Mittwoch, I». April 192Z
Sietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessenf
llr. 87 Drittes Blatt
Aus dem Reiche der 7yrau
flute«
Der-
Hal- ümgfam ganz btd. worauf man tb fallen tobt 3n bielet Zett brtnnl man <ton Apfelwein. den Caft von zwei Apfelfinm
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Höhensonne bestrahlt. die
Vein Kinb kommt in die Schule.
Don Friedrich Metzer.
Sein Äir.b wird Ottern in die Schule auf- H.„<nenimer Zur deine Familie em wichtige«
mit der künstlichen Hohen'vnne Dcnrapu. tnc «gen'chattcn bestimmter VUarmne aronmnti und bie Dachtti« Derfcüten, bzw. ausheilen kann. 3n ab<ehbarcr Zeit wird e« allo D.ellercht mogl sein, tnc englische Krankheit aus brr .Weit äu schatten, indem man nur bestrahlte Sauglings- milch in den Handel kommen läht-
l*g feinen Schatten oorauswan »royDäter, 'Zoten. Freunde und nicht zuletzt Ihr selbst, Ihr Altern, haben dafür gesorgt, da« Kind für >e Schule auszustatten. Lind wenn seine Lei- fttmgen in der Schule nur einiger masten der lHstle feiner Lustüstung entsprechen, dann muh
2lpf elf inenrel« 200 »ramm Deitz koch« man in leicht gesühtem Watter mit einer Prifa - - - ln« dick, worauf man Ibn et»
“ ' ' ' ' i Glatz
Leckeres für den Ostertisch
Don oltersher hängt jegliche Fest esse iet mit gesteigerten Taselfrcuden zusammen, und so Hot auch da» Ottcrfeft seine traditionellen Gerichte: da« Lamm d.e (Sier, den Schinken und die Dpn Kennern mit Recht so gefchätzte Schnepfe, die, wie ein alte« Jage rsprü chic in lagt, von Ocull bi« Palmarum d« Weidmann« Freude ausmacht.
Tisch gegeben.
Spinat-Klöste. 100 Stamm geriebene Semmel werden in 125 Gramm ‘Butler gelb geschwitzt und mit einem Dfunb seingewiegtem Spinat auf dem Feuer nahezu bi« »um Kochen verrührt. Dach dem Auskühlen fügt man zwei j er quirlte flicr. etwa« Salz. eine Prise Muskat- nutz und soviel geriebene Semmel btmu. bah sich au« der Matte Klo he formen la'len. bie man entweder mit geriebener Semmel paniert und in Heistern Fett bäckt oder in Salzwaffer garkocht. Die gekochten Klöhe eignen sich sehr I gut al« Suppeneinlage. ____________________
weckt
Vielleicht ober hat da« Verfaßen d Kinde« einen anderen Grund. Diele Altern iMhen. au« ihrem Äinbe ein „Wunderkind" zu wachen 3n ihrem Ehrgeize trichtern sie dem Kinde alle« mögliche ein. damit es schon bei Schulanfang recht Diel weih, fl« muh in sein arme« Gehirn allen möf, idjen Krimskrams auf- »khmen, den die Eltern für wichtig halten, z. D. da« Zählen bi« 20, da» Schreiben de« Damen«, foe Elemente de« Lesen« die Damen von *< und so viel Pslan^n und Tieren.
Diese« Züchten von „Wunderkindern ist herz- lch gut gemeint aber ganz DcrkbU Ein solche« Wunderkind" empftnbel die Schule im ersten .'labre altz Ungtrr.itß es ist Interessenlo« und laaufmetflam. 0« .weist" ja „alles" schon. Satz fern! aber für da« ganze Leben verstangrnsvott werden. Da« Kind, da« sich von Anfang an acht richtig anstrenaf. zeigt leicht auch fpäter- !jji Mangel an Aufmerksamkeit. Sin dauernde« Verlagen ist unau«bleibllch.
