Aus der prvvinzialhauptfiadi.
Gieß«», bei 12. 'Xrocmbrt 1927
Zur 40. Iahreslogung bte Evangelische« Nundes.
Die christliche Kirche ist »cm »nleng an *- BfcHat actDffrn ifo« ^kltrnif^urna. thr« #toubmiübetafuaim 1 0««*" *lH&*tcen*
derer AN »u »erteibla« San newwtM« lAtiaUU Apologetik 2U>oteQttil würbe früher «id bcn UnUwrMt« oli belonbete» »Ult»» idMtLtjK« Fach betrüben, heul« noch erscheinen Lehrbücher der Ar-lo.-.etik Spuren apologetischer lätiafcU finde» Brtt schon un TUucn Tesla- ■»mir Denn In dem ersten Petrusbrtes, die Wohnung sieht; „Octo aber allezru bereit zur Verantwortung iedermann. der Grund »orderi die Hoffnung, die in euch ifT, Io geht batau» hervor doh man schon in den Feiten des Ur- chriftentum» genötigt war. von dem Rechte des Christenglauben» zu ander« zu reden. Jüdische Ge khrslundtg, griechisch« tpbilolopbtn waren die traten, mit denen die alte» Cfottst« die Klingen kreuzten. Al» da» Christentum von dem ?1bendlond< Veitz «rgri'sk» bat:« und durch die am-yd^i de» Staate« geschützt wurde, war für die ApologeiU lein Vedürttils mehr
3m 18 Jahrhundert erwachte der Kamps aus« nru« Der «gliche D.t»mus, bi« sran.;ds:schen Entzyllopädtsien. tir deut ch« Aufklärung drohten di« Fundamental'Ltz« der christlichen Lehr« «u erschüttern Im 19 Gahrhundert teau sich der Materialismus, der in bi« breite» Wallen bei Dolles dran« und tn populäre» Schriften von Männern »u den beiden Hesse» Karl Doot und Loui« Büchner lobann von Örn ft Häckel verbreitet wurde Der Itmlimu». der es um mit Eduard Hartmann »u reden als da« beste anlab. Denn der ganze Delilauf in da« Nichts zurück- ftnlr-, kam hinzu. Di« Gleichgültigkeit tn Dingen de» religiösen Leben« war der dritte im Bund« dieser Gegner de« Christentums. 3m Grund« genommen waren «» dieselbe» Gegner, mit denen schon die alten Christen sich au»cinanbcrAul«b« katten darum hat auch der Engländer «hartes Kingslev leinem Roman „Hypatta". der den Kamp« de» Christentum« gegen die griechische Philosophie im vierten Jahrhundert unserer Fett- rechnuna behandelt. den Untertitel gegeben .Hru, Feind« mit allem Gesichte^.
Es war klar, daß die christlichen Kirchen, wen» 'ie nicht an sich selbst v«»wet!eln wollten gegen dies« Mächte tn die Schranken treten muhtet» Ilm die Mitte de« vorigen Jahrhundert» sammelte die katbolisch« Kirche, bl« auch von ber Aufklärung nicht unberührt geblieben war, ihre Kräfte, <it schuf sich in der Fentrumspartm «in« machtvoll, Organisation zur Vertretung ihrer 3ntere>s«n im ös letztlich« Leben Dem 1886 entstandenen Evangelischen Bunde — «in 3ahr später hat er in Hessen festen Fuh a« saht —. gebührt da» Derbi«st, auf evangelischer Seit, in die Bresche gesprungen zu fein. Dieser Bund will kein Kampfbund, sondern lediglich ein Adwehrbund sein. Dieser Ausgabe kommt er nach, indem er bk Weltanschauung de« evan- S lisch« Christentum« gegen enigegengesetzte An- tauungen verteidigt, überhaupt Fragen des christlichen Glauben« und der christlichen Ethik be pricht Wem, auf der bie-jährig« Giehener Tagung da» Thema ^Protestantismus und Wirt- schatt" erörtert wird, so ist daraus zu ersehen, bah der Evangelisch« Bund ketnesweg» un- mobtrn ist, sondern Problem«» in da« Auge schaut, die im Mittelpunkte be« gegenwärtigen In.ereNes steh« Man kann ohne Uebertrei- bung sagen, bah die Darbietung«» dieser kirch- bd en Oraanilaiton sich aus einer bcbcutenh« K'tigen hat«. Abw«bearbeit leistet der
