t ge ajukt» u£.t ch^o rtschatU.chan 2Lpp«r.: . enn av4) mit ftfia»ct fttlfc. Io doch tn rjemt Hefli# unb au» Hgrxxr 3nü‘ohtx tnroidrü dal. trifft le leinet H nlicht Äuc ba* «uw Funk» t öni<rrn btt eM4x» Bollstoirttchaft il b Swobbrnl^eft Votdebinguxg. le tote bu Dinge QtuT ittgtTi Da» tarn unb trnrb noiür1l4> tmrt latit» anbei» axxbtn 2.0 bubin btdar« e» abtt noch einte grunblichen 6eU*kbuhmg uxb einer neuen, heule 3nbtn noch fremde- Irbeit*- btfMplln
Oeutftblanö im internationalen Luftverkehr.
Aalihllch de» dufammenlnil» btt Sina Konvention 3memoium«lr de la 'Äroioahon Ernenne; tn London lt die 5rag* cdf1yro.--r1. toorben, ob j^anb nicht nunmehr diese» Konvention be 1t re l en «oCt. btt von den Hnler5rt4n«m bt» Parier Luftverkehrzabkorn- men» Mm 1919 seinerzeit bearimbet u-urbe ®n malische» Blatt balle tälscht.ch diesen Beitritt al» unmittelbar bevorstehend bvyt-brwt
x3toar iH eine Ä a m pf be 11 m* ung aearn den deutschen Luftverleht. btr im Art Hel S der Konvention bt«ber vorhar.den war und benBer- «ragsftaalen verbot, den Luftr-erkehr von licht- vertrag»stäalen Ober ihrem ^hebret ,u*ub3l!m. nbfltänbetl worden. Ader bi» praktische AuOwirkung dieser öetzirnmuna. die iehl satten geUHen wurde, beheb» aus den Umweg über btt IbemlanMonumlhDit und über die Caarreglerung für die Ueoersliegung de» besetzten Gebiete» und bei Saarae biete» für Deutschland sort. und es benelx be»baO> weder Anlas», noch Aeigung. dieser Konvention betzutreten, solange nid)- auch das Jeünderr ist. Wir baden $toar setzt bei freien »ustverkedr mit tast allen 1 achter rläriderri. oder noch nicht mit den beiden erwähnten deutschen ®emeUn - ein Ausland, den man nicht ander» al» paradoff bcwtdyicn kann
Inzwischen bat freilich die deutsche Lufi- sahrt eine leihe weiterer bedeutender Eif---'>a» aus dem Gebiet M internationalen TkrfcbrO erreicht So wurde am Samstag In Sevilla d i e Berkrbr»llnie S evil la — LI s s a bon — Madrid se,erlich erössnet. die ml» Junkers- Flugzeugen, darunter einen breimotonam. von der spanischen Union Berta 8|panc4a betrieben wird Die aIuo trugt wurden in Antoeteiheit de» spanischen Äbnifl» paare» und der Aeaierung sowie M Prinzen Wale» vom Erzbischof von Sevilla gelaust und nahmen alsbald ihren sahr- planmählgen Dienst aus ihrer ziemlich schwierigen Streike erfolgreich aus. Gleichzeitig sand in R o - penbaqen in einer ähnlich auserlesenen Umgebung eine Anzahl von T3orfu ^rung»1 lügen mit einem neuen deut'chen Flugzeug, dem Klemm- Daimler statt. Dick» Flugzeug, das nur 20 PS stark ist und als Leichtflugzeug für Sportzweckc beÜimmt tft. zeigte hervorragende flieget,ich: itzigenschasten und soll für den Verkehr im Innern Dänemarks. t>on Insel zu Insel In Betrieb genommen werden
Das Interesse de» gesamten Auslandes für deutsche Flugzeuge und für die Sri.chtunu von Flugverkehrs-Linien mit solchen hat seil der Freigabe de» Verkehrs sur die deutsche Luftfahrt nach dem Auslande In dem Mahr zugenommen, in dem die deutfchen V.'rkedrstlugzeuae mit ihrer Stabilität, ihrer .iuverla'llgkir und ihren hohen Weisungen In anderen Landern allgemein bekannt geworden find. Infolge Jeiner günstigen Vage in der Milte Europas wird sich aus die Dauer der Flugverkehr des gröftten Delle» der Welt automatisch in De u t f chl a n d ze n l ra • UHeren, wenn dabei auch entsprechend dem internationalen 6ba roher dieses Verkehrs mit leis die Herkunft der einzelnen Flugzeuge keine Voile spielen bart Die intensiven Bmiühungm der englischen Regierung für die Entwicklung eines Weltl uft der kehr», der die einzelnen
