Kein
Linnicher
144
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Reichsbankdiskont 5 Prozent.
LombardzinSfuh 7 Prozent.
Frankfurter Börse.
19.5 76
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2,25
264,5
die herunterhängende Kinnlade, sein Schnappen nach dem Speer, und ich höre sein heiseres, keuchendes Schmerzgestöhn. Alles war um die Braut deschäf- tigt, und man beklagte besonders, daß der Medizinmann nicht zur Stelle sei. Der Tiger muffe das gewußt haben, meinte man. Timar wurde in das Haus des Häuptlings getragen Der traurige Baler selbst machte um sie eine Reihe von Crdhäuschen im Kreise, die er mit Kokosnuhschalen schmückte; die Schalen füllte er mit Kokosnuhöl, tat Zeug- stückchen hinein und zündete sie an, um so eine feierliche Beleuchtung zu schaffen. Unterdessen verband ich die tiefe Wunde, so gut ich könnt:, es war ein Glück, dah der Tiger mit den Zähnen zu- gefaht halte und nicht mit den Pranken; sonst wäre die Wunde wohl schwer infiziert gewesen. Timar kam wieder zu stch, zum unbeschreiblichen Entzügen ihres Smy, der dem in dem Tiger versteckten Dämon furchtbare Rache gelobte. .
149 13
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34
62
V.
frl»1
Rundfunk-Programm
des Frankfurter Sender».
(Aus der .'Radio-Umschau-.)
Areitag, ll.INörz:
3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Hausfrauen-Nachmittag. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die gestünde. 615 bis 6.45 Uhr: Funkhoch. schule: „Der deutsche Roman des 10. Jahrhunderts". 'Rorlrag von Prof. Dr. Franz Schultz. 6.45 bis 7.15 Uhr: Stenographischer Fortbildungskursus für An- jänger und Fortgeschrittene (Diktat von 80 Silben auswärts). 7.15 bis 7.45 Uhr: „Spanien, das Land der Gegenreformation", Vortrag von Dr. Hanns Erich Kaminski. 8.15 bis 9.15 Uhr: Opern-Abend.
9.15 bis 10.15 Uhr: Heiterer Abend.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Gemeinden.
Isr.ReNglonsgemeindr. GottsZd.f. d.Shnagoge (Südanlage). Samstag, den 12.März 1927.Borabd^ 6 00, morgens: 9.00. Gedenkfeier zu Ehren der Gefallenen. Abends: 6.30 und 7.10.
Gottesdienst der isr. ReligionSgesellschast. Sabbatseier, den 12. März 1927. Freitag abend 5 55, Samstag vormittag 8.30. nachm. 3.30, Sabbat- auSgang 7.10, Wochengottesdienst: morgen- 6.45, abends 6.00.
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NIS von 5:2 zusammenzulegen und um 4 Millionen wieder zu erhöhen. Die G.-B. wird für ben 21. April einberufen.
* Hamburg — Amerika-Linie-Hamburg. Die Abrechnung der Hamburg—Amerika- Linie für das Fahr 1926 ergibt nach Abzug der Anleihezinsen in Höhe von 2 6 47 505 Am. zuzüglich Gewinnvortrag aus 1925 einen Betriebsüber- schuh von 20 517 039 Am., im Borjahre 9 380 917 Am. Rach Abschreibungen und RücksteUungen von insgesamt 14 779 125 Rm.. im Dorjahre 9 241 220 Am. und Abzug der statutenmähigen Tantiemen sollen aus den verbleibenden 5 670 000 Rm. 6 Prozent Dividende aus das Aktienkapital von 54 Millionen Rm., 3 Prozent Dividende auf 21 Millionen verteilt und 1 800 000 Rm. zur Einlösung des Dividendenscheines der Austral-Kos- mos-Linien per 1926 Verwendung finden. Die Flotte steht mit 176 065 939 Rm.. im Vorjahre 91 452 223 Rm. zu Buche. Rach Ablieferung der im Lause der letzten Zeit bestellten Reubauten wird die Gesellschaft zuzüglich der Hugo Stinnes- Linien, über deren Aktienbesitz sie verfügt, über 151 Seeschiffe und 221 sonstige Fahrzeuge mit einem Gesamttonnengehalt von 928 6'. Vrutto- registertonnen verfügen.
