuß.
Die Aragc der ttruppcneinteilung.
Berlin. 12. Aov. Auf der Tagesordnung deS Hau-halt-ausschusles de» AeichSI.igeS stand am oamitag bie Belvidung A. bie D e Gehaltsgruppen der Beamten feftkgl.
Abg. S telnkvps beantragte, nidü ben Gruppenaufbau beS neuen Besoldungsgesetzes, ro ibern ba» BefolbungSfhftem von 1 920 iugrunbe zu legen. Die Lv.ialDemokraten be» gründeten ihren Antrag mit bem Hinweis auf Die Dermebitc Zerreißung in ben B-loloungS- gruppen unb Den Mangel ber Zusammenlegun- gtn 01 ne Verzahnung für einzelne Gruppen müffe erst bergest eilt werde ir. — Ada. Schuldt «Dem.) trat gleich!alls für bie Verflechtung beS Guten aus brr neuen Bo ringe mit ben bewahrten ®runbfdD**n t?o i. es gipse Um
feine Gebanken In einem gerecht m Aufstiegsschema mit be'onbrren BerzahnungS stellen für di« unteren und mittleren und die mittleren unb oberen Beamten. Siel lau ulagen feien dabei in die Grundgehälter einzubauen. Für bie untere Gruppe tro'.le der Redner da» AnfangsgehaU um 100 Mark belfer stellen. Aach kurzer Erörterung b«fch!vst ber Auslchust, nach ben Bor» schlagen ixs Abg. Schulbt. schleunigst neue Gruppen zu schassen.
Abg. Mvrath (D. B ) forderte Die Ablehnung beS Antrages Strinfopf. Abg. Tor gier (Aont) toanite llch aegei. Stellen- Amagen anstatt Beförderung unb berechnete ben Antrag Schuld: al» rin brenzliche» Xomprvmift.
MinZter.alrat S6ld ve/t<nbigte bie Gfuppen- eintellimg ber Vorlage. D.e Bortrik bes Zu- laaenlnftcm» erblickte er bann: bah ber Ber- luft von Brioldungsalter vermieden werde unb bie Beamten f o f o r t In den vollen Genuß des finanziellen Beförberungsantel» kämen. Aach- teile hätten di« Stellenzulagen nicht denn fit feien unwiderruflich und penf^r^s fähig. Die Tarif grenzen be» Wohnung»geldeS 'eien genau biefelben wie b.»her
Adg Ben ber (Soz.) wies auf ilnfttnrailg- keiten in ber Einstufung der Hand verksmäfng t'orgebilbetcn und Der anderen Beamten in der Aeakrungsvorlagt. namentlich bri ben unteren Postbeamten, hin — Aba ßudt (Wirtsch P.) forderte den Zulammenichuß für ANilteiUen unb Sekretäre, besonders bri btr Post, in einer Gruppe — Ada Seppcl «Soz' behauptete Die Masst Der Beamten habe beim System von 1920 bleiben wollen, die Stellenzulagen feien .Korruptior»Zulagen. — Abg SÄuIDt (Sem.) stimmte Dem Aiitrag Stein köpf tr. dem Sinne au. bah bas System von 1920. aber Ne Sähe Der neuen Briotdungsordnung. zugrunde g legt trerben 'ollen — Abg Stetnlopf «Soz.) nannte eine Aeihe von Beamtentategorien. deren
Einstufung in Dm Ontttnirf nicht btHia sei. Sk Derk einen Zankapfel in Die Beamtenschaft. Di« Anlehnung an das System von 1920 werd« das verhindern.
MlliisteriawireVvr Sr. Lot Holz «rflärt«. die Fragen Der einzelnen Gruppen der Techniker und Der Brichsmiltelbeh-rden behändek man beller bri dm einzrinm Gruppen. Auch dre Boriage seht Verzahnungen vor s re. Ich crngepahr an das neue System Di« 6*1 kn- jmlage sei im wrienllichm dasklb« w* dte Briörderung in rine briandere Gruppe
Abg. Aar meng (Sn.) tmH Darauf hu», bat Du Beamten auch Di« Neuregelung von 1920 zunächst scharf bemängelt hätten. Z«tzt friti- siertm sie Di« neue Bor läge und lobten die alle Regelung. Der Redner bat, endlich in bie e r n ft- haste Arbeit rin^u treten imb Debet bi« neue Borlag« zugrunde zu legen. Siefen AuSführutxrm fchlofsen fich Die 20«^ Groh (Zentr.) und Morath (D. B.) an. Aach weiterer Debet* wurde ber Antrag Steinkopf mit 13 gegen 10 Stimmen abgelehnt.
