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AÜ ge von örl'bber
(5ricbbcrg ab 5.2A (Bieften an
Acker. 24 Ar.
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21. Sortierung
Nachdruck verboten
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Rundfunk Programm des frankfurter Senders. (Aus der .‘Äabto-llmfdKni*.) Samstag, 12. Mär,.
3 Der deute h er r t brachte bet tu er
bL JDrteborf, 10. Mär^. Im x?au<c Dieses Jahre- wird hl?r ein neues Schulhaafl fer» ttggeftellt. das drei MultÄume und die entsprechenden Led^erdienstwchnunge n erhält.
Mrcie Marburg.
KiOS REGATTA
| EINE ZIGARETTE
f HiLDoocM WÜRZIG
Märtyrer der Liebe
Stoman von I. Schneide-'Förstl.
73 OHL; Acker. 26 Ar. 50 Mk.
I Wetzlar, 10. Mär). Unsere beiden ü) rkebrsstraften. Die Labnstrafte und die
Er hob die Weste etwas und zog den Leib nach innen.
„Soviel habe ich abgenonnnen. Früher hat sie mir knapp gepaßt."
7D ®otI- Darum lagst du denn das nicht, wenn du io hungerst?"
...... Acker. 28 Ar. 45 ant; Acker. 24 Ar. 60 Ml.. Miese. 15 Ar 48 mt; Diese. 2.5 Ar, 10 TUI., zwei Wiesen, je 9 Ar, je 25 Mk. 3m Durchschnitt wurden also bezahlt für das Ar Acker 2.30 Ml und für das
Nelchmann sah mit chilbertt in der groben Laube hinter dem flaue. Der Platz war windgeschützl, wie lanst keiner. Wilder Wein hing in langen Neben über Dach und Seitenwände. Nur ein jenstergroftcv Duckloch war sein säuberlich herausgeschnitlen Auch die Tür beinahe ganz überwuchert. Wie eine grüne Draperie hingen die Ausläufer zu beiden Seiten herab. Wenn jemand herein- oder hinauswollie. ""hte er erst das (fleranke bcüeitc schieben
Neichmann schalt über den Wirrwarr von gru- nein 3eug. Aber Elisabeth gefiel es, und lo wurde nichts daran geändert.
Die junge Frau trat eben aus dem f)auje, den Ilka zur Laube einschlagend Leide Männer -ahen zugleich nach ihr hin
..Desällt sie dir?" lachte Neichmann.
„Sie ist die schönste 5iau im Umkreis!" bejahte hilbertt. „Willst du sie nicht malen lassen?"
„Das dir nicht c.nsällt," ichalt Reichmann. ..-olch,- tflau-en. Ich habe sie in natura- Was brauch' ich bo noch erst ein Bild von ihr '
„von wem?" fragte Elisabeth hastig. Sie hatte den letzten Satz gerade noch erhascht.
.Don — meiner Liebsten!" neckte er.
Sie wurde brennend - rot. Ein Zucken lief um ihren Mund
„Stimmt'fl etwa nicht. Hans Jorg?" trug Reich- rnaiut. .sei flut, kleine Frau, du bist schon meine emsige -Liebste'. Zumai wenn du mir etwas ;u 'nen gibst. Ich Hove mörderischen Hunger."
„Richt möglich!" entfuhr cs ihr
‘Bor einer halben Stunde hotte man zu Abend fle'peist. ,
-- -......... -ue‘ *u..uvlung unh
dMlettttchen Tkrlebe.ibtgung. mit einer io man- kcll'ar-ar.fä micgfan.en le c..ichung .ei e ter G<- iu.lswerte. tast man in Meist en und legeren- beiter, auit neue verzaubert wird die einem durch tu- Auch seit langem bekannt, ivtrnanbi und llebg öorlcn waren — Es wird wenige aeaen. denen die Begegnung mit Dielem Men- ich en nicht zum nachk.ingenden 9r ebnifl geworden wäre — y—
Lotterie zum Dau eines Krüppelheims in Giehen.