Also iüstt fich einem Kinde vor der Schule für die Schule gar nicht helfen? O doch! Wan f.-nn ihm logar sehr viel helfen; nur mufct Ihr «Item flut' ' '----- ~
___ -n. bie seinabgeriebene Schale von "einet Apfelsine 150 Gramm Zucker mit vier Dlalt seingeschnittener, aut abgesputter Selatine bi« Dor« Kochen. mit freier Mischung muh der Del« gleich^ing Der- rührt werden; er wird in eine Glasfchale gefüllt und nach dem flrfalten mit Fruchttaft zu
in Haut. Knochen und Zahnfleisch gekennzeichnet ist und die in früheren Zeiten zahlreiche Uten- schenopse» gefordert hat. Fehlen demnach in der Dahrung des Säuglings sämtliche Vitamine. so bleibt da« Längenwachstum stehen, da« Körpergewicht ersähn trotz reichlicher Ernährung kerne Zunahme mehr, sondern sinkt langsam ab; es können Durchfälle auf treten, die den Krästever- sall beschleunigen und schliehlich machen nach Ab- lauf weniger Monate die erwähnten Krankheiten, die dem Kinde jede Widerstandskraft rauben, dem Leben ein Dorzeittgt« Ende. Das Fehlen eines einzigen Ditamins führt zu der entfprcdxnbm Krankheit. 11 nb dah diele Krankheiten wirtt.ch nur durch Vitaminmangel Dtru^ sacht sind, geht daraus hervor, dah man durch Zufütterung de« entsprechenden Ergänzungs- nührstoffe« die tranfbahen Sricheinungen m kurzer Zeit beseitigen kann. Dies gilt besonders vom Skorbut, der eine ausgesprochene Dttamin- mangelkrankhcit ist und durch Zitronensaft fast schlagartig geteilt werden kann. Das Auftreten der engl-.'chcn Kronkhett dagegen wird durch daS Fehlen eines bestimmten Vitamins nicht fpezi- fisch bebingt. sondern nur gefördert. Und es gelingt daher, nicht nur durch Vitannnzufuhr (Lebertran» diele Krankhett zu verhüten, sondern auch durch günstige äuhere Vebcnsbcbingu-.^cn und besonders durch Höhen'onnenbestrablung Die Höhenfonne kann allo in der Dachir.everhutung bestimmte Ditamine ersetzen. Ja, in letzter Zett hat man gesunden, dah jedes an sich arme Dal
Jede Mutter wird ängstlich fragen, wie Re ihren Säugling vor diesen durch Vitaminmangel bedingten Störungen schützen soll, da fte ihn» doch in den ersten Lebensmonaten weder
Cbtt verabreichen kann. Aber die Milch ist selbst
ein Träger von Ergänzungsnährstoffen und die Frauenmilch ist sogar besonder« vitaminreich und erfüllt am besten die Voraussetzungen für ein ungestörte« Gedeihen. Dei künstlicher Ernährung dagegen droht eine gewisse Gefahr. Zwar enthält auch bie Kuhmilch V.tamine; aber abgesehen davon, dah biete Dchutzstoffe durch das notwendige Abkochen der Milch zum Teil zerstört werden der Gehalt der Kuhmilch an flr- gSnzungsnShrstofsen ist äusterst wechselnd und in manchen Jahreszeiten ungenügend 6r hängt weitgehend von der Fütterungsan der Kühe ab. Bei Grünfütterung und beim We'denv.eh enthält die 5kuhmilch reichlich V.tamine. 3m Winter jedoch kann <ie infolge der Xnxfcnfütterung fast Ditaminfrei sein. Da man aber der Milch den Grad ihre« Vitam.ngchalte« nicht ansehen kann, wird man bei jeder An künstlicher Ernährung, um sicher ku gehen, rechtzeitig Dährstotte zufüttern, deren Vi tarnt ngehalt auher Frage steht.
