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Rheinhessen.

S69L Mainz, S. !Ääry In der Nahe des städtischen Friedhof» wurde heute früh von Arbeitern ein etwa 1 4 Tage altes R t n b gesunden, es wurde von der ödniuisaxidH. Sic an dem bt- wutztlosen Rinde erfolgreiche Äiederbc.ebungsver. such« mochte, im Krankenhaus emg,liefen

Preußen.

Ävn» B-ctztar.

d* Salzböden, 9. Dar,. Seit vielen Jahren yerrjchen in der kiesigen Gemeinde Streitigkeiten ..der die G , meindenutzungen Ursprünglich bezogen sich dies« Nutzungen aus die Verteilung von Lu»bo!z au» d.m Gemcindewald und aus die Bc

>r:sch^stun.i von Gen.kindelöndereien. Da sie m üirrr Zeit nicht fest umschrieben waren und manche Unklarheit über ihre J).-rfUni und ihre Erhaltung bestand forderte d.e Rraierung im Jahre 1877 von 0«r Gemeinde den Erlas eine» ONrstatute und gab -Vi,iir b:i e^:ord«r! ch« ^iistrutlion heraus. Der da- «ilaliae Öt-ii'-tnbrrul lehnte indessen den Erlaß de- Ortsslalui» uo. Daraufhin oeriügte die Regierung die Aufhebung der Lorholznuvung, Die Landnutzung -uurd« den feilherigen Gemeindeleuten bis auf wei- leres, jebo.r, nur für ihre Person gestaltet. Die Be­völkerung war darüber, wie die Ehrvnik der Gr- n«elnde fltllnbe ausdrülkt. nicht gerade lehr erfreut :.nd beschloß, ihre vermeintlichen Anspruch, im Rechtswege sesrstelien zu lassen. Der damalige -ichultheix Wagner strengte diesen Prozeß an. er dauene über drei Jahre und wurde schließlich in der AppeUinstonz am Obcrlandeegericht Krank' »urt a. abgewiesen. Daraushm wurden die Ver- oandlungen wegen Erlaß eines vrtsstatuts, wie die Regierung es wünschte, wieder ausgenommen. Aber erst im Jahre 1887 führten sie zu einer Einigung. D-.« Losholzausteiluna wurde in den späteren 3ab- r«n sollen aelaisen. Wenn man geglaubt hat. daß durch die Regelung im Jahre 1887 ein dauernder ftritb« unter den Beteiligten eintreten würde, 'o hat man p<6 geirrl. 3m Jahre 1924 beschloß der neue Gemeittberat, die Nutzungsrechte vom Herbst 1923 i'J) endgültig aufzubeben und die Grundstüclc non ba ob öffentlich meistbietend zu verpachten. Zugleich wurde die Nutzungsabgabe für das Jahr auf 50 Warf pro Anteil erhöht. Ueber beide Beschlüsse des Geineinderats entstand ein neuer Slurm unter den Nutzungsberechtigten. die sich zur Wahrung ihrer Rächte an die Aufsichtsbehörde wandten. Während der Rreisausschuß die Erhöhung der Nutzungsab- gab, auf Grund eine» Gutachtens des Rulhiramt» genehmigte, wurde über die Frage der Aufhebung ber Nutzungsrechte längere Zeil hm und her ver­handelt. Das Erocbuis dieser Verhandlungen war schließlich der Beschluß des Gemeinderals vom K. Avril 1926, Inhalt» dessen die jetzigen Nutzungs­berechtigten ihre Rechte für sich und ihre öeibc*- Nachkommen behalten, dagegen die künftighin frei- werdende Nutzungsrechte meistbietend verpachte« werden sollen. Auch diese sehr gemilderte Art der allmählichen Einziehung der Nuüungsrechle wurde oon den Interessenten abgelehnt. Der Krelsauslchuß dem der entsprechend dem Gemeinderatsbeschlusle ausgestellte Nachtraa zum vrlsstalut zur Genehmi­gung oorgelegt wurde, lehnte die Erteilung der Ge nebmigung ob. weil er sich auf den Standpunkt stellte, daß e» sich in Salzböden überhaupt nicht um reines Gemeindevermögen, sondern um eine Abart davon, nämlich um Gemeindegliederklassenvei-

mögen handele, desien Umwandlung in reines Ge- meindeoermögen nur mit Zustimmung der

