b« Frühjahr« eine weitere Versammlung ein- ÄiAerufen. 'n der Pro' Dr An eil txm ®ie- 6en über Pserbekrankheiten und Pferd«dehand- lung" sprechen toirb
nt>. 71 i b b o . 9 April Der Kirchen verstand und bie Kircheng em einbevertretung des Kirchspiel« Aid da Haden be: der Beratung be« 7k>ronf4)(oQ« für 1927 zwei wichtige Beschlüsse aesaht. Da« -weite Pfarrhaus toll im Innern gründlich erneuert werben wozu bie Kosten aus runb 2000 TRorf veranschlagt sind Da« erste Pfarrhaus war in ben beiden letzten Jahren innen und außen wieder hergestellt worben Wichtiger noch waren die Verhandlungen über die innere Herstellung der Kirche die 1871 -um letzten Mole Doraenommt-n worden war. Aach dem Voranschlag 6rt Kreisbauamt- Büdingen sind für bie notwendigsten Arbeiten Im Innern der Kirche mindestens 9000 Mack erforderlich. wobei noch nicht eine vollständige Er Neuerung der geschmackvollen Clurfnetjlerunom der unter Denkmalschutz stehenden Decke berücksichtigt ist. Die Mehrheit bet Vertreter beschloß noch in diesem Jahre bie Renovie - rung der Kirche ausführen zu lassen und die erforderlichen Mittel durch eine Anleihe zu beschaffen. Dre örtliche Kirchensteuer ist schon aus 8 v H. der Einkommensteuer und 6 v Ä. be« Qteuertoerl« Dom unbebauten Grundbesitz 'estge- setzt und ergibt runb etwa 7000 Mark jährlich
. T' Bad-Salzhausen. 9 jlprl Mit der allgemeinen Erscheinung der Abnahme de« Babeverkehr«. bie wohl -um größten Teil aus bie Tserarmung de« Mittelstände« durch ' 'fjif'-m zuruckzutuhren ist. macht >ich auch hier da« Bestreben bemerkbar, den auf Aus- nabme von Kurgästen eingestellten Hausbefitz ab- tuftoben Jetzt wurde da« Fremdenheim .Stillfried" von der Deutschen Blindenfürsorge erworben. 0« soll künftig als Erholungsheim für Kriegsblinde Verwendung finden.
Unter-Schmitten, 9. April Infolge der durch Tval-arbeiten bedingten S t r a - stensperre nach Ober-Schmitten tollte eigentlich der Verkehr über Ulfa geleite! werben. wa« ober mit mehr als einflünbtgem Umweg verknüpft wäre Au« diesem Grunde ziehen e« Auto« und Fuhrwerke vor. die frühere FranksurterStraßeAu benutzen, tocnn sie auch al« Feldweg sich nicht in besonder« guter Verfassung befindet Unsere Ortsstroste. bie tonst für ben Durchgangsverkehr nicht in Frage kommt, ist jetzt stark belebt
Krcio Schotten.
»■ - Gedern. 9 April Die Generalversammlung des Rindcrzuchtver- ein« erbrachte au« der Bekanntgabe des Jahresberichte« und der Aechnungsablage den Beweis. du st der Verein feit feiner Gründung hn Herbst 1925 recht segensreich gewirkt hat und in der Aufwärtsentwicklung begriffen ist Der Verein betrachtet es al« seine Aufgabe, einen allen Anforderungen entsprechenden Viehstand -u züchten. Der alljährlich in unserer Stadt stattfindende Prämiierung«markt. mit dem in diesem Jahre eine Zuchtviehversteigerung verbunden sein soll, wird den Züchtern Gelegenheit geben, für eine geordnete Zucht Anerkennung zu finden
T Ober-Lais. 9 April. In diesem Jahve werden an Ostern in unserem Kirchspiel 3 5 K i n- b e t konfirmiert — 22 von Ober-Lais. 13 von Glashütten - eine Zahl, bie seit langer Zeil nicht erreicht wurde und auch in ben nächsten Jahren nicht wieder erreicht wird - Der Kir- chenvorstand und die Kirchengemeindevertretung haben einstimmig bie dubere und Innere Herrichtung der allen Kirche in Unter- 2 a l« beschlossen. Die Kosten sind vom Bauamt aus 5000 Mark veranschlagt. Sogleich nach Ostern wird mit den Arbeiten begonnen werden.
