Taffen. Zum Ausziehen des Teiges wird ein reines Luch über «inen großen Tisch gebreitet unü mit Mehl bestaubt. Der Teig wird vorerst auf dem mit Mehl bestaubten Brette etwas ausgewalkt, dann mit zerlassenem Fett bestrichen. Nun beginnt man ihn auf dem Tuche von der Mitte aus stets über den Rücken der mit Mehl bestaubten Hände von allen Seiten möglichst gleichmäßig zu ziehen, so daß er ganz dünn, wie durchsichtig, wird und den Tisch bedeckt. Hierauf schneidet man ringsum den dicken Rand weg, betropft den Teig mit zerlassener Butter, bestreut ihn mit in Butter gerösteten Semmelbröseln, belegt ihn mit geschälten, feinblättrig geschnittenen Aepfeln, streut Zucker, gestoßenen Zimt, einige feingehackte verzuckerte Orangenschalen und eine Handvoll Rosinen darüber, tropft wieder Butter auf und rollt den Teig nun vorsichtig ein, indem man das Tuch auf einer Seite, und zwar auf der entgegengesetzten von jener, vor der man steht, mit beiden Händen hebt und in der Richtung zu sich bewegt, wodurch der Strudel eingerollt wird. Man schiebt ihn dann rund zusammen und läßt ihn in eine mit Fett bestrichene lange Pfanne gleiten, was durch geschicktes Aufheben des Tischtuches bewerkstelligt wird. Run bestreicht man den Strudel rwch mit zerlassener Butter und läßt ihn in der Röhre knusprig backen. Er wird warm, mit Butter bestreut, serviert.
Wirtschaft.
25 Jahre Amerikanische Handelskammer in Berlin.
Aus Kreisen der Amerikanischen Handelskammer wird uns anläßlich des bevorstehenden 25jährigen Be st ehe ns der Handelskammer geschrieben:
Wenn eine Institution wie die Amerikanische Handelskammer — The American Chamber of Commerce in Germany — in wenigen Wochen auf ein 25jähriges Bestehen mit Genugtuung zuÄckblicken kann, so ist die Berechtt- gung ihres Bestehens ohne weiteres gegeben. Gegründet wurde die Kammer im Jahre 1903 unter dem Ramen „American Association of Commerce and Trabe" von Leuten, denen das kommerzielle Wohl des deutsch-amerikanischen Handels am Herzen lag, und unter großen persönlichen Opfern der leitenden Geister ist es gelungen, die Idee dieses kommerziellen Zusammenarbeitens im Interesse der Mitglieder sowohl, als auch anderer Ratsuchender von beiden Seiten des Atlantischen Ozeans nutzbringend in die Tat umzusehen. Besonders während des Weltkrieges und der diesem folgenden Inflationsperiode ist die Kammer unermüdlich bestrebt gewesen, divergierenden Ansichten nach Möglichkeit gerecht zu werden. Sie hat ihre Tore nie geschlossen, und somit für den Geist des Friedens der Verständigung und Annäherung den Weg offen gehalten. Was das bedeutet, hat der Erfolg gelehrt, und dies können wohl am besten die ermessen, die der Mitgliedschaft teilhaftig waren, deutsche und amerikanische Firmen von Ruf und Bedeutung. Selbstredend macht die Kammer als solche keine Geschäfte, sondern ist ein Institut wie jede andere Handelskammer, die ihr Bestehen den Beiträgen der Mitglieder verdankt, und in erster Linie im Interesse dieser ihre Sachkenntnis und Beziehungen in Dienst stellt.