Börsenkurse.
(Ohne Gewahr.)
Korpulenz macht alt
und ist ungesund. Wir taten allen Korpulenten oder Ainn Siarlwerden veranlagten Leiern unv Leserinncuojrnmin Totuva-Zlerne zu fünfen- die unschädliche, dabet tebt wirksame, den Act t an lau reduzierende Stoffe enthalten. Die echten Toluba- Sterne en<baltc:t Sie mit Gutachten, genauen Angaben über Gebrauch, Wirkung und Zusammen» setzung tn den Avoibeken. (899al
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Devisenmarkt Berl.n -Frankfurt <l M.
Telegraphische Auszahlung.
(Ohne Gewähr.)
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‘RonnefeldtsTee
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zinnernen Wäimflaschen werden dann zu Anfang des 18. Jahrhunderts in dem »Frauenzimmer- Lexikon" des Amaranthes beschrieben. „Ist ein von Zinn oval, hohl gegoffenes Gesähe, mit einem Schraube, und iroch ganz besonderen Deckel versehen", heiht eS da, .wird mit stedendem Waffer angefüllt und in die Betten zu deren Erwärmung gesetzt." Das „Betlstäschgen" erscheint dann immer häufiger in der Literatur des Rokoko; auch Goethe war ein Freund dieser „behaglichen Annehmlichkeit". Das erste Patent, das auf einen Dettwärmer genommen wurde, erhielt der in Paris lebende Kupferschmied • Schulders am 11. Rovember 1808. Während man in England mit Samt überzogene „Fuhwärmer" t überall mit sich herumlrug, lieh sich Rapoleon für r den Feldzug gegen Ruhland sogar ein Paar Steig- * bügel unfertigen, unter denen sich mit glühenden v Holzkohlen gefüllte Behälter befanden. Gegen die
Eholera wurde dieWärniflasche besonders empfohlen, weil sie den besten Schuh gegen Erkältungen bieten sollte. Später Hut man sogar Patente angemeldet aus „Wärmsocken" und .Wärmfohlen", ohne dah damit freilich der praktische Zweck der alten guten Wärmflasche erreicht worden wäre.
Die Braut im Tigerrachen.
Eine aufregende Schilderung von einer malaischen Hochzeit, bei der ein Tiger ungeladen als Gast erschien, wird von Eharles Mayer im „Inter- national - Cosrnopolitan" erzählt. Mayer hat für den Zoologischen Garten von Melbourne im Malaiischen Archipel seltene Tiere gesammelt und lungere Zeit in einem Dorf bei Bukrt Tawang gelebt, wo er mit den Ging eborenen gute Freundschaft hielt. Er wurde daher auch zu der Hochzeit der Häuptlingstochter Timar eingeladen, die ein schlanker Jüngling namens Emh für Geschenke im Werte von 7,50 Dollar, ein Boot und einen Wasserbüffel gekauft hatte. Die Braut war 14 Jahre alt, und ihre Schönheit deutete schon dec Raine „Timar" an, der soviel wie Zinn bedeutet, Zinn ist das Kostbarste, was der Malaie kennt. Ihren Zukünftigen, t den sie bereits öfters gesehen hatte, schilderte sie ' mit den Worten. „Er bewegt sich wie ein Fisch im klaren Waffer." Die Hochieitsfeier fand am späten Mittag in einem Pavillon statt, der zu diesem Zwecke errichtet war. Die Braut kam aus ihres Vaters Hause, begleitet von ihrer Mutter, ihren Tanten und Kusinen: sie trug einen gestreiften Saron in leuchtenden Farben, einen ebenfalls sehr bunten Schal, der um ihre Brust geschlungen war, und den ganzen Schmuck, den die Familie besah. Ein scharfer Geruch ging von ihr aus , er kam aber von keinem Parfüm, sondern von den schwer duftenden Blumen, die auf ihrem braunen Körper zerrieben waren. Auf ihrem Kopf ruhte eine riesige Krone, die aus Bambus- fasern gewoben