Zündsätze frei vertreten tonnte. 2Un meiften Ge- ugtuung Hobe ihm bie Zeit feiner Präsident- chaft i m Württembergs sch en Lanb - : a g bereite . eine Öeil, in der durch ben berno- kcattfchen Änfluft dir polllischen Geschicke T*jr« :mb-rg# rnafajebenb beeinflußt worden fe.en. Die schwerst? deit feines L'ebeni fei. die leinet Dizekanzlerschaft gewesen und jene Sage.
i denen er mit den anderen führenden Männern . er Retchsregieiung bi? ungeheuren bemfitigen- en Bebingungen bes Diktat.) bet Feinde habe hinnehmen mü'fen. Für .Freiheit und Recht zu .mp'eo, H das Ideal seine- Leben- gewesen, und an jenem Ideal werde et immerdar festhalten.
Der Reichskanzler ndytete an Friedrich v Payer ein Glückwunschschreiberi. in bem es u. 0 ,eißt .Hochverehrte ErzZlen,! Es ist Ihnen Dergönrt, heute Ihr 80. Leben-iahr zu vollenden. /,u diesem Tage darf ich al- Reichskanzler zugleich namens der Reichsregierung Ihnen meine au'richl gsten Glückwünsche «enden, Ew. -ez.-llenz lönnen mit tiefer innerer Genugtuung an Ihrem Leben-abend auf ein überaus erfolgreiches Dirken auS Politiker und Staatsmann zurückblicken. In Deutschlands größter Hot haben Sie. als der Aus an Sie erging, ein Staat-amt zu übernehmen, sich bem Vaterland n i cht versagt und haben, von schwerer Krankheit erst genefen. das schwierige und verantwortungsvoNe Amt des Vizekanzlers auf sich genommen und unter Einsetzung Ihrer ga.izen Kraft bis zur Staat-- umwälzunq öcrwaltet. Ihnen hierfür am heutigen Tage zu danken, ift mir Herzensbedürfnis. Mit den besten Wünschen für Iyr ferneres Wohlergehen und vetehrungsvollen Grützen bin ich stets Euer Lst-ellenz gaiz ergebener ge>. Mar». Luch der Aeichsvräfident sprach Payer in herzlichen Worten telegraphisch feine Öfücf- wünsche aus
„Prophet" Häuher f-
Eigener Drahtbe richt bet .Lietzener Anzeigers".
Berlin. 13 Iuni. 3m Städtischen Krankenhaus Aeukölln ift nach langer schwerer Krankheit ein Mann gestorben, der es durch feine Phan'astereien verstanden hat. die Hufmerfiam- keit bet Oeffentlichkeit auf sich zu lenken und als Gründer einer Partei sogar eine stattliche Zahl von Anhängern um sich zu scharen. Es ift Ludwig (Christian Häutzer, der sich Volkskaiser von Deut Irland. Präsident der H .-reinigten Staaten von Europa ufw. nannte. Er befaß eine nicht gewöhnliche Rednergabe, mit deren Hilfe er namentlich zahlreiche Frauen in Bann schlagen formte. Auße'-dem trar es daS Reklametalent, dieses Mannes im wallenden Vollbart und Ehri- oand. das zu feinen Erfolgen hei der bung von Anhängern beigetragen hat. Häutzer hatte einen merkwürdigen Werdegang. <8r wurde l?81 als Sohn eine- Weinbauern geboren und luchte und fand vor bem Kriege im AuSlande, insbesondere in Paris fein Gluck als Seftrei- ’enber. In Paris, wo er sehr reich heiratete führte er ein lururiöses Leben Währmid des Krieges verlor er dann fein gesamtes Vermögen und auf der Wanderschaft durch die Schweiz wurde aus bem Pariser Lebemann der .Erlöser brr Menschheit". In Deutschland fand er in ben elften Iahren der AachkriegSzeit unter bet schwer- leibenben. fast verzweifelnden Bevölkerung Anhänger genua für seine f rauf en Ideen Als er für die Reichs'agswahlen im Iahre 1924 eine eigene Partei, die sogenannte .Hüutzerpartei" ms Leben rief, gelang es ihm. in ganz Deutschland rund 50 000 Stimmen zu erhalten Mit der Gesundung der Wirtschaftsverhältnisse in Deutschland bützte er jedoch immermehr an Popularität ein. und in der letzten Zeit war es recht still um ihn geworben Seine Anhärgerschast war all- niählich auf ein ganz kleines Häuflern zufannnen- geschmolzen
Die Nationalhymne im besetzten Gebiet.
