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@un Morgen, Herr," sagte er.Habe gerade gequasselt mit Ähren Mächen. Hoffentlich macht es Sie nichs, Herr Bennett, was?"

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bißchen besorgt."

Ach so, Ihr Vater?" Er schien eher erleichtert beunruhigt.Sagn Sie ihm das nich, daß ich Arbeitshaus war oder in Loch, Froilein!"

John Vennett stand unentschlossen still, ob näherkommen solle oder ob Ella nicht dadurch

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lieber Herr Maitland. Sollten Sie nicht mit einem Arzte sprechen?"

Ne, ne, nur keine Doktors nich, Froilein! Aber ich sage Sie," sprach er langsam und aus­drucksvoll,sie wenn mich kriegn. Und Mathilda! Aber ich hab mein ganzes Geld jemand hinterlassen, einer gewissen Person, und das is der ganze Witz dabei, Froilein," kicherte er irrsinnig.Und dann wird man ihn erwischn."

Er schlug sich, von stillem Lachen geschüttelt, auf die Knie. Ella begann zu glauben, daß er wahn­sinnig geworden sei.

Aber ich hab 'nen riesigen Plan, jaha! Ich hab nie 'nen größeren gel-abt, Froilein. Können Sie auf der Maschine schreibn?"

,Zch kann es wohl, aber nicht sehr gut."

Seine Stimme wurde fast unhörbar.

Kommen Sie mit, kommen Sie in mein_ Bu­reau! Werdn mich doch nicht bloß für einen «paß- vogel halten? Was? Siebenundachtzig bin ich ge- worn, Froilein! Kommen Sie zu mir herauf und Sie wern lachen." Plötzlich kam das Schluchzen wie­der über ihn.Mich wern sie kriegn, ich weiß! Aber ich hab Mathilda nichts gesagt. Weil, bann würde sie scyrein. So stehts, Froilein. Der alle Johnson is nich mehr da. Besuchn Sie mich nur! Habn Sie nie einen Brief gekriegt, was?" fragte er plötzlich.

Don Ihnen? Nein, Herr Maitland!" sagte sie überrasche

Geschriebn is er morn," sagte er.Aber vielleicht nich aufgegebn. Weih nich!" Er fuhr auf und wich zurück, als eine Gestalt sich vor dem Hause zeigte. Wer is das?" fragte er. Und sie fühlte, wie feine Hand sich zitternd auf ihren Arm legte.

Das ist mein Vater, Herr Maitland," sagte sie. Ich glaube, er ist meines Ausbleibens wegen ein

Zu unterem am SarnStag, dem 15. Januar 1927, abends 8 Uhr, im Saale des Kath. DereinShauseS stattsindenden Winterfest

laden wir unsere Mitglieder nebstAngehörigen herzlich ein. Gäste können durch Mitglieder eingesührt werden. Ter Dorstand. Mir möchten unsere Mitglieder noch au merflam machen, daß eine größere Anzahl Sanger von unserem Freundschastsverein Liederkranz- Bischofsheim bei Mainz anwesend sind.

Aber gewiß nicht," sagte Herr Bennert.Wollen Sie nicht ins Haus kommen, Herr Maitland?"

Ne, ne," sagte Maitlaird ängstlich,Mathilda wartet." Er streckte nicht die Hand aus, noch lüstete er seinen Hut. Seine Manieren waren tatsächlich unter aller Kritik. Er nickte dem Mädchen kurz zu, dann sagte er:Wiedersehn, Herr!"

5n diesem Augenblick trat Bennett aus dem Schatten des Hauses.

Leben Sie wohl, Herr Maitland!" grüßte er.

Maitland erwiderte nichts mehr. Seine Augen waren weit und entsetzt aufgerissen, sein Antlitz totenbleich.

Sie? Sie?!." krächzte er.0 mein Gott!" Er schien zu schwanken. Ella wollte ihm zu Hilfe kommen. Er faßte sich aber und rannte mit einer Beweglichkeit, die bei seinem hohen Alter überraschen mußte, den Weg hnunter, riß die Gartentür auf und stürzte die Straße hinab.

In der großen Stille hörten sie ein trockenes Schluchzen.

Vater," flüsterte das Mädchen angstvoll,hat er dich denn gekannt?"

Das wäre verwunderlich," sagte John Bennett. Du gehst jetzt zu Bett, Liebling."

Und wohin willst du, Vater?" fragte sie über­rascht.

Ick) habe mit ihm zu sprechen."

Sie ging nicht zu Bette. Sie stand an der Tür und wartete, fünf Minuten, zehn Minuten, fünfzehn Minuten. Dann hörte sie das Rattern eines Autos und die Limousine flog kotspritzend am Gar­tentor vorbei. Endlich kam auch John Bennett.Du bist nicht zu Bett gegangen?" bemerkte er barsch.

Vater, hast du ihn gesprochen?" fragte sie angst­voll.

Möchtest du mir vielleicht schwarzen Kaffee machen?^

Vater, warum hatte er solche Angst vor dir?"

