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Zulauf. 115. '> d5 S Aassel^ KS- ss#*-

ITr. ro Blatt

Siebener 'brci.v i'eneml-Aiiretzta für Obetbcficn)

vonnerrtog. 12. Mai (92Z

«.uuerung .erWo!)iiuiig$3U)aiigsu)irtfd)aft? Sm dem Laote ^w«ck^ll»'utztee der Deullchnatto- taten eolfepartei Dr Brehm geh um fMgente Vrt^rll! v

2m . Gießever ÄMJKtgrr ' vom vloiuog, dem 9.

.

Solfeparlrt. t>m Seiko», bv HMhm-n^r^ über je« Uoderung der Ä'ofjnungsyocnf^r .d>: t .sm A. Ma, im l^efhldxn Vinteod. Gr reite bwrbrt |rux rrfu |et{d).r6teidx S'.'acke IM neuen Amt. do, et twnyt bin lc?t zuvor übernommen teile. grg<n bi< 2#vrid)iMiiondlf VanbuiMfro fiten tot« bit< >< ,a>onfl,HMr!|*6|1 m Jpjlfn -ereil« l'. ich hübsch o.-S>erun-»lromm -ezei-t inb biedur ,#ine 5 in, ;>rugni, verte en!' Gin g,jch»<nde4 Cnmiwrunj^ rrmb^m Hl dem mi^er Intifer kaum ut yi- -reuen, -einem groben BekLiigung»Lrang «ncheini 'elkn ellftibdr Io fiten, bah er do» pohttfdye (He- linb« in drei logen völlig uderichoi.r und mit «Utt

-icherheil den dei'ilchnouonolen Führern tweatft- Iche Aenluren eteteil Nur teerietniffeil fehlt ibm

wfl für die enormen Echwtenpkeilen der Pro- )Um». da» er mit kecken Sorten mnfiem will.

Vie Denlfchnationalen f^eflme find und hinten. | i vollem Ginklan- mit ihrer Gkfomipjrlrt. en! I teftene Segner der ^wang,winfä»alt im Sote "Ng»we«en Aber Ile oer-e-enwüni-en sich auch. »6 do, Zmong «yliem nnl-Hie dente foziole und »onomifchr Sirkungen festgeleat Hot. dah sich S<- i'ntengrhdlter firdntertdhnr vertrLge und Änlfu- Mionen darauf etn-rftrUt Hoden, doh temrntlpre» Oend rin lochwidrifle, l'orgehen fchtverlte Grfchutte- f ngen Im ganzen Solfcleben oerurlodwn muhte.

I T'eutlchnotionolen vor allem den rinkbläflifltn fln» e-a brr Deutichen Pclfspuriei. Gr bleibt In der

Verhalten Wiedergabe Im flulfay de, fterrn "lelforo unverständlich. 2m wesentlichen verlangt er, Mfc oon der ^wanpewitefcholt befreit werden

1. in (Bernetnben mit einer Zahl von

») über yi<tiO Ginwohne, alle Wohnungen mit einem Jahreomietprei» non lOOü Mk. ab;

b) i ber lOOOi Ginwohner alle Wohnungen mit einem 2ohre,mletprei, oon ROO iRt. ab;

c) in den übrigen Gemeinden aUe Wohnungen mit einem Johreomietprei, oon 600 Mk. ob;

l in allen (Bemcinben tamilidx nicht Wohn rxrfen dienende.Haume. .'iecktlcherwcite ift bei \ rrrn Seiko» in Ziffer t ein 3u|on bincinflrrat<.-n. et für eine Uebernmigeltet Schiihieftiminungen für > iun-»|chwoche Ä'eter verlangt. Diefer Pallu-u ift «er lallchl'ch unter Ziffer L gebracht und bun daher

> von ihr betroffenen Mieter gewerblicher 'Räume, i besondere Handwerker Rlnnfaufleule unb (Bast

< Mleportfi ihnen den bisherigen Echutz der sioongewirtschaft entziehen will.

fre Antragsteller nehmen e» mit der Begrün- > «"

