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Nr. 263 Zweite; Blatt

Siebener Anzeiger iGeneral-Anzeiger für Gderhessen)

Mittwoch, 9. November 1927

Der Flugpaffagierverfehr im (Sommer 1927.

3m tx#d4)rn Vuftt*rf<6r überwieg: tue a 11 a g l e r Bdbrberang über o fl

snb Fracht verkehr, obgleich si^ de- 'onders in Mem Jabr»

»egenübct Len Boritibnrx »: -xxi- bei. Denn »uch weitaus Mr meitten Strecken auf gleich- »elitär M6rb«nmg von Pall agieren Poft

Fracht e no«: cht« ftnb. Io bdi 'ich doch rtn Arachi lerkehr n gröberem Umfange bi»-

Oart*. Wien Amsterdam, Zürich- Buda- ,XMn Hmftefbam. >>ji ,:tj Amsterdam mb THigbeburg jxxnnotvr butter e-n. während -er Pechoerkehr e »her nur die Strecken von l*ttltn nah Äouielcetfl. München Ivien. «iranf- uri j>oi*mun\ )) i > .nirg. Breslau über Gör- Itz und die Bäderltrecken l<t>otAugrt An ..» fie l B in Avrdamerika und in Frankreich L nkaMÄnien, dilten di« mnen Post- und 3e- rungaftrrdci nur e nen verhält n.»mähig geringen Anteil an dem iha ft verkehr s >. t' So wurde erb in August b. 3. die erfh eine Post streck «. Berlin frianfiurt in Betrieb genommen, wäh­rend es nur Iun1 reine Zeitung» strecken gibt im »a»ar u<rt«--i diel« im Auftrage grolrer Berl igs-Unfern-hmunge-i geflraen Der oben an» «e, «urelen Eigenan. des deuischen Luftverkehrs «nftor iienb in der Laders u m der $>. V. H - TRaMMnni in erstei Linie zur Ausnahme von Pafsagteren eingerichtet Bon JniereHe ist. t-i« M< aut den einzelnen Strecken zur Berfü- gunfl stehen, en >£M&IK von zahienden Passagieren susgenutzt wer'-en. da tndc Feststelluiigen neben andern Gesichtspunkten für die Festleguni >.>«s Flugplane» in späteren Jahre i mitix'ftün- t « sein müllen. Dabei ist 1 lerdinge zu be- rucksicheigen. day «ine Streck»:, die i B in ihrem ersten Jahr. nur mäßige BefvrberunaSvesuuale t ringt.c»liegen nr>ch nicht aut den Aussterhe- Oial gdehl zu werden vcauchc denn ein« aU« v-u'!:«rkehi'»-^.!ahrung betagt, daß es eine Sei- t.niheil ist. wenn nnu Strecken ' oforl ein- fr .gen. In den meisten 501km brauch! trotz e Inger Prvp lanba Nr Verkehr erst längere 3dt. W» er den Vuhuieg finde: \J:a\ift fich « ne Chrc tc al» fch.-chl. so genügt vielfach «ine 'Bcr.o.iung der CtarUeaen, Um Heilung bet Pro- r ganda oder eine Aendeinn t von A.ischtüssen. tun den Verkeh, zu beieben Al» Beispiel dafür fimnen di« Schwa rzaxttd'.inie Di'.lingen Baden.

tzreustifch.- 6t rede Danzig Allen stein gelten. Ver- »iilcht man di« 3abl der versügbaven Passagier- Klüfte mit ter .Lib. der beförd nen zahlenden Valfagtete, so ergibt fich für den Bkonat August 192. eine Ausnutzung der Platze von durch- fchnittlich 55.2 Prozent gegen 45,5 Prozent im gleichen Monat des Bo nähre»

Oberheffen.

