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Nr. 291 (frH« Blatt

177. Jahrgang

Dienstag, 15. Dezemder 1927

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SMdvFeiBpireU: 3 Vctd^earM bb» 20 ReichspseBBiq ftr Trägt» loh«, auch Ul Aich »er. scheiiuB emjdBrrlhuBeicni infolge UUrtr ®rB>ah. S«rR|#re*CB|d)ll||e:

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Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

DrW eib DtrM: vrLhl'sch«ö StdibnHfrrti L. teiy le «etzen. S^rtftidtiig mH 6ef$äftsMt: 5chekRratze T.

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ftr Mnjc ..fw »ob 27 mal Brette önlich 8, OB»®lrts

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Dr. Friede Wiltz Cong». Trrantt»cr:li* für Volttill Dr Fr tDilb Vase«, für freaiMM Dr ^-logrtal; für btü übrigen Iftl Lmft ViBmichein für btB Tin- jfiatntfi! Asel AiBeonn, Idmtltd) tB Buben.

Ser Reichsarbeitsminister zum Konflikt in der Großeisenindustrie.

Grundsätzliches Festhalten an der Arbeitszeitverordnung aber Bewilligen einer längeren Lleberganqsfrist für einzelne Produktionszweige.

DW «Verzugs »ch» des TUxl-

»oet14)rvtb<n« bH 21*14*1 rbeitHntiTtltcr« an Die tkntnDutmellcn wird kfrr bagu beitrogen, die aufgeregten (Bemüter gu bc'änltlgen. (Dang ldbrt- t*dtonM14) wird eine scharfe Xrttif sowohl bei den Gewerkschaften al« auch bei der Ollen- Industrie nicht au«Mriben, toett eine Aomprv- mtblMung keiner Partei besagt. Aber die Süua- tton ist doch wenigsten« insofern ctn.gcrrr.aben geflärt. al« die Rrichsvegierung Dem Arbeits- Minister anempfohlen hat. der Industrie einige BeM»eaung«'reihet t zu gewähren, ohne deswegen von seiner Verordnung Dom Sommer dieses Jah­res Msrftdbutreten. Die Arbeitszeit fodle eigent­lich ><it frine all au groben Schwier iglctten mehr bereiten, zumal die Industrie Heft betont hat, dah sie die Verordnung de« Minister« aner­kennt und grundsätzlich bereit ist. Ihr Folge zu leisten, allerdings mit Rücksicht auf die äugen- blilkliche Konjunktur unb den Mangel an Fach- arbettem um eine längere Anlaus«srist bitten muh Diese ist ihr allerdings nur für einzelne ?lrvdukiionszweige zugestanden worden und auch icr bleibt die sehr wesentliche Frage offen, ob es der Industrie möglich sein wird, mit dem Dom Reichs«rbeit«mimfter zugestandenen Feit- raum eine Umstellung ohne Schaden an der Produktion vornehmen zu können. Demgegen­über Ut die «Frist doch so kurz gesteckt, dah die Gewerkschaften jedenfalls, wenn sie ehrlich den Arbeit«! rieben wünschen, sich mit ihr etn- verstanden erklären können. Rus einem anderen BlaN steht aber der Lohnkonslikt in Rhein- land-Mestsalen. £>ier entscheidet zunächst der Schlichter, für den auch der Dries des Arbeits- ministers mahgebend ist. Dann aber wird der Reichsarbei! »Minister selbst noch enunal das Mort ergreifen müssen, wenn es um die Der- bstidlichkeitserklärung des zu erwartenden Schied»1 peuchet geht. Hier darf man erwarten, dah er den Merken nicht unerträgliche Lasten aufbürdet, weil darunter ichiiefilich doch nur der Arbeiter selbst leidet, dem Arbeitslos.gleit droht, wenn btt Merke an ihrer finanziellen Leistungs­fähigkeit Oinbubr erleil-en.