nd auch tn dem Sinne, dah er in den Evangelischen bi« Erinnerung an die groben Tag« der Aelormatton überhaupt an hie ®rohtal«n de» ProtestannSmus wach erhält 3n frühere» Iahrhunderten war man merkwürdig unhistorlsch Man pflegt« innerhalb der evangelischen Kirch« wohl die Glaul'enzlobr«. man erörterte Kontroverspunkte. erging sich in allgemein« Ausfüh- rungen. versäumte c» aber, die Vergangenheit in dem Td;?. .* . ':,i zu erhalten. 1 tn neuerer Feit durch so viele geschichtliche Volks- bücher geshe. en Der Evangelisch« Bund hat es sich t» den vier Gahrzehnt« seine« Bestehen» recht ange'.egen 'ein lassen die Verbindung mit der großen Bergai'genbeit herzusteNen. Lutber tn feiner Jugend. Luther im Kloster. Lutber aus der Wartburg und aus der Koburg. Lutber als Erneuerer der christlichen Kirch«. Luther der Freund seine» Volke«. Lutber in seinem Sterben, da« sind Bilder, die dem evangelisch« Volke in unzähligen Vorträge» bärge wten wurden Aber auch bi« tn späterer Feit hervor- tretenden Segensmächt« der evangelische» Kirch«, die Wirkungen de» «pangeli'chen Kirchenli«de«. da« deutsch-evangeiUch« Familien leben, d'.e Betätigung der evangelischen Christen i» Berus und Staat 6a5« stet» Beachtung ge'unden Damit steh: im Fusammenhang. daß bet Bunb. ohne in lieberireidung zu verfallen, durch und durch deutsch gesinnt ist. Freilich e.n Adwehrbund ist «r Da« deutsche Volk ist seit der Rcfc-rma- kion in zwei religiös« Lager gespalten. Man mag darüber klagen, die Tat'ach« 'ell'st aber kann man nicht au» der Welt schaffe». oulaiumea- stöbe zwischen der evangelischen und der katbo- k'chen Kirche Heben nicht aus. Hier siebt der Bund e» a « seine Ausgabe an. die Interes'en der .van^e'.ischen Kirche zu vereidigen Cr will ka.> erreich« ohne bi« C. :cnf«U« zu verletzen 'ci'.e Lu'gabe ist die bet geistige» Auseinandersetzung. di« den Gegner unB keine von Kindheit <’. *rw*rbene u-- ‘ t<" b *
’ bemüht da» (P-Jt« auch bei denen zu ’tnben und anzuerkennen die an anderer Stätte beten. C5ne vfcxi‘el ist ter Evangelisch« Bund un , . stigrn V«>en ur.'errS Volke« in der Gcaenwart ein wesentlicher Faktor. Seine Frische und Aktivität ba" ei noch keines weg« nachgelagert. .■'" '. nbertaufentc hören aus ihn. Darum dürfen wir ho'-en. da> auch die Versammlung, die in dielen Xa;en ;n der oberheflikch« Provinzial- hauprftabt stattfindet, sich für die evang.-'.ilche Kirche »nd da« deutsch-evangelische Volk al» segensreich erweist. H. B.
Gictzencr t6od)enmarft>reife.
K) dis 16. Meerrettich » bi« $?. Vchevargwurzek» 40 b*.i eo. Kürbis 8 bi» 10. Kartoksekn 4u dis 5. Aepsei 10 bi» 15, Birnen 10 bis 14. Dörrobst 40, Horng 40. jung« Hähne 90 bis ISO. S-appen-ühner 100 bis 110. Ga.'te SO bis 110, Aükse 40 dis 50; tat Stück Eier 18 bis 20. Biumeichchl 20 IrJ 130. Sa'.al 10. End'v:en 10 bis 20. Obcr.KcchiraH 5 bi» 10. Lauch 5 bi» 10. AeiNch 10 bis 20. Sellerie 10 bi» 40. da« Bund Aad eschen 10 Pfennig.
Bornoktze».