Tnlc de» Oapffiinii rasch eöjeixaaber verbindet. wirkt babr als Antrieb ftr bu nbtrvn ZT.äbtr. in her ®ntxMdlung ihre» Saht Sv^s r:^ zurückzustehe* uub die dlbglubmtew I'är den deu^che und -Betrieb f«*d
ko bei* Unbegrenzte, toer.r es uns gelingt dm aualitattve *1 ebe 11 eg« n b< U «r 'tret - die gerade durch den Wmgk-l vter
C-.nhekurg auf Auftung»,wech besonder» ksm- lich ur r:vJ t,' gt do* Unsere, 3eg*rn gHbroen wurde wellrrhtn en der Spitze zu halten
Aastwitte-Tayunq in Butzbach.
pi> Butzbach 11 »ai
Butzbach hat ,F»«grnfchmuck angelegt, um anläft . ch to 4 1 Verband,toges d t • Rhein vruinSastwirte-verbantzeo and te, 2 ’> | ä h r i ge n Jubiläum» b< • Gastwirte- »«reine« utzdachundUmgegerrü ben »er« tr#t«rn de» tbcftanneftanbei aus den drei hessischer» «romnim zu dezsuzen. bah sie bereich nriDfemmti sind
(kingeiei:«» wurde der C e r b e nb »leg
dem nachmittag, im Restaurant J*zmb vmut* eine Nesam'.oorstand,sitzilng stattgesunden Hove, bei der innere Lngelegenherken des Verbandes beraten war« den waren, durch einen
Begrübe ageaben»
im kleinen Saal Ix» .F)efstscheu Hofes'. Der Dor- sitzende des GastwrNevermn» Butzbach tari Reiche, beyruhle die OH dienerten. besonder, Reich»- und Lanbi.« Abgeordneten T:. ferner imb Burg meister Dr Jansen. Hierauf b dt der Verbands- r .'rliiiend.- e ch n a u b e r « Darmstadt die veitlu- tzungsansprache und tegx in kurzen Fügen die Fiele und Zwecke be, Itertxmbe» dar Bürgermeifter Dr Jansen degrs'ft'e die Vertreter namens der Stobt« Verwaltung und wünschte bm vechmdtungen guten Erfolg. In aleichem Sinn« prad) «wch Reichstagsabg «ros. Dr. Berner. Seiten» der Damen des Der dank»,Vorstandes wurde ein verband,.Tisdchanner überreicht, da» nach einem von strl. Schnauder« Rirmftobt vorgetrag nen Prolog durch Frau chotelier JR e u l e r • Darmftabt gewecht öurtx. Zeiten» oer lchiedener Vereine wurden Dannersdlieisen überreicht. Im übrigen nahm der Degrusiungsabend bei einem von der Brauerei 7chr:na-M.lchior geftisxten oor- (ugfidxn Begrußunqsltoks > nd bei den mit Bei laß au (genommenen Musikstücken der Feuer wehr la pelle einen recht gemüilichen Verlauf.
Die Haupttagung.
Zu der heutigen AauptUgung waren zahlreiche Vertret, r der Behdrkxn erschienen. Der Voriivende deS ^astwirlevereins Butzk».tch. Karl Äeiche, bcgtüüic hie Ghrengäste in deren Tarnen Rreisdir.ktor Gebhardt- Friedberg dankte und gleichseitig die Wunfche des Wimsters de» Innern, des ProvinzialdirettorS und des RreiSamts Giefren überdrachre. Hieraus sprach AmtSgerichlsdirekror S e l l h e i m - Budbuch namens des Iusiizmtnifters. Im Aamen der Stadt begrüßte Bürgennctster Dr. Jansen die Anwesenden. Aach zahlreichen weiteren Begrübungs- redeu ttmrtk- nach der Anwesenheitsliste f.li- gestellt, hab 20 Vereine mit 1588 Mitgliedern vertreten sind, die 48 Delegierte gesandt haben.
