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6 Tagen Gefängnis bestraft. Der ältere Sohn N., der Angeklagte W. N., hielt später nochmals den K. 5). an, und verprügelte ihn mit den Händen. K. S)., der erheblich schwächer als W. N. ist, zog das Messer und stach damit dem W. N. in den Ober­arm. Bei letzterem mußte zugunsten des K. H. Not­wehr angenommen werden. Es war ihm nicht zu widerlegen, daß er sich anders gegen seinen viel kräftigeren Gegner hätte wehren können. Er wurde srcigesprochen. W." N. erhielt wegen einfacher Kör­perverletzung eine Geldstrafe von 10 Mark, evkl. jioei Tagen Gefängnis.

Unter den Bewohnern einer hiesigen Baracken­ansiedlung scheinen z. T. die unerquicklichsten gegen­seitigen Beziehungen zu herrschen. Einen Einblick gewährte die Verhandlung gegen den Arbeiter S., der in eine Geldstrafe von 40 Mark, evtl. 8 Tagen Gefängnis genommen wurde. Er hatte gemeinsam mit seinem noch strafunmündigen Sohn den Mit­bewohner H. auf der Straße angefallen. Er selbst packte ihn von vorn und versetzte ihm Hiebe mit einem Stock, wäbrend der Junge.dem H. mit einer Axt von hinten gegen den Kopf schlug, so daß H. bewußtlos zusammenbrach.

Strafkammer Gießen.

Gießen. 8. Juli. Zwei Weißbindermeister aus F r i e d b er g waren vom Amtsgericht zu erheblichen Geldstrafen verurteilt worden mit der Begründung, daß sie bei der Voranmeldung zur Umsatzsteuer ihre Umsätze absichtlich zu ge- * ring angegeben hätten. In der Derusungs- Instanz behaupteten die Verurteilten, sie hätten über ihre Umsätze keine Aufzeichnungen gemacht, sondern diese jeweils auf Grund der geführten Lohnbücher ermittelt und fühlten sich nicht schul­dig. Da aber festgestellt wurde, daß Beträge vvn 10 000 Mk. und 6000 Mk. zu wenig angegeben worden waren, kam auch die Strafkammer zur Verurteilung, allerdings nicht wegen vorsätzlicher Steuerhinterziehung, sondern wegen Steuerge­fährdung.

Ein Dienstmädchen aus H a r t m a n n s h a i n hatte Berufung eingelegt gegen ein Urteil des Amtsgerichts Orlenberg, durch das sie wegen Diebstahls eines goldenen Ringes zum Rachteil ihrer Dienstherrschaft zu vier Tagen Ge­fängnis verurteilt worden war. Da sich vor der Strafkammer her-ausstellte, daß dje Ange­klagte zur Zeit der Tat noch nicht 18 Jahre alt war, wurde die Sache zur nochmaligen Ent­scheidung durch das Jugendschoffengericht nach Ortenberg zurückverwiesen.

Die Berufung eines Anstreichers aus Lang- Göns gegen seine Verurteilung wegen Wider­standes und Ruhestörung wurde verworfen, da der Angeklagte nicht erschienen war.

Kleine Strafkammer Wetzlar.

Q Ein Chauffeur aus Gießen hatte im Rovember v. I., mit seinem Auto von Wißmar kommend, in der Rähe von Launsbach eine Frau aus Launsbach angefahren, wodurch diese leichte Verletzungen und einen Bluterguß am Ober­schenkel, sowie einige Hautabschürfungen davon­trug. Gegen den Antolenker erfolgte seinerzeit Anklage wegen .Uebertretung der Krastfahrzeug- verkehrsordnung sowie fahrlässiger Körperver­letzung, die mit der Verurteilung des Ange- klagten zu 50 Mark Geldstrafe, Hilfs weise einer Ersatzfreiheitsstrafe von 1 Tag für je 5 Mark endete. Gegen dieses Urteil legten An­geklagter und Amtsanwaltschaft Berufung ein. der jedoch der Erfolg versagt blieb, denn auch die 2. Instanz sah ein Verschulden des Ange­klagten als vorliegend an und erkannte auf die gleiche Strafe.