Dieser Dienst besteht in Handelsauskünften aller Art, teils vertraulich, ferner unparteiischen Gutachten im Falte von Meinungsverschiedenheiten beim Bezug von Waren, Export und Import, und. beiden Teilen ist Gerechtigkeit widerfahren. Das beweisen die Anhänglichkeit der jetzigen und das Hinzukommen neuer Mitglieder, Deutsche sowohl wie Amerikaner und andere Rationen. Gerne nehmen wir Anregungen entgegen, die uns Gelegenheit geben zu Verbesserungen im Rahmen unseres Programms. Wir nennen uns American Chamber of Commerce, Amerikanische Handelskammer, weil die Grün- dung in erster Linie eine amerikanische war, d. h. von amerikanischen Staatsbürgern ins Leben gerufen wurde, um großzügig nach beiden Richtungen hin zu helfen. Der Vorstand besteht aus amerikanischen und deutschen Firmen, welch letztere hinzugewählt werden. Die Bestimmungen über den Anschluß an die LInited States Chamber of Commerce in Washinton, D. C. sind, daß der amerikanische Charakter gewahrt bleibe (nach Möglichkeit), wie es auch bei unseren Schwester- instituten, den amerikanischen Handelskammern in Paris und London der Fall ist. Außerdem haben wir Anschluß an die International Chamber of Commerce. Auf diese Weise sind wir in der Lage, unsere Auslandsbeziehungen auch im Interesse der deutschen Seite voll und ganz, d. h.
50/50, auswirken zu lassen. Wir haben uns mit obigem Ramen identifiziert und ihn wahrlich nicht zum Schaden deutscher Firmen im Interesse des Außenhandels hochgehalten. Das stete Hinzu- kommen neuer, auch deutscher Mitglieder beweist, daß mit dem Ramen kaufmännische Ehre Hand in Hand geht.
Das 25jährige Bestehen der Amerikanischen Handelskammer bürgt dafür, daß der grundlegender Gedanke ein gesunder ist, und die Tatsache. daß das Bedürfnis einer solchen Institution vorlag und heute erst recht vorliegt, ist erwiesen an Hand des Wohlwollens der Regierungsorgane beider Länder, welches der Kammer nie versagt wurde.
* 60-Millionen-Anleihe der Stadt Frankfurt. Die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung genehmigte gestern mit großer Mehrheit die Begebung einer 60-Millionen-Ausland-2ln- leihe, die bekanntlich zum Bau der Großmarkthalle, 'Ausbau der Straßenbahn usw. dienen soll. Dagegen stimmten Deutschnationale, Kommunisten und Völkische. Von deutschnationaler Seite war ein Antrag eingebracht worden, jede Auslandanleihe abzulehnen.
* Frankfurter Verkehrs- und Hotel b e t r i e b s - A.--G., Frankfurt a. M. Die Gesellschaft (Gruppe Martin Sternberg-Amsterdam) wird, wie der W.T.B.-Handelsdienst erfährt. der G. V. (30. Sept.) eine Dividende von 7 (0) o/o Vorschlägen. Die bereits gemeldete Kapitalerhöhung dient u. a. zur Angliederung eines der bekanntesten und größten Hotels und anderer Betriebe. Inwieweit sie durchgeführt wird, steht noch nicht fest. In Anbetracht der Liquidität der Bilanz dürfte eventuell nur eine Erhöhung bis zu 4.5 Millionen RM. durchgeführt werden. Der Geschäftsgang im laufenden Jahr ser wesentlich besser als im Vorjahre, und man könne schon jetzt eine Dividendenerhöhung in Aussicht nehmen.
* Rheinische Hypoth ekenbank in Mannheim. Die in Stockholm von der Aktiebelage Göteborgs Bank zu 961/2 Prozent zur
Emission aufgelegten vier Millionen Goldmark 6^/xproz. Pfandbriefe der Rheinischen Hypothekenbank sind überzeichnet worden.
* Rachlassende Beschäftigung in der Fahrradindustrie. Wie wir aus Fachkreisen erfahren, mehren sich in der Fahrradindustrie die Anzeichen, daß nunmehr nach Beendigung der Saison das Geschäft wesentlich ruhiger geworden ist. Die Fahrradindustrie weist, in^gefamt genommen, einen uneinheitlichen Beschäftigungsgrad auf, teilweise sind bereits De- triebseinschränkungen vorgenommen worden. Ob tatsächlich eine grundlegende Besserung in diesem Industriezweig eingetreten ist, wird das Herbst- geschäft zeigen bzw. die in dieser Zeit eingehenden Lageraufträge.