Berlin. 12. 3uni Die die .Bo,,. Ztg." hört, haben die Borftellungen deS deutschen Reichskommissars für die besetzten Gebiete endlich den Erfolg aehabt. datz die Inter- dlliitite Rbeinland.'oi.unissiö'n das Svielen und Singen der Aationalhymne freigegeben hat. und zwar in Orten ohne Besatzung ganz allgemein, in solchen mit Besatzung bei allen Umzügen und Berfammlungen amtlicher und vnv ir. bte den Rhein-
landorbonnanzen nicht widersprechen, jedoch nicht in Theatern und Easi-s. da durch die Anwesen - bett von Besatzung-initgliedcm in diesen Orten Zwischenfälle hervorgerufen werden könnten ferner wird ganz allgemein bestimmt bah das Qlb- ।Ingen der Aationaldymne auch jetzt noch bestraft werden katm. ux-nn es sich zeigt, bah es mit provokatorischer Absicht geschieht
Die Memelbeschwerde.
®e n f, 12. Juni. lWTB.) Autzenminifter Dr. Strefemann empfing heute abenb um 1 ilbr ben Besuch des litauischen Ministerpräst- bcnten Woldemaras zu einer Aussprache, die der Memelfrage galt und übet eine Stunde andauerte Die einzelnen Punkte der Klageschrist der Memellander werben am Montag In weiteren Verhandlungen zwischen bem litauischen Ministerpräsidenten und Minrfterialdirektor Dr. ®ai:d eingehend geprüft Werben. Der Generalsekretär des Völkerbundes Hut bem litauischen Bkinisterprälidenten frei gestellt, am selben Tagt die ‘Hemeler Beschwerde tm Rat zur Erörterung zu bringen
Das spanische Königspaar als Gäste der deutschen Botschaft.
Madrid. 12. Iuni. (WB.) Der deutsche Botschafter Gras von Welczeck und flfrrdfin Delezeck gaben gestern abenb tm Botschasterpa- lois zu «hren des Königs Alphons und der Königin Victoria ein Esten, an bem 11$ Vertreter der Regierung u. a. auch der Ministerpräsident Primo de Rivera teilnahm. Iles war das erste Esten m der deuilchen Bot- -naft feit dem Iahre 1914. An das Esten schloß ich ein grober Vast, zu dem zahlreiche rHutelle Persönlichkeiten, da« kfplomati'che Korp^. 3er- ettr von Wissenschaft und Kunst, im ganzen etwa 700 Personen der Madrider Gesellschaft teil- uahmen.
Die Wahlen in Irland.
Dublin. ll.Ouni. CStruter.) Die Dahlen im Arischen ffrciftaal haben tmrn überraschenden Verlauf genommen O# scheint, bub sich eint Regie- tung«roa(ition nicht oermrlben lasten wird da schor jetzt die noch unnollftändig oorfiegenben UrgebniRe
zeigen, daß bi« irrige Regierung über eine absolute Mehrheit nicht mehr verfügen kann. ® .• mc glaubt verliert die Rrgirrun^rpartri ungefähr ein Irrtet der ei&e. die sie tm letzten Parlament m ne batte Die Republikanische X'artri de valera und die Jialionalm -dx Liga habe., saft in itbem Wohlde, rk der Segie* runfispenn €:#,< entrifien; auch der Ar terprriei pemann rifie. Präsident Cosgrjoe und t t anderen Minister haben pr genäht r 1922 50 Prozent ihrer Stimmen eingebuht
Uus Oller Hielt
2er Teutsche Philoloqemaq.