Mehr Erfolg halte die Berufung eines Ar­beiters aus Wetzlar. Dieser Angeklagte hatte Diebstahl begangen, indem er einem Arbeits­kollegen, mit dein er die Wohnung teilte, als dieser im Krankenhaus harniedrrlag. einen Schal entwendet. Obwohl er auch heute wieder die Tot bestritt, sieht das Gericht die Schuld des An­geklagten doch als erwiesen an, ermäßigte aber die Strafe von 14 aus 10 Tage Gefängnis in Anbetracht des geringen Wertes des ge­stohlenen Gegenstandes.

Wegen Betrugs und Erpressung wurde gegen Kaffee nach Lissabon geschickt wurden. Der erste große Pflanzer hieß Raymundo Alvaro des San- zwei Kaufleute aus dem Dillkreis verhan­delt. In erster Instanz war der eine Angeklagte fveigesprochen und der zweite Angeklagte zu 100 Mark Geldstrafe, Hilfsweise 20 Tage Gefängnis, verurteilt worden. Gegen dieses Ur­teil hatte die Amtsanwaltschaf't Berufung ein­gelegt. Die Verhandlung ergab folgendes: Der verurteilte Angeklagte hatte seinerzeit mit einem Vertreter einer Versicherungsgesellschaft eine Krankenversicherung abgeschlossen. Als es nachher ans Bezahlen ging, tat ihm sein Geld leid, und er wollte die Versichrung gerne wieder r." > m .MLviavtaasnnnBusn .«L v v. lanwromv

los werden. Er ging daher zu seinem Freunde, dem anderen Angeklagten und erzählte diesem, er habe gar keine Versicherung abgeschlossen, sondern der Vertreter habe seine Unterschrift gefälscht. Dieser schrieb daraufhin an die Ge­sellschaft, schilderte ihr den angeblichen Sach­verhalt und ersuchte um Lösung des Versiche­rungsvertrages und um Rückerstattung der ge­zahlten Beiträge, andernfalls er Anzeige er­statten werde. Die Gesellschaft ging aber nicht darauf ein. sondern untersuchte die Angelegenheit und entdeckte den Schwindel. Dann erstattete sie gegen beide Anzeige. Auch diesesmal ergab die Beweisaufnahme, daß die Angaben des einen Angeklagten, er habe in gutem Glauben ge­hantelt. nicht zu widerlegen waren. Die Staats­anwaltschaft zog daher die Berufung gegen die­sen Angeklagten zurück. Dem zweiten Angeklagten, der in vollem ilmfaug geständig ist, wird die Strafe von 100 auf 150 Mark erhöht. Auch muh er sämtliche Kosten des Verfahrens tragen.

Wirtschaft.

' D i e amtliche Großhandelsziffer. Die auf den Stichtag des 6. Juli berechnete Großhandel simdexziffer des Statisti­schen Reichsamtes ist gegenüber der Vorwoche um 0.6 b. Sy «ruf 137,1 (137,9) zurückgegangen.

* Wernier von Bleichröder ge- st or b e n. Der Inhaber des Bankhauses S. Bleichröder, Werner von Dleichröder, Sohn des Seniorchefs des Hauses, Hans von Bleich­röder, ist. wie aus Berlin gemeldet wird, am 9. Juli im 37. Lebensjahre gestorben.

Abschluß der Amerikaanleihe der Deutschen Rentenbank-Kredit­anstalt. Wie die Deutsche Rentenbank-Kredit­anstalt mitteilt, sind die Verhandlungen zwischen ihr und der Rational City Company über eine neue 6prozentige Hypothekaranleihe in Höhe von 30 Millionen Dollar zum Abschluß gelangt. Die Anleihe wird am Montag, den 11. Juli d. I. in Reuyork zur Zeichnung aufgelegt werden. Vereinbarungsgemäß können die Einzelheiten des Abschlusses erst dann von der Rentenvank-Kre- ditanstalt veröffentlicht werden.

