Redner verschiedene andere Probleme, namentlich das der Düngung erörtert hatte, besprach er eingehend Spezialfragen, wie Züchtung von Originalsaatgut, Vereinheitlichung der Sorten von Kartoffeln und Getreide, Anerkennungswesen, Züchtung von Gräsern und Futterpflanzen, die Böhmschen Kartoffelzüchtungen, Aufbewahrung der Kartoffeln, Kleebau usw. Namentlich die bäuerliche Jugend muß sich mit den neuesten Erfahrungen vertraut machen. Wenn es dem Landwirt gelingt, den Ertrag zu steigern, so wird er damit beitragen, unser Vaterland frei zu machen.
An den Vortrag schloß sich eine lebhafte Aussprache, in deren Verlauf Prof. Rößler von der Landwirtschaftlichen Versuchsstation in Darmstadt über seine Erfahrungen mit den Reu- bauerschen Vodenuntcrsuchungen berichtete: er sprach sich im allgemeinen nicht ungünstig darüber aus. Präsident Hensel teilte mit, daß die Hessische Landwirtschaftskammer keine Reichsgelder " für die kleinbäuerliche Betriebsberatung erhalten hat, im Gegensatz zu den meisten deutschen Landwirtschaftskammern.
Den zweiten Vortrag hielt Geheimrat Pros. Dr. Lehmann, Direktor des Instituts für Ernährungslehre an der An versität Göttingen, über das Thema.
„Fütterung der Zucht- und Milchschweine unter Berücksichtigung dec derzeitigen Vetriebsver- hältnisse in der Landwirtschaft".
Die Schweinemast wird nach der Meinung des Redners zumeist in den kleinen Haushaltungen nicht rationell betrieben. Wo hier zwei Schweine gehalten werden, könnten ganz gut deren vier eingestellt sein: der Fehler in der Fütterung liegt in dem Mangel an Eiweißfutter. Die Zucht bevorzugt ein frühreifes Schwein, die^Fütterung ist hier aber zurückgeblieben. Die Schnellmast muß das Ziel sein. Iungoufstellen ist die Hauptsache, dann den Tieren so üi:I Futter aufzwingen, wie sie aufnehinen können. Ein Rest muß noch int Trog bleiben. Es muß eiweißhaltiges Futter gegeben werden Das Steifwcrden der Schweine beruht zumeist aus dem Kalkmangel des Futters. Der Redner empfahl als eiweißhaltiges Futter eine Mischung von Mais und Gerste. Ein Kilogramm davon enthält wohl genügend Phospyor- säure, aber nicht die genügende Menge Kalk: deshalb ist es gut, etwa 30 Gramm Futter-- lreide dauernd täglich zu geben.
Auch 100 Gramm Fischfuttermehl, die Kalk und Phosphorsäure enthalten, tonnen verfüttert werden. Die Rhachitis läßt sich dadurch hrilett, daß die Schweine dauernd im Freien find, daß sie Grünfutter und täglich 1 bis 2 Löffel Lebertran erhalten und der üblichen Mast unterworfen sind. Die Körnermast kann verbilligt werden, indem man Rüben als Crsahfutter reicht. In Betracht kommen auch für die Schweinemast die Zubereitungsmethoden des Futters. Das Futter ist als steifer Brei anzurühren. Kein Schwein darf Durst haben, sonst frißt es weniger. Bei Trockenfütterung wird die Mast etwas verlangsamt, aber sie erspart Arbeit. Mais ist um 10 Prozent verdaulicher als Gerste und auch 10 Prozent höher im Nährwert. Die jungen Schweine gedeihen besser bei Gerstenschrot. 3m Anfang der Mast müssen eiweißreiche Futtermittel stärker gegeben werden. Immer mehr nimmt jetzt die Schnellmast mit Mastvorbereitungen zu: die Schweine erhalten hierbei in den ersten zwei Monaten Klee, Gras oder überhaupt ein ballastreiches Futter. Auch bei der ' Mastvorbereitung ist das Eiweiß das beste Beifutter.