Aach Verlesung des Jahres- und .Kaffen- bericht» hielt der Präsident des Deutschen Gastwirt »verband es a. Rdfter-Barltn einen Vortrag über das Thema .D a s deutsche Gastwirtsgewerbe im Aahmen der G«- samtwirtschast — Aückbllck und Ausbli.k". ttr betonte, baß infolge der Umwälzung der Staaissorm die wirllch.tftltchen Drganlfattonen fine wesentlich erböh'.c Bedeutung erlangt hätten, dies sei auch bei dem Deutschen Galtwirteverbanb der Fall, dem zur Zeil 16a 030 Mitglieder an- gebären, unb der rund Ich Millionen Bngestellie
Inflationszeit im arohen und ganzen günstig l'erausgckommrn. indem ihm feine Substanz erhalt <n geb!leben sei. aber in den letzten Jahren sei dieser xluftanb wieder dadurch verschlechtert
worden, daß der Stand leider tmaet r^ehe an das Me74r.t<»-Äap<i41 W^r.l.Vt «et Der TUburt nahm dann daneben» «ei-u-g zur Gr- tränkesteuer * cHgewaai «ab der ?.cr1tewT im Monberen. Weeterh« nahm er S: ei lang Mir 2bstztnenzbew<g»ng tc® Beherber g«Mg»welen. der H-rndhud. g der Xor.KOtonecn^laag, JB Poltzelstuade «ab s»r Za«'rage Gr gab weiter
Hatz die Deutsche Anchsbaha-cheseN- 'chas: den erbten Tee! der Xhwn der MUropa au'gcicüh höche und ua beab^tchttge die Bahn» hesswirticha'iea in eigene Hefte zu ubemebmen. wogegen mit aller, getetzlichen »mein Front gemacht Werden müsse.
Vach dem mti gro*em Iteilafi aufgenomBw nen Bort rag gab fpttiM Dr Mattern nähere GrtLeLrgea «m ^UkVi, Urtenl*«- SteMpelgrse» und zum Arbensgenchrsgetetz
Der vom Verein Giehea geteilte wb kmrch üXiktwn M Schmidt Dem** Antrag. fit et* härtere Vertretu* brr «afcanr*- 'rgamfaron m dem bewnächd 4» bildenden .Keichswtrtfchaflsral w «ergen. «wN dem Verdick» cl» THctttxal üderwteten. Der Antrag Os'enbach für r* erneute A»«brbung Kr Feierabendstnnhe ernzutreten. wird durch den BerdanO tvrtrtten werden Di« Antrag Darmstadt, die Frist der A a O ichun g de e Bierfässer, bw tettber nur alle |&ci 3abrr ersolgte. auf etn Jahr heradzufetzen ’o<I kneslährngr,. Deutschen Verd'ndstag in Dussel- dvrs behandelt werden $he Deret* 0ppenheim und Benzen bea-xtregten, dast Turn- u«w -Berel n e n In* Ronzei«rr- für Turnhallen ukw. erteilt werde, da dadurch ber Jrhmyr.5gß4Ml rtner gröbere Anz-id Gastwirte tpeferJlufc dn» geschränkt würde Dte Regelung dieser Fra* wird durch da» demnäthst edche nende Schank- s'ätter-Gdey ersoigen. Gin Antrag Mam» bezweckt. bei Neuregelung der Arbeitsfchutz- gefebe dahin * tr-rwn. dah das Verbot der Herstellung von Schlagsahne. Seer*» Gis uha an Sonn- und Feiertagen baldigst fällt. Der Aeichsverband»oorslhmde Röster saate ests» t'rhende Bedclgung der Sache zm Zu dem Antrag Worms Staats- und Rommunal- be amten die Xednabme an gewerblichen lln- temebmungen sowie yebe sieben arbeit zu unter- sagen, nahm der Aetd'soerda '.dsvoesi'rnde etn- gebend Stellung, und erflärte. dah ein Verbot cul gesetzlichen Gründen nicht möglich sei. G»n weiterer Antrag de»'eiben Verein», die Vergnüg u na» st e u e r s ä tze denen der Ätnof glcichzustellen. und dte Jtommunen zu veranlaffen. i ch voll und ganz den Aelchsbestimmungen anzu- passen. tmrd bereits vom 2k «dl» Derbe nb
t>ersolgt. 3um Schluffe t*r Taguna wurde auf Antrag he» Gastw ris Schmitz Darmstadt als nächster Verbandstagsoet gewählt
Sm Feste»ten. bet dem die Rapelle tx» Inf- 3eg»s 15 G ehen kvnzerktertr. Idtetc zur 25- jä origen Jubelfeier des Gastwirteverein» Bunbach über
Oberhessen.