Solche Dährstotte haben wir in den meisten Fcldf rächt en und Obstarien, solange sie ' rifd> sind Langes Stegen und alle Kon'erv erung»- mechoden zerstören ihre lebenswichtigen Eigenschaften zum groben Teil und machen sie in dieser Hinsicht wertlos. Die einzelnen Cbftforlm und ®cnuHe haben einen vertchiebeTien Vttamin- reicht um. Am höchstwenigsten sind im allgemeinen Zitronen. Apfelsinen Tomaten und unter den Eemusen Spinat und Karotten. In ihnen sind alle Srgänzung«nährstosfe. die wir kennen, gleichzeitig enthalten, wenn auch der eine oder andere überwiegt. Werwolle Vitaminträger sind ausserdem die tierikbm Fette betender« der Lebertran und die Dutt er. schlieblich daS Eigelb und die Hefe
Lieberblickt man bie Substanzen, die besonder« reich an ErgänzungSnährstotten sind, fo fällt auf. dah sie alle intensiv gefärbt finb. 2>enn auch Farbstott- und Vitaminreichtum in keinem direkten Zusammenhang stehen, fo ent- sprechen sie sich doch bis zu einem gewitten Grade. So ist auch die gelbe Vutter vitaminreicher al« bie weihe. Für die Auswahl mag das eine gewisie Richtsinrt geben.
□Barn, der glaubt, tast feine Frau in all den- Ordnungmachen nicht .Unorbnang* in feine Dächer brächte' Der Küchenteppich. der vielleicht heil und Doppelt tchmutztg ift. wird la Hof einer regelrechten Wäsche unterzogen Auch tne Blu- men werden über'eni (bie Reinigung in Loden und Keller ist ein eigene« Kapitelsi Sch.iestiich komm: die .Mottenkiste' an die Reihe Sie trirb burchgesehen. aesäubert. wieder frisch .einballa- miert". fo doy man zum Beginn der warmen Tage die Kleider und Pelze nur mehr sorgfältig ausllopsen. in Zeitung papler etnmMeln must und in die Kiste zu geben hat Die Som er- fachen find inzwischen auch au» der Kammer heruntergeholt worden. Da« ist ein Kapitel welches dem Hausherrn sehr unltebla n i t. Denn da bleibt e« nicht mmer beim Waschen, beim Dein,gen. beim Umänbcm. da muh man an — Deuanfchasfungen denken Aber schsiestlich deistt der Gatte und Vater auch in bie'e.i sauren Apfel. Macht e« ihm doch selbst Vergnügen, wenn nicht nur der Haushalt am Schnürchen gebt, sondern wenn et eine Frau sein nennt, die blitzblank ist und Darauf sieht, dast die Kinder gepflegt und an Ordnung gewöhnt sind.
Grvheincmachen ist also wirttich nicht so schrecklich, wie alle Herren der Schöpfung — vorher! — glauben.
Die Verzierung der Gftereier.
Die einfachste Art. bie Ostereier festlich aus- zuschmücken und für bie Oftertasel herzur.chten. »st wohl da« Anbringen von Abziehbildern. Doch viel feinere Wirkungen erzielt man. indem man ein in kalte« Wasser getauchte« fli tn etwas Buchweizen- oder Gerstengrütze wälite; bann legt man Zwiebelschalen, die die schönsten gelben und braunen Däne geben, sowie allerlei kleine zierliche Gräser. Blättchen u. bgl aus ein zu- samrnengelegte« 3c;tung«papier, streut eine Mellerspitze eines beliebigen Farbenpulver« dazwischen. umwickelt da« fli fest nut dem Papier und bindet e« mit Garn zusammen. Man kocht diese flier einige Minuten länger als gewöhnliche Sier und befreit sie bann aus der Hülle. Ss entstehen dadurch die originellsten Farben und Formen. Abreiben mit Speckschwarte gibt ihnen ein glänzendes Aussehen.
Ferner tD.rb die Schale schön marmoriert erscheinen, wenn man zerzupfte Seidensiöckchen auflegt, das fli bann fest mit Leinwand umhüllt und in einer Farbebrühe kochen läßt. Ebenso kann man aus Pauspapier oder der dufteren Zwiebellchale allerlei kleine Figuren ausfchnei- den und sie ebenfalls auf dem Si unter bet Leinwand festbinden. Wer es vetsteht. mit Wach« Figuren auf das Si zu zeichnen, kann dasselbe ohne Leinwand- oder Papi er hülle kochen. Sine hübsche grüne Farbe stellt man, wenn man kein fertiges Farbenpulver brauchen will, durch eine Handvoll Salat her. den man einige Minuten tn kochendem Wassit liegen [äfft und bie Sier darauf in Hülle 8 bi« 10 Minuten, ohne Hülle 5 Minuten kochen läfjt. Durch Drennesfelwurzel erhält man ein zartes Zitronengelb, verschiedenes Dot durch gepulverten Kochnill oder Pernam- bukhoiz.