* Zur Slreiklage in der Filmindu­strie. Das Arbe'ckgeber-Lohnkartell der Filmin­dustrie hat sich, wie der Verband der Filmindu­strie e. V. mitteilt, in seiner letzter Sitzung mit der Stteiklage befaßt. Es herrschte Einmüttgkeit darüber, daß den Forderungen, die dem Tarif­vertrag widersprechen, unter keinen Llmständen nach gegeben werden soll. Vielmehr wird das Ar­beitgeber-Lohnkartell, daß sich hierin in Tleberein- stimmung mit den Tarifvertrag schließenden Ge­werkschaften, einschließlich der Deutschen Filmge- werkschaft befindet, die Erfüllung der geschlossenen er träge von seinen Tarifgegnern verlangen. Auf teinen Fall soll betriebsweise verhandelt oder abgeschlossen werden. Für ausfallende Ar­beiter sollen nach den bestimmten Zusicherungen der Gewerkschaften sofort Erfahkräfte. gestellt werden.

Franlmrrcr Börsc.

Frankfurt a.M., 11. Juli. Tendenz: fest und lebhaft. Nach der außerordentlichen Stille und Geschäftslosigkeit der letzten Börsentage ging die Börse lebhaft und f e st in die neue Woche. Trotz des morgigen Msdiotermins hat der Geldmarkt eine Erleichterung erfahren, und man rechnet auch für die Zukunft mit einer wesentlichen Ent­spannung des Geldmarktes durch die Aufnahme verschiedener Auslandanleihen. Neben der lebhafte­ren Tätigkeit der Spekulation waren heute auch verschiedene Kundenorders zu beobachten, so daß bei Festsetzung der ersten Kurse allgemein Steige­rungen von 1 bis 3 Prozent sich ergaben. Z e l l- st o f f W a l d h o f und Aschaffenburg je plus 4 Prozent. Auch Süddeutsche Zucker bei lebhaften Umsätzen plus 4 Prozent. Die Rentenmärkte lagen still. Nur Anatolier anziehend. Im weiteren Verlaufe erhielt sich die feste und lebhafte Stim­mung. Das Hauptinteresse wandte sich später J.-G.- Farben zu, die bei zeitweise stürmischem Geschäft bis zu 292 Prozent gehandelt wurden. Alle anderen Märkte blieben etwas vernachlässigt, und die Neben- märkte erlitten keine Einbußen. Die Börse schloß fest und lebl)aft. Am Geldmarkt war der Satz für Tagesgeld auf 6 Prozent ermäßigt.

berliner Börse.

Berlin, 11. Juli. Die neue Woche er­öffnete in wesentlich lebhafte re r Haltung. Das Publikum hat kleine Kaufaufträge vorgelegt und auch die auswärtigen Bankiers zeigen für Spezialwerte Interesse. Da die Börse selbst keine großen Engagements hat, bewirkt schon eine relativ geringe Rachfrage Materialknappheit. Der ungünstige Reichsbankausweis machte keinen Eindruck und war wohl auch er­wartet worden. Der Geldmarkt ist unver­ändert. Lagesgeld 7 bis 8,5 Prozent, Monats­geld 8 bis 9 Prozent. An den E f f e k t en -

Märkten traten Spezialwerte, wie Schultheiß, Ostwerke, Vereinigte Glanzstoff, Demberg, Wold­hof, Feldmühle, Mitteldeutsche Credit usw. durch Kurssteigerungen bis zu 25 Proz. aus dem Gesamtbilde heraus. Sonst betragen die Kurssteigerungen 1 bis 4 Prozent im Durch­schnitt unter Bevorzugung der Kohle n,f werte, die auf Hoffnungen auf ein positives Ergebnis der heutigen Reichs-Kohlenratssihung gesucht waren. Heimische Anleihen und fremde Renten etwas erholt. Zweite Anatolier plus 1 Prozent. Im Verlaufe ließ das Geschäft wie­der nach und beschränkte sich auf die Favoriten, die weitere Kursgewinne erzielen konnten. An den übrigen Märkten wurde die Entwickelung Uneinheitlich und es traten eher kleine Ab­schwächungen ein.

frankfurter (yvtrcMij» uv-c.