n Ulfa. 9. April. Aus Betchiust der Hauptversammlung der hiesigen Molkereigenossenschaft. zu der auch die Vachbarorte E.chelsdors und Ober-Schmitten gehören. w»rd nun auch an Sonntagen bie Milch ungefähren und in der Molkerei verarbeitet, wie die« anderen Orts in diesen Betneben auch der Fall ist. Seither hatte mit "Rücksicht aus die Sonntag» ruhe der hiesige TKolfereibelreb Rin- gelegen. und die angeschlossenen Landwirte hatten die Sonntägsmilch nicht in die Hlvlkerei geliefert. sondern anderweitig verwendet
wie schreibt man einen Roman?
Bon Cietbet Dill.
iVachdruck verboten.)
Da« mdchten Io viele gern wissen, denn jedermann hat ja schreiben gelernt, heutzutage und viele, deren Leben bunt und bewegt war, versichern uns, wenn ich nur Zeit hätte, ich könnte auch Romane schreiben
Da« ist zunächst ein kleiner Irrtum der Betrefsenben. denn an der Zeit liegt s nicht, "uch nicht daran, dast man viel erlebt hat denn um dieses Erleben zu gestalten, um seinen Figuren Odem einzuha uchen dast sie nicht von Papier sind, sondern lebendig werden, dast sie aemalt werben, plastisch vor uns stehen, vor allen Dinge", dast he uns interessieren dazu gehört doch noch mehr <?« kann ja auch nicht leber malen. Man sagt auch nie zu einem Maler, wenn ich nur Zeit hätte, könnte ich auch Porträts und Landschaften malen ich sehe sie genau wie Sie sie sehen oder zu einem Bildhauer, wenn ich nur Ihr Handwerk gelernt hätte Man weist, dast nur bie Ausnahmen bc- glücb sind mit — Talenten Aber zum Schriftstellern. nicht wahr gehört weiter nicht« al« Älpler eine Feder uno ein Tintenfaß Und eben etwas Zeit. Denn beute jemand in die Sommerfrische geht schreibt er darüber ein Stuilleton. Aber nicht jeder der ans Meer aeht und vier Wochen hort badet kann da« Meer oder die Landschaft oder auch nur da« am ®tranb schildern. Die gewandtesten GefelLchisier. die al« Tttchnachbam w.tzia. amü- Jani. charmant, wortreich und gute Erzähler nnb. vor dem Tintenfaß versiegt ihre Beredsam» kett. Dagegen gibt es berühmte Gelehrte. Schritt- steiler und Künstler die in chren JDerfen «rost- .ytig Jlnfi und in GefeN'chaft ethg langweilig Strindberg - B. konnte einen ganzen ildend neben einer Tischnachbarin sitzen, ohne ein Man iu sprechen.
werde oft gefragt ob ich einen Roman von vorne ober tn der Mitte an» ng- und ich habe schpn oft antworten müsse- ich «chrribe meist juedt den Schlust >nn brr ist m« wichtigste, auf ben Schlust kommt mi U,-r q. Ren« mir. Ich kaufe nie ein bas t
nicht erst auf feinen Schlust prüfe Gefällt er er. r so gefällt mir tichor Ni« T ‘
>—f Ruppertsburg. 9 Avril Dieter Tage hielt der hiesige Obstbauverein knc Hauptverfarnmsuna at> Der Verein zählt zur Zeit 4ä MitaUeder er hat auch im letzten Jahre wieder einen Zuwachs erfahren. Der Rechnungs ablag, folgte eine 2u«'prache über belferen CbbaMah und rentablere Verwertung Eine Berisfung von Obstbäumen. Leim und Sämereien, die aus Mit- 'dn bcs Verein« getauft waren, und wobei jede« Mitglied einen Gewinn erhielt, hilkete den Schlust.
