Verhältnis beider Mannschaften treffend zum Ausdruck. Spiclroeise (Kombination, Technik, Taktik) stellten Klassenunterschied dar.
3. Die Bezeichnung „unsportlich" für die Einstellung eines „süddeutschen Ligaspielers", der dem V.f.B. seit dem Llebertritt des Sportverein- Hessen angehört, ist ein Glied in der Kette der unberechtigten Versuche, den V.f.V. wider besseres Wissen in der Oeffentlichleit zu schä° digen. Diese Absicht ist besonders dadurch er- wiesen, daß die Sp. Dg. 1900 die uns vorgewo^ sene Unsportlichkeit in ihren eigenen Reihen durch die Einstellung eines nicht spielberechtigten Jugendlichen selbst begangen hat, wegen dessen Mitwirkung sie bereits in dem letzten Lokaltreffen mit 20 Mk. Geldstrafe belegt wurde. Daß mit der Bezeichnung „unsportlich" eine Herabsetzung des D. f. B. gewollt ist, beweist weiter die Tatsache. daß 1900 am letzten Sonntag gegen D. f. R. Olhnchia wiederum einen anderen, nicht spiel- berechtigten Jugendlichen (Jahrg. 1910) spielen lieh, ohne dah in dem betreffenden Bericht etwas davon erwähnt worden wäre. Daraus geht ohne weiteres klar hervor, welche Gründe die Sp. Dg. von einer Unsportlichkeit des D.s.B. sprechen liehen.
4. Wir lehnen es ab, uns in einer Tageszeitung über die Spielberechtigung des genannten Spielers auseinanderzusehen, müssen vielmehr die Entscheidung in dieser Angelegenheit den zuständigen Derbandsbehörden überlassen.
Amtsgericht Gießen.
G i e h e n, 5. August.
Zwei Einwohner von Wieseck und Alten- Buseck bendelten eines Abends auf ihrem Heimweg in der Marburger Straße in kurzen Zwischenräumen mit einer Reihe von Gießenern an, die ihren Wohnungen in der Rähe des Fried- Hoss zustrebten. Sie belästigten die Leute und trieben allerlei sonstigen Unfug. Ein Fall artete in eine Schlägerei aus. Ein ebenfalls belästigtes Fräulein rief ihren in der genannten Straße wohnenden Vater zu Hilfe. Dieser stellte die Radaubrüder zur Rede, und es kam schließlich zu Tätlichkeiten, mit denen diese begannen. Sie versetzten dem Bater des Fräuleins verschiedene Tritte wider Deine und Unterleib, so dah der Getroffene noch lange mit Beschwerden zu tun hatte. Dieser wehrte sich und schlug einen der Angreifer zu Boden. Die Angeklagten erhielten wegen groben Unfugs Geldstrafen von 30 und 20 Mark und wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung Gefängnisstrafen von fünf und drei Wochen.
Am hiesigen Bahnhof belästigte ein Chauffeur ein Fräulein in ärgerniserregender Weise. Wegen desselben Vergehens, ebensalls am Bahnhof begangen, war er etwa vor Jahresfrist zu einer größeren Geldstrafe verurteilt worden: diesmal erhielt er eine Woche Gefängnis.
Ein angeblich berufsmäßiger Sänger war der Hehlerei angeklagt. Gr hatte sich von einem zwölfjährigen Mädchen, das bzw. dessen Mutter er gut kannte, einen Ring geben lassen, den dieses am Finger trug. Gr steckte ihn auch an seinen Finger, unternahm eine Reise und will ihn auf derselben verloren haben. Es stellte sich heraus, daß es sich um einen gestohlenen, dem Kinde geschenkten wertvollen Drillantring handelte. Der Angeklagte will den Ring für fast wertlos gehalten und keine Ahnung von seinem wirklichen Wert gehabt haben. Um den Angeklagten noch vollends überführen zu können, sollen zunächst noch Ermittelungen erfolgen.