— Tageskalender für vam«tag Verein ehemaliger 116er 8.15 Uhr .^)olttel!«r Herbst «Generalver lammluna. — Gewerflchatts- vund der Angestellten. 8J0 Uhr.Stadt orenlat* Monatsvrrlannnlung. — B.etchsbund der Fivll- dienstbevechtigten 8.30 Uhr. Monatsversammlung. Verein FrX i -/Ht Dereinslokal außerordentlich« Generalver'ammlung - FirkUs Fsicher ck Hv^müUer 5 Uhr. Cr> Inung»Vorstellung. - Lichtspielhaus BabnboUlrabe .Der Wolgascht'ter' Astona-Lichlfpiele .Der Äuv desretter^
Tageskalender s ür Sonntag Stadttheater; 6 Uhr .Kapllün Brahbound« Bekehrung" «Ende g«en 8 , Uhr.- — Giehener Konzert verein 5 Uhr. Heue ^üla der Universität. Konzert de» WetchUng-Quartett». — 3irfu« Fischer 4 Holzmüller 2 Uhr. 4 Uh. und 8 Uhr Vorstellungen — Lichtspielhaus Vahnhofstrab« IP« Uhr .Das Paradies Europa« — Palast- Lichtspiele 11 Uhr Worge,ckonzerl der Ural- Kosaken - Lichtlkielhau» Vahnbosstrabe .Der Wolgaschlffer". - Tlstvria-Lichtlpiele .Der Kindes re ti er".
— Au« dem 6tabttbeaterbureau wird un« geschrieben Aus bk Er taufiübrang der dreiaktig^-n Komödie .Fünf von der Jazzband" am kommenden Dienstag sei aus- drüirNch hinaetviesen. Da» luftige Werk, mit dem i B ba« Ltaa:»theater in Berlin seine neue Spielzeit eröffnet«, wird zur Feit auf zahlreichen deuts«ben Bühnen gegeben — Ixr Verfasser ist ein Deutscher — und überall mit lebhasten, Erfolg. 3n Hauptrollen sind beschäl i<tt Fräulein K r a h m e r und die Herren T a n n « r t, Baste. Hennig und Wehrl. Die Spielleitung führt Herr Volck. -- Am Miüwoch, IS. Olovember <Drcuh. Busttaa) finden, wie allführlich, zwei Vorstellungen statt nachmittaa« 3 Uhr eine Wiederholung be» so gern geseh.-nen überaus wirkungsvollen Lustspiel» .Der Garten ®benx bei ermäbigien Preisen, abend« Z1/« eine Ausführung von Kalman» beliebter Operette .Die Csardasfürstin" im Abonnement.
- 3 u m Konzert des Sangersranz wird un» geschrieben: Schumann« .Paradie« und ?Ceri" ist wohl Da» mclödienreichste und lieb- lchste Chorwerk de« lv. Fahrhunderts. Der Or- chefterteil birgt einen Farbenreichtum, insbesondere an mild abgetönten Schattierungen, und eine solche Julie an mannigfaltigen Begleit- motiven wie ll« unter feinen 3citgenoMen wohl nur noch bei Mendelssohn au finden ist. Auf der Höh« feiner Mrist<rschaft zeigt sich Schumann ferner in den Teilen, bl« Chor und Soli kombinieren. Weiterhin in dem geniale» romantischen Chor der AUaeister, bann in dem träum«, risch dahinschwelgenden v-chlummerliede: .Schlaf nun und ruh« in Träumen voll Duft". Endlich im Schluhchor. der zu einem erlösenden Hymnus benutzt wirb. - Di« Handlun» erzählt im orientalischen Gewand« bie Geschichte von den gefallen en Engeln (Peri genannt). Ein« reuige Peri sehnt sich nach dem verlorenen ..Eden" und erhält von dem Engel, der da» Paradies bewacht, di« froh« Verkündigung, dah ihr die Pforte zum Paradies wieder geö'Inet wirb, wenn sie „be« Himmel» liebste Gabe" findet und barbringt. Di« Dichtung schildert bann ba« Suchen bet Peri, bas aber erst nach zweimaligem vergeblichen Hoffen von Erfolg gekrönt wird llnb zwar ist es die Träne te» reuigen Sünter«. bU der Peri endlich bie Erlösung bringt. Die Vertonung dieser »arten poetischen Dichtung ist Schumatm alänzend gelungen und bildet mit ba» herrlichste Zeugnis für die Füll« seiner Mufiknatur.