Durch zeichnerisch geübte Hände lassen sich ferner den in recht matter Sietfarbe gefochten Siern durch leichte Bemalung mit Wasserfarben, denen man etwa« Gummiarabikum benascht, ein besonders hübsches Aussehen aeben. Der Phantasie ist hier bet weiteste Spielraum gekästen durch flott hingeworfene einzelne Diäten, eine mit wenigen Strichen angebeutete Landschaft, ein Kränzchen usw. auf xartaelbem, blauem ober grünem Grund, kleine Kunstwerke zu schatten und der OftertaM ein fröhliche« Aussehen zu geben.
Frühling im Haushalt.
Von Hilde Hanna Vltte-Hutter.
(Dachdruck verboten.)
Die Frühlingssonne muh nut einmal besonders verlockend ihre Strahlen durchs Fenster werfen, da werben dir Herzen aller Menschen weit und froh. Wie herrlich es doch braunen schon ist! Wie lange wird es dauern und man kann im eigenen Gatten arbeiten; die Zeit der Dlumen ist auch nicht mehr fern. Dielet frühlingshafte Optimismus, bet Pläne schmieden Qfjt. ist der erste Sindruck, den die werbenden Sonnenstrahlen vermitteln. „
Der zweite . . .Gott, bie Garbinen sind aber wirklich schon sehr grau, sehr einer Deinigung bedürftig f ..... .
Mit den Gardinen beginnt es, denkt seufzend der Hausherr. Dach jede große vvröstcrliche Reinigung fing so an. fls ist dann meist am besten, der Hausfrau nicht im Wege herumzustehen. fon- dern lieber nach dem Amt oder Dureau noch eine Stunde durch bie Strasten zu schlendern oder mit den Kindern tn« Freie zu gehen und abend« mit einem großen Hunger und froher Laune heimzukehren. Wenn wieder ein Stück hauswitt- schasilichc Arbeit geleisttt ist. ohne dast der Mann die Rase über Die Unordnung gerümpft hat. ohne dast er fich beklagt hat. dah es in keinem Zimmer mehr zum Au-Halten sei, sondern heimkommt und sich mit der Fran über dieses wirttich groste Pensum Arbeit freut, dann hat auch die Hausfrau den wirttich geringen Lohn für ihre aufopfernde Mühe. Wenn wir ganz ehrlich sind, müflen wir auch zugestehen, dah der Mann froh ist. wenn snsche Gardinen bie Wohnung freundlich machen, wenn alle« bllnkt und nach Sauberkeit ttecht. bann ist der Mann froh, wenn wieder einmal Grohrcinemachen war.
Vorderhand aber sind wir noch mitten bnn. Die Vochänge werden abgenommen; die Hellen gewaschen, gespannt, gebügelt, die dunklen Ueber- verhänge ausgeklopft und auSgebürstet. Teppiche. Kissen. Matratzen und Ottomane wandern in ben Hof oder Klopsbalkon und an einem Dachmittag wird .Wettttopsen" veranstaltet.