Eine Reihe von Strafbefehlen, gegen die Einspruch eingelegt war, (ergangen z. B. gegen einen Radfahrer wegen allzurafchen Fahrens auf dem Seltersweg, gegen einen Metzger wegen unvorschristsmäßiger Verpackung von Fleisch, das von auswärts hierher transportiert wurde, gegen eine Frauensperson wegen Beleidigung eines Sittenpolizeibeamten) erledigte sich dadurch, daß die Angeklagten nicht in der Haiiptverhandlung erschienen: sie versprachen sich anscheinend keinen Erfolg von ihren Einsprüchen, diese wurden verworfen.
Eine größere Strafsache, die den seinerzeit im Schiffenberger Walde erfolgten Un- und Umfall eines Autoomnibus' zum Gegenstand hat, wurde schon vor Beginn der Hauptverbandlung vertagt, da das Gericht die zuvorige Einnahme eines Augenscheins für erforderlich hielt.
Aus dem Amtsverkündigungsbla^t.
* Das Amtsverkündungsblatt Rr. 59 Dom 9. August enthält: Polizeiverordnung zur Bekämpfung des Kartofselkrebses. — Ueber- wachung des Obstes an den Provinzialstraßen durch die Feldschühen. — Dienstnachrichten.
Wirtschaft.
Der Benzin-Vertrag.
Die Interessengemeinschaft der deutschen Farbenindustrie hat am Montag mit lakonischer Kurze erklärt, daß der Vertrag mit der Standard Oil perfekt sei. Schon lange gehen die Verhandlungen zwischen diesen beiden auf dem Gebiete des Brennstoffs führenden Unternehmungen. Ende des vergangenen Jahres, bei der sensationellen Rede, die Dr. Deryius vor einem Kreise amerikanischer Sachverständiger über seine Erfindung hielt, nahmen sie ihren Anfang. Zunächst haben sich die Amerikaner sehr zurückhaltend gezeigt. Anscheinend trauten sie der ganzen Geschichte nicht. Inzwischen haben aber die großen Erfolge, die die I. G. mit ihrem neuen Brennstoff hatte, gezeigt, daß die Theorien Dr. Dergius' praktisch absolut durchführbar find. Dazu kommt noch, daß inzwischen der deutsche Farbe^konzern sich auch die Erfindungen von Professor Fischer Dom Kohlensorfchungsinslitut in Mülheim an der Ruhr zu eigen gemacht hat und in seinen eigenen Laboratorien beide Methoden scharf überprüfte, so daß die Wirtschaftlichkeit ihrer praktischen Auswertung jetzt durchaus als sicher angesehen werden kann. Es ist vielleicht gut, daß der Vertrag erst jetzt abgeschlossen ist, da die deutsche Gruppe durch die Erfolge, die sie gehabt hat, naturgemäß ihren Standpunkt stark verstärken konnte. Für die amerikanische Petroleumindustrie bedeutet diese Verständigung mit der I.-G.-Farben — zur Zeit noch der einzigen Firma in der Welt, die auf synthetische Weise Benzin gewinnt — vielleicht eine Rotwendigkeit. Die Vorräte Amerikas an Gasolin werden, wenn der Verbrauch in gleichein Maße anhält, wie in den letzten Jahren, nach menschlichem Ermessen bald erschöpft sein. Die übrigen Oelfelder der Welt sind aber in Händen von Leuten, die gerade mit der amerikanischenOelindu- strie stets in heftiger Feindschaft gelegen haben. So würde es dann der Standard Oil möglich fein, durch die Benutzung der I. G. Farben-Patente — denn darauf läuft der Vertrag hinaus — ihre Position auf dem Weltmärkte zu behalten. Für die deutsche Denzinindustrie dürfte beim Abschluß des Vertrages zunächst einmal das Moment von Bedeutung gewesen sein, daß jetzt das deutsche Produkt auf der ganzen Welt bekannt wird. Darüber hinaus aber mußte auch erwogen werden, ob die I.