..Gegenwartofrage» der Wirt- fchaftsvrbnung". Unter diesem Hamen ver- anstallct ba» Staatsvissenschastliche Seminar bet Lanbes-Universi'.üt am kommenden Dienstag eine Vortragsreihe, zu der führende Persönlichkeiten au« der hessischen Wirtschaft und Verwaltung ihre Teilnahme zugesagt haben. Dorlrüg« halten Prof Friedr. Lenz. Prvf. W. 2 u l e r. Prof. H (Imelin und Herr Dr. A«ichert. Berlin. Md.A Auf bie „Ausstellung moderner Vu- reoubllf«mi:t«r sei besonder« hingewie'en (AL- here« im heutigen Anzeigente 1.)
— DerGesangverein Harmonie-Gemütlichkeit. gegründet 1846. veranstaltet am eonntjfl, 27. November, nachmittag» 4 Ubr. im flatholiiÄen vereinshau» jein erste» flaniert (Eol'elieberfonjert) unter Leitung seine» bewöhrten Dirigenten H. Sonn tag-Giesten. Ille Mitwirkende sind Frl. Gisela Danner- Diesten (Sopran), Herr Brune Herrmann- Diesten (Cello), am fllaoier Kapellmeister S. t r e n g e I • G esten, gewonnen. Fum Dottrag kommen Chöre im Volkston und Volksweise von vrabenberg. Brhle. Bimgart. Lilcher. Neuert. Pauli. Menoekrsohn-Vartholdy, Sturm. Hansen. Föllner. Lieder für booran von Lorsung. Keger. dAlben. H'kdach Ceüol'ücke ron veetl'ooe'i. Mozart. Händel, flreioler Daoidokf Da der Verein sich bie Pfleg« de» Lolkolicdes zur höchsten Ausgabe cemadfl hat, so sollte ihm diese» vor- bildlich-- veftreden durch einen stark.n Tfiu* de» flonzert» cnerkannt werden, ^umal bie Mitwirken- den für b* meisten Besucher ja keine Aremden sind und in anderen Konzerten sehon rciche Cr«olge geerntet haben, (ciebe heutige 21 Meige.i
— Ei»« '»»ialdemokrati'ch^ Wäh- l«rv«rfamml»ng st^iDet bttr.e abend im früherer. Hotel .Einborn '. am K rchenplatz. statt. Aäheres i» der heurigen Arzzeig«.
- Die Erst«b»isf« der Landtags- Wahl werde» fcnr morgen abend in gewohnter Wei'e durch Aushang an unserem Geschäfts'okal bekannt geb«». Da unsere Lelephonan'chlüfse Jwecke rascher LlebermttteiuT^ der Svebnife er! in Ar/pruch gcn»m-m sind, bitten vir. von telephonL'chen Anfragen über den Au-'all ter Dah! abKusehe». da wir b« tarr.ee Anfragen unter de» gegebenen Verhälttn'fen nicht beant- »orten Kimen.
Gz kosteten auf dem heutigen Wochtnmarkt das Pfund; But'.er 19) bi» 205. OEaUc 30 bi« 35. Käs« 60 bi« 133. Wikina 10 bi» 15. Weist- traut 4 b.s 10, Aotkraut 12 dis 15. gelbe Aüb«n 10 bis 15, rote ALben 12 bis 15. Spinat 25 bi« 30. Römifchkohl 10. Unter-Kohlrabi 0 bi» 10, Grünkohl 10 bi» 20, Rosenkohl 40 bi» 50. jalai 80 bis 100, Tomaten 40 bis 50. Zwiebeln
•• Pflichten bet FufqLnger. Die neue Stra^envertechrsoUchmmg bestimmt für die Be- nunung öffcrülicher B>gc lolgenda« als Pflichten der Fustgänoer; 1. 5uhg-i'7«r sollen in der Regel die be'cmoer» für de« FustgLnger einge- richüeteu Wege r0Mrgr-f’x;ge ufw.) benutzen. Die Benutzung von Rett- und Radsahrweg«». die ausdrücklich durch das Kreisamt als solche ge-
kennze-chntt ktttb. durch Fustaünger ist nerbefw 2. Be. der ^rr.u.Mrna des Fahrweg» sollen b-t Irstgänger b-.c ertarverltch« Rücksicht auf twn übr.gen Berkehr nehmen. Den Weisungen und Feichen brr Pol ^-ibeamte» ist Folg« zu lösten 3. Wer auf d.e Stra-endah« »artet, har b«M be» Fastweg oder di« Lchutz'.nf»t ee benuoev 4. Au« Fahrzeuge während der Fahrt unbehigt auszufpr.ngen oder von th«n adzu'pring« oder sich daran an.zuhalten, ist untersagt. Wir möchten trnAufügr.. bat «s «ine weiter« Pflicht brr Fust^änger ist. stets recht« zu geh«», be» srmkers in stark belebten und enoen vtrösten, we im Seite r» weg. tn der Mäusburg. Markt- straste »<w Olur durch R ech t « g« h«n kan» der Verkehr sich glatt abwickeln und kann ferner auch manche Gefahr des Verkehrs vermieden werden.