Sranffurt a. M, 11. Juli. Bei ver­hältnismäßig gutem Besuch zeigte sich im Ver­lause statte Zurückhaltung. Deutsches Brotge­treide liegt geschäftslos. Weizen unverändert, Roggenmehl schwächer als seither. Dagegen Weizenkleie ein wenig fester. Futter- und Rach- mehle sind noch immer gesucht. Altes Heu wird nicht mehr gehandelt, neues Heu stellt sich auf 4 bis 5 Mk., doch wurden Geschäfte nicht ge­tätigt. Cs wurden notiert: Weizen, Wetterauer 31,25 nom., Roggen, inländ. 27,50 nvm., Hafer, inländ. 26, Hafer, ausländ. 23,50 bis 26, Mais (gelb) 18,75 bis 19, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 40,75 bis 41,25, Roggenmehl 38 bis 38,25, Weizen­kleie 11,75 bis 13, Roggenkleie 14 bis 14,50, Erbsen 30 bis 60, Linsen 40 bis 60, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 4,75 bis 5,25, geb. 3,50 bis 4, Treber, getrocknet 15,50. Tendenz ruhig.

frankfurter SchLachLv^ehmarkt. '

Frankfurt a. M., 11. Juli. Auftrieb: 2475 Rinder, darunter 325 Ochsen, 84 Dullen, 680 Kühe, 386 Färsen, 391 Kälber; 33 Schafe; 2860 Schweine. Es notierten: Ochsen: vollflei­schige, ausgemästete, höchsten Schlachtwetts, jün­gere 62 bis 66, ältere 58 bis 61, sonstige voll- fleischige, jüngere 55 bis 57, ältere 50 bis 54; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlacht­werts 58 bis 62, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 54 bis 57; Kühe: jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachtwerts 52 bis 56, son­stige vollfleischige oder ausgemästete 45 bis 51, fleischige 38 bis 44, gering genährte 30 bis 37; Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): dollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwetts 62 bis 63, vollfleischige 58 bis 61, fleischige 50 bis 57; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 66 bis 73, mittlere Mast- und Saugkälber 55 bis 65, ge­ringe Kälber 55 bis 65; Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel, Weidemast 50 bis 35, Stallmast 44 bis 49; Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 62 bis 63, vollfleischige Schweine von ca. 200 bis 300 Pfund Lebendge­wicht 62 bis 64, vollfleischige Schweine von ca. 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 63 bis 65, fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 60 bis 63, Sauen 55 bis 59. Marktverkauf: Großvieh schleppend und Heber» stand; Kleinvieh bei ruhigey;, und Schweine bei lebhaftem Handel ausvettauft.

Berliner Proöuktenbörse.

Berlin, 11. Juli. Der feste Erundton, der be­reits m den letzten Tage der Dorwoche festzustellen war, hat sich erhalten, zumal auch aus der Provinz Klagen oorliegen, daß die letzttäwgen heftigen Nie­derschläge auf schwerem Boden Schaden angerichtet haben, auf leichten Böden sollen die Regenfälle da­gegen aber nützlich gewesen fein. Da nunmehr ziem­lich festzustehen scheint, daß mit der Roggenernte erst ziemlich spät in der ersten Augusthälfte zu rechnen sein dürste und anderseits die in den Häfen lagernden Mengen von Auslandroggen leich­teren Abzug haben, machte sich für prompte Ware bessere Nachfrage bemerkbar. Die Auslandforde­rungen waren allgemein fest gehalten. Don Ab­schlüssen war wenig zu hören. Im Zeitgeschäft waren bei Weizen die Herbstsichten leicht befestigt, bei Roggen zog Juli um 1 Mark, Dezember um 0,50 Mark an. Am Mehlmarkt blieb die Unterneh­mungslust äußerst gering. Hafer tendierte etwas fester. Das Angebot ist nur klein, und der Konsum ist genötigt, für dringenden Bedarf die geforderten Preise zu bewilligen. Gerste unverändert ruhig. Das Neugerftengeschäft kommt allmählich in Gang.