Landkreis (Hießen
ck Heuchelheim, ll Mat Die vor einigen Wochen von der hie'igen Ortsgruppe de» Aelchsbunbes der R r i e g s b e f ch L d i g - ten und Hinterbliebenen gegründete g e- mei nnützige Baugenossenschaft Heuchelheim beabsichtigt. In diesem Jahre zwölf Siedluntrsdauten austuführrn. In den letzten Lagen hat die Gesellsdras» do» gesamte Gelände links der Diebertalbadn von der W'lhelmstraste bi» zur Heineftraste tum Wohnhausbau erworben.
n Groben-Linden 11. Mai Dank der Baufpaekonten - GinriLtuna leiden» der Bo- ztrksfparkasfe Giesten werben hier In bielem Jahre 4 neue Wohn hä ufe r durch Bau- Iparer erbaut
Lollar 11. mal. Die Errichtung eines Gefallenendenkmals für die 58 Opfer des Weltkrieges au» unterer Gemeinde
dürfte Rwemebr chrrr er ;egeM»
geben Ver_-.atzt durch her hr 'm <M* .jrtt laut gewoede* 2^-n'ch dreier ?-^teck- p^ichc den gefalle** Helden acg<nnb.T M» «*• süge* bette W!»rg : *tster Schmidt dte Bev- trettr 'ir’iixer Bermne m rtrtfT -knbe» •yrcPunj tx ber. 3« cheni^ bet SGute et* getabrn Dte Abs prache »rtate Verweise volle Üetvre rftieetM*j t mm Go»
«rllene7che*tmal zu errtchren. Ütbrr de* Ort der 3u«2rilL-a k:*M Mri An'ichten s* WoNe. dte et* für de* alle* ffr^p* •u~ »"weg. die archerr ssr dr* neuen 5ne*5c‘ m 3i*c des Üollam Ropie» Unter Baeü^^: gute» der WO ertrage** Umstände glaubte «*■ ichllechNG doch der Gericht u-g bei S- Är.rgfTjtIber* aut dem alten Uruti?« de* j £<b<a »u müste*. und beou'tmgte daher den - ' ;<vr - "-bet nil der chinhc'una vom enNpeechemden Gntvür'e-. für dicke Stelle Dte Fru^e der G«!dbckchaH>W wurde aleichfalls ertrtm Atck AmregU*» mehrerer »e*te«n>erat»m igsteder feil zumschft die GemeindevertretUng nm BerrUstellung der Mittel eckucht werden. 3* Ambe«rach« der WAmbene* Einmütigkeit will man wen* von brr «Ptnberu» lung einer Vürgerwriaorn« ung absehe*, den* e» waren alle Ärette bet bw4« Bckprechung bei* treten
L Lollar. 11. Mat. Zu der dte» .'5r.gr* Gafallenprtzf mna hatten sich U Mninge cer-.Xbrt und zwar 3 tettanbaurr 2 WethhiM- der. 1 Schreiner 2 ,^**erleuie. 5 Schifter uxb
'■