und mit goldenen Fäden und bunter Seide verziert war. Der Bräutigam erschien in weitem seidenen Beinkleidern und einer seidenen Jacke, von seinen Freunden und Verwandten geleitet, die lachend um ihn herumtanzten. Die Trauung wurde von einem „heiligen Manne" vollzogen, der in Mekka gewesen war. Alles schwamm in Freude undEntzücken. „Da plötzlich", erzähltMayer, „hörte ich den schrecklichsten erstickten Aufschrei. den ich je in meinem Leben vernommen. Ich sprang auf, und das erste, was ich sah, war Smys Speer, mit dem er auf etwas zielte. Dann sah ich das Ziel: es war ein Tiger, der sich heimlich unter die Hochzeitsgesellschaft geschlichen hatte und mit einem einzigen Sprung daS Mädchen zwischen seinen Zähnen hielt Eie war nur noch ein ohnmächtiger, herunterhängender Haufen, während ihre Schulter im Rachen der Bestie steckte. Smys Speer flog: ich sah, wie er sich tief in die Flanken des Tigers ein- grub, bann sah ich, wie sich die mächtigen Kiefer öffneten, Timar fiel zu Boden, ein Bündel von Kleidern und Blut. Smy rannte zu ihr. ich rannte zu ihr, alles rannte hin. Unterdessen verschwand der Tiger im Urwald. Por meinem Auge steht noch heute
Frankfurt, 10.März. Tendenz: und schwankend. — Das Hauptinteresse der Börse
bauaufträge der Hapag erwartet. Erst jetzt kommt die Hapag mit einem Reubauprogramm heraus, welche Tatsache d'.e Vermutung nahelegt, dah sie erst die Abschluhziffern für baä abgelaufene Geschäftsjahr und die Möglichkeit einer Erledigung der Entschädigungsfrage in Amerika abtoarten wollte. Zu diesem Zwecke soll das Kapital, wie gestern schon gemeldet, um die erkleckliche Summe von 30 Millionen Mark erhöht werden. Mit diesen Mitteln sollen sechs 'Osiotorfracht- schiffe von je 10 000 Tonnen Tragfähigkeit und sechs Frachtschiffe von je 5500 bis 6000 Tonnen Tragfähigkeit, sowie zwei Motor-Passagierschiffe von je etwa 17 000 Tonnen, die für die Rord- atlantikfahrt bestimmt sind, erbaut werden. Die Hapag bleibt also ihrem alten Grundsatz der Pflege des Frachtverkehrs treu. Mit diesen neu zu bauenden ca. 129 000 Drutto-Register-Tons verfügt die Hapag zuzüglich der Hugo-Stinnes- Linien, deren Aktienbesitz sie in Händen hat, über 165 Seeschiffe und 221 sonstige Fahrzeuge mit einem Gesamttonnengehalt von ca. 1 058 000 Brutto-Register-Tonnen. Sie kommt damit dem Friedensstand von 1 360 000 Brutto-Register- Tonnen erheblich näher. Die Hapag ergänzt und verbessert durch diese Reubauten, die natürlich mit den modernen Mitteln der Technik her- gestellt werden, ihre Flotte und erhöht ihre Konkurrenzfähigkeit.
• Von der Berliner Stempelvereinigung. In der gestern abgehaltenen Besprechung der der Berliner Stempelvereinigung angehörenden Banken wurde die Lage des Geldmarktes wie der wirtschaftlichen Verhältnisse eingehend erörtert, wobei sich völlige Uebereinftim- mung in den Auffassungen ergab. Beschlüsse wurden nicht gefaßt.
* 10 Millionen öprozentige Deut- fche Kommunalgoldanleihe. Die Preußische Staatsbank (Seehandlung) und die Deutsche Girozentrale der Deutschen Kommunalbank Berlin legen ab 10. d. M. einen weiteren Teilbetrag der bprozentigen Deutschen Kommunalgeldanleiye von 1927 in Höhe von 10 Millionen Rm. zum frei- händigen Verkauf aus. Der Verlaufspoeis ist auf 971/2 Prozent zuzüglich Stückzinsen ab 1. Ian. 1927 unter Abzug der Kapitalertragssteuec fest- geseht.