'Die Entscheidung des Reichsarbeitsministeiiunis. tr.*ö?aunoaniiP0rirtDcni<ifrninöuiiriflfcn

Berlin. 12 Dez (2VTB) 2luf die tefaniuc Otngabe der iDrofteileuuibultncU.n zur Verord­nung über tne Arbeitszeit in der Srohe.^cn- mbuftric vorn 16. Juli 1927 Hai der Rcichs- arbci's ninister am 12. Dezember im wesentlichen, wie folg. geantwortet

Vach eingehender Prüfung d.r vorgbrochlen Deden km g een das Inlras.tr len Mr Derord- nung am 1. Januar 1926 bin ijj n t 4) t i n der Lage, dem Autrag auf eine Hinaus­schiebung des Inkrafttreten« für die Gesamtheit der durch die Verord­nung getroffenen Merke zu ent­sprechen. 0s mast Diclm.;)? d.i der Durchfüh­rung der Berordnu.ig zu.n 1. Januar 1926 fein Bewenden haben Ich habe zun-ichst die von Ihnen betonten Schwierig! t-.i auf d.'N Gebiete des Arbei'.S narUes und deu MohnungLwIms nachprufen lassen und auf Grand der Berichte der Landesamier für QIrbeiUo.rmittlung fcst- gcjtril:. dah die Arbeitcrfchwicrigkci- t en überwindbar sein werdm.

Ungleich ernster al* tue auf dem (Briurtt bes 9ltbeitomarlles und de» S>otnung*inar:ie» liegenden Schwierigkeiten find die Grunde allgemeiner wirtschaftlicher Art. in Ihrer (Eingabe gel lenb gemacht werden. Aber auch diese können nicht zu einem aUgniu.ncn Auffch-d des Inkrafttreten» der Berorbnung fuhren. Insbesondere sehe ich k e I n e n Anlah. bei den T h o m a » - L 1 a h I we r k e n und den ausschliefzlich ober zu einem erheblichen Teile non ihnen gespeisten Waizenstrasten, lomeit sie b.e ('rzeugniste der Thoma:werke in einer Aipf weiter verarbeiten, von der Durxbfubrung d.r Berorbnang uim 1. Januar 1928 abzt.feden Ein Ausbau dieser Werke >st mit pcrhälMismastig geringem stostenauswand möglich und könnte bei recht- zeitiger Inangriffnahme am 1. Januar 1928 im tot- 'entlichen beendet lein. Den genannten Werken wird die iMniubrung des Dreischichtenfyftem- an Stelle de» Zweifchichienfystemr dadurch wesentlich erleid?- tert werben, al» e» nach ber Sunbesrateoerorbnung betreHenb Ausnahme von dem Derbot ber Sonntagsorbeit nunmehr möglich fein wirb, die sonntägliche Betriebsruhe aus 12 Stun- den zu beschränken. Inwieweit in diesen Werken unter S.-ru^ilditig- ng der winschattlichen Lage und ohne Uebendireitung des notwendigen Ausmastes non der conntagrarbeit tatsächlich Gebrauch xu machen fein wird, must den Tarif- und Lchlich- tungsvertxtnblungen überlasten bleiben Bet dem festigen Stande ber Technik wird sich der jetzige Um­

ber Erzeugung in der Regel auch bei atb: btger Arbeitszeit ausrechterhalten lasten, wenn unter Anwendung der in der Arbeitszeitver- orbnung vorgeiehenen Möglichkeiten zweischichtig ge­arbeitet wird

Anders liegen die Verhältnisse bei denjenigen Werken, die zu einer grundlegenden B e - triebsumfteUung durch einen Umbau tbr.r SRartinsöfen, Elektro- ober Tiegelstahiöfen schrei:en

nej^eer. für die gröstere »oftenau'wen- düngen und längere Baubeiten erforder­lich find. Ich bin gerne bereit, für diese Stahlwerke und bk von ihnen in einer Hitze gespeisten Walzen- strosten, soweit sie nicht wegen gleichzeitiger Beliefe­rung durch da» Ibomaowerk diesen zuzurechnen sind, einen Aufschub in dem unbedingt erforder­lichen Maste zu bewilligen. Ich setze bobei normt», dah die Lenderungsarbeiten bereit» in Angriff ge­nommen smd oder doch wenigstens soweit oorberei­tet. dast sie (pätefiens am 1. Januar 1928 ausge­nommen werden formen und dost Ihrs Sollen- bung mit allen Kräften betrieben wich, um fie, wenn Irgend m^ich, noch vor dem Beginn der sommerlichen Hitze des Jahre» 1928 zu erreichen.

