Einzelbild herunterladen

für

Die

ein1

Jahr feit Inkrafttreten des Dawesplanes getreten ist.

Adolf Wermuth f.

Berlin, 13. Oft. Der ehemalig» Staats­sekretär deS Reichsschatzamtes und spätere lang­jährige Oberbürgermeister von Berlin, <Sjy> leiu Dr. Adolf Wermuth, ist heute im Lichterfelder Kreiskrankenhaus nach viertägigem Krankenlager an einer Lungenentzündung im Alter von 73 Jahren gestorben. 3m Reichsdienst war Wermuth unter anderem Reichskoinmissar für die Weltausstellung in Melbourne 1886 87, nach dem Uebergcrng Helgolands an Deutsch­land 1890 erster Gouverneur der Insel und 1893 wiederum Ausstellungskommissar für die Weltausstellung in Ehtkago. Am 15. Juli 1909 wurde er -um Staatssekretär des Reichsschatzamtes ernannt, eine Stellung, die er bis -um 16. Marz 1912 bekleidete. Am 15. Mai 1912 wählten ihn die Berliner Stadt­verordneten -um Oberbürgermeister aus 12 Jahve. Bei der Gründung Groh-BerlinS am 22. September 1920 wurde er mit 107 von 157 Stimmen zum Oberbürgermeister der neuen Stadlgemeinde gewählt, nahm aber schon Im Rovember seinen Abschied

Aus aller Welt.

Dcr Liart bcö Heinkcl.Wasserflugzeugs.

Wa. cmünbf (Flughafen), 13.Oft. (Wolff.) Da» Hemkel-Wasserslngzeug D 1220 ist gestern 13.21 llbr zu seinem Langstrcckcnflug gestartet. Bet leichtem Ostsüdost und bedecktem Himmel ging dcr start glatt Donftnhen. Dao Flugzeug nahm nach dem Start zunächst Flugrichtuna über Fehmarn und folgte bann dem Katser-Wilhelm-Kanal. Das Wetter nxir zunächst dick, nmrbe bann aber besser. Die D 1220 machte in 300 bi» 400 Meter Höhe glänzende Fahn mit leichtem Rückenwind. Der Mo. tor arbeitete mährend bet oanyn Fluae» einwand- frei, obwohl die Maschine schwer belastet war. Der Apparat stand bauernd in RtinfDerbmbimp mit Warnemünde. Die verslänbünmg war gtänwnb ebenso funktionierte Ne Funkpeilung tadellos, lieber dem Kalser-Wilhelm-Kanai stellte sich hemu». bah der Kühler etwas Wasser verlor: e» bandelte sich dabei um eine ganz a«. rinafüfltfle Unrege Im äfelgkeit. Trotzdem riet Warnemünde dazu, zu landen cmd den Wühler zunächst einmal nachzusehen, um Den Fehler 3u beseitigen. Die Flieger liefern sich dadurch be« stimmen, auf der Elbe zu landen und wurden dann in die alte Schleuse in Brunsbüttel ringe- schleppt, von wo das Flugzeug beute früh gegen halb sieden Uhr von der allen Schleuse in den Rordostseekanal elngefchleuft wurde. Die Besatzung prüfte nochmals den tipparat im einzelnen durch . Rach Beendigung der ©tartporbereitungen stieg das lug zeug D 122n um 9.45 Ubr bei etwas diesigem 'Wetter zum Weiterfluge auf Es schiug die Richtung Cuxbaven-Rordernen ein. Rach ffrflanm-

fchrift, wonach b le Gemeinschaftsschule unbedingt als Regelfchule gelten soll, und ferner um öle Streichung deS kirch­lichen Aufsicht« rechts über den Aeli- gionSunterrtcht. Schliehlich wurde da- Verlangen Sachsen« angenommen, daß eS ebenfalls einen erhöhten Schutz öte Slmultanfchulen genießen soll.