Es notierten: Roggen (märt.) 255 bis 257; Sommergerste 240 bis 273; Hafer (märt.) 251 bis 258 (behauptet); Mais (La Plata) 185 bis 187

Kurszettel dec Berliner und Frankfurter Börse

(etwas fester); Weizenmehl 36 bis 38 (ruhig): Roggenmehl 34 bis 36 (ruhig); Weizenkleie 13.25 (still); Roggenkleie 15.25 (still); Viktoriaerbsen 44 bis 56; kleine Erbsen 28 bis 32; Futtererbsen 22 bis 23; Peluschken 21 bis 22.50; Ackerbohnen 22 bis 23; Wicken 22 bis 24.50; Lupinen (blau) 14.75 bis 15.75; Lupinen (gelb) 15.75 bis 17.75;

Rapskuchen 15.40 bis 15.80: Leinkuchen 20 20,20; Trockenschnitzel 12,50 bis 13,10; Kartoffel, flocken 34 bis 34.40; Torfmelasse 19 bis lg.gg

Berliner Börse.

Berlin, 11. Juli. (WTB. Funlspruch., Rach der zweitägigen Unterbrechung ist der h^, tige Frühverkehr noch ruhiger als ge, wöhnlich. Rennenswerte Anregungen lieget nicht voy; ob der Medio noch Schwierigkeitei machen wird, läßt sich noch nicht überfein Die Grundstimmung ist freundlich. Mcn taxiert Farben auf 285 und Rh einst ah; auf 215. Am Devisenmarkt hört mat Paris mit 124,02, Mailand 89,13, London 4,855c

Eintze?crnÄt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrj stehenden Artikel übernimmt die Redaktion den Publikum gegenüb?' .ei .'cv'ci ra ttwort.rng.,

Fragen der slädlischen Baupolitik.

Erfreulich ist die Ausdehnung, die unsey Stadt im Süden an der ..Schönen Aussicht' uch im Osten an der Grünberger Straße erfahr. Sieht man die schmucken Einfamilienhäuser schönster Lage, so hasst man wieder, daß es Gieße, dereinst auch über 35 000 Einwohner bringe, wird. Vorläufig scheint die Eingemeindung^, Politik allerdings weniger auf lange Sicht, son­dern mehr im Hinblick auf die dadurch erforder­lich werden-ie Lastenvergrößerung betrieben « I werden. So hat man bei der Frage der Straßen, bahnausdehnung nach Wieseck allem Anschein nach völlig übettehen, daß diese den Gießenn Geschäftsleuten und Steuerzahlern einen trt.t größeren regelmäßigen Käufertreis zugeführl hätte, während die nunmehrige Aukoverbindui'.g ihre Benutzer um den Geschäftsteil von ®icfni herum an den Bahnhof bringt.