Die Dritte Internationale ist tn Shma wieder recht rührig. Sie hat es aber trorgewjen, den Schwerpunkt ihrer Propaganda nach dem Süden zu verlegen, weil hier nicht allzu viel Truppen vorhanden lind. Tatsächlich Ist es chr auch ge­lungen. die bäuerliche Bevölkerung zu einem neuen Aufstand zu veranlassen, der diesmal von Orfolg begleitet war und aut Besetzung Kantons >ühNe, das an inchl weniger als zwanzig Stellen in Brand aesteckt lein soll. Äanton Ist aber für die chinesische Dcneralität viel zu wertvoll, als dast sle es nicht wieder xurüd- zuerobem versuchen wird. Dor wenigen Machen schon konnte eine ähnliche Situation verzeichnet werden. Damals gclana aber die Befreiung die'es wichtigen Handelsplatzes schon nach weni­gen Tagen, ohne dast es jedoch möalich wurde,, die organisierte unb unter konununistifcher Füh­rung stehende Bauernschaft e-itfch.idend zu schla­gen. Die nächsten mllilärischen Operationen wer­den sich nuninehr um Kanton drehen. Deh« da« Hin und Her der Aevolutionen und Dürgerkrieae noch eine Meile weiter bann dürfte sehr bald in Ehina auch der letzte M v h l stand ver­nichtet sein. Unter diesen Umftänben wird es dann den frrmben Dalionen nicht schwer fallen, 'ich die besten Stucke aus dem chinesischen Reich herauszuschneiden.

Der Aufstand in Kanton.

Hongkong. 12. ve,. (WIE.) Rach zuver­lässigen Rochrichien au» ftanlon benutzten die 20 000 dortigen Kommunisten die Abwesenheit ' der Truppen, die gegen einbringenbe Auangfi- 1 ftcäfle entsandt worben waren, zu einem Avf - fl a n b. Sir balvn die Polizei entmannet, die Macht . rgrl'ien unb ohne D3aM gesengt unbgeplün- beet. Es rolminrlt in den Strasten von bcwafsneien. mit roten Armbinden angetanen Bauern und Ar­beitern. Dir Kample In Kanton, bei denen ein Teil der regulären Trappen die Bauern unterstützte, dauerten sechs Stunden. In ber ganzen Stabt (mb Plakate angrflebt worden. In denen die Führer der , Bailonaliilen als Feinde der Bauern unb Arbeiter i unb die Nationalistische Partei al» Jeinbin der Re 1 oolution bezeichnet werden unb erklärt wirb, dast allein bie roten Bauern und Soldaten fähig seien, die Blaffen zu schützen. Der abgesetzie cpouverneur Tfchanqjatfui bet mit knapper Tlot sein C.-ben retten kennen. Lr ist auf ein Kriegsschiff ge­flüchtet Pie Tort zwischen dem chinesischen Teil von Kanton und dem Curopäerolertel sind ae- 1 schlossen worden Au» Kanton eingelrcffen* Rei- i.nbc berichten, dast die auf dem ^lustusrr Kanton gegenüber st ebenden Truppen I^-ngfatlui» aestern nb.n> ein. n Angriff unternahmen. Anaenl^rein­lich sei es ihnen aetmxgen. den Zinst zu überfchrei- , tm unb sich auf der ftanloner Seite festzusetzen^ Die Kummer verursachten neue Brände, naromfltd) ir. nofpltal. Irdxmgfatfui belchost heule früh die Cbinekwlobt von Kanton. Man IN sehr besorgt wegen der. Schiiksal» der dort wohnenden Europäer.