L'diiMrci» Wirftrn

» Klein-Linden. 8. Aov Der Bab - fahrerverein Klein-Linden 1904 eröffnete am Sonntag im Saale der .Deutschen Arche" den Beigen feiner winterlichen Verein» - Dnanflaltungen Der Borsitzende Lokomotiv­führer 3. Härtner, dankte in seiner Begrü- d-ingsansprache u a. den zahlreich erschienenen -ittglietsm de» Xabflub» .Germania"-(Biehen Aach einem flotigeivielten Theaterstück zeigten 6 Bilitglieder de» (Birfumcr Dcr.-in» ihre be fällig ous genommenen Künste Im Aeigenlahren Auch tu Laiben Äun't fahret der .G»-rmania ernletcn nil ihren vor. reiflichen Leistungen allseitig en Bei- |ill Al» aiifwtw «eichen der Dankbarkeit wur- ten ihnen Ehrenzeichen überreicht

' Wies eck s Bov Am Samstag hielt der tiehge Xadlahrer-Berein 1 900 lein k <»>4brig<» Dimersest tm Saale von Gerlach ab Die Darbietungen zeugten von dem öifer tmb vollen Verständnis. welches von den |unjen Fahrern und Fahrerinnen dem Aabfporl ent- vcgengei rächt wird Der Vorsitzende de» Ber­sin« tote» in einer Ansprache auf die Bedeutung enb den .iweck des Sporte» un allgemeinen hin «nd feierte anschliestend den Aadspvrt Dem

Der Merkur-Durchqanq.

Bon Ernst Bal« ntln

3h den Morgenstunden de» 10. Bovember tkfe» Jahres werden wir ein seltene» Himmel»- hchauspiel erlebe. Der Planet Merkur wird an diesem Tage zwischen Sonne :mh Grd,- h>n- sturchgehen und al» dunkle» Scheibchen en der Sonne vorüberziehcn Man de- seichnet einen solchen Bi rgang. der mit e.nem Keinen Kemrohr dae natürlich gegen d e D'r- bng de» Sonnenlichts mit einem Schutzglas *ur ta» Auge versehen sein muht gut beobachtet werden kann, al» M e r k u r d u r ch g a n g. Der letzte Merkurdurchgang fand am S Mai 1924 statt der nächste wird erst wieder am 11 M 1937 au beobachten fein 3m Lauf eine» ganzen 3ahr- tunhen» tritt ein derartige» Gretgnis durch- fchnittltch 13 mal «bi

Merkur ist der 'oiwennächste Plane: ckr ist in Mittel etwa 56 Millionen Kilometer (bie Grd« Sa.iegen rund 150 Millionen .R lomettr, von der Comte entfernt und um Wander: da» Tagesgestirn rn Lauf von 83 Tagen wsbei in jeder Sekunde i'i SO Kilometer zurü.lgelegt werden während n ere Grde sich mit einer Sekundengeichwindig- eil v. i K1 Kilometer vorrr-ärisdewegt. Der Wer- I. r i c^retct also infolgeeiner groben Sonnen- «äh« eine verhältr.ismahig kleine Bahn um da» <eniralgc':tm Nehmen wir den Zal dah Sonne Merkur i.nd Grde in gerader Linie stehen was. Die getagt, am 10 Aovember einfteten c-.rb) und ixrqcgenträr.iaer wir an» bah Merkur nach 83 Tagen wieder aufeinem Auegang»pirnkt an» Jlangt ist <o hat er nach d.e'er 3eit -jn<ere rde noch nicht eingehvit, da lich dicke ia ;n- zvifchen weiierdewegl hat ckr braucht b-.erzu Delmcftr 116 Tage. Uni» cs mühte ach die kern Zeitraum wiederum ein Merkurdurchgang üan- "inden. wenn die Bahnen von Merkur und 5rbc t. gleicher Ebene .äger.. T itfächlich aber ist hie Merkurbabn gegen die Erdbahn am 7 Grad geneigt, fo day also die eine Hälfte der Merkur- vshn über, die andere Hälfte unter der Erdbahn fkgt. Die Punkte an denen die Bahnen 'ich chneiden, nennt man Knotenpunkt und mir dann, wenn Merkur und Erde beiderseits in 4rem Knotenpunkr ftcccn. findet für den Beob­achter ein Merkurdurchgang statt.