•* Jndustriehausbau- 21.*©. Frankfurt a. M. Heber die Industriehausbau-A.-G. wurde gestern das Konkursverfahren eröffnet. Bereits 1925 war ein Vergleich mit den Gläubigern auf der Grundlage von 52 Prozent notwendig. Schließlich wurde Mitte Februar das Geschäfts- . Haus, das einzige Aktivum, im Zwangswege mit 2,33 Millionen Reichsmark versteigert, wobei diese Summe noch über 1 Million Reichsmark hinter der Belastung des Grundstückes zurückblieb. In der Masse liegt ein Guthaben von insgesamt höchstens 8000 Rm.. davon beanspruchen die Gerichtskosten etwa die Hälfte, so daß die Gläubiger von etwa 1,5 Millionen Reichsmark, darunter etwa 1 Million Reichsmark Vorzugs-Gläubiger, leer ausgehen.
* Aus der südwestdeutschen Industrie. Rach Mitteilungen der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M.-Hanau kann die Lage der chemischen Industrie im Februar, wenn auch gegenüber dem Vormonat einige leichte Schwankungen zu verzeichnen sind, doch nicht als unbefriedigend bezeichnet werden. Der Geschäftsgang in der elektrotechnischen Industrie ist befriedigend und hat eine leichte Besserung erfahren. Der Auftragseingang aus dem Ausland hat sich etwas gehoben. Der lebhafte Geschäftsgang in der Automobilindustrie hat auch im vergangenen Monat angehalten. Die Umstellung der Betriebe macht weitere Fortschritte: neue Lohnverhandlungen sind im Gange. Die Geschäftstätigkeit in der Fabrikation landwirtschaftlicher Maschinen konnte sich zwar etwas beleben, bleibt jedoch noch wesentlich hinter den Erwartungen zurück. Die inländischen Abnehmer von Landmaschinen, die sich daran gewöhnt haben. Reu« anschaffungen von Maschinen nur unter dem Zwange der sofortigen Verwendung zu machen, zögern noch mit den Einkäufen. Dadurch kommt das Fnihiahrsgeschäst nur sehr langsam in Gang. Das Auslandsgeschäft hielt sich ebenfalls in ruhigeren Bahnen. Ansätze zu einer Belebung sind auch im Exportgeschäft vorhanden, so daß die Aussichten für die kommenden Monate etwas günstiger beurteilt werden können.
ID y cke r h vf f & Widmann. Die A.-R.- Sitzung der Dvckerhosf & Widmann 21. G. hat beschlossen, das Kapital der Gesellfchast im Verhält-
Enklrol-Verkaalsstellen: Germania-Dfor., Frankfurter Stra.e 3”; Kaiser Drogerie, Linden platz 5; Ludwiprspl itz-Droserie, Hoonstraße 2: Victoria- Drogerie, Marktstr. 5: Drogerie Gg. \\ nllenfela, Markt 21; Drogerie Winterhoff. Kreuzplatz 9 10.
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etwas leichter mit 4 Prozent. Monalsgeld dagegen stellte sich unverändert auf 6,5 bis 8,5 Prozent. Privatdiskonten 4,5 bis 4,62 Prozent Warenwechsel 4,88 Prozent. Die Aufwärtsbewegung der Efsektenkurse wird immer wieder durch Siemens K Halske begünstigt, die zunächst 0,75 Prozent schwächer einfeyten. aber rasch um 2.5 Prozent anzogen. Auch Schuckert plus 2,5 Prozent. Die übrigen Elektrowerte lagen lebhaft, doch wenig verändert. I. G. Farben nannte man vorbörslich mit 295 sehr schwach, das Papier setzte dann mit 296 Prozent ein und schwankte später bei 297.5 Prozent. Rheinstahl folgte dieser Bewegung. Montanaktien hatten sämtlich anfangs Verluste auszuweifen. Phönir minuÄ 1,75 Prozent, Mannesmann minus 1,25, Gelsenkirchen minus 1.5, Harpener minus 2.5 Prozent, Braunkohlen kaum verändert. Petroleumaktien lagen fest. Bauaktien widerstandsfähig, nur Dyckerhoff auf die Sanierung von 5 zu 2 abge- fchwächt (minus 3.5 Prozent). Zellstvsfaktien biS 1,75 Prozent schwächer. Die Werte der Metallbankgruppe lagen nichtiger. Auch Scheideanstalt schwächer. Auto-, Maschinen- und Metallwerte überwiegend etwas abgeschwächt. Der weitere Börsenverlauf blieb schwankend, aber tendenz- mäßig gehalten. Im D e v i s e n v dke h r stellte sich Paris gegen London auf 124.05. Zürich 2522. Mailand 1(8.75. London-Kabel 4.8525 unverän- dert. Die Reichsmark notierte gegen Kabel 42170, gegen das Pfund 20,4625.