zwar I mit der Aote .tebr g*T. Z m l der Aste _guT und 6 mil der Hete bestanden Aach der Verteilung der Gefckiendrmse dickt der Voo l'tzende des Gewerber-erckn». Spei^t*-,ckstar Gerhard Fuchs, et* Anfpwche an fr« Jus .. Hellen und lieh fie 'm Aamex der Ha-.^_>« '.rk^mmer geloben, das Handwerk aT-rwU hochzuhalten und zu fördern. Der Drüfuegsie«.n>-r. Vakwe Da ab. richtete einen warmen Appell an dte Drüsttnaa und fand anerkennende Worte für km» HantzmerL dem er tei-mn .oMbencn Boden' wteder wäf chse. Bürgermeister Schmidt b,«lt et* Ln'peache über den . landroerkeriinnfpench .Wer ist Gckellek Der etwa» kann. Wer tft Meisters Der etwa» «da**. Wer ist Lehrlings 3ebct*iami." ,sim*termckst* Schelm ermunterte dte Gesellen daht*. nach r.ntger Zeit das Fell eilen ui fchrürmi und bto auszuwandern. lua-n und Übern offen z* hallen und als tüchfae 3etelkn st, dte Heimat »urück- jufebte -t Aachdon der Bockitzende noch tte» Jn» terck'e des Schr-' ^r-»ci'.e.e Arnold, brr Aber 50 Jahre fein Handwerk als Mefte: beirtebe*, getobt, dankte er dem Prufunasleiter Rett* D a a b. den Meistern her Iu x dte*. den T*tü- sungsmeifiert' und ®rüfungtgr<< ten und alle*. Me 8 um Gelingen beiger ragen haben. 3ung*frf1c tbeorg R reipel sprach den Dank bet ’-rng- gckcklen aus
Tj Großen-Bufeck 11. Mat. Bei ber m u na über die von einem
diesige* Lvnbwirte gewünschten flelbbeteixl» vi u ng wurde die zur Ablehnuna deckeiben eckarderilche Slimmenaahl nicht «rreichr Wie leicht die von vielen Aadsahr.m aepfbge* Unsitte. noch einen Fahrgast mitzunehme*. schkim,* folgen haben kann, muhten ar>ei Junge Leute von hier erfahren Aus der abichüftiam Srraha im Siestener Wald brach plötzlich di« Gabel. und beide Hadrer ftüre-en auf die vtraste
•
litt das mltfabr.-nbe Vlädn eine schwer» Ropf Verletzung
t Gründer g. 11 Mai 3* den letzte* Jahren find hier 27 Wohntzaasbautex. darunter mehrere Dopvelhäu'er unb r<dX ansehnliche Gebäude errichtet worben dzw Im Bau begriffen
== Llch. 11 Hat th< i* ber letzten Haupt- Versammlung un|ere» lurneerfin» Peschlo!»e.re Sagung^nberurg machte eine Reowatzl de, V o r ft i n b e • not,
lung E» wurden gexcktzlt: 1. Vot'-tzender st
Das „blaue Ländchen".
Aus der Heimat des Dichters Fritz v Unruh.