Drn D er StaDtverwaltun g wird ungeschrieben
■3m Intereise der baLDuen Errichtung eines Ä t ü p p e l ft e I in fl i n Kiesten ist es erforderlich. datz sich eine groficrv Fahl hiesiger Gesa.äftsl u:e beie.t erk.ärt. die von dem ftc fi- schen . ürlorgeverein für Ärüppe* In Darmstadt, Landgras-Pdckippfl-Anlage 9 ausgege.e. en Lrt- tertefofe evrenamtlich -u tvrt reiben Etwa 25 Deicka tstnhaber haben sich bi» jetzt bereitgefun- Der. diese Wo!)l!abrts o te.ie la k ä tig zu unter- ftühen Die Eroauung des Krüppel - b e . in s. an Dem die Stadt Gießen austerordentlich stark interessiert ist, crsordert die Unterstützung der gesamten Sinwohner- schalt. El liegt Im Interesse der Stadt Gie- sten. trenn die linanzlel e Grundlage d e es auster- ordentlich wichtigen HeilmstitutS alflbalb geschaffen wird. *0 dost möglichst bald die Grundsteinlegung erfolgen kann.
Ts ergeht an al.e (Siebener Geschäfts- Inhaber die dringende Aussorderung. das Unternehmen zu unterstütze n , den Vertrieb der QSpbUabrtjlok ehrenamtuch zu übernehmen und ihre Adresse umgehend dem Hessischen Fürsoryeverein für Krüppel In Darmstadt. Landgraf-Ph ilipps- Anlage 9. mitzuteilen.
Gleichzeitig wird die D i e tz e n e r Einwohnerschaft gebeten. Die Lotterie Durch Kauf von Losen iräfttg zu unterstützen Jeder soll bedenken, datz es von besonderer Pebeutuiig sür (Richen ist. trenn Dieses Heim In Diesten alsbald errichtet wirb.
r g nach (fließen 6.23). Man kann sich ausrechnen, wann Dieser 3ug in Butzbach. Kirch ®ön». Land-Göns und Groften-Linden obgeht Die Schüler müssen diesen Zug benutzen denn der Unterricht beginnt Im Sommer um 7.45 Uhr. Und Die Zeit oo r. 6.25 bis 7.45 Uhr? Den kl beim die Reichsbahn nicht an unsere Jugend' Must Denn jeher Zug „rentieren"9 Ist Die (flefunb- beit unserer Rlnbct nicht das höchste (flut für Die Zukunft* Gibt es Da wirklich keinen guten Willen? (j.
ichäflflbelebong nur begrübt werden
Starkenburg.
WSR Heppenheim. 10. März. Gestern abend wollte hier ein Möbeltransport- Lastwagen einem entgegenkommenden Personenauto ausweichen. Dabei geriet daS erstere ns Autschen und rannte infolge Der ziemlich engen Straften in Die Vorderfront eines Wohnhauses Das Wohnhaus wurde ziemlich stark beschädigt und muhte gestützt werden. Personen kamen nicht zu Schaden.
Preußen.
Air;io Wetzlar.
Langgasle, sollen neu gepflastert werden. Sur Zelt ist die Stadtverwaltung mit der Verlegung der Bürgersteige beschäfttgt. die beton- ders in Der Langgasse verbreitert werden Leider läftt Die Lahnstrafte bei iprer Tnge eine dringend notwendige Bürgersteiaanlage nicht zu. Wie wir hören werden die Kosten de- Straften- vflasterS durch den Kreis getragen, während die Stabt die Bürgersteige Herstellen mutz. Dck^ch diese Umbauten werden die Verkehr-Verhältnisse inben genannten Straften bedeutend verbessert Auch unser st a d t. Schwimmbad Ist seit einigen Tagen wieder dem allgemeinen Verkehr geöffnet, nachdem eS in seinem Innern einer gründlichen Reparatur unterzogen worden ist. Sowohl Die grotze Schwimmhalle, als auch die Räume sür Die Sinjelbäber machen In ihrem neuen Anstrich einen freundlichen Anblick. Reu ist weiter noch die Einrichtung von Familienbade- stunden an einzelnen Wochentagen
al. Wetzlar. 10. März Die Familie unseres Bürgermeisters Dr. Kühn ist heute durch Den Tod ihres ältesten 13jäfteigen Töchterchens in Trauer versetzt worden. Das hochaewachsene, bei seinen Mitschülern allgemein beliebte Kind war seit etwa zehn Tagen an einer schweren Lungenentzündung erkrankt, die man schon glaubte durch das Geschick Der Aerzte glücklicherweise überwunden zu haben. Leider machte heute ein neuer Rückschlag dem
Ju’uhr von 650 Ferkeln und Cäu(?rn c.n flaue* Geschält Bezahlt wurden für 6 Wochen alte Ferkel 20 bis 25 Mk . für 7—kwöch ge 25 bis 35 VN und für Läufer 40 bis 60 VN. das Stück
ftrritf Qt'Cltrrburq.