Nutzungsberechtigten zulüssig sei. Da die Nutzung-- berechtigten dies« Zustimmung versagten, müßte es bei der jetzigen Einrichtung verbleiben. Der Ge melnberat beschloß, geoen diese Ablehnung des ^reiLausschusies die Entscheidung de» Bezirksaus-

I schuss«» anyiruien Der Spruch des Bezirksaus- fchufjes ist nun er^ngen und der Gemeinde ,uge- stellt worden. Der vc,irkaau»fchuß Hai sich der Auf. lasiung de» Rreisausichusses nicht angeichlosien. ton- dem dahin erkannt, daß es sich um reines G e - meindeoer mögen handele. Er dal weiterhin tumiinlcrefie der Gemeinde entspricht. Auch m d.e- er Brziehuno ist er zu der beiahenden A u f« aiiung de» Gemeind» rai» gekommen. Er bot daher den Gemeinderatsbeschluß genehm,a« Damit -I über eine Mirage endgültig er.« schieden, die jahrelang die Gemüter in der Ge­meinde Salzböden nicht zur Ruhe kommen lasten .sollte. Es wäre zu wünschen, wenn die Beteiligten nun da» Kriegsbeil begraben und sich endlich wie­der zu Nutz und Frommen der Gemeinde die Hand reichen wollten.

L u h e l l t n b c n. 8. März «Kestern fand tn Klein-Linden d.e Bersteigerung de- Ruyholze« aus dem Markwald unserer Gemeinde statt. Infolge de« außerordent­lich starken Einschlag» im Vorjahre, der hautd- fächlich durch Windsälle verursacht wurde kamen die-mal verhältnismäßig geringe Holzmcigen zum Au-gedvl.ch Da sich im Gegensatz hierzu zahlreiche Äaufliebbaber au- der Llmgegend. meist Heinere Handwerler, eingefunden hatten kamen die Preise durchweg über den Laris. Eichenstamm- bolz 4 Klasse kostete 42 bi« 45 Ml.. 5. Klasse 35 bi« 38 M.. ö Klasse 30 Ml. je Festmeter. Kresernstammholz 3. Klasse 55 2HL, Fichtenstamm- Holz 4. Klasse 40 bi« 42 Mk.. 5a. Älaffe 38 bi« 40 Mk . 5b. Klasse 35 bi« 37 Ml je Zestmeier Aeußerst hohe Preise wurden auch für Zuchten- derbslangcii erzielt. Derbstangen I Klasse kosteten über 4 Mk. pro Stück, während für 2. Klasse 2.50 bi« 3Mk pro Stück (0.06 bi« 0.08 5m.) bezahlt wurde. Für Fichtennutzscheiter 3 Meter lang wurden durchschnittlich 60 bi« t'2 Mk. je 3Raummeter. Fichtennuyknüppel 58 bis 60 Ml. je 3Raummeter geboten

Maingau.

WSN. hinan, 9. März. Im benachbarten Win deck en war Mitte Januar bei dem Gastwirt Leb au ein geb rochen und 30u Mark Bargeld (orote verschiedene Wertsachen gestohlen worden. Nach langen Bemühungen ist es jeyt gelungen, die Diebe in der Person zweier junger Bur schon aus Bonames und eines verheirateten Arbeiters aus Harheim dingfest zu machen. Sic wurden im Hanauer Untersuchungsgefängnis ein­geliefert. Die Einbrecherwerkzeuge wollen sie in die Nidder geworfen haben.

Mrcie Marburg.

Ich Marburg 9. Mär». Der Marbur- grr Derkchrsvcretn hielt gestern abend leine diesjährige Jahresversammlung ab 2lu« den Mitteilungen des Vorsitzenden. Buchhändler Braun. baJ man schließen, daß auch Marburg heute eifrigst bemüh! ist. den Fremdenverkehr sich nutzbar zu machen. Die Be­mühungen des Derkehrsverein« werden in Zu- lunst unterstützt durch ein Derkehrsbüro. das spätestens bi« Ende Mai am Bahnhof er- ilujicl werden soll. Ferner wurde milgeteilt, daß ab 1. Mai in unserer Stadt Taxameter- Auto« fahren werden, wodurch ein einheitlicher Fahrpreis erzielt wird, daß außerdem die Stadt aus dem Dchloßberg ein Grundstück erworben hat, da« zur Erweiterung der Parkan­lagen Bcrwendung finden soll und auf dem die Errichtung eines Schloßrestaurants geplant ist Recht interessani waren auch die Ausführungen, die von dem Dorsitzenden des BerkchrSverein« und Prof. Dr Lommatzsch zum lonnnenden UniversitätSjubiläum gemacht wurden. Die Universität wird alle«

