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Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 11. Augnst 1927.

Perspektiven der Verkehrstechnik.

Der Philosoph, der Staatsmann und der Politiker haben nur noch geringen Einfluß auf die großen Veränderungen Im Leben der Völker. Während der letzten 100 Jahre haben die Fort­schritte der Wissenschaft in den menschlichen Lebensformen größere Wandlungen hervorge­rufen. als in voraufgegangenen Jahrtausenden vor sich gingen. Welche weiteren Veränderungen werden in den nächsten 50 Jahren zu erwarten fein? Wird der Mensch imstande sein, die Kräfte zu seinem eignen Wohlergehen zu mei­stern, die ihm die Wissenschaft erschlossen hat und noch erschließen wird, Kräfte, die, wie sich schon genügend gezeigt hat, menschliche Wohl­fahrt ebenso zerstören wie aufbauen können?

Auf dem Gebiete des Transports verspricht die Entwicklung des Flugwesens die meisten lleberraschungen zu bringen. Seitdem im Jahre 1908 die erste Maschine sich beflügelte, brachte jedes Jahr, mit der Zeit jeder Monat und fast jede Woche, einen neuen Rekord weiten oder schnellen Fliegens. Es ist jedoch nicht der Re­kord. sondern der regelmäßige Dienst und die rasche Ausbreitung des Flugverkehrs, die un- sere Lebensformen zu verändern beginnen.

In Queensland, in Australien, wo einzelnen Personen Viehweiden von größerem Flächen­umfang als England gehören, beginnen die Squatters Aeroplane für die Desichtigung ihrer Herden zu benutzen. In London wurden schon Aeroplane mit zusHimnenfaltbaren Flügeln, die die Unterbringung in gewöhnliche Garagen gestatten, für weniger als 16 000 Mk. verkauft. Es gibt acht Aerodroms, in denen man lernen kann, ein solches Flugzeug zu bedienen. Wenn erst Flug­zeuge für V6 dessen, was sie. heute kosten, zu haben sind und das Risiko noch ein wenig herab­gemindert sein wird, dürfte der Motorwagen als veraltet gelten, weil der Aeroplan sich sowohl auf dem Boden wie über ihn bewegen kann.

Zunehmende Geschwindigkeit des physischen Verkehrs, zunehmende Befreiung von der Last physischer Anstrengung wird begleitet fein von einer noch großartigeren EntwiÄung des geisti­gen Verkehrs. Der Bedeutung des Radio für das geistige Leben breitester Volksschichten werden wir uns erst allmählich bewußt. Der Entwicklung der drahtlosen Telephvnie harren noch unbe­grenzte Möglichkeiten. Rach 25 Jahren werden Fernsehapparate so standardisiert sein, daß sie fast in jedem Heim zu finten sein werden. Wir wer­den die Szenen der Zeitgeschichte, wie sie sich in allen Teilen der Erde abspielen, mit Augen und Ohren verfolgen können.

Perspektiven!

Erste Hilfe bei Unglücksfällen.

Leider ist bei einem großen Teil der Bevöl­kerung oft noch eine ziemliche Unklarheit über die erste Hilfeleistung bei Llnglückssällen Au beob­achten. Die unglaublichsten Mittel werden oft angewandt, die teilweise gerade das Gegenteil dessen bewirken, was erreicht werden soll. Rach­stehende kurze Ausführungen sollen versuchen, ein Ratgeber für die am meisten vorkommenden Arten von Unfällen zu sein. Es ist selbstver­ständlich, daß bei schwereren Fällen immer die Hilfe eines Arztes in Anspruch genommen wer­den muß.

Bei Schnittverletzungen ist die Wunde nach Möglichkeit trocken zu behandeln und nur wenn diese beschmutzt ist, reinige man sie mit abgekochtem Wasser. Das auf der Wunde hart gewordene Blut wasche man nicht ab, denn es ist ein natürliches Schutzmittel gegen das Eindringen von Staub und Unreinigkeiten in die Wunde. Am besten legt man sofort einen Ver­band an.

Bei Brandwunden übergieße man gleich die Wunde mit Salatöl und schließe sie dann mittels eines guten Verbandes von der Luft ab. Hat man Oel nicht zur Hand, so tun auch rohe Kartoffeln, in Schäden geschnitten, auf die Brandwunde gelegt, sehr gute Dienste. Bei schweren Verletzungen bestreue man die Wunde mit doppelkohlensaurem Ratron oder lege eine mit Drandliniment dick bestrichene Watte darauf und verbinde sie gut.