Berliner Börse.
Berlin. 10.März. Die gestrigen Frank- furter Abendkurse konnten sich bei Beginn der heutigen Berliner Mittagsbörse nicht behaupten, da teilweise beträchtliche Verkäufe Vorlagen, die auf das Kursniveau drückten. Infolge des reichlichen Angebotes von Tagesgeld hatte aber eine freundlichere Auffassung die Oberhand, so daß die 2lbschwächungen immer wieder durch Erholungen abgelöft wurden. Zur Beruhigung trugen die Gerüchte bei, daß zum Medio und Ultimo Reportgeldkürzungen, soweit sie überhaupt notwendig werden, sich auf einzelne Fälle beschränken und von nicht erheblichem Umfange fein hürftciL Intereffe bestand besonders für Elektrowerte, Farbenaktien, Mon- t an werte und Spritaktien. Schultheiß plus 3,75 Prozent, Ostwerke plus 5.5 Prozent Auch der heimische Anleihemarkt zeigte günftige Kurse. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 4 bis 6 Prozent. Die Rachfrage konnte voll befriedigt werden. Monatsgeld war nicht unter 6.5 bis 8 Prozent zu haben. Im Devisen- verkehr lagen Mailand und Madrid fest mit 108,80 bzw. 2828 gegen London. Die Reichsmark notierte gegen Kabel 4,2160 fester.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt, 10. März. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 29,25 bis 29,50. Roggen, inländischer 27, Sommergerste für Brauzwecke 25 bi» 26, Hafer, inländischer 21,75 bis 22.50, Mais, gelb 18,25 bis 18,35, Weizenmehl, inländisches Spezial 0 40,25 bis 40,75, Roggenmehl 37,50 bis 37,75. Weizenkleie 14 bis 14,25, Roggenkleie 14,25 bi» 14,75. Tendenz: Stetig.
Frankfurter Schlachtvichmarki.
Frankfurt a.M.. 10. März. Auf dem heutigen Schlachtviehmarlt waren aufgetrieben 41 Rinder, 784 Kälber, 296 Schafe, 192 Schweine. Es wurden bezahlt pro 100 Pfund Lebendgewicht Kälber, beste Mast- und Saugkälber 71 bi« 77; mittlere Mast- und Saugkälber 62 bis 70. geringe Kälber 55 bis 61 Mark. Schafe: Mast- lämmer und jüngere Masthärnmel (Weidernast) 50 bis 54; mittlere Mastlämmer, ältere Mast- Häm rnel und gut genährte Schafe 46 bis 49; fleischiges Schafvieh 40 bis 45 Mark. Markt- Verlauf: In Kälbern. Schafen und Schweinen reger Verkehr und ausverkauft. Bei Schweinen unterblieb die Dotierung infolge geringen Auf- triebs.
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Wirtschaft.
Das Wettrüsten der deutschen Schiffahrtsgesellschaften.