USSJl Westerburg. 10. März. Für den Krc.s Westerburg, der hübet al? einziger nassauischer Kreis noch lerne landwrtlchast- liche Schule besitzt, ist die Srr.chtung einet solchen Schule in Aussicht genommen. Man hofft, datz die interessierten Verbände s.nanz.elle Beihilfen leisten und datz Die Stadt Wester.'urg Die nötigen Räume kostenlos zur Verfügung hellen wirb.
Fachblättern auf zu lesen und horchte. lächelte still und freute sich. Ls war doch schon, ein Weib zu haben! Ein Weib ganz für sich allein, das feines anderen Miteigentum war. für Das man arbeitete und sorgte. unD das bei Der Heimkehr ein liebes Wort und einen Äuft bereithielt.
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diesem bart er. Schlage tft m >en Kreisen Der Einwohnerschaft für die Familie des Bürger- Meisters allgemein.
Krofdorf. 10. Wär> Innerhalb acht Tagen fanden aus Dem hle.lgen e_u swald unter starker Beteiligung zwei g r o ft c Brenn- holzversteiger u ngen stau Tie Prm.c hielten slch bei bei Den Versteigerungen auf gleicher Höhe, für erstllässiges Buchentchei' wurde DurchschnUtlich pro Raummeter 9 Mk. geboui bei guter Abfahrt zahlt man auch 10 Ml Diele Landwirte decken ihren Brennh?szb»ta s aus- schlietzlich nur in Reiligholz. es koste' Haufen zu 10 Meter durchschnlltlich 8 Mk. für gvcherc Haufen zahlte men meist nrch weniger
Wißmar 10. März. In d» r hiesigen Gemeinde ist erneut die M a u l - und Klauenseuche ausgebrrchen.
' - Lützellinden. 10. März. De hiesige Gemeinde beabLdfttlgt. in diesem Jahre verschiedene Wegebauten innerhalb un'ercr Gemarkung vornehmen zu lasten. Das er'orderllche Steinmaterial wird zum größten Teile In einem eigenen Bruche der Gerne nde gewonnen, ein anderer Teil wurde von auswärts bezogen Bei dem Wegebau waren hlef'.ge Erwerbslos beschäftigt.
-5- Klein-Rechtenbach. 10. März. 3n unterem Orte sind gegenwärtig Bestrebungen zur Bildung einer Freiwilligen Feuerwehr im (Stange; 16 Wann haben sich bereits zum Beitritt bereit erklärt Zur Dervollftändi- gung ihrer Feuerlöschgerätschaften will unsere Gemeinde eine neue Feuerspritze anschaffen sur Unterbringung derselben und Der anderen MfchterStschaften soll ein Spritzenhaus errichtet werden.
L Kleinrechtenbach. 10. März Das aus Wohnhaus. Scheune, Stallungen und Haus- garten bestehende hiesige A nweien der Erben des Gutspächters Helm. Büblingshausen, ist auf einer dieser Tage stattgehabten öffentlichen Versteigerung zum Preise von 1 6 300 Mark In den Besitz des Landwirtes Wilhelm Krämer von Hochelheim übergegangen
□ Oberkleen, 10. März. Wie man von eingeweihter Seite erfährt, hat die Ober- hessische Kalk- und Steinindustrie ihr Ruhungsrecht des Kalksteinbruches am hiesigen Bahnhof an die Butzbacher Äalf- firma Küchel (®läflner) abgetreten. Da- durch sind das SbersgSnser Kalkwerk, sowie die beiden hiesigen nunmehr in einer S)anb vereinigt
O Riederklee n. 10. Mürz. Bei einer dieser Tage hier stattgehabten öffentlichen Ver-
Sein Lachen brachte sie vollends In Verwirrung.