14. wo man angeblich Ichmerzlo, Lockerungen ter swangewinfrliaft duechgefuhrt Hobe, beginnend mit 1*iteueren* Wohnungen unb den (Bewerbe Armen; nach Ihrer Behauptung lallen In Hellen mter die zu befreienden Wohnungen nur laiche <m 6 bi» 6 Zimmern aufwärt,*; bei den grroerb- chen Raumen fei ..do, Angebot in fehler Zeil viel- ich 0roher al, die .Rachsroge, nreshalb ihr Markt irtr behördlichen Regelung nicht bedürfe*

Wie ober verhalt sich die Wirklichkeit zu diesem oftttatldltten .SilberEreilen am hor.ivnt Ne* * hnungewelens* * Durch die Annahme he» An- rege» würden mit Bestimmtheit empfindlich oe- V»bigi

1 alle 2nHaber oon Wohnungen mittienrr (Brühe, vornehmlich Beamte. Nngestellte unb freie Be rufe.

2 mittelbar auch die 'Anwärter auf billigere Wohnu igen. die in der Zwangsw.rrschaft verbleiben fallen.

1 alle leistungslchwächeren hauLbesiher mit Rei­neren Soänungen;

H sämtliche in Mieträumen tätige Handwerker. Heinfaufleute. Gastwirte

G» tft t c .Itetrunre uund,:.g bah gemäh de» Mieipre.. ayen de» ootkepaneU.chcn «-.urag» unter tee ja betreiri den Wohnu»gen n. r soiS-e een 5 bt, 6 Zimmern »ui»ort, feien Tirlmrbr riuifen in allen 6 täte er Santene von verzwei teteu Wsh- nungteuchem. tu e ch Aamckienta rd »bet oj» an­dere» zwingenden ! - tönten ,<mrner tenöt'fen. aus tee ihnen zugewieienen fßobnungen vernichten, e^el beten Mietxre,, ?,r Srenii-ä-c de, Lnii.--: und hiermit die hnnn'-r-ie Arost de» Mieter, dte weitem uberffngL Gute da^ingr Herde Umsrcge wurde bebe öiohe von Srliuhgvngcn erbnr.fen D e Annahme be» Antrag» wurde all» bed nHichs-e 5 et'itirdMcnmpm der Wohnbedivcut rm für lau- sende von Mietern bett«!,, bren. für sie wäre ter Jocrg. unter oerldjärfien Lasten wollen zu.In­tern. ebenso zerrüttend w e der Zwang auszuziehen

Senn nun aber !«rgehörige dieser Mieterfchschf notgedrungen : bill gree.bahre zwang,!», v nfchaf. tete Wohnungen uberftrbefe welle», so dr. !m he aaherdem in emp|:nd''chier Weise al» Vettbeiver- der auf die Hu$futu-i ter ursprünglichen Anwär­ter für die Kleinwohnungen

Aber auch ein -roher Teil letstungeichwacher hau^ebder wutde zu einer Klaffe mmteten Rech­te» berabarbrutfi werten. Sie blieben mit ihren (Inneren Wohnungen ter Awana>w:Nschoft nxtirt- hin orrhoftei. wahrend t achsidenu.chdotte Kol­legen mit höherer Wirtschaft,kruit di« größere. {u»an-»freie Wohnungen zu vermieten haten. mil >esen frei schalten unb walten finnten. /leiht da» soziale Gerechtigkeit?

Und schließlich.- die -t.gedlich bitenfenfreie her- ou»nähme aller gewerblichen Mieträume in ganz Hessen' Die voll«.parteilichen Antragsteller suchen die teirofsenen Kleingewertetreitenden rnmit zu beschwichtige,., daß ja das Angebot an bewerbe- räumen grh>r al» die liachfroge sei! Gin sehr frag- würdiger Iroft für den Heinen Geschöstsmarui. der nun vor die schlimme Wohl pefleLt inerten kann, ob er unter vielfach erschwerten Bedingungen blei­ben ober aber ziehen soll. Wa, nu(\i ihm freier (Br- werberaum in emem anderen Stadtviertel> Per Lauf ter Kundschaft tft durch die örtliche Lage be, Geschäfte» bedingt, sie springt ob und geht ver­loren. wenn der Laden ober die Werkstatt verlegt werden muß; neue Kundschaft aber laßt sich in einem fremden viertel niHl ober doch nur sehr langsam gewinnen. Daher Haufen sich auch m Ber­lin seit der Freigabe der Gewerberaume die Klagen brandaherter Kleingewerbetreibender, obwohl hott eine Million Quadratmeter gewerblicher Räume al, leerstehend gemeldet sind.