An dieser Stelle soll aber auf etwas anderes hingewiesen werden. Warum wird der Ror. den und Rordosten der Stadt in der Bau. Politik so vernachlässigt? Hält man diesen Aus. bau für so unwichtig? Dieser Stadtteil bietet im wesentlichen noch das gleiche Bild wie vor zwei Jahrzehnten. Es ist dort Gelände für Bauten jeder Art. Man wird mir wahrscheinlich ent« gegenhalten, daß der Wille des Bauherrn maß aebend fei. Dem ist aber zu entgegnen, daß die Anlage des Ortsbauplanes und nicht zuletzt billiges Bauland einen großen Einfluß auf die Wahl des Grundstückes haben. Es gibt in dieser Gegend sehr geeignetes Gelände zur Schaffung von Einfamilienhäusern und Villenstraßen. QUar. braucht nur an eine schön ausgestaltete Verläng». s tung der Bückingstraße und etwaige Parallel, straßen zu denken. Mit den städtischen Wiesen hat die Stadtverwaltung geeignetes Gelände zur bilb gen Abgabe genügend zur Hand. Auch in bei Rähe des Aodberges, besonders nach der Lahi zu, könnten Villen in herrlichster Lage errichtet werden. Den umfassenden Rundblick, der sich dort bietet, von Lollar durch die Senke des Lahnttls mit seinen Burgen bis zur Totalansicht von Gießen, kennen nur sehr wenig Einheimische. Lind endlich sollte man nicht außer acht lasser, daß die große Autostraße HamburgFrankfurt- BaselGenua, deren Verwirklichung nicht so von der Hand zu weisen ist, Gießen im Norden der Stadt berühren wird. Soll die Autostraße auch die Hauptverkehrsadern meiden, so wird sie doch nur dann Vorteil bringen, wenn in ihrer un­mittelbaren Nähe die Annehmlichkeiten und üben Haupt der Pulsschlag einer Stadt fühlbar flnb. Davon kann aber bis je§t keine Rede sein. Wil sich der N o r d - O st - V e r e i n nicht einmal diese Sache angelegen sein lassen? civis.

Rundfunk-Programm.

Dienstag, 12. Juli.

15.30 bis 16 41hr: Die Stunde der Jugend 16.30 bis 17.45: Konzert des Hausorchesters Operettenmusik. 17.45 bis 18.15: Die Lesestunde 18.15 bis 18.30: Die Stunde der Frau. 18.30 19: Moderne Wirtschaftsgebilde und Arbeit­nehmer, Vortrag von Paul Fröde. 19 bis 19.30 Die Bildungsbestrebungen der Gewerkschaften Vortrag von Arbeitersekretär Misbach. 19.^0 bis 20: Fünfzig Jahre Sprechmaschine, Vorweg von Ingenieur Eisler. 20 bis 21,30: Konzer des städtischen Kurorchesters Wiesbaden. 21.# bis 22.45: Heiterer Abend.___________________1]

Sprechstunden der Redaktion.

12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag Samstag nachmittag geschlossen.

Chürrose!

vorzüglich für Spülungen.

rg;.riu III I! III IIII liMI IlliHill II JT~

a. M.

ung.

Devisenmarkt BerkinFrankfurt Telegraphische Auszaht

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbcmkdiskont 6 Prozent, Lombardzinsfuß 7 Prozent

^Berlin. X Juli. frainoiudje 'Jioien......

ollcindische Noten......

Italienische Noten......

Norwegische Noten......

Deutsch-Oesterr., 5100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten . Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten......

Frankfurt a. SDi.

Berlin

Sd)lu& Kurs

-Uhr. Kurs

Schluß- Kurs

Anfang Kurs

Datum:

8. 7.

11.7.

8. 7.

11. 7.

5°/0 Dt. Rcichsanleihe v. 1927 Dt. Aal Ablös. Schuld mit

88

87,8

88,25

Autzlos -Rechten . ...

300,5 18

301,5

Desgl. ohne Auölos -Rechten

18

18

18

i" r,ifranlr Hyp -Ll. Go'.bpf. unkündbar bii 1932 ....

4".°/o Rbeinische Lchp -Bau!

-

^iqu -Goldps ....

A E. (3- abg Vorkriegs-Ob-

-

liaationen. rückzahlbar 1932

l > Schweiz. Buudcsb.-Anl.

_

_

i1« Lestcretchischc Goldrte. .

27,65

i. " L Oesterr ich. Stlbcrrle. .

<

> > v esterreich. einacitl. Rte

4J/0 Ungarische Goldrte. . . .

22

26

22,75

i". o Ungarische Staatsr. v 1910

47a% desgl. von 1913 .... 4J/o Ungarische Äronenrte . . 4°/o Türk. Zollanleihe v. 1911 4°/n Türk. Bagdadbahn - Anl.

_

17,13

1,9

_

14.25

14,5

14,4

14

19

4«/o desgl. Serie 11.....

16,6

4° o Rumänen convert. Rte.