Cs folgte wiederum eine Aussprache, in der - der Redner zahlreiche Fragen beantwortete.
Wirtschaft.
Die Ferngasversorgung.
Die Aktiengesellschaft für Kohlenverwertung Essen (Ruhr) und die Wirtschaftliche Vereinigung Deutscher Gaswerke A. G., Berlin und Frankfurt o. M.. geben dem WTB.-Handelsdienst über die Verhandlungen betreffend die «Ferngasversorgung ii. a. folgende Mitteilungen: Die von der Kommij- fion beider Parteien, unter ^dauernder Fühlungnahme mit dem Deutschen Städtetag aufgcnom- mencn Verhandlungen haben die technische Durchführbarkeit des Problems ergeben. Die Verhandlungen ergaben die Möglichkeit einer billigeren Lieferung, die frei Gasbehälter besteht. Man ist stets davon ausgegangen, daß die Gaswerke nicht etwa die wirtschaftlichen Erzeugnisstätten stillogen, sondern infolge der Verbilligung des Gases mit größter Wahrscheinlichkeit, den zu erwartenden Mehrbedarf aus der Ferngasleitung beziehen. Im Interesse der wirtschaftlichen Ausnutzung der Kohls muß mit allen Mitteln eine Steigerung des Gasverbrauchs wie in anderen Ländern erstrebt werden. Gegen die Ueber- förderungen des Bergbaus sind die bezeichneten Gaswerke durch Ausnahme entsprechender Bestimmungen und Abschluß von Ferngasverträgen geschützt. lieber die Gesamtheit der Zecl-engasternver- sorgung wird demnächst von den beteiligten Organisationen eine Denkschrift den Gaswerken zur Verfügung gestellt werden.
' Ermäßigung der Zinssätze bei der Preußischen Staatsbank. Die Preußische Staatsbank (Seehandlung) hat aus Anlaß der Diskontermäßigung der Reichsbank die Zinssätze für die Abgabe der unverzinslichen preußischen Reichsmart-Schatzanweisungen durch- um ! , Prozent ermäßigt. Danach werden inn mäßigen Beträgen Schatzanweisungen bis zu zwei Monaten Laufzeit zu 4'', Prozent, mit längerer Laufzeit zu 4' , Prozent mit der Maßgabe abgegeben, daß beim Verkauf an Private der Satz für erstere nicht mehr als 4* Prozent und für letztere nicht mehr als 4'/» Prozent betrogen darf.
D i e Z inser Mäßigung derFrank- furter Bankiervereinigung. Wie der DHD. erfährt, hat die Franifurter Bankvereinigung in Anlehnung an die Beschlüsse der Berliner Stempelvereinigung die Sähe für täglich kündbares Geld in vrovisionsfceier Rechnung um1., auf 2' Prozent, in provisionspslichtiger Rechnung um 1 . auf 3 Prozent, für Geld für 15 T-ige lüs^zum vollen Monat von 4 . auf 4 Prozent ermäßigt. Die Ermäßigung für festes Wonatsgeld um i>^Prozent steht noch aus. Die Kreditprovision betnfiyt^eod) wie vor ’ . Prozent pro Monat. ' * *
* Commerz- uni» Privatbank. Der am nächsten Montag in Berlin stattsindenden Ausfichtsratssitzung der Kommerz- und Priva' bard soll seitens deS Verstandes der Vorschlag unterbreitet werden, das ^Aktienkapital der Bank um 18 Millionen zu erhöben, wovon 10.5 Mil° Iioncn den alten Aktionärernczu einem noch später
festzusehenden Kurse im Verhältnis von 4: 1 zum Bezüge angeboten werden sollen.
DörlenkuNe.______
Frankfurt a.M. Berlin
Schluß l-Uhr- Schluh.'Lnfcmg Kurs : Äur« finr« I
Datum:
5% Deutsche Reichsanleihe . 4% Deutsch: ReichSonleihe .
3'/,% Deutsche Retch-anleloe 3% Deutsche Rctchs-nlcibe . Deutsche Svarvram>enanle,he.