Mit derartigen formal-statistischen Angaben tft eben nicht» zu beweisen. Da, soll die ooiktpartei­liche Mitteilun-. daß in Württemberg usw die teueren' Wohnungen ohne Schoden freidegeben seien, wenn dabei die Angabe de» Mietpreife,, ter besonderen wirtschaftlichen Struktur de, betreffen- den Bnirf, fehlt? Gegen die Freigabe von ..teue­ren* Wohnungen zum Fahresmletprei» non 2000 ober gor 3000 Mk ab. wie sie au» einigen Groß­städten beuchtet wird, ist natürlich viel weniger ein« zuwenden, al, gegen eine Herausnahme nach den polfeparteiliAen ctidrtagen. die für Hessen viel zu nlebng gegriffen sind. Auch der Hinweis auf Schutz- Vorschriften zugunsten ärmerer Mieter kann keine»- weg» beruhigen. Derartige Bestimmungen werden erfahrungsgemäß umgangen, sobald die Gr.nidsäye ohne umfassende Garantien durchlöchert sind.

Die, sind un wesentlichen die Gründe, au, denen die Deutschnationalen den volk»par1eilichen Antrag und auch den ihm wesen,verwandten demokratischen abgelehnt haben. Tiit derartigen unsozialen und auch technisch unfertigen Anträgen kann man ein Stjflem nicht erschüttern da, durch eine so starke Linksregierung wie in Hessen gestutzt wird Um aber die Frage der Lockerung der Wohnung^- zwanoswirtichafi koch weiterzutreiben, hatte der deutschnationale flbg. Dr. Werner mit wohlterech- neter Taktik den Antrag eingebracht-

Die Negierung ,u ersuchen, eine Lockerung ter Zwang . i . > .

bringen, und hierfür die Anträge der Toircparlei, bt, Zentrum», der Demokraten al, Material zu übertveisen*

Diesem Antrag hätten die anderen bürgerlichen

Vdrutee neAttblehBung ihrer eigenen tLrträte, B»tei fu sich nchi rtnmol ;< gen sein g ,ie-

fchio^e» ttnlerftuxi hotten uabehnn jahim- m*» mühen, um die widerßrebente .St I zwingen. Farbe zu te!mn<r um ihr die Ver­antwortung Ur ter We ierhehonblung be, fa»|en Problem, auljubürten t-a mutet et tet.n ole ein l^le<^trr Scher, an. wenn Herr ^^elkc-w meint, -ter deuttchnattonale Antrag zeuft t-rn e rem Be:- trauen -ur telfischen Aegieruna. uter da, sich Hirse ^ryervnb freuen wird )>err >: b 'chr.umzett >it Gütler lachen . . .* Detvr wen hier gelocht werten n». steht noch sehr dohfn? jedenfalls ift Tur irr

--

Werner ter leidigen Kotwenk gkeir -n'.hoben wer­ten. im Gegensatz am Willen 'rmrr Anhänger < Vorlage über die Lockerung der Wohn-ingrzwang

"

Deuttche, Volkspartei betrachtet d es m-i lefb'tae- ' ll's.em Humor. Unb do» ift wirAtch der < r ze Humor Im Ablauf der ganzen enorlept^bdt AVer- d'ng, die zahlreichen Mieter ter< i >>< Drur«.** den zuzufugen im Begriffe war nwrter it-w^Nich em ebenso wohlgrlaunie, verständet,, hierfür au« bringen.

Das neue Indien.