,^M) hab' mir nicht getraut!" erklärte er und sah 'chies zu ihr auf, sah, wie sie mit Dem Weinen fampite, und faßte sie kurzerhand beim Hopf. (Er wußte nicht, wohin et traf, aber er küßte ichlonkweg barauflos.
Sie schämte sich vor Yilbertl und juchte mit brennenden Wangen ihr Haar wieder in Ordnung zu bringen.
Hast Dü wirklich noch Appetit nach etwas?" trug sie verlegen.
„Schwäch' es nicht ab, oerftelfie et sich. „Ich habe junger, tiotn Hüffen wird man nicht satt. — Wo bitte! — Und eine Zigarre für fians Jorg! — nodt du Liesl," rief er ihr noch nach, als Ne den Weg zum Hause schritt.
..'kein!" wehrte Hilbert!. Wenn Du mir eine 'dienten willst, dann hole ich sie mir selbst. Deine ijrau braucht nicht Magddienfte für mich zu tun — Für mich nicht!"
J)m!" mad)te Neichmann .Meinethalben hole sie dir sechst Du paßtest für einen Ehemann. Kannst ruh'9 eine Pnnzefsin h-eien. Die verbiegt sich sicher keinen Finger. "
Er lehnte sich gegen Die Nuckwand, ichlug Die ’^eme übereinander, und feine halbiertlg gerauchte 3tgarrc wieder in Brand steckend, sah er fjilbertt nadj der mit flinken Füßen Die ;unge Frau ein» zuholen tuchte.
?iefe Jtieq eben Die wenigen Stufen, Die zur Hu£e führten hinauf, fjilbertt schien sie gerufen ju habem sic -ah sich um, trat zu weit außerhalb Der gelanteno'en mtreppe und iiel mit einem leisen Nus Hubern, der herzugeiprungen axir, in Die Arme, n oh. wie ihre beiden Körper einen
Lugenblick nahe aneinandergepreßt lagen und ?)ib bertt sich herabbog.
3u Dumm von Elisabeth, daß ihr Das passieren nwBit- eie wußte allerdings nichts von .fjans oorgs geheimer Liebe. Aber immerhin. Eine Frau, jum.i! eine ''olche wie Elisabeth, mit ihrem über- 'einen Gefühlsleben, mar emp'önglich für jebes zatte ®°rt. Das man ihr gab. Und ijilbertt hotte etwas. Das die Frauen an zog. Ob er Elisabeth warnen 'aUte? — Lächerlich! Dor Hans Jörg brauchte man kein Weib zu warnen. — Und doch! — Und doch!
(Fortletzung folgt.)
Ein Notruf an die Reichsbahn.
Man schreibt uns: Unter dieser Ueberjchrist macht sich ein bedrängte» Eltcriiherz in einer Zu fchrift aus Alten-Buieck Lust. Mit Recht! Aber tva» für Die Strecke Gießen—Fulda gilt, gilt i n demselben Maße auch für Die Haupt strecke Gießen — Frankfurt hier um die
Goethe-Bund.
Vortragsabend Arant rstieß.
Die gestrige Tbranftaltung des Goethe-Bundes vermittelte eine außerordentlich interessante und wertvolle De.anntschaft. Persönliche Geg?n- überstellung mit einem Dichter, der ja in Den letzten Monaten überraschend Mede geworden ik; noch überraschender war aber, festzustellen, daß Die Mode, was selten vorkommt. diesmal auf Qualität gefallen ist. Innerhalb einer Verhältnis» mässig kurzen Zeit erschien auf dem Büchermarkt eine Reihe schon äußerlich gewichtiger Aoman- und Aovellenoände von Frank Thietz, einem Manne, von Dem man zuvor kaum Den Flamen gehört, ober allenfalls ein lesenswertes Derk über den künstlerischen Tanz zu Geiicht bekommen hatte, und der auch heute noch so sehr inmitten, einer ganz langsam reisenden und prodicktiv sich äußernden Entwicklung steht, daß es zur Stunde gar nicht möglich ist, einigermaßen abschlietzend über eine Brosawerk, das vielbändig und gleichwohl unvollendet vor und liegt, sich zu.Aftern. Doch steht es heute schon so. daß man mit Thieß als einer Erscheinung zu rechnen hat. der in der Reihe der zeitgenössischen deutschen Erzähler eine hervorragende Stellung eingeräumt werden muh. Zu solcher ganz allgemeinen Wertung, die sich aus den angedeuteten Gründen jede Abgrenzung. Einordnung und nähere Bestimmung versagt, zwingt schon Die Lektüre der seither vorliegenden, ersten drei Bände einer großangelegten Prosatetralogie „Jugend", deren Schlußstein der Boman „Die Feuersäule", etwa im Jahre 1928 zu erwarten sein wird.