Line später einqrtrofirae bra.jüok Mcidung au» Kanton besagt, dast die Ausländer die ä u ?l«ren Bezirke räumen und sich nach 6ong- ong zurück ziehen. Die Kommunisten haben nach wie 1 vor bie tage in der Kund. Die Schieszerrien und , die Feuersbrünste in der Stobt dauern an. Bisher I ist e» zu feinen srembenselnblichen Kundgebungen gekommen. Die Regierung hat ein nach dem Muster der Sonnet» gebildeter voIk » raI übernommen, in dem aaster einem bekannten Jährrr der Seemanns-llnion an hervor­ragender Stelle der vormalige erste Sekretär Boro­din» al» Kriegskomifiar (ihl

Die fommunifiiiihe Erhebung in Kau ton hat sihr überrascht. Die Criebunq scheint vor allem bas Er­gebnis der Politik der Rf'-ierarg von ftanlon zu lein. die. nachdem fie in den IfMrn zwei Iahrm Tausende von Ausständigen in fjongfong nuanziell unterstützt hatte, durch LinNellnug der Unterstützun­gen die Gewerkschaften verärgert Hai. Man al au bi. dast die S t relfeebtn . die ohne Geld waren, die Unruhen an gestiftet haben, nm sich der Liukommrnquclle von Kanton zu bemächtigen. Im 71 ooembrr machte sich ein neuer Zustrom

Hiernach Dir» mit einer gröberen Anz bl von Anträgen, insbesondere für bw Martins ta hl werke ui rechnen sein. Da 1^ auf eine eingehende Prüfung der TerbdItnisie in ledern cinytnen Falle Wert lege, wird die Entscheidung kaum so rechtzcikto erfolgen können, dast chre Durchführung vom 1. Januar 1028 ab den Betrieben \ugcmatrt werden kann. Ich sehe mich daher genötigt, für bie- irrngen Werke, für die bi» zum 31. Dezember 1927 Anträge auf Hinausschiebung de» Inkrafttreten« bei den ®ewerbetumid>t*fomten eingegangm sind, jchon letzt einen Aufschub von einem M o - nat }u bewilligen. Db und in welchem Umfange Inder Aufschub über den ZI. Januar 1928 hinau s verlängert werden must, wird dann in der Ent­scheidung über die einzelnen Anträge sestgestellt

von Russen nach Kanton bemerkbar. Gleichzeitig verlautete. Moskau halte den Augenblick sür ge­kommen, seine Bestrebungen ans Bolschewisierung China» zu erneuern, wobei ft anton da» Zen­trum seiner Bemühungen werden sollte.

Im freien Amerika.

Der 6k> Benn rar von Oklahoma bietet Militär gegen die Voikbvertrelung auf.

Ollaboma Elty, 12. Dez^ (MTB.) Be- tooffnet« 'intalieöer ber Staatsmlliz ver- spernen tm iufrtjge des Dvuverneurs einer Mehrheit von Mitgliedern des Unterhauses ber Bolksvertreturrg dm Zutritt z u m Sitzungszimmer tm Kapitol, tn dem sie über Lnschaldsipmgen von angeblichen Unregtl- m ü b l g f e 11 e n tn Verbindung mstberAmis- sühru n g de« Gouverneurs beraten woll­ten. Die Mitglied r hicUen ichl^ehl-ch ihre Sitzung tn Hotelräumiichkcitm ab, wo ntrgcn weitere Sitzungen fiattfinben. Diese ei^rvirt.ge S nun Ion ergibt sich daraus, dah die 2k-Jt»Der:TVtung an­geblich eigenmächtig ohne ätnlKTufung durch den Douverneur eine Session abhal'en will. Der Gouverneur erwirkte vom Disirittsgericht eine etnfttoelllge Verfügung, um f eftzu- fteflen. ob die Dolksvertrvtung ermächtigt ist. ohne Einberufung des (Boutxmcurt zusamm-nzu- ; lreffen. In seiner Eingabe an dal» Derichl bc- bmipicte der Oouoenuur. der Zementtrust I lebe hinter der Ar.!chul^igung^bctix-gung gegen i ihn.