* Minimax A.--G. Der Reingewinn beträgt 272163.— RM. Der Dividendevorschlag sieht, wie im vergangenen Jahre, wieder 10 °/o auf die Stamm- und 9 % auf die Vorzugsaktien vor. Das neue Geschäftsjahr habe sich in allen Geschäftszweigen gut angelassen. Die Umsätze im Handfeuerlöschgeschäft haben sich gegen das Vorjahr ziemlich gesteigert. Die Fabrik ist noch auf mehrere Monate gut beschäftigt.
* Reues Rußlandgeschäft. Wie der W.T.B.-Handelsdienst hört, ist ein Geschäft mit Rußland auf 51 000 Tonnen Röhren von der Firma Otto Wolff abgeschlossen worden. Die Lieferung dürfte in längstens neun Monaten durchgeführt werden. Die Zahlung erfolgt in Raten, die sich über etwa zwei Jahre erstrecken.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 14. Sept. Tendenz: unsicher. — Nachdem im Vorbörsenverkehr auf fortgesetzte Deckungen in I. G. Farben die Haltung weiter recht fest blieb, war die Stimmung zu Beginn des offiziellen Verkehrs unsicher. Die Spekulation schritt zur Realisation der gestrigen Kursgewinne, während das Publikum sich weiter äußerst reserviert verhielt. Zur Zurückhaltung mahnte der morgige Zahltag, wenn man auch mit einer glatten Ueberwindung rech-
Seltsame Tiergeschichten.
Elefanten als Feuerwehrleute.
Eine merkwürdige Geschichte von der Klugheit wilder Elefanten, die man, wenn es noch heißer wäre, für eine Ausgeburt der Hundstagsphantasie halten könnte, wird von einer englischen Wochenschrift aus Travancore in Indien berichtet. Holzarbeiter, die dort in einem Walde tätig waren, wurden des Rachts durch das Trompeten einer Herde von Elefanten aus 6em Schlaf geweckt und entdeckten zu ihrem Erstaunen, daß die Tiere dabei waren, ein großes Waldfeuer zu löschen, indem sie ihre Rüssel als Schläuche benutzten. Die Arbeiter hatten einen großen Baum gefällt, der über den Weg gefallen war. Um sich die Arbeit des Wegschaffens zu erleichtern, hatten sie den Daum in Brand gesteckt, und als die Dämmerung kam, schwelte der Daum noch. Funken sprangen auf die anderen Bäume Über und verursachten einen Brand. Der Führer einer Herde wilder Elefanten roch das Feuer und rief durch lautes Trompeten seine Kameraden herbei. Rach wenigen Minuten waren 40 Wasserstrahlen aus den Rüsseln der Elefanten auf die brennenden Bäume gerichtet. Ein in der Rähe gelegener Fluß spendete ihnen Wasser und setzte die vierfüßigen Feuerwehrleute in den Stand, den Brand, der sonst vielleicht eine große Ausdehnung gewonnen hätte, zu löschen.
Der Schmetterling im Sonnenbad.
Während wir Menschen erst in neuester Zeit, den Segen und Wert des Sonnenbades erkannt haben, genießen es die Insekten vermöge ihres Instinktes seit unvordenklichen Zeiten. Unter den Bewegungen, die man an ihnen beofraget hat, finden sich auch solche, die nur zum Abfangen möglichst vielen Sonnenlichtes dienen können. Der bekannte Jenenser Biologe Prof. Franz hat nun Schmetterlinge im Sonnenbade eingehend beobachtet und berichtet darüber im „Raturforscher". Er wandte den Diestelfaltern, die auf den sonnigen Bergrücken des Hausbergs bei Jena dahingaukeln, seine besondere Aufmerksamkeit zu, und es fiel ihm auf, daß sie sich erst mit ausge- breiteten Flügeln in die Sonne setzten. Das Bild, das der Schmetterling dann bot, war merkwürdig: „Seine Körperhaltung war bergauf, somit sein Blick der Sonne abgewandt. Der Leib ist genau in die Schattenrichtung eingestellt und anscheinend auf hochgestellten Beinen so stark wie möglich gegen die Sonne aufgekippt. Die Flügel sind so tief seitwärts herabgeschlagen, daß ihre Seitenränder fast aufliegen und augenscheinlich den Körper in jener Haltung stützen helfen. Man