4% Preußische Äonsols . . . 4% Hessen...........
3V2% Hessen 3% Hetzen ....... ...
Deutsche Wertb. Dollar-Anl- dto-Doll.-Schatz.Anireisng. .
4n/o Zolltürlen
5% Goldmcxikaner .....
Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank. Tarinst. und Naiionalbank . Deutsche Bank TiS'onto v'ommandtt Dresdner Bank Metallbank...........
Mitteldeutsche Treditbank. . Ocsteircichischc CreditaustaU. Netchsbank.......
Bochumer Guh .......
BuderuS. . .
Caro .............
Deutsch Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. .
Harpener Bergbau
Kaliwerke Aschersleben. . ..
.Noliwerk Westeregeln Laurahütte. .
'Mannesmann Mai:S>clder Lbcrbedarf ......... l'bötiir Bergbau Rheinische Brauukoblcn . . .
Siüctnftahl tziiebcck Montan Tellus Bergbau.......
Bereinigte Stahlwerke....
Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyo . .
Cberamische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . .
Vhilipp Holjmann
Anglo Cont ltzuano.....
Chemische Mayer Alapin. . . ' >oldi'chmtdt . Hoizver ohlnng I (3 st-arlcn-Jndnslrie. . . Ri'lgcrswcrke...... .
Schcidwilstalt . . ....
Alla- ElellrizilätS-Gesellschaft Bcrgniann...........
Elektr. Lieferungen......
Licht und .Nrast . Mainkrastlvcrke........
Schuckcrl .
Siemens 1 Halske ...... Adlcrlvcrke Kleyer ..... Daimler Motoren- ..... Heyligenstaedt. .....
tztzeguin.............
Mannheimer Motoren . . .
frankfurter Armaturen . . -tzonserornsabril Braun . .
Mctallg.'sell'chast frankfurl. Pet- Union A.-G Schuh-abrik Herz . . . . . . Sichel........... . .
Zellstoff Aschaffenburg. . . . Senfton Waldhof.......
Sutfcrfnbrif Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel - . .
12. L 1
13. 1.
12.1. |
13. 1.
.9225
: 885
0,9275
0.8825
0,9225
0,87
0.92.'
—
0 915
0.87
0,1'5
—
0.935
0.90
—
0 6
—
0,92
—
0,92
—
0 9
—
-
—
0,91
—
—
0.91
• -
—
100
—-
—
—
-
—•
16,75
16,95
16 ü
—
42.75
_
42.75
275
277.5
226,25
222
226,25
221
269
269
267
267.5
193.9
192,25
192.5
192.75
IS6
187,25
186.5
186
18«.5
—
>87
186,9
186
1.85
184.25
183.9
191,5
—
189
187
9,15
—
9 2
9.3.5
180 75
179
ISO
179.9
185
—
185.25
186.12
118. ä
117.62
116
118
—
—
185
186
186
186
185.75
187,5
186
186,5
191
19),5
169 5
189,62
189
164
163
168,2'.
17l
83.25
176 5
89
172.5
84.5
176
86
814 5
.15 75
214
.14
148.9
119.5
148,75
149
125.75
—
123.25
124
137
178
130
137.5
251
255 25
251
253
201.5
199,75
199.25
198,25
182 5
-
182.5
183
112
—
-
-
157.25
154,75
156
l<5.75
177.25
172.4
176.75
160
160,5
160
160.9
—
—
—
-
HS 9
148.5
—
180
—
180.4
182,75
131
128,75
-
—
149.9
150,25
149
150
90 13
89.75
—
20.5
Ja. 2
ul9.5
>24
HU
232
—
138.5
138
170
171
170
170,5
168,75
170
166.75
168.5
—
177.5
173
175.75
177
184
178 12
)8ö
135.5
1-36
—
—
168.1
l«8
166,5
U8.5
294
207
211,5
204
119
121.5
118
119,75
88
88 >
89
90
43,5
—
61 5
—
64.5
—
-
—
42.25
—
25
—
—
—
—
—
—•
190
190
—
—
129 5
130
—
80
2.6
- -
80.5
5.5
—
183.2.5
183.25
181
181.12
253
249
:55
248
115
115
—
145
147
Ul 5
-
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung.