Golidariiäi im Mittelmeer."

Bon un'ertm 54. V.-Berichterstatler.

(Aachdruck auch mit QucUmangabe. verboten ff Madrid. Ttooembet 1927.

Anlahlnch der Wiederkehr de» Laaes an dem Mussolini an der Spitze der Aafztsten auf Vorn marfchiene iru n Madrid bei der Aedakrivn der bedeutendsten d,'igen katholischen Zerrung Li Debate" rn BUb de^ rdmi'chen Diktator» mit der etgenhanMgrn D dmuna ein: .Solidarität Im Hl 111 e l m e e r* 41 De- batt steht trotz feiner allgemein regiereng*- sreundlichen Haltung in besonderen Beziehungen zu Aom S» ist n cht nur in den vatikanischen Xwitrn lehr angesehen. ,t» zeichnet fich auch durch ritte gute Ämnmi» der Bor gange und Avsichlen der italientschen Aegieruna vor den anderen Blahnber Blättern au» Musfol nl» ar­tig« Ausm«rkfamk«it wandte sich allo an die rechte Stelle und da» Blatt benutzte auch den Anlafi, Spanien» Berhältni» zu Italien in längeren Ausführungen zu fch-.ldern Dabei be- z,-'-ch-ei.- es die lateinische Schwefternat vn unter 'B, (jnung der in beiden Ländern gleichen Ae- gierungosomi als Spaniens nächsten Berwandten. Ss glaubt bei Italien die gerechteilen und selbst- lr/esten Gefühle für Spanien voraussetzen *u dürfen, und ce schildert nach der Zeststellung der gleichen geographischen Lage beider Halbinseln irn Mittelmeer und der gl.tzhen historischen Ent­wicklung die 'Bo-.tP.i 'tgku gern, narner «panitch- italieni'cher Polittk in der Zukunft: das M die Solidarität tm Mittelmeer

Die spanische M a r o k I o p o l i t i k de­ren Ersolge ja nicht zum lleinflen Test der Iran» zdsitchen kSasfenbrüderkchalt »u verdanken lind.

Hilfe mmer I ranzosenfreundllch orien­tiert Iran de» schleppenden Gange» der 'Pa- ri<«r Tang,r-Berhandlungen ivrlor man nicht den Glauben .in eine dennoch befriedigende end»

Blermachte-Aonferenz war man deshalb durchaus abhold, und man sah in einer Betei­ligung Italiens an den Verhandlungen eine Kom­plikation. die die Srre-chung eines spamfch-sran- zS'ischen Kompromisses nur erschweren konnte

Diese spanische Zurückhaltung gegenüber Ita­lien änderte s i ch in dem Augenblick da Paris sich all.zu unnachgiebig zeigte und da vor allem England, da» bisher ein spanisch-fran- zS'ilches Einvernehmen al» Dvraus'etzung für eine allgemein« Unttrboltung angesehen hatte plötz­lich im Sommer diese» Jahre» die beb in- gung » lvse Einberufung einer Q3ler- mächte-Konscrenz fordert,- Auch London glaubte wohl nicht mehr an einen Erfolg der Verhandlungen zwischen Pari» und Madrid.