Giresemann zur tage.
Verfassung», und Verwaltungsreform Entschuldung der Landwirtschaft.
Halle. 12. Aov (WTB.) 3n Halle sprach Arichsauhenminister Dr. Stresemann. 3n aussuhr.ichen Darlegungen vertrat er den Standpunkt. dah wir trotz unserer augenblicklich günstigen Wirtschaftslage zur größten Sparsamkeit gezwungen seien. Oin« B.e.ie.tig- keit der Verwaltung, wie sie da» Deutsche Reich sich sowie Die ßänDer unD Gemeinden jetzt leisteten, entspräche nicht unserer ta.sächlichen finanziellen ßagc. 2naeflchis Der Aativnalifierung, wie sie unsere Wirtschaft Durchführe, mühten
auch auf dem Gebiete der verwallungsreform entscheidende Schritte
getan werden. 3n bezug auf die Frage Reichund Länder wolle er sich nicht auf den Standpunkt stellen, daß man die Länder zwingen sollte, im Reiche aufzugehen. Man dürfe aber Länder, die bi« Absicht hätten, al» Reichsland in dem Reiche auszugrhen und fich mit anderen Ländern nicht verschmelzen wollten, daran nicht hindern. 3n dieser Frage werd« dadurch da» Fehlen entsprechender Bestimmungen in der Reichsversassung einer Ent- Wicklung, die in manchen Ländern nicht aufzuhalten sei, enlflcgengearbfitet. Hinsichtlich des Reichs- schulgejetzes sühne Dr. Stresemann aus. daß die Deutsche Bolk: partei gegenüber diesem Gesetze durchaus positiv eingestellt sei, aber nichts wirke weniger auf sie als die ausgesprochene Drohung, dah bei einem etwaigen Richtiuslandekommen be» Reichsschulgesetzes auch bie Regierungskoa- lition stürze, denn einmal sei in dieser Fra« wie bei wirtschaftlichen Dingen ein R o m p romitz vorgeschrieben unb weiter habe es bit Deutsche Dolfs- Partei nicht vergessen, bah bei dieser Koalition bie Deutsche Bolkspariei nicht der Rehmenbe, fonbem der Gebende gewesen ist. Ein besondere» Kapitel seiner Rede widmete Dr Stresemann der Landwirtschaft, die Im Gegensatz zu unserer gegenwärtigen günstigen industriellen Lage mit ®er- I u st arbeite.
Gerade weil wir die ftaaffraft and dl« Pro buftlon der candwirtsäast dringend benötigten, sri e» Pflicht, bri den k)andei,vertrag»o«rhandlangen auf sie Rücksicht zu nehmen.
Der OnterellmausalZch auf bem Geb»«* ber HandrisverteaLspolltik sri rin l4>axcr.g«< Aa- pitri Der beullchm Legirrungsaroril unb es sri ohne acwiffe Aonzell onen an Agrarländer atcht möglich r.i* eriprtehliche Hand.l-periragSpoit- til zu treiben. Um fo mehr fei es Pflicht der Xe- atenmg. Dem Problem der Entschuldung Der ßanbwtrrlchaft brionbert Aufmerksamkeit »u trtbmm. Sr. Stresemann richtete zum Schl uh feiner Darlegungen an leine Partrisreunde bie Mahnung, sich darauf e.nzur» chten. ball man «icht unbedingt mit einem normalen Ablauf Der gegenwärtigen Wahlperiode des Reichstag, z rechn ei könne. Der Wa>k.-"pt werfe feine SchaNrn voraus. ®r lehne es ab. beule Ich cm eine Wahlparole auszugeben. Da acht Ne Wahlvarvle De» Tages entsch.-l-.mb fein tpeeb«. sondern der Eriolg Der seit der Umwälzung gdciftctm sachlichen Arbeit.-
Zordeningen des preußischen Landgemeindefags.