Infolge der gelinden Witterung Nnd die O b st- bäume in ihrer Entwicklung sehr weit vor. Manche Birnrnblülen stehen vor dem Aufbrechen Auch die Feldfrüchte. wie Di ntergei reibe und Klee, zeigen einen guten Stand. Die Diesen prangen bereit« im schönsten Grün — In dan- kenswer^r Deise läßt untere Gemeinde zur Zeil fine gröbere Anzahl Vistkäften für Meisen, jene trsusten Gehilfen im Kampse gegen die Schädlinge de« Obfl- und Gartenbaues auf- hängen
T Gla « hütten 10. April Untere Gemeinde must In absehbarer Zeit einen Glocken- lurm erbauen ba bei der Errichtung des neuen Schulhaufes seinerzeit die Schass rg eines Glocken- turms unterblieb und das Verblüben des Turme« auf dem in Privatbesitz übergegangenen allen Schulhaus auf bie Dauer nicht möglich Ifl <3« bestehl bi rum bie Absicht, eine eigene Kirche z u hauen, voburch ber Glockenturm überflüssig olrb Die Derhanblungen mit bet Kirchengemeinde sind bereit« im Gang
Mrcti Lauterbach.
> Gunzenau, Q April. Der Gemeinderat bat Mr Erbauung einer TD a Her lei» t u n g nach den Plänen der Krei«bauverwaltung heschlosfen Da da« zur Verfügung flehende Quellgebiet unterhalb des Dorfes liegt, must ein Pumpwerk errichte' werbe-, i daS durch einen Windmotor in Be'rieb gefcni werden soll. In dem benachbarten Ober-Moos bat sich ein fsicher für die dortige Wafferleituig gut bewährt. Die Vesamikoften der Anlage find auf 55 000 Mk veranschlagt Die Verzinsung dieser Summe stellt austerordentlich hohe Anfordefungen an unsere ohnehin schon schwer belastete Gemeinde. Trotzdem ist jedermann mit der Wasserleitung einverstanden und gerne bereit, die geforderten Leistungen zu übernehmen, weil die jcnigen Wasser- Verhältnisse in Gunzenau dle denkbar schlechtesten sind. In her trockenen Jahreszeit muh da« Ge- brauchswafser häufig au« dem Vieder-Mvvfer Teich herdeigeschafft werden, wa« bei einem Brandausbruch geradezu katastrophal werden kann. Die Gemeind« hofft auf eine weitgehende StaatSunterstühung und auf pekuniäre Erleichterung durch Ausführung der Grdarbeiten mit produktiver Grwerb«losenunterstüyung.
Rheinhessen.
DSV. Mainz. 10. April. Eine 3vjahrige. hier beschäftigt gewesene Schneiderin au« Heibesheim hatte abend« den Weg nach dem Bahnhof, um den Zug zu erreichen, ip rascher Gangart iurüdgelegt. In dem Augenblick, al« da« Mädchen In da« Eisenbahnabteil eingestiegen war, erlitt e« einen Schlag- (inf a11. der später im Krankenhau« den Tod zur Folge hatte
Preußen.
Frei-Ballontaufe in Frankfurt.