Olim ist die grobe Frage, ob Italien; sen­sationelle Demonstration vor Tanger nur au» dem ..Micro egotsmo geboren wurde, oder ob der römi'che Diktator lernen Ipanilchen Kollegen zu unterstützen beabsichtigte. Man mun­kelt allerhand über einen geheimen Ver­

trag. ben di« beiden Diktatoren vor einiger Zeit abgefchlofkev haben sollen und der logar gewisse Delensivsle.u'eln egen einen flcmcir.- iantot Feind enthalt« Soweit konttnentale In- tevessen Spanien» in Frage kommen ist ein derartiger Vertrag aus tvrMt.eNnnt Gründen unwahrscheinlich aber er wird möglich für tot Gestaltung und Wahrung der Einflufizonen an ben Küsten de» Mittelmeeree Iedensall» hat Italien im Gegensatz zu der Zeit vor eimgen Jahren kehr konkrete und direkt eigene 3 n te reff en in Marokko Der vor etwa Iahre»- frist gekaufte alte Sultanspalast in Tanger ist nicht, wie es zuerst ht-est em Hotel geworden e» wurde die luba daraus, und an d e Stelle der talienstch.n Kapital.stengruppe ist längst der italienifche Staat getreten In Lon­don verschlief,t man kich der Berechtigung des italienischen Intereske» an langer durchaus nicht.

ft en» den Italien lchen Wunsch nach Anerkennung de» diplvmanschen Eharakter» de» italienischen Konsuls in langer und den nach Beigabe eine» italier.i'chen Otidbler» zuiu gemischt.a Gerichtshof 'owie die Aufr ihine eine» italienischen Osfiziers in die Äomnmnon zur Kontrolle der Acutralität der Meerengen befürtrorien. Teilweise sieht man in Paris ein. dost eine direkte Aussprache mit Otom nicht mehr zu umgehen ist

In London glaubt man wohl hast eine ita­lienische Sinmischung die ewig ftodenben fran­zösisch-spanischen Bet Handl unge i nur beschleu - ntacn könne Auch das o< i.ziö'e Mal»rid ist derselben Ansicht. Man mein. Fiankreich würde so nervös, bah es den allen spanischcn WünsLen ein willigere» Ohr leiden würde Die» erscheint um Io glaubhafter weil Prmo de Olivera im Laufe Der letzten Zeit auf einen großen Teil der spanischen ForMrungen ver-.chtet« und jetzt nur i och den berechtigten Wun'ch nach einer 0>esri. bigunp bescheidener Anspri^e aufrecht erhält. Das ist in erster Linie die AuSübuna der Poii- zeigewalt in Tanger der Besitz eine» nationalen Hasenplatzc» un? die Tkleiligung an dein von den Franzosen erbauten Eisenbahnnetz, da» lan­ger mit dem H.nteriand verbindet

11 un ist es aber durchaus nicht unmöglich, baß die italieni'che E.nmtfchung nicht nur feine Beschleunigung der Regelung be» Tangerprv- blems bringt sondern un Gegenteil ,-ine B e r - zbgerung durch die neue Komplikation. Die Anmeldung der italienischen Ansprüche in Tan­ger bleibt solange rein theovetisch wie nicht eine neue internationale Heberehtfunfi übet die Ver­hältnisse in Marokko zur Tatsache wird Zunächst hat Italien ja nur betont daß es bei einer Oien- aufrolluna diese» Problem» berücksichtigt werden wolle Sin Grund mehr für Frankreich, die 'chon immer unerwünschte Aufrollung der Tanger- sragc hmauszuschieben!

Mitglied Karl Schäfer wurde für 25jährige treue Mitgliedschaft ein Diplom überreicht der Oieigenmannschaft, die kürzlich bei ten in Wetzlar veranstalteten Saalwettbewerben einen 1 Prel» errang winkten schöne Ein.zelgesch.nke. die hier zur Verteilung gelangten. Da» übrige Programm wurde durch Ge'angSvorträgc der ®e1ang»abtei- lung des lurnverein» 1862 und Tanz au»g«süllt.

tz Daubringen 8. Olov Die Stelle eine» Provinzialstrahen Wärters für Daub- i tngen und Umgebung ist dem Arbeiter August Erb. Sohn de» früheren Ärei»ftraßentoä 11 ert. von hier übertragen werden Gegenwärtig baut da» Gießener ElettrizllätSwerf eine neue H o ch- f pannuna»l«i t ung vo» unserem Dorfe nach dem benachbarten Hosgut Heibertshaufen.