47,% Rumänen Goldanl. .

_

von 1913 ......., .

17,13

2111a- Deutsche Eisenbahn .4'1-

_

88,5

Hamburg-Amerika Pake«. . 6

141,5

141

140,5

141.4

Hamb.-Südam. Dcunpfsch. .8

231,75

233,75

Hansa Dampfschift.....6

Norddeutscher Moyd .... 6

22-1

225,5

143

143.5

142,13

143.4

Allg. Deutsche Crcdttanst.. 1U

i.W

-

149,6

149.9

Barm r Bankverein . . . io

152

151

151,2a

Berliner Hanvetsgesellsch. 12

Commerz- und Prlvat-Lk. 11

Z42

179

181,9

239,5

178,5

243

181,2a

Dannst. u. Nalionalbank. 12

239.5

238

238.5

239.5

Deutsche Bank.......10

166.25

166,75

166,65

167

Diskonto-Gesellschafk Ant. 10

163,5

162.5

162.4

162,9

Dresdner Daul......10

Mitteldeutsche Creditbank . 9

168

169.75

168,75

169.13

232

242

236

Metallbank..........«

146,5

147,5

146,5

Rcichsban!.........10

167

167

166

Geld

«ft

16,565

16.625

168,61

169,29

23,02

23,12

108,73

109,17

59.43

59,67

2,633

2,653 e

112,59

113,05

81,24

81,56

71,40

71,70

12,47

12,53

73,27

73.57

-

Frankfurt a M

Berlin

Frankfurt a.M.

Berlm

Schluh- Kurs

1-Uhr- Kurs

Schluh. Kurs

Anfang Kurs

Schlug. Kurs

1-Uhr. Kurs

Schkutz-l Anfang

Kurs Kars

Datum:

8. 7.

11. 7.

8. 7.

11.7.

Datum:

8. 7.

11.7.

8. 7.

11. 7.

A. E G...........7

184,75

186,25

184,25

186,9

Philipp Holzmann . ... 12

21)1

202

201,5

Bergmann..........8

Elcktr. Lieferungen . . . 10

190,5

186.5

193.5

193

190,25

187,75

194

193

Heidelberger Cemcnt . . r>

Tcment Karlstadt......8

152.5

194*5

153.5

Licht und Kraft......10

Felten & Guilleaume .... 6

401 !40

202.45

141

201,25

139,75

202

141,5

Wahß & Freitag.....1<

16<L5

170

Ges. f. Elektr. Untern. . . 10

243,5

24 4,9

SchulthetS Patzcnhofer. . 15

429.5

Hamb. Elektr. Werke ... 10

165,5

166,5

Ostwcrke..........12

-

411

168

170,5

170,75

Ber. Glanzstoff.....1*

_

706

731

Schles. Elektr. ......io

184.5

Bembcrg..........8

Zcllslo i Waldbof.....12

_

Schlickert....... 7

191

192.65

189,75

194

<17.25

321

315,5

322

Siemens & HalSke . ... 16

281,5

284 5

280,75

884,9

Zellstoff Aschaffenburg . . 10

206

209,5

TranSradio..........8

-

139

140

Charlottenburger Wasser. 7

161.5

Labmever L Co. ..... .9

180

179,75

179,5

Tessauer Gas.......8

209

210

Buderus...........0

Deutsche Erdöl.......6

Essener Steinkohle.....8

122

160

124.5

162,5

120,5

161,5

177

125

162,75

182,75

Daimler Motoren.....0

Demag...........0

Adlerwerke Kleyer.....0

132

128

1:2.13

124,90

131,75

102,25

132.90

102.5

125

Gelsenkirchener . f. »/, I. 4

177.25

174.5

174,5

171

Ludw. Loewc . ......h

281,75

28> ,5

Harvener..... .8

211.5

212,5

Rat. Automobil......6

128

Hoesch Eisen.........5

185,5

189,5

Orenstcin L Koppel .... 4

134

134,75

Hlse Bergbau........8

278

277,5

Linke Hofmann.....0

-

68.5

-

175,75

126

174.25

186,5

125 5

187.75

_

168,5

Köln-Neuessen ... 5., Mannesmanu . . .f./a I 4

Bamaa-Meg.'in......0

Franks. Maschinen .... 0

196

197.5

195

197

77

77,5

78

Manssclder..........7

133,25

134,25

132,25

134.25

Griyner ...........