W2V. Frankfurt a. M.. 10. April. Auf dem Gelände des Sportplatzes der Festhalle fand am Samst.ignachmitlag m Anwesenheit vieler geladener Gäste die laufe eine» neuen von der Frankfurter Gasgejellschaft gestifteten Freiballon» statt Konsul Dr. Kvftenberg hielt dabei eine kurze Ansprache, in der er die Geschichte de» zu tausenden Ballons schilderte und den Stiftern seinen Dank obftattele. Darauf lauste Frau Generaldirektor T i l l m « tz zu Ehren des erft-n Generaldirektors der Frankfurter Ga»geselllck)aft, Drory, den Ballon auf dessen ‘Hamen. Die taufe ging glatt Donftatten, und leicht und ohne Schwierigkeiten erhob sich der Ballon in die Lüste, um mit seinen Insassen. Oberbaurat Uhlfelder, Graf Isenburg und zwei weiteren Herren in nördlicher Richtung zu verschwinden. Rach 2 Stunden 20 Mi- nuten Flugdauer ist der Ballon kurz nach 4 Uhr bei Muschenheim im ft reife Gießen glatt gelandet Er erreichte unierroeg» eine Höhe von 2500 Meier.
zückenb pflegen die Skandinavier zu schliesten. und bie Franzosen haben fast immer einen feinen Schlust. bet etwa« Melancholischem hat bet Ausdruck Ihrer tiefen Skepsis trotz der charmanten Art. barzustellen, bet amüsanten Schilderung, bet Schlust ist meist ernst er Ist fein, rtet wahrhaftig und darum mir wertvoll .
Vornan ist meist ein Erlebnis, das sich losringt, ba« wir schreiben müllen um jeden Preis Aber man schreibt es nicht eher. alS vis man feint Personen zusammen hat. bas dauert oft Jahre. An meiner „Tiefe Fertvn" (xibv ich acht Jahre gearbeitet, immer lag sie ba unb gefiel mir noch nicht Dann kam ich während des Krieg« in meine Heimat an bie Grenze Frankreichs, und plötzlich vollendete .ch Rose Ferrens" ersten Teil, und schrieb ben «reiten bazu Zu dem ersten hatte ich acht Jahre aebraucht zu bem zweiten vier Wochen... Et gebärt noch heute zu ben Romanen, an denen man immer ändern möchte Vlemals genügen »le uns. nie find wir mit ihnen zufrieden Ich bab« aber auch wieder ändert geitbritben an benen ich kein Dort ändern möchte tr e Die unverbrannten Briefe unb .Die Bekenntnis bet Baronin de Bnonne
Merkwürbiaerweif« gehen mir auch auf biefe Bücher btt meisten Briefe zn Ich kennt Schritt- fleiltnnn.-n. die einen Roman In acht Tagen her- untrd (treiben kennt Kollegen die Ihn sogar itmanbtm in die Ft btt bilticrtn Das wäre mir unindalich Ich ttlzz.ere ben Roman vielleicht In M-rzchn Tagen bei täglich fitbtnstünbigtr Arbeit btt ich alle« birth In die Maschine schreibe Dann bk,bi diese Skzze monatelang liegen und barn gehe ich «tft daran. He auszuarbe ien unb meint Ctfrttartn bekommt fit zur ersten Ad'chnft Liegt diese vor. wird He wieder durchgearbeittl unb Wieder idgetchriede-i Dann folgt bTe grünb- JUbe Ausarbeitung und eine dritte Re schritt Mete wirb «feilt unb bann in« Reine ab- gefchntvtn. Dann wieder von mir durchgtlefen auf fielnt 8tbkr unb dabei fonuni es oft vor.
s B bei mt r.nn letzten Roman. .Der Grenz- p fnMel dutcharbettt >aft er
»um fünftenw.al abgtfchneben unb korrigiert wird ®°nn " ktrn Verlag Vorgeltgt ober
^..^oaritvvtn Meine Romane haben immer
Jifjl Ht -vtrben von aHtn Redak- tvTT" n obgeifhr.t erlernen dann als urd nachdem ' h Kritik und Publikum
Durch Mt während bet FahN tmgetrmnen Regenböen wurde er mehrmals tief dtruntergtdrückt. Dtr Bition wurde noch am selben Abend mit dtr Bahn Verlader während die Fahrtttilnehmtr die Rückfahrt mit der Bahn ontraten.