-G.-Farben einen Konkurrenzkampf mit der Standard Oil überhaupt ausgehalten hätte. Dies erscheint zum mindesten zweifelhaft, wenn man die Geschäftspraktiken der Amerikaner in den letzten Jahren und Jahrzehnten sich ins Gedächtnis zurückruft. Der Vertrag als solcher gibt also der Standard Oil das Recht der Ausnutzung der I.-G.-Patente, und zwar derjenigen, die sich auf das Bergin- verfahren beziehen. Das wäre einmal die Herstellung eines synthetischen Betriebsstoffes aus verstaubter Kohle durch Anreicherung mit Wasserstoff. Dann aber, und das ist für Amerika von besonderer Bedeutung, das Verfahren, die schweren und wenig verwendbaren Oele unter Verwendung von Druck und Wasserstoff in Leichtöle zu verwandeln. Ob in dem Vertrag auch der deutsche Markt in irgendeiner Weise berührt wird, geht aus dem (Kommunique, das die I.-G.-Farben Herausgaben, nicht hervor. Es ist im übrigen auch kaum anzunehmen, da der schnelle Abschluß in erster Linie darauf zurück- geführt werden muh, daß aus Amerika an die deutsche Firma inzwischen noch andere Angebote außer von der Standard Oil gekommen waren, und diese sich deshalb jetzt schnellstens das Vorrecht für die Auswertung des Berginverfährens in Amerika sichern zu müssen glaubte.
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* D i e deutsch-spanischenHan del s- beziehungen. Eine soeben in Madrid veröffentlichte königliche Verordnung verfügt in Abänderung der Verordnung der Generalzolldirektion vom 20. Juni, dah dem Deutschen Reiche die volle Meistbegünstigung für die Liste C des Handelsabkommens vom 1. Mai 1926, und zwar auch bezüglich der Zollermäßigungen zusteht, die über 20 Prozent unter die ll. Kolonne des Zolltarifs hinausgehen.
• Der Kursstand der Aktien Ende Juli 1 927. Rach dem Wirtschaftsbericht der Commerz- und Privatbank ist der Kursstand der an der Berliner Börse amtlich notierten Aktien- luerte Ende Juli relativ wenig verändert. Aus und über der Parität befanden sich Ende Juli 65,9 Proz. aller zur Rotierung gelangten Werte gegenüber 66,1 Proz. Ende Juni. Die Börsenbewegung im Monat Juli stand vor allem im Zeichen einer Bewegung der Spezialwerte Während das Gros der Aktien vernachlässigt war und sich kaum wesentlich veränderte, erlebten eine Reihe führender Werte eine beträchtliche Auswärtsbewegung. So erklärt es sich auch, daß
in 'her obersten Stufe eine Vermehrung der Werte stattfand. Im übrigen hat eine Verschiebung zugunsten der mittleren Kurs stufen stattgefunden.
* Kein wei terer Arbeiterbedarf des Leunawerkes. Blälterrneldungen, wonach das Leunawerk für feine Benzinfabrik noch 5000 bis 6000 Arbeiter benötige, sind nach Mitteilung von maßgebender Stelle gänzlich mv zutreffend. Das Werk hat feinen Arbeiterbedarf bis auf wenige Stellen gedeckt, und es besteht auch keine Aussicht, dah in absehbarer Zeit ein größerer Bedarf eintritt.
* Ermäßigung der Zinkblech- preise. Mit Wirkung vom 9. August hat die Süddeutsche Zinkblechhändlervereinigung die Zinkblechpreise um 1 Prozent ermäßigt. Bekanntlich wurden am 29. Juli die Preise um 1 Prozent erhöht.