Blätter glauben jedoch nicht, daß in dcr Plenar­sitzung deS ReichSrateS am Freitag biete radi­kalere Fassung de« Gesetzenlwurses Annahme sindet. sondern vielmehr im wesentlichen die Fas­sung mit den preußischen Abänderungs- anträgen. Eine von den süddeutschen Ländern beabsichtigte Beantragung der Wiederher- stellung der Regierungsvorlage hat, nach Ansicht der Blätter, gleichfalls keine Aus­sicht auf Annahme In der Vollversammlung. Sollten die Dinge diese Entwicklung nehmen, so wird nach Ansicht der Blätter die Reichs­regierung die Einbringung einer Doppelvor­lage im Reichstag nicht verhindern können.

Die Höhe der deutschen Anleihen in Amerika.

Berlin, 13. Oft (Priv.-Tel. deS D. A.) AuS einer Veröffentlichung derAssociated Preß geht hervor, das) Deutschland feit Auslegung der inter­nationalen DaweSanleihe in Amerika An­leihen im Gesamtbeträge von 880 Millionen Dollar auf genommen hat. Außerdem wurden noch mehr als 100 Mill. Dollar durch privat e Banktransaktio­nen und Kredite ausgebracht. Die Festste!» hmg dieser Zahlen ist besonders interefsant. da Deutschland mit dem 11. Oktober in das vierte

Weiterer Rückgang der Erwerbslosigkeit.

Berlin. 12. Oft. (WB) In der zweiten Septenwerhälste ist die Zahl der männlichen Hauptunterstützungsempfänger von 303 000 auf 286 000 Aur ü «f gega n gen . Ne der weiblichen von 78 000 aus 69 000, die Gesamtzahl von 381 000 aus 355 000. Der Gesamtrückgana betragt also rund 26 000 gleich 6,8 v. H. Die Zahl der ZuschlagSempsänger (unterstützunasberechtigte Fa- milienangehörige] hat sich Im gleichen Zeitraum von 426 000 auf 406 000 vermindert. Der ©efamtrüdgang in der Zahl der älnterstützungS- emvsänger im Monat September betragt rund 49 000 gleich 12.1 v. H.

Auch der Berliner Magistrat hat sich mit bem Flaggenkompromiß beschäftigt. Der Magistrat to.rb sich vermutlich dem Kompromiß an sch ließ en. Sr erblickt jedoch in dieser Ver- einbarung noch keine endgültige Re ae - lung. In Magistratskreisen w'rd daraus hur- gewlesen, daß es nicht .RecchSflaggen". sondern nur eine Reichsflagge gibt, nämluh die schwarz­rotgoldene. und baß erst dann wirklich etn be- friedtgender Zustand erzielt ist, wenn Ne e deutsche ReichsflaggeSchwarzrvigold ohnejedenBor- behalt gehißt tovtb.

Reichsrat und Schulgesetz.

Neue Abänderungsanträge der Länder.

Berlin, 13. Oft (Priv.-Tel.) Die zweite Lesung des Reich^IchulgesetzeS in den Ausschüssen deS Reichsrar« hat eine wesentliche Verände­rung insofern gebracht, als nicht nur die Ab- änderungsanträge der preußischen Regierung, sondern auch eine Reihe noch weitergehender An­träge Sachsens und einiger kleinerer Länder angenommen worden sind. SS handelt sich hierbei vor allem um eine schärfere Fassung der Vor-

Polens Amerikacmleihe perfekt

i aus Hannover

Die Wetterlage.

J^abenfz.

Doppelter lodesftvrz von der Klrchturmfptße.

Bei Erneuerungsarbeiten an bem durch Witte-

Kind an Außerdem fungen zu

Finanzminister später Nachtstunde

. zurzeit des Ein­sturzes auf der höchsten Spitze deS Turme« be-

Ozechowicz hat gestern in den Vertretern der amen*

TJw der' «* müQtteil!

spinaler Kinderlähmung gestorben sind dort noch zwei ©eilet» Ucfran- verzeichnen.

Staatshilse für die Unwettergeschädigten

LandwirtZchaflsdebatte im Preußischen Landtag.

rungSeinslüsse schadhaft gewordenen Kirchturm in Frauenwald bei Ilmenau stürzte em Teil des Gerüstes ein und Atoei stannnende Arbeiter, die sich z

auch bis £ '£*^ «dm iqM&aigi

_ Tür toi >tt Da- ?*^rvei<her -onune fid

ni<6f $*knnn tu

"h» begir

$iciW

T** ksttte 200 6;

L- ~*i6trauj

1-f l Ul

-

bessere Ernte wieder ausgeglichen werden würden.