Die Franksurt-Offendocher Gas-Gemeinschaft.
--- --- Offenbach. 9 April. Dit seil einiger Zeit ichwebtnden Btrhandfungen zwischen der = l a 6 l 0 f f t n b a d) und her Frankfurttr (BaegtftlUdjafl stehcn unmittelbar vor dem Vbschlust. In der am nächsten Mittwoch flatlflnbem den Stadtverordntltnsitzung w,rb aller Boraucsichk nach der voriitaende Vtrtroa gtnth> mißt. Schon im Januar 1925 waren dl« Berlrtttr der hessischen Städte in Darmstadt zufammtnqekom- men, um da» Proitkl einer q/mtlniamtn Kokerei am Rhein zu besprechen Die Anregung war seinerzeit von der Stadt Darmstadt ausgegangen, die vor der Frage fleht, ob fit ein neue» Giswerk bauen, oder sich iraenbmo anichtle- fjtr w'II Man hatte bereit» llerhaoblungen mit westfälischen Zechen angtknüpfl. die aber an den Stznbikatsoorichrlften Icheitetten. wonach biefe die großer« Hälft« der Aktienbesitze» beanspruchen. Während man teilweise In hessischen Kreisen einen „Einbruch Frankfuri» in heisilches Gebiet' unter allen Umständen glaubte bekämpfen zu sollen, betont« die «ladt Ottenbach Immer ben Standpunkt, daß mindestens ein Teil der Provinz Starkenburg zum Frankfurter Dittschaftsgediei gehöre und daß es daher unwirtschaftlich fei. Offenbach, weil es iu Hessen gehöre, an eine hessische Kokerei am Rhein anzuschließen wahrend das große Frankfurter Gaswerk, das zu einer Kokerei au» gebau t werden sollte, Offenbach gegenüber auf Der anderen Mainseite liege. Der jetzt vorliegende Bertrag sieht nur die gemeinsame (Baser- i e ifp ii n g vor. unberührt bleibt der Verkauf unb Die Verteilung von Ga» und Elektrizität. Die Frank- furter Gasgelellschast ist eine Aksiengesellschatt, deren Gnindkapiial sich zu 56 Proz. Im Besitz der Sladl Frankfutt. zu 40 Prozent in demjenigen de» Rheini- schen Westfälischen Elektrttitälswerkes in Essen und nur zu 4 Proz. In Pnvalhand befindet Das Aktienkapital wird von 20 auf 25 Millionen Mark erhöht. 3 Millionen Aktien, d. i. ein Fünftel be» Aktienbesitzes, erhält die Stadt Offenbach Diese er* wirbt durch bas Zusammengehen mit Frankfurt Selbstotrbraucherrechte hinsichtlich der Kohlen und nimmt teil am Gewinn, spart auch Erneuerungsaufwendungen. Der Vertrag soll bis 1959 dauern. Die Frankfurter GasgestUfchaft besitzt bekanntlich in Oberhessen bei jungen Braunkohlenfelder und die Grub« „äh- werkschaft Friedrich", ferner hat sie nach neuerlichen Nachrichten auch noch ein große» ftobtenftlb am Rhein erworben.
Kreis Wetzlar.