Bon Anni Schaefer
Das blaue Ländchen! Damit bezeichnet man feit der Reformation, deren Getft besonder« In dem ftlllcn Lahntal starke Dur^-l gelchlaaen batte, die einstige Grafschaft das nachmalige Fürstentum Aaisau-Dle^. wohl tm O.-gcnlaa tu dem äugtentet b.n lchwarz.n' la:hol ich gebliebenen Äur-'tder. eine Deutung, die v elleicht dadurch ihren Sinn erhält, bah die Landbevölkerung zwilchen der einstigen Aesidenz Diez bi» gegen Wiesbaden In ihrer Aationaltracht die blaut Farbe bevorzugten 3m Dolksmund nannte man die Äesvrmterten die Blauen was Immerhin dul < nen t.-'J I '
Umschlossen von Lahn und Aar liegt hinter dem Tunnel der Lallperr« vom Abe'n labn- aufwärts wie ein Holz^ch-itt alter Meister eingebettet in einem grünen Xalle’lel. die einstige Xetbenj Aassau-Di.z Wie muten au» den altersgrauen Städten deiausgewa^ien. dominiert auf heilem Dorpdvrfellen das »innengekrdte. altehrwürdige Schlosi ein Baudenkmal aus dem 11 Iahrdunbert b«r Sitz der ..Herren von Die,", ivo Fürsten- und Rönigstöchtcr als Aerrf*crinnen einzogen wo sich Geschichte abfr-'.elte und der Dreißigjährige Rrieg leine Greuel binetntru^
Drei höbe Frauen lind es gewesen die. Itüb verwitwet, als Aegenkinnei alten Är'.eg«- ntzten des olelumhntlenen Landes t* bewunbe- rungswurbiger Kühnheit und Ausdauer stanb- gehalten batten. Thron und Volk vor dem Untergänge erretteten Me Fürstin Sophie T ebw g. eine aebotene 'Ortnwlhn von Braunschweig, daun b'.e Fürstinnen Albertina, gebotene Drinzellin von iallau-Cranien, und Amalie von Anhalt, deren Rachtommen die Dynastie Oranten in Holland begründeten
War D ez wo Herzog Adolf bis zur •*"- Verleidung b<« Hetzo>',tu!- e HeNen-AaKau in Prauften ISdä> au’ Schlaft Oran enftein den Sommer über Ho» hielt, «ine litte Stadt geworben. so drohte ihr burch dte Auflösung der Garnison eine gänzliche Berarrnuna Rist nach mehreren Jahren nachdem sich die Gemüter der allen Hckfeo-Zla er beruhig: hatten, wurde die alte in 'djbnen Barock erbaute Rater* die einst höheren Zwecken des fürstlichen Dauies Ownteri diente wie dar beoöllert. ja. es wurde Sar t* der As he non De, ein. neue hinzu aut B'-s ,un- Ausbruch des Rrieges Isis and i'.ch tn dem von der Fürstin 3 b«rt >e l ö7d erbauten Schloß Oranten st «in. verbünde* mit der alle* Burg durch den herrlichen ©eabt- pari genannt Hain Hur fte deuten de ÄeNitnv ichule Der v-' flge f * br • •'> M
Dewodner von Diez abermals in eine überaus schwietiac Laae Das Städtchen bekam eine starke ranzöfifche Besatzung, die Ginwobnerscha’t ge-
•n mit Nm neuen Bürgcrmetster. Aubert Heck, für Die, Habt, ber neben ge'ch:ch:luhen Derlen über sei* Heimat auch die ttbronik der Stadt Diez ver- faftt hat, fetzte alles barai. bas Labnstäbtchen vorerst in kultureller Hinsicht zu beben ®lne vorbildliche Bücherei wurde unter seiner selbsttätigen Leitung im allen Schulbaufe ein- gerichtet der im vorigen Jahre die lerühmte p eimam'-Bibllothek als Geschenk an bie Stadt Diez mit ungefähr 500 Bänden emverieidt tterJcn konnte. Gin allerliebstes Vkufeum mit wertvollen Sammlungen unb Drophäen aus fürst- li4.cn Zeiten ist entstandene Funde durch Ausgrabungen um Dicz herum, liegen hier geworfen, die auf eine Xuhur 2000 v Ghr hinweifen