Liebling, du fragst zu viel, er kannte mich von früher her, das ist alles."

Wenn er nun nie mehr wiederkäme", seufzte Ella angstvoll.

, Der kommt nicht wieder", sagte prophetisch John Bennett von Horsham.

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Sie fin ein liebes Mächen", sagte Maitland heiser.Hab mir's schon gedacht wie ich Sie's erste Mal gesehn hab. Sie wem einem alten Mann nichs antun, was? Froilein?"

Aber gewiß nicht, Herr Maitland."

Das hab ich mir gedacht. Ich hab es auch Ma­thilda gesagt. Und sie sagt auch, es is allens in Ordnung mit Ihnen. Warn Sie schon im Armen­haus? Froilein?"

Im Armenhaus?" fragte sic und lächelte wider Willen.Nein, Herr Maitland, ich bin nie im Ar­menhaus gewesen."

Erschrocken abwinkcnd sah er sich um und starrte unter seinen weißen, buschigen Brauen auf ein Ge­sträuch hin, das einen Lauscher hätte verbergen mögen.

Sin Sie schon im Loch gewesen? Ach ja, ich meine Gefängnis, Froilein? Natürlich kann 'n Mächen wie Sie so Sachen nich wissen." Wieder seh er sich um.Alle großen Leute hab ich dort getrofsn. Macht wetten, daß ich der einzigste bin, der noch den großen Saul Morris gesehn hat, den schwersten Kerl von uns alle. Dcnkn Sie, Sie fin ich, allens kommt auf das an. Den kn Sie, Sie fin ich. Froilein, ach, es is schrecklich, Froilein!"

Ich fürchte, daß ich Sie nicht verstehen kann, Herr Maitland", flüsterte sie leise. Sie sah ihn noch­mals gequält die Gegend mit den Blicken durch­forschen, und bann beugte er sich nahe zu ihr.

Er h hinter Sie her!" Er umklammerte ihren Arm.Eie wern doch für mich 'n Wörtchen bei ihm einlegen, nich wahr? Sagn Sie ihm, daß ich Sie ge­warnt hab, er wird es schon wieder gut für mich machn, nich wahr?"

Er sprach fletyentlid), und sie begann zu verstehen, daß mit demEr" des Alten Dick gemeint war. Er nahai ihre Sjänbe und tätschelte sie, unb obgleich sie fein Gesicht nicht sah, wußte sie, baß er weinte.

Ich wcrde sicher alles für Sie tun, was nur in meiner Macht steht! Aber Sie sind zu erregt, lieber,

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XXVII.

Herr Droad zeigt sich interessiert.

Dick Gordon beendete seine Unterredung mit Ezra Maitland unb kehrte in bie Polizeidircktton zurück, um Elk zu sprechen.

Im großen ganzen halte ich Pentonville für das sicherste Gefängnis unb habe Balder dorthin bringen lassen. Ich verlangte sogar vom Polizeichef, daß man ihn in die Zelle der Verurteilten stecken solle, aber das scheint bei ihnen nicht gute Sitte. Immer­hin ist Pentonville der sicherste Flock, den ich kenne, und wenn die Frösche nicht Stekie zu fressen Der- mögen, so wird er doch wohl drin bleiben müssen. Also, was hatte Herr Mailland Ihnen zu sagen. Herr Hauptmann?"

Maitlands Geschichte ist, soweit man von ihm etwas herausbekommen kann, daß er auf Balders Aufforderung diesen besucht hat. ,Was können Sie machen, wenn die Polizei nach einem schickt?' hat er mich gefragt, unb die Frage ist nicht leicht zu beant­worten." *= -se

Darüber herrscht doch wohl kein Zweifel," sagte Elk,daß er Balder nicht in dessen Eigenschaft als Polizeimann in Slough besucht hat. Noch viel we­niger Zweifel besteht b-arüber, daß der Mann mit dem Frosch im Bündnis steht."

Maitland ist ein so energischer und trotzdem so ängstlicher alter Herr. Ich glaubte, daß er direkt in die Erde sinken würde, als ich Balders Arretierung erwähnte. Er fiel fast in Ohnmacht."

Dieser Spur müßte man folgen,* sagte Elk ge- * bankenvoll.Ich habe nach Johnson geschickt. Er müßte eigentlich schon hier sein. Er ist ein sehr wich, tiger Zeuge, und man sollte die beiden konsron- tieren."

Der Philosoph kam nach einer halben Stunde an. Herr Elk wird Ihnen etwas sagen, was in ein paar Tagen allgemein bekannt sein dürste," sagte Dick.

Elks eigener Beamter Balder ist als Frosch ver­haftet worden."

Johnson ließ sich erklären, wer Balder fei. und Dick berichtete ihm von des alten Maitlands Besuch in Slough. Johnson schüttelte den Kopf.

Ich habe nie davon gehört, daß Maitland einen Freund dieses Namens habe", sagte er.Balder? Nein, habe ich nie gehörtl"

(Fortsetzung folgt.)

Krofdorf, den 13. Januar 1927. Der Bürgermeister.

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