Don unterem nach Indien entsandten Dr. X TL» SotiberbcriCteerhatter

Bombay. 2pnl ISN.

sieben dem alten, malerischen unb roman­tischen Indien erfteht ein neue», technisch modern ausgerüstetes, kapiiaiiüifch bewirt'cho'ieies In­dien. Mehrfach sah Ich in dielen Wochen dielen Gegenfan zwischen Ginfl und Ieht. teeses Heben- einander von 2llt- und Aeuindien.

Wir standen in Ahmedabad aus dem sogenannten zitternden Minarett «r führt seinen Tlamen daher, daß er wirklich von einem stark, i 3rm in ein le'.chies Zittern gebratt-t werde, kann). Ahmedabad, die DtaM un.jäbliter Mo­scheen und Denuxrt. ^rabdenkniLier uid Ta- läfle. lag unter uns -- eine prächtvo'.ie 3il- bouetlc. wenn nicht unmitlell-ar dohimer sich ein Wall» von Fahnkessen gedrängt hätte Denn Tlhmedahod ist nicht nur die Stadt der Sultane von Dndscherat, der Ioinatempel und Prur.fem; beute bedeutet ihr Tlamt Xertuinbuflri? mit fast hundert Fadriken und 45 000 arbeiten-

Wenn man durch die nordindische breite Qüxne fährt, welche der Ganges und sein in^ch- tiger Tlevensluh, der Dschamna durchi.römt, so sieht man immer wieder .Indus!rvsiäbie. die in Dachsen oder im östlichen Belg en liegen könnten. Da ift Lucknow. Lavnpore mit seinen Le­der- und Desstilwerken. M i r z a p u r. tee Stadt der Teppichwebereien. Barci ll h. voll von duderrafftnierien Kraß ist der Ge^nlatz in 2gra nicht nur. daß zwe, häßliche k-n- brucken die herrliche Stadt mit dem nördlichen Dschamna-User verbinden steht man im (Dänen des redenden ©rabmalA. das Aur Iahan die Großmogulin. ihren Sltern errichtete, so ftbren einen auf dem anderen Ufer die schwarz quäl» menten Schlote der Schuh- und Tuchsabrike,. denn auch die Märchenstadt Z»er Lak-sch Mapal ist industrialisiert. SeÜbstverständ'.ich fi;d> hie Mil- lümenlicblungen von Äalfutta (nach London die größte britische Stadt) und Bombay auch gewaltige Fabrikstädte. Bombay ist umgeben von einem Kran., von Tertil-Borstädten in beten Fabriken nicht weniger als 180 003 Menschen ar­beiten. Und Kalkutta ist die Iutestadi getvorden. denn Bengalen und Assarn, deren OrDfixUen die Stadt ist. Hal-en die Iuteversorgung ter ganze i Welt monopolisiert. 330 000 Artetter arbeiten in mehr als 250 Betrieben.

Freilich sind diese an sich beträchtlichen Zahlen nicht zu überschätzen. Die paar Städte (Indien hat nur 35 Städte (Deutschland 46) mit mehr als 100 000 Btnwchnem in denen intge i n kaum 8 Millionen wohnen!) wurden sreilich schnell industrialisiert Ater in einem Lande, da» zehnmal so groß ist wie Deutschland rnb

Neuigkeiten.

Bem Han» Siemsen.

Wenn einer eine Beste tut. bann kann er wa, rybkn * Also n», kann ich er zatsten' Wa, gid, t Neue» an ter Wmera? In can Nemo wird tee e hbtbliothek aufgelöst.

Da, imeressirrt E\c nicht' Na awllen mal *rn! fli«o tee L .äbibliothek po.i z. Diemrr |r« * oufgeioft unternehm ing»lustig«r 8t. np- rwnetsler und Installateur, tn nebenbei mit Lach- * rvten und D.ipageten hantelt, hat den gmze i Ve-

*« »b ausgekauft. Unb nun liegt tee ehrwürdige ; stlothek. au, ter deutsche. r..!!'»ckx und eng'ttche eiten. Großtanten und Urgroßmütter schon zu den r-ten ter staiierm Gugenif und de, kranken stron- *M#n Friedrich. Unterhaltung und Wiflen schöpf- er. wenn e, in San 91 emo (Watt behüt« ) einmal ^tete oder zu heiß bie Sonne schien - ran liegen ee edrwürtegen. adgegrn enen Le.hbiblio.hek». i ck»e in den Badewannen, aus den Bitet, und an- ifrnn seltsamen Sitzgelegenheiten te« Klempner- ^'ler, und nxirlen auf Liebhaber.