In Dresden tagt« der Deutsch: Philologen - tag Die Zahl der Teilnehmer an der Tagung betrda etwa 800 In be*ont«rt grober Iah', find die Grenz- und Auslanddeuticken gekommen. Die Erschienenen begrüßte tm A men der sächsischen Regierung Minister Dr. Kaiser. höheren Schulen, so sühtte er aus. feien so aus- zugestalten, daß dir Leistungen nicht gesenkt werden Ebenso dürften durch die Reform
L . X. k *t>- J ■>! j — J v- - » fc •
einhettlichung der heutigen Schuler. n'cht unmöglich g: nacht werter 5>.*n cr'ten BcNr'g hielt ö<b:.mrat Meilmann. Er sühne aus. t-ß Schuir und H: s. ü? ri und Lehrer Behörbni und ‘,r.,rr; jJcm img h.n m-htrn um erchiich einmal die einheitliche 6 t u 11 »u bringen, w.e sie vor bei Kriege getreten hi. Oberftudienc »resior Tr. Br 5 rrnt - Berlin hielt einen Tor.rag. durch tm die Klagen über die Zersplitterung bee höheren Cajulc :*eni in deutsch!cnd in noch b rUrt.-ä Licht gerüd: Bnirten.
orgamiation und Lehrpläne teilweise in bi rette m Gegensatz zueinander stechen Sr forberte ein Rrichsra hmengesetz durch ba- dieser Er.wuUung Sirhal: getan werden k'nr.e Weiter wandte er fid> gegen die oft gehörte Behauptung, bah bte Höheren Schulen an einer urge unber Aufblähung leiden Er wirs nach, bah jetzt nicht ehr Kinder auf die höheren Schulen kommen ’tA vvr dem Kriege, wid käst non bleien ebmfaii wie früher rund 25 Prozent die Reifer r ara testeben IBenn man bedenke, datz P. in Prruhen d. rch die neue Leh
Die Musik im Leben der Völker.
Eröffnung der 3nternaxionalen
Frankfurt a. M 11 Iuni iWB Heute morg a 1] H^r ist die Internationale Aarstei- lung .Musik im L'ebr.i der Völker' in Anwefen- heit bes Reichsministers des Aeii^em Dr. Strefemann. bes preußischen Kul'usministrrs Dr. Becker, bes Stackt-Iekretärs v. Schubert bes sranzöfischen Kultusministers Herriot. der belgischen Minister Banderoelde und HuySmans. de» ungarischen StaakösekreiärS Dr Petry sowie her öefanbten Oester- re ich-. Polens unb btr Schweiz und anderer prominente'- Perfönlichleiten drs öffentlichen Ledens, der Kunst und Wisfenlchast turch einen Festakt tm «^ranffurier Opernhaus eröfnet worden. Aach einer Begrüßung der Erschienenen durch Oberbürgermeister Dr. Landmann über- brachte
Reichsauffenminister Dr. Siresemann
ben Dank und die Wünsche der Reichsregierung und gab besonders seiner Freude Ausdruck über die Anwesenheit so vieler hervorragender Staatsmänner und Diplomaten. Tr feierte dann den Genius Beethovens und die Allgewalt der Töne, die ein Band um alle Völker winde. .Wir sehen technische Fortschritte, die unS srüher undenkbar erschienen sind. Wir sehen, wie die Musik auch in btr Art ihrer Wirkung Raum und Zeit überwindet, hören ilebertragungen von Musikstücken, die herüberkommen auS anderen Ländern. Aber niemals wird eine mechanische Uebertragung bte Blutwärme erwecken, bie bem Künstler eigen fein muh. Ich habe manchmal die Sinpsindung einer gettr.ffm Verflachung, die Empfindung, bah b e r AegerrythmuS siegt über b i e Ha rmonie. (Lebhafter Beifall.) Ie mehr wir uns wehren gegen ben Ansturm auf unsere Aerven und je mthr wir uns in den Tagen und Stunden, in denen wir uns erholen und auS- ruhen wvllm, uns dagegen wehren, daß dieses Trommelfeuer auf unfere Aerven als Musik losgelassen wird, ich glaube, um so besser wird es auch für die Musik sein. (Lebhafter Beifall.) Auch Genf hat in diesem Frühjahr eine Musik- auSftellung in feinen Mauern gesehen. Frankfurt folgt ihm heute und es folgt damit bem größten Genius biefer Stadt, seinem grüßten Sohne, dessen Worte sich auch hier erfüllen mögen: .D i e Musik ist ganz Form und erhöht und veredelt alles. waS aus ihr spricht." Ich mochte hier diesen öebanlen der Veredelung alles dessen, was ausgesprochen wird durch die Musik, über diesen Sommer stellen. Ei Glückauf" für ein gutes Gelingen dieser hiltu- rellen Tat
Aachdrm Kullutzministcr Dr. Becker den Gruß der preußischen otaotsreflierdnfl entboten hatte, ergriff