— Ein Iremden-Verkehrstag wird am !oramm!n-i Mittwoch tn unterer Stadt ver- Organisation dieses Werbetaae« ha: der Berkehrsvevei» übernommen. Cs fmb Zahlreiche Be anstaltun-e» geplant, ferner wird lettene her cte^chästswelt alles getan, um bie Sache heften« zu 'brtxvn. Lieber di« Einzelheiten d.ese« Ta<te» »st au« der heutig« Anzeige näheres ersichtlich.
” Der Umbau bet Aeustobtbrück«. Morgen vormittag von 10 bi« 12 Uhr wird bet «weit« Teil her Reustadtbrücke — Gleis Lollar G testen — eingelegt QU le Vorbereitung« sind getroffen, so dast die kurze Fell von kaum zwei Stunden genügt, bie etwa 30 Tonn« schwer« Eifenkonstruktion einzufahren. Der Voraavg dürfte sicher viele Fachleute und auch Qttcht- sachleule tntcrcf ictwn.
•• Main - Weier - Vasaltverke. K e s s r l b a ch 3n dem Konkursverfadr« bet Main-Weler- Bafaltwerte G m. b. H. Keiseldach bat am 10. 'n -ernder die erste Glaub>^r-Qlus- schustf'.stung statigefunb«. Cs iß geLunflnx, etwa 10 Q'.lorgen ausdeutefähiges Steinbruchgelände zu günstig« Bedingung« zur Malle zu erwer- brtv Man ist der Aussafsuna. dast nunmehr bie vorhandenen Passiven durch den Verkauf der ge*amten Qllt en gedeckt werkten Zur Feit ist der Bruch verpachtet und in vollem Betrieb. E« wird Material für Bahn- und Wegebau her- gestellt.
•• 3um Kampf In der Zigarren- Industrie. Qlu« Berlin wirb uns gemeldet Gestern waren zur Beilegung des Lohn'nnfUkte« in der Xabafinbuftrte im Reichsarbeiteministe- rium bie beiden Partei« zu unverdinksichen Besprechungen zusammrngrtreten. Rach einer Erklärung brr Uni ein»Hiner, bah sie Weber grundsätzlich noch wirtschaftlich in der Lage feien, i egende.n , lügest ändnis zu machen, tour Den, laut .Dorwürt»'. dic Besprechung« «rgebnisio» abgebrochen. Die Funktionär« de« Deutsch« Tabak- artteilertteLbanZte« trat« darauf sofort zu einer Konferenz in Qterltn zusammen, um di« letzten MaHiiahnten zur Durchführung be« Kampfes zu treffen. Da die Arbeiterschaft auf ihrem tarifwidrig« Standpunkt beharrt, wird also heut« die Au-fperrung der Flgartenarbeiter in ganz Deutschland wirksam E« werd« davon rund 120 000 Arbeiter betroffen. Davon entfalten etwa 7000 auf den Bezirk Hessen-Unterfranken, zu dem auch Glesien und Umgegend gehören.
•• Di« 2usst«llu»g von Wa»d«r- gewerb«sch«inen für 1028 ist zw«ck- mähigerweife schon jetzt zu beantrag«. damit die Wandergewerbe treibenden zu Qtnfang de« nächsten Gäbet« im Besitze der Scheine find. Dasselbe gilt für die Abstellung von Gtwrrb«- legttimationelarten. Da« Ärtl«amt hat bie Polizeiverwaltung bzw. die Bürgermeiftereten d«« Krei'e« entsprechend angewiesen.