Thieß las gestern zunächst ein umfängliches Stück aus Dem kurzen Vorspiel zu diesem Werk. Dem Boman unter xinDern »Abschied vom Paradies", danach em Kapitel aus dem zwellen Teil, der M®a« Tor zur Welt" überschneben ist. und der uns als der reifste und innerlich geschlossenste unter den seither vorliegenden Bänden des großen Ganzen erscheint. Es wäre ein müßige- Unterfangen und kann nach Lage der Dinge nicht erwartet werden, auf dem zu Gebote stehenden geringen Aaum in etwa das Gegenständliche. Sinn und Wesen dieser Bücher, die ja organisch noch nicht zusammengewachsen und n sich verbunden sind, zu entwickeln, oder in eine kritische Einzelbetrachtu^ einzutreten.
DaS wir tun können, ist lediglich dies, jeder- mann — er habe nun dem Dortrage beigewohnt oder nicht — nachdrücklich aufzufordern sich mit den Büchern von Thieft, sonderlich mit jener Gruppe von Domänen um die es sich hier handelt, zu beschäfttgen Denn — abgesehen davon, daß sie zur Zett in Aufnahme find hier handelt es sich sowohl um Dinge, die unmittelbar aus dem wirren, hastigen, ungeflärtcn Desen unserer Zeit gegriffen find, wie auch um solche. Die zeitlos — vergangen wiederkehrend und zukünftig - sind wie alle Jugend. Dinge, die jeden unter uns angehen und Deren fünft- lerlfcfte Spiegelung jedem an« Herz rühren mutz. Das unS hiernach zu sagen bleibt, ist wenig. Wir haben selten einen Dichter leien hören, Der ein so. meisterlicher Mittler seines Werkes getoc- fen wäre. Thieft spricht hervorragend, mit einem Dortrag-temperament, einer Ichauspielerisch-pla- plastifchen Gabe der Wortgestaltung, Die erstaun-
üritL Stolbergisch«! Acvierre.wallung crz.e.ien greife blieben noch hinter den Preisen der tx>» r .gen HslzvrrsteiyerunA zurück. Für Dafl Raummeter Buchenschelt, für welches bei der ersten diesjähriaen Versteige ung noch 15 bi« IQ Mark und bei Der zweiten Versteigerung 12 Mark er- 'äst wurden, wurden bei dieser Versteigerung im Durchschnitt nur 10 Wart bezahlt. Troy dieser Ireise wurde Dafl Holz nicht vollständig abgelegt Man sieht Daraus, datz stch ein großer Teil der Landbevölkerung auf Den billigeren Kohlen- and Brikettbrand umgcftcllt hat. — Dem Kran- kenhaufe dahier wurde ein Kind aus dem benachbarten Oberseemen zugeführt. Das sich mit kochendem Kaffee üoerbrüht und schwere Brandwunden davongetragen halte.
G r o tz - E i ch e n. 10. März. Gegenwärtig gehen umfangreiche Holztranflporte durch unser Dors. Bekanntt'.ch wurden größere Kom- vlere deS Freiherrlich Aledefelschen vuchwaldes unserer Gemarkung, aas dem die Hosizmassen stammen, zu S.edlungszwecken restlos abgetrieben. Besonder? sind es werwolle Lärchenstämme, die von auSwärt.gen Händlern aufgefault wurden und nun auf Dem Bahnhof Mücke verfrachtet werden. Untere Landwirte. deren Gespanne in sonstigen Jahren zu dieser Zelt noch im Stalle stehen, verdienen sich mit Diesen Fuhren ein schönes Stück Geld
4t re io Alvfcld.
er. Homberg a.D.Ohm. 10.März. G«- legentiich Des Schwetnemarktes am Montag wurden AtDti auswärtigen Männern die Brieftaschen mit Inhalt gestohlen, ohne daß der oder Die Diebe ermittelt werden konnten. Als Die Bestohlenen bezahlen wollten, merkten sie erst chren Verlust.