Berlin. 12. Aov. tWB.) D.r preußische ßanDgemcinbetag hat eine EntfchUehung angenommen in der t» u. a. hetht: Die Einschränkung de» Selbstverwaltung»rechles unb die verstärkte Beaufsichtigung der Landgemeinden wirb ktten» weiter Wirt'chast»krrise mit rittet allzu v«r chwen- benschen Ausgabenpolitik ber Gemem en be- gründ ei De Landg «mein den befl^bigen sich ,e. och größter Sparsamkeit. Weitere Ginfparun^.u bunten nur möglich fern, wenn die „en Gemeinden aufrrkgten Ausgaben In Höhe von 75 bis 80 Prozent ihres 2u?gadesolls entsprechend vermindert werden Die auch von den Land» amirinbtn anerkannte Aotwendigkeit einer har» km Entlastung der Wirtschaft kann vielmehr nur durch stark« BationoliHerung der Verwaltung erfolgen. Di« im Aeich unb besonders bei den Ländern zu beginnen ist. wo bei weitem die größten Ersparnisse erzielt werden können Die mehrfach über Da» notwenlize Mah hinausgchendm Eingemeindungen von Vanbgen.einbm nach große» Städten habcu eine Bcrteutrung bc » Vetwa l t u n gsapparates g..rächt unb damit auch der Wirtschaft erheblich« Lasten auierkgt
Ein endgültiger Finanzausgleich »st nicht brnkbar. solang« nicht die Aaiionaliiierung ber Wirtschaft vollendet unb die bet Verwaltung begonnen und buichgeiührt ist. Das den Gemeinden als neue Hauvtiinanzguelle in Auslicht gestellte Zuschlaasrecht N-r Gemein den zur Einkommen- unb Aörper <ha tsstrucr wird ab- gelehnt. Da es finanziell u erträgt.ch Irin würde. Die Finanz not Der Gemeinden wirb besonder» verschärft durch Ne Ausgaben der Schalverbänd« auf Dem Gebiet der per» sönllchen Bvltsfchullaften. Derrn weitere St* genmg infolge der bevor lichenden Befol- oungsrefotm in Au» ich! fleht. Das bisherige Mißverhältnis kann nur durch em« stärkere Heranziehung des Staates bewilligt werden. Tie Landgemeinden müsfen auch scglich« iich etwa aus der Durch uhrung b» Aitchs- fchulaefetz mtwuri«» er.,«be ide kommunal» BrubfLiftuna ablehnen. Die zwangs.o ife Einführung von ßanbbürgermcifttrflen wird toeaeii bei Damit ixri jnbenen Oinrngung M S»lbstv<Nvaltungsvech«es Der Gemein »n u .tz Der hohen Mehrkosten nach wie vor abae» lehnt.
Oer neue Memelkonfliki.
Um die Zusemmensehung des Londesdirektonums.
(Gigenei Drahtberichi des .D csten«^ A ii«r^ers".)
Berlin, 13. Roo. Nachdem ber litaui'che Diktator Woibemara» in Genf Zuficherungcn künftigen Wohl verhaltens bem Reichsauhenminister gegenüber abgegeben Holle durfte man die llÖffnung hegen, daß bar leidige Kapitel , Memeidejchwerden" endlich zur R h« käme. Zwar Hal er bk Erfüllung seiner Versprechungen von Jun« so sehr in bie Länge ßt’ogen al» möglich: bie Wahlen zum memeliSndischen Lanbtog sind erst unmittelbar vor der oeptembenaflimg de» Lötterbun- be», asto zu einem Ze.tpunkt abgehalten worden, wo man m Gens noch keinen klaren Uebtrblitf über bi« korrekt« unb unbeeinflußte Durchführung haben konnte.
Aber wenn auch in diesem Punli und in bezug aus Die eine ober anbere kleine Aonzeslion tnztrllchen einige Befriedigung gewährt wurde fo ist In einer entscheidenden Frage setzt neuerdings ein Konflikt ausgebrochrn Seit Wochen schon verhandeln Die Mehrheirsparteien De» Can- t«s, Die natürlich deutsch sind, mit Dem litauischen Gouverneur über die AeubtlDung des Lonbesdirektortums. dos noch bem Bleme’ftatut veriassungsmäßig an der Spitze bte Selbstverwaltung steht Der Gouverneur hat sich jedoch bisher so entschieden gegen Die selbft- verllä'idli.h« Forderung geuxbrt. daß ber Landes- prä'ibent ben Weyrheilspartrkn. allo Der einzig möglichen Aoalltlbn. wenn von Dergleichen tn Dem LanDlag Die Aede sein kann nahestehen mübte Daß Diese Barreien am 10. D W. tm Landtag erflärt haben, sie IBnnlcn auf Der bisherigen GrunDlaa« mit bem Gouverneur nicht weiter verhanDeln. Zuglcich haben sie Dem Gouverneur mitg«teilt, ber Land- tag rnüf'e zur Sntschribung Dieses Zwilchenfalles ben BölkerbunDsrat neuerbing» an rufen. Darauf ist itrnen vom Gouverneur erwidert warben. fk hätten fein A ech t. fich In Genf zu be- lcbweren. Darüber, mit welcher Strafe er ein» lolche Befchwerd« verhindern wolle, werd« er fich fpäler äußern
Formell bat Der Gouverneur recht diiw Beschwerde beim Völkerbunds rat kann nur vo» einem Der AotsmitglteDer angebracht werben. Aber er Dürfte wohl nicht Im Zwickel Darüber fein. Dah sich ein folches Mitgl.eD |in» Den wird. Wenn neuerdings Die Berfvr^dangen. DU gerade 1» bezug auf Die Zufanunenletzung Der letzten Bblletbunbitagung vorn litau.fchrn Mi» nifterprä'iDenten Doikemarar» in eigenem Zntrr- cTe zum Ausdruck gebracht worden inb nicht <in» gehallen werben Da der Zeirpunkt ejw* neuere lichen Zusammentretens des Völkerbundsrales nicht mehr fern ist. Io scheint es im 3nlerrfie Litauens gleichermaßen zu liegen sich Derart g« Bemühungen ber übrigen eurapäi'chen Mächte wegen der Nktaioellchen Gelüste seiner Unter- »ebenen ui ersparen
Die Organisierung des AriedrnS.