Rachdem der Rorddeutsche Lloyd einen günstigen Abschluß, der eine sehr liquide Bilanz aufweist, bekann'gegeben und der Aus- ichtsrat dieser Gefeilscht in feinem Kommunique besonders daraus hingewiesen hat, daß die Richt- erlebigung der Entschädigungsfrage in den Vereinigten Staaten eine Aenderung in der Durch- ührung der Baupläne nicht zur Folge haben werde, kommt jetzt auch die H a m b u r g —Amerika-Linie mit ihrem Abschluß heraus, der neben einer auch als liquide zu bezeichnenden Bilanz, wie der Rorddeutsche Lloyd, die Verteilung einer Dividende von 6 Proz. vorsieht. Zwischen diesen beiden größten deutschen Schiff- fahrtgesellschasten besteht nach wie vor ein reger Wettbewerb. Verhandlungen, die auf eine Zusammenfassung gemeinsamer Interessen geführt werden, haben bisher ein Resultat nicht gebracht. Im Gegenteil, der Rorddeutsche Lloyd hat vor nicht langer Zeit große Sch nelldampfer in Dau gegeben, für dw er fein Kapital erheblich erhöhte. Man hatte damals im Anschluß an diese Reubauten des Rorddeutschen Lloyd auch Reu-
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war zunächst auf den Anleihemarkt konzentriert, dessen Werte wieder eine spekulative Steigerung erfuhren. Anleiheablösung stellte sich au 24.25 bis 25 bis 24.8; Schutzgebiet 12,7. Die Aktienmärkte lagen von vornherein unsicher und waren raschen Schwankungen ausgesetzt. Wenn auch der Medio nicht mehr so pessimistisch betrachtet wird, so verstimmte doch das weitere Anziehen der Zinssätze neben der verstärkten Rachfrage nach Monatsgeld. Tagesgeld war
Lehm er (Schüler-, Frauen-, gemischten und Männerchvr) und den Musikverein Rainrod (Dirigent Seibel) hervorzuheben.-
Buntes Allerlei.
Die Wärmflasche
im Wandel der Zeiten.
„Dankbar gedenkt das ganze Land des Mannes der die Bettflasche erfand!" Dieses Berschen, das einmal Gaudy einen seiner spießbürgerlichen Helden dichten läßt, findet auch heute noch in diesen naßkalten Tagen ein freundliches Echo in unseren Herzen. Die Wäimfla che wird dann zur .Seele" des Betts, wie der Ofen früher die „Seele der Stube" war, und mit welchem Behagen beftekt der sein Lager, der weiß, daß in ihm eine „Mitternachtssonne" ruht, zwar nicht erleuchtend, aber die Rächt seines Schlafes und Traumes erwärmend und erquickend- Der englische Philosoph Bentham, ein besonderer Freund der Wärmflasche, hat einmal die Vorzüge dieser „äußeren Erwärmung" gegenüber der inneren durch Alkohol hervorgehoben und gesagt, daß eine Bettflasche mindestens die gleichen Dienste tue wie ein starker Grog, aber am nächsten Tage keinen Katzenjammer zurücklaffe. Welch ein Lobredner der „Wärmpianne" ist Meister Pickwick, der Held des berühmten Dickensschen Aomans! Und so gehört diese anspruchslose und freundliche Genoffin des Menfchen zu Dingen, die die Poesie verklärt hat. Freilich ist es den ein langer Weg. den die Technik von ten heißen Ziegelsteinen, die sich so rasch avkühlten, bis zu den neuesten vollendeten Formen des Deltwärmers zurückgelegt hat, Bereits der dänische Geschichtsschreiber Saxo Grammalikus spricht ums Jahr 1200 von einem „Wärmtops"; aber dieser diente ebenso wie der „Wärmapsel" des Kirchengerätö mehr zur Erwärmung der Hände und des Körpers in den kalten Zimmern und Kirchen als im Bett. Unter den deutschen Reichskleinodien befand sich ein wundervoll gearbeiteter Wärrnap'el, der bei der Weihe und Salbung der deutschen Kaller in der Kirche verwendet wurde Das „eiserne Wärm- kä sichen", das der berühmte französische Chirurg Pare 1561 beschreibt, diente mehr medizinischen Zwecken. Alle diese Wärmevorrichtungen bestanden in Gefäßen, die glühende Holzkohle enthielten. Es ist dies die sog. „Feuergieke", der „Wärmtopf", wie er noch heute im winterlichen Italien üblich ist und auch bei uns noch bis ins 19. Jahrhundert von den Marktfrauen, in der Kirche und im Theater benutzt wurde. Aber die Aerzte sagten diesen Feuerbecken große Schäden nach, weil sie durch die schwefligen Dämpfe der Holzkohlen die Gesundheit beeinträchtigten, und eä wurde auch dadurch eine bedenkliche Feuersgefahr hervorgerusen. Auch noch im 19. Jahrhundert sind zahlreiche Theaterbrände durch diese Kohlenbecken entstanden. Die Wärm- flasche wurde erst zum Freund des Menschen, als man dazu überging, metallne Ersätze mit siedend heißem Waffer zu füllen. GryphiuS erwähnt in einem seiner Dramen, daß die vorsorgliche Hausfrau „ihrem erkorenen Eheschah jedweden Abend mit einem Betlwärmer von Zinn aufwarte". Solche
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Diskonto Commandtt Dresdner Bant.......