12. Jan.
13. Jan.
Amtliche Noti rung
Kcld 1 Bries
Amtliche Notierung (Mb i Bries
«NI»
Bncn.-Aircs Brff.-?tnlw Gljnftmnia. Koiunbaacn Stockholm . HellingforS. Italien. . . London. . . Neuyork . .
Varis. . .
S»welz . . Svaiiicn.
Jovan .. - Miio de Jan Wien in D liest, al'gcsl Vraa • . - ■ Belirad - Dndopm.
Bulearic.i Liffaoon .
Danug - . . Konstantin Athen. . .
Canada Unt itan Cairo
168,51 168,93
1,739 ! 1,743
58.37 | 58.71
107,89 108,08
112,31 , 112,59
112,51 112,79
10,594 10,634
17,80 17,81
:0,439 20.491
4.2125 1.2225
16,73 10,77
51,19 81,39
66.69 66,85
2.057 2,061
1.481 I 1.491
59,32 1 59.46
>2,47.. । 13,513
7.415 । 7.435
73,66 <3,84
.,1)1 3.05
.-1,54.) .'1,593
51,51 51,71
2.117 2,127
5-31 । 5 33
4.203 4.213
4.25 4.26
20,934 20.986
Banknote
168,34 1,732 58,57
108,11 H2129 112,51
10,50 18,30
-0,417 1,212
16,735 51,17 •7,52
2,056 .491
49,31 12,47
7,42
73,65 -.1'4 'A.sV.i
1.49
-,H7 5,31
4,203
1.25 2(1.934
n.
168,76 1,743 58,71
108,39 112,57 112,79
10,63
18 34 20,469
4,222 16,77' 51,?;.
67,68 2,06'1 0.495
59,45 12,51
7.4)
73,83
3,05 -1,59.‘
81,6) -'.127
5,3
4.213
4.26 30.986
Lcrlin. 12 Jan
Geld 1 Brie'
Amerilanische ‘Jtoltn.....
Belgische Noten . ...... Tontzche 'Jioicn........
Englische Roten........ Fran;otzschc Noten......
holländische Noten......
Italienische Noten......
Norlveai'ch: Noten......
Dcu'.sch-Teslci-r. ä 100 .fronen Nuinänische Noten......
Schwedische Noten ...... Schwei;i-r Noten ......
Svaniiche Noten......
Tichecho-lowakischc Noten . . Ungarische Noten . . .
4,191
58,45 H1.9? 01.407
16.74
168,18 ' 17 *5
107.48 59.20
112,22 81,17
66,53 U',46
73,49
4,214 58,75
112.48
20.507
16,82 169.02
17,93 108,0'2
59,50
112,78 81.57 66,87 '2,52 73.85
Berliner Börse.
'Derli n, 13. Ian. Die Bewegung am Markte der heimischen Staatsrenten hat aufgehört, nachdem die Gerüchte über eine Besserstellung des Reubesitzes offiziell dementiert worden sind. Kriegsanleihe und Renten der Länder wurden daher starker realisiert und lagen unter Druck. Die Tendenz der Termin- und variablen Märkte war im allgemeinen freundlich, mit Ausnahme von Bank- und Montan a k t i e n. in denen Steigung zu Realisationen herrschte. Lebhafte älmsätze fanden nur in einzelnen Spezialpapicren statt. Bemerkenswert bft.'ben die für Kassawerte immer noch einlav-rnden Kaufausträge des Publikums, das in gut rentablen Industrieaktien in größerem Umfange Anschaffungen vornahm. Begünstigt lagen ferner alte Hypotheken-Pfand- Briefe und Obligationen. Der Geldmarkt zeigte weiter große Flüssigkeit, die Sätze blieben unverändert. Für Privatdiskonten waren keine Abnehmer vorhanden. Im Devisenverkehr lag die Reichsmark infolge der Dollarkäufe weiter schwach mit 4.2175 vis 4,2185 gegen Kabel. Lon- don-Kabel unverändert 4,8525. Die übrigen Valuten zeigten keine toi'fentliehen Veränderungen.