t Tret» a. d. Lda 8 Aov. Tvr Gesang­verein .Liederkran z" dahier, unter Lei­tung be» Ehvrme ster» Konrad Äikolai <Gro- hen-Bufeck veranstaltet,' am Sonntagabend im i'vllbesetzten Saal de» Herrn Dill einen wohl- gelunzienen Konzertabend unter Mitwir­

kung be» Quartett» vom Gesangveiiein Äon» kvrdia- Aödgen und t<x Kapelle ehe­maliger Militärmusiker in Gießen. Schon oocgetrcijenc und tief empfundene Ghörv wechselten mit meisterhaft gespielten Cvdx-ßcr- Rüden bekannter und ber.ibutter Kompon hei, Flöten- und Homsolo», die den ungeteilten Bei­fall der Zuhvver fanden

br Kesselbach. 8 Olov. Dieser Tage lausten Herren au» Lippstadt einen größe­ren Getan de bei ' anschließend an ben der Mtun-Delei-Basaltwerke zwecks Basalt- gewinnung zum Preise von 2 Mark je Quadratmeter

Annerod. 8 Aov Die Gemeinde hat in diesem Frühjahr für ihre Freiwillige Feuerwehr eine fahrbare mechanische Magirussche Hettungöleiter angc cbaHt Um für diese» Gerät eine geeignete und Zwecken!sprechende Aufbewahrung zu schaffen, hat die Gemeinde da» alte Gerateyaus vollständig umbauen lassen, das nun nm Sonntag feiner

Besttmninng tote; er übergeben w.rbcn l»m Um 1530 Uhr traten die Fverwiltige und b r Pflicht- fmrni^r m sämtlichen Gerät ei, angef.. cn. Die neue Veiler u*ur aut Blum« gelchmud: Krei»- fewniKtin nf r<tlor Dickorä hielt eine rm- spvech»nbe A Sprache m der et ganz belonders de» 8eu.'ttchu.-^s in tandwirllchaftlichen 'Betne­ben gedach 0: sprach auch bnn ^rgermeiRtr und den IKngiiexVrn b,*» Gemeinderat» für b,t* durch die 3n'4>.i|h4r.g der l* -trr und den Umbau de» (Betül, baut,» m rocken türm der

Feuerwehr ,-rwiefene D lavll.-n Dank aus Weiler dankte rr ben Bauk-ttn 3nthctUH Kegel vom -'S*4' Hochbaua«rnu- allen bei Mn Umbau tätig gewesen, Meistern und Ar­beitern Sodann übergab er das .webet neuerstan­dene (Berül «bau* seine. B.-st im m ung Hieran fchioki sich her Einzug mit den ^.'chgeräten an obann nahm die Feuerwehr vor dein Lpritzen- bau» ?l al stell un.» Ki. »i.-u.ra brnüpekto«

Bi dorr uIktt. t4>ie mit einer A.»'pi che tm Auftrage de» Munsters des Inn en d.-., ÜXbi- leuten Phil Düchler und Dilh Hohr III ba* Ehien^etchs.i |ür 2 5 jährig « Dienstzeit nebst den Verleihungsurkunden and dem Wehr- mann Dilh Keßler da» von dem verbind der Freiwilligen Feuerwehveii de» Kreises Giehrn grCiifietc Ehrenz ich?n für 1 5 j ä b r i g e Dienstzeit. Hierauf folgte d.e gesamte F.-uer- wr.gr einer Einladung des G.meind rat» zu einen» Glas Mer in Engelhardt» Saalbau. wo Äm»- f euenvehr,nlpellor D i d o r t* noch einen sehr be lehrenden B o r! r a g über 3lü<|igfeil»branbe. die niui» mit Daftcr nicht<chen faiui. hielt