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Mitteldeutsche Lreditbant. . Oesterreichische Ereditanstalt RcichSbant.........
Bochumer Guß Buder ü............
Deutsch Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerte. . Harpener Bergbau......
Kaliwerke Aschersleben. . . . Naliwcrte Westeregeln. .... Laurahütte
Mannesmann .......
ManS'cldcr...........
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Pyönir Berabau Nl'eintschc Braunkohlen. . .
Rheinstahl..........
Rtcbecl 'Montan TelluS Bergbau Bereinigte Stahlwerke . . .
Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd
Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......
Analo Cont. Guano Goldschmidt..........
tolzuerkohlung ®. Jaroen-Jndnstrte. . .
ütgerSwerkc Scheideanstalt Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann...........
Elektr. Lieferungen Licht und straft........
Mainkraitwerkc Schuckert......
Siemens &, Halske .....
Adlcrwerke Kleyer Daimler Motoren. ..... Hevltgcnstacdt.........
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Mannheimer Motoren
Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgcsell^chaft Frankfurt. Pct. Union A -G Schulnabrik per; ..... Sichel Zellstoff Aschaffenburg. . . Zellstoff Waldhoi. . . .
10. März.
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112,19
112,47
112,22
112,50
Storfbotm •
112,52
112.80
112,53
112,81
Helsingfors.
10,602
10,642
10.603
10,613
Stallen . . .
18,675
18,71
18.80
18.81
London. . .
20,434
20,486
20,43^
20,519
Neunork . .
4,211
4,22
1
4,212
4,222
Boris....
16,47
16.5
1
16.475
16,515
Schwei; . .
81,045
81.24
»
b!.03j
bl ,235
Spanien - .
71,71
11.89
73,51
73,69
Fapan . . .
2,06s
2,072
2,070
2,074
9iio de Jan
0.1975
1.4995
l.498
0,500
Wien in T '
Ccfl- abgcst
59.28
59.42
59,29
59,43
Prag . . •
12.465
12.505
12.47
12,51
Bclzrad . .
7.40
7,-
i
7,4'2
7.422
Budap:st • •
73.52
73,70
73,52
73,70
Bulgarien
.1,045
„,05
u.045
Lissabon .
21,575
21,625
21,575
21.62a
Danzig - -
81,52
81.7
-
81,59
81,79
.stonst.mkln.
2,118
2,12S
-.118
2,128
Athen. . .
5.39
5.41
5,39
5.41
Canada .
4.202
4.212
4,202
4,212
Uruguay. .
4,235
1.2
5
1.235
4.245
Cairo
20,964
.1.016
-0.964
21,016
Banknoten.
(Ohne Gewähr.,
Berlin. 9 Mär;
Geld
Brie'
VlmiTifanifcfip 'Jlotra .....
4,198
4,218
Belgische Noten . .......
68.4h
lll.1-8
58,76
112.44
Cnalffche Noten.....
80,41’5
20.505
Frornönsche
Noten . . .
16.>2
16,60
Holländische
Noten . . .
IG8.16
169,00
Italienische Noten . . . '»orweaische Noten. -
18.90
108.98
19.0’1
109,52
Deutsch Ctfirrr .älOO .OrpneB
59.2.1
69.5.3
Rumänische 'Noten - . -
2,50
•i. Ö4
112.83
Schweitcr Note'i
81,11)
81.50
Lbant'sche Noten . . . .
71,80
72,16
Tschechoslowakische Noten . -
12,44
12,5'1
Ungarische 'J/otcn .
73.40
73.76