Wieder ein Stück weiter l
Dann kommt auch noch die Küche an bie Reihe, bte gewöhnlich jedes Jahr ober jeweil« nach zwei Jahren neu gestrichen Wirb, manchmal auch nur geputzt ober bie Oelforbe beim O en erneuert Die Dilder werden abgenommen. Decken und Wände abgekehtt. Die Vibliothek wird einer gründlichen Reinigung unterzogen, wobei der Hausherr jedoch oft veHtlflich ist. benn die Vücher, das ist fein Rayon, das must alles tn Aeih' und Glied stehen und. . . zeigt mir den
ch fremtaihen vom „flintritbtern“ ilten Oernschule. Ja, man möchte Such fast bitten: .Bereitet Suer Äinb recht gut für bie Schule vor. denn in der Vor schul- yit werben die Grundlagen einer guten Ssimes- unb Söerstesausbildung gelegt "
Ihr fragt nach dem Wie? Dor allem: Dil- tet die Sinne Sure« Kinde«! Oesfnet ihm Sie Augen! Helft ihm, bie Datur zu beobachten: Ke Haustiere tn iheern Wesen und ihrer Oe- Etntoeife; Wald unb Feld: Tiere und Pflanzen kes Teiche« usw. usw. Schafft ihm Gelegenheit * Hum Beobachten, indem Ihr ihm ein paar
Blumentöpfe ober ein Deel zum Säen unb Pflanzen anweist und ihm ein Heute« Aquarium cnlegt Lasti Suer Kind die Farben kennen lernen, bah e« da« Weih der Anemone vom *8<n> der Sumpfdotterblume unterschetden kann. -Ple Pslanzennamcn sind nicht so wichtig Gebt
Don welchem Lebensalter an empfiehlt es fich, bem Säugling Obst und Gemüse ansubietenf Da« Bttcktsind bedarf chrer kaum vor bem sechsten Monat, das Flafchensind jedoch schon früher, etwa nach bem 3 Monat besonders im Winter, wo die Kuhmilch den Vitamutbedarf nicht zu decken vermag. Man wird damit beginnen. Obst und Gemüse zunächst nur al« Prest- faft in kleinen Mengen, zu verabreichen, um den empfindlichen Darm nicht durch bie Zellulose zu reizen, welche in allen Veaetabllien ent* hollen ist und Durchfälle auslösen kann 3m Winter, der Zeit der Ditamlnnot. sind wir saft ausfchliestlich auf die Südfrüchte angewiesen. In den anderen Jahreszeiten steht uns der Saft aus sttfchen Tomaten oder aue Karotten, die verrieben und durch ein Tuch aeprestt werden, zur Verfügung. Man beginne mit einem Kaffeelöffel täglich und steige allmähl ch zu dem Prest- saft einer ganzen frucht. Bekommt da« Kind habe 'ch!echte Stühle. Io müllen diese Gälte vorübergehend weggelafsen werden. Dach dem sechsten Monat werden auch die ganzen Gemüse und Früchte oder ®emüfe<uppen, wie sie im Haushalt gekocht werden, gut vertragen. Allmählich kann man dazu übergehen; da« Kind am Tisch mitellen zu lallen.
Diese Dorscheisten erscheinen sehr kompiliert, aber jebe vernünftige Mutter ernährt an sich schon ihren Säugling mehr oder weniger in der Weife, wie wir es hier gefordert haben unb wisien'chaftlich au begründen versuchten. Diese Anweisungen sollen auch kein strenge« Gesetz sein- Man muh einem Säugling nicht unbedingt schon nach dem dritten Monat Vitamine geben, wenn er bisher auch bei künstl.cher Srnährung gut gediehen ist
Der zivil'tsiette Mensch kommt erst auf müh- »amen llmwegen dahin, wohin den Datur» menschen der einfache Instinkt fuhrt. S'ne Degen» mutter weih nichts von Vitaminen und mach« es doch ttchttg. S.e läßt ihr Kind an der Brust, bi« es laufen unb sich Früchte pflücken kamt. Könnten es unsere Mütter dies« ,Weiden" I nachttm!
dem Kn de Gelegenh^U zum Zeichnen und zeichnet selbst viel mit ihm. Die geringen Anfor- berungen, bie ein kleines Kind an eme Zeichnung stellt, können alle Qltern erfüllen.
Unb ferner: Schärft neben dem Auge das Ohr flute« Kinde«! Lehrt es die Ziere nach der Stimme zu unterscheiden, überhaupt bie man- n«gfachen Laute der Daiur zu erkennen Kann noch nicht fchulpslihnges Kind
auio von einem Personenauto dem Geräusch nach unterscheiden? Vermag es nach dem Klang der Schritte im Flur zu lagen, wer da kommt? —
Doch einmal: Bildet bie Sinne Sure« Kmde«! Unterstützt diese Ausbildung durch einfache«. flöte«, sarbenschönes Spielzeug
Wollt Ihr Suer Kmd aber noch besser Dorbereiten, bann gewöhnt c« an bie Arbeit, fo dah es das Helfen im Garten, in der Werkstatt, im Haushalt al« frohe SeibstDerständlichkeit, nicht als harten Zwang empfindet Besonders wichtig ist auch bie körperliche Ertüchtigung Sure« Kindes. Dur ein gesunder Leib kann bie Anstrengungen bet Schule ohne Schaden überstehen.