Konferenz be» Le z t r k si e h t, r v r i e i n » L i ch hielt l:roif|>ür Helmke Meßen), der br kannte rUtertnmssoftcher einen hrlfrlnbcn Vnrlrag über bas ThemaVie Lorgefchichte uns,ter en^j« ren Heimat" Luch einig, Jlid>hnitgh«b<r wohnten der Ihriammbinfl bei 9ladi kurzen i»röfsnunas- und Legrüßungsworten bei- Vorsitze »den. Lehrer» Sprengel tLell« »»heim), ergriff Pros Helmke bat Wort ,yi seinem Korlrag. 3n Den tast breljtün bfgen Susmhrnngen jkaperte der Äebner, wie in unserer Ä<-gend, bftonber- In brr W.'ttevau, bi» in die Steinzeit zurück der Mensch ansässta nxii Die lungfkn Ausgrabungen Iwi Treie a.o Vurnb<i durch rr. dichter von der Lande»unloersHüt (Hießen bewiesen dies. Nach der Schilderung br: sleinzeitmemchen ging der Redner zu den jüngeren Zeitläuften, der Bronze- und (iis.-nzeit, über, die l-eichichre unserer (Begriti) und ihrer Bewohner verfolgend bi» ,n öir Nörner^ll. Zülf diese Bus :ühnmgea folgte d.mn die Lorluhrung intrrestanter Lichtbilder, Dir houpnächlich ßunbr au» vor a. jchlchtlicher Zett. longefastr, Wofsen Schmuck u. a. zeigw-i Zum großen leil fianunrn diese Runbe von tfingrabunaen bee boriragrnben Die di» zum -chtutz gesessellen Zuhörer dankten demJtebn«i durch reichen Beifall Nach vanke»worlen de« Bor iihenben wurde die Tagung geschlossen mit dem Äunfch, Profestor Delmke möge Inilb wieber zu einem ipezielleren Thema sprechen.

Urciö Arlcdbsrii

WSN. Friedberg R Noo. Wie die ctab: peruxiltmfl der Presse mitieill, haben sich um eine an der hiesigen Volksschule neu zu bef<n#nl)r Lehrer st «Ile 36 Lehrer, ein «Schulgehl 1" unb vier Schuloenoaiter gemeldet

>4 Lad-Nauheini, n Noi (Bartenbau oerein hielt unter Leitung von Lehrer Porth nxeber eine seiner Äerstrminlmigen ab, wie iie b<$ öfteren tm Lause be» Winter» twi immer gutem Besuche twnanffalkt werde" tlngr eifert durch den schonen Erfolg bei dle»jahrig«a lo falen Obstschau. über bir wir »einerzeit berichtet habet- will der Verein tm nächster-. Jahre eine eigentlich« Obstausstellung iwronftaltrn unb damit em# Obstoerkaufsgelegenheit oer binden Weiter wird Daran gebürt»: hn nächsten Zahre eine Auskunftsstelle für den 'Oerfaut u»n Beeren und Sommerobst, bas in die ietn Jahre einfach mihi an den Mann zu bringen iva r. ein zu richten

Bad-Aauheim, 8 Aov Bach einem eit Jahren grlftten Brauche feierte der hiesige Evangelische Jugend- und M ö n ner­ve re in uniir Mitwirkung des Ev.iagelischen Gemifchren Lhors N.i» Reformationsfest durch eine große öffentliche Veranstaltung, die

Da» Ereignis wird sich am 10 November in folgenden Zelter abspielen um 4.02 älhr mor­gen» findet die erste Berübnma statt Dann wand,rl der Plane:, dessen Okachtseite un» zuge- wandt ist an der Sonne vorüber und um 9 27 ilßr erfolgi der Austritt de» Planeten aus der Svunenfcheibe Da «edoch der Sonnenaufgang an jenem Tag, erst um 7 Ubr erfolgt fo ist die erste Pbafe de» L^aufpiel» nicht zu beobachten, immerhin wird 'bätet e:z wesentlicher Teil te» Börnbergang» de» fleinen fcei»tunt,m Schotten» vor der Sonne und der Ai:»lritt wahrgenommen werden können. vorau»gesetzt. daß der Dftbimmel wolkenlos ist