hat den sicheren Eindruck, daß der Schmetterling seinen Leib und die Flügel möglichst stark den Sonnenstrahlen ausseht". Don diesem „Sonnenbade' fliegen die Schmetterlinge alle 1 bis 2 Minuten auf, kehren aber jedesmal bald wieder geradewegs oder nach einigem Hin- und Herpendeln ziemlich genau an die alte Stelle zurück und setzen sich auch stets wieder in die alte Richtung, machen mit halberhobenen Flügeln eine energische Kehrtwendung, bis der Leib in „Schattenrichtung" steht. Richt nur bei Diest elf altem konnte Franz diese Sonnenbäder beobachten, sondern auch bei dem „kleinen Fuchs", der sich in gleicher Weise mit ausgebreiteten Flügeln dem Sonnenlicht aussehte, aber ohne Anlaß niemals ausslog. Dagegen flatterten Kohlweißling, Rüben- weißling und andere Arten mehr umher, als daß sie ruhten. Es ist nicht zu bezweifeln, daß dieses Sonnenbad des Schmetterlings ein gewisses Ortsgedächtnis verrät, denn die Oertlichkeit ist viel zu kompliziert, und der immer wieder ausgesuchte Ruheplatz tritt zu wenig hervor, als daß er auf Entfernungen von 100 Meter hin noch eine unmittelbare Anziehungskraft auf das Tier ausüben tonnte. Das immer wiederholte Zurückkehren der' Schmetterlinge kann nicht anders, als auf Ortsgewöhnung beruhend, gedeutet werden.
Schuh den Seehunden.
Kürzlich ist «ine Verordnung in Kraft getreten, wonach die Retz-, Hetz- und Lockjagd auf Seehunde jeglichen Alters und Geschlechtes bei Strafe verboten ist. Auch das Verleihen von Booten zur Jagd wird unter Strafe gestellt. Der Seehund gehört zwar kaum zu den nützlichen Tieren, da er große Mengen Rutzfische vertilgt, di« Rehe zerreißt und den Fischern argen Schaden an der Küste und auf den Inseln bereitet. Um aber die Seehunde, die sehr viel gejagt werden, und deren Zahl ständig abnimmt, nicht vollkommen auszurotten, ist das Fangen mit Rehen, das Hetzen der Robben mit Motorbooten und das Locken der Tiere auf Sandbänke durch Nachahmung ihrer Bewegungen verboten, denn diese Methoden sind keine weidgerechte Jagd, sondern Aasjägerei. Andererseits ist die SeehundZjagd an den Meeresküsten und bei den Inseln für die Fischer und Bewohner der Seebäder ein nicht zu unterschätzender Gewinn. Die neue Verordnung schafft einen Mittelweg. Sie soll den Seehunden den nötigen Schutz verleihen und nimmt den Küsten- und Inselbewohnern nicht einen Verdienst und- nicht die Möglichkeit, sich eines Feindes auf weidmännische Art zu erwehren.
net. Verstimmend wirkte, daß die I. G. keine Aufklärung über ihre Denzinproduktion gibt, sondern di« in den verschiedenen Prelle- meldungen genannten Zahlen dementiert. Zunächst erfolgte nur ein Versand des synthetischen Benzins in kleinen Mengen zu Versuchszwecken. Darüber wurde die Besserung der Arbeitsmarktlage in der zweiten Woche des September wenig brachtet. Bei im allgemeinen geringen Veränderungen war die K u r s g e - staltung wieder uneinheitlich. I.-G.- Farben eröffneten nur knapp behauptet. Bis zu 1,5 fester tagen Bankaktien, ferner konnten Scheideanstalt und Lahmeyer je 1 Prozent anziehen. Bis zu 3,0 Prozent abgeschwächt tagen dagegen Gelsenkirchen, Harpener, Zellstoff-Wald- Hof und Deutsche Erdöl. Autoaktien uneinheitlich. Daimler auf Berichte über guten Geschäftsgang plus 0,5 Prozent, dagegen Kleyer minus 1,5 Prozent. Voigt iu. Haeffner setzten ihre Steigerungen bis auf 230 Prozent fort. Don heimi - schen Renten lagen Ablösungsschuld erhol». Don Ausländem Türken etwas fester. Im Verlaufe überwogen bei kleinem Geschäft die Abgaben, so daß die Kurse allgemein nachgaben Der Geldm arkt war wenig verändert. Tages-- geld war zu 5,50 Prozent reichlich angeboten. Im Devisenverkehr lag die Reichsmari etwas fester init 4,2020 gegen Kabel und 20,433 gegen London. Paris gegen London 124,02, Mailand 89,35, Madrid 28,74.