Dazu schuf Avdert Heck für stch perfdnttch e ne Welt um sich tm Ge>st. aller Xrabitior.en der einstigen Herren von D'ez", in deren Diensten seine Ahnen standen, tote man bas in einer Grvftzügigkeit auf einem f© kleinen Erbens leck- <ten kaum vermi ten kann Selbst em Dichter tote Fritz v Unruh tom ie 2 ufern Zauber von la» tuckchdnheile* dem künstlertfdte* Wirken des Bürgenneisters, dem pietätvollen Auftebenlaff* vergangener Zeiten nicht widerstehen: er erwarb 'ich 1917 den einst »un Schlaft ütar.ienftei* gt» hörigen Fürst en d^.u. das logenan*le Hofhaas. fetzt ^H?f Oranten* benannt, und 'chuf sich trtr cm Dichterparadtes. baff ich letzt du'st mcknen 'Freund Heck leimenleenen teilte
Durch ergt. poeti'che winkelige •alte” und Gäftchc, vorbei an kleinen ,ufam*ungebudten. windschtefen. bann wieder vornebmen Barvck- häuschen aus fürst,!ch<n Z.s:en. ma ♦. f *r wir rat*
grür ; -'ponner.t Cilo5 herum
Aafch «men Bklck hr die Stlllsllrchr ,u Füste ber alter Burg die leit 1764 al» itendes- acht hau» cur noch arme Büfter beherbergt Wie .rücunte ich über bw Schönheiten btre» im rhURderk in edelster
'tzätrornanttchen Baues, den ich als Ät*b schwär- ‘er* Elter* nie betreten batte An den Efeilern der beiden Seiteulchifte künden Sremtu'etn eil wertvollen Aeilek», daft hier Gecktznlichle.te* aus ürstl'.chen Zelten ihr« letz!» Auhestät e gesunde* haber Wir stehen vor einem Tte^errerf eiUtH- altersicher Skulpturen von Valentin aus Ma lag. ho» '.ch b e Grs':: Walddurga toa Die, <*- itorb« « !WJr rrh zu Lr bockten tx Lede^sirvfte 'chasier fteft Als «tn W -derw.ck her deutsche* Aee- ta-.n das Era mal br» Lmlmanos ntm D«, W'hckm von Braubach l*t- be« »ckchoei werden decken Sck^pter lckder in feiner
Urfunbc auf,uflnhen ist Eine bedeutsame Se- btnütoürbtd'ri: birgt seitlich der Orgel das sinke .Kirchenschiff Hier ruht in einem kost baren Sarkophag aus D e,er und Florentiner weift und schwarzem Marmor reich verziert mit Wappen unb Krone, die Fürstin Amalie. Witwe des Fürsten Heinrich Ra'imir von Aaffau-Dte-^Ora- n en. Sell un.benllidter Zett stand dte'er Mo*u- mer.laUarg tief unten In ber Fürstengruft, burH Feuchtigkeit dem Veckall pretsgegeben, bis l „ Lodert Heck tn pietätvoller Weite heben lieft unb fo vor der gänzlichen Vernichtung rettete. Mit Unterstützung des hottänbikchen Rdnigs- Hauses lieft Heck ihn gründlich renovieren und bereitete ihm dann die würdig« Stätte.
Vorbei an dem gegen den Stadt park auf- steigenden Sri«Übel dem hohe 'Tappeln unb dreitästige ÄaÜani<nl4'ime ein fre rnd tches Ge- präge geten, nahten wir uns dem Heim Fritz v Unruh», wo wir von dellen Mutter, ber Generalin Erzellenz v Unruh, »um lee erwartet wurden
Da wo die Lahn ihren oberen *■ 3^g<n um das Areal des etir'te» Qrantzensterx zieht, duckt sich unter alten bechtbelaudten Bäumen des groften. parkartigen Gartens, der am Flusse mündet da» Hofhaus Oranten". Durch et* einfache Gitterrür betrete» totr M Dichters „ Para- btt»* Eine lau1 Ouge lanxenaUee mit la. deren Kieswegen führt uns zu dem langg«streckten, e.nstöcklge* Bau t* sraxzdftfchem Janbbüu»ttl aus dem 17 Jajrh-i'txrt den Fritz v Unruh nach de: oorge'u denen iten Pia.en erneuern lieft Zhe Aundd ^zen des ttoetnkngen Portals 'mb reich verziert mit anitirn Holzorxameaten Ein gebümpfter Lau der «MrHbdf, und totr be- • -ten uns nach rentaen Minuten tx dem Empfangs!aal. zugleich Dic iothek und Mold» zimmer des zur Zni abwesende- D-chters Im rechten Saaltorntel. ein 'chwo-z poltertet littet unter den hoch tHexden i.-ntzer echen nach lachen rektgefü U< Bu.e ttchränie Um ke* hohe* Ramin, den Gxtiwik A0.y4e.pwwn «rab- men tejr- talteni ch' Aenall a ,ee Stah e dte
Stur den ei loden Durch die Fen ier noch Westen bringt sich das Ibexü» licht es <Kelt unb tanzt auf de* ienchtend Nauen Zope?« Per Winde.