Heber, ben Merkurdurchgängen kennt man auch OSoriibergänge be» Planeten Benus. die 'ich allerdina» nur in größeren Zwischenräumen ,rtigncn Während die Merkurdu?chgänge stet» in den OHonflten Mo unb Olooember cimreicn kommen al» OHonate >ür Benusdurchgänge nur Juni und Dezember in Betracht Der letzte Benutzdurchoang 'vielte sich am 6 Dezember 1682 ab. der nächste wird erst am 8. Inni 2004 statt- finden

Tnefe Planeten^ irchgäng: hab. für die astro­nomisch« Wiffen'chasl tr-fricm ihr« Bedeutung al» durch genau, Bermettungen der Planeten- standone auf der Sonnenscheibe bi« Bohnen drr beiden Planeten und d..- öntfernang der Erd« von d.r 5otmt immer genauer bestimm: werden könne: In die'er Hinsicht hat allerdings ein Benusdurchgang für die Diftciftchoft größeres 3ntere'k ein Merkurdurchgar: da sich un» die Bt-nu» tm günstigsten Fall bie u* 38 Millio­nen Kilometer ter Planet TEcrfur t-agegen nur bi» zu 76 Millionen Kilometer nähern kann.

Merkur st übrigen» nur schwer zu her bad»: e- da er infolge der großen Sonnennähe m Sich: de» Tigesgestims meist versiuk-'. l opernlku» hat ihn nie f roll den können Dec Durchmefer bce Merkur beträgt 4800 Kilometer illo etwas mehr al» ein Drittel de» Erddurchme'fers Sen­gend heiß brennt das Licht der Sonne 5cten Fläche infolge der großen Rähe 'iebemnal größer erscheint als den Lrddea'nhncrn > auf den Pla­neten l ieber, und e- ist fi<ch:r daß unsere Augen im i-icbiftroir.. den dieser Planet empfängt, fofrtt erblinden würden. Üebrigcn» bewegt 'ich der Merkur nicht «wie untere Erdej um feine eigene

Achse sondern er hält der Lonne stets die gleiche Seite zu wie wir die» in ähnlichem «Soll auch bei un'rrin Wond beobachten können, n dost auf der einen Merkurhälste ewiger Taa aut der lonnenabgewandten Seite ewige Aamt herrscht. Es ist auch nicht anzunehme. daß Merkur ein bewohnter Planet ist, vielmehr dürfte er einer der vielen toten Weltkörper kein die im Sternenreigen ihre Bahn ziehen