Unb en dich: Ihr könnt Suer Kind gut für bie Schule Dorbereiten, wenn Ihr e« zu den sozialen Tugenden erzieht, besonders zu Mitleid. Höflichkeit und Verträglichkeit. — Glaubt Ihr nun, dah Ihr flute Kinder gut vorbereiten könnt für ben Eintritt in bie Schule, ohne dah Ihr aus Ihnen ^Dunderkmber" züchtet?
Darum sollen wir unfern ttmöern Gbst und Gemüse geben?
Don Dr. Hermann Vollmer.
Ss ist Immer gewagt, den menschlichen Orga- Tt«mu# mit einer Maschine zu vergle.chcn. Sine Maschine läuft ungetzött. solange alle ihre Teile -fl Ordnung sind, und sie aus irgendeiner «nergiequelle gespeist wird. Für ben mensch. lÄen und besonders ben v»chsenden Körper k« Säugling« genügt aber bie Spellung nut icn Grundnahrstoffen, also mit Stweih .tett mb Zucker nicht, um einen ungestörten -ZUnaui der Lebensvorgänge zu garantieren, ^urdeman tlnen Säugling mit diesen Stoffen in chennfch Tttner Form füttern, unb ihm außerbem nur Waller verabreichen, so würde er zwar nicht Hungers Werben, aber bald an schweren Krank- 5ett«erscheinungen zugrunde gehen. Die c Katastrophe siehe sich aber aushalten, wenn man rechtzeitig frische Gemüse ur.b 0bst zufüttern würde.
Damit ist schon gesagt, dah Obst und Gemüse Substanzen en:!>ait<n, die für das Leben un- bedingt notwendig sind und die die Grundstoffe, aus Denen sich untere Dahrung zufammensetzt. ergänzen mühen, wenn das Leben n-.chk gdäbrfrri werden soll. Man nennt sie darum flraünzungs- Scffe oder Vitamine. Zahlreiche Aer-:e sich im letzten Iahtr^ehnt mit der flr- mg dieser Körper beschäftigt, ihre Aalur and Wirkung untersucht, eine Reihe von Krankheiten auf einen Mangel an solchen Vitaminen zurückführen und damit den Weg zu ihrer Hei- ,ung zeigen können.
Die Bi tarn: ne sind kew einheitsicher Körper. L« gibt verschiedene Srgänzunasnährstofse. und jedem einzelnen kommt eine fvezttische Sigen- schaft zu jeder bient der Verhütung bestimmter Krankheitser'chcii.ungen. Allen gemeinsam ist die wachStumsfördernbe Wirkung. Auher- dem hat das eine Vitamin die Fäh gleit, die englische Krankheit. daS andere cme schwere Augenerkrankung. daS dritte den Skorbut zu verhüten, eine Krankheit, die durch Blutungen
D»e Hausfrau also, bie den Ostert Ich mH» gemäh schmackha't unb abwech'eiung»re.ch ^falten will hat reichliche Auswahl, und um sie ihr zu ickeichtern seien nachstehend einige gegeben
Da« Lamm, gleichviel ob man sc.nen Rucken ober seine Keulen brät, so! te immer In mnet Butter zubere ttt werden bie den zarten Wohl- gc'chm.ack am besten zur Geltung br.ngt Wir es itrAbatter wünscht spicke bei Lamm unb r.-.che e« mit saurer Sahnenlau.e oder e ner Tunke, der man auher einigen Lössein Sahne etwa« fein» gew.egtc Petersilie gehackte Sardel e unb Satt unb Schate einer Zitrone b^iufügt Auch als Kotelettc ober Roa lade m:l pikanter Füllung munde, das Lammlle sch vorttesflich
Gekochter Schinken wird für ben Osterttfch mit besonderer Sorgialt angerichtet indem man ihn mit geschabtem Meerrettich, gebockter ^leifch. sulze. bartgelochten flierbälftei. Butter unb langen Rad eschen garniert Sehr wvh schme^end ist Lch.nken auf Prager Art flr wirb über ^och! m lalle« Doffer gelegt, dann tüchtig abgetrocknet, tn fingerdicken, gut auf gegangenen Schwarzd rolle .g gehüllt unb vier Stunben im Ofen gebacken. Der Zeig muh vorher an verschiedenen Stellen m.t der Habel durchstochen werden und noch dem Bocken um ben Schinken bleiben, bl« er erkaltet . . _
Die Schnepfe wird in Speckscheiden gebunden unb so bei starker Hitze gebraten, wöbe, man sie nut Fett. Fleischbrühe unb zuletzt mit saurer Lahne ühergieht. Au« ben Singeweiden — mit Au«nahme de» Magen« — bereitet man den best- bekannten .Schnepfenlot", der aus gerosteten WeisibrotschniUen al« Beilage serviert wird. Man schneidet zu diesem Zweck die Singewe.bs mit dem Wiegemeller Dein unb bämpft sie in Speck, ben man mit Petersilie. Schalotten unb Semmelbrösen zerlaufen liest. Zum Schlick gibt man Rotwein, saure Sahne unb S-geld baran. auficrbem eine Prise Salz. Psesfer unb etwa» Zitronenschale.