der französische Kultusminister Herriot
das Wort zu jolgenber Ansprache: Wir btjinben uns hier als Menschen, die festen unb entschlossenen Willens sind, die Mittel wieder,uiinben. um bie flroftf M.1 sIe her Völker ’ ü r 61 f musikalische Kultur zu gewinnen unb dadurch die Musik al» rocfentlidwn Bestandteil in bie Ethik der neuen Zeit einbringen zu lassen. E» ehrt die Stobt Frankfurt, den Gedanken für diese» Unternehmen jefiifot zu Haden, er ist mürbig des au»erwählten Tennis, der um bie Mine bee 18. Iahrbunderts hier von seiner jungen unb geistreichen Mutter die Lust am geistreichen Schassen erhielt. wStzrend fein Baler ihn die Würde des Lebens lehrte, öe scheint mir, meine Herren, daß biefe Kundgebung unter dem Genius Ihre» großen Mitbürgers stattfindet, wie auch in ihr eine Erinnerung wachgerufen wird an die lange zurückliegenden Gedanken von Jean Iaque» Rousseau. Es ist keine Ketzerei diese beiden 'Kamen ,u ^reinigen. Indem er auf die künstlerische Form zurückgriss. um das einfache und ewi,,e Prinzip der funfrtrrild)cn Eingebung wiedcrzusinden. in- dem er versuchte, in seinem Werk die sozialen Tendenzen seiner Zeit auszudrücken und sein 'Werk den anderen Menlchen al» Spiegel oorhiel! mm er i» 'einem Werther ober in seinem Götz von 'Sertichin- gen die Gefühle unb Ideen der wahrhaften Men- ichen wiederyibt. Im Kampf s.egen das Materielle, im Streben nach bem Ideal Hit Goethe der mo- denen Musik die Wege geebnet unb Beethoven möglich gemacht. Ja. er hat noch mehr getan.
Der Dichter des Wilhelm Meister hat ooraus- aefüblt. » s uU h alt hi r berle.TiuU ? t Dichter, wie er ihn aussoßt unb gefluHrL ist kein Erfinder von MnlerSaltunflen. er ist ein
Jobrer der Menschheit
Wenn man dieser '.Feststellung hinzufüg., daß Gvetde aus 'einem Herzen ohne jeden Haß geschöpft bat. wenn man daran denkt, daß er in feinen letzten Iahren bie Völkerverständigung gewün'cht hat mit dem Streben nach einer TMthteratur. die von den hervorragendsten Dichtem mit den schönsten Werken aller Rationen gebildet wirb, dann Hal man das tiefe und starke Gefühl daß wir hier unter einen Goeth eschen Gedanken verlamme lk sind. Es ist in Wahrheit Johann Wollgar.g. der unS beseelt, der uns an regt unb bet uns ai<- svrbert. auch In der Musik das hohe und um»
Musikausstellung in Frankfurt.
fallende Programm zu erleben, bas a für alle lormen brr Kunst gestaltet hat. 3a. meine .'-Zerren, wenn wir uns '<lrr: erwählen unb uns würdig zeig.-n wollen dieser Zeit des Sturmes unb Dranges, bann ift bet Augenblick g.kommen tie Musik bie gesamte menschliche E.hik durch- bringen zu lassen unb sie zu gebrauchen, um die Annäherung der Völker in Friede und Freude ,u bewirken. Bedeutet das. es würde genügen, eine Art von N'mgender Berechnung auf,uftellm zu einer Komposition, in der jede- Volk bie Farbe unb ben Ausdruck feinte Geiste» aui,u- Ctben hätte? Rein! 3m Gegenteil! Wer das Rtchk haben will, sich international zu nennen, kn verschiedenste Musik nebeneinander, aber Sie Der- wech'cln sie nicht. ES gibt eine deutsche S ele in allen Werken Schumanns Man fühlt sie in dem melancholischen Zauber seiner Fantasien und bemerkt sie von seinem ersten Lied an. daS er für Klare Wieck schrieb bis zum »nbe feines Schaffens, zum Requiem. Die jTra- Diata" konnte nur in Venedig unb für Venebig qzboren werden, selbst bas ägyptische Milieu Kairos hat Verb» in italienischem Phatos gestaltet. Und. gestatten Sie mir. zu sogen, daß das. waS einen Rameau kennzeichnet her spezlsisch intellektuelle Ausdruck feiner Musik ist nämlich ein rationelles französisches Denken, dos die Ratur selbst, die Gefühle, die Bewegungen, die Tänze den klassischen Regeln anpaßt. Unb
so tragen bie großen Musiker trotz der Linsiässe, die sic aufeinander au»üben, ben Stempel ihre, Volke». Uber unter der Verschiedenheit der Menschen slnden wir den Menschen an flch.