* Vorn s üddeutschen Bau - und Baust o f f m a r f t. In der zweiten Iulihälfte war die Bautätigkeit weiterhin belebt, wenn auch die Tendenz wieder eine gewisse Unsicherheit anzu- nehmen beginnt. Die erste Bauhälfte des diesjährigen Wohnungsbauprogrammes näherte sich der Vollendung, doch zeigt sich gegenüber der Inangriffnahme der für den zweiten Bauabschnitt vorgesehenen Bauten eine gewisse Zurückhaltung. Soweit sich schon jetzt übersehen läßt, besteht für das kommende Icchr 1928 große Dau- lust. Die Zahl der bis jetzt vorliegenden Anträge überschreitet bereits die Zahl der in diesem Jahr bewilligten Anträge. Am Baustoffmartt verfügen die Mauerstein- und Dachziegelwerke über einen bis zum Spätsommer befriedigenden Beschäftigungsgrad gewährleistenden Auftragsbestand. Mauersteine sind im Preise behauptet. Dachziegelpreise eher etwas fester. Die Zementindustrie verzeichnete in der zweiten Iulihälfte zufriedenstellenden Geschäftsgang. Die Preise sind behauptet, doch rechnet man für den Herbst mit Preisermäßigungen. Der Kalkabsah ist lebhaft. Am Bauholzmarkt hält die Zurückhaltung der Verbraucher an.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 10. Aug. Tendenz: Fester. — Heute konnte sich an der Börse eine lebhaftere und festere Tendenz durchsetzen, die vorbörslich vom Elektromarkt ausgehend sich bald auf die anderen Marktgebiete erstreckte. Es zeigte sich aber noch die Reigung, sich auf einige Spezialwerte zu beschränken. Die Hauptanregung für die freundliche Stimmung bot die Erleichterung der G e l d m a r k 11 a g e. die sich auch in dem günstigen Reichsbankausweis zeigte. Einen günstigen Eindruck machte auch die fortschreitende Besserung der Arbeitsmarkt- l a g e, wenn sie auch teilweise nur saisonmäßig durch die Erntearbeiten bedingt ist. Lebhafte Umsätze hatten vor allem (Slettrotoerte^ in denen auch einige Orders vorgelegen haben dürften. Im allgemeinen betrugen die Kursbesserun- gen 0,5 bis 2 Prozent. Ä all teerte lagen bis 3 Prozent fester. Stark vernachlässigt und nur gut behauptet lagen Bankaktien. Auch I. G. Farben trotz etwas lebhafteren Geschäftes unverändert. Die Rentenmärkte tagen weiter still. Altbefih-Ablösungsschuld etwas fester. Im Verlaufe ließ die Umsatztätigkeit stark nach, doch blieben die Kurse im allgemeinen knapp behauptet. Für Zellstoffaktien zeigte sich etwas Interesse Der Geldmarkt blieb flüssig. Tages^eld ist weiter stark angeboten zu dem ermäßigten Satz von 4,5 Prozent. Im Devisenverlehr nannte man die Reichsmark gegen Kabel mit 4,2105. Paris gegen London 124,03, Mailand 89,30, Madrid 28,70.
Berliner Börse.