DSV. Wetzlar. 9. April. In der Vähe von Leun wurde der Iagdhüber tm Revier ..Bet ben drei Buchen" auf ein Geräusch vn einer Jagdhütte aufmerksam. Gr stellte fest, daß sich drei Einbrecher dort emgeniflet hatten. Sie hatten di« Bestände an Konserven. Kleidern usw geplündert und offenbar bereit« einige Tave dort ein Rknaldo-Leben geführt unb anscheinend beabfichttgt, ba« Quartier al« Basis für ihre „Operattonen" bn der Umgegend zu benutzen. Zwei der Butschen konnte der Iagdhüter sofvrt stellen. Der dritte sucht« das Weite unb konnte nach einiger Zett durch bi« Polizei ^eichfall« gefaßt werden
x r o f b o t f. 10 April. In der vereinigten Kirchengemeinde Krofdorf-Gleiberg-Kinzenbach wurden am beixHaen Palmsonntag 45 Kinder eingesegnet 3m Frübgotte«dienst zu Kinzenbach traten 7 Knaben unb 8 Mädchen und im ÄpätgvtteSdienst zu Kros- borf 8 Knaben unb 24 Mädchen vor ben Altar. Die Zahl her neu aufzunehmenben Schul- refruten steigt diesmal in beiden Gemeinben um mehr als das Doppelt«. Hier tn Krvfdors werden diesmal mit bem neuen Schuljahr allein 70 Kinder ausgenommen.
KreiS Marburg.
Jl Marburg. 9 April. Vochdem m ben letzten Jahrzehnten eint intensivere Ausnutzung bet landwirtschastlichen Anbauflächen durch- geführt wurde, soll jetzt auch eine planvollere Bewirtschaftung des bäuer» damit befaßt, werden sie von den Zeitungen gedruckt. Weshalb sie diesen Kreislauf machen müssen, weiß ich nicht, es ist aber so. Das Samenkorn fällt, gebt auf . . man weih oft kaum toie Der .Grenzpfähl". dessen Stott ich gewiß schon längst in mir berumlruq. entstand eigentlich im Kino Ich ging ins Kino um mir noch einmal Hartlebens .Rosenmontag" anzusehen. . einen der besten Filme feil langer Zeit, .die kleinen Garnisonen" gingen mir wieder auf. wurden lebendig, und meine Heimat stand vor mir. mit ihren tragischen Schlachlseldern Denkmälern und Grabkreuzen. biefet gemarterte Boden tn den bald dieser, bols jener «inen Grenzpiahl steckt, ins Fleisch der Erde. Ich ging Helm und begann am nächsten Morgen bie Skizzen zum .Grenzpfabl' -
Es ist also doch nicht <o einfach unb «s gehören Verven dazu, «ine eiserne Dilztplln. unb Zeiteinteilung damit man trvtz dieser täglichen Arbeit nicht untergeht unter den Pap'tr- bergen, damit man noch nebenher Sport treiben morgens ins Schwimmbad gehen lärm. Ettfell- schallen besuchen und geben und reisen kann Jedermann weift wie ein Gartenhaus au-lieht ober eine Roke aber be'chrelben Sie mal ein Gartenhaus oder eine Roke Das ist ettraS an- heres. das muft man w sien. wie man bas an- dackt Mein erstes Gartenhaus es War «in gan.i besondere« Gartenhaus .n einem oertoll- benen Garten einer kleinen, jetzt hiruMil^en Garnison - beschrieb ich erst, nachbem ich eigens seinetwegen in biefe Stadt gefahren war Ein zerfallener aelbgesi eichener Pavillon, blaue« Schieferdach. Barockform obgeMi ibfe Dände ein Rekaw.ierfofa aus bem ba« Rofthaar auefl und ko weiter Daß ich um ein vergettenes Zitat von Ph iipp Meianchthon über bas .Hoffleben" da- chrn ..fo ttoutig 'chlen. wtebeyvfinden in Kass« eine alt« Bibliothek tagelang vurchstök^rte da« II nicht wicht.g? O ja das find meine .Rosinen" tm Kuchen, für Irinschmecker k B lege Ich Wert darauf. Brief« abju- Mitf bcr. Nicht zu erHnbtn etwa denn dann hätten biefe Briefe ja meinen eigenen Stil und n-cht den des andern, der fie schrieb Man mutz biefe Briefe aber erst haben. Iie fammeln bewahreir Gs gehört vor allem »um Schee den ei« sehr guk« Gedächtnis und nehmen Sie mir bas nicht übel — etwas — Talent