Schließlich gibt es keine zwei Arten, zu leiben unb zu weinen Sobald bet Musiker, gleichviel wo er herftamrnt. bie Hülle ber Erscheinung überwunden hat. spricht er mir zu Herren. Vorn ersten T- n des Tristan an habe ich uie Sache und den historischen Rahmen vergessen. 3d) höre nur eine verzweifelte Seele, welche sich gegen eine hoffnungslose Liebe wehrt Gleicherweise empfindet jeder Fremde, der der Idee der Freiheit ergeben ift. ben Schmerz mit. ber in bem Trauermarsch seufzt, ben Berlioz zu Ehren ber Helben von 1830 verfaßt hat Das Hinbernis ber Sprache, bas so viel tut. um bie Menschen zu trennen verfchwinbet. Der Mu- siker ipricht eine Sprache, bie jedem zugänglich ift. eine Sprache über bie hinaus nichts mehr vorhanben ift als baS Hümme Spiel ber Zahlen unb das schweigende Schwingen der Sphären. Der Schleier der Worte ift gefallen. Alles Materielle bes Ausdrucks ift verfchwun- ben. Richt- tritt uns entgegen aU nur reine 3bce, reine» Gefühl. Auf dieser Ebene können sich alle Völker zusammen finden Ich wünsche also, daß das Fest in Frankfurt dem Dirken des Friedens dienen möge, an dem beute alle großen Geister der Welt arbeiten Aiemals könnte es in der Politik gelingen, wenn nicht eine geistige Vorarbeit vvr- auflginqc. Will ich den Frieden hinau-tragen. so muß ich ihn erst i n mir besitzen. Möge uns die Musik dazu helfen, diese höhere Form der menschlichen Kultur zu vrrwirtlichen. die Frieden heißt. Möge si« während und nach dem Feste neue friedliche Eroberungen erzielen, möge sie über den Geist ber Führer hinaus in die Herzen ber Völker eindringen, möge er endlich gehört werden, dieser boppelteAuf Beethovens und Schillers: Alle Menschen werben Brüder! Seid umschlungen Millionen. diesen Kuß der ganzen Weit'
Die Glückwünsche der Nationen.
Hemvts Rebe wurde an verschiedenen Stellen oon lebhaftem Beifall unterbrochen Aach ihrer Beendigung fehlen lo starke Huldigungen ein. hab der Minister sich meprmats binfcnb auf em Podium erhob Aach einem B.-rtrag des tschechischen Streichguan.'lts aus Prag ergriff ber belgisch« Minister Huysrnans in deutscher Sprache bas Wvr, um zunächst einen liebet- blid über bie Rolle zu geben, die Belgien auf bem Gebiete der Musik gespielt habe Er schloß mit bem Wunsche, daß bte Ausstellung dazu beitragen mögt, die Eintracht und Harmonie zwischen allen Völkern zu förtern und sie einander näher zu bringen m wachsender Kultur unb Menschlichkeit
Hierauf uderdrochten noch Berti ei er ber Regierungen von Ungarn. Polen und der u chech^ ilDtDafci. lotoie tue Frankfurter Starr al ioafuhi von Großbritannien unb Italien 0k *1 ürfttnuu sche ihrer Länder Der o starr eicht'Le Ge'andte tn Berlin Dr Frank, 'aßtc als !e»ter Aebncr noch einmal zusammen, was aus allen Arten bervotgtflungen sei nämlich, ber Wille, an ber Bölfcrrerftänbtgui j mitzuarbeiten. Die 3. ßto- norenoupertüre mei erhaft vorgetragen oom Orchester ber Gesetllchasi lux Konfervatoriumskosi- *cric tn Pans unter Leitung ihres Dirigenten 'Säubert, gab ber in allen Teilen wirbmgs- voll verlaufenen Feier einen würdigen AusVang
Die auswärtigen Gäste unternahmen darauf einen Rundgang burto btt Ausstellung unb vereinigten sich später mit ihren Gastgebern im .Frankfurter Hof" zu einen, •Ten