Uxrere Bi'ckr werden nach der a«tertiär.'-Pen Treppe gepegm. dte in das obere Stockwerk 'ührt si.-e Hr-uengestall bewegt ''-ch a*f ihr. Di, eine d- .. Ker* leinW f-e t* dem Di» r*et. di, Wwitft Fritz 0 llensH Dte hack *4' '•< Gestalt ckn«achem. hochgckchlo«. 'men Rllide stützt sich '.„cht mll bet reifte*, si. nb das ktreef artouie#* Ctlegw geii-rNff Zwei klare, rau* 3u>e-i Wil u**b- ..cher Dit, bearxfte* v*s. noch ehe dm unaome* tpmpaffhckch, 6- -nme hdrftar irtoorften ff Die
hohe, etwas ,urückeo< .chende Stirn erinnert a* die Ihres genialen Sohnes.
Wir befi'den uns ralch i* lebhaft- n Ge- bantenau«:au*<fc Mn s.-!lenem F in^e shl *t» steht es unsere G ' eckn. Gedanten u'b Ernp- hnbuncei zu deuten Ihr D'nke* sst klar und scharf ttjre Ausd.u k weite «ia*ap und bestimmt Heber d e Treppe hinauf führt he ums t* ih* intimen Wohn räume, etn* ®unrl b-f Ich als Fremdling eonz defander» zu «chitzm weift. Zu- rrft einer langen Bllck durch die .if Her Zartrosa Wölkchen blühen am JUberun Himmel, bann brenn! das ganze R raiaee*!. und dte Aellem spielen hinein in die Flute* der Poe hier aus llchtbaten. ruhig ka^inf » stenden Vabe. Wir «reim ,utü<f in den gemütlich-*, a t allerer ten flerrUL'nrequiHita 4»K< a- e er. lau* Auf dem Schrelbtifch We - tert das Bild de» Dich'er-SohneS. baneben liegt dar , Flüge bet Ulfe* Aoch rin ViertelKsmdche- re ter thag- lichen Sofaecke uxb man M’tel ,we Ire
Zuvor telreten totr »t *'o* <wgm-ber- liegmbe Heiligtum, ta» Arle: er be« ab»
toefenben Dieter» Auch t t to <‘et. toe i* aller arbet* lüum n <iie < < < Snlvetklx-
bung .m barmonifchen Fuiommenrolrtzr* Die Wände i* 'a'ker Harber mit gr-A<n «chwarze*
?<•
! rilltet unb deullcher Arno 'frni. D e «chwte- re* Fentzetbehaaus Brokat «ckatlochrvt tote die Grundfarbe der TXi-t r#e ' -me Eleganz le ernster Bornehmhe k
Auf be» alte* Ramrng« 'S macht H fich eine alle igbpn't* Doackgur k.dazsich. et* Vuddha-Büfte aus Brrrae «hre--t auf einem antiken v r einkchrn Ztt-'a>x Buch tu und Zell- 'chrtftei- l^pfachen in frltet. G Id und wett- .-olle- Po:»," z-rr E» <mb G«'. - nkr ve- bekannte* und e*ttel;nxje* G. -,rx imb Ber- ehrern. Auf dem C h:dbtl«> steht et* Bsstr er- Dante de* der D-chter ganz tec'tert ter»
Durch de Senter winkt etn adgelchlofte*» latutweote'4 von **.« * < >lich All ar Schsm- hell Stern 1M<* «legebettet In Wilde*, da berühmte, tvut Mormoeh üche um dte sich b e Lohn auf dem We* nach Oru-ientze'n 00t- bei'chli-gelt Im Süd* N, t->ch auf einem Hatsootfpnma 'itzend, aus dem 12 Iahrftmxdert i tzmme-bt Lteter«! iche ■..» bertn Fender* der Abend Flammen glüht.
Vingst tchon brur-utn die «.ekrrttchen Viren Aber di Teet fch. c!» ötr uns von der < :et*Hib*n Mutter btes Dchtets verabschiede-
M b ga-z r Ba beb :r-.der Tret .'ruckst 'tr :te* ttlr fchweigend durch d e buefU ToneenaUet dem Am«gang, zu Heim ■* bkitz» en die Ster*