lichen Daldbesitzes Platz greisen. Gin« beute hier ün Zreidhofschen Saale abgehalttne. stark besuchte Versammlung der Bürgermeister des Kreises Warburg, ia der Obedbrfttr Freiherr v Riedefel von der wrstw.rtfchasti'ichen Abteilung der Landwirt- schattskammer Kattel einen Bonrag über bie Beto.rtscha'tung des bäuerlichen Waldes hielt, beschästigt« sich lehr eingebend mit d:e'er Frage. Im Kreis« Marburg befinden sich 2750 Hektar Wald in bäuerliche n Besitz. Es steht fest, daß durch solfche Bew.rtfchaftung die private Dald- wirtschast meist weniger ergiebig ist als di« staatlich« Aus diesem Grund« will man tm Kreit« Marburg, ähnlich wie in Deftfalen, Hannover usw. durch genofl«nfchaftsätzn- licheZusarnmenfchlüssedee einzelnen Daldbefitzer die private Dalbwirtfchalt mit Hille der Landwirtftattskammer p anvoller gestalten Zu diesem Zweck wurde eine Konnniffion gewählt, welche bie Privatwaldunaen besichtigen und die nöliaen Schritte uniemebmen soll. — Uw die vielfach in schlechtem Z g^ft a n b be- sind.ichen Dorsftraft « n noch unb nach zu verbessern, hat die Kreiswegrbaukommifsion beschlossen, den Gemeinden, bie ihre Straften mit Kleinpflofter versehen wollen. dadurch entgegenzukommen baft brr Kreis zwei Drittel der Kosten übernimmt.
Maingau.
DSV Frankfurt u M.10. April. Das kürzlich unter bem Verdacht, an der Ermordung des Kaufmanns Per rot aus Reu-Iten- tnirg mitbeteiligt gewesen zu sein, festgenommene Schneiderehepaar aus der Taunusftrafte. tft, da sich die Verbachtsgründe nicht bestätigt haben, durch richterliche Verfügung wieder aus der Haft entlassen worden
Aus der
Wetzlarer Kommunalpolitik.
Wetzlar. 10. April Dir hiesige Schutz. Polizei hat am 1 April unsere Stadt «nd- gülltg verlassen, um in äffen zu ihrer Starnrn- formation zurückzutreten Ihr Weggang wird von allen ordnungsliebenden EinwvhiHern auf das lebhafteste bedauert Ehedem als volle Hundertschaft in den Tagen der Unruhen Ende 1923 hierher gerufen, war fie nach unb nach erheblich Derminbert worben unb zählte zum Schluß nur noch etwa 30 Beamte. Dic Stabt wird nun bazu übergehen müssen ihre eigene blaue Polizei ent- sprechenb zu vermehren soweit her Versailler Vertrag nicht auch hier ben Gemeinden in ihrer Sntschluftkrast hindernd im Wege steht. Bei bet immer noch starken Erverbslosenzifser können leicht unruhig« Elemente bl« Oberhand gewinnen, was um so leichter ist. je wenige« Pvlizeikräfte Aum Einsatz bereit stehen Glücklicherweise wird feilens der Stadt alle« verfucht eine Verminderung der Erwerdslofensitter durch 3 n - ang riss nahm« von Stbatbeiien zu erreichen So werden z. B pir Zett große 18« r- breiterung«arb«iten am Flußbett der Lahn unterhalb der Stabt durchgetührl bie in erster Linie ber Bekämpfung her Hvchwasseo» gefahr bienen sollen Hier dürsten mehr al« 200 Erwerb«lose eingesetzt sein Bei den Erdbewegungen fliest man hier aus der -sogenannten großen Bleiche tn einem Meter Tiefe auf mehrere noch sehr gut erhaltene Buhnen bi« tn fnib.-ren 3eitew Aum Schutz« ber Intel gegen ben bei Hochwasser stark reistenben Strom angebracht sein bürften. Mitte des vorigen Iahrhunberts wirb dann noch eine Auffüllung des ganzen Terrains durch di« bei der Lahnkanalltterung gewonnenen Erbrnasfen ftattgefunben haben Währenb btt Haushaltsplan des Kreises Wetzlar noch nicht vorliegt, werben vom stäb tischen Haushaltsplan für 1927 nunmehr einige Zahlen veröffentlicht. Mr ein treff en bes Bild von den immer mehr anfchwetten- den Lasten auch der kleineren Städte geben Während der Haushall für 1928 mit einet Ausgaben- , lumme von rund 3.8 Millionen abfchlost. erreichen die Ausgaben für 192 7 bereit« bie Summe von 4.7 Millionen Da es sich mir um einen Entwurf handelt, werden bei den Gtatsberatun- gen noch hier unb ba Aenderungen au erwarten fein. Die Gewerbesteuer ist mit 308 000 OTT vorgesehen, während für Wohlfahrtspflege diesmal runb 200 000 OTT. bei 500 000 BN Gesamtausgabe zu Lasten bet Bürger gehen Auch
Die Amsel beim Nestbau.