Berliner Börse.
Berlin, 14. Sept. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers"). Es ist bei der momentanen Einstellung der Börse ganz gleich- gültig, ob die Nachrichten aus dem Wirtschaftsleben günstig oder ungünstig lauten. Die Spekulation »nacht die Tendenz nach ihren laufenden Engagements und zieht die betreffenden Mo- mente als Begründung heran. Die zweite Hand ist nicht am Märkte, man sagt sogar mit einem gewissen Galgenhumor, daß auch die erste Hand fehlt, so daß das Geschäft in ben engsten Grenzen blieb. Das Interesse beschräickte sich auf Spezialwerte, die über den Durchschnitt von 1 bis 2 Prozent fester lagen. Stärken befestigt toaren Stolberg-Zink plus 10 Prozent, Feldmühle plus 6 Prozent, Sternberg plus 4 Prozent, Voigt & Haeffner plus 4.5 Prozent, Deutsche Waffen plus 3 Prozent. Heimische Anleihen lagen ruhig. Von fremden Renten waren Anatolier etwas befestigt, ebenso Oester- reicher und Ungarn, dagegen Mexikaner und Türken abgeschwächt. Der Geldmarkt toai wenig verändert, doch hegt man Befürchtungen für den Zahltag. Dies dürste auch der Grund für die im Verlaufe eingetretene Abschwä - chung gewesen sein. Die Kurse gaben im all meinen wieder 1 bis 2 Prozent nach, Spritweri? 4 Prozent, Sternberg minus 4 Prozent, Glan, stoff minus 7 Prozent, Voigt & Haeffnc minus 6,5 Prozent, Feldmühle minus 3,5 Prozent Auf diesem ermäßigten Niveau machte sich späte» eine gewisse Widerstandsfähigkeit bemerkbar.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a.SH., 14. Sept. Die Weizen preise wurden um 0,25 Mk. ermäßigt, da di. ausländischen Weizenpveise auf die hiesige», drücken. 2m Zusammenhang hiermit mußte auch der Preis für 'Weizenmehl herabgesetzt werden. Dagegen sind die Kleiepreise trotz des sehr ruhigen Geschäftes erhöht worden, was seinen Grund darin findet, daß die Mühlen nur wenig Kleie an den Markt bringen. In Wetterauer Gerste sollen Geschäfte unter der niedrigsten amtlichen Notiz getätigt worden sein, während feinste Aussttchqualitäten bis zu 31 Mark bezahlt wurden. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 26,75 bis 27; Roggen, inländischer, 24,50 bis 24,75; Sommergerste für Brauzwecke 26 bis 28; Hafer, inländ., 23 bis 24; Hafer, ausländ., 24 bis 25; Mais (gelb) 18,75 bis 19; Weizenmehl, inländ., Spez. 0, 39,25 bis 39,50; Roggenmehl 35,25 bis 35,75; Weizenkleie 13 bis 13,25; Roggenkleie 13,50 Mark. Tendenz: Ruhig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 13. Sept. Es wurden notiert (1000 Kilogramm): Weizen, märkischer, 257 bis 261, September 275,50 bis 275, Oktober 274,50 bis 274, Dezember 274,50 bis 273,25 Mk. (flau): Roggen, märt., 247 bis 250, September 258,50 bis 257, Oktober 245,50 bis 244,75, Dezember 243 bis 242,50 (matt); Sommergerste 220 bis 265; Wintergerste und Futtergerste 210 bis 217 (still); Hafer, märkischer, 190 bis 208 (fester), Dezember 209; Mais, La Plata, 196 bis 197 (ruhig); Raps 300 bis 310 (behauptet); (100Kilogramm): Weizenmehl 33,75 bis 37,25 (etwas matter); Roggenmehl 32,75 bis 34,75 (etwas matter); fflteuen- fleie 15,25 (still); Roggenkleie 15,25; viktoriaerbsen 46 bis 52; kleine Erbsen 26 bis 29.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6 Prozent, Lombardzinsfuh 7 Prozent.