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ie b r erforderlich sind, fo könne man von einer ungtiuabtn Entwicklung nicht mehr reden, r nyx Lmme daß irre: Ucbtranaebois die Pf horöen -_:’h rbtn'att» rcnöel unb I.-duftrie ihre tiorbil6nne»forberung b c b e r schrauben? c< . tn r * :re ter tun als ba-
'ir ferpee. daß bet Bübbnj asitativ nicht sinkt. Jo ftin.m Vertrag übt: J ( Bfoidung der Pb.Io- l»ien iortzeNe der öriNe Redner, Dr. Pohle, eint ^erechttre Bt'old-anJ^dnung. darunter vtrfttbt er. 7aß bie l7rttben»realgtb«illfr wieder- btrgefte111 werden m^nen unb daß rteniaO» eine crreckiterr Ordnung in bet Btwlbiuigsgruppe» kommen m sie Für die bfhtrrn Bramten terrlaagte fr bit gleiche E ngangsstuie und btt gleicht Stfor* dtrung-niaglichkfi: für alle Seru'»gruppen. 3e * ner Enckchlictzung uurbt dringend dt< balbtgt t trjbfdutbun j btr Btsoidungsorbnung mit vollen 8riebensgehüllern verlangt.
ber ^utibramtmürqannaiiOMC*
Sie beiden großen Prst^amten-Organ 'ar-.o- i en. der AeichsverbanddeutscherPoft- unb Ttlegrapbenbeaciter Sitz Berl n. und bie Deutsche P o ft g e we r k s cha s t Sttz Blünchen. vereintgr.-n sich iU tw vorbere.keten Kundgebung zum Zusammenschluß der b-iben genannten Verbünde. Der Vorsitzende des Reichs- rcrdandes. PoftsekrelSr Kugler Berlin, betonte. daß ber Aeichsverbanb ftaatsbeiahenb unb bestrebt fei. tue deut'che Republik zu befefhgrn unb zu kräftigen. Er verwies daraus, daß 6er Reich-verband nach bet ?»erschmeizung über 150 to) Ditgt »ber zähle unb 'omit d t größte Postbeamtenorganisation ber Welt sei. Aach einer Ansprache des Vorsitzenden der Deutsch m Pvftgewerkfchast wurde ber Zu'arn new» Ichluß beibet Organ, ationen durch Unterschrift eine» Vertrages seitens ber beiden Vorsitzende« seierl.ch besiegelt. Bon der Versammlung wurde ber Zusammen! chkust mit lebhasimi Br.fall begrüßt
tiebbergh* Rnckkthr nach Rmcrtla
Der .’n’cnfti’Hthr Flteger Linbdergb. der vor kurzem ab Erster auf btm Fluge Keuyork— im Flugzeug bm Atlantik überquerte, traf an Borb des Kreu er, ..Memptzis" in Washington ein, wo ihm ein degeifterler Empfang bereitet wurde. Präsident Coolidge das Sibinrrt. ba» bipfomotrfdw Korps und Hunderttouftndt von Menschen begrüßten ihn. allen voran feint Mutter. Präsident öophhqc überreichte ihm an: einer An- sprach» do» 5 l ie g e r f r e u i, btr höchste flu». Kidjmmg für Flugieistungen. Beim Empfang |pid- tm sich beispiellose Szenen der Begeifteruna ab. Dse Menge brach in stürmische tßochruse aus uns nnebtr- holte diese immer wieder, ,-he der Präsident da, Won ju feiner «chorache ergreife« konnte Jedes- mal. wenn ber Präsident Vmbbrrqh« Ra men er- wähnte, brach bte Menge tnftbennn in j.ibtlnöt Bet- iollsrufe au», bie sich noch fhigtrtrn. als ber Präsident unb Vinbberrrh sich dir henb reichten und ab doofrbge dem Flieaer ba» Fsiegerkreu., an bit Prust bf’tfte. Ab LIndvergh zu fpoechen begann, brach der Iubtl von neuem Io« und rowbtrtjolte sich al» Lmbdergh der Menge erklärte, er fei in Europa gebeten worden, bem amerikanischen Volke Örn Au»- b r u tf b e r Freundschaft Europa» tu überbringen. Koch Schluß ber Empfangsfeierlichkeiten fuhren Lindbergh unb seine Mutter im Wagen öe» Präsidenten zum Weißen 5) au», wo sir während ihres Washingtoner Ausentholb h i e Gäste de» Präsidenten flnb
(ri«C ÄoloiualtoflUMg.