Abg. Milberg (Dn.) erklärt, eine bessere Ernte nütze den Gebieten, dir vom ilntoctter ge­troffen sind, gar nichts. Ss müsse vor allem gesorgt werden für Melioration und Drainage.

Abg. Rveingh (Z.) tritt dafür em, daß die Schäden individuell festgestellt und be- handelt werden. Eine Dorschätzung der Ernte fei immer unzuverlässig. Die Umstellung der in der Industrie nicht mehr unterxubringenben Ar­beiter für die Landwirtschaft lasse sich nur all­mählich durchführen. Infolge des Arbeiter­mangels habe die Landwirtschaft gant* er­hebliche Schäden und Einbußen bei der Ernte erlitten. Die mißliche Lage der Landwirtschaft beruhe nicht etwa auf bösem Willen oder auf Faulheit der Landwirte, es komme jetzt auf schnelle Durchführung der staatlichen HilsSmaß nahmen an.

Abg. Dchistan (D. V.): Die Schäden sind so groß, daß es viele Jahre dauern wttD, um sie zu beteiligen. Um Großgrundbesitzer handelt es sich dabei im wesentlich«! nicht. Bei einer Ausfuhr von nur 200 Millionen an Agrar­produkten haben wir eine Einfuhr von 2000 Millionen an Lebensmitteln. Wir müssen wieder unabhängig werden von den Auslands­lebensmitteln. Dazu ist notig, daß der ZinS- f u ß, den die Landwirtschaft für Geldaufnahnven zu zahlen hat. in einer Relation zu ihren Er- werbömöglichkeiten gesetzt wird. In der Frage der Zurückzahlung der Kredite muffe größte Milde walten.

Aba. Meincke (Dem.) meint, die Deutsch­nationalen könnten viel zur Besserung der Lage der Landwirtschaft beitragen, wenn fie nicht die Verwendung ausländischer Landarbeiter för­dern würden. Auch die Pächter und Siedler be­dürften ausreichender Fürsorge.

Sämtliche Anträge und Anfragen werden bann dem HauptauKschuh überwiesen. Angenom­men wird mit den Stimmen der Demokraten, des Zentrums, der Deutschen Volks Partei und der Deutschnationalen der deutschnationale An­trag, alsbald Staatsmittel für die Rückzahlung der an die Landwirtschaft in Höhe von 293 Mil­lionen Mark gegebenen Kredite einstwellig aut Verfügung zu stellen. Das Haus vertagt sich auf Donnerstag: Wiederholte Abstimmung über das Elektrogesetz, Flaggennotverordnung.

kanilchen Finanzgruppen ein Schreiben über­reichen lassen, in dem als Ergebnis dec mündlich erfolgten Einigung zwischen der polnischen Regie­rung und den Vertretern der amerikanische Geldgeber gruppen u. a. fest gestellt toirb; Der Emissionskurs der polnischen Stabllisie- rungsanleihe wird 92 betragen. Der Rück - kaus kurs beträgt 103. Die Amortis ie- rung wird in der Weise vollzogen werden, daß in den ersten vier Jahren vier v. H. der zu amortisierenden Summe zu zahlen sind. In jedem weiteren Iahrviert erhöbt s.ch dieser Satz um V, v.H. Gleichzeitig mit der Unterzeichnung deS Anlei he Vertrages wird ein Dekret des Staats­präsidenten über die Stabilisierung des Zloty erlassen werden. Rach Aeuherungen des Dizeministerpräsidenten Dr. Bartel beträgt die nominale Höhe der Anleihe 62 Mcllionen Dollar und 2 Millionen Pfund Sterling, zusammen also ungefähr 72 Millionen Dollar. Die Vertreter des amerikanischen Flnatrzkonfortiums, Fischer und /Könnet, haben den Brief des Finanz- ministers sofort beantwortet imZ) damit die Richtigkeit deS getroffenen Abkommens über die Bedingungen der polnischen Stabilisierung S- anleihe bestätigt. Es könnt" also die Unterzeich­nung des Anleihevertrages durch die hierzu be­vollmächtigten Amerikaner und den Finanz­minister noch heute abend erfolgen.