Der Oberste Staakügerichtehvs ent'chted in der letzten Moche. dast die Dollspe.tretung nicht \ bere^ngt fei Irlbsttät.g zusam- nzutreien. D.e Zührer der Bollsvcr.rrtung erllnn<-n wiederholt, ite würd.n die Sprich e ignorieren. In einer Prv- flamailon. in der der Gouverneur den Qk..ceal- ad kulanten der Slaatsmlliz anwie«. irgendwelche Zuiammenkunf! der Volk>:Vertretung ,u ver- , hindern, erklärte der Souoerncur, die Wit- I gliedcr de« Unterhauses schaf ten üurch chr ge- ' etzwchriges Dorgehehen einen Zustand von 3 n für r eftlon. Degen bat Parlament wurden | :n«gcfamt drei Kompagnien 3 n f a n ' terit und eine Maschinengewehr- kompagnie auf geboten. Verschiedene Slbge- ! ordnete ktenographrn und Berichterstatlcr de­nen es gelungen war. in das (Debiubc zu gelan­gen. wurden von den Truppen getoairlam wie - | der in« Freie getrieben, während der ' Brigadegeneral die entsprechende Verfügung des i Gouverneurs verlas, die dann in den Dandel- Ingen angekchlag n wurde. Der Oberste Ee- , .^chlShos hat die Derecht.gur^ Les (Souver- -eurs zur Einsetzung der " uni;«truppen gegen das Parlament anerkannt. Da« Parlament ; beabstchtigte einen Beschlust gegen den Gouverneur au fallen. Ein Teil der Ab- I geordnet im begab sich im Auto in die Umgebung ! der Statt, um dort unter freiem Himmel ! eine Sitzung abzuhalten.

Eine neue Bestechungeaffärc.

Washington 12. Dez. <V>B.) Wie Der- lautet, hat der Untersuchung« auslchust des Senats die Vorladung de« merikanischen Deneralkvn'uls in Aeuyork Arturo Elias, so­wie Aandolph Hearsts beschirfien. um bie Behauptung der Hearft-Zeitungen nachzuprülen. dast der Präsident von Menko oieremerila- nifche Senatoren mit je 300000 Dol­lar habe bestechen wollen. Die die Asiociated Preß hierzu meldet, bestreitet der mcrikanische Dotscha'ter in Dachington. Tellez. dast der Senatsauslchust das Aechr habe etn menlani'dben Äonlul DotAulai-en. da die'er im­mun fei. andererseits bestehe der Senatöaus- 'chust au< leinet Vernehmung Da« Staatsdepar- tcmcnl hat es bisher abgclehn:. zu der Ange­legenheit Stellung zu nehmen die noch dadurch kompliziert wird, dast der merikanilche CDenetal- tonfid Elias em Stiefbruder des Präsidenten Ealles ist.

werden. DM#r Beschetd verschafft den Parteien und dem Schsichter die notige kNarheit über den am 1 Januar 192h eintret enden Recht» zustand und er- mögsichk damit bie schnelle Beendigung des anhängi­gen Schlichtrrng»oersahrens

Die Lohnverhanötungen.

Berlin. 12. Der 3m Anschlust an das Schreiben des AeichsarbellsiniinfterS an die Eisenindustrie bemerkt die .Xagl. Qtunblcbau : Gleichzeitig mit den AuSc die Notverordnung laufen bekanntlich auch Ver­handlungen über die Lohnsrage E ne Entscheidung wird wahrscheinlich schon im Laufe des heutigen Tages von dem Schlichter getroffen werden Soweit sich überleben lästt. bestehen für die eisenschaffende Industr keine un­überwindlichen Schwierigke ten. da in diesen In­dustrien überwiegend Akkordarbeit ge­leistet wird und die Arbeitgeber bereit sind, d i c Akkordprämie z u erhöhen. Anders lie­gen die Dinge aber für die eisenverarbei­tende Industrie, wo fast nur nach Stundenlo,n gearbeitet wird Diese Industrie ist durch ihren Tarif mit der eifenfchaflenden Industrie verbun­den und könnte eine nennenswerte Lohnerhöhung nicht ertragen Es be­steht die Gefahr, dah sich doch noch ein grober Konflikt entwickelt, wenn etwa durch einen Schiedsspruch und durch eine Verbindlichkeitöer- flärung eine Lage geschaffen werden feilte, die die eis enverarbeltende Industrie nicht tragen kann.

Das Echo der Berliner presse.