•• Zusammen st oh zvisch« Auto un b Eisenbahn. Gestern nachmit ag g«g« 5'i Uhr ereignete sich an dem unb.toachten Bahnübergang in der Räh« bes Bahnhof«« Wihmar der C-zred« Lollar-Wetzlar ein Zu- sammenstoh -wisch« einem Personenauto au» Siesten und dem Qlachmittag»zuge von Wetzlar nach Lollar. Da« Auto befand sich unlrnreg« nach Wihmar, um hort eine Gagdg^ellschast ab- zuholen. Der Krostwag«. der zu seiner ersten fichrt benutzt wurde war nur von de.n Ostaufseur besetzt Der Zug sahle d« Wag« am hinter« Teil und schleuderte ihn mehrere Meter zur Seite, wobei der Wagen stark bd-bj^gt wurde. Die Lokomotive erlitt leichter« Schäden. D<-r Chauffeur blieb wie durch en Wunder unverletzt. Wie der Führer de« Auto« erklär. hab« er die Signale her Lokomotive nicht gehört.
- Der 11 ■ f u g der sog Ä«tt «nbrltf« ist tn unserer Stadt wieder einmal im Gange Bernünftig« Leute sollt« sich nicht dazu hergeben. dies« Unsinn m.t-umachen. st« sollt« vielmehr. wenn chn« «in solcher Wisch in» H^u» tliegt, ihn dahin befördern, wo er binqei-ört. nämlich n kten Of« o^er in kten Paplerkorb.
•* Oberhesstfcher Kunstv«r«in. E« sei nochmal« daraus htngew.e'«. dah bl« derzeitige Ausstellung morgen. Sonntag. 13. Aov.. zum letzten Male gvit net ist. Mn her hierauf fol- g«5rn .WeihnachtsausstellungKünlte lerhiN« 1927 ist toieber eine Lotterie vor- bunjer. beten Gewinne in Kunstwerken bestehen ble von den aussi«ii«den hessisch« Künstlerr \ angekautt werden. D e Qlusteilung der Lo r j an zahl reiche Derteiebssteite» und fteitPiUtge I Mitarbeiter ist bereit« er o gr. auch m dem QLuA- ! ftellur.?«raum im Turmhau« am Brandplatz wer- d« Lo'e morgen zum Berkaus (50 Pf ba« Stück) ofledteg«. »i ist al’o jedermann Gelegenheit gegeben, jchvn jetzt sich an der d«rnächft.g« Aus'vieiun^ zu bete Vage», damit zur Bellen ng 0<r toirtschafllich.n Lage unserer Künfllerfchast veizu'ieuern. gleicher.t.g sich aber auch «ine Ge- winrchante zu 'ichern. Mdg« der Erfolg, tote tn den beiden cor a usgegangen« Gaheen, wieder ein collbete. ed genher jein!
•* Wichtig für Kriegsbeschädigte Wie der Verband der Kriegsbe<chädizt« und StriegerhLntrrbl;ebm« des Deutschen Qb^chskrte- gerbandes .Kr^fhüufer^ mitteilt, soll« die Qto- lilärren:«emv'Lnger auch für den Qllonat Dezember voriäullg nur einen Vorschuß auf dte zu erwonend« Oten.eTierchöhung erhalten. Da d.ei«s Mai ter Dvr.chust nur (ür ein« "Monat gewährt wird, bleib« Oie G»de des Monat» 0Iov«wer stür Dezember au»zuzahlend« Rentenbeträge hinter der. im vorigen Monat ausgezahlt« DttrL- g« zurück. Die bis zum September N v H. der Grundgebührm'se bettagende Teuerungszulage (un Geietz .Rertenerhöhung- genannt' soll bet her nächst« R.MZahlung mi: S0 v. H für die Kriegsbe'chSdigten, 40 v. H für die Kapitulant« und 30 v H für die Hi-tterh'iesten« zur Auszahlung gelangen. Das bedeutet gegenüber tten bis zum September gezahlt« Rertten ein« Erhöhung inn runb 31 v. H. für die De-
schädigt« 14 ». H für bte wdb
83 ». H für hU Htnterchliebenen.