H Sie

Da:

,0 ®iDC,:e nichl SeÄt J ,icj '^»Seinen,c « xlauben.

li*.p unv °''b

»ft

m ijtai5un$ Mt« *«41 -in Oe *

ja kommt o ne» »« b,® ffi» rtgorojen

Irti Ne AedaM 'x-fflt bst zum A pülkt.

Da kommt b MbenitDta OTUtnt und W fii mähen.

Da kommt Mar«- SittbS bk P«sie W hab«, da die 6 nicht auslommci Pwlessur gewa Da kommt t« setzt, mit 6 heiraten wolle '.tim Dohnuni "ne ganz Dos lichr ßünszim

mann dir g Tkttin» der sprachen hat ein Su'f-Srfai ?fu4 tor 3rdi *d - fcabe chr :ungen aus Ihr Da kommt bk lotk drsch Bezirk tu D Dirkllchkst tl langt Md)ü| Da komm!

64 reden der Ichreck ter 2i fr wird hino Da komm

*nl - der dickbauchige *1 "ahme porleg Schluß h

gwei!e

Eigen« Drahtmeldung des(Bieferner Anzeigers".

'Berlin, 13. Oft Rach unendlich schwierigen Berhandlungen haben die Polen jetzt endlich ihre Amerika-Anleche in Höhe von 72 Millionen unter Dach gebracht. Allerdings haben sie auf breiter Front nachgeben müssen, so ist e» ihnen nicht gelungen, einen günstigeren Emissionskurs durchzu drücken. Immerhin hoben fie jetzt wieder einmal etwa» sesten Boden unter den Füfeen, so daß sie den Zloty werden stabilisieren können. Don Vor­teil ist aber weiter für sie die Tatsache, dafe sich überhaupt ein amerikanifche» Bankhaus bereit ge­funden hat, Seid b,trAugcbcn. Damit ist das (Lis gebrodjen, weitere Anleihen werden unzwei- felhast sehr bald folgen.

Richt uninteressant ist aber, dafe die amerikani­schen Geldgeber einen Beauftragten nach Warschau schicken werden, besten Aufgabe darin besteht, die Verteilung der 72 Millionen Dollar au über­wachen. Die Amerikaner wollen also eine Verwendung ihre» Geldes für' stungszwecke verhindern, im übrigen aber auch sich selbst Sicherheiten schassen, dafe Oer Anleihebetrag gut angelegt wird. Unbekannt ist zwar noch, welche Vollmachten dieser Aufpasser erhalten wird. Wenn auch zunächst sein Aufgaben- frei» sehr beschränkt fein dürfte, so ergibt es sich doch von selbst, dafe er die gesamte polnische Fi- nanzpolitik im Auge behalten muß. Dadurch er­hält er ungefähr eine ähnliche Position, wie sie bei un» der Reparationsagent inne hat. Denn es liegt doch auf der Hand, dafe der Bevollmäch. tigte der amerikanischen Banken stets dann Lin- soruch gegen die verschiedenen Mafenahmen der Warschauer Regierung erheben wird, wenn dadurch der Zinsendienst der jetzt abgeschlostenen und viel­leicht noch folgenden Anleihen in Gefahr gerät.

Die Möglichkeit besteht, baß auf biefc Weise Polen gezwungen werden kann, den Wirt­schaftsfrieden mit seinen Nachbar­staaten wieder herzustellen. Die Handelsver- tragsverhandlurrgen zwischen Deutschland und Pv^n stehen unmittelbar bevor, wir werden alfo schon in absehbarer Zeit zu spüren bekommen, ob der in Warschau sitzende Amerikaner bereit« feinen Einfluß geltend gemacht und bei der pol­nischen Regierung auf den Abschluß eines Wirt-

man in dem off en stehenden Abteil zwei herrenlose Koffer. Die Strecke wurde nun ab gesucht und man sand -wischen Berlin und Zepermck die Leiche eines L imcS; der Schä­del war zertrümmert und >r Beine abge­fahren. Die Papiere des Solen lauten auf einen Kapitän Wodrich aus Delling in der Uckermark. ES fleht noch nicht fest, ob es sich um ein Ver­brechen oder um einen Unglückss..ll handelt.