Bei Insektenstichen ist die Haupt­bedingung, nicht zu kratzen, da dadurch dos beim Stid> in die Haut gekommene Gift weiter ein* dringt und so leicht zur Blutvergiftung führen

kann. In der heißen Jahreszeit ist eS am besten, sich bei jedem Ausflug mit einem Fläschchen Sal­miakgeist zu versehen.

Bei Vergiftungen sind sofort starke Brechmittel zu reichen. Hat man nichts anderes zur Hand, so lasse man starkes Salz- oder Seifenwasser einnehmen. Auch das Kitzeln des Halses mit einer Feder ruft einen starken Brech­reiz hervor. Bei Vergiftungen ist in jedem Fall schnellstens ein Arzt herbeizuholen.

Rei Wundlaufen der Füße reinige man die wunde Stelle sorgfältig mit Wasser von etwa daranhängenden Wollfasern, Schmutz oder der­gleichen und reibe sie mit Lanolin ein. Auch be­streicht man vorteilhaft ein Stück reines Leinen mit Salizyltalg und bedeckt damit die wunde Stelle.

Bei Ohnmacht lege man den Körper hori­zontal, lockere die anschließende Kleidung und besprenge die Schläfen mit kaltem Wasser. Gut ist auch das Einreiben der Schläfen mit Zitronen­oder Essigwasser. Ebenso zeitigt der Geruch von Salmiakgeist guten Erfolg gegen derartige An­fälle.

Gießener Wechenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Vutter 170 bis 190, Matte 25 bis 30, Käse (10 St.) 60 bis 130, Wirsing 15 bis 20, Weißkraut 15, Rotkraut 25 bis 30, gelbe Rüben 15 bis 20, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 30, Römischkohl 15, Dohnen, grüne 10 bis 15, gelbe 15 bis 20, To­maten 25 bis 40, Zwiebeln 15, Meerrettich 100, Rhabarber 15, Pilze 35 bis 40, Kartoffeln/ 6 bis 7, Frühäpfel 25 bis 35, Falläpfel 8 bis 10, Dirnen 25, Kirschen 20, Heidelbeeren 30 bis 40, Stachel­beeren 25 bis 30, Johannisbeeren 25 bis 30, Himbeeren 40, Preiselbeeren 60, Pflaumen 20, Zwelschen 30 bis 70. Mirabellen 35 bis 70, Reineclauden 30, junge Hahnen 100 bis 110, Suppenhühner 100 bis 110 Pf. das Pfund,' Eier 13 bis 14, Blumenkohl 20 bis 60. Salat 5 bis 10. Salatgurfen 20 bis 40. Einmachgurken 3 bis 5. Endivien 10. Ober-Kohlrabi 5 bis 10, Rettich 10 Ps. das Stück: Radieschen Bd. 10 Pf.

Bornotizen.

Tageskalender für Donnerstag. Verfassungsfeier für 1927: 8.15 Uhr im Stadttheater. D. f. B.: 8 Uhr, Universitäts-Caf6, Jugendver- fammlung. Palast-Lichtspiele:Der Feldherrn- hügel". Astoria-Lichtspiele:Die Flucht in den Zirkus".

Aus dem Staött^eaterbureau wird uns geschrieben: Vielseitigen Wünschen aus den Kreisen des Publikums entsprechend, findet am Dienstag. 16. August, abends 8 Uftr, eine Wiederholung vonD e r ©arten Eden" von Rudolf Dernauer und Rudolf Oesterreicher statt. Das Stück hatte bei seiner Erstaufführung im Stadttheater am 2. August einen starken Erfolg, der zum Teil der spannenden Handlung des vor­züglich auf Wirkung gearbeiteten Werkes, zum Teil aber auch der geschickten Inszenierung und flotten Darstellung zuzuschreiben war. Es ist zu hoffen, daß auch die zweite Aufführung von Der ©arten Eden" ein stark besuchtes Haus bringen wird.

** Das gestrige Gewitter, das sich zwischen 8 und V,9 Uhr abends über unserer ©egend entlud, brachte zum ersten Male seit längerer Zeit wieder ausgiebige Riederschläge und dürfte zugleich einen fühlbaren Temperatur­umschwung nach den hinter uns liegenden heißen Tagen einleiten. Der Landwirtschaft dürste der starke Regenguß nur willkommen gewesen fein; irgendwelcher Schaden ist, soweit bekannt, nicht crngerichtet worden.