-der wer lieft heute noch Felix Dobn? Und Frie- cxl< Bremer? Nusstfche nb franz, dx ?1 . >rn von Tuldyfin liegen neben Eugen cur. Pe- . 1 und Georg Eter, . Segvptischer König5toch!.-r*

gntngepresttem Prochteinb^nS mit Svltechnill- . DamtUo von George Sand neben ..Bildern

Luzern, Bergangenhen* und Viktor chvqv» Bo- i»ie m russischer Sprache neben Herzblättchen, < roertrtrb* und Jean Boul, ..Vemna oder Erzieh-

Hein, solche Bucher haben heute keine Liebhaber rt :r. 9tur eine alte Dame, dir Deustch -i, rulsifchern ne Franzos,-ch mit teurem »k,ent -pn.te - ich:

mir in ten Badewannen n-ich gtijtipfr Nah- t»|. Zehn Bände Eugen Sne. Viktor n-jq?. T'ierrr l-< und .^Ja Daniella* oon Georg, =jnö bat f>e ausgesucht. Dafür soll fte zwan^ g Lire bezahlen, k« will ober nur zehn geben, cw hat wvhl ,m 12ecker gelesen, test man in Italien akkordieren'

' Und nun ..akkordiert* sic. al, ob f» - cht jt kW Lire, sondern um ihr Xfeben emge. Aber ter und ge- Und er wird bei 'einen Be'eueru.igen und >«s hwärunaen oon den Lachtauben unb Vavageien frtoftüßL Die Dame der Klemonermei't. r ;; tee Jipfl kreischen um die Sette. ..Zehn Lire*, ruft tee ~t. -.dicc, hre'-* Jia. bi. ba! 6lurr.;h. gurrub.

' ptub!" fachen die Tauben. . Sechzehn ' foet der

Klempnermeister. Und ter Tvipagei ruft: ..Merci. Madame, * votre seniorJber sie bleibt bei zehn' worüber die Tauben wieder furchtbar lachen müsten. Der Klempnermeister geht auf . vier­zehn* herunter, wobei er von, Geschrei inner Vogel begleitet, alle Gotter und ftetiiern be, himmcl, zu Zeugen anruft, daß er sich durch diese, Geschäft lur alle Zetten ruiniere und 4» Bettler oorzeing in tee Grube fahren muffe. Aber die Dame bleibt bei zehn*. Da packt er die ausgewählten Bande zu- ammen und ich denke schon, er will be ihr doch für zehn Lire geben. aber er klappt den Decket einer jener Sitzgelegenheiten hoch, die eigenstich nicht nur zum eigen ba sind, wir t Viktor f>ug? Sue unb Lost hinein, happt den Deckel zu. fetzt sich darauf und kündigt durch feint Miene ein verächtliche» und beleidigende, Schweigen an. Die Dame versteht, daß tei,Akkordieren* em Ende gefunden hat. achselzuckend verschwindet sie

Kaum ist sie au, ter Tür. al» der Klempner- meilter mir ten Inhalt te, lelt*amen Bücherschrank,, auf dem er fitzt, mr dreißig Lire anbieiet CNadybem er ihn ter D-ume chonjr merzehn angeboren bat Gr sieb' mir wobl an. daß ich mich n-cht auf, ^Akkordieren* oerstete ) .Akiuter Boeien" (ogt er mit großer Geste. ^Zehn Boeten für dreißig Lire!*

Sber ich bebe mir etwa- andere, auogelucht. Ein kleme». Iran zustsche, Bändchen:Paotom mei pour jeune, Fill«-. jpartomnnen für junge Bia^chen*. Darin gibt e» kleine bunte kwlzschnirte. au» denen man Kitter. Feen und Zauberer. 0<ieriär?md>rn. Kaninchen und flute fiehi Der gebildete Klein nermeifter schüttelt ten Kops -:ter meinen fchteckeen Ge-chmack Und unter dem 'Hdätter der lauten veriasie >ch bieie immerhin feitfame Buchhandluna .