2u« der Fülle ber fl.ergerichte. bie alle für ben österlichen Tisch geeignet erscheinen, sr.en nur bie hartgekochten unb halbierten Ster her- ausgegrifsen. deren Gelb man durch» Sieb streicht, mit einem Lössel Del einem Lössel Mostrich. Solz Pfesser unb Zucker vermengt unb wieder in da« S'weist füllt Ferner bie Rubreier mtl Schinken ober Räucherspeck, mit Sarbellen. Champignon« unb Kalkmilch v^mischt. D.e Omeletten mit Kompott ober Salat; unb zuletzt da« liebe, bunte Osterei selbst.
Man braucht es nur in farbig gemusterte Seibenläppchen zu wickeln unb barübet möglichst fest anfSheficnlK ein kräftige« Stück Leinwand ober anbeten bichten Wäschestoll zu geben, der Da« Ab'ärben ber Seide nach austen verhindert, das Sipäckchen hierauf mit Garn zu vettchnur.-n und in siedendes Wasser zu bringen. Und siehe Da: wenn man es nach angemessener Zeit her- au«nimmt und öffnet, findet man ein Osterei, wie e« fein Has. htibfcher und phantafiereicher den Kindern in« Rest gelegt haben könnte
i gut vorwärts kommen ■
Trotz bv« fimfclnaaelneuen Ranzen» unb der «st manneigteben Zuckerdüte mit onschsiestendem Stograph eren entsprechen ober bie Schusiei- gen des Kindes oft nicht ben elterlichen Ortungen Du« kann an bet Begabung, ben II »Luslichen Verhältnissen usw liegen 6mb aber I >ese Vorbedingungen günstig unb gibt es trotz- I *Nm einen M^herfolg — bann ©ehe bem Zehrer! Dann ist er natürsich schuld unb । ult ihm bte ganze „moderne Schule"
Gemach Ihr Altem! Ob Ihr nicht auch 1 nanchmal Schuld tragt an ben schlechten Schuller- g hingen flutet Kinder? Vielleicht habt Ihr Ihnen manchmal Angst gemacht vor der Schule . «ft bem Lehret? Manchmal ft anbei Ihr viel- «i4)t ohnmächtig den Unarten Gutes Äinbe* »gewübet und habt da versucht, es durch Drv- »Logen einzuschüchtern, z. B. etwa fo »Da. temm" du nur in bie Schule ba pfeift’« au« -wem anderen XonF Vielleicht battet Ihr ba- bei bie leise Hoffnung, bie Schule möchte fluch m Hellen wo Ihr versagtet?
fl« ,st verständlich, dast Ihr bie Angst vor | ;><r Schule al« Srziehungömittel benutztet Aber i J&r habt bie Wirkung nicht beachtet Dun sitzt
in bet Schule und schweigt Kaum, ‘ fcfi au« bem sonst so lebhasten Ätnbe bas ge- t ingfte Wort hervvrgezauberi werben kann, auf) hier nicht aller Unterricht ohne flrsvlg i »leiben? Denn alle Schularbeit muh tn 5 r e u be zZchehen, wenn lie Worte schaffen fall. Ihr | tber habt in Euerem Äinbe bk Furcht ge-