versuchen. Reichspräsident v Hindenburg zu veranlassen, während de« Zubi.Lum« nach hier zu kommen Seiten« der Siabt ist bei dem Jubiläum ein große« Dolk-fest auf dem Schlohberg ge­plant. Außerdem plant die Stadl zum llnUKrh- tät-iubiläum eine Bolkslunsiauvstcllung m den neuen Bäumen des Kunüinstiiul- unu't keuung des Relchstunstwarl- R c d » l o b. Die Ausste> lung ist gedacht al« Borlchau für die im Jahre 1928 geplante Ausstellung in Dresden Auch zu vieler Ausstellung wird aus ganz Helfen Besuch erwartet

Klagen von der Eisendahnftrecke Wetzlar - Lollar.

Astbach 9. März. Der hiesige Eisen­bahn Haltepunkt war während der 3n- Ilatienszeit zunächst ganz geschlossen Dann wurde er für einige Züge wieder eröffnet, doch mußte sich die Gemeinde verpflichten. einen Be- lrievskostenzufchuh an d.e Reichsbahn zu zahlen. Anfang« 1»25 fand fich die Reichsbahn bereit, wieder alle den Haltepunkt Aydach paffierenden Perfonenzüge don halten zu lassen, wenn sich die Gemeinde bereit fände, die elektrische Be- leuchtung der Haltestelle auf ihre Kosten ein- zurichten und zu betreiben. Dafür sollte der bis dahin gezahlte Betriebskostenzufchuß fort- fallen. Die Gemeindeverlretung gab dazu not- gedrunaen ihre Zustimmung. Äach dem darüber abgeschlossenen Bertrage soll die Verpflichtung der Gemeinde entfallen, sobald sich die wirt­schaftlichen Berhältniffe soweit gebessert haben, daß die Reichsbahn dazu übergehen kann, die geschlossenen Haltepunkte allgemein wieder zu eröffnen. Auf der Strecke W e tz I a r 2 o 11 a r sind alle Haltestellen weder eröffnet. Der Haltepunkt in Aybach wird zur Zeit von 115 Perfonen auf Wochen- und Monatskarten benutzt. Außerdem fahren täglich 60 bis 70 Per­sonen auf Einzelkarten. D.ese Zahlen steigen im Frühjahr naturgemäß noch hoher. Schließlich werden die Postsachen für die Gemeinden Aybuch und Dorlar in Atzoach entladen und abgesandt. Die Gemeindevertretung von A h - b a ch hält daher den Zeitpunkt für gekommen, daß die Reichsbahn die Gemeinde von der eingegangenen Berpflichtung befreit. Sie Reich« bahnverwaltung vertritt demgegenüber den Standpunkt, daß sie den Haltepunkt Astbach nicht ohne Gegenleistung der Gemeinde in Be­trieb halten könne. E« handele sich, wie die Reichsbahnverwaltung an die Gemeinde ge­schrieben hat. nicht um bare Zuschüsse sondern um tatsächliche Hilfeleistung, die durch die Ge- ineinde Aybach geleistet, ganz unverhältnismäßig weniger wirkliche Auslagen bedeute, al« wenn fie auf dem unbesetzten Haltepunkt durch die Reichsbahn selbst auSgeübt werden mühte. Mit dieser eigenartigen Begründung kann schließlich die Rcichsbahiwerwaltung an alle Gemeinden wegen Beleuchtung von Bahnhofsanlagen heran» treten. Die Gemeinde Ahbach will sich die Ab­lehnung der Reichsbahnverwaltung nicht gefallen lassen und hat beschlofsen. eine höhere Ent­scheidung herbeizuführen. Das Berfahren der Reichsbahn ist allerdings eigenartig. Richt ge­nug damit, dah fie für die zahlreichen Gemeinden an der Bahnstrecke Wetzlcl r2 o 11 a r nur einen geradezu kümmerlichenZugverkehr betreibt und die Gemeinden fogar im letzten Jahr zur Wiedererlangung eines ganz bescheide­nen Sonnlagsverkehrs pro Zuqpaar 50 Mart Zuschuß leisten mußten, obgleich der rege Sonntagsverkehr sich al« durchaus loh­nend erwiesen hat, stellt man an die Gemeinde 2ltzbach ein Ansinnen, welches die Bevölkerung um fo mehr erregt, als an keine andere Ge­