Und fönst pbt e, nicht, Neve, on ter iRitnera? D gewiß Aber ich glaube, darüber find S*e Ichon onentteri; daß man rejebagrün. wctßblou und roia trapt. Daß die Herren beim Tenri, den von fielen Will» erfundenen Augen schütz (einen riesengroßen Nützerücknrm ohne Mutze) . nd die Damen den von ter göttlichen Sunne eri: ntenen Turban vor- ziehen Daß die Bank in Monte Carlo m tertm Jahr schon zweimalgesprengt* ist und sich r.->ch immer noch ganz guter Gc jnOteit erfreut Daß die Fürstin Chtgyi einen Ball gegeben bat auf dem unter anderen ter Großfürst egrill die /terzog - oon 8ngno:e. üerr de la Roche oucault. Lord Gltt- ton und Fräulein Astor aus Amerika anwesend waren inienrifiert Sie bas"1

.Mich interessiert e» gar nicht. 2R:r genügt yi winen. daß bas Meer hier unten weder redetegrini

noch rosa trägt. sondern nur blau, jahrau,. jahr­ein nur blau. Und daß die Mimosen mb .rteifen blühen. Und bie Mantelbäume. Und bie Kirschen. Unb teß bie Sonne Io strahlend am ftimmel st'ht.

Beiuch beim Regenwurm.

Bon Äar! Ä. O b l e r.

Da ist nun nachts ein milter Argen nivter- aegangen. Die Orte ist feucht An te n Buschen hängen tee Tropf en tote Perlen. Und bie Lonne lämp't mit brm TZorgenneteL Auf ten Tiegen teaußen im Garten sehen wir .n brm feinen Sand ange Spuren, em wenig z ttng und häu! g gekrümmt. Gin Argen wurm ist h er gcoantert. und drüben am Band des Blumenbrett wählt er sich soeben einen Schacht, um tn lein dunkle» Bergwerk hinabzusteigen bevor tee 3mkl ihn entdeckt. Aber rS ist nicht die A gst vor te.e'<-r Gefahr, die Ihn :ns Dunkel gurüttireibt VS ist das Licht des TageS. gegen das der Bege wurm -obgleich er keine öligen hat. es zu «chau<n. äußerst einpfinkllch ist unb ei ist der Instinkt, der ihn zur gewohnten Arbeit bringt

Gr kehrt, bedrängt von ter lästigen Helle ter Oberwelt, in feine heimatliche TTefe zurück, teefer onnfeltge. verachtete ®um Gr wund?'! in das vertraute Dunkel, um fein Tagewerk fot> zusehen. das er für einige Ctunten unterbrach, weil ter Trieb, der auch in teefer temür.gen Kreatur lebt, ihn für kur,e Zeit nach oben r.ef. 3un bohrt er (ich in bie Srte ein und m Lpiei feiner Muskeln offenbart sich ein« Arafl. tne uns vielleicht überlegen lächeln läßt Cnte d) hat er die letzte (Muterfette e ngezogen C:ne winzige DcHnung ist zurückgeblieben, das kl7 ne S<daulr,el ist vcrdei. Unb r?an kannte nun be­ruhigt davongehen, wenn man nicht wüßte, was teefer Burlche. ter da fetten vtrick wand, nun be­ginnen wird 3S .st nämlich n.ch< Id ganz gleich­gültig und es ist nicht Id ganz belanglos ab es auf teefer bunten ^Selt 3tgetur*ürmer gib: ober mcht. Bon Metern bridte-tenen Her. näml ch t-rn Aigen wurm, hat Darwin wörtlich grichr.eten .Äan kann wrbl bezweifeln, bah es noch viele enbert Tiere ctbt. b.e eine so bebautun^Lvclle Aolle in ter Geschichte ter Orte gdbteli .Sabri, wie teefes n;ebr.g organ-sierte örichr:' ' 5r ist terDergtnann. ter die Orte durchwähl: der neben faulenden Blättern unb Stielen ununter­brochen Srte verichstngt, terrch sinnen langen