Dreiste Jaffabennetter er.

Einen dreisten Streich verübte., Fassaden- Netterer in der Wohnung eines Regie.unasrateS im Erdgeschoß eines Haukes in den Zelten in Berlin Der Hausberr hatte in den vorderen Räumen e I ne kleine Gesellschaft bei sich. Mntcrbeffcn stiegen Fassadenkletterer : n das Schlafzimm er ein und stahlen eine wertvolle Perlenkette, eine Bril'antnadel sowie etne andere Brillantnadel mit einem großen Stein, im ganzen Schmucllaa-e:, im Werte von 10 000 Mark. Außerdem nahmen sie aus einem Schrank eine eiserne vernickelte Kassette, m de: sie vergeblich die Hauptschrnucksachen suchten, mit.

15 Kinder bei einer Explosion verletzt.

In Stuttgart kamen bei der Reinigung eines Kanals Revolver-Munition und H<rnd- grc-.naten-Sprengkap'e!n zum Vorschein, die ver- :-utlich in der Revolutionszeit dort hinerngewor- sen worden waren. Während der Bause in e ner benachbarten Schule beschäftigten IsL Schüler mit den dort gefundenen Handgranaten-Svreng. kapseln. Sine e r p l v d i e r t e. toobet 15 Zun­der leichtere Verletzungen erlitten.

schaftsabkommens gedrängt hat. Richt ausge­schlossen ist aber auch daß die Polen jetzt, da sie wieder etwas Veld in ihren Kassen haben, sich auf« höh« Roh setzen unb uns Be­dingungen stellen, die für uns unannehmbar sind. Ein verttagslofer Zustand wirtt sich aber weiter, wie bisher, ungünstig für Polen auS und muh schließlich doch die amerikanischen Deidgeber auf den Plan rufen, da sie ein begreifliches Interesse an geordneten Wirtschafts­verhältnissen in Po'en feabm, weil andern­falls die Gefahr bosteht, dah eines Tages die polnische Regierung erklärt, sie müsse den Zinsen­dienst einstellen.

fanben, stürzten ab. Sie waren sofort tot.

12 äahrc Anchchau» menen Ermordung bet Sohne».

Das Schwurgericht Saarbrücken ocruneilN den 56jährigen Demeindearbeiter Brückner aus Dudweiler, der den eigenen Sohn, welcher für ,| die vom Vater bedrohte tranle Mutter und Schwester eingetreten war. im Bett erstochen hatte, wegen Körperverletzung mit TodeSfolge unter Verweigerung mildernder Umstände zu 12 Jahren Zuchthaus.

Ur-Ur-Grofemullcr.

Sin seltenes FaTnllier.ereianiS erlebte kürzlich die älteste Frau im Stadtte l Alt-Wiesloch Frau Sllsabeth Zuber Wwe. geb. Pfeffer, indem fie älr-llr-Großmutter geworden ist. Sie hat 12 Kircher. 24 Erckelkinder. 10 Llrenftllcnder und einen ilrurenfcl in Amerika. Die Frau steht im 86. Lebensjahre.

Auffindung eine» allgricchischen Tempels.

Bei Ausgrabungen bei R « a p e l wurde ein Tempel aus dem 5. vorchristlichen Jahrhundert entdeckt, der hinfichtlich feiner Ausmaße alle bisher bekannten Bauwerke dirser Att übertrifft Die Umstände deuten darauf hin, daß sich an dieser Stelle der Sitz der unter dem Rainen (Skaten bekannten Philo'rvhenfchute befand Au­ßerdem wurden gleichfalls eine aus griechischer Zeit stammende Straße sowie zwei weitere ^emref und die Reste einiger Häuser frei gelegt.