* Ein kleiner Mansardenbrand entstand gestern nachmittag gegen 4V< Uhr im Hause Mühlstraße 5 in der Wohnung von Plank. Die Feuerwache wurde sofort benach­richtigt, jedoch nahmen beherzte Leute inzwischen mit dem Feuerlöschappavat bereits die Bekämp­fung der Flammen vor. Als ein Feuerwehrmann nach wenigen Augenblicken an der Brandstelle erschien, war die Gefahr schon beseitigt. Gin Teil der Fußbodenbekleidung ist durch die Flammen zerstört worden, außerdem sollen dem Besitzer die Kanarienvögel znitverbrannt sein.

* Der Siebenschläfer im Bett. Eine unliebsame Ueberraschung erlebte am Diens­tagabend ein auf der Wellersburg beschäftigtes junges Dienstmädchen. Als das Mädchen sich abends zur Ruhe begeben wollte, fand es zu seiner Bestürzung einen unerwarteten Gast in Gestalt eines zierlichen graubepelzten Ragetieres im Bett vor, das später von sachkundiger Seite als ein Siebenschläfer festgestellt werden konnte.

In der begreiflichen Aufregung wurde das ziem­lich selten vorkommende Tier leider nicht ge­fangen, sondern getötet.

* * ©ruppengepäckmarsch unseres Bataillons. Das Grenadier-Bataillon ver­anstaltete gestern vormittag als Auftakt zu seinen diesjährigen sportlichen und militärischen Wett­kämpfen einen ©ruppengepäckmarsch (volle Be­lastung) über 20 Kilometer. Die Strecke führte über Straften und Wege durch wechselndes Ge­lände und wurde den Führern der Gruppen erst unmittelbar vor dem Start bekanntgegeben. Die Gruppen (1 Führer, 8 Mann stark) mußten mit mindestens 7 Mann in möglichst kurzer Zeit das Ziel erreichen. Da der Marsch gleichzeitig eine Vorbereitung auf die demnächst beginnen­den Manöver war, beteiligten sich die Kom­pagnien in ihrer ganzen Stärke an diesem sportlichen Wettkampf, aus dem die Gruppe Unteroftz. Jung, 1. Kompagnie, mit 9Mann in der guten Zeit von 2 Stunden 50,27 Minuten als Sieger hervorging. Zweiter wurde die Gruppe Unteroftz. L i p p e r t 2. Kompagnie, mit 7 Mann in 2 Stunden 51,23 Minuten, 3. Gruppe Unter» vftizier Hüfner, 3. Kompagnie, mit 7 Mann in 2 6tunten 57,49 Minuten. Bei dieser Ge­legenheit sei erneut auf daS militärische Sport­fest unseres Bataillons hingewiesen, deften Haupt- entschei düngen am Sonntag, 21. August, im Universitäts-Stadion ausgetragen werten.

"Die Tagung des Verbandes der Hessischen ©eschichts- und Alter­tumsvereine findet am 20. und 21. August in Büdingen statt. Am ersten Tage ist u. a. ein Licht­bildervortrag von Dr. B. Lade überDie Ent­wicklung ter Stadtbefestigung in Büdingen", am zweiten ein Lichtbildervortrag von Prof. Dr. Aubin, Gießen, überDie historisch-geogra­phischen Grundlagen ter hessischen Geschichte" vor­gesehen. (Räheres in der heutigen Anzeige)

** Farbenänderung der 5-Pfennig- Marke. Da die neue 8-Pfennig-Marke mit dem Kopfbildnis Beethovens wie die Marke zu 20 Pf. in dunkelgrüner Farbe vorgesehen ist, wird künf­tig, um Verwechslungen zu vermeiden, die Marke z. 5 Pf. mit dem Kopfbildnis Schillers in einem helleren Grün als bisher hergestellt.

' Ein weiterer Block Rotwohnun- g e n bei ter Margarethenhütte ist in den nächsten Tagen bezugsfertig. Hiermit ist die Anzahl der dort erstellten Wohnungen auf 37 gestiegen.

" Behelfsbauten der Gewerbe­schule. Mit der Erbauung von Behelfsbauten für Zwecke der Gewerbeschule in der Rodheimer Straße ist seit einigen Tagen begonnen worden. Es werden sieben Schulsäle mit Rebenräumen und Aborten erstellt, die bis zum 1. Oktober in Benutzung genommen werden sollen.