R-ranffurt a.M.
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Datum:
13. 9.
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Datum:
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5°/o Dt Reichsanleihe v. 1927 Dt. Aul Äblos Schuld mit
Auslos.-Rechten.....
Desal. ohne AnSlos -Rechten 7% uranif. H»p.-Bk. Go dpf
unlündbcir bis 1932 ....
87,1
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A. E G.........
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Elektr. Lieferungen . . .
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10
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-
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Deutsche Bank. . . . 10
Diskonto-Gesellschaft Ant. 10
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I G- Karben-Industrie.
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Linke Hofmann.....
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Leonhard Tiev......
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Lechwerke.........
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—
—
Mainkraftwcrke ......
8
12,5
—
—
**
Miag ..........
10
136
—
134
—
Nckarsulmer .......
PetcrS Union .......
s
116
115
—-
8
113
—
112
—
ftebr. Roeder . ......
10
138,5
—
—
—
Doigt & Haeffner .....
0
227
230
213
230,5
Südd. Zucker.......
0
14'1
139,75
140
'—
Bantnofen.
Berlin, 13 Septbr-
I Geld
tönet
SUnerikanischc Noten. . . .
4,187
4.207
Belgische Noten.....
58,35
58,50
Dänische Noten......
112,18
112,62
Englische Noten ......
•
20.40
N.48
Telegraphische Auszahlung.
Berlin. 13 Septbr.
Geld
Brief
Französische Noten......
16,455
iÖToti
Holländische Noten......
168,06
168,74
Italienische Noten......
22,86
22,96
Norwegische Noten......
110,75
111,19
Deutsch-Qesterr., 5 ICO Kronen
W, 11
59,35
Rumänische Noten......
2,585
2,605
Schwedische Noten......
112,57
113,03
•!),M
81, 16
Spanische Noten.......
70,79
71.07
Tschechoslowakische Noten . .
12.4115
12,465
Ungarische Noten ...
73,27
73,57
Devisenmarkt Berlin
—Frankfurt a. M.
13. Sevtbr.
14. Septbr.
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Briet
Geld
Brief
Äintt-Roit
168,33
168,67
168,23
168,57
Buen.-AireL
1,795
1.799
1,793
1,797
Bni.-Antw
68,49
n8,61
□8,45.1
□8,575
Ehristiania
111,01
111,23
110,89
111,11
Kopenhagen
112,45
112,67
112,39
112,61
Stockholm •
112,89
113,11
112,86
113,08
HelsingforS.
"1,589
10,609
10,58
10,60
(stallen. . .
22,865
22,905
22,865
22,905
London. . .
-0,421
10,463
20,415
20,455
Network . .
1,201
4,209
4,198
1,206
Paris....
16,465
16,505
16,46
16,50
Schweiz . .
•>0,995
>1,165
-0,97
-1.13
Spanten .
71,01
71,15
<1.04
1.18
yapan . ..
1,977
1,981
1.973
1.977
Rio de Jan. Vien in D--
>.4975
0.4296
>.49,
.499
Lest, abgcst
59,215
69,335
59,185
□9,305
Prag ....
12,449
12,469
12,442
12,462
Belgrad . .
7,397
7,411
7,398
7.4t 2
Budapest. .
>3,47
<3,61
73,42
>3.56
Bulgarien.
>,035
3,041
1,0. U
.Ulli
Lissabon . -
20.56
10,60
40,52
20,56
Danzig. . .
81,35
81,51
81,34
dl,80
Konstgntin-
-',138
2,142
4,138
2,14’2
Athen. , .
5,591
5.606
5,594
5,6'16
Eanada .
4.200
4. 208
4,199
1,20?
Unt tuntj . .
4.176
4.181
4.176
4.18,
Cairo . .
20.945
20.985
20.937
.0.977