Frankfurter ^rse.
Frankfurt. 13. Ian. Tendenz- Uneinheitlich. Fgibenaktien fest. Die Effektenmärkte eröffneten in ihrem Gesamtbild unsicher und durchaus uneinheit- 1; ch Vor allem Bankaktien unterlagen auf eine nüchterne Dividendenbetrachtung hin zahlreichen Ab schwäch u ngen besonders Com
merzbant minus 5,5 Prozent und Deutsche minus 1,75 Prozent. Auch M ontana ktien zunächst allgemein schwächer, besonders die Rhein- Elbe-Gruppe, wo anscheinend die rheinischen Käufe beendet find. Rur K a l i a k t i e n auf die erhöhten Preise und die bekannten Verhandlungen weiterhin gesteigert. Westeregeln plus 3,5 Prozent, Aschersleben plus 4,5 Prozent. Das Hauptgeschäft hatten heute I. G. F a r b e n. die bei stärkeren Amsähen ihren Kurs auf 325 bis 328 Prozent erhöh - t e n (plus 5 Prozent). Im Verlaufe wurden auch Elektroaktien mehr beachtet, besonders die Siemens-Gruppe. Schuckert plus 3 Proz. 3m übrigen zeigten sich verschiedene Spezialbewegungen, so die Reichsbahn-Dorzugsaktien auf erhöhten Zinsgenuh sowie eine 75prozentige Beleihung durch die Reichsbanl. Zellsioffaktien lagen schwach, Waldhof erlitten eine Einbuße von 5 Prozent. Auch Bauwerke wurden überwiegend realisiert und schwächer. Die Rachfrage nach Einheitswerten hielt in verstärktem Maße an. Gesucht blieben auch Vorkriegs- pfandbriefe zu erhöhten Kursen. Dagegen unterlagen deutsche Reichs- und Län- der-Anleihen stärkerem Druck. Kriegsanleihe gaben nach. Fremde Renten waren nur wenig verändert. Der Geldmarkt war heute nicht mehr so leicht als am Vortage. Tagesgeld 3,5 Prozent, Monatsgeld 5 bis 7 Prozent. Im Devisenverkehr lag die Reichsmark weiter schwach mit 20,47 gegen das Pfund und mit 4,2180 gegen Kabel. London-Kabel unverändert 4,8525. Paris gegen London stabil 122,20.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 13. Jan. Es wurden notiert: Wetterauer Weizen 29,25 bis 29,50, Roggen, inländischer 25 bis 25,25, Sommergerste für Brauzwecke 25,50* bis 27, Hafer, inländischer 20,25 bis 20,75, Mais (gelb) 19, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 40,50 bis 41, Roggenmehl 36,50 bis 37. Weizenkleie 12,25 bis 12,50, Roggenkleie 12,50 bis 12,75. Tendenz s e st.
orauk/urter Schlachtvichmarkt.