' Landesjugend-Sonntag inHes- s c n? Die evgl. Landeskirche in Hessen, als die einzige in Deutschland, hat den Landesjugend- Sonntag eingerichtet, um an diesem Tag die gesamte evangelische Jugend gerate in den Jah­ren, die vielfach für das ganze Leben entschei­dend sind, über alle trennenden Unterschiede des täglichen Lebens hinweg ftiiuutoeifen auf das hohe Gut des Glaubens und ferne Kraft, der uns zum Dienst an der Gemeinde führt. An diesem Tag soll sich die Kirche nicht nur an die mehr als 10 000 Jugendlichen wenden, die in evan­gelischen Jugendorganisationen Hessens zusam­mengeschlossen sind, sondern an die gesamte männ­liche und weibliche Jugend von 14 bis 21 Jahren. In diesem Jahre findet der Landesjugend-Sonn­tag am 28. August statt. Zu seiner Feier in den einzelnen Gemeinden sind die Vorbereitun­gen bereits im Gange, damit es ein rechter Feiertag werde: Unsre Jugend ist ja das Beste, was wir haben.

Kunst und Wissenschaft.

Georg-Büchner-Preis 1927.

Der Georg-Büchner-Preis, der all- jährlich am Tage der deutschen Reichsverfassung ver­liehen wird, wurde in diesem Jahr dem Kammer­sänger Johannes Bischoff vom Landestheater in Darmstadt und dem Schriftsteller Kasimir E d - sch m i d in Darmstadt zuerkannt. Die von Professor Rudolf Koch in Offenbach geschriebenen Urkunden haben folgende Texte: Dem Sänger Johannes Bischoff hat das hessische Volk in dankbarer Würdigung seiner langjährigen und von hoher künstlerischer Gesinnung getragenen Leistung im Dienste des Hessischen Landestheaters den Georg- Büchner - Preis 1927 verliehen. Das hessische Volk verleiht dem Dichter Kasimir E d s ch m i d als ein Zeichen der Anerkennung für sein vom Geiste

neuer Zett und neuer Spvachform geprägtes Schaf­fen den Georg-Büchner-Preis 1927.

Alte fiunff In Darmstadl,

Das Hessische Landesmuseum hat jetzt in 24 Sälen in einer aufterordenlichen Vollständigkeit alles bewegliche Kunstaut der Länder am Mittelchein aus der Zeit des 8. bis 16. Jahrhunderts gesammelt und in übersichtlicher Weise zur Ausstellung gebracht. Aus Museen und Bibliotheken, aus Kirchen, Dom- schätzen und Privatsammlungen sind die mehr als 700 Leihgaben zusammengekommen. Sie bieten ein repräsentatives Bild der mittelalterlichen Kultur dieser ©eaenben, welche mit ihren Bischofssitzen in Worms, Mainz, Speyer, Limburg, Trier und der ehemals freien Reichsstadt Frankfurt a. M. in ihrer Mitte einen beträchtlichen Teil der deutschen Shiltur ausmachen.

75jähriges Beftehcn des Römisch-Germanischen Zentralmuseums in Rkainz.

Das Römisch-Germanische Zentral- mufcum zu Tlaim kann in diesen Tagen auf ein 75jähriges Bestehen zurückblicken. Aus die- fern Anlaß findet vom 1. bis 3. September ein Fest- akt statt.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die Verkehrssperre im Seltersweg.

Wenn ich schreite Verkehrssperre, dann geschieht dies bewußt, es follte zwar eine Verkehrsregelung sein, ater geregelt ist der Ver­kehr nicht, wohl aber am Haupteingangstvr ter Stabt abgeriegelt.

Es zeigt sich auch hier wieder, daß zwischen Praxis und Theorie ein himmelweiter Unterschied ist, und es darf wohl angenommen werden, daß Vie von den Anliegern des Selterswegs zu machenden Vorschläge ernstlich geprüft werden und die Regelung so getroffen wird, daß die An­lieger nicht geschädigt werten und auch das Publckum so wenig wie möglich belästigt wird.

Alnb nun komme ich auf den Kern der Sache selbst. Meines Erachtens - und das ist auch die Ansicht einer schr großen Zahl derer, welche täglich im Seltersweg zu tun haben ist ter Verkehr überhaupt nicht derart, daß von einer UeberfüKimg ober großer Unsicherheit gesprochen werden kann. Jedes Kind aus ter Stabt weih, baß, wenn es in die Hauptstraße kommt, achtzu­geben hat und nicht sorglos von ter einen auf bie andere Seite laufen darf. Es dürfte voll- fommen genügen, wenn für Autos und Räder jeder Art eine bestimmte Geschwindigkeit bzw. Langsamkeit vorgeschrieben und scharf hieraus geachtet wird. Darm dürfte es genügen, wenn außer dem Derkehrswachtmeister am Selterstor noch einer in der Mitte und einer am Kreuz- plah postiert würde. Diese müßten dann ver­kehrsbelehrend auf das Publikum eintoirfen. Immer rechts gehen", muß es lauten, und wer dann nicht folgt, der muß eben ausgeschrieben werden. Äebrigens war weder gestern noch heute in der Hauptverkehrszeit zwischen 12 und 13 Uhr der Verkehrswachtmeister am Selterstor zu sehen.