* Warnung vor »»bestellt zmge- feebte» Ware«. 3««rU werb« wieder tn verstärkt«, Mähe von Orm« War« oh»« Bestellung d»ech bi« Pvst tn die Haushaltungen gesandt Gerade in d« letzt« Lag« ist b*H bemerkbar mit La'chenrüchern. Krawatten, Talcheranelle« id» Eine Berpllich- »nng nur Annahme ober gar zur Bczahluna solcher 6wbuna« acht cs mcht. auch wenn Rück- vottv beigelegt tn. ober die Absendersrma 6te Rück'endungslosen trag« will. Man braucht die War« aua, nicht zuhauf« aufzudewaho«. sondern kann sie einem SpeXteue aus »tosten des Adfenders zur Lufvewahrung übergeb«. Biel- fach sordert her Abse.nher au), ihm miUuleUen. ob man M« War« zu erwerb« wünsche oder nicht, andernfalls bte Ware zurückg^ankn werden müsse. Man ist auch herzu nicht vervslichtet. bestenfalls genügt die TILfteilung. dah da» bett. Paket unter Erstattung der bisberig« Portoauslag« ufw. tn her Wohnung aogehvll werden könne. Meisten» operier« bi« bettel- f«den Dersanhsirm« ham t, hab durch fu der verteuernde Zwilchenhandcl ausgeschaltet fei. oder die Waren zu Engro«pte.f« verkauft mürben Sine Anfrage bei einem Fachmann am Orte wirb aper In bet Regel beweisen, dah der Preis wesentlich höher wie derjenige im ortsanfäs- Hgen Einzelhandel und du Qualität schiech« ist.
— Brennende Tagesfragen Un Rundfunk. Der Frankfurter Rundfunk beschert feinen Höre« e.n« Neuerung, bw in tei Krei!« aller ge ftlg regsam« Rundsuntteilneb- mrr ^eud> erwecken wird. Wer aus hem Gleich- mast täglicher Arbeit nach Haufe kommt, will, wenn ihm feichte Unterhaltung ungeatestdares Fuckerbrot ettchctat. tr.chi über bie Sarttt^cht Kari» he» Grosten unterrichtet sein. Gr erteiltet vom Runh'unk, seinem Fteund, der zu Haus« zu ihm spricht. AnttvoN auf Frag« zu hör« die Ui lpm brennen, bi« ihm lebensanchttg erscheinen. Hier fetzt der Frankfurter v«der «in. indem er ciru Doctrag»reihe .Gedank« zur detr ins 2eben ruft, hu am Scxintag. hem 11 Aovemder. beginnt und sich dis auf weiteres m all« folgenden Sonntag« fortsetzt. »
•• DI« Lotterie der Landwirtschaftlichen yanbe»au»|ielluna murbr gestern vormittag im ltteru>Qliung»g<baub# der ßanörold- schaftekammer in Darmftadt gezogen. Dabei tarnen Sende Hauptgewinn, herau»; 1. Gewinn Ein rdegefpann, zwei Belgierftut« mit Eefchtrr und gen (Kummer 10 718), 2. Gewinn: Uine Ruh (Rr. 19 082), S Gewinne Cin Nohl« (Kr. 46 760). 4. Gewinn: Cm Rind (Nr. 673), 6. Gewinn Ein Rind (Nr. 2543), 6. Gewinn: Ein Fuchsichwein (Nr. 23183), 7. Gewinn: öm Fuchifchwtin (Nr 39 392). H. Gewinn Line silbeme ftruchtf«balr (Nr. 48 274), 9. Gewinn: Sin Dutzend lilb. UOffel ('.»lr. 24 29°), 10. Gewinn Ze ein Dutzenv Shlöffel Messer und Gabelli, oerfilbert (Nr. 16 279).