Frankfurt a.M., 13. Ian. Auftrieb: 70 Rinder, 1243 Kälber. 453 Schafe, 553 Schweine. — Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 76 bis 82: mittlere Mast- und Saugkälber 67 bis 75; geringe Kalber 60 bis 63. — Schafe: Mast- lämmcr und jüngere Masthammel (Wei^emast) 40 bis 46; mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 35 bis 39; fleischiges Schafoieh 30 bis 34. — Schwei ne: Frttschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 68 bis 70; voll- fleischige Schweine von ca. 160 bis 300 Pfund Lebendgewicht 68 bis 71: fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 66 bis 68. - Marktverkauf: Sperrmarkt. Kälber bei schleppendem, Schafe bei lebhaftem Handel ausverkauft. Geschäft in Schweinen langsam und rieberstand.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 12. Ian. Die Ruhe im Weizen- gejchäft hält bei größter Uninteressiertheit der Eigner sowie der Käufer auch heut» an, nachdem neuerlich das Ausland sich zu niedrigeren Preisen verkaufslustig zeigt. Die ersten Lieferungspreise stellten sich unverändert, teils etwas schwächer. In Roggen dagegen setzt ^ich die Preissteigerung fort, Inlandmaterial fehlt, während dringendes und teilweise recht umfangreiches Bedarfsgeschäft bestehen bleibt. Allerdings ist eine größere Vorsicht seitens der Käufer vereinzelt unverkennbar. Das wirkte sich schon in der Preisgestaltung im Terminhandel aus, wo die Kurse mit Ausnahme des um 3 Mk. höheren Iuli-Mon'ats für vordere Sicht nur 1 Mk. anzogen. Gerste wie auch Hafer ist in mittleren Sorten williger offeriert. 3m Mehlhandel behält Roggeninehl weiter lebhaftes Geschäft bei höheren Preisen, während Weizenmehl still liegt. Von Hilfssutterstosfen Kleieartikel gut behauptet, im übrigen wenig verändert. Es notierten für 1000 Kilo: Weizen, mark. 264 bis 267, Roggen 243 bis 218, Sommergerste 217 bis 245, Wintergerste 192 bis 205, Hafer, märt 178 bis 180, Mais, loco Berlin 186 bis 188; für 100 Kilo: Weizenmehl 34,75 bis 37,75; Roggenmehl 34 bis 34,75, Weizenklei- 13,25 bis 13,50, Roggenlleie 13,25 bis 13.50, Vikloriaerbsen 51 bis 64, kleine Speiseerblen 31 bis 33, Futtererbsen 21 bis 24. Peluschken 22 bis 23, Ackerbohnen 21 bis 22, Wicken 23 bis 25. Lupinen, blau 14,50 bis 15, Lupinen, gelb 15 bis 16. Serradelle, neu 24 bis 27,50, Rapskuchen 16.40 bis 16,50, Leinkuchen 20,80 bis 21,20, Trockenschnihel 10,10 bis 10,30, Sotzaschrot 19,10 bis 19,80, Kartoffelflocken 23,40 bis 28.70.
Büchsrtisch.
- Sic Pharaonin. Roman von Else Marquardsen-Kampfhövener. Berlin-Leipzig 1926. Gebrüder Paetel. 171 Seiten 8°. Auf Büttenpapier gedruckt. Geheftet 2,75 Ml. 768
— Reue Musik-Zeitung. 3lluftrierte Halbmonatsschrift mit Musikbeilagen. Verlag: Carl ©rüninger Rachf. Ernst Klett, Stuttgart. (48. Jahrgang, Heft 3—6.) — Die beliebte Zeitschrift gibt auch wieder in den vorliegenden Heften reiches Material und Anregungen für Musikfreunde und Fachmusiker. Das Problem der An- knüpsung bei der Weiterentwicklung in der Musik beleuchtet treffend Armin Knab. Bernhard Shaw wird von H. Schütz in seiner Stellung zur Musik gezeigt (als Rachklang zu seinem 70. Geburtstage). Zum 50. Todestag von Hermann Goetz bringt Bruno Weigl Biographisches und Stiltritisches. Hochinteressant und außerordentlich fesselnd sind Schaljapins Erinnerungen aus seinem Leben (überseht und eingeleitet durch Ernst Keuchei). Prof. Dr. Willibald Gurlitt will in seiner Arbeit über den musikalischen Denkmalswert der alten Musikinstrumente diese als Ausdruck des Klangideals ihrer Zeit gewürdigt wissen. Als musikalischen Beitrag zur Säkularfeier von Franz von Assisi weist Jos. M. H. Lossen-Frehtag seinen Einfluß auf die Tonkunst nach. Melanie Prelinger schließt die Reihe der Erinnerungen und Briefe aus Busonis 3ugendzeit ab, u. a. m. Besprechungen, Musikberichte. Rotenbeilagen (u. a. ein Suiten- satz für Violine und Klavier des Tübinger Uni- versitätsmusildirektors Karl Hafte), reicher Bildschmuck in allen Heften.