Berlin, 13. Dez. (XU.) Ein Teil der Morgenblätter nimmt ausführlich au der Ant­wort des Arbeitsministers an die Eisenindustrie Stellung. Der .Lok- - 2 nz." sagt, ber Aeichs- arbciteminlfter habe geglaubt, mit dieser über­raschend scharten Aeuherung sich a n d » n Buch­st a d e n de« Desetze« halten zu müssen, und alle Mansche und Besorgnisse der Industrie nicht berücksichtigen $u können. E« sei nur zu hoflcn. datz bie Pruiung über das Vorgebcn der berechtigten Gründe für die Zulassung von Ausnahmen wirklich sachlich und objeihp er­folgen werde. Nachdem die Arbeiterschaft einen Erfolg errungen habe, werde von gleichzeitigen Lohnerhöhungen nicht die Rede sein köm«en. - Die .T Ügl Rundschau' meint, die Rege­lung werde voraussichtlich für beide Parteien annehmbar sein. Sie mute den Industriellen eine starke Belastung zu. Der Reichs- arbeitsminister fei aber von dem Gesichtspunkt ausgegangen, dah eine generelle Zurücknahme t«t Rotvervrdnung schon au« D.ünden der Ztaatsautoriiät nicht beul bar gewesen wäre. Die­sem Gesichtspunkt werde man auch in Äre. <xi der Industrie Rechnung tragen. Die .Deut- s che Tageszeitung" lagt, man muffe fest- steilen. dah der Reichsarbeitsminister den Forde­rungen ber Gewerkschaften sehr weit ent­gegengekommen ist und den von der In­dustrie vorgebrachten Bedenken mur recht un­zulänglich Rechnung getragen habe- Die Ztaatsautorität wäre wahrhaflig nicht gefährdet, wenn der Reichsarbeitsminifter offen zugegeben hätte, dah der Erlast jener Derordnui-g etwas

- zeit ung teL ratet die Entscheidung de« Ae.chs- jrbctt«mmifter6 eine Ablehnung der berechtigten Zorderunge.i der Eisenindustrie.len. Da« Blatt meint, man habe nicht den Mut. auszufprechen.

bab der ftematische Achtstundentaz für die Rutsche Eisenindustrie und für die deutsche D rt- 'chast im ganzen untragbar fei. Das fe. " e Angst vor der Verantwortung! - DerB o r - ! I e n I u t i e r" sagt, der Arbeittm n fier zwinge

7'.. a(:un. en aJ 1 : - fe­rnen, bie aua t efer Umstellung nach ofnadlet Schätzuna ent'iefeen. De Gewerkschaften hätten chre wesentlichsten Forderun-en durchgesitzt. Auch d.e D A Z" sagt die Großindustrie werde n le lehr ernste Sttuatwn gebracht. Man erwarten müfsen. dah jetzt auch die ®e» : ; asten die ungeheuere Deramwortung bre auf hnen ruhe, erieanen. - Da« .,D. L.' stellt ♦eft. dah Dr. Braun« der Schwerindustrie die Ablehnung ihrer grurtdfätzlichen Forderut gen durch weilgeheTtde« Entgegenkommen erträglich mache. Der ..Vorwärts" sagt, die Ent- 'cheidung des Arbc tSminister« über da« Inkraft­treten der Drei'chichrenverordnung fei formell eine Dahrunz leerer Autorität, in ber Sache ein trlcc/e» Rachgebcn gegenüber der 2 en- ndutzr e. D e Role Zahne" fordert als Antwort auf den Zaust f ;a; in bat Gcficht bet Arbeiterklasse Streik der 22etallarbe:ter, Bergarbeiter und Iran«portarl<iter am 1. Ja­nuar."

Um die (Gültigkeit ber hessischen Londtagswahl.

Darmstadt. 13. Dez. (Eigene Drafelmelbung.) Die chessische Iv i r 1 s ch a f l » p a r l e i Hal befannf- llch gegen bie Abänderung der Landlagswahlord-

Heuer Kommumsteuausstaud in Südchina.

Kanton in fänden einer roten Bauernregierung.Plünderungen und Brände.