Die Herren an maßgebender Stelle mögen einmal überlegen, was es zu bedeuten hat, wenn der Fremdenverkehr nicht tn die Stabt, fonbern vorbeigeleitet wirb. Ebenso ist es für die vielen im Süboiertel wohnenden Menschen, welche mit tem Rate ihre Besorgungen machen müssen, un­erträglich, wenn sie am Eingang, der Haupt­geschäftsstraße Halt machen müssen.

Ein Teil ter tn der Protestversammlung im Prinz Earl" antoefenten Anlieger glaubte auch mit einer Regelung in umgekehrter Richtung (also Einfahrt vom Selterstor aus) einberftanten zu fein. Man kann hierüber geteilter Meinung sein; aber allgemein war man der Ansicht, daß die jetzige Regelung grundfalsch ist. H. D.

Berliner Börse.

Essekten-Frühvcrkehr.

Berlin, 11. Aug. (WTD Funkspruch.) Der heutige Dormittagsverkehr zeigt eine wei­tere freundliche Tendenz, ist ater vorläufig noch ohne Geschäft. Man hort nur Farben mit 319 bis 319,50. Am Devisenmarkt liegt Paris bei 124,03, Mailand bei 89,30, Spanien bei 28,64 und das Pfund bei 4,8606.

Sprechstunden der Redaktion.

12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschlossen.

Verantwortlich für Politik: t. V. Emst Blumschein.

V war der Jierrfch

die alle Schwierigkeiten und Qehirnftrapazen mühelos

/ C C / // /? i r 1 überwinden laffen. 'Ware es 'Kart V. vergönnt gewefena,

diefe fa beinafren Afarken zu rauchen, fo wäre er auch nicht auf feine 'Uhren-föarotte verfallen, fondern hatte feine 'Völker friedlich und 'verftdndig regieren gelernt.

in defjen Keich die Sonne nidituntergingf gefegt denjall, daß fieftch nicht gerade verflnftert hafte.'Verzweifelts über feine 'Regiererei, in deren 'Verläufer von feiner"' 'Zelt immer weniger kapierte, zog er fleh ins' cKlofter"' San 'TJufte zurück, und fammelte 'Uhren mit der fixen '3aee/ ihnen den gleichen Schlag beiza bringens. fXber wie tief war er erfchufferf als ihm das abfoluf' nicht gelingen wollte ! <5r warf den 'Uhrfchluffel an die Wand und nannte wie Salomo alles eitel.

'Bei folchen fchwierigen Arbeiten bedarf es vor alterns eines Anregungsmittels, damit das film be/fer arbeit fei, die Qedanken fchneller kretfen. fliehfs cBef[eres~-^ wußten wir für fblche Zwecke, als die ein wundervolles Aroma verbreitenden 'Zigaretten Gmttna

miraimuiHiwfti

Einladung

zur Tagung des Verbandes der Hessischen Geschichts- und Altertumsvereine am 20. und 21. August 1927

in Büdingen.

Am 20. August: 20'/, Uhr Begrüßungsabend imFlirstenboft und Lichtbildervortrag von Herrn Or. Lade überOle Entwicklung der Stadtbefestigung In Tübingen".

Am 21. August: 12 Uhr Lichtbildervortrag Im Rathaussaal von Herrn llniv.-prof. Or. Aubin-Gießen überOie historisch-geographischen Grundlagen der hessischen Geschichte". - 13'/, Llhr Mittagessen imStern" (preis 2 Rm.), anschl. Führung durch Büdingen.

Oer Büdinger Geschichtsverein besorgt den Teilnehmern Quartier; Anmeldungen für Quartier und Essen sind bis zum 12. August an Herrn Prof. Dr. Frdr. Müller, Büdingen, Steinweg 15, zu richten. Wir bitten unsere Mitglieder um zahlreiche Beteiligung. TaMD

Oberhessischer Hessische

Geschichtsverein. Vereinigung für Volkskunde.

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