Berlin, 10. Aug. Seit längerer Zeit tritt heute eine zögernde ^Beteiligung des Publikums im Gesamtbild der Börse in Erscheinung. Das Geschäft ist etwas lebhafter, besonders für Elektrowerte, I. G. Farben, einige Montanaktien und Schiffahrtswerte, die einen größeren Markt haben. Die Spekulation muß Deckungen vornehmen, wobei eine gewisse M a - terialknappheit 1- bis 2prozentige Kurssteigerungen zur Folge hatte. Außer der gebesserten Arbeitsmarktlage in der ersten August - Woche stimulierte die sichtbare Entlastung im heutigen Aeichsbankausweis. Auch der flüssige Geldmarkt ist zu erwähnen. Tagesgeld und Monatsgeld liegen unverändert. Report- gelb ist zum offiziellen Sah nicht unterzubringen. Heimische Anleihen etwas fester. Ausländer geteilt bei geringen Veränderungen noch beiden Seiten. Türkenlose über 1 Prozent höher, Mazedonier plus 3 Prozent. Als Spezial- betoegungen sind zu nennen: Deutsche Kali. Deutsche Erdöl, Dessauer Gas, Mannesmann, Harpener, Köln-Reuessen, Kunftseide. Berliner Maschinen und Deutsche Waffen, die der Gesamt-
tcnvenz eine festere Stimmung gaben. Sonst Blieb das Geschäft ruhig.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 10. Aug. Die (Stimmung ist wieder etwas ruhiger geworden. Die Preise für Getreide bleiben unverändert. Mehl liegt eher etwas gedrückt, dagegen bleibt Weizenkiele stark gesucht. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer neuer Ernte) 27.75 bis 28. Roggen (inländischer neuer Ernte) 22.75 bis 23, Hafer (ausländischer) 23.25 bis 25. Mais (gelb) 19 bis 19.50, Weizenmehl (inländisches, Spezial 0) 39.75 bis 40, Roggenmehl 35 bis 35.50. Weizenkleie 13.25, Roggenkleie 13.50. Tendenz: Stetig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 10. August. Auftrieb: 6 Rinder, 661 Kälber, 165 Schafe. 361 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Pfd. Lebendgewicht: Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 74 bis 80, mittlere Mast- und Saugkälber 68 bis 73. geringe Kälber 61 bis 67. Schaf e: Mastlämmer und jüngere Masthämmel, Weidemast 48 bis 50, mittlere Mastlämmer, ältere Masthännnel und gut genährte Schafe 42 bis 47. Schweine: Voll- fleischige von 200 bis 300 Pfd. Lebendgewicht 66 bis 68, von. 160 bis 200 Pfd. 67 bis 69. fleischige von ca. 120 bis 160 Pfd. 65 bis 67. Marktverlauf: Kälber und Schafe mäßig rege, Schweine rege und ausverkauft.
Berliner Produktenbörse.
Berlin .9. Aug. Cs wurden notiert (1000 Kilogramm): Weizen, märkischer, Sept. 272 bis 271,50, Ort. 272 bis 271, Dez. 272,50 bis 271, (fester): Roggen, märkischer, 215 bis 219, September 229,25 bis 228; Ott. 229,75 bis 228,50, Dez. 230 bis 229; Sommergerste 199 bis 206; Winter- und Futtergerste (fester); Hafer, märkischer, 229, Oktober 201 bis 202; Mais, La Plata 193 bis 195, (fest); Raps 275 bis 285; (100 Kilogramm): Weizenmehl 34,75 bis 36,50, (fest); Roggenmehl 31 bis 32,25, (fest); Weizenkleie 13,75 bis 14, (etwas fester); Roggenkleie 15, (still); Biktoriaerbsen 44 bis 58; kleine Erbsen 28 bis 32; Futtererbsen 22 bis 23; Peluschken 21,50 bis1 23,50; Ackerbohnen 22 bis 23; Wicken 22 bis 24; Lupinen, blau, 14,75 bis 15,75; Lupinen, gelb, 15,75 bis 17,75; Rapskuchen 14,80 bis 15; Leinkuchen 21,20 bis 21,60; Trockenfchwitzel 11,50 bis 13; Soyaschrot 19,50 bis 20,40 Mark.
Letzte Nachrichten.
Drama in einer Friedberger Familie.