Königsberg. 12 Iuni. «DB.» Die deutsche Kolonialgesellschasi hielt heute ihr, Haichtversammlung ab. bit von Gouverneur Dr Seitz geleitet würbe Aach einem BoNrage von Regierungsrat Zcche-Hamburg über .Imperialismus unb ÄoLoniaUioIttir würbe eine Entschließung angenommen, in ber es heiß:
Die Deutsche Kolonialgesellschasi hält es für ihr« Pfl'chi. sowohl im Interesse Europa« unb Deutschlands wie der sogenannten Kvlonialoölker. die K o l o n i a lpo l 11 i k der Weltwirtschaft und der Zivilisation anzugliedern. Damit würde towohl die schwere wirilchoftliche Lage der arbeitenden Btvölk.-rung Europas gemilber:. als auch die sogenannte koloniale Bevölkerung vor dem grauenhaften Zustande bewahrt werben, in ben sie bet Aufgabe ber europäischen Vormundschaft durch bte bvlscht- wiftifcht Propaganda gestürzt würbe Eine aufgeklärte Kolvnlalherrfchaft nach dem liuster der Deutschen, um die Interessen der weißen Rasse mit denen der farbigen ausHu gl eichen, ift auch in Zukunft unerläßlich und erstrebenswert. Rach Vorträgen von Dr. Paul Rohrbach und Frhr. v. G a 01 über .Den Ische Sied- lungs fragen im O» en” wurde ebenfalls cinflunmtg eine Entschließung angenommen, in bet Reichsregierung und Reich« tag dringenb aus gefordert Barben, die für das deutsche Voll fo lebenswichtige Binnen sieblun g In weil größerem Umfange als bisher tatkräftig ,u fördern. Gleichzeitig mit der Deutschen Koivniak- gesellschas: tagte bet Deutsche Kolonial- kriegerbund unter bem Botsi» de« Generals v. Epp-München. Aach Schluß der beideu Hauptversammlungen traten die in der Reichsarbeitsgen ei nschaft zufammenaeschloifenen Kolonialverbände im Großen Börfenlaal zu - inet gemeinsamen Kundgebung ür den Kolon»acheb n- ken zusammen, in deren Verlauf eine Snl'chlie- ßung zur Annahme kam. in der der Ue.vr -ugung Ausdruck gegeben wird, daß ohne eine groh,ügige Siedlungs- unb Koloaialpoiilck eine u efanbu ig unseres ae’amlen Boll«!eben* nicht mcglkh ift. Den Schluß der Tagung bildete ein Werbetzug durch die Stadt unb die Pflanzung einet Äoün mal-Gedenkeichr auf te*n Will.r-Simon-Platz.
vrttzertffptosion in einem Jriknrtrten.
3n Brüstei e^plrttmc am conntoq in «*em Frifeartaben ew Gefäß mit Lecher Vie EntAw- bungsursache ist unbekannt. Zwei betagte Einwoh- ner mußten durch die Feuerwehr «err'trt merben. Urner der beiden ist schwer verletzt. In der Strafte warben durch bie gewaltige Erpiostou bie PLasier- fle.ne aufgrriffe« unb die Fensierschechen auf wette Unt*emu ng hin „rtrümmert.
rSe.:crvora«ssagc.
Wechfelnd bewölkt mit lef^tlerung. Tew» Vera nir. n schwankend nur oeteinzelt leichte Rieberfchlägr
W: tterung«ausfich«en hir Mittwoch Im wesentlichen keine Aenbenrng der Wetterlage.