Aos Wasners cpuren in Zürich

Ist Wagner in Zürich oergefknT* fiagie Xenc Bizet in einem ranzöfischen Blatt und teilt leint traurigen Erlebnisse mit die er auf den Spuren Dagntre bei einem Besuch in Zürich gehabt hat E» war am 15 September 1857 allo gerade vor 70 Iahrew" chreibt er. il» Wagner Mathilde Wefendonck das Terlbuch von Tristan und Isolde pteianete 3n dein Zuge, der mich nach .,"ür4» brachte las lch wieder bei. wundervoll." Brief in dem Wagner dtc Geliebte an dielen glücklichen Tag erinnerte unb mit fre'.n wundervollen Worten im Herzen stieg in mir di« Sehnsucht, nach m«i/er Inkunft in Zürich den grünen Hügel unb den stillen Zufluchtsort de» urofki. Meister» zu fehe den kurzen Weg zu- rjcfiu.cger der von 'einem Afyl" nach der Villa einet Freundin führte und ein wenig von der verzückten Liede wrederzulinden dtc bider (Bot: der Tönt f« r.er Anrtgerin darbracht- Ich glaubte daß mir zeder den Weg zu dem A>yl zeigen müHe Aber meine erst, Enttäuschung hatte ich b-' dem Maftkaltenhändltr an den -ch mich in einem allerdings 'chreckllchen Deutsch wandte Er boi mir sämtlich. Partttufn der Wognerich, Muf.kdramen ar aber ich konnte nur von ihm hetausbekommen daß sich in der Zeltwegstraße ein Hau» Kfinde an dem eint Ge- dächtn.stafel angcnrach: sei Dergebens forschte ich -ach demÄ'yl ^.nd crit der fronzölt'che Bua-Händler Paul THorifte. der eine leidenlchast- liche Liebe zur Mullk hegt gab mir Auskunft: .Das WagnerhauS rrtstiert nicht mehr S» ist vor Jahren bem Erdboden gleichgemacht worden, al» man r<«ue Villen au' b-.eem jrür.ni Hügel errichsew. Die Billa Wefendonck st jetzt -ytnfet den Garten anderer Käufer verborgen Gehen wir nicht dahin. 6» lohnt nicht der Mühe 5ie

würden nur einen traurigen Eindruck gewinnen." Um mich zu trösten, führte er mich nach der Zeitwegs!raße, wo wir tatsächlich ein große» Ge­bäude mit einer Tasel sahen Wir traten m einen der llemen Höse diele» Häulerkomple,es wo ein iroßer Baum ein wenig Grün unb etwas Poelie ulxr die Steine verbreitet .Hier hat er ge- wohnt n Hummer 3 ober Hummer 5 TBarfen Ott ich werbe mich erkundigen." '.igle Morillc An der Tür von Hr. 5 standen ein alter Herr anb ein« alte Dame Dagn«r? Wagner?" tagte bk all« Dame zu dem alten Herrn ..Ich glaub, der Mann muß bei Ihnen gewohnt habenT'

Hei» bei Ihnen antwortete der alle Herr So stritten ht sich eine Weile wie wenn es lich ich muß es schon lagen um eine übel beleu­mundete Perlon gehandelt hätte. Schließlich san­den wir heraus, haß er in Hr 7 gewohnt hot Und da» ist alle», was von dieser unsterblichen Erinnerung in Zürich geblieben ist."

Oer Polizist als Tenor

Ein neuer sranzösilcher Tenor TU. Dors, wird deu.nächst in einem Pariser Koiizcriloal zum e-rsten Tlx.tr auftreicn und er holl:, baß er bald Ju4> in der O>-ta Eomique »ftchenirni tt> rd Doti wo aus er lernen Weg über die Buhne bei Dell antreten wurde. Bors, der heule 34 Jahr alt Ist. kam al» I7jähriger aus Süd-Frankreich nach Pari» um Musik zu studiere: aber seine H.ll»quell«n waren halb erschöpft and er maßte bei der Polizei eintreten um feinen Sehen6- unterhali zu erwerben Er 'etzfe ober feine Gesangsstui.en sor! and er :: j ßte auch fo-it-ar 'chon einmal ben Beriuch nif r Panier Bühne auszulretin. hatte jedoch feinen Erfolg. Seine Stellung bet der Polizei halte er damals Tufaegeben unb er »og nar durch Süd-Frank- rev». wo er überall auf Keinen Provinzbühnen auf trat. Hier hörte ihn einmal der bekannte französische Bariton 3ear Bote in .La TaSca". unb er ermutigte ih mit d> . Worten: .Arbeite uxiter. Kleiner unb du wirst ein großer Sänger werden 1 Dors mußte zunächst wieder zur Po­lizei - urücllehve?' aber er verfolgte auch diesmal fein Ziel hartnäckig w< :er, und letzt steht er von neuem ftn Begriff, den Sprung auf die Bühn - ; wagen.