520 THiUi?r.fe OXentchen |u ernähre» hat. te» bauet das mch» viel

Indien ist (und »iet cul lange Zeit bUu'ee, r ielle.ch: für immer I ein Agra rstaa t Bels. Wetzen. Te.- und Daan-e;:ie. Jute nd Oei» :u*)'e Itrifrt ter Boten 3: w-rd 'chle»»: unb mit veralteten Ist et Hoden tewinlcha't.- Berate ' -r tat ba» moderne I. d e- nr< \-<n Tie -chnllche Bewältig.ing bet 2ie w ä I s e r u n g '.st * r Schlüssel ,ur wlri'chasilichen .Ufun*: Indiek

Sruke liegt das noch 'ehr tm argen Al « , en r>on ter ter,en 22lr: 'urari im Spät'. . er ist dus Land überwiegend troden Die Lecker die an den Slätten lieaen. welche richt -an» .'.ustrodnen. kennen sich immer TDaffer de:.ii,puren.

hedevrreichtungen sind prtmttiT in Cu.' nb en hebt man ten Hebel einen langen 5oum<iamm. über dem Brunnen liegen und drei oder vier Mann marinieren wie Seittänier mit B'!-ntter- Hangen in ter Hand auf diesem Baum bin unb

>rkinblen wirb bas nut Lindern gemacht Ote e.nen künstliche»i chügel herab die Delle bewegen.

nieder fett?!. Der größte Teil bei Boten« hat Irin solches DaNer zur Beriügung. Hier muß die künstliche Bewässerung einareifen

Im crtentllchen 5>aushalt ':eht etn kosten von SO Millionen Lupien (!2) UltllB- t en -Hadi für diese Bewässerung In reit. Außer- tetzi wurden teifpielsweise 1918 200 und lt>20 230 Millionen für diesen Zweck aufgewandt Die indische Lenierung baut« in Madras i Oromna) 35 020 Bewäsferungsanlagen. die tSO.'OOO Hekiar versorgen. Hier ftnch auch bie gewaltigsten T a l- sperren teils im Bau teils fertig die an 90 Milliarten Äubifiufi Dasfer fallen Da ist die Talsperre von ^-rtyar. die 1500 Hektar be­deckt unb an einen 2 Jtm. langen TDaflertumwl anaeschlosfen ift. Da« Derk teteutet t.chniich unb wirtfchaftlich eine Vlanzleistuna Sin Blick auf die Karte zeigt nämlich, baß die von fern lang« ter Indischen Westküste sich erftredenten Dcb^rge Hernbkornmenten Flüsse die kurze Strecke ins Arabische Meer laufen unb die viel gräßere Oßsläche Cübtnblen« wasserarm lassen Der ge- nann'e Tunnel lenkt nun einen solche' Wasierlaus unter ter Wasserlchrite hindurch ostwärts ab. !o daß er In ten bengalischen statt In ten ara- bllchei Golf mündet vrrh-r die grofic füd- indische Svene bewässernd Sin anderes Sroß- werk In der Madras-Provinz ist das Gau- verh - Br oje k t. Gaunern heißt ein in das Bangalische Meer müntenter Strom, ter nun gleichmäßig da« ganze Jahr dieselbe Dafler- nenge führen sott Trr Staudamm soll Thl- Harten Kubiksuß Dasfer stauen, ein C.-gin- zungskanal von 140 Äm. Länge soll ba« Waller über Land führen, fo daß an 60 000 Hektar neu bewässert werten 'was eine Aeisernte von 150 000 Tonnen bedeutet). Für die Finanzierung des auf 80 Millionen Goldmark veransckrlaglen Projektes ist die erwartete Sinnahme von 8 Millionen Mari jährlich ausschlaggebend gewesen. Das Kapital würde sich mit 7.6 Proz verzinsen Am nch- ligften scheinen aber bie Pläne für das Pandfchab zu sein, das 5-Strdme-Land am Indus Dazu Gehört ba« Sufledsch-Tal-Projekt. ein Dystem von Kanälen vorsehend, die eine Million Hektar bewässern sollen 'die gelnmtr Weizen- fläche Deutschlands beträgt nur 1 6 Mill Hektars). Da« Land, das so gewonnen würde, ist teufe zu » . Wüste.