Eine vulkanische Insel wieder ausgclauchi.

Der brittsche Konsul auf den Tonga-Insel, teilt durch Funkspruch mit. da h einem am 8. Oktober von dem englischen 6chi,< ,2abumame übermittelten Bericht dIe Zalcon-Insel wieder ausgetaucht ist. Di« Insel ist nach den an gestellten Beobachtungen etwa 1^ Kilo­meter lang und 1200 Meter breit; ihre Küste steigt allmählich zu einem in Tätigkeit befind­lichen 305 Fuß hohen Vulkan an. Sie liegt ungefähr 45 Mellen nördsich von RuTualvsa in der Tongatubu-Gruppe

Eia feuriger Berg.

In dem Land»weiler-Reden (Saar) benachbar» ton Klinketal ist ein großes Kohlenlager der Grube Reden, auf der sich vor Jahren da» schreckliche Unglück ereignete, in Brand ge­raten. Dem mit der Eisenbahn Dorbeisadrenden bietet dcr brennende Berg, besonders bei Dunkel­heit, ein schaurig-schönes Bild. Die Berghalde läfet an allen Ecken Fcuersäulen gegen den Himmel schlagen.

Spinale Kinderlähmung in Ostpreußen.

AuS Klingenberg im Kreise Braunsberg wird die Erkrankung von vier Äinbcni unter Anzeichen von spinaler K.nderlähmung gemeldet. In Königsberg sind tm September m einem Zeitraum von 14 Tagen drei Kinder tm Alter von zwei biS sechs Jahren nach drei- bis vier­tägiger Krankheit gestorben, deren Tod wohl auch auf spinale Kinderlähmung zurückzuführen ist. Auch in Krokau ist ein sechs Jahre alles

Berlin, 12.OIL (DDZ.) Abg. Dr. H o« s ch- Reukirchen (Dn.) begründet Anträge, die die Bereitstellung von Staatsmitteln für die Rück­zahlung der am 27. Rovember 1927 fällig werden­den 293 Millionen an die Landwirtschaft gegebener Rentenbankkrcdite verlan­gen, Reichsmittel sollen zu dem gleichen Zwecke gefordert werden. Die Einziehung der voraus- gezahlten Kredite von den landwirtschaftlichen Schuldnern soll bis zu deren wiederhergestellter Leistungsfähigkeit gestundet werden. Außer­dem begründet der Redner u. a. noch eine Groß« Anfrage, ob das Staatsministerium bereit fei, vorbe^rltlich weiterer späterer Maßnahmen in allen RotstandSgebieten sofott Steuer- und ZinSstundungen etntreten zu lassen, bzw. zu veranlassen. ,

Abg. I u st i (Dn.) begründet Anträge zu­gunsten der In Hessen-Rassau geschädigten Qarrdwlrtschaft.

Abg. Schwert (Dn.) solche zugunsten der in den Höhengebtelen des Rhein lande«, Eifel, HunSrück usw. Dettoffenen.

Ein Regierungsvertreter führt aus: Da es nur möglich fei, den Schaden zu einem Bruchteil zu erstatten, fo komme es vor allem auf schnelle Bereitstellung der verfügbaren ossentlichen Mittel an. Mit der Verteilung der Beträge sei alsbald begonnen worden. Der preu­ßische Finanzminister habe ebenso wie der Reichs- si. cnzminister weitgehende Steuerer­leichterungen versügc. Außerdem solle die Zurückzahlung der landwirtschafllichen Kredtte mit der größten Schonung erfolgen.

Ein anderer Regierungsvertreter beantwortet die große Anfrage Dr. v. Campe (DVP.) be­treffend daS Hochwasser in den Fluß­niederungen dahin, dah die Verbesserung der betreffenden Fluhlaufe veranlaßt ist. Die Finanzierung ist vom preußischen Finanzminister eingeleitet, außerdem beabscchtigt die StaatS- rcgicrung für einzelne besonders geschädigte Ge­biete umfassetrde (Sntwürse vorzulegeTr, die durch Gesetz fluaTQlert werden sollen. 'Die Vorlage wird voraussichtlich noch Im nächsten Halbjahr erfolgen können.