Soviel man sich auch bereits mit den Ledens- aewohnheiten der Vögel defchästial Hal. so bleiben doch noch Immer überraschend« Hinge aus diesem weilen Gebiet zu entdecken Das zeigen die BecS- achtungen beim Bau eines Am'ettieftes die Schlösset In einer naturwlssenschastttchen Zett- schrifl vetössentlichi Er konnte von einem Fenster des Provinzjalmusrums In Hannover aus dem ersten Stock bie Vestanlage auf einem Kirfchbaum tm Hof« aus einer Entkernung von vier Meter» genau verfolgen Am Bau war nur das Weibchen beteiligt, während bas Männchen meistens unten auf dem Raten Dünner suchte Da« Ttlt- material, hauptsächlich trockene Halm«, stammte au« ben benachbarten Anlagen .Durchschnittlich 'leben Minuten hielt sich bas Weibchen am Rest auf * berichtet Schlösset .E« drückt« da« Baumaterial mit dem Schnabel in die schon Aiemllch wett aebiebene Restmuldt Dann drehte s'.ch bet Vogel ganz tid in bas Rest hinein, unb Ne eigentlich« Bauarbeit begann. OTtt bem Auaen- bllck wo be« Tierchen ins Veft gepreftl war schien es in eine Art Kramptzuftand zu verfallen. Alle Kördertrafl fchien. nach unten wirkend nur im Vumpf konzentriert zu fdn Schwanz unb Zlüael. erst lrckei und entspannt, gerieten durch die heftig- Anstrengung be« Gr'amtoraani-mus in schnelle zitternd« Bewegung. Duetts H'.neinpretten des Körper« In die Vrstmuldc dauerte stet« genau vier Sekunden Es erhob f ch bann b«ii Weibchen für einen Zeitraum von fünf Sekunden ein wenig aus bet Vestmuld« Entfpannung tut ein. Dann mttber von neuem Eindretten de» Körperchens Der Wechte! von Arbeit in Anfdannung unb üclö'ler Ruhe konnte bis xu bDmal hinterrinanber "folgen Mit jedem Riedetducken machte das Tier ein« Drehung feine« Körper« um etwa 38 Grad gegen feine 'räßere Steilung Auf je 10 Tutfungen kam alfo eine Tolalurnbrrhung be« bauenden Vogel« Im Rest 3m allgemeinen edolgien zweieinhalb bi« drei Umbrrbundm in einem Sinne Tann fetzte, oft erst beim nächsten Veit besuch eine Drehung im Gegensinne ein.“ Schlößet glaubt deutlich zwei Arien von Bau- läligke'.i unterscheiden zu können eine m'tinklhast«. bei der ba« Tierchen au« einem inneren Muß bandelte und in eine Art Krampfzuftand geriet unb bann eine mehr rationale, bei der da« Tret aus feinen Krampf erwachte.