11 Marburg 10. Mär abgtoallene 6 A » e i n e m a r I
-Ich habe oben gedeckt. Baronesse, gnädige Frau", oerbetierk er sich.
Elisabeth nickt, wirst einen Blick nach Dem Saal unD bann auf ihren Mann. Neichmann zieht ihren Arm Durch Den seinen.
„Wir kommen gleich, Friedrich.'" sagte er freundlich.
Die hohe Eiehentür schließt sich hinter Dem jungen Paar, da» ganz nahe an Den Katasalk tritt. Neidpnaiuis Gesicht mar blaß. Sie hallen sich nie sonderlich gut verstanden, sein Schwiegervater und er. Aber Das junge, schöne Weib, Das Ihm nun gehörte und feinen Namen trug, war Blut von Dieses Mannes Blut. Das genügte, um ihn mit Ehrfurcht De» Taten gedenken zu lassen.
Elisabeth meinte nicht mehr. Stumm, mit brennenden Augen sah sie in Do» irieblicfae Gesicht Des Schlafenden. E» machte Den Eindruck, als kämpfe sie innerlich etwa» mit sich aus. Dann wandte sie sich an ihren Mann unD griff nach seiner Hand.
Was ist dir, meln^Liebe»?" frug er weich.
Georg, bei Dem loten beschwör ich dich, jag' mir Die WahrheitI"
Er erschrak. Glaubte sie, er habe ihr nicht alle» gestandet!
„Du weißt alle», Elisadech. Ich habe Dir nicht» venchwiegen!" saate er ernst.
Sie schüttelte Den Kopf.
..Das nicht," wehrte sie. „Wissen möchte ich. ob er freiwillig gegangen ift!“ .
Neichmanns Blick wurde hell
Allein, mein Armes'. Nicht freiwillig. Seine Stunde hatte geschlagen, so wie die eines jeDcn von ms einmal schlagen wird nach (Bottes Dillen. Ich habe Deinen Baler selbst noch untersucht und auch nilbertt um jein schonungslose» Urteil gebeten. Wir konnten nur beide das gleiche konstatieren. E» war ein Herzschlag. Er scheint gebadet zu haben. Vielleicht war er noch erhitzt vorn Gehen. Das Dosier war kalt. Er hat es möglicherweise gar nicht empfunden. unh wenn, dann war es ichon ;ii spät. Es war ein ganz schwer,lofes. unvermutete? scheiden.
Pachtung landwirtschastl. Grundstücke wurden folgende, zum Teil sehr hohe Pachtpreise erzielt: für einen Acker. 30.5 Ar groß, 47 Mk.; Acker, 30 Ar. 75 Mk.: Acker 18.5 Ar, 64 Mk.: Acker. 25 Ar. 70 Ml *"
3.30 btfl 4 Uftr; Die Stunde dec Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr Konzert des Hauflorchesters. 5.45 bifl 6.05 Uhr: Die Lesestunde. 6.15 bis 6.30 Uhr: Der Briefkasten. 6.30 bis 7 Uhr Die Bedeutung des Werkmeisters für Betrieb und Wirt- schaff Vortrag von Herrn Buschmann, Vorsitzender des Deutschen WerkmeisterverbanDefl. 7 blfl 7.30 Uhr „Der BetriebSrätegedanke unh die Anteilnahme Der Arbeitnehmer an der 2ci- tuna der Wirtschaft". Vortrag von Oswald Schleinib. 7.30 Uhr Übertragung aus dem Staatsthealer Äallel: „Der schwarze Domino". Kom. Oper in 3 Auszügen von Auber Tert von Seribe. Anschlietzend bis 12.30 Uhr: Ucbertra- flung von Berlin: Tanzmusik.
-- Ober-Ohmen, 10. THatx. Die hle- uge Hart steinindustrie wird in Kürze doppelte Arbeitflschichten in Den vteln- vrüchen einführen. Den Anlaß dazu geben zahlreiche größere Aufträge, Die in verhältnismäßig kurzen Lieferungsfristen zu erledigen sind, um Interesse unserer Erwerbslosen kann diese Ge-
„Doch, doch," beftarrtc er. „Seit ich oerbei bin, komme ich aus Dem Hungern nicht mehr heraus. ciep her!"