Das sind auch für Indien ungeheure Zahlen, die eine gewaltige Steigerung ter Produktion be» deuten werten.

Dorläufig ist Indien noch ein armes und unentwickeltes Land. Das neue Indien sitzt wie ein fremde« Gewächs im alten Garten noch o&re organische Derlindung Die Indere btt ;e- ben sich verhängnisvollen unb naiven Selbst- . täulchungen über ihre önttoidiung hin D r Ka­pitalismus Indien« ist in seiner Gestalt euro­päisch. unb zwar engli'ch trotzdem b.e S.'en- inbuftrie und drei Biertcl ter lertiltobuflrk in­discher Besitz ist Die wichtigsten D nge Ban­ken. Bahnen. Handel, Schissahrt. 'ind in briti- fchen Händen Der Dergleich mit Japan, das

f unb zermahlen wieder ablontert Gr lockert da« Srteeich unb sein Arbeitsprodukt ist jene kost-* bare Humuserde, aus denen die Pflanzen ihre testen Kräfte saugen. Wie wäre es mdgüch daß die izahllcsen Bodenbakterien und winzigen P.lze ihre Arbeit ausnehmen könnten, wenn ter Tiegen- wurm nicht zuvor die Orte zerrieben hätte Zu Milliarten w'.mmeln fle. unsichtbar tem bloßen Auge, in einer Handvoll Ackererde b.e Borst rn- unb Fatenvürmcr. bie Gsittßeiinge. Amöben unb Bärtierchen, die Monaden. Wimpertierchen unb Diatomeen. Vie alle sind Heiser, die tm Acker­boden neue Kräfte wecken, nachdem ter Aegen- tminr die Gebe gelüftet unb zerstückelt hat 3m Lauf weniger Jahre wantert die ganze Srdtchicht durch den Körper des Aegerttourm» unb ba« Gr- gebnl« ist (nach einwandfreien Feststellungen von Mehmed Djemil). daß ter Korn ertrag einer be­stimmten Fläche < ine« Getreide feite« etwa 26 Kilogramm beträgt, wenn ter Boten von Aegen- tainnrm bearbeitet wird, während er wenn er keine A egen wärmer enthält, nur etwa ten halten Grtrag liefert.

Wir kämpfen um« tägliche Brot W r schauen über die wogenden Felder, auf denen da« (Be­trete im Sommer ter Grose entgegenreift Ater was willen wir. was brauchen w r ,u willen von ten leben erweckenden Kräften im Ackerboden, von den Amdben. ten Wtmperlterchen unb vorn Aegenwurm. namentlich von ihm. ter mühfam über bie Grte kriecht unb ten u/r packen, um mit ihm. am Angelhaken, e.nen törichten F Ich zu Intern, ter dumm und teutriuchend durchs Waller streicht.

Ls ist nicht nur ter Menfch. der dem Aegenwurm feindlich naht unb ihn achtlos zer- tnti. Böge! stür-en auf ihn zu Mäuse. Igel. Kröte-. Frösche Maulwürie unb Käfer Bon allen w.rd er verfolgt allen Vt er r.ne Beule, über unb unter ter Grte. Denn dort unten lauert ter Taufendfuß. ter ihn grau'ant zer- (<bne;bet. wenn er tert Weg diries Grbgerx''cn freuet Don unendlichen Gefahren umwittert, durchstöbert er b-.e Grte. Immer unterwegs Berg­mann und Ackcesrnann zugleich Harmlos betritt et dte Oberwelt, um vom atmenden Mvrgenlicht .n die bunfien Bez rie feiner Heimat zuruck- getneben zu werten. Siegesbewußt unb hoch­mütig schreitet ter Mensch über ihn weg. dieser Mensch besser Acker er 'ruchtbar macht, damit er Brot gettnirrtt für sich unb seinesgleichen.