— Zeitschrift für Musik. Gegründet 1834 von Robert Schpinann. Verlag Steingräber, Leipzig. 93. 3ahrgang. Heft 11 und 12; 94. 3ahr- gang, Heft 1. - Zu dem gesteckten Ziele, an der Gesundung unseres Musiklebens mitzuarbeiten, führen auch die vorliegenden Hefte hin. Mozarts „Veilchen" gewinnt durch die ausführlichen Dar- lequngen von A. Heus; eine neu : Bedeut mg. Erich Klocke betont das Bewußt-Geiüig? in D:: Hovens
Schaffen mit philosophischer Schärfe. Franz Werfels deutsche Bearbeitung von Verdis Oper: „Die Macht des Schicksals" erfährt in einer den echten Verdistil herausstellenden Auseinandersetzung durch Dr. A. Heuß eine sachlich durchaus begründete, berechtigte Ablehnung. Dr. Heinrich Möller-Raumburg veröffentlicht als Probe des italienischen Bandes seiner bei Schott-Mainz erscheinenden Sammlung „Das Lied der Völker" den Tasso-Gesang der venezianischen Gondolieri mit einer Einführung. H. M. Gärtner beleuchtet das Kinderspiellied in seiner musikalischen Beziehung. 3nteressantes, bisher älnveröfsentlichtes. aus dem Briefwechsel zwischen Hans von Bülow und Hermann Goetz (zum 50. Todestage) gibt Hans Kuznihky. Dies als Proben aus der Reichhaltigkeit des Vorliegenden, Musik- und Tagungsberichte. Besprechungen, Rotenbeilagen (Karl Maria von Webers letzte Komposition, ein Gloria von Wilhelm Dufay (1400 bis 1474). wendische Volkslieder u. a. m.).
— Weftermanns M orra tshefte geben mit dem reichhaltigen und burkffarbigen Januarheft einen neuen Beweis ihrer allumfassenden Vielseitigkeit: Ein neuer Roman von Rudolf Haas, dem bekannten österreichischen Schriftsteller, „Komm mit, Kamerad!", beginnt mit diesem Heft, ein Roman, dessen Grundmotiv die bisher noch nirgends gebührend gewürdigte deutsch: Jugendbewegung ist. Von seinem Besuch bei (^Ilen Key erzählt Hans Gerh. Gräf, der Historiker unserer Landesuniversität Gießen Prof. Dr. R o l o f f hat eine fesselnd geschriebene Gefchichts- studie über Kaiser Alexander I. beigetragen. Die Hagenbecksche 3ndienschau, die schlesische Holz- schnittfchule in Bad Warmbrunn und ihr Schassen und eine Zuchtstätte edler Pferde werden in Wort und Bild vorgeführt. Für die Damenwelt dürften von besonderem Interesse die beiden illustrierten Aussätze über die „Wintermode" und „Reue Radelmalerei" sein.
— Das Ianuar-Hest der Zeitwende (E. Sy Beck'sche Verlagsbuchhandlung in München) bringt als neuen Roman „Die Auswanderer" von Johan Bojer. dem Verfasser dec „Lofot- fischer"/ Der Wikingergeist der Lofotfischer liegt auch in jenen Rorwegern, die in die amerikanisch: Prärie hinauszogen und sie in harter entbehrungsreicher Arbeit urbar machten. Das Held:n- epos ihrer Taten und Leiden wird in diesem Roman von Bojer in seiner schlichten männlidjen Art erzählt. Ergreifend ist in diesen Menschen des Romans das Widerspiel zwischen dem Drang in die Ferne und der Liede zur Heimat ein nicht nur nordisches, sondern allgemein germanisches, also ein echt deutsches Problem. Werte der Heimat, die zu Hause vergessen und verschüttet waren, bekommen in der gewaltigen Citz- samkeit der Prärie neuen Glanz. Der Geist dieses Romans ist dem der übrigen Beiträge des Heftes durchaus verwandt.