Ar. Wiese 3 Mk.
O Aus dem oberen Kleebachtal, 10. März. Dieser Tage wellte der Zuchtinspektor Der Rheinischen Landwirtschaftskammer aus Bonn in den Gemeinden Niederkleen, Oberkleen und Ebersgöns Die Gemeinde Ebersgöns lieft bei dieser Gelegenheit auch Die holländischen Milchtiere besichtigen zweck« Klärung des Streites über Die Be- schafsung eines schwarzweitzen Zucht- b u U en In unserem Kreise steht immer noch Die rotbraune Vogelsberger Rasse unter behördlichem Protektorat, und Dafl hat auch gewisse Berechtigung. Die milchergiebigen Fleckviehrassen find in gesundheitlicher Beziehung längst nicht so widerstandssähig wie gerade das Vogelsberger Rind. Die Zugfestigkeit des Vogelsberger Rindes läftt nicht- zu wünschen übrig. Run ist aber In den Gemeinden, Die auf Milchlieferung eingestellt sind, die Vogelsberger Zucht sehr stark zurückgegangen: an ihre Stelle ist bc- fonders die holländische Rasse getreten. Die Milchproduktion hat dadurch eine gewaltige Steigerung erfahren. Rur bleibt daS Problem noch zu lösen, wie durch öfteren Wechsel mit frischem Weidevieh oder durch zweckmäßige Kreuzung der schnellen aesundheitlichen Entartung tolrffamentgegengearbeitet wird.
Noch ehe e» ihm zum Bewußtsein kam, war asies schon vorüber."
Die junge Frau hob Die Hände ihres Mannes an Die Lippen.
"2ch hätte keine Nahe finden können, wenn er jo von mir gegangen wäre, ohne ein Wort des Segens und Der Liebel" jagte sie. „Nun werde ich mich eher Darein ergeben können."
Neichmann nahm ihre kalten, jchmalcn Finger zwischen die seinen.
„Niemand hat je»l mtftr ein Anrecht auf dich, als ich allein", jagte er und zog sie eng an sich.
Sie fühlte, wie jein Herz in jchnellcm erregtem Pochen gegen Die weiße Hemdbrust jchlug. Willen- los lehnte sie ihren Kops gegen seine breite Schuller. Er hob ihr Gesicht zu sich empor und tauchte feine Augen in die ihren bis ihre Lider sich lenkten „Mein Weib! ---Mein Weid!"
Er vergoß des Toten und preßte sie, schwer atmend, an sich. In halber Abwehr Duldete si« feine stüsie. Der stumme Schläfer lag friedlich. E» beirrte Ihn nicht mehr. Ob nun Der andere fein stind kutztc oder schlug, er mußte dazu schweigen.
Elisadech sah slehend zu ihm hinüber. „Bergch mir, daß ich Dich allein lasse'." baten ihre rotgerän- Derten Augen.
Dann schritt sie an der Seite ihres Mannes hin* au» in Das Licht. In Die warme, sonnige Helle. Dem Leben entgegen, bas nun kommen sollte für sie beide.
Durch Das kleine Dottorhaus in Eifenbach schritt Da» Glück. E» sprang nicht mit Lachen unD übermütigem Tollen durch Zimmer und Garten, dac stille, bleiche Gesicht eines loten sah immer noch mahnetch in Neiltzmanns junge Ehe. Elisadech lernte allmählich verwinden, sic blühte auf wie eine Nose, als habe sie früher in zu tnappei Sonne gestanden. Die Blicke ihres Manm- weideten sich an ihr, ging sic über Die Strafte, guckte er ihr nach, bis die Ecke sic verschlang: war sie nicht da, wenn er nach Hauie kehrte, lief er alle Winkel ab, nach ihr zu suchen, immer wollte er sie um sich haben. Er schenkn :hr kein uderaroßes Maß von Zärllichkeit. Das lag nicht in feinem Wesen. Ader er war ein guter Mann, so wie er e» Ihr oeriprochen hone zu' -ein.
Ihre Liebe bekam lachende Augen und ein won- niacs Leuchten. Elisabeth fang, es war eine weiche, kosende Altstimme, und Neichmmm hörte in '"einen