Vriaud übrr ö«iv deutfch franzbfttzche Vcrhältsti«
P ris. 13. Aov 3n Aanics i-rirbe bi» Äanb.bahrT Briand» für Die tommenbel Aammerwahlen ausae eilt. Zm Verlaus r.nrf ihm zu Ehren veranstalteten Banke l» erg.if, bet Außenminister Das Wort zu eiiw r große- nußen» pvl lisehen Rede Er •. ri*mer* Daran bah er bereit» 192, ht Ganncs rine ernste Anstrc .ang unternommen b-be. um in Europa unb Ter Welt einen Ivliven Frieden zu kbilfen. unb fuhr Dann fort: Ich lohe burchaut n:cht ein. lne**ferw bte Organisierung de» Frieden» dem Mut und die Alorul «Iikt Aativn h.-rabrnriider» tormte. Zwei Völker, b:» deutsche und bas Iran- zöfifche Boll, haben sich 3aDrbvnber* lang bre kämpft Aur Blut hat o schichte gefärbt Mußt« man »etter Zorn. Haß und Mißverständnis unter ihnen auliechterhalten? Mußte inan Ile nicht vielmehr entschloßen einander zusühren unb ihnen sagen, sucht doch nicht mehr in ben Wallen die Lösung? Ich al» Franzo e habt das Volk, das gestern unkr Fe.nd war,
aufgefordert. tn fen B.lkerbund ernAu-
treten. Ich suhle m.ch Daku ch nicht herabgesetzt unb habe auch nicht bas Gefühl, bah 4G Fr.: nlreich ba.‘urd> H<rabaewi.rtig1 hätte. 3" Bblferbunb habrn wie Griegenh it g habt. gemeinsam um Die Auirrchlerhallung des <irlebens zu bemühen. Ich kann nichts gegen bk Haltung Der Männer logen, m t Denen ich Das Locarnoabiommen unt.-rzeichnet habt. Männer wie Luther unD Stresemann. Die natürliche Liebe zu ihrem ßanD« geleitet hat unb Dl« sich um bie In*ref4en ihre» Landes gekümmert unb fk erbittert t>tn >gt haben, haben loyal gehrndelt Ich kann ihnen nicht» -orwer- fen. Ich habe n chr gezweifelt. Daß sie dies tue würden, unb muß. um gerecht unb ehrlich »■ fein. hin.zufügen. Daß dirienlgen. Die Die besieg* Batwn vertraim. als fie mit mir. Dem Vertreter Der siegreichen Aativn. zusammenkam n. um vv* FrieDen zu sprechen, gcjtpungen waren, rinr Grf* zu tun. Die einen ganz besonderen Mut beDfuicte unb eine ernste Sach« gegenüber der Oeslentlichlrit ihre» Landes war unb das hat auf mich großen Eindruck gemacht Ich rechne f» mir zur Ehre an. von Deurfchlatid gr'orbrrt <■ haben, daß es am 3rr.e'x*n#cv erbcltung der unterzeichneten Verträge unb unter Der Bedingung gege-' ii g r Loyalität mit trbft* tet Briand forderte bann Daß die pol.tische» Abkommen Durch Wirtschoftsabk. mmen vervollkommnet werden und sucht« schließlich zu beweisen. daß ber vor zwei Tagen unterzeichn»*» französifch-südllawikch« Vertrag auch rin Srir densvertraq sei. Der kein anderes Land bedrohe