Friedberg. 10. Aug. (WSR.-Draht- Meldung.) Sett längerer Zeit wird der Kaufmann Friedrich Fendling. Inhaber eines elektrotechnischen Geschäfts, mit seinen beiden 15- bzw. 6jährigen Söhnen Fritz und Karl vermißt. Wie jetzt feststeht, reifte Fendling mit seinen beiden Kindern nach Blankenese bei Hamburg. Am 3. August unternahm Fendling eine Dampfertour von Hamburg nach Schulau. Abends gab der älteste Sohn in einem Blanke- neser Hotel die Koffer ab. Seither feh 11rjede Spur von den Genannten. Der Sohn Fritz ist inzwischen wieder in Friedberg angekvm- men, während die Leiche des Vaters in Haseldorf (Kreis Pinneberg) geborgen wurde. Es fehlt noch der 6 Jahre alte Sohn Karl. Es liegt die Vermutung nahe, dah dieses Kirrd mit dem Vater ertrank. Die näheren Umstände des Unglücks sind noch nicht bekannt.
Todesurteil gegen zwei Spione.
Moskau 10. Aug. (W.T. D. Funkspruch) (Telegraphen-Ägerttur der Sowjet-Union.) Der Gerichtshof von Tiraspol verurteilte zwei Spione, die zugunsten Rumäniens im Auftrage der Sigouranza Informationen über die Standorte und Formattonen der Roten Armee sammelten und in der Ukraine Agenten für Spionagetätigkeiten hielten, zum Tode.
Kein Ausschluß
Trotzkis und Sinowjews.
Moskau. 10. Aug. (W. T. B. Funkspruch.) Telegraphen-Agentur der Sowjet-Union. Das Vereinigte Plenum des Zentral-Komitees und der Zentral-Kontroll-Kommission der Kommunistischen Partei, das 12 Tage tagte und Fragen der internationalen Politik, der Wirtschaftslage und des innerparteilichen Lebens erörterte, wurde heute geschlossen. Angesichts der Erklärung der Vertreter der Opposition, worin sie sich von einer Reihe ihrer Anschauungen lossagen, beschloß das Plenum, die Frage des Ausschlusses Sinowjews und Trotzkis auß dem Zentral-Komitee zurückzuziehen und ihnen einen strengen Verweis und eine Verte arnung zu erteilen.
DevisermrarÜ DerLu—Frankfurt
a. 1
Telegraphische Auszahlung.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6 Prozent, Lombardzinsfuh 7 Prozent.
Berlin. 9 ?lnguft.
Geld
Brief
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Holländische Noten......
168,08
168,76
22.92
23,02 108,77
Norwegische Noten......
DeutschLesterr., ä ioo Kronen
108,33
59.23
59,47
Rumänische Noten......
2,605
2,625
Schwedische Noten......
112,42
112,88
Schweizer Noten.......
K-0,98
81.30
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten . -
70.70
71,04
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73.43
Frankfurt a M
Berlin
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Helftngfors.
10,589
10,609
10,694
10,614
Italien. .
22,89
22,93
22,91
22,95
London. . .
41,424
20,464
20,445
20,485
Network . .
4,2025
4,2105
4,2055
4,2135
Paris....
16,465
16,505
16,48
16.52
Schweij . .
81,00
151,16
71,10
61,013
81,205
Spanien. •
70,98
71,25
71.39
Japan . . -
1,991
0.4957
1,995
1,991
1,995
sitio de Jan.
0,4977
0.4957
0.4977
Wien in D-° Cefi. abgest
59,21
59,33
12,478
59,23
59,35
Prag ....
12,458
. 12,465
12,485
Belgrad . .
7,398
7,412
7,400
7,414
Budapest. • Bulgarien .
73,33
1,037
73,47
3,043
73,40
5,037
73,54
3,043
Lissabon
20,71
20,75
20,70
20,76
Danzig. . .
Konstantin.
81,42
81,68
81,48
81,61
2,093
2,097
2,063
2,067
Sltben. . .
5,541
5,566
5,514
5.526
Lanada
1,196
4,201
4.199
4.207
Uruouay. .
4.176
4.148
4,176
4.184
Tatro . -
20.95
20.09
20.965
21,005