•• DI« Sektion ® leben Im Verband reisender Kaufleute Deutschland» oer anftaltft am IV. November anlähllch ihre» tzeeihte- jährig« V^iehen» ein« GubiläumteBerbMbeiib mit zwei bedeutsamen Vorträgen, zu dem bi« ar [amte flaufmannschoft eingeladen ist. (Stehe beungr Lnzelge.) Der auf varltätlscher Grundlage aufje- baul» Verband reisender flaufleute Deutschlaub», Titz Leipzig, der mehr al» 40 Sofort beftefoL hat heute last 40 000 Mitglieder. Der verband war, so |<fordbl man un», fein« Erfindung oon rinlwn fitenlg«n. die Gründung war eint Notwendigkeit der wirtschaftlich« Entwicklung, bedingt durch die grohr Um- täljung in Staat und Dittschoft. bte Entwicklung der Grossindustrie und dl« Huebefonung de» Handel», die den Stand der reifend« tauft tute al» eine befondere Grupp« grsibaff« Hal. Dieter Stand dedurile einer seft« Vrgonifoston, well Die Neiueit nnr sehr traurige Nedenerfcheinung brochte: Die Unsicherfoeit der Clisteni. Und ba» erste, da» meiste, was die (Br.:nb,r schufen und wo» im Laufe ber Jahre mehr unb weiter auegebout wurde, sind die Einrichtungen, weiche die Unsicherheit au» dem Leb«, die Sorge der Ungewtkheil, au» der Fukunft des reifenden Kaufmann» nehm« foll«. Hur Einrichtungen bienen d»«fem Zweck, Wenn »Nr hier ermähnen, dah ber Verein reif«ber Kaufleute Deutfchlonbs Im Gofore 1926 aus flonto Wohlsohrt»- einrichtungen 775 333.10 Mk. an fein« Milgiieder xxrau»gabt hat, Io leg« biese Zahl« ein beredte» Zeugni» ab. 3n oll« Frag n der 3eil ertelll «r (einen Mitgliedern Auekunst. Durch seine Verkehr»- fcmmllfion ist er dem ht, Hand In Hand mit ber (yitenbafonoerroaltunfl Zugoerbesserung« foerbeizu- ithrtn unb beftrbenbe Möngel abzuheks« Hier tn <Bi h,n ist ber Derbanb reifenber floufteute Deutschland durch ein, Ortsgruppe vertret« Nicht allein ein, grobe 2ln,ahl VHtenbrr, sondern auch eine stattliche Sn»,ofol oon Firmen der 3rbuflrit und be» Hande!» zahlt er zu sein« Mitgliedern.
•• Die Giehener Ortsgruppe b«4 Allgemeinen Deutsch«» Frauenver- eins hielt am Montag tfore G«evalv«rf<um»- lung ab. Rach rinldt«b« Wort« bt 1. Vorsitzenden. Frau Minna Haumain, erstattete Ne KaisiErrrin Sri Zlmmermannd« Äaf’ew bericht. Frau Mnm ber! verlas Nm Gahres- b-richt über bie Tä'igkett des Berens m N» Lbgelaufervn Geschäftsjahr Fr?u Raum an» gab sodann bekannt dah Frau Vigenrr ihr Amt als f!ef!t*T»t«t«N' Vorsitzende weg« ihres Wegzuges von D.eh« n ^stergllegt hat unb daß tn der letz'Der .''E inung Frau Selb ein- frtm r.tg an ihre St !e g ipühlt wurde Hierauf berichtete Frau B i e r m a n n von ber grofte» Ing-.nj. zu her sich Anfang Oktober bie Vertret erin-r« der deutichrn Fr a,»en vereine tn CJenad) zuiommengetuikd« hat'rti. Au- der fast übrrtoalHaenben Falle wertvoller Von rüge unb Diskusfior.en kann h^er nur wetrgcs erwähnt tocr» b«n. Sv bie romniunalpolitische Tagung, der« hauptsächlichstes Verha7ldlung?'hrma das neue Geten über de Aushebung ber Bordelle vnb bie (elf 1. Ok ober e g ‘ jf)r..n '&?’■ -nnuna« hin- ^chtlich her Beläri.') ur-g her Gefchkcchiskrank- hell« bildete. 5tju B -?r . m über sich an bder Stelle bcS Wott b t Für" ?rg^chtoester Anita Herman»y. die nä’/rctz über Wie Hr»hhabuna ’-nefe» neuen Gll in Syfcn auS-ühNe unb sich über seine vvrau-s.chllich« Auswrkung«» cyfinte. Frau Bierman» berichtete ba»n weiter über bie Li'mach« Tagung unb erwähnte intereflau e ^i'.zelhctt« aus den Berhandlun- a« übte w.in'che' sweNe Reform« des ehelich« Güterrech'es unb her Ehescheidung. N. M.
“ Richtigstellung. Die gestrige 2te- »eige des L chsiv llhauses BahnhoMrahe. ist da- n richt .« bah bet Beginn d^s Schweizer- FllmS „Dao Parab'.es CurovaS" am morgigen Sontnac^ormitta g auf 10'/« Uhr. nicht 11*7« Uhr. festgesetzt wurde