meinde an der Bahnstrecke Wetzlar Lollar gleiche Forderungen erhoben werden Ss entspricht des­halb auch unsere« Erachten« dem Recht und der Billigkeit tnenn die Eisenbahnverwal­tung ihre Stellungnahme gründlich revidiert. Dielleicht tonuni sie davei auch zu der Auffassung, daß sie den immerhin nicht un­bebaut enben Orte- und Fernverkehr der blühen­den Gegend auf die Dauer mit den jetzt ver­kehrenden paar Zügen nicht abtun kan n uixb der feit langem von der Bevölkerung immer wieder eingebrachte Antrag auf Wiedereinführung des Morgen- und Abendzuge« endlich befr.edigt wer­den muß

Der .Hund im Dienste des Menschen.

Zu dem Artikel In Nr. 53 de» Gießener An­zeiger» ..Der Hund im D i e n st e b c» Men­schen" schreibt un» ein Leser

Daß b?c Hund sich im Rriege bewahrt Hai. durfte vielen befanijt (ein. Im Anschluß in jenen Artikel möchte ich einen Fall <nrahnen. wie einem in Gie­ßen tätigen und in nächster Nähe Gießen» mahnen- den Manne durch eilten Cai. Itatshunb da» Leben gerettet wurde. S» war an einem (ehr lritischen ed)lad)ttaqc im Westen, al» ter Betref­fende an einem Bem leicht, am andern aber sehr schwer verletzt wurde, so daß die Knochenfplitler greif­bar waren. In dem Gedanken, daß nicht auch der Oberkörper im nächsten Moment zerrissen würde, kroch her Verwundete mühsam in ein Loch, au» dem die Beine noch hcraussahen. Wie er erwhlt, konnte diesen old Schlimmere» nicht mehr passieren. In die­ser Verfassung lag er 48 Stunden. Kops lies und Beine hoch, al» sich ihm in den Abendstunden ein Sanitätshund näherte und ihn anjah. Im Begriffe, dem Hund ba» Päckchen abzunehmen, da» er am Halse trug, machte bieler Kehrt und ver­schwand. Nach 25 Minuten erschien er wieder jetzt mit seinem Führer, so daß dem Verunglückten die erste Hilfe zuteil werden und er später adgehol« werden konnte. Einmal wurde der Mann unbewußt dadurch gerettet, daß da» Bein hoch lag und die Blutung versackte und verkrustete bann aber burdj den Sanitätshunb.

In K ö l n wirb Heute noch ein Sanitätshund mit Auszeichnungen spazieren geführt, ber Heroorragen- bes im Kriege geleistet hat und ber bei Ausführung seines Dienstes cin«$Bein verlor.

Der Hunb ist nicht nur ein treuer Begleiter (ei­nes Herrn, sondern er leistet bei guter AueGIbung im Polizei-, Wächter-, Sanität»- und Blinbensührer- bienst ganz Hervorragenbe». Die Ansbilbung hat aber nur ba Erfolg, wo ber Herr die besonderen Eigenschaften besitzt, die der Hunb von ihm verlangt. Dor allem einen starken Willen, bann ble Kenntnis des Hunbes |clbft unb ber Grenzen feiner Fähig­keiten, nicht zuletzt aber auch ba» Verständnis für die Seele des Hunbes, bie Liebe, Wer (chbn mit Hunbcn umgegmigen ist, weiß, baß ihre Anhäiiolid)- lest unb Treue diese Liebe von selbst erweck, Mann unb Hunb wachsen bann zusammen, sie oerstehcu sich saft ohne Worte. D.

Schlechte Säfte im Vlvt

sind bie Ursache vieler Leiben. Gerade in ber jetzigen ZabreSzeu tu der Ctiiantbmub befonber« geneigt, durch Anwendung von BlutaulsrischunaSmitieln Debatten unb Unicstilgkeiten auSzuscheiden. Wir raten, 3u (yrainnt Oeruer-fterne zu faulen, btc tn her »anvliache au«KflonAenfähen gewonnene Erirakte cntbaltcn unb btc bet itgcr Unltbäblirfi- feit noffwechtelsvrbernü unb bluiretnlaenb wirken, stie erhalten bie echien t'eiber-.stcme mit Gutachten, Angabe iibcr Gebrauch unb Zusainmenletzuitg in den Avo licken (09,1

^lalenfriZLirn Czbßnz^

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