121

120,5

Oberschles. Eisenb. Bedarf 0

Oberschles. Kokswerke . . .0

103

101,5

105

104,75

Hchligenstacdt ....... 0

_

104,75

Aungbans..... 6

125

126,5

Phönix Bergbau. f. Va I 3

127

127,5

126 65

127

Lcchwerke..... 8

-

Rheinische Braunkohlen . hi

274.5

275.90

272

275

Mainkraftwerke ...... 8

I 1

-

Ryeinstahl..........o

Riebeck Montan.......6

214,75

216.5

214

216.90

Miag............io

142,6

143

171

164,25

161

164

Nekarsulmer ........ 8

122,6

124

124,75

Vereinigte Stahlw. f./a F 3

142

141,5

141,13

141

Peters Union........

121

122

Otavt Minen......1 sh

17.5

39,13

36,75

39,40

Gebr. Roeder.......10

.

-

Kali Aschersleben.....10

180

183

179

182

Voigt <L- Haessncr.....6

135

>33.5

137,75

KaliWestcregeln... . . 10

Kaliwerk Salzdetfurth . . 12

187,5

188,50

186

188

Südd Zucker ......0

144.5

148 5

143.5

243

242,25

247

I. G- Farbcn-Jndustrtc. 10

Dvnam.lt Nobel ......o

286

288,5

284,5

138.25

288,5

Banknoten.

Berlin. 8 Juli.

Geld

Bner

Scheidcanstalt........8

«Äoldschmidt.........5

Rütgerswerke ....... .0

Metallgefellschaft . .... 10

.13

216

-

Amerikanische Noien.....

4,198

4,218

138

1 9,5

138

139 75

Belgische Nöten........

68.73

58,97

112,93

107,6

108.5

106,5

108.90

Dänische Noten ...... 0 Englische Noten...... i .

112.43

184

184

«

20,44

20,53 1

8. Juli.

11. Juli.

Amtliche Notierung

Amtliche Notieruw

Geld

Brief

Geld

Brie-^,

Am,r.» Roll

168,86

169,24

168,86

169,20

Bu en.-Ai re -

t ,790

1,794

1,788

1.792

Brss-Antw

38,66

58,78

58,63

58,74

Ehristiania -

108,93

109,15

108,89

109,11

Kopenhagen

112,69

112,91

112,68

112,90

Stockholm .

112,84

113,06

112,83

113,04

Helfingfors.

10,61

10,63

10,612

23,95

10,634

Italien. . .

22,95

23,99

22,99

liqndon. . .

-0,472

20,512

<0,462

4,2145

20,510

9<euyork . .

1,2155

4,2235

4,2224

Paris....

16,51

16,55

16,495

16,534

Schweiz . .

81,14

bl, 30

61,135

61,291

Spanien . .

71,53

71,67

72,03

72,17

Japan . . .

1.993

1,997

1,994

1.999

Rio de Icur.

.494

0.496

'1.119,

1.496

Wien in Oeft. abgest

39,33

69,45

59,33

59,44

Prag ....

12,49

12,51

12,492

12,511

Belgrad . .

7,413

7,427

7,418

7,432

Budapest. .

Bulgarien.

73,44

1,049

73,58

3,055

73,45

1.049

73,59

3,054

Lissabon . .

20,98

21,02

-0,78

20,83

Damig. . .

81,57

81,73

81,62

81,78

Konstantin.

2,183

2,187

2,173

2,177

Athen. . .

6,664

6,676

6.664

5,676

Canada . .

1,208

4,216

4,144

4.207

4.215

Uruguay. .

4.136

4,136

Cairo . . .

20,99

21,03

20,98

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Beilfl

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