— Ikarus. Herausgeber Dr. Erich Mehne (Luftfahrt Verlag G. m. b. H. Union Deutsche Verlagsgesellschaft. Zwei gniederlas sung Berlin, Berlin SW 19.) — Die Zeitschrift beginnt mit dem Januarheft ihren 3. Jahrgang. Aus dem vielseitigen Inhalt erwähnen wir die Aufsätze „Theater und Film in Japan" und „Fliegende Tiere". Aus dem unterhaltenden Teil heben wir eine kleine humorvolle Skizze des kürzlich in Deutschland sehr gefeierten Tristan Dernard hervor. Sehr amüsant ist der Blick hinter die Kulissen, den ein scheinbar sehr eingeweihter Autor, der sich hinter einem Pseudonym verbirgt, den Lesen, verschafft. In dem Abschnitt „Die Luftreise" interessiert besonders ein mit seltenen Flugauf- nahmen geschmückter Artikel des Fliegers und Schriftstellers von Langsdorfs über einen von ihm ausgeführten Alpenflug.
— „Illustrierte Zeitung" (Verlag 3. 3. Weber, Leipzig). Aus dem 3nhalt des Heftes 4269: Das Leben des Marders schildert der Artikel M. Behrs „Ein Räuber in Wald und Hof", den zahlreiche interessante Bilder begleiten. Dr. Plenzat berichtet über „Wasser — die Kostbarkeit der Wüste", A. Heinicke führt den Leser in einem durch viele Bilder belebten Artikel nach Maskat, der Hauptstadt von Oman. Besonders reich ist die Rümmer an Beitragen aus dem Gebiete der Kunst und des Kunstgewerbes. So ist der Artikel „Humor in altem Porzellan" hier zu nennen, dem eine Reihe von witzigen Darstellungen beigegeben ist. Einen neuentdeckten Rembrandt zeigt die Vorderseite in dem Gemälde „Lukretia".
Aus vem AmtsverkiindigungSblatt.
* Das Amtsverkündigungsblatt N r. 2 vom 11. Januar enthält: Wertzuwachssteuer. — Hessischer Schutzverein für eintlassene Gefangene. — Kontrolle der Bierdruckvorrichtungen. Einsendung der Hand- und Tagebuchauszüge. — Maul- und Klauenseuche in Alten-Buseck, Großen-Buseck und Hungen. — Feldbereinigung Watzenborn-Steinberg. — Saison- und Inventurausverkäufe. — Straßensperre. — Dienstnachrichten.
f Kirchliche Nachrichten.
Israelitisch: Gemeinden.
Isr.ReligionSgemeindr. Gottes).:, d.Synagoge (Südanlage). Samstag, den 15. Ian. 1927. Vorabend: 4.45, morgens: 9.00. Predigt. Abends: 5.05 und 5.45.
Gottesdienst der tsr. ReligionSgesellfchaft. Sabbatfejer, den 15. Jan. 1927. Freitag abend 4.30, Samstagvormitlag 8.30 Festgottesd. anläßlich der 40- jährigen Jubelfeier Pred., nachm. 3.30, Eabbataus- gang5.45,Wochengottesdienst: morgens 7.00, abends 4.30.
Rundfunk-Programm
deS Frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Umschau".)
Freitag, 14. Januar:
3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Hausfrauennachmittag. Programm u. a. „Arbeit und Mußestunden bet Hausfrau", Vortrag von Lona Monn. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lefestunde. 6.45 bis 7.15 Uhr: Stenographischer Fortbildungskursus für Anfänger und Fortgeschrittene (Diktat von 80 Silben aufwärts). 8.15 Uhr: Heiterer Abend.
Sprechstunden der Nedaktion.
12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags Samstag nachmittag geschlossen
Für unverlangt eingesandte M a u u f k r t p k e ohne bcigciüglcs Rüäpotto wird keine Gewähr übernommen.
Anzcigcnaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.