In der allgemeinen Besprechung wendet sich Abg. Jurgensen (6.) gegen die Schutzzoll­politik und betont, daß viele der Schäden durch eine gegenüber dem Vorjahre um 15 Prozent

gen de» PUotenMerz bleibt es bei der ursprünglichen Absicht, Amsterdam anzufliegen.

vom Rennboot in» Flugzeug.

Aus dem Templiner See bet Berlin wurde auf Grund einer sportlichen Wette ein toll­kühnes Wagestück vvlliübrt. Fritz v. Opel demvnstt.erte mit dem bekannten In Paris sieg­reichen Weltrekvrdsboot .Opel II" die Möglich­keit, ein Flugzeug In voller Fahrt zu beff eigen und wieder zu verlassen. Die Versuche gingen tn Gegenwart von Ver­tretern der Preise, der FluM»litzei und zahl- reicher Sportsleute vor sich Während die Flie­ger Raab und K atz < n st e i n . die sich mit ihrem Flugzeug zur Verfügung gestellt hatten, dicht über dem Wassertpieae! dahlnlloaen. jagte das Opelbovt in voller DeIcnwindigfeit hinter dem Flugzeug her. Dem auf der Bootsspitze stehenden Piloten Schindler gelang cS. ein vom Slug- Aeitg herabhängendeS Tau zu ergreifen und inS Flugzeug hinein zu Heftern. Rach halbstündiger Paule wurde der bisher al« unmögllch bezeich­nete Versuch deS Umsteigen« in umge­kehrter Richtung durchqesühtt. Fritz von Opel getane eS den In rasender Fahrt am Sell Mn- und herschwingenden Piloten mit dem Vorbeneil des Bootes zu erreichen und unbe­schädigt an Bord zu nehmen.

Derbrcchen ober Ungluckssall?

I^r D-3ug Rr. 14 lief Mittwochabend mit «uer vffenftehenden Tür auf tem Stet- tjjcr BÄmhof in Berlin ein. Nachdem sämt- tbche Fahrgäste den Zwg ferlafen batten, fand

OwOTtriien. Owrrtr -jnrtDtflr'V ® warn; Prdttet a « "rxi *w

<i<eicr 0)1*»<«» V I(trme<n0

Olt *1tnr fhfc<n «<l d-e Winde Ow den le»

n geten dir IfmK'dtuf «n 0« lioite #rrD*dtn o-lr *<1 fkKJWM <uf nrtrunwtee "mgrrrcenrUj» Ufldrwt

WctiCrDüi ati6 ingc.

Bereit» in den gestrigen Nachmittagssiunden haben die Wtnde mehr mich Osten mngedrehl und führten im Bedeute de» Abends Bewölkungsab­nahme herbei. Glecchzeitig tarnen die Temperatuce« währetrd der klaren Rächt etwa» unter den Ge­frierpunkt zu liegen. Durch bas Vordringen des is­ländischen Störungsgebiete» nach Skandinavien kam es zu einer Verläserung des hohen Drucken nach Süd westen und ouoofltn. Von dem standinaoijchea Tief greift heute morgen ein Ausläufer über die Nordsee bis an die deutsche Küste vor und die vor- derseitenwirkuny zeigt sich bart durch Umdrehen der Winde nach Südwesten. Mitteleuropa liegt im Be- 7Sich der Hochdruckbrücke.

Wettervoraussage für Freitag: Stellenweise Frühnebel, vielfach wolkig, auch aufheiternd, Tem­peraturen nur wenig verändert und meist trocken.

Witteru^gsauosichlen für Samstag. Zeitweif« bewölkt und vorwiegend trocken.

Lufttemperaturen am 12. Oktober: mittags 9,6 Grad Celsius, abend» 6,1 Grad Celsius: am 13. Oft- morgens 2,9 Grad Telsius. Erdtemperaturen In 10 an Tiefe am 12. Oktober: abends 9,3 Grad Cel­sius: am 13. Oktober: morgens 4,9 Grad Celsius. Maximum 9,8 Grad Celsius, Minimum minus 0,7 